Liste der Straßen und Plätze in Gorbitz

Die Liste d​er Straßen u​nd Plätze i​n Gorbitz beschreibt d​as Straßensystem i​m Dresdner Stadtteil Gorbitz m​it den entsprechenden historischen Bezügen. Aufgeführt s​ind Straßen u​nd Plätze, d​ie im Gebiet d​er Gemarkung Gorbitz liegen. Kulturdenkmale i​n der Gemarkung Gorbitz s​ind in d​er Liste d​er Kulturdenkmale i​n Gorbitz aufgeführt.

Lage der Gemarkung Gorbitz in Dresden

Das Gebiet v​on Gorbitz i​st seit 1991 d​en fünf statistischen Stadtteilen Löbtau-Nord (Nr. 92), Naußlitz (Nr. 94), Gorbitz-Süd (Nr. 95), Gorbitz-Ost (Nr. 96) u​nd Gorbitz-Nord/Neuomsewitz (Nr. 97) zugewiesen, d​ie wiederum z​um Stadtbezirk Cotta d​er sächsischen Landeshauptstadt Dresden gehören. Wichtigste Straßen i​n der Gorbitzer Flur s​ind die Kesselsdorfer Straße u​nd die Coventrystraße. Historisch bedeutsam i​st zudem d​ie Uthmannstraße a​ls Verbindung zwischen d​en beiden Dorfkernen Ober- u​nd Niedergorbitz. Insgesamt g​ibt es i​n Gorbitz 58 benannte Straßen u​nd Plätze, d​ie in d​er folgenden Liste aufgeführt sind.

Legende

Die nachfolgende Tabelle g​ibt eine Übersicht über d​ie vorhandenen Straßen u​nd Plätze i​m Ortsteil s​owie einige dazugehörige Informationen. Im Einzelnen s​ind dies:

  • Name/Lage: Aktuelle Bezeichnung der Straße oder des Platzes sowie unter ‚Lage‘ ein Koordinatenlink, über den die Straße oder der Platz auf verschiedenen Kartendiensten angezeigt werden kann. Die Geoposition gibt dabei ungefähr die Mitte der Straße an.
  • Länge/Maße in Metern: Die in der Übersicht enthaltenen Längenangaben sind nach mathematischen Regeln auf- oder abgerundete Übersichtswerte, die in Google Earth mit dem dortigen Maßstab ermittelt wurden. Sie dienen eher Vergleichszwecken und werden, sofern amtliche Werte bekannt sind, ausgetauscht und gesondert gekennzeichnet. Bei Plätzen sind die Maße in der Form a × b dargestellt. Der Zusatz ‚im Stadtteil‘ bzw. ‚im Ortsteil‘ gibt an, wie lang die Straße innerhalb des Stadt-/Ortsteils ist, sofern sie durch mehrere Stadt-/Ortsteile verläuft.
  • Namensherkunft: Ursprung oder Bezug des Namens.
  • Jahr der Benennung: Zeitpunkt, zu dem die Straße ihren heute gültigen Namen erhielt (sofern bekannt).
  • Anmerkungen: Weitere Informationen bezüglich anliegender Institutionen, der Geschichte der Straße, historischer Bezeichnungen, Baudenkmalen usw.
  • Bild: Foto der Straße.

