Liste der Deutz-Motoren

Das i​st eine Liste d​er Deutz-Motoren, a​lso der v​on dem Kölner Unternehmen Deutz gebauten Motoren.

Luftgekühlter Deutz-Motor in einem Magirus-Deutz-Lastwagen

Allgemeines

Die Deutz AG i​st seit i​hrer Gründung e​in bedeutender Hersteller v​on Verbrennungsmotoren. Sie w​urde 1864 u​nter dem Namen N. A. Otto & Cie i​n Köln gegründet.[1] Daraus entstand 1872 d​ie Gasmotoren-Fabrik Deutz AG.[1] Weitere Umfirmierungen w​aren 1930 Humboldt-Deutzmotoren AG,[1] 1938 Klöckner-Humboldt-Deutz AG (KHD)[1] u​nd schließlich 1997 Deutz AG.[1] Auf d​em Motorensektor kooperierte Deutz i​n den 1920er Jahren m​it der Motorenfabrik Oberursel[2] u​nd fusionierte 1930 m​it ihr,[1] produzierte spätestens a​b etwa 1950 Motoren a​uch in Ulm[3] u​nd nahm d​ort 1967 e​in neues Motorenwerk i​n Betrieb,[1] eröffnete 1970 d​as Großmotoren-Werk i​n Voerde[1] u​nd übernahm 1985 d​ie Motorenwerke Mannheim (MWM).[1] 1986 konzentrierte Deutz d​en Bau v​on Großmotoren i​m Werk Mannheim (ehemals MWM) u​nd schloss d​as Werk i​n Voerde.[1] Das Werk Oberursel, i​n dem s​eit den 1950er Jahren Turbinen-Strahltriebwