Mörshausen (Spangenberg)

Mörshausen ist ein Stadtteil der Stadt Spangenberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.

Mörshausen
Höhe: 200 m ü. NHN
Fläche: 6,69 km²[1]
Einwohner: 381 (2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. April 1971
Postleitzahl: 34286
Vorwahl: 05663

Geographie

Mörshausen liegt etwa 2 km westlich der Kernstadt an der B 487 und wird von der Pfieffe durchflossen. Die Gemarkung von Mörshausen grenzt an den Malsberg, eine Erhebung nahe Spangenberg. Ebenso grenzt die Gemarkung an die der Gemeinde Morschen und die der Stadt Melsungen (beide Schwalm-Eder-Kreis). Durch die Gemarkung führt auch die Pfieffetalbrücke der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg. Nachbardörfer sind Adelshausen (zu Melsungen) und die Kernstadt.

Geschichte

Die älteste bekannte urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte unter dem Namen „Meinbrateshusen“ im Jahre 920 im Codex Eberhardi, wahrscheinlich handelt es sich um Mörshausen. Das heute bekannte Mörshausen wurde jedoch erst 1209 in einer Urkunde des Fritzlar Petersstiftes erwähnt.[2]

Gebietsreform

Die Gemeinde Mörshausen wurde am 1. April 1971 im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Stadt Spangenberg eingemeindet.[3] Für Mörshausen wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[4]

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

  • 1585: 40 Haushaltungen
  • 1747: 44 Haushaltungen
Mörshausen: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
  
376
1840
  
403
1846
  
436
1852
  
399
1858
  
372
1864
  
379
1871
  
323
1875
  
330
1885
  
350
1895
  
335
1905
  
300
1910
  
311
1925
  
309
1939
  
307
1946
  
486
1950
  
469
1956
  
395
1961
  
393
1967
  
387
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
360
2019
  
381
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [2]; Stadt Spangenberg:[1]; Zensus 2011[5]

Religionszugehörigkeit

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

• 1885:350 evangelische (= 100 %) Einwohner
• 1961:341 evangelische (= 86,77 %), 41 katholische (= 10,43 %) Einwohner

Politik

Der Ortsbeirat besteht aus 5 Personen, davon gehören 3 der SPD und 2 der GL (Gemeinschaftsliste Mörshausen) an. 2011 lag die Wahlbeteiligung bei 58,8 %. Ortsvorsteherin ist Annelie Deist.[4]

Kultur und Infrastruktur

Wie in jedem anderen Stadtteil gibt es auch in Mörshausen die Freiwillige Feuerwehr. Außerdem findet man in Mörshausen einen Landfrauenverein. Im Umland ist Mörshausen vor allem für das alljährlich stattfindende Lindenfest bekannt. Die Mörshäuser nennt man auch die „Rewwester“. Ein „Rewwester“ ist ein Tontopf mit zwei Griffen und einem Ausgießer, in dem man Milch aufbewahrt hat. Da um Mörshausen herum saftige Wiesen zu finden sind, benötigte man im Ort aufgrund der Viehbestände viele „Rewwester“.

Der gut ausgebaute Radweg R 12 führt direkt durch den Ort.

Einzelnachweise

  1. Mörshausen. In: Webauftritt. Stadt Spangenberg, abgerufen im Oktober 2020.
  2. Mörshausen (Spangenberg), Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Juni 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 405.
  4. Ortsbeiräte. In: Webauftritt. Stadt Spangenberg, abgerufen im Oktober 2020.
  5. Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt;
  1.  Info: Bitte auf Vorlage:HessBib umstellen, um auch nach 2015 erfasste Literatur zu selektieren!
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