Nausis (Spangenberg)

Nausis ist ein Stadtteil der Stadt Spangenberg im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis und liegt am Fluss Lande im Landetal.

Nausis
Höhe: 291 m ü. NHN
Fläche: 4,09 km²[1]
Einwohner: 139 (2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34286
Vorwahl: 05663

Geographische Lage

Der Stadtteil liegt im Südosten Spangenbergs und grenzt an den Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Die nächsten Orte Herlefeld und Landefeld gehören ebenfalls zur Stadt Spangenberg. Nausis ist über die Bundesstraße 487 zu erreichen.

Geschichte

Die älteste bekannte Erwähnung von Nausis erfolgte im Jahre 1235 unter dem Namen „Niuseze“ in einer Urkunde des Klosters Haydau.[2]

Die einstmals im Ort vorhandene Schule wurde vor dem Jahr 1977 geschlossen.

Gebietsreform

Am 31. Dezember 1971 wurde die Gemeinde Nausis im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die der Stadt Spangenberg eingemeindet.[3] Für Nausis wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[4]

Einwohnerentwicklung

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

  • 1540: 9 Häuser
  • 1585: 14 Haushaltungen
  • 1747: 34 Haushaltungen
Nausis: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2019
Jahr  Einwohner
1834
  
259
1840
  
264
1846
  
300
1852
  
263
1858
  
254
1864
  
238
1871
  
212
1875
  
230
1885
  
194
1895
  
157
1905
  
185
1910
  
193
1925
  
208
1939
  
202
1946
  
316
1950
  
296
1956
  
218
1961
  
199
1967
  
193
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
138
2019
  
139
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [2]; Stadt Spangenberg:[1]; Zensus 2011[5]

Religionszugehörigkeit

 Quelle: Historisches Ortslexikon[2]

• 1885:193 evangelische (= 99,48 %), ein katholischer (= 0,52 %) Einwohner
• 1961:196 evangelische (= 98,49 %), 3 katholische (= 1,51 %) Einwohner

Politik

Der Ortsbeirat besteht aus fünf Personen, alle gehören der Gemeinschaftsliste Nausis an. Rainer Kehl ist Ortsvorsteher.[4]

Kultur

Nausis wurde in der Hessenschau des Hessischen Rundfunks im Rahmen des Wettbewerbs Dolles Dorf am 23. September 2006 und am 9. Mai 2007 vorgestellt.

Spitzname der Nausiser ist „Hagebutten“. Auch hier in Nausis rührt der Name wohl von der guten Bodenqualität und der geografischen Lage; diese Faktoren ließen die Hagebutten an den Nausiser Hängen üppig wachsen.

2017 belegte Nausis den dritten Platz im Regionalentscheid des Schwalm-Eder-Kreises beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.[6]

Infrastruktur

Zur Verbesserung der dereinst problematischen Trinkwassersituation des landwirtschaftlich geprägten Ortes wurde bereits vor der Eingemeindung nach Spangenberg mit den Nachbarorten im Landetal zusammengearbeitet. Die Nachbarorte haben zusammen den Verein „Kulturlandschaft Landetal“ ins Leben gerufen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Dadurch konnte bereits ein Netz von Rundwanderwegen zwischen diesen Ortsteilen von Spangenberg ausgewiesen werden. Ladengeschäfte sind nicht mehr vorhanden.

Literatur

  • Georg Landau, Beschreibung des Hessengaus, S. 80.
  • Heinrich Reimer, Historisches Ortslexikon für Kurhessen, S. 344.

Einzelnachweise

  1. Nausis. In: Webauftritt. Stadt Spangenberg, abgerufen im Oktober 2020.
  2. Nausis (Spangenberg), Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 15. Juni 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 405.
  4. Ortsbeiräte. In: Webauftritt. Stadt Spangenberg, abgerufen im Oktober 2020.
  5. Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt;
  6. Unser Dorf hat Zukunft "Unser Dorf hat Zukunft": Gewinner aus dem Schwalm-Eder-Kreis steht fest, bei lokalo24.de vom 30. Juni 2017.
  1.  Info: Bitte auf Vorlage:HessBib umstellen, um auch nach 2015 erfasste Literatur zu selektieren!
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