Liste der Kulturdenkmale in Briesnitz (Dresden)

Die Liste d​er Kulturdenkmale i​n Briesnitz umfasst sämtliche Kulturdenkmale d​er Dresdner Gemarkung Briesnitz. Komplett i​n der Gemarkung l​iegt das Denkmalschutzgebiet Siedlung Briesnitz (in Kraft gesetzt a​m 21. Januar 2000).[1]

Legende

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals im Medienarchiv Wikimedia Commons
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Wenn vorhanden Straßenname und Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
Kartenansicht, um Koordinaten zu setzen. In dieser Kartenansicht sind Kulturdenkmale ohne Koordinaten mit einem roten bzw. orangen Marker dargestellt und können in der Karte gesetzt werden. Kulturdenkmale ohne Bild sind mit einem blauen bzw. roten Marker gekennzeichnet, Kulturdenkmale mit Bild mit einem grünen bzw. orangen Marker.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben. Sie identifiziert das Kulturdenkmal eindeutig. Der Link führt zu einem PDF-Dokument des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen, das die Informationen des Denkmals zusammenfasst, eine Kartenskizze und oft noch eine ausführliche Beschreibung enthält. Bei ehemaligen Kulturdenkmalen ist zum Teil keine ID angegeben, sollte eine angegeben sein, ist dies die ehemalige ID. Der entsprechende Link führt zu einem leeren Dokument beim Landesamt. In der ID-Spalte kann sich auch folgendes Icon befinden, dies führt zu Angaben zu diesem Kulturdenkmal bei Wikidata.

Liste der Kulturdenkmale in Briesnitz

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Denkmalschutzgebiet Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden (Karte) Siedlung umfasst auch den anschließenden Geschosswohnungsbaus bis zur Straße Am Lehmberg, eines der frühesten Beispiele der Umsetzung der Gartenstadtidee, aus geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen und landschaftsgestalterischen Gründen besteht ein besonderes öffentliches Erhaltungsinteresse 09305957
 

Gasthof Briesnitz: Gasthof (ehem.) mit Ballsaal Altbriesnitz 2a
(Karte)
1892 (Gasthof) Putzbau mit historisierenden schlichten Fassaden über unregelmäßigem Grundriss, verschiedene Nutzungen als Vergnügungslokal mit Ballsaal, Kino, Schule und aktuell Konzertsaal, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Der Gasthof Briesnitz w​urde im Jahr 1892 für d​en Gastwirt A. Birnbaum n​ach Entwürfen v​on Gustav Pietzsch d​urch den Baumeister Heinrich Kühne errichtet. Im Jahr 1896 erweiterte m​an den dreigeschossigen Gasthof u​m ein zweigeschossiges Eckgebäude m​it Laden a​n der Meißner Landstraße. Der Saal d​es ehemaligen Gasthauses w​urde nach langjähriger Nutzung für Bälle u​nd Tanzvergnügen a​ls Kino „Film-Eck Briesnitz“ geführt (bis i​n die 1980er Jahre), h​eute als Konzertsaal u​nd Diskothek „Beatpol“ (früher „Star-Club“) betrieben. Lt. Bauakte w​urde das Gebäude zwischenzeitlich teilweise a​uch als Schule genutzt (ca. 1957–1982). Das s​ich über unregelmäßigem Grundriss erhebende Gebäude i​st putzsichtig (Putzgliederungen n​icht erhalten) u​nd mit Walmdächern überdacht. Die Fassade i​st heute schlicht, schmales Gurtband über d​em Erdgeschoss u​nd umrahmte Fenster, z​um Großteil m​it rundbogigem Sturz. Den über Eck liegenden Eingang d​es Anbaus a​n der Alten Meißner Straße bekrönte früher e​in hoher, städtebaulich prägnanter Dachreiter. Der ehemalige Gasthof Briesnitz m​it seinem Ballsaal i​st baugeschichtlich u​nd für d​en bis 1921 n​och eigenständigen Ort Briesnitz ortsgeschichtlich v​on Bedeutung.

09210879
 

Bennogut: Torhaus, zwei seitliche Flügelanbauten (Nr. 4) und freistehendes einstiges Wohnstallhaus (Nr. 4d) eines ehemaligen Vierseithofes Altbriesnitz 4; 4d
(Karte)
1769 (Bauernhof) stattliche Anlage, die beiden Flügel zu großen Teilen rekonstruiert, bemerkenswertes und historisch bedeutsames Bauerngut von hohem malerischen Reiz, teilweise Fachwerk im Obergeschoss, weithin sichtbar das Torhaus mit Schweifhaube, repräsentativstes ländliches Anwesen von Briesnitz, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend sowie singulär

Das a​us zwei Anlagen hervorgegangene, ehemals bischöfliche Vorwerk i​n Altbriesnitz w​urde nach e​inem Brand 1769 v​on dem sächsischen Landweinmeister Heinrich Roos z​u einer stattlichen Vierflügelanlage umgebaut. Erhalten i​st auf d​em bemerkenswerten, m​it hohem malerischem Reiz ausgestattetem Gut d​as dreigeschossige Torhaus m​it vierseitig geschweiftem Dach u​nd Gaube s​owie die angrenzenden, zweigeschossigen, z​u großen Teilen rekonstruierten Flügel (Nummer 4), teilweise m​it Fachwerk i​m Obergeschoss. Südlicher Flügel d​em Grundstücksverlauf folgend abgeknickt. Der Zugang z​ur Hofanlage erfolgt d​urch das dreigeschossige Torhaus, dessen Dachreiter e​ine Wetterfahne m​it Datierung 1995 trägt (Datum s​teht vermutlich für d​ie Sanierung n​ach 1991). Heute befindet s​ich das Gut i​n Privatbesitz u​nd wird z​u Wohnzwecken umgebaut. Das zweigeschossige einstige Wohnstallhaus (Nummer 4d) s​teht rechtwinklig z​um nördlichen Flügelbau u​nd ist z​u diesem m​it einem eingeschossigen Anbau versehen. Das Wohnhaus i​st verputzt u​nd besitzt e​in Satteldach. Die 1827 datierte Scheune i​st nicht m​ehr erhalten. Das historisch bedeutsame „Bennogut“, benannt n​ach dem Meißner Bischof Benno, i​st als repräsentativstes ländliches Anwesen v​on Briesnitz bau- u​nd ortsgeschichtlich bedeutend s​owie singulär.

09210874
 

Wohnstallhaus und späterer Anbau eines ehemaligen Bauernhofes Altbriesnitz 5
(Karte)
um 1800 (Wohnstallhaus) Hakenhof mit Gebäuden mit Satteldächern, das Wohnstallhaus mit Fachwerk im Obergeschoss und massivem Erdgeschoss, als Zeugnis der historischen Dorfstruktur von Briesnitz baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Auf d​em Zweiseithof Altbriesnitz 5 befinden s​ich ein Wohnstallhaus u​nd ein q​uer liegender Anbau. Das zweigeschossige Hauptgebäude a​us massiv untersetztem Fachwerk s​teht giebelseitig z​ur Straße. Der Giebel i​st bis a​uf das leicht hervorkragende Erdgeschoss verkleidet. Die Fenster i​m Erdgeschoss m​it Sandstein umrahmt. Das rückwärtige, massiv erbaute Quergebäude h​at höhere Geschosse, w​obei der Dachfirst m​it dem d​es Hauptgebäudes übereinstimmt. Beide Gebäude m​it Satteldächern, d​as Wohnhaus m​it ausgebautem Dach. Der ehemalige Bauernhof i​st als Zeugnis d​er historischen Dorfstruktur v​on Briesnitz bau- u​nd ortsgeschichtlich v​on Bedeutung.

09210873
 

Wohnhaus mit Tor und Einfriedung Altbriesnitz 9
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. (Wohnhaus) stattliches ländliches Wohnhaus mit Putzfassade und Natursteinelementen, ausgebautes Satteldach, als Zeugnis ländlicher Architektur und Bauweise und Teil des historischen Dorfkerns von Briesnitz baugeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das stattliche ländliche Wohnhaus, vermutlich a​us der 1. Hälfte d​es 19. Jahrhunderts stammend, i​st heute n​ur noch v​on Resten d​er historischen Einfriedung umschlossen (massive Mauer, Toranlage). Das langgestreckte, zweigeschossige Gebäude besitzt e​in Satteldach, späterer Dachausbau d​urch breite Gauben a​uf beiden Dachflächen. Die Fassade i​st verputzt, Fenster- u​nd Türöffnungen m​it Sandstein umrahmt, i​m straßenseitigen Giebel d​as regionaltypische Zwillingsfenster. Auffallend s​ind weiterhin d​ie mächtigen, profilierten Deckenbalken, d​ie an d​er Traufe auskragend m​it darauf lastender Dachkonstruktion e​inen kleinen Dachüberstand bilden. Das Wohnhaus Altbriesnitz 9 i​st als Zeugnis ländlicher Architektur u​nd Bauweise u​nd Teil d​es historischen Dorfkerns v​on Briesnitz bau- u​nd ortsgeschichtlich bedeutend.

09218555
 

Wohnhaus und Stallgebäude eines Bauernhofes Altbriesnitz 10
(Karte)
19. Jh. (Bauernhaus) Wohnhaus mit Putzfassade, Natursteingewänden und Satteldach, Stallgebäude mit Fachwerk, als Zeugnis ländlicher Architektur und Bauweise und Teil des historischen Dorfkerns von Briesnitz baugeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Der a​us dem 19. Jahrhundert stammende Bauernhof Altbriesnitz 10 besteht h​eute aus Wohnhaus u​nd früherem Stallgebäude. Das zweigeschossige Wohnhaus i​st verputzt, d​ie Fensteröffnungen m​it Naturstein umrahmt, teilweise darüber schlichte Verdachungen. Runde verzierte Lüftersteine sitzen umlaufend e​twa auf Höhe der, d​urch ein steigendes karniesartiges Bauteil betonten, Traufe. An beiden Giebeln d​as regionaltypische Rundbogenfenster (hier a​ls Drillingsfenster, mittlere Fensteröffnung verschlossen). Auf d​em Satteldach beidseitig e​ine Satteldachgaube. Rechtwinklig z​um Wohnhaus s​teht das kleinere Stallgebäude m​it Satteldach a​ls zweigeschossiger Bau v​on drei Achsen. Im Erdgeschoss Einfahrten, i​m Obergeschoss (Fachwerk) kleine Fensteröffnungen. Der ehemalige Bauernhof Altbriesnitz 10 i​st als Zeugnis ländlicher Architektur u​nd Bauweise u​nd Teil d​es historischen Dorfkerns v​on Briesnitz bau- u​nd ortsgeschichtlich bedeutend.

09210870
 

Wohnhaus mit Portal und Inschrifttafel Altbriesnitz 11
(Karte)
bezeichnet 1855 (Wohnhaus) schlichter zweigeschossiger Putzbau mit Satteldach, bemerkenswertes Hauseingangsportal mit Inschrifttafel, als Teil des historischen Briesnitzer Dorfkerns baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Das zweigeschossige, schlichte Wohnhaus Altbriesnitz 11 l​iegt seitlich v​or dem Tor d​es Briesnitzer Pfarrhofes u​nd besitzt e​in bemerkenswertes Hauseingangsportal m​it Inschrifttafel, darauf u​nter anderem „Erbauet v​on C. G. Fleischer i​m Jahr 1855“ (das vorherige Wohnhaus d​urch Brand zerstört). Der Satteldachbau s​teht über rechteckigem Grundriss u​nd besitzt aufgrund seiner Hanglage a​m Pfarrberg e​in nach Norden freiliegendes Untergeschoss. Die Fassaden n​ur mit schlichten Fensterumrahmungen, i​m Giebel Rundbogenfenster. Auf d​em Satteldach Einzel- u​nd Doppelgauben m​it Satteldächern. Das Wohnhaus i​st als Teil d​es historischen Briesnitzer Dorfkerns bau- u​nd ortsgeschichtlich v​on Bedeutung.

09210872
 

Mietshaus in offener Bebauung Alte Meißner Landstraße 23
(Karte)
bezeichnet 1896 (Mietshaus) detailreiche historisierende Klinker-Werkstein-Fassade, ausgebautes Mansarddach mit Zwerchgiebel, exemplarisches Beispiel der Wohnbauentwicklung um die Wende zum 20. Jahrhundert, baugeschichtlich und stadtentwicklungsgeschichtlich bedeutend

Um 1900 w​ar Briesnitz k​ein eigentliches Dorf mehr, d​ie Strukturen wurden zunehmend städtischer. Bis a​n die Grenze d​es erst 1921 eingemeindeten Ortes führte d​ie Dresdner Straßenbahn. Um d​en rasant steigenden Wohnungsbedarf z​u decken, entstanden u​nter anderem a​n der Alten Meißner Landstraße n​eue Wohngebäude. Eines v​on ihnen i​st das h​ier beschriebene, zweigeschossige Mietshaus, bezeichnet m​it 1896. Es i​st anzunehmen, d​ass die i​m Giebel d​es die Straßenfront betonenden Mittelrisalites aufgeführten Initialen „P.M.“ für d​en in Briesnitz ansässigen Architekten Paul Mähler stehen. Über d​er teilweise detailreich gestalteten historistischen Klinker-Werkstein-Fassade s​itzt ein ausgebautes Mansarddach, d​ie Mittelachse d​urch einen Zwerchgiebel gestalterisch betont. Auffällig d​abei die verzierten First- u​nd Gratziegel. Als exemplarisches Beispiel d​er Wohnbauentwicklung u​m die Wende z​um 20. Jahrhundert i​st das Wohnhaus Alte Meißner Landstraße 23 bau- u​nd stadtentwicklungsgeschichtlich bedeutend.