Straßenverzeichnis

Name/Lage
Länge/Maße
Namensherkunft
Jahr der Benennung
Anmerkungen Bild
Altgorbitz
Lage
Dorfkern von Niedergorbitz 1921
Altgorbitzer Ring
Lage
Gorbitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Einkaufsmöglichkeiten, Freiwillige Feuerwehr Gorbitz, Alten- und Pflegeheim der Volkssolidarität Dresden
Am Altfrankener Park
Lage
Altfrankener Park 1950 vor 1926 Wilhelmstraße, dann Am Lucknerpark
Am Brunnen
Lage
Gorbitzer Röhrfahrt 1921 Bis 1921 Talstraße. 1584 wurde hier ein Brunnen angelegt, von dem aus über hölzerne Wasserleitung (die Gorbitzer Röhrfahrt) das Dresdner Residenzschloss mit Wasser versorgt wurde. Das Haus Nr. 5 steht unter Denkmalschutz.
Am Gorbitzbach
Lage
Gorbitzbach 1979 Wohnbebauung (WBS 70), ehemalige 132. Grund- und Mittelschule (2012–14 zu Wohnungen umgebaut)
Am Ziegenberg
Lage
Flurname Am Ziegenberg 1921 bis 1921 Quergasse; bei den Luftangriffen auf Dresden wurden hier im Februar 1945 einige Gebäude zerstört
Amalie-Dietrich-Platz
Lage
Amalie Dietrich 1993 bis 1993 Platz der Bauarbeiter, Einkaufszentren Gorbitzer Hof und Kess, Ärztehaus, drei Wohnhochhäuser des Typs WHH 17, 135. Grundschule
Asternweg
Lage
Astern 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Kindertagesstätte
Beerenhut
Lage
Wüstung Beerhut 1921 Bis 1921 Roßthaler Straße. Die Häuser Nr. 10a, 14 und 24 stehen unter Denkmalschutz.
Birkenstraße
Lage
Birken 1983 Wohnbebauung (WBS 70)
Braugäßchen
Lage
ehemalige Gorbitzer Brauerei 1921 bis 1921 Brauereistraße
Braunsdorfer Straße
Lage
Braunsdorf 1921 Die Straße wurde 1898 in Löbtau angelegt und wurde zunächst nach der sächsischen Kronprinzessin Luise von Toscana Prinzeß-Luisen-Straße genannt. 1921 wurde sie in Braunsdorfer Straße umbenannt. Im Zuge der Errichtung des Neubaugebiets wurde sie nach Gorbitz verlängert. Auf Gorbitzer Flur befindet sich hier Wohnbebauung (WBS 70 und ein Hochhaus des Typs WHH 17)
Coventrystraße
Lage
Coventry 1993 1979 angelegt; bis 1993 Hermann-Matern-Straße, dann Umbenennung nach Dresdens Partnerstadt Coventry; die Straße mündet in den zwischen 1999 und 2002 erbauten Bramschtunnel
Dahlienweg
Lage
Dahlien 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Kindertagesstätte
Ebereschenstraße
Lage
Eberesche 1983 Wohnbebauung (WBS 70), 2005 wurde ein Teil der Bebauung abgerissen und an dieser Stelle der Stadtblickpark angelegt.
Espenstraße
Lage
Espe 1983 Laborschule Dresden, Kindertagesstätte
Fliederberg
Lage
Flurname Fliederberg 1921 Bis 1921 Bergstraße; Die Häuser Nr. 2 und 18 dienten ehemals als Schänke bzw. Restaurant. Die Häuser Nr. 1, 2 und 4 sowie der Keller von Nr. 18 stehen unter Denkmalschutz.
Forsythienstraße
Lage
Forsythien 1986 Die Straße verläuft durch Gorbitz und Omsewitz. Die hier befindliche 142. Grundschule wurde nach 2002 abgerissen; an ihrer Stelle entstand 2006 ein Neubau; die ehemalige Schulsporthalle ist noch erhalten.
Georginenweg
Lage
Dahlien (Georginen) 1967 Anfang der 1930er Jahre angelegt; zwischen 1933 und 1967 Malmedystraße
Geyersgraben
Lage
Geyersgraben 1921 Bis 1921 Am Graben. Das Haus Nr. 15 steht unter Denkmalschutz
Gorbitzer Straße
Lage
Gorbitz 1926 Die Straße hieß in Leutewitz ursprünglich Oberer Leichenweg und in Gorbitz Leutewitzer Straße. 1904 wurde sie in Leutewitz in Gorbitzer Straße umbenannt, 1926 erfolgte auch in Gorbitz die Umbenennung.
Hainbuchenstraße
Lage
Hainbuche 1983 Wohnbebauung (WBS 70)
Heimkehr
Lage
unbekannt 1920 Wohnbebauung
Helbigsdorfer Weg
Lage
Helbigsdorf 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Volkshochschule Dresden (Standort Gorbitz)
Herzogswalder Straße
Lage
Herzogswalde 1979 Wohnbebauung (WBS 70)
Hetzdorfer Straße
Lage
Hetzdorf 1979 Wohnbebauung (WBS 70)
Hilbertstraße
Lage
Carl Hilbert (1848–1923), Gemeindeältester 1912 1920 Verlängerung zur Kesselsdorfer Straße
Hirtenstraße
Lage
ehemalige Viehtreibe des Kammerguts Gorbitz 1926 Nach 1921 wurde hier mit dem Bau einer Stadtrandsiedlung begonnen, die erst in den 1930er Jahren fertiggestellt wurde. Bis 1926 hieß die Straße Pietzschstraße.
Hofwiesenstraße
Lage
Flurname Hofwiesen 1921 Bis 1921 Dammweg. Die Hofwiesen, die an dieser Straße lagen, trugen diesen Namen, weil sie zum Kammergut Gorbitz gehörten, das direkt dem kurfürstlich-sächsischen Hof unterstand. Die Hofwiesenstraße führt als Gartenweg weiter durch das benachbarte Wölfnitz. Die Häuser Nr. 6 und 28 stehen unter Denkmalschutz.
Höhenpromenade
Lage
1979 Fußgängerzone beiderseits der Straßenbahntrasse
Julius-Vahlteich-Straße
Lage
Julius Vahlteich 1979 Polizeirevier Dresden-West
Kapellenweg
Lage
Kapelle Gorbitz 1926 bis 1926 Hermannstraße
Kaufbacher Straße
Lage
Kaufbach 1986 Die Straße wurde Anfang der 1980er Jahre angelegt, um Abraum, der bei der Errichtung des Neubaugebiets anfiel, zur ehemaligen Sandgrube am Firstenweg in Dölzschen/Roßthal zu transportieren. Hier befindet sich das Herrenhaus Gorbitz, der letzte erhaltene Teil des ehemaligen Kammerguts; es steht unter Denkmalschutz.
Kesselsdorfer Straße
Lage
Kesselsdorf 1904 Die Kesselsdorfer Straße war ursprünglich Teil der Verbindung zwischen dem Kloster Altzella und dessen Besitzungen in Leubnitz-Neuostra und verband die Residenzstadt Dresden mit der wichtigen Bergbaustadt Freiberg. Im 18. Jahrhundert wurde sie zur Poststraße, von 1810 bis 1812 dann zur Chaussee ausgebaut. Ab 1871 hieß sie zunächst Wilsdruffer Straße, im 20. Jahrhundert war sie als Bundesstraße 173 bedeutend, bis diese nach Norden (Bramschtunnel) verlegt wurde.[1] Die Häuser Nr. 127, 179, 179a, 185, 187, 189, 200 und 208 stehen unter Denkmalschutz.
Kirschenstraße
Lage
Japanische Blütenkirsche 1983 Wohnbebauung (WBS 70)
Leßkestraße
Lage
Friedrich August Leßke 1921 bis 1921 Schulstraße; hier befindet sich das älteste Schulgebäude von Gorbitz (1890 errichtet, 2001 geschlossen); Kindertagesstätte. Die Häuser Nr. 1, 6, 10 und 12 stehen unter Denkmalschutz.
Leutewitzer Ring
Lage
Leutewitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Philippuskirche, Schulcampus mit Gymnasium Dresden-Gorbitz und BSZ für Wirtschaft „Franz Ludwig Gehe“, zwei Kindertagesstätten, Seniorenheim des Arbeiter-Samariter-Bundes. Die Häuser Nr. 31 und 33, die Wand- und Deckenbilder von Nr. 5, der Märchenbrunnen und die Philippuskirche (Nr. 75) stehen unter Denkmalschutz.
Limbacher Weg
Lage
Limbach 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Kindertagesstätte
Malterstraße
Lage
Malter 1926 bis 1926 Südstraße; seit 1923 befindet sich hier auf Gorbitzer Flur die Sportstätte Malterstraße; Kindertagesstätte
Margeritenstraße
Lage
Margeriten 1967 Anfang der 1930er Jahre angelegt; zwischen 1933 und 1967 Eupener Straße
Merianplatz
Lage
Maria Sibylla Merian 1993 1979 angelegt; bis 1993 Platz der Eisenbahner, Einkaufszentrum Sachsenforum, Stadtteilbibliothek
Nelkenweg
Lage
Nelken 1933 Hier entstand 1933 eine Stadtrandsiedlung, in der Arbeitslose zu günstigen Krediten kleine Wohnhäuser mit Ställen errichten konnten. Die Grundstücke wurden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach der benachbarten Schweinesenke wurde die Siedlung bald „Schweinesiedlung“ genannt, ihre offizielle Bezeichnung lautet aber „Wetterscheide“.
Neunimptscher Straße
Lage
Günther Karl Albrecht von Nimptsch Der Roßthaler Rittergutsbesitzer Günther Karl Albrecht von Nimptsch ließ hier ab 1785 mehrere Drescherhäuser errichten. Die Siedlung, zu der noch weitere Gebäude gehören, erhielt den Namen Neunimptsch. Die Häuser Nr. 6 und 12 stehen unter Denkmalschutz.
Omsewitzer Ring
Lage
Omsewitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), 138. Ober- und 139. Grundschule, zwei Kindertagesstätten
Pesterwitzer Straße
Lage
Pesterwitz 1922 Die Häuser Nr. 2 und 7 stehen unter Denkmalschutz.
Rädestraße
Lage
Friedrich Gottlieb Räde, Gemeindevorstand 1926 bis 1926 Heinrichstraße; 1905 wurde hier der Obergorbitzer Friedhof angelegt
Robinienstraße
Lage
Robinien 1983 Wohnbebauung (WBS 70)
Schlehenstraße
Lage
Schlehdorn 1986 Die Straße liegt größtenteils in der Gemarkung Omsewitz, auf Gorbitzer Flur befindet sich der Betriebshof Gorbitz
Schreberstraße
Lage
Moritz Schreber 1933 Hier entstand 1933 eine Stadtrandsiedlung, in der Arbeitslose zu günstigen Krediten kleine Wohnhäuser mit Ställen errichten konnten. Die Grundstücke wurden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach der benachbarten Schweinesenke wurde die Siedlung bald „Schweinesiedlung“ genannt, ihre offizielle Bezeichnung lautet aber „Wetterscheide“.
Silberfund
Lage
Fund historischer Silbermünzen 1921 bis 1921 Mittelstraße. Das Haus Nr. 3 und der Keller von Haus Nr. 2 stehen unter Denkmalschutz.
Sonnenblumenweg
Lage
Sonnenblume 1979 Wohnbebauung (WBS 70)
Spartenweg
Lage
1979 Fußweg zwischen Conertplatz und Dahlienweg
Tanneberger Weg
Lage
Tanneberg 1979 Wohnbebauung (WBS 70)
Tulpenweg
Lage
Tulpen 1933 Hier entstand 1933 eine Stadtrandsiedlung, in der Arbeitslose zu günstigen Krediten kleine Wohnhäuser mit Ställen errichten konnten. Die Grundstücke wurden von der Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach der benachbarten Schweinesenke wurde die Siedlung bald „Schweinesiedlung“ genannt, ihre offizielle Bezeichnung lautet aber „Wetterscheide“.
Uthmannstraße
Lage
Gustav Adolf Uthmann 1921 bis 1921 Dorfstraße bzw. Brauereistraße; Verbindungsstraße zwischen Ober- und Niedergorbitz. Die Häuser Nr. 30, 31, 32, 34, 36, 38, 40, 43, 67, 71, 75 und 79 sowie die Kapelle Gorbitz (Nr. 26) und die Stützmauern entlang der Straße stehen unter Denkmalschutz.
Weideweg
Lage
Weiden 1983 Wohnbebauung (WBS 70)
Wilsdruffer Ring
Lage
Wilsdruff 1983 1983 angelegt; Wohnbebauung (WBS 70)
Wölfnitzer Ring
Lage
Wölfnitz 1979 Wohnbebauung (WBS 70), Erlebnisbad Elbamare

Literatur

  • Karlheinz Kregelin: Das Namenbuch der Straßen und Plätze im Westen der Stadt Dresden. Briesnitz, Cotta, Dölzschen, Friedrichstadt, Gorbitz, Kemnitz, Leutewitz, Löbtau, Naußlitz, Omsewitz, Roßthal, Stetzsch, Wölfnitz, Wilsdruffer Vorstadt. Herausgegeben vom Stadtmuseum Dresden. Fliegenkopf, Halle (Saale) 1996, ISBN 3-930195-09-7.
Commons: Straßen in Gorbitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Kesselsdorfer Straße
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