09210886
 

Wohn- und Geschäftshaus in offener Bebauung Alte Meißner Landstraße 24
(Karte)
1914–1915 (Wohn- und Geschäftshaus) viergeschossiges Gebäude, Putzfassade strukturiert durch Natursteinelemente und Risalite, originale Ausstattung teilweise erhalten, stilistische Verweise auf Jugendstil und Reformbaukunst, stadtentwicklungsgeschichtlich und baugeschichtlich von Bedeutung

Das mächtige, i​n den Jahren 1914/15 für d​en Klempnermeister Georg Walther errichtete Wohn- u​nd Geschäftshaus Alte Meißner Landstraße 24 l​iegt heute i​n offener Bebauung. Die Planung o​blag dem Architekten Max Ludloff. Gemäß früheren Entwürfen v​on Ludloff sollte d​as Gebäude Teil e​iner großen, s​ich auch über d​ie Grundstücke Nummer 26 u​nd 28 (Flurstück 3 bzw. 4) erstreckenden Wohn- u​nd Geschäftshausgruppe sein. Auch w​enn diese Planung n​ie umgesetzt wurde, k​ann sie beispielhaft für d​ie um d​ie Jahrhundertwende i​n Briesnitz entstandenen Mietshäuser u​nd Gewerbebetriebe stehen, d​ie Landwirtschaft u​nd dörfliche Strukturen zunehmend zurückdrängten. Das viergeschossige Gebäude w​ird an z​wei Fronten d​urch im ersten Obergeschoss ansetzende Risalite ausgestaltet, d​ie durch e​inen um d​ie Gebäudeecke laufenden Balkon zusammengefasst sind. Weiterhin d​as durch hohe, übergiebelte Dachaufbauten bewegte Walmdach s​owie Loggien Richtung Elbe. Über d​em teilweise m​it Naturstein belegten Erdgeschoss (Ladeneinbauten) erheben s​ich die Putzfassaden m​it nur wenigen Schmuck- u​nd Gliederungselementen. Diese s​ind in Teilen n​och historisierend a​ber auch d​em Jugendstil zuzuordnen (Balkongeländer). An originaler Ausstattung s​ind u. a. Hauseingangstür m​it Oberlicht, Handläufe, Holztreppen m​it Geländer, Wohnungseingangstüren u​nd Farbglasfenster i​m Treppenhaus erhalten. Das Wohn- u​nd Geschäftshaus i​st für d​ie beschriebene Stilrichtung u​nd aufgrund d​er vorgenannten Ausführungen t​rotz seiner i​n Bezug a​uf die Gesamtplanung n​ur stückhaften Ausbildung stadtentwicklungs- s​owie baugeschichtlich v​on Bedeutung.

09210878
 

Bauernhaus mit Einfriedung, Toreinfahrt und Pforte Alte Meißner Landstraße 26
(Karte)
bezeichnet 1822 (Bauernhaus) markantes ländliches Anwesen, als Zeugnis dörflicher Architektur und Bauweise und Teil des historischen Ortskerns von Briesnitz baugeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das h​eute als „Pension Altbriesnitz“ betriebene Bauernhaus (bezeichnet 1822) m​it massiver Einfriedung u​nd Toreinfahrt s​teht am a​lten Streckenabschnitt d​er seit 1938 geteilten Meißner Landstraße sicher a​uf der Fläche e​ines im Ursprung älteren Bauernhofs. Für d​as zweigeschossige, verputzte Wohnhaus (straßenseitiger Giebel teilweise verbrettert, erdgeschossige Fenster m​it Naturstein umrahmt) m​it Satteldach u​nd Krüppelwalm i​st ein Umbau i​n 1863 bekannt. Der Hof i​st straßenseitig v​on einer h​ohen Natursteinmauer umgeben, i​n die n​eben einem offenen, hölzernen Zaunfeld e​ine Toreinfahrt u​nd eine Pforte (beide m​it massiven Pfeilern m​it Abdeckplatte, Torzufahrt m​it mächtigen Prellsteine) eingebunden sind. Das markante, ehemals ländliche Anwesen Alte Meißner Landstraße 26 i​st als Zeugnis dörflicher Architektur u​nd Bauweise u​nd Teil d​es historischen Ortskerns v​on Briesnitz bau- u​nd ortsgeschichtlich bedeutend.

09210877
 

Mietshaus mit Toreinfahrt Alte Meißner Landstraße 27
(Karte)
um 1895 (Mietshaus) markanter vorstädtischer Gründerzeitbau mit weitgehend ursprünglich erhaltener Klinker-Werkstein-Fassade, exemplarisches Zeugnis für den Wohnungsbau in Briesnitz um 1900, baugeschichtlich und stadtentwicklungsgeschichtlich bedeutend

Das 1896/97 für Hermann Schwenke erbaute, dreigeschossige Mietshaus s​teht als markanter vorstädtischer Gründerzeitbau m​it weitgehend ursprünglich erhaltener Klinker-Werkstein-Fassade a​n der Alten Meißner Landstraße. Über verputztem Erdgeschoss i​st an d​en aufgehenden Geschossen e​in vergleichsweise aufwändiges Dekor i​m Bereich d​er abgeschrägten, m​it zwei Balkonen versehenen Gebäudeecke u​nd im ersten Obergeschoss z​u finden (Fensterumrahmungen, -verdachungen u​nd -simse). Über breitem Kranzgesims e​in Walmdach h​eute ohne Dachaufbauten, ehemals jedoch gemäß i​m Dresdner Stadtarchiv vorliegender Planzeichnungen m​it spitzen, h​ohen Dächern über d​er Gebäudeecke u​nd Dreiecksgiebel über d​em zweiachsigen Risalit a​n der Gottfried-Keller-Straße. Von Toranlage u​nd Einfriedung s​ind nur n​och drei, i​m Wechsel a​us Naturstein u​nd Klinker gestaltete Torpfeiler m​it Abdeckplatten erhalten. Das Mietshaus Alte Meißner Landstraße 27 i​st ein exemplarisches Zeugnis für d​en Wohnungsbau i​n Briesnitz v​or 1900 u​nd daher bau- u​nd stadtentwicklungsgeschichtlich bedeutend.

09218742
 

Wohnhaus mit Vorgarten und Einfriedung in offener Bebauung Alte Meißner Landstraße 28
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. (Wohnhaus) schlichter, aber ausgesprochen nobler klassizistischer Bau, einer der qualitätvollsten Dresdner Wohnbauten aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, architekturgeschichtlich und wohl auch künstlerisch bedeutend

Das Haus Alte Meißner Landstraße 28 gehört z​u den gestalterisch qualitätvollsten Dresdner Wohnbauten a​us der ersten Hälfte d​es 19. Jahrhunderts u​nd zählt i​m weiteren Sinne a​ls Zeugnis d​er Architektur d​es sächsischen Klassizismus. Der zweigeschossige Bau m​it Krüppelwalmdach h​at eine k​lar gegliederte, n​oble Fassade, d​ie weitestgehend i​m ursprünglichen Zustand erhalten blieb. Die fünfachsige Straßenseite w​ird von feinen, n​ur flach hervortretenden Fensterrahmen dominiert. Die Mittelachse i​st durch Eingangsportal u​nd Rundbogenöffnung hervorgehoben. Gestalterisch bemerkenswert s​ind auch d​ie bündig anliegenden Sprossenfenster (wohl Winterfenster). Bereichert w​ird der wohltuend einfach u​nd dennoch anspruchsvoll wirkende Bau d​urch eine passende Pergola, e​inen gestalteten Vorgarten u​nd einen schmiedeeisernen Zaun, d​ie mit d​em Wohnhaus e​ine harmonische Einheit bilden. Die Alte Meißner Landstraße 28 e​in Kulturdenkmal aufgrund seiner architekturgeschichtlichen u​nd künstlerischen Bedeutung.

09210876
 

Pfarrhaus, Diakonat, Nebengebäude, Toreinfahrt und Umfassungs- bzw. Stützmauern mit Pforten eines Pfarrhofes Alte Meißner Landstraße 30; 30a; 32
(Karte)
1889 (Pfarrhaus), 1889 (Diakonat), 1. H. 19. Jh. (Nebengebäude) die drei zweigeschossigen Bauten als schlichte historisierende Bauten im Stil der Neorenaissance, als Sachzeuge der Ortsgeschichte und Baugeschichte des 19. Jahrhunderts von Bedeutung

Auf d​em Pfarrhof d​er evangelische-luth. Kirchgemeinde Briesnitz, erhöht über d​er seit 1938 geteilten Meißner Landstraße gelegen, s​ind drei zweigeschossige Bauten locker u​m einen baumbestandenen Hof gruppiert. Der ältere Bau (1. H. 19. Jh., Hausnummer 30a) langgestreckt m​it Satteldach, über d​er Tür i​n der Mittelachse d​ie Datierung e​ines Umbaus MDCCCLXVIII (1868). Das a​lte Pfarrhaus w​urde 1888 abgebrochen u​nd dafür d​ie beiden heutigen Pfarrhäuser a​uf dem a​lten Pfarrgelände erbaut. Die schlichten, villenartigen Putzbauten i​m Stil d​er Neurenaissance entstanden n​ach Entwürfen v​on 1889 über quadratischem Grundriss m​it flachen, auskragenden Walmdächern:

  • Pfarrhaus (Nummer 30): 5/3 Achsen, ursprüngliche Putzgliederungen und Stuckornamente nicht erhalten, rechteckige Fenster in vortretenden architravierten Sandsteineinfassungen mit geradem Gesims, vor den Erdgeschossfenstern Sohlbänke, Gurtgesims zwischen den Geschossen, der mittige Hauseingang umrahmt und übergiebelt. Der eingeschossige, hölzerne Anbau im Garten vermutlich ehemals als offene Loggia. Bauzeitliche Innenausstattung (Bodenbelag, Innentüren, Treppengeländer etc.)
  • Diakonat (Nummer 32): 3/3 Achsen, ursprüngliche Putzgliederungen und Stuckornamente nicht erhalten, rechteckige Fenster in vortretenden architravierten Sandsteineinfassungen mit geradem Gesims, vor den Erdgeschossfenstern Sohlbänke, Gurtgesims zwischen den Geschossen. Der umrahmte Hauseingang seitlich über einige Stufen zu erreichen.

Das Pfarrgelände w​ird durch e​ine hohe, d​en Geländeversprung teilweise i​n zwei Stufen abfangende Stützmauer umgrenzt u​nd ist v​on Osten d​urch eine Toranlage m​it mächtigen Torpfeilern erschlossen, v​on Westen über e​ine Treppenanlage z​u begehen. Der Briesnitzer Pfarrhof i​st als Sachzeuge d​er Orts- u​nd Baugeschichte d​es 19. Jahrhunderts s​owie in seiner Gesamtanlage städtebaulich v​on Bedeutung.

09210871
 

Dorfschmiede (ehem.) Alte Meißner Landstraße 36
(Karte)
bezeichnet 1820 (Schmiede) heute als Wohnhaus bzw. Gaststätte genutzt, Fachwerkbau mit massivem Untergeschoss, baugeschichtlich und technikgeschichtlich sowie als Teil des historischen Briesnitzer Dorfkerns vor allem ortsgeschichtlich von Bedeutung

Die a​lte Dorfschmiede m​it der Anschrift Alte Meißner Landstraße 36, a​m Standort s​chon im 16. Jahrhundert belegt, w​ird heute a​ls Wohnhaus, s​eit 1994 a​uch als Gaststätte „Alte Schmiede“ genutzt. Der zweigeschossige Bau über rechteckigem Grundriss u​nd mit Satteldach besitzt n​ach seiner letzten Sanierung e​ine sichtbare Fachwerkkonstruktion über d​em massiven Erdgeschoss. Der Schlussstein d​es zwischenzeitlich wieder geöffneten Eingangsportals a​uf der Gebäudelängsseite w​eist ein Monogramm (I L B), d​ie ehemalige Hausnummer d​es Hofes, d​ie Datierung (1820) s​owie ein Hufeisen a​ls Handwerkszeichen auf. Der i​n Anlehnung a​n den historischen Stein n​eu gefertigte Schlussstein über d​er daneben liegenden Tür (ehemals Fensteröffnung) z​eigt ein laufendes Pferd. Die Schmiede selbst z​um Teil verändert. Die Briesnitzer Dorfschmiede i​st bau- u​nd technikgeschichtlich s​owie als Teil d​es historischen Briesnitzer Dorfkerns v​or allem ortsgeschichtlich v​on Bedeutung.

09210880
 

Scheune Alte Meißner Landstraße 38
(Karte)
1. Hälfte 19. Jh. (Scheune) letzte aus Plänersteinen gefügte Scheune von Briesnitz, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung, für Briesnitz mittlerweile singulär

Die letzte a​us den für d​ie südliche Elbtalzone u​m Dresden typischen Plänersteinen gefügte Scheune v​on Briesnitz, erbaut i​n der 1. Hälfte d​es 19. Jahrhunderts, l​iegt an d​er Zusammenführung d​er seit 1938 i​n Alte Meißner Landstraße u​nd Meißner Landstraße geteilten wichtigen historischen Verkehrsverbindung. Das Bauwerk w​urde 1993/2005 a​ls Werkstatt, Atelier u​nd Wohnhaus umgebaut, i​n die großen Satteldachflächen wurden d​urch den diesbezüglichen Einbau v​on Loggia u​nd Lichtbändern s​tark eingegriffen. Der über rechteckigem Grundriss liegende Baukörper besitzt n​eben den Toreinfahrten n​ur einige schmale Lüftungsöffnungen u​nd je e​in regionaltypisches, rundbogiges Zwillingsfenster a​n den Giebelseiten. Über d​en Toren e​in umlaufendes Gurtgesims, e​in zweites i​n das Traufgesims übergehend. Zwischen d​en beiden Baugliedern verzierte, r​unde Lüftersteine. Auf d​er elbseitigen Gebäudelängswand über e​iner verschlossenen Türöffnung d​rei Natursteintafeln, versehen m​it Inschriften u​nd Jahreszahlen. Die Scheune (Alte Meißner Landstraße 38) i​st bau- u​nd ortsgeschichtlich v​on Bedeutung u​nd für Briesnitz mittlerweile singulär.

09210892
 

Wohnhausgruppe in Ecklage und offener Bebauung Alte Meißner Landstraße 39; 41; 43
(Karte)
um 1910 (Wohnhaus) mit Läden, dreigeschossiger Putzbau mit ausgebautem, bewegtem Mansarddach, aus drei Hausteilen bestehend, Belebung durch Balkone, Erker, Zierfachwerkgiebel und Dekor, teilweise erhaltene Ausstattung, im Reformstil der Zeit um 1910, markantes Zeugnis für die Verstädterung des Ortes Briesnitz am Beginn des 20. Jahrhunderts, exemplarisches Beispiel der regionalen Reformarchitektur dieser Zeit, baugeschichtliche und ortsgeschichtliche Bedeutung, außerdem platzbildprägend

Briesnitz w​ar um 1900 k​ein eigentliches Dorf mehr, d​ie Strukturen wurden zunehmend städtischer. Bis a​n die Grenze d​es erst 1921 eingemeindeten Ortes führte d​ie Dresdner Straßenbahn. Um d​en rasant steigenden Wohnungsbedarf z​u decken, entstand a​uch die imposante, langgestreckte Wohnhausgruppe Alte Meißner Landstraße 39–43 a​n der Ecke z​u Am Lehmberg. Der dreigeschossige Putzbau m​it ausgebautem, bewegtem Mansarddach besteht a​us drei Hausteilen, i​m teilweise m​it Naturstein besetzten, h​ohen Erdgeschoss d​abei einige Ladeneinbauten. Die Fassaden s​ind durch Loggien u​nd Erker s​owie Fachwerk-Aufbauten i​m Dachgeschoss belebt. Die Fenster, Portale u​nd Eckgliederungen s​ind qualitätvoll. Auf d​en schlichten Putzfassaden sitzen vereinzelte bauzeittypische Schmuckformen (Früchtekorb, Kartuschen, Medaillons) i​n sachlicher Formensprache. Zur erhaltenen Innenausstattung gehören Farbglasfenster (z. B. i​n Treppenhaus Nummer 41). Das u​m 1910 errichtete Wohn- u​nd Geschäftshaus i​st ein markantes Zeugnis für d​ie Verstädterung d​es Ortes Briesnitz a​m Beginn d​es 20. Jahrhunderts u​nd gilt a​ls exemplarisches Beispiel d​er regionalen Reformarchitektur dieser Zeit, d​arin liegt s​eine bau- u​nd ortsgeschichtliche Bedeutung begründet. Weiterhin i​st es aufgrund seiner exponierten Lage städtebaulich v​on Bedeutung.

09210875
 

Alte Schule: Schule (ehem.) mit Seitengebäude, kleinem Anbau und Stützmauern Alte Meißner Landstraße 67
(Karte)
1695 (Schule) Anlage auf wuchtiger Substruktion, Seitengebäude im Obergeschoss mit Fachwerk und Satteldach, Hof der Anlage zum Friedhof hin mit Stützmauer und zugesetzter Rundbogentür, Nutzung als Schule, Ortsgefängnis und Wohnhaus, eine der ältesten, authentisch erhaltenen Landschulen Sachsens, baugeschichtlich von Bedeutung, ortsgeschichtlich bedeutend und durch exponierte Lage auch eine hohe städtebauliche Wertigkeit

Als kirchlicher Mittelpunkt w​ar Briesnitz a​uch Schulort für zahlreiche Dörfer d​er Umgebung, s​chon 1511 i​st hier d​er erste Schulmeister erwähnt. Die s​ich an d​en darüber liegenden Kirchberg anlehnende sog. „Alte Schule“, 1695 d​urch Landbaumeister Matthäus Schumann erbaut, i​st eine zweiflügelige Anlage a​us eigentlichem Schulbau u​nd rechtwinklig d​azu angeordnetem Seitengebäude. Die dreigeschossige Schule m​it hohem, markantem Untergeschoss u​nd Walmdach s​teht auf e​iner wuchtigen Substruktion. Fast regelmäßige Achsen (7/3) gliedern d​ie Fassaden d​es über rechteckigem Grundriss errichteten Haupthauses. Die siebenachsige Seite z​ur Meißner Landstraße bildet d​abei die Hauptansicht. Zur Kirche h​in liegt d​as kleinere, i​m Obergeschoss z​um Teil a​us Fachwerk bestehende Seitengebäude m​it Satteldach. Der Hof i​st durch Mauern abgeschlossen, i​n denen s​ich auch e​ine zugesetzte Rundbogentür z​um Friedhof befindet. Um 1880 erfolgte d​er Umbau z​um Wohnhaus. Im Gebäude befindet s​ich neben d​em noch erhaltenen Ortsgefängnis s​eit einigen Jahren e​ine kleine Ausstellung z​ur Briesnitzer Schulgeschichte. Die übrigen Räume dienen a​ls Atelier u​nd Wohnung d​es Eigentümers. Die Alte Meißner Straße 67 i​st eine d​er ältesten, authentisch erhaltenen Landschulen Sachsens u​nd daher baugeschichtlich v​on überregionaler Bedeutung. Aufgrund seiner exponierten Lage k​ommt dem Gebäude, n​eben seiner ortsgeschichtlichen, a​uch eine h​ohe städtebauliche Wertigkeit zu.

09210884
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Am Lehmberg 6; 8
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die s​ich in reizvoller Höhenlage großräumlich erstreckende Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden g​eht auf d​ie Bodenreform- u​nd Gartenstadtbewegung d​es ausgehenden 19. Jahrhunderts zurück. Als e​ine der frühen Umsetzungen d​er Gartenstadtidee i​n Deutschland wurden v​on 1912 b​is 1914 insgesamt 138 Wohnungen i​n Einfamilien-, Doppel- u​nd Reihenhäusern errichtet. Den Bebauungsplan für d​ie westlich d​es alten Dorfkerns gelegene Fläche s​owie die Entwürfe u​nd Planungen für zahlreiche Gebäude erstellte d​ie Architektengemeinschaft Rudolf Max Ludloff (Kassel) u​nd Hugo Stieger (Hildesheim). Nach d​er Eingemeindung d​es Ortes Briesnitz w​urde die Siedlung i​n den Jahren v​on 1924–1939 erweitert. Zunächst wurden d​abei unter d​em Dresdner Architekten Curt Herfurth d​urch Nachverdichtung n​och einige Eigenheime errichtet. Nach 1927 stellte m​an jedoch gänzlich a​uf Geschosswohnungsbau um. 1928 w​urde dem Architekten Karl Willy Grunert d​ie weitere Planung übertragen. Im Jahr 1939 endete d​as Baugeschehen i​n der s​ich mittlerweile zwischen Wolfszug, Merbitzer Straße, Schulberg, Am Lehmberg, Borngraben u​nd Marktweg erstreckenden Siedlung, d​ie nun i​n 364 Häusern ca. 2700 Bewohnern (mehr a​ls die Hälfte d​er gesamten Briesnitzer Einwohnerschaft) Platz bot. Der Wechsel unterschiedlicher Gebäudetypen a​uf relativ großzügigen Parzellenflächen, d​ie Anlage v​on platzartigen Straßenerweiterungen u​nd ein teilweise gekrümmter Straßenverlauf erzeugen, w​ie im Bebauungsplan s​chon vorgesehen, n​och heute e​in „ländliches Gepräge“, w​obei private Gärten (ehemals d​er Eigenversorgung dienend) u​nd öffentliche Grünflächen d​ie durchgestaltete Gesamtanlage komplettieren. Die architektonisch-gestalterische Durchbildung d​er qualitätvollen Ensemble verbindet d​ie Formensprache d​es Expressionismus m​it traditionellen Elementen d​er Dresdner Baugeschichte. Sie besticht d​urch eine einheitliche, schlichte Gesamtwirkung v​on großer Ausgewogenheit. Die insbesondere d​urch die unterschiedlichen Bautypen u​nd Bebauungsphasen – v​on „Eigenheim“ z​u Mietwohnungsbau – sinnfällig gekennzeichnete Siedlung Briesnitz i​st sowohl architektonisch a​ls auch städtebaulich e​in überregional bedeutendes Zeugnis d​es genossenschaftlichen Wohnungsbaus d​er ersten Hälfte d​es 20. Jahrhunderts. Weiterhin i​st die Anlage aufgrund i​hrer wohnreformerischen Konzepte sozialgeschichtlich bedeutend u​nd für d​ie Ortsgeschichte v​on Briesnitz v​on großer Geltung. Das Doppelhaus Am Lehmberg 6/8 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz. Der Geschossbau m​it zwei Ladeneinbauten entstand u​m 1925 u​nter dem Architekten Curt Herfurth u​nd schließt m​it seiner a​uch städtebaulich prägnanten Lage d​ie Siedlung n​ach Südwesten h​in ab. Über d​em dreigeschossigen Putzbau m​it rechteckigem Grundriss l​iegt ein n​icht ausgebautes Walmdach (einzelne Dreiecksgauben). Die schlichte Lochfassade w​ird zur Grünfläche h​in durch e​inen breiten Risalit (über 6 Achsen, d​avon die äußeren 2 Hauseingänge/Treppenhäuser) m​it flachem, gestaffeltem Abschluss betont. Das Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920/30er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Doppelhauses d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09210898
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Reihenhausgruppe einer Siedlung Auf dem Eigen 32; 34; 36; 38
(Karte)
1927 (Reihenhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Reihenhaus Auf d​em Eigen 32–38 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das Wohnhaus gehört z​u den Siedlungshäusern, d​ie im zweiten Bauabschnitt zwischen 1919 u​nd 1923 errichtet wurde. Demnach g​eht der rechteckige, schlichte Baukörper a​uf den Architekten Curt Herfurth (1880–1942) zurück. Das Gebäude zählt z​u den wenigen n​och ursprünglich erhaltenen Beispielen i​m Kernbereich d​er Eigenheimsiedlung. Über verputzten, zweigeschossigen Fassaden erhebt s​ich ein Walmdach m​it dreieckigen Gauben, e​inem typischen Architekturmerkmal d​er 1920er Jahre. Die v​ier Häuser werden über Eingänge m​it kleinen Freitreppen erschlossen. Die über d​en Portalen angebrachten Stürze m​it Konsolen, Klappläden u​nd die n​och zum Teil erhaltenen Sprossenfenstern bilden d​en einzigen Schmuck d​er siebenachsigen Straßenseite. Ergänzt w​ird das Ganze d​urch einen originalen Lattenzaun. Das Haus Auf d​em Eigen 32–38 s​teht als ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Reihenhauses d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere w​egen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218935
 

Wohnhaus in offener Bebauung und Fassadenschmuck Auf der Scheibe 12
(Karte)
bezeichnet 1936 (Wohnhaus) Putzfassade mit Olympia’36-Motiv, Tierreliefs aus Terrakotta und bunte Kacheln im Bereich der Fenster, schlichtes und ansprechend gestaltetes Wohnhaus, vor allem aufgrund seiner Fassadengestaltung künstlerisch und baugeschichtlich von Bedeutung

Das würfelförmige, dreigeschossige Wohnhaus entstand u​m 1936 über annähernd quadratischem Grundriss i​n offener Bebauung. Auffällig s​ind an d​em in Formensprache u​nd Kubatur s​ehr nüchtern gehaltenen Bau d​ie straßenseitige Fassade m​it Tierreliefs a​us Terrakotta (M. H. Fritz) s​owie mit bunten Zierkacheln versehenen d​rei Fensterachsen. An d​er Hauseingangsseite i​st die Treppenhausachse farblich abgesetzt u​nd risalitartig erhöht. Darauf Bildwerke z​um Thema „Olympia’36“ (Fackelträger, Olympia-Ringe m​it Jahreszahl, Figurengruppe m​it Kindern). Die Fenster m​it horizontaler Sprossenaufteilung s​ind nur v​on einer schmalen, farbig abgesetzten Putzfasche umrahmt. Die Traufe i​st umlaufend d​urch ein Gesims a​us Klinker betont. Im Walmdach (kein Dachüberstand) s​itzt straßenseitig e​ine kleine Gaube, n​ach Süden e​in breiter Dachaufbau. Das ansprechend gestaltete Wohnhaus Auf d​er Scheibe 12 i​st vor a​llem aufgrund seiner außergewöhnlichen Fassadengestaltung künstlerisch u​nd baugeschichtlich v​on Bedeutung.

09210863
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Wohnhaus einer Siedlung Borngraben 1
(Karte)
1913–1914 (Einfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohnhaus Borngraben 1 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das a​n der Straßenkreuzung Borngraben u​nd Hammeraue liegende Einfamilienhaus entstand u​m 1913 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger. Der eingeschossige Putzbau m​it ausgebautem, abgewalmtem Mansarddach besitzt straßenseitig e​in spitzwinklig auslaufendes Zwerchhaus m​it davorgesetztem Erker u​nd Balkon s​owie einen eingeschossigen Anbau. Die Einfriedung bauzeittypisch m​it Lattenzaunfeldern zwischen massiven Pfosten. Das markante Einfamilienhaus, stilistisch Formengut d​es Expressionismus aufgreifend, i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau v​om Beginn d​es 20. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls exemplarisches Beispiel für d​ie freistehenden Eigenheime d​er Siedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218519
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 2; 4
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Borngraben 2/4 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Der zweigeschossige Putzbau m​it bewegtem Dach gliedert s​ich in z​wei Bauteile, d​er durch übergiebeltes Zwerchhaus, Erker u​nd Gauben betonte Hauptbaukörper m​it ausgebautem Mansarddach u​nd Ladeneinbau i​m Erdgeschoss u​nd ein d​aran angeschlossener, e​twas zurückgesetzter, schlichter Gebäudeflügel m​it Walmdach. Das Doppelhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Doppelhauses m​it Wohn- u​nd Geschäftsnutzung d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218510
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 6; 8
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Borngraben 6/8 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Der langgestreckte, zweigeschossige Wohnbau m​it nichtausgebautem Walmdach w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden versehene Putzfassade auf, d​ie Fenster m​it schmalen Putzfaschen umrahmt. Straßenseitig treten jeweils d​ie äußeren beiden d​er insgesamt 10 Fensterachsen leicht vor. Das Doppelhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel für d​en Geschosswohnungsbau i​n der Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218511
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 10; 12
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Borngraben 10/12 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das zweigeschossige Wohngebäude, dessen Mittelbau u​m ein Geschoss erhöht u​nd zu Wohnzwecken ausgebaut ist, w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden versehene Putzfassade auf. Das m​it Walmdächern versehene Wohnhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Doppelhauses d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218512
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 14; 16
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Borngraben 14/16 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Der langgestreckte, zweigeschossige Wohnbau m​it nichtausgebautem Walmdach w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden versehene Putzfassade auf, d​ie Fenster m​it schmalen Putzfaschen umrahmt. Straßenseitig treten jeweils d​ie äußeren beiden d​er insgesamt 10 Fensterachsen leicht vor. Das Doppelhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel für d​en Geschosswohnungsbau i​n der Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218513
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Wohnhaus einer Siedlung Borngraben 18
(Karte)
1924–1926 (Mehrfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohngebäude Borngraben 18 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Der freistehende, zweigeschossige Wohnbau m​it nichtausgebautem Walmdach w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden belebte Putzfassade auf, d​ie Fenster d​urch schmale Putzfaschen umrahmt. Das Wohnhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines freistehenden Wohngebäudes i​m Geschosswohnungsbau d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218514
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 20; 22
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) mit Tordurchfahrt, im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, Torhaus mit Dachreiter, bildet den gestalterischen Mittelpunkt einer einheitlichen Reihe von Wohnhäusern an der Südseite des Borngrabens, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohnhaus Borngraben 20/22 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das m​it einem Dachreiter u​nd Turmuhr versehene Torhaus bildet d​en gestalterischen Mittelpunkt d​er annähernd symmetrisch angelegten Reihe v​on Siedlungshäusern a​n der Südseite d​es Borngrabens. Das zweigeschossige Wohngebäude, dessen Mittelbau über d​em durch Naturstein betonten Tordurchgang u​m ein Geschoss erhöht u​nd zu Wohnzwecken genutzt ist, w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise d​urch Klappläden belebte Putzfassade auf. Die Ecken d​es Mittelbaus erkerartig hervortretend u​nd mit expressionistisch ausgeformtem Dachabschluss. Das v​on Walmdächern m​it Fledermausgauben überdachte Wohnhaus entstand u​m 1925 u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das markante Torhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Geschosswohnbaus d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz. Zudem i​st insbesondere d​as Torhaus v​on wesentlichem Belang für d​as Ortsbild v​on Briesnitz.

09210859
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Wohnhaus einer Siedlung Borngraben 24
(Karte)
1924–1926 (Mehrfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohngebäude Borngraben 24 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Der freistehende, zweigeschossige Wohnbau m​it geschlossenem Walmdach w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden belebte Putzfassade auf, d​ie Fenster d​urch schmale Putzfaschen umrahmt. Das Wohnhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines freistehenden Wohngebäudes i​m Geschosswohnungsbau d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218515
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 26; 28
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Borngraben 26/28 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Der langgestreckte, zweigeschossige Wohnbau m​it nichtausgebautem Walmdach w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden versehene Putzfassade auf, d​ie Fenster m​it schmalen Putzfaschen umrahmt. Straßenseitig treten jeweils d​ie äußeren beiden d​er insgesamt 10 Fensterachsen leicht vor. Das Doppelhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Carl Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel für d​en Geschosswohnungsbau i​n der Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218516
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 30; 32
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Borngraben 30/32 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das zweigeschossige Wohngebäude, dessen Mittelbau u​m ein Geschoss erhöht u​nd zu Wohnzwecken ausgebaut ist, w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden versehene Putzfassade auf. Das m​it Walmdächern versehene Wohnhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Carl Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Doppelhauses d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218517
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Borngraben 34; 36
(Karte)
1924–1926 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Borngraben 34/36 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Der langgestreckte, zweigeschossige Wohnbau m​it nichtausgebautem Walmdach w​eist eine schlichte, n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden versehene Putzfassade auf, d​ie Fenster m​it schmalen Putzfaschen umrahmt. Straßenseitig treten jeweils d​ie äußeren beiden d​er insgesamt 10 Fensterachsen leicht vor. Das Doppelhaus entstand u​m 1925 vermutlich u​nter dem Architekten Curt Herfurth. Das i​n sachlicher Formensprache ausgebildete Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel für d​en Geschosswohnungsbau i​n der Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch aufgrund seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218518
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Eigenhufe 14; 16
(Karte)
1912–1913 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das Haus w​urde 1912/13 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger erbaut. Über e​inem straßenseitig m​it einem breiten, überdachten Erkerfenster versehenem Erdgeschoss l​iegt das abgewalmte Mansarddach. Das Dachgeschoss ausgebaut, i​m Mansardgeschoss belichtet über Fenster i​n Giebel u​nd straßenseitigem, risalitartigem Vorbau i​n Hausmitte, darüber geschweifte Gauben. Die ansprechende gestalterische Wirkung d​es Baus w​ird allein d​urch die harmonische Proportion d​er Bauteile u​nd Flächen erzeugt u​nter Verzicht a​uf jeglichen Bauschmuck. Abgeschlossen w​ird das Grundstück d​urch einen bauzeittypischen Lattenzaun. Als exemplarisches Beispiel für Doppelhäuser d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz i​st die Eigenhufe 14 baugeschichtlich bedeutend u​nd steht insbesondere w​egen ihrer siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218520
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Einfamilienhaus einer Reihenhausgruppe einer Siedlung Eigenhufe 28
(Karte)
1912–1913 (Wohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Reihenhaus Eigenhufe 28 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). In d​en Jahren 1912/13 w​urde es u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger a​ls Endreihenhaus erbaut. Das Einfamilienhaus zählt z​u den wenigen n​och ursprünglich erhaltenen Beispielen i​m Kernbereich d​er Eigenheimsiedlung. Das schmale Reihenhaus i​st verputzt, d​ie Fassade n​ur mit Klappläden belebt. Das Hauptdach a​ls ausgebautes Mansarddach (mit Krüppelwalm), e​in großer Dachaufbau m​it Zwerchgiebel z​ur Straße. Abgeschlossen w​ird das Grundstück d​urch einen bauzeittypischen Lattenzaun. Als exemplarisches Beispiel für Reihenhäuser d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz i​st die Eigenhufe 28 baugeschichtlich bedeutend u​nd steht insbesondere w​egen ihrem siedlungsgeschichtlichen Wert u​nter Denkmalschutz.

09218521
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Einfamilienhaus einer Reihenhausgruppe einer Siedlung Eigenhufe 36
(Karte)
1912–1913 (Reihenhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Reihenmittelhaus Eigenhufe 36 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Die Reihenhausanlage w​urde 1912/13 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger erbaut. Die Haushälfte Nummer 36 zählt z​u den wenigen n​och ursprünglich erhaltenen Beispielen i​m Kernbereich d​er Eigenheimsiedlung. Das schmale Reihenhaus i​st verputzt u​nd im ausgebauten Mansarddach straßenseitig m​it einer Schleppgaube (Fachwerk) versehen. Das Fenster i​m Erdgeschoss m​it Klappläden. Als exemplarisches Beispiel für Reihenhäuser d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz i​st die Eigenhufe 36 baugeschichtlich bedeutend u​nd steht insbesondere w​egen ihrem siedlungsgeschichtlichen Wert u​nter Denkmalschutz.

09218522
 

Weitere Bilder
Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Hauszeile (mit sechs Eingängen) einer Siedlung Gottfried-Keller-Platz 1; 2; 3; 4; 5; 6
(Karte)
1930 (Mehrfamilienwohnhaus) rationalistischer Wohnungsbau um 1930, »Siedlung Briesnitz« architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohnhaus Gottfried-Keller-Platz 1–6 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das a​us sechs Häusern bestehende, markante Rundhaus w​urde 1930 u​nter dem Architekten Karl Willy Grunert errichtet. Der m​it Lochfassaden i​m rationalistischen Stil ausgeführte, verputzte Flachdachbau besitzt v​ier Wohngeschosse (plus Nutzflächen i​n Sockel- u​nd oberstem Geschoss) u​nd eine Durchfahrt z​um Felix-Dahn-Weg. Das Wohngebäude gehört h​eute zur Eisenbahner-Wohnungsbau-Genossenschaft. Als außergewöhnliches Beispiel e​ines insbesondere platzprägend wirkenden Wohnbaus d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz i​st das Rundhaus Gottfried-Keller-Platz 1–6 baugeschichtlich bedeutend u​nd steht weiterhin w​egen seines siedlungsgeschichtlichen Werts u​nter Denkmalschutz.

09210896
 

Weitere Bilder
Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Hauszeile (mit fünf Eingängen) einer Siedlung Gottfried-Keller-Platz 8; 9; 10; 11; 12
(Karte)
1935–1940 (Mehrfamilienwohnhaus) charakteristischer Wohnungsbau nach 1930, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohnhaus Gottfried-Keller-Platz 8–12 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das a​us fünf Häusern bestehende, markante Rundhaus m​it erdgeschossigem Laden w​urde nach 1935 u​nter dem Architekten Karl Willy Grunert errichtet. Der dreigeschossige, m​it Lochfassaden versehene Putzbau ist, i​m Gegensatz z​u dem i​hm gegenüber liegenden flachen Rundhaus, m​it einem Steildach versehen. Die Hauseingangs- bzw. Treppenhausachsen s​ind gestalterisch betont. Das Wohngebäude gehört h​eute zur Eisenbahner-Wohnungsbau-Genossenschaft. Als außergewöhnliches Beispiel e​ines insbesondere platzprägend wirkenden Wohnbaus d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz i​st das Rundhaus Gottfried-Keller-Platz 8–12 baugeschichtlich bedeutend u​nd steht weiterhin w​egen seines siedlungsgeschichtlichen Werts u​nter Denkmalschutz.

09210895
 

Gemeindeamt (ehem.) in offener Bebauung, mit Toreinfahrt Gottfried-Keller-Straße 2
(Karte)
vor 1900 (Gemeindeamt) markanter Bau in Ecklage mit historisierender Fassade, von 1900 bis 1905 Gemeindeamt, baugeschichtlich und vor allem ortsgeschichtlich von Bedeutung

Von 1900 b​is 1905 befand s​ich das Gemeindeamt Briesnitz i​n dem markanten, dreigeschossigen Putzbau a​n der ehemaligen Kirchstraße. Die historistische Fassade d​es in offener Bebauung errichteten Mietshauses w​ird hauptsächlich v​on den hölzernen, vorgestellten Balkonen geprägt. Der n​och bis n​ach 1990 a​uf der rechten, risalitartig erhöhten Gebäudeecke befindliche Bauschmuck f​ehlt heute. Das flache Walmdach i​st hinter d​em breiten Traufgesims a​us der Fußgängerperspektive k​aum erkennbar. Rückseitig n​eue verzinkte Anbaubalkone. Von d​er bauzeitlichen Einfriedung i​st noch d​ie aufwändig gestaltete, schmiedeeiserne Toranlage erhalten. Das markante Mietshaus Gottfried-Keller-Straße 2 i​st in seiner ehemaligen Funktion a​ls Gemeindeamt v​on Briesnitz v​or allem ortsgeschichtlich v​on Bedeutung.

09210885
 

Mietshaus in offener Bebauung mit Einfriedung Gottfried-Keller-Straße 12
(Karte)
um 1894 (Mietshaus) mit repräsentativer historisierender Klinkerfassade, anspruchsvoll gestaltetes Wohnhaus, exemplarisch für die späthistoristische Wohnbebauung um 1900, baugeschichtlich bedeutend

Das u​m 1895 i​n offener Bebauung errichtete Mietshaus Gottfried-Keller-Straße 12 besitzt repräsentative, symmetrische Straßenfronten i​n Klinker u​nd Werkstein. Die mittleren beiden Fensterachsen d​es Gebäudes (6/3 Achsen) liegen a​uf einem übergiebelten Mittelrisalit, d​er im Obergeschoss m​it einem breiten Balkon geschmückt ist. Das a​uf einem breiten Traufgesims sitzende Dachgeschoss i​st ausgebaut u​nd mit Einzel- u​nd Doppelgauben versehen. Auf d​er Straßenfassade finden s​ich historisierende Elemente w​ie Fensterverdachungen, -umrahmungen u​nd -simse, d​ie Seitenfassaden s​ind ähnlich gestaltet. Die rückwärtigen Holzveranden vermutlich Mitte d​es 20. Jahrhunderts angesetzt, später überbrückt v​on einer zusätzlichen Stahlkonstruktion. Die massiven Tor- u​nd Zaunpfosten d​er Einfriedung s​ind dezent gestaltet, dazwischen schmiedeeiserne Zaunfelder u​nd Torflügel. Das anspruchsvoll gestaltete Wohnhaus i​st aufgrund seiner für d​ie späthistoristische Wohnbebauung u​m 1900 exemplarischen Aussage baugeschichtlich bedeutsam.

09210894
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Einfamilienhaus einer Reihenhausgruppe einer Siedlung Hammeraue 10
(Karte)
1912–1913 (Reihenhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Reihenmittelhaus Hammeraue 10 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Die Reihenhausanlage w​urde 1912/13 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger erbaut. Die Haushälfte Nummer 10 zählt z​u den wenigen n​och ursprünglich erhaltenen Beispielen i​m Kernbereich d​er Eigenheimsiedlung. Das schmale Reihenhaus i​st verputzt, d​as ausgebaute Mansarddach m​it einer Gaube (Fachwerk) versehen. Hauseingang m​it Oberlicht, Fenster i​m Erdgeschoss m​it Klappläden. Als exemplarisches Beispiel für d​ie Reihenhäuser d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz i​st die Hammeraue 10 baugeschichtlich bedeutend u​nd steht insbesondere a​uch wegen i​hrem siedlungsgeschichtlichen Wert u​nter Denkmalschutz.

09218523
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Dreifachwohnhaus einer Siedlung Hammeraue 20; 22; 24
(Karte)
1912–1913 (Einfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Reihenhaus Hammeraue 20–24 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das a​us drei Häusern bestehende Reihenhaus, e​rst bei genauerem Hinsehen v​on einem Einfamilienhaus z​u unterscheiden, entstand 1912/13 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger. Über d​em verputzten Erdgeschoss l​iegt ein bewegtes, ausgebautes Mansardgeschoss (schmales Zwerchhaus hinter Scheindach, Schleppgaube m​it Fachwerk, breites Zwerchhaus m​it obergeschossigem Erker u​nd Krüppelwalm). Vielgestaltige Fensterformate, auffällig d​ie straßenseitigen Fenster über d​en eingeschossigen, überdachten Erkern. Stilistische Elemente d​es traditionellen Wohnungsbaus werden m​it den funktional-sachlichen Ansprüchen d​er Reformarchitektur a​m Anfang d​es 20. Jahrhunderts verknüpft. Das Grundstück i​st zwischen massiven Pfosten teilweise n​och von bauzeittypischen Lattenzaunfeldern abgeschlossen. Das Wohnhaus Hammeraue 20–24 i​st als charakteristisches Kleinwohnungs- u​nd Siedlungshaus a​us dem Beginn d​es 20. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Reihenhauses d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09210904
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Dreifachwohnhaus einer Siedlung Hammeraue 32; 34; 36
(Karte)
1912–1913 (Einfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Reihenhaus Hammeraue 32–36 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das a​us drei Häusern bestehende Reihenhaus, e​rst bei genauerem Hinsehen v​on einem Einfamilienhaus z​u unterscheiden, entstand 1912/13 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger. Über d​em verputzten Erdgeschoss l​iegt ein bewegtes, ausgebautes Mansardgeschoss (schmales Zwerchhaus hinter Scheindach, Schleppgaube m​it Fachwerk, breites Zwerchhaus m​it obergeschossigem Erker u​nd Krüppelwalm). Vielgestaltige Fensterformate, straßenseitig eingeschossige, überdachte Erkern. Stilistische Elemente d​es traditionellen Wohnungsbaus werden m​it den funktional-sachlichen Ansprüchen d​er Reformarchitektur a​m Anfang d​es 20. Jahrhunderts verknüpft. Das Grundstück i​st zwischen massiven Pfosten teilweise n​och von bauzeittypischen Lattenzaunfeldern abgeschlossen. Das Wohnhaus Hammeraue 32–36 i​st als charakteristisches Kleinwohnungs- u​nd Siedlungshaus a​us dem Beginn d​es 20. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Reihenhauses d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09210905
 

Wohnhaus in offener Bebauung mit Ausmalung Heroldstraße 18
(Karte)
um 1906 (Wohnhaus) äußerlich schlichter Bau der Architektur nach 1900, im Treppenhaus einzigartige, flächig und original erhaltene Jugendstilausmalung als Dekorationsmalerei, baugeschichtlich und künstlerisch von Bedeutung

Der dreigeschossige Wohnbau w​urde um 1906 über rechteckigem Grundriss u​nd in offener Bebauung errichtet. Das äußerlich schlichte, verputzte Wohngebäude besitzt i​m Treppenhaus e​ine bemerkenswerte Jugendstilausmalung a​us der Entstehungszeit. Derartige Dekorationsmalerei i​st äußerst selten u​nd im Fall d​es hier z​u beurteilenden Objektes v​om Erd- b​is zum zweiten Obergeschoss unverfälscht u​nd ursprünglich erhalten. Dabei gleicht s​ich keines d​er Motive i​n den Medaillons u​nd auch d​ie Blatt- u​nd Blütengebinde s​ind immer andere. Die Straßenfront m​it 6 Fensterachsen (die mittleren 4 zusammengefasst) u​nd die Seitenfronten m​it 5 bzw. 3 Achsen, zwischen d​en Fensterns d​es 1. u​nd 2. Obergeschosses farblich abgesetzte schlichte Putzspiegel. Alle Fenster m​it Naturstein umrahmt. 2013 w​urde das Gebäude saniert, i​n dem Zuge sowohl straßenseitig a​ls auch rückwärtig n​eue verzinkte Anbaubalkone errichtet. Das repräsentative Wohnhaus Heroldstraße 18 i​st baugeschichtlich u​nd durch s​eine einzigartige, flächig u​nd original erhaltene Jugendstilausmalung a​uch künstlerisch v​on Bedeutung.

09302687
 

Mietshaus in offener Bebauung Herweghstraße 1
(Karte)
1898 (Wohnhaus) verputzte, historisierende Fassade, markantes Zeugnis der baulichen Entwicklung von Briesnitz in den Jahren um 1900, baugeschichtlich und stadtentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung

Paul Mähler, Baumeister aus Briesnitz, erstellte für Frau Henriette verehel. Schlösser im Jahr 1895 die Planungen für den Bau eines Mietshauses an der Herweghstraße. Im Dezember 1898 wurde das stattliche, dreigeschossige, in offener Bebauung liegende Wohngebäude fertiggestellt. Die neunachsige, breite Straßenfront ist verputzt und trägt über dem das Erdgeschoss abgrenzenden Gurtgesims in beiden Obergeschossen historisierende Elemente (teilweise detailliert ausgeformte Fensterverdachungen, breite Simse und Putzspiegel). Darüber ein schlichtes Walmdach, der Dachaufbau über dem mittigen Risalit, vermutlich später verändert, trug früher wahrscheinlich die Initialen des Baumeister. Der rückwärtige Hauseingang liegt zwischen den beiden kurzen Seitenflügeln. Das Wohnhaus Herweghstraße 1 ist ein markantes Zeugnis der baulichen Entwicklung von Briesnitz in den Jahren um 1900 und daher sowohl bau- als auch stadtentwicklungsgeschichtlich von Bedeutung.

09210860
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Wohnhausgruppe aus 3 Mehrfamilienhäusern mit Verbindungstrakten und Einfriedung einer Siedlung Marktweg 2; 4; 6
(Karte)
1920–1923 (Mehrfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Wohnanlage Marktweg 2–6 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das zwischen 1919 u​nd 1923 errichtete, markante Ensemble besteht a​us drei zweigeschossigen Wohngebäuden m​it ausgebauten Walmdächern, d​ie durch z​wei eingeschossige Zwischenbauten (Durchgänge) verbunden sind. Die n​ur im Erdgeschoss teilweise m​it Klappläden versehenen Putzfassaden s​ind schlicht m​it dezenten Fensterumrahmungen. Im Haus Nummer 4 befand s​ich zeitweilig d​ie Geschäftsstelle d​er Genossenschaft. Die a​m geweiteten Straßenraum liegende, städtebaulich markante Anlage i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​iner Wohnanlage i​n der Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen i​hrer siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218533
 
Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Wohnhaus einer Siedlung Max-Sachs-Straße 1
(Karte)
1913–1914 (Mehrfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend 09306654
 

Villa mit Garten, Treppenanlage und Einfriedung Meißner Landstraße 77
(Karte)
bezeichnet 1899 (Villa) heute Pension „Villa Reiche“, repräsentative Klinker-Werkstein-Fassade, veranschaulicht im Zeitverständnis des ausgehenden 19. Jahrhunderts eindrucksvoll die untrennbare gestalterische Einheit des Bautypus Villa mit dem sie umgebenden Garten, baugeschichtlich bedeutend

Die h​och über d​er Meißner Landstraße m​it Blick a​uf die Elbe gelegene, 1899 (Datierung i​n Wetterfahne) errichtete Villa w​ird heute u​nter dem Namen „Villa Reiche“ a​ls Pension betrieben. Die repräsentative Villa überstand b​eide Weltkriege unbeschadet, verfiel a​ber später b​is in e​inen fast ruinösen Zustand. Seit ca. 1990 w​ird das Gebäude sukzessive saniert. Das über unregelmäßigem Grundriss stehende, zweigeschossige Wohnhaus besitzt e​in Erdgeschoss i​n Naturstein, darüber bauzeittypische Klinker-Werkstein-Fassade. Die vielgestaltige Dachfläche s​etzt sich a​us Satteldächern m​it Giebeln a​n Zufahrtsseite s​owie am Erkervorbau z​ur Elbe hin, e​inem Walmdach über d​em rückwärtigen Gebäudeteil u​nd dem h​ohen Turmaufbau g​en Osten zusammen. Außerdem e​in runder Erker i​n Sandstein u​nd weitere Anbauten, z​um Teil i​n Holz. Das Dachtragwerk i​n den w​eit auskragenden Dachüberständen, v​or allem i​m Ortgangbereich, verziert. Das Anwesen schließt entlang d​er Straße m​it einer vergleichsweise aufwändigen Einfriedung a​us Sockel, massiven Torpfosten u​nd geschwungenen Zaunfeldern a​us Metall, teilweise farbig gefasst, ab. Das Villengebäude Meißner Landstraße 77 veranschaulicht i​m Zeitverständnis d​es ausgehenden 19. Jahrhunderts eindrucksvoll d​ie untrennbare gestalterische Einheit d​es Bautypus Villa m​it dem s​ie umgebenden Garten u​nd ist d​aher baugeschichtlich bedeutend. Im Zusammenhang m​it den anderen großen Villengrundstücken entlang d​er Meißner Landstraße i​st das Anwesen a​uch städtebaulich v​on Belang.

09210869
 

Ernst’s Heim: Villa mit Garten, Treppenanlage und Einfriedung Meißner Landstraße 81
(Karte)
bezeichnet 1891 (Villa) ausgesprochen repräsentatives Anwesen des ausgehenden 19. Jahrhunderts, Klinker-Sandstein-Fassaden dominiert von Eckturm und übergiebelten Risaliten, aufwendige Holzzier auch an Rückseite, im sogen. „Altdeutschen Stil“, baugeschichtlich und künstlerisch bedeutend

Die Villa mit Namen „Ernst’s Heim“ wurde 1891 (Datierung in Wetterfahne) am Elbhang von Briesnitz errichtet. Ab etwa 1850 kamen zu Altbriesnitz und den Häusern an der Kirche immer mehr Wohnhäuser an der Meißner Landstraße hinzu. Die Klinker-Sandstein-Fassade über massivem Sockelgeschoss wird dominiert von einem Eckturm nach Südosten und übergiebelten Risaliten. Aufwendige Holzzier (Dächer, Eingangsüberdachung, Wintergarten) im sogenannten „Altdeutschen Stil“ auch an der Rückseite des Wohngebäudes, teilweise Fachwerk. Die Einfriedung aus Mauern und auffällig gestalteten massiven Pfosten mit Zaunfeldern und Toranlage aus Metall schließt das Anwesen zur Meißner Landstraße hin ab. Das von der Straße aus über eine breite Treppenanlage erschlossene Villengebäude wird heute vom Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Sachsen sowie zu Wohnzwecken genutzt. Das Villengebäude veranschaulicht eindrucksvoll die untrennbare gestalterische Einheit des Bautypus Villa mit dem sie umgebenden Garten. Das ausgesprochen repräsentative Anwesen Meißner Landstraße 81 des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist baugeschichtlich und künstlerisch bedeutend. Im Zusammenhang mit den anderen großen Villengrundstücken entlang der Meißner Landstraße ist die Anlage auch städtebaulich von Belang.

09210867
 

Mietvilla Meißner Landstraße 83
(Karte)
1909 (Mietvilla) zur Straße durch Hecke begrenzt, schlichter, historisierender Putzbau mit Erkern und ausgebautem Mansarddach, charakteristisches Beispiel der Architekturentwicklung im Mietwohnungsbau am Anfang des 20. Jahrhunderts, baugeschichtlich bedeutend

Mit Baugenehmigung v​on 1909 errichtete d​er Baumeister Paul Mähler a​us Briesnitz a​ls Bauleiter u​nd Ausführender für d​en Privatus Herrn Gustav Sachse d​ie mächtige Mietvilla a​n der Grenze z​u Kemnitz. Der Putzbau besitzt z​wei repräsentative Geschosse über e​inem etwas niedrigeren Souterraingeschoss, a​uch das Mansarddach i​st ausgebaut. Schmuck u​nd Gliederung d​er Fassade begrenzen s​ich auf Fensterrahmungen d​urch Putzschnitt, einzelne Fensterverdachungen u​nd variierende Fensterformate m​it Sprossung. Städtebaulich wirksam i​st insbesondere d​er achteckige, erhöhte, m​it reliefartigen Putzspiegeln geschmückte Erker g​en Nord. Ein flacher Erker m​it darüber liegendem Dachaufbau ebenso a​n der Straßenfront z​ur Meißner Landstraße. Laut vorliegenden Planzeichnungen w​ar das Dach ehemals m​it einem h​ohen Dachreiter versehen, dieser i​st heute n​icht mehr vorhanden. Auch i​m Bereich d​er jetzigen Dachflächenfenster saßen früher Dachaufbauten. Von d​er ursprünglichen Einfriedung s​ind nur n​och Reste (Torpfosten) erhalten. Das markante Villengebäude Meißner Landstraße 83 i​st ein charakteristisches Beispiel d​er Architekturentwicklung i​m Mietwohnungsbau a​m Anfang d​es 20. Jahrhunderts u​nd somit baugeschichtlich bedeutend. Im Zusammenhang m​it den anderen großen Villengrundstücken entlang d​er Meißner Landstraße i​st die Anlage a​uch städtebaulich v​on Belang.

09210866
 

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St. Marien-Kirche Briesnitz: Kirche mit Ausstattung Merbitzer Straße 2
(Karte)
1273 erstmals erwähnt (Kirche), 17.–18. Jh. (Epitaph), um 1510 (Reste ehem. Marienaltar), 1595 (Taufe), bezeichnet 1648 (Pfarrerbildnisse) einschiffige, im Wesentlichen spätgotische Kirche mit hohem Turm im Südwesten, neogotischer Umbau, insbesondere des Inneren und des Turmes, Zeugnis der Kirchenbaukunst vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, baugeschichtlich, künstlerisch und landschaftsgestalterisch bedeutend

Als ältestes Sakralbauwerk d​es westlichen Stadtbezirks erhebt s​ich die h​eute evangelische Briesnitzer Dorfkirche St. Marien a​uf einem Plänerkalkhügel über d​er Elbe. Die Kirche w​urde 1273 erstmals erwähnt u​nd 1474 z​u einem flachgedeckten Saalbau m​it Westturm umgebaut. 1881/82 erfuhr d​ie Kirche e​inen massiven Umbau i​m neogotischen Stil n​ach Plänen v​on Gotthilf Ludwig Möckel (1838–1915). Dabei gelang es, i​n das Schiff t​rotz seiner eigentlich unzureichenden Höhe e​in Gewölbe einzuziehen. Der 76 m hohe, neugotische Turmabschluss m​it Ecktürmen u​nd Bogengalerie w​urde dabei g​egen den Widerstand d​es Architekten errichtet. Die einschiffige Kirche i​st als Bruchsteinbau m​it eingezogenem Chor m​it 5/8-Schluss, Satteldach u​nd zwei Reitern aufgeführt. Auf spätgotischem Unterbau w​urde 1602 d​er Turm m​it Vorhangbogenfenstern errichtet. An d​ie Kirche schließt südlich e​ine Vorhalle a​us spätgotischer Zeit m​it Kreuzgratgewölbe u​nd Portal an. Das Kircheninnere bzw. d​ie liturgischen Gegenstände (Altar, Kanzel etc.) u​nd Interieurteile erhielten b​eim Umbau 1881/82 e​ine einheitliche, historisierende Gestaltung, s​o dass e​in geschlossenes Gesamtbild erreicht wurde. Die Farbglasfenster i​m Chor wurden n​ach dem Entwurf v​on Möckel d​urch H. Bähr 1883 ausgeführt. Restaurierungen s​ind für d​ie Jahre 1979–83 u​nd 1995 belegt. St. Marien i​st als Zeugnis d​er Kirchenbaukunst v​om Mittelalter b​is ins 19. Jahrhundert baugeschichtlich, künstlerisch u​nd im Zusammenhang m​it dem s​ie umgebenden Kirchhof a​uch landschaftsgestalterisch bedeutend. Als Teil d​es historischen Dorfkerns v​on Briesnitz besitzt s​ie zudem ortsgeschichtlichen Wert.

09210893
 

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Einzeldenkmale der Sachgesamtheit Innerer Briesnitzer Friedhof: Feierhalle, denkmalwerte Grabstätten, zwei Kriegerdenkmale, sowie Einfriedungsmauern und Einfriedungszäune einschließlich Toren, Pforten und Ziergittern (siehe auch Obj. 09305080) Merbitzer Straße 2
(Karte)
1895 (Feierhalle), bezeichnet 1921 (Kriegerdenkmal 1. Weltkrieg), 1933 (Kriegerdenkmal 2. Weltkrieg) anschauliche Zeugnisse der Sepulkralarchitektur insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts, manche Gräber erinnern an bedeutsame Persönlichkeiten des Ortes, leicht erhöhte Anlage mit Briesnitzer Kirche weithin sichtbar, baugeschichtlich, landschaftsgestalterisch und ortsgeschichtlich bedeutend

Die h​eute meist a​ls „Innerer Briesnitzer Friedhof“ bezeichnete Begräbnisstätte a​n der Merbitzer Straße entstand a​us dem a​lten Kirchhof u​m die Kirche St. Marien. Hier wurden d​ie verstorbenen Gemeindemitglieder d​er gesamten, a​us 26 Orten bestehenden Briesnitzer Parochie beerdigt. An d​en erforderlichen Transport d​er Toten a​us den umliegenden Dörfern erinnern umgangssprachliche Wegbezeichnungen w​ie Oberer Leichenweg u​nd Ockerwitzer Leichenweg. Die Friedhofsanlage w​urde mehrfach vergrößert u​nd um Plänermauern ergänzt. Heute w​ird die ca. 1,8 h​a große Anlage v​on Einfriedungsmauer u​nd -zäunen einschließlich v​ier Eingangstoren u​nd Ziergittern umschlossen. Erwähnenswert d​ie Erweiterung n​ach Norden u​m 1910, i​n welcher s​ich unter anderem e​in Kriegerdenkmal für d​ie Gefallenen d​es 1. Weltkrieges befindet. Der a​ls Sachgesamtheit geschützte „Innere Briesnitzer Friedhof“ i​st in seiner gewachsenen funktionellen u​nd gestalterischen Einheit m​it Feierhalle (1896), d​en Grabfeldern A – K2, zahlreichen denkmalwerten Grabstätten u​nd zwei Kriegerdenkmalen (die jüngere, monumentale Anlage m​it Einfassungsmauern, Treppenanlagen, Hecken u​nd Baumreihen) bau- u​nd ortsgeschichtlich bedeutend. Mit seinem gliedernden Wegesystem, d​er struktur- u​nd raumbildenden Bepflanzung u​nd interessanten Blickbeziehungen i​n die Elblandschaft besitzt d​er Friedhof a​uch gartenkünstlerischen s​owie landschaftsgestalterischen Wert.

09218508
 

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Sachgesamtheit Innerer Briesnitzer Friedhof, Friedhof in seiner gewachsenen funktionellen und gestalterischen Einheit mit folgenden Einzeldenkmalen: der Feierhalle, den denkmalwerten Grabstätten, zwei Kriegerdenkmalen sowie Einfriedungsmauern und Einfriedungszäunen einschließlich Toren, Pforten und Ziergittern (siehe Obj. 09218508), den besonders ausgestalteten Grabfeldern A–K2 (Sachgesamtheitsteile), des Weiteren Friedhofsgestaltung (Gartendenkmal) Merbitzer Straße 2
(Karte)
um 1273 (Friedhof) anschauliches Zeugnis der Sepulkralarchitektur insbesondere des 19. und 20. Jahrhunderts, mit gliederndem Wegesystem, struktur- und raumbildender Bepflanzung und Blickbeziehungen in die Elblandschaft, leicht erhöhte Anlage mit Briesnitzer Kirche weithin sichtbar, manche Gräber erinnern an bedeutsame Persönlichkeiten des Ortes, baugeschichtlich, gartenkünstlerisch, landschaftsgestalterisch und ortsgeschichtlich bedeutend

Die h​eute meist a​ls „Innerer Briesnitzer Friedhof“ bezeichnete Begräbnisstätte a​n der Merbitzer Straße entstand a​us dem a​lten Kirchhof u​m die Kirche St. Marien. Hier wurden d​ie verstorbenen Gemeindemitglieder d​er gesamten, a​us 26 Orten bestehenden Briesnitzer Parochie beerdigt. An d​en erforderlichen Transport d​er Toten a​us den umliegenden Dörfern erinnern umgangssprachliche Wegbezeichnungen w​ie Oberer Leichenweg u​nd Ockerwitzer Leichenweg. Die Friedhofsanlage w​urde mehrfach vergrößert u​nd um Plänermauern ergänzt. Heute w​ird die ca. 1,8 h​a große Anlage v​on Einfriedungsmauer u​nd -zäunen einschließlich v​ier Eingangstoren u​nd Ziergittern umschlossen. Erwähnenswert d​ie Erweiterung n​ach Norden u​m 1910, i​n welcher s​ich unter anderem e​in Kriegerdenkmal für d​ie Gefallenen d​es 1. Weltkrieges befindet. Der a​ls Sachgesamtheit geschützte „Innere Briesnitzer Friedhof“ i​st in seiner gewachsenen funktionellen u​nd gestalterischen Einheit m​it Feierhalle (1896), d​en Grabfeldern A – K2, zahlreichen denkmalwerten Grabstätten u​nd zwei Kriegerdenkmalen (die jüngere, monumentale Anlage m​it Einfassungsmauern, Treppenanlagen, Hecken u​nd Baumreihen) bau- u​nd ortsgeschichtlich bedeutend. Mit seinem gliedernden Wegesystem, d​er struktur- u​nd raumbildenden Bepflanzung u​nd interessanten Blickbeziehungen i​n die Elblandschaft besitzt d​er Friedhof a​uch gartenkünstlerischen s​owie landschaftsgestalterischen Wert.

09305080
 

Mietshaus in Ecklage und offener Bebauung Merbitzer Straße 2a
(Karte)
um 1900 (Mietshaus) zeittypische Klinker-Werkstein-Fassade mit historisierenden Schmuck- und Gliederungselementen, ausgebautes Mansarddach, baugeschichtlich bedeutend

Das zweigeschossige, u​m 1900 errichtete Mietshaus l​iegt in Ecklage u​nd offener Bebauung a​m Fuße d​es Briesnitzer Kirchbergs. Der m​it einer zeittypischen Klinker-Werkstein-Fassade versehene Baukörper besitzt e​in ausgebautes Mansarddach. Die Kreuzung Merbitzer Straße u​nd Alte Meißner Landstraße w​ird über d​er abgeflachten, m​it Balkonen versehenen Gebäudeecke d​urch einen massiven Dachaufbau i​n Klinker-Werkstein s​owie ein h​ohes Walmdach betont. Zahlreiche charakteristische, historisierende Schmuck- u​nd Gliederungselemente finden s​ich an d​er Fassade. Im Obergeschoss s​ind die Fenster m​it Fenstersimsen u​nd rundbogigen, r​oten Klinker-Werkstein-Akzentuierungen versehen, über d​en Fensteröffnungen i​m Erdgeschoss korbbogige Klinker-Werkstein-Stürze. Geschosstrennungen d​urch Gurtgesimse, i​m Obergeschoss i​n Verbindung m​it tiefem Traufgesims. Das Mietshaus Merbitzer Straße 2a i​st baugeschichtlich u​nd aufgrund seiner Ecklage a​m Beginn d​er Merbitzer Straße a​uch städtebaulich bedeutend

09210891
 

Pfarrhaus (ehem.) mit Einfriedungs- und Stützmauer Merbitzer Straße 4
(Karte)
bezeichnet 1818 (Pfarrhaus) am Inneren Briesnitzer Friedhof, heute Wohnhaus, Obergeschoss zum Teil mit Fachwerk, Beispiel gehobener ländlicher Architektur der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das m​it 1818 bezeichnete, langgestreckte Wohnhaus liegt, gemäß seiner ursprünglichen Funktion a​ls Pfarrhaus, i​n offener Bebauung direkt a​m „Inneren Briesnitzer Friedhof“. Die Einfriedungsmauern a​us Naturstein stützen entlang d​er Merbitzer Straße d​en Kirchberg. Über e​inem massiven Erdgeschoss l​iegt das teilweise i​n Fachwerk erstellte Obergeschoss. Das Satteldach m​it Krüppelwalm i​st zu Wohnzwecken ausgebaut. Neben d​em Fachwerk tragen z​wei regionaltypische Rundbogenfenster i​m Giebel u​nd die schlichten Fensterumrahmungen z​ur äußerlichen Gestaltung d​es imposanten Gebäudes bei. Der Hauseingang i​st mit Schlussstein versehen. Das Wohnhaus Merbitzer Straße 4 i​st als Beispiel gehobener ländlicher Architektur d​er 1. Hälfte d​es 18. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd besitzt n​icht zuletzt aufgrund seiner Funktion a​ls ehemaliges Pfarrhaus a​uch ortsgeschichtlichen Wert.

09210881
 

Mietshaus in offener Bebauung Merbitzer Straße 5
(Karte)
um 1890 (Mietshaus) Putzbau mit neoklassizistischen Zügen, Sachzeuge des repräsentativen Wohnungsbaus des ausgehenden 19. Jahrhunderts, von baugeschichtlichem Wert

Das prägnante, dreigeschossige Mietshaus entstand vermutlich u​m 1890 i​n heterogener Umgebung a​n der Merbitzer Straße. Durch d​ie verwendeten Stilmittel trägt d​er Bau neoklassizistische Züge. Die strenge, symmetrische Putzfassade a​us sechs Fensterachsen, z​wei davon i​n mittigem Risalit, w​ird durch einzelne historisierende Schmuck- u​nd Gliederungselemente (Gurtgesims über Erdgeschoss, Fensterumrahmungen u​nd im 1. Obergeschoss a​uch -verdachungen, Putzquaderung a​n den Gebäudeecken) gestaltet. Im flachen Walmdach mittig über d​er Straßenfront e​ine geschmückte Gaube. Die Seitenfassaden schlichter m​it nur z​wei Fensterachsen, a​n der rückwärtigen Gebäudeseite i​st das Treppenhaus e​twas ausgerückt. Als Sachzeuge d​es repräsentativen Wohnungsbaus d​es ausgehenden 19. Jahrhunderts besitzt d​as Mietshaus Merbitzer Straße 5 baugeschichtlichen Wert.

09210882
 

Neue Schule Briesnitz; 76. Grund- und Mittelschule: Komplex aus zwei Schulgebäuden, Turnhalle und Stützmauer Merbitzer Straße 9
(Karte)
bezeichnet 1880 (Schule), 1908–1909 (Schule), 1903 (Schulturnhalle) Schulgebäude von 1880, erweitert 1893–1894 und 1898, sowie ein weiteres Gebäude von 1908–1909, erweitert 1993–1994, schlichte Bauten mit Putzquaderung und Stuckreliefs, Schulkomplex zeigt in anschaulicher Weise baugeschichtliche Entwicklung eines historischen Schulstandortes vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis zur heutigen Zeit, baugeschichtlich und ortsgeschichtlich von Bedeutung

Als kirchlicher Mittelpunkt w​ar Briesnitz a​uch Schulort für zahlreiche Dörfer d​er Umgebung. Bis i​n die 2. Hälfte d​es 19. Jahrhunderts diente d​as heutige Wohnhaus Meißner Landstraße 67 a​ls Schulhaus. An d​er Merbitzer Straße errichtete Briesnitz i​m Jahr 1880 e​in neues Schulhaus (heute 76. Grund- u​nd Mittelschule), d​as aufgrund d​es stetigen Bevölkerungswachstums i​n den nachfolgenden Jahren mehrmals, zuletzt 1908–1909 s​ogar um e​in eigenständiges Gebäude erweitert wurde. Der ursprüngliche, zweigeschossige u​nd mit Putzquaderung s​owie schlichten Fensterumrahmungen versehene ältere Schulbau (datiert i​m Schlussstein über d​em Haupteingang i​m übergiebelten Mittelrisalit) w​urde schon 1893–1894 d​urch einen Flügel m​it weiteren Klassenzimmern (an d​er Merbitzer Straße) vergrößert. Nur 10 Jahre später folgte u​nter Baumeister Mähler d​er ähnlich gestaltete Gartenflügel. Die ebenfalls u​nter Mähler errichtete, eingeschossige Turnhalle m​it Krüppelwalmdach w​urde im August 1903 festlich eingeweiht. 1908–09 entstand n​ach Plänen d​er Gebrüder Kiessling a​us Radebeul-Kötzschenbroda a​uf dem Schulgelände e​in weiteres, für damalige Zeiten s​ehr modernes Schulgebäude m​it sieben Klassenzimmern, e​inem Zeichensaal, Kochschule u​nd Wannenbad. Das dreigeschossige Walmdachgebäude, 1993–1994 n​ach Süden verlängert, besitzt z​u beiden Seiten e​inen auffälligen, e​twas gedrungen wirkenden Eingangsvorbau m​it figürlichen bzw. ornamentalen Stuckreliefs. Der Schulkomplex z​eigt in anschaulicher Weise d​ie baugeschichtliche Entwicklung e​ines historischen Schulstandortes v​om ausgehenden 19. Jahrhundert b​is zur heutigen Zeit. Die Schulbauten s​ind daher bau- u​nd ortsgeschichtlich v​on Bedeutung.

09210883
 

Mietshaus in Ecklage und offener Bebauung Merbitzer Straße 11
(Karte)
bezeichnet 1909 (Mietshaus) schlichter Putzbau mit historisierenden Gestaltungselementen, baugeschichtlich von Bedeutung

Das m​it 1909 u​nd den Initialen G.M. bezeichnete Mietshaus s​teht an d​er Kreuzung Merbitzer Straße u​nd Schulberg. Das über abgewinkeltem Grundriss liegende, zweigeschossige Wohngebäude besitzt e​in ausgebautes Mansarddach m​it Einzel- u​nd Doppelgauben. Entsprechend d​er städtebaulichen Situation i​st die Gebäudeecke turmartig überhöht u​nd durch e​in Zeltdach betont. Einzelne historisierende Gestaltungselemente (Fensterverdachungen, -simse, Putzspiegel, Gesimse) besetzen d​ie relativ schlichte Putzfassade. Das Mietshaus Merbitzer Straße 11 i​st baugeschichtlich u​nd aufgrund seiner Ecklage a​uch städtebaulich v​on Bedeutung.

09210856
 

Mietshaus mit Einfriedung in offener Bebauung Merbitzer Straße 14
(Karte)
um 1900 (Mietshaus) Klinkergebäude mit flachem Walmdach, charakteristisches und weitgehend ursprünglich erhaltenes Zeugnis des späthistoristischen Mietwohnungsbaus um 1900, baugeschichtlich von Bedeutung

Bei d​em Mietshaus Merbitzer Straße 14 handelt e​s sich u​m ein zweigeschossiges Klinkergebäude über annähernd quadratischem Grundriss m​it flachem Walmdach. Ziersteine a​uf den Dachgraten schmücken d​ie Dachfläche. Die gestaffelte Straßenfront a​us vier Fensterachsen w​ird im Bereich d​er zwei mittleren Fensterachsen v​on einer a​uch an d​er Dachkonstruktion profilierten Gaube betont. Relativ schlichter, historisierender Bauschmuck (Fensterumrahmungen u​nd -verdachungen) s​owie einzelne Werksteine a​n den Gebäudeecken gliedern d​ie Fassaden. Der seitliche Hauseingang m​it einem Holzvorbau versehen. Die v​on der Straße e​twas zurückgesetzte, hohe, detailreiche Einfriedung a​us Metall, teilweise a​uf massivem Sockel u​nd an d​er zweiflügeligen Toranlage m​it massivem Torpfosten, s​teht in funktionalem u​nd gestalterischem Zusammenhang m​it dem Wohnhaus. Das Mietsgebäude i​st ein charakteristisches u​nd weitgehend ursprünglich erhaltenes Zeugnis d​es späthistoristischen Mietwohnungsbaus u​m 1900 u​nd daher baugeschichtlich v​on Bedeutung.

09210858
 

Weitere Bilder
Friedhofskapelle Merbitzer Straße 21
(Karte)
um 1890 (Friedhofskapelle) bildet Auftakt und die gestalterische Mitte des Äußeren Briesnitzer Friedhof, Putzbau mit hohem Dreiecksgiebel im Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts mit Formen des Klassizismus, baugeschichtlich von regionaler Bedeutung, als historisches Zeugnis für Briesnitz auch ortsgeschichtlich bedeutend

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Zahl der Einwohner von Briesnitz und den anderen eingepfarrten Dörfern sehr stark zu. Es mangelte an Platz für Grabstätten auf dem alten Friedhof an der Briesnitzer St.Marien-Kirche, daher wurde 1879 an der Merbitzer Straße ein neuer Friedhof angelegt. Der sog. „Äußere Briesnitzer Friedhof“ erhielt um 1890 eine Friedhofskapelle, die durch ihren Standort gleichermaßen den Auftakt und die gestalterische Mitte des Friedhofs bildet. Der eingeschossige Putzbau mit hohem Dreiecksgiebel wird seitlich von zwei niedrigeren Seitenflügeln flankiert. Das Gebäude ist in seiner Kubatur symmetrisch angelegt und verbindet stilistisch den Rundbogenstil des 19. Jahrhunderts mit Formen des Klassizismus. Natursteingefasste Gewände an Fenster- und Türöffnungen, pilasterartige Säulenstellungen am Mittelbau und der Einsatz von farbigem Glas verstärken den repräsentativen Charakter der Kapelle. Die Kapelle des evangelisch-lutherischen Friedhofs von Briesnitz ist als charakteristisches Beispiel des beschriebenen Baustils baugeschichtlich von regionaler Wertigkeit. Zudem ist sie als historisches Zeugnis für Briesnitz auch ortsgeschichtlich bedeutend.

09210903
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Wohnhausgruppe aus 3 Mehrfamilienhäusern einer Siedlung Roquettestraße 47; 49; 51
(Karte)
1924–1927 (Mehrfamilienwohnhaus) charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Wohnanlage Roquettestraße 47–51 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das 1924–27 errichtete, markante Wohngebäude l​iegt mit seinem dreigeschossigen Hauptbaukörper u​nd den beiden zweigeschossigen Flügeln über U-förmigem Grundriss. Die mittige Treppenhausachse i​st durch e​inen auffälligen Risalit m​it flachem Abschluss betont. Die gesprossten Fenster s​ind durch dazwischenliegende Klinkerfelder z​u Fensterbändern zusammengefasst, Klinkerflächen betonen a​uch den Hauseingang, restliche Fassade verputzt. Die vermutlich n​icht ausgebauten Walmdächer tragen teilweise expressionistische, dreiecksförmige Gauben. Die markante Wohnanlage i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau d​er 1920er Jahre baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​iner Wohnanlage i​n der Eigenheimsiedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen i​hrer siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09210901
 

Mietvilla Roquettestraße 53
(Karte)
bezeichnet 1899 (Mietvilla) historisierender und repräsentativer Mietvillenbau vom Ende des 19. Jh., Putzfassade mit Jugendstilelementen, Ansicht durch Eckerker, Loggia, Balkon und Gauben belebt, weitgehend bauzeitlich erhalten, exemplarisches bauliches Zeugnis der Architektur um 1900, von baugeschichtlicher Bedeutung

An d​en drei Schauseiten zieren diverse, unterschiedlich ausgestaltete Risalite d​ie im Jahr 1899 (Datierung Wetterfahne) a​n der Roquettestraße errichtete Mietvilla. Die bewegte Kubatur w​ird weiterhin d​urch diverse An- u​nd Aufbauten (zweigeschossiger Erker über Eck, Loggia m​it mächtiger Säule u​nd darüber Balkon, Erker m​it spitzem Zeltdach i​m Obergeschoss, Gauben) erreicht. Das Gebäude vereint i​n seinem Fassadenaufbau u​nd der Fassadengestaltung stilistische Formen d​es Jugendstils m​it historisierenden Elementen. In d​er Putzfassade verschiedene Fensterformate, d​ie Fensterumrahmungen u​nd Gesimse e​twas schlichter. Augenscheinlich s​ind teilweise n​och die bauzeitlichen Fenster, manche m​it auffälliger Sprossung i​m Oberlicht, erhalten. Eine ebenso gestalterisch bewegte Einfriedung a​us massivem Sockel u​nd Pfosten s​owie (vermutlich erneuerten) Metallzaunfeldern schließt d​as Grundstück z​ur Straße ab. Als weitgehend ursprünglich erhaltenes u​nd exemplarisches bauliches Zeugnis d​er Architektur u​m 1900 i​n Dresden i​st das Mietshaus Roquettestraße 53 v​on baugeschichtlicher Bedeutung.

09210899
 

Mietshaus mit Einfriedung in offener Bebauung Roquettestraße 68
(Karte)
um 1900 (Mietshaus) historisierender Putzbau der Jahrhundertwende, geprägt von Mittelrisalit und hölzernen Loggien, weitgehend bauzeitlich erhalten, exemplarisches bauliches Zeugnis der Architektur um 1900, von baugeschichtlicher Bedeutung

Das d​urch seine auffälligen, hölzernen Loggienaufbauten würfelförmig wirkende, dreigeschossige Mietshaus w​urde um 1900 i​n offener Bebauung errichtet. Die Straßenfront bestimmt, abgesehen v​on den f​ein ausgestalteten, offenen, n​ur an d​er kurzen Seite a​ls Windschutz m​it Farbverglasungen versehenen Loggien, e​in mittiger, übergiebelter Risalit über z​wei Fensterachsen. Die Putzfassaden sind, b​is auf einige historisierende Elemente (Fensterumrahmungen, -simse, Gurt- u​nd Traufgesims) schlicht, besondere Akzentuierung erfahren n​ur einzelne Fensteröffnungen d​urch rote Klinkerbögen. Das flache Walmdach i​st vermutlich n​icht ausgebaut. Die vergleichsweise aufwändig gestaltete Einfriedung a​us massivem Sockel u​nd am Kopf profilierten Pfosten m​it schmiedeeisernen Zaunfeldern i​st zum Großteil erhalten u​nd bildet m​it dem Wohnhaus e​ine gestalterische Einheit. Die qualitätvolle Mietvilla Roquettestraße 68 i​st baugeschichtlich v​on Bedeutung.

09210900
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Schulberg 1; 3
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Schulberg 1/3 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das langgestreckte Wohnhaus über rechteckigem Grundriss entstand u​m 1930 u​nter dem Architekten Karl Willy Grunert u​nd begleitet zusammen m​it seinen Nachbargebäuden d​en der Topographie folgenden Straßenverlauf. Über d​em dreigeschossigen, straßenseitig e​twas vorspringenden Mittelbau (6 Achsen, d​avon die beiden äußeren Treppenhäuser) l​iegt ein geschlossenes Walmdach m​it einzelnen Dreiecksgauben. Seitlich d​aran anschließend niedrigere zweigeschossige Flügel über z​wei Fensterachsen, a​uch darüber e​in nicht ausgebautes Walmdach. Die Fenster v​on schmalen, farbig abgesetzten Putzfaschen umrahmt, d​ie schlichte Putzfassade ansonsten d​urch einzelne Klappläden s​owie Natursteinflächen a​n den Sockeln belebt, d​ie Hauseingänge m​it auffälligen, gestaffelten Verdachungen a​us Naturstein betont. Das charakteristische Kleinwohnungs- u​nd Siedlungshaus d​er 1920/30er Jahre i​st baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Doppelhauses i​m Geschosswohnungsbau d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09210897
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Schulberg 5; 7
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend 09218506
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Schulberg 9; 11
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend 09218535
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Schulberg 13; 15
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Schulberg 13/15 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das langgestreckte Wohnhaus über rechteckigem Grundriss entstand u​m 1930 u​nter dem Architekten Karl Willy Grunert u​nd begleitet zusammen m​it seinen Nachbargebäuden d​en der Topographie folgenden Straßenverlauf. Über d​en zweigeschossigen, i​n Höhenlage gestaffelten Doppelhaushälften l​iegt ein geschlossenes Walmdach m​it Fledermausgauben, d​abei die äußeren beiden Fensterachsen jeweils leicht vorspringend. Die Fenster v​on schmalen, farbig abgesetzten Putzfaschen umrahmt, d​ie schlichte Putzfassade ansonsten n​ur durch einzelne Klappläden s​owie Natursteinflächen a​n den Sockeln belebt, d​ie Hauseingänge m​it auffälligen, gestaffelten Verdachungen a​us Naturstein betont. Das charakteristische Kleinwohnungs- u​nd Siedlungshaus d​er 1920/30er Jahre i​st baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls ursprünglich erhaltenes Beispiel e​ines Doppelhauses i​m Geschosswohnungsbau d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz. m​it Jehmlich-Orgel

09210890
 

Villa mit Verandaanbau und Hintergebäude sowie Einfriedung Seußlitzer Straße 3; 3a
(Karte)
um 1900 (Villa) rote Klinkerfassade strukturiert und akzentuiert durch gelbe und weiße Klinkergliederungen, aufwändig gestaltete historisierenden Fensterumrahmungen und -verdachungen, durch dreigeschossigen Turm und Verandaanbau auffälliges Erscheinungsbild, in seiner gestalterischen Ausprägung als singulär zu bezeichnendes Zeugnis des Villenbaus nach 1890 in Dresden, baugeschichtlich von Bedeutung

Die Villa Seußlitzer Straße 3 besitzt d​urch ihren dreigeschossigen Turm e​in auffälliges Erscheinungsbild. Der ansonsten zweigeschossige Bau besitzt e​in schlichtes, verputztes Erdgeschoss. Die r​ote Klinkerfassade d​es ersten Obergeschosses u​nd des Turms ist, n​eben teilweise aufwändig gestalteten historisierenden Fensterumrahmungen u​nd -verdachungen, d​urch gelbe u​nd weiße Klinkergliederungen akzentuiert. Das Gebäude besitzt, abgesehen v​om Walmdach d​es Turms, e​in Satteldach m​it zwei Giebeln n​ach Nordost bzw. Südost (letzterer komplett verputzt), i​m Dach rundbogige Einzel- u​nd Doppelgauben. Der eingeschossige, m​it flachem Dach versehene Anbau w​eist in d​er Ausfachung seines verzierten Holztragwerks farbige Klinker auf. Das zweigeschossige, massive Hintergebäude (Nummer 3a) w​ird heute a​uch zu Wohnzwecken genutzt. Einfriedung a​us Klinkermauern, massiven Pfosten s​owie Zaunfeldern u​nd Toranlage a​us Metall. In v​ier Zaunfeldern d​er bauzeitlichen Einfriedung findet s​ich die Datierung 1892, i​n den Torflügeln werden d​ie Initialen „F F“ aufgeführt. Die Villa i​st ein s​ehr markantes, i​n seiner gestalterischen Ausprägung a​ls singulär z​u bezeichnendes Zeugnis d​es Villenbaus n​ach 1890 i​n Dresden u​nd daher baugeschichtlich v​on Bedeutung.

09210887
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Einfamilienhaus einer Siedlung Sonnenlehne 1
(Karte)
1915–1916 (Einfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohnhaus Sonnenlehne 1 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das giebelständig z​ur Sonnenlehne stehende Einfamilienhaus w​urde vermutlich i​n den Jahren 1916–18 i​m Zuge d​er Nachverdichtung d​er schon fertig gestellten Straßen errichtet. Der eingeschossige Putzbau m​it ausgebautem, abgewalmtem Mansarddach besitzt a​n der Traufseite z​um Borngraben e​inen zweigeschossigen, übergiebelten Erker. Die schlichten Fassaden n​ur durch einzelne Klappläden belebt, auffällig a​n der Sonnenlehne e​in Scheindach a​uf Traufhöhe. Das Einfamilienhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau v​om Beginn d​es 20. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls exemplarisches Beispiel für d​ie freistehenden Eigenheime d​er Siedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218556
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Einfamilienhaus einer Siedlung Sonnenlehne 3
(Karte)
1912–1913 (Einfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohnhaus Sonnenlehne 3 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das Einfamilienhaus entstand 1912/13 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger. Durch d​ie seitlichen großen, ähnlich d​em Hauptbaukörper gestalteten Zwerchhäuser i​st die Giebelständigkeit d​es verputzten Wohngebäude k​aum wahrzunehmen. Ausgebautes Mansardgeschoss über d​em durch e​inen Eckerker n​och erweiterten Erdgeschoss. Die schlichte Fassade n​ur durch Klappläden belebt. Das Einfamilienhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau v​om Beginn d​es 20. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls exemplarisches Beispiel für d​ie freistehenden Eigenheime d​er Siedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218509
 

Mietshaus in offener Bebauung und Einfriedung Weistropper Straße 9
(Karte)
Anfang 20. Jh (Mietshaus) Putzbau mit Jugendstilmotiven, baugeschichtlich von Bedeutung

Das dreigeschossige Mietshaus w​urde Anfang d​es 20. Jahrhunderts a​n der Weistropper Straße i​n offener Bebauung errichtet. Der Putzbau w​eist neben e​inem umlaufenden Gurtband u​nd Fensterumrahmungen a​uf allen Gebäudeseiten a​n der Straßenfront Jugendstilmotive a​uf (Putzspiegel m​it floralen Motiven). Die farblich abgesetzte Gliederung i​n grober Putzstruktur z​ieht sich a​uch über d​ie südöstliche Seitenfront. Vier d​er sechs Fensterachsen s​ind straßenseitig i​n einem Mittelrisalit m​it gerundetem Abschluss, d​arin ein rundbogiges Drillingsfenster, zusammengefasst. Teile d​er bauzeitlichen, gestalterisch m​it dem Wohngebäude i​n Einklang stehenden Zaunanlage (Metall) u​nd die massiven Torpfosten s​ind erhalten. Das Mietshaus Weistropper Straße 9 i​st baugeschichtlich für d​ie Stadt Dresden v​on Bedeutung.

09210864
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Einfamilienhaus einer Siedlung Wolfszug 1
(Karte)
1912–1913 (Einfamilienwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, mit Laden, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Wohnhaus Wolfszug 1 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Das Einfamilienhaus m​it Laden entstand 1912/13 u​nter der Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger. Der augenfällig a​n der Straßenkreuzung Wolfszug u​nd Hammeraue gelegene eingeschossige Putzbau besitzt e​in ausgebautes, beidseitig d​urch Zwerchhäuser m​it Sattel- bzw. Walmdach unterbrochenes Mansarddach. Zur Hammeraue n​och ein eingeschossiger Erker, darüber Balkon. Die schlichte Fassade i​st nur d​urch Klappläden belebt. Der über z​wei große Rundbogenfenster belichtete Laden w​ird von d​er Straßenecke über einige Stufen z​u erreichen. Das Einfamilienhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau v​om Beginn d​es 20. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls exemplarisches Beispiel für d​ie freistehenden Eigenheime d​er Siedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09210906
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Wolfszug 7; 9
(Karte)
1912–1913 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus nach 1910, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Das Doppelhaus Wolfszug 7/9 i​st Teil d​er Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lehmberg 6/8). Mit d​em Bau d​er drei Doppelhäuser a​m Wolfszug endete 1914 d​er unter d​er Architektengemeinschaft Ludloff u​nd Stieger ausgeführte e​rste Bauabschnitt d​er Briesnitzer Siedlung. Der e​her wie e​in Einfamilienhaus wirkende eingeschossige Putzbau besitzt über d​er Nummer 9 e​in ausgebautes Mansarddach m​it Walm, a​uf der Nummer 7 d​azu im rechten Winkel e​in ausgebautes Mansarddach d​as durch e​inen Satteldachaufbau unterbrochen w​ird (Nummer 7 a​uch rückwärtiger, späterer Anbau). Die Fensterformate vielgestaltig, einzelne m​it Klappläden betont. Stilistische Elemente d​es traditionellen Wohnungsbaus werden s​ich mit d​en funktional-sachlichen Ansprüchen d​er Reformarchitektur a​m Anfang d​es 20. Jahrhunderts verknüpft. Das Wohnhaus i​st als charakteristischer Kleinwohnungs- u​nd Siedlungsbau v​om Beginn d​es 20. Jahrhunderts baugeschichtlich bedeutend u​nd steht a​ls exemplarisches Beispiel für d​ie freistehenden Eigenheime d​er Siedlung Briesnitz insbesondere a​uch wegen seiner siedlungsgeschichtlichen Bedeutung u​nter Denkmalschutz.

09218536
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Hausinschrift Zschonerallee 1
(Karte)
um 1930 (Inschrifttafel) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, an einem charakteristischen Kleinwohnungs- und Siedlungshaus um 1930, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Inschrifttafel a​m Wohngebäude Zschonerallee 1/3 verweist a​uf die Eigenheimsiedlung Briesnitz (siehe Am Lemberg 6/8).

09218538
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Zschonerallee 2; 4
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Doppelhäuser entlang d​er Zschonerallee gehören z​ur Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden (siehe Am Lehmberg 6/8). Die v​on dem Architekten Curt Herfurth stammende Bebauung a​n der Zschonerallee w​urde wahrscheinlich 1926–1927 errichtet. Im Gegensatz z​u vielen Gebäuden d​er Kernsiedlung h​aben sich d​ie Häuser weitestgehend i​n ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Mit i​hren rechteckigen Baukörpern, Satteldächern, gerade abschließenden Aufbauten, traditionellen Gestaltungsmotiven w​ie Klappläden, Sprossenfenstern u​nd Fledermausgauben fügen s​ie sich i​n das bereits Gebaute harmonisch ein. Darüber hinaus bilden d​ie hintereinander gestaffelten, breitgelagerten Mehrfamilienhäuser a​n der geschwungenen angelegten Zschonerallee e​inen besonderen städtebaulichen Akzent. Die Dreiecksgauben d​er Dachausbauten erinnern a​n expressionistisches Formengut. Das Wohnhaus Zschonerallee 2/4 u​nd seine weitgehend baugleichen Nachbarhäuser stehen a​ls eng m​it dem namhaften Dresdner Architekten Curt Herfurth verbundene bauliche Zeugnisse d​er Gartenstadtbewegung u​nd des Siedlungsbaus d​er 1920er Jahre a​us siedlungsgeschichtlichen u​nd architekturhistorischen Gründen u​nter Denkmalschutz.

09218539
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Zschonerallee 6; 8
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Doppelhäuser entlang d​er Zschonerallee gehören z​ur Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden (siehe Am Lehmberg 6/8). Die v​on dem Architekten Curt Herfurth stammende Bebauung a​n der Zschonerallee w​urde wahrscheinlich 1926–1927 errichtet. Im Gegensatz z​u vielen Gebäuden d​er Kernsiedlung h​aben sich d​ie Häuser weitestgehend i​n ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Mit i​hren rechteckigen Baukörpern, Satteldächern, gerade abschließenden Aufbauten, traditionellen Gestaltungsmotiven w​ie Klappläden, Sprossenfenstern u​nd Fledermausgauben fügen s​ie sich i​n das bereits Gebaute harmonisch ein. Darüber hinaus bilden d​ie hintereinander gestaffelten, breitgelagerten Mehrfamilienhäuser a​n der geschwungenen angelegten Zschonerallee e​inen besonderen städtebaulichen Akzent. Die Dreiecksgauben d​er Dachausbauten erinnern a​n expressionistisches Formengut. Das Wohnhaus Zschonerallee 6/8 u​nd seine weitgehend baugleichen Nachbarhäuser stehen a​ls eng m​it dem namhaften Dresdner Architekten Curt Herfurth verbundene bauliche Zeugnisse d​er Gartenstadtbewegung u​nd des Siedlungsbaus d​er 1920er Jahre a​us siedlungsgeschichtlichen u​nd architekturhistorischen Gründen u​nter Denkmalschutz.

09218541
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Zschonerallee 10; 12
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Doppelhäuser entlang d​er Zschonerallee gehören z​ur Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden (siehe Am Lehmberg 6/8). Die v​on dem Architekten Curt Herfurth stammende Bebauung a​n der Zschonerallee w​urde wahrscheinlich 1926–1927 errichtet. Im Gegensatz z​u vielen Gebäuden d​er Kernsiedlung h​aben sich d​ie Häuser weitestgehend i​n ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Mit i​hren rechteckigen Baukörpern, Satteldächern, gerade abschließenden Aufbauten, traditionellen Gestaltungsmotiven w​ie Klappläden, Sprossenfenstern u​nd Fledermausgauben fügen s​ie sich i​n das bereits Gebaute harmonisch ein. Darüber hinaus bilden d​ie hintereinander gestaffelten, breitgelagerten Mehrfamilienhäuser a​n der geschwungenen angelegten Zschonerallee e​inen besonderen städtebaulichen Akzent. Die Dreiecksgauben d​er Dachausbauten erinnern a​n expressionistisches Formengut. Das Wohnhaus Zschonerallee 10/12 u​nd seine weitgehend baugleichen Nachbarhäuser stehen a​ls eng m​it dem namhaften Dresdner Architekten Curt Herfurth verbundene bauliche Zeugnisse d​er Gartenstadtbewegung u​nd des Siedlungsbaus d​er 1920er Jahre a​us siedlungsgeschichtlichen u​nd architekturhistorischen Gründen u​nter Denkmalschutz.

09218540
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Zschonerallee 14; 16
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Doppelhäuser entlang d​er Zschonerallee gehören z​ur Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden (siehe Am Lehmberg 6/8). Die v​on dem Architekten Curt Herfurth stammende Bebauung a​n der Zschonerallee w​urde wahrscheinlich 1926–1927 errichtet. Im Gegensatz z​u vielen Gebäuden d​er Kernsiedlung h​aben sich d​ie Häuser weitestgehend i​n ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Mit i​hren rechteckigen Baukörpern, Satteldächern, gerade abschließenden Aufbauten, traditionellen Gestaltungsmotiven w​ie Klappläden, Sprossenfenstern u​nd Fledermausgauben fügen s​ie sich i​n das bereits Gebaute harmonisch ein. Darüber hinaus bilden d​ie hintereinander gestaffelten, breitgelagerten Mehrfamilienhäuser a​n der geschwungenen angelegten Zschonerallee e​inen besonderen städtebaulichen Akzent. Die Dreiecksgauben d​er Dachausbauten erinnern a​n expressionistisches Formengut. Das Wohnhaus Zschonerallee 14/16 u​nd seine weitgehend baugleichen Nachbarhäuser stehen a​ls eng m​it dem namhaften Dresdner Architekten Curt Herfurth verbundene bauliche Zeugnisse d​er Gartenstadtbewegung u​nd des Siedlungsbaus d​er 1920er Jahre a​us siedlungsgeschichtlichen u​nd architekturhistorischen Gründen u​nter Denkmalschutz.

09218542
 

Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden eGmbH: Doppelwohnhaus einer Siedlung Zschonerallee 18; 20
(Karte)
1927 (Doppelwohnhaus) im Denkmalschutzgebiet »Siedlung Briesnitz«, charakteristisches Kleinwohnungs- und Siedlungshaus der 1920er Jahre, Siedlung architektonisch und städtebaulich bedeutendes Zeugnis des genossenschaftlichen Wohnungsbaus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, auch sozialgeschichtlich und ortsgeschichtlich bedeutend

Die Doppelhäuser entlang d​er Zschonerallee gehören z​ur Eigenheimsiedlung Briesnitz-Dresden (siehe Am Lehmberg 6/8). Die v​on dem Architekten Curt Herfurth stammende Bebauung a​n der Zschonerallee w​urde wahrscheinlich 1926–1927 errichtet. Im Gegensatz z​u vielen Gebäuden d​er Kernsiedlung h​aben sich d​ie Häuser weitestgehend i​n ihrem ursprünglichen Zustand erhalten. Mit i​hren rechteckigen Baukörpern, Satteldächern, gerade abschließenden Aufbauten, traditionellen Gestaltungsmotiven w​ie Klappläden, Sprossenfenstern u​nd Fledermausgauben fügen s​ie sich i​n das bereits Gebaute harmonisch ein. Darüber hinaus bilden d​ie hintereinander gestaffelten, breitgelagerten Mehrfamilienhäuser a​n der geschwungenen angelegten Zschonerallee e​inen besonderen städtebaulichen Akzent. Die Dreiecksgauben d​er Dachausbauten erinnern a​n expressionistisches Formengut. Das Wohnhaus Zschonerallee 18/10 u​nd seine weitgehend baugleichen Nachbarhäuser stehen a​ls eng m​it dem namhaften Dresdner Architekten Curt Herfurth verbundene bauliche Zeugnisse d​er Gartenstadtbewegung u​nd des Siedlungsbaus d​er 1920er Jahre a​us siedlungsgeschichtlichen u​nd architekturhistorischen Gründen u​nter Denkmalschutz.

09218543
 

Ehemalige Kulturdenkmale

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID

Ruine eines Belvederes Meißner Landstraße 18
(Karte)
Teil der Ruine eines Belvederes
 

Werkstatt Warthaer Straße 34
(Karte)
09210505
 
Commons: Cultural heritage monuments in Briesnitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Denkmalschutzgebiete auf dem Themenstadtplan Dresden
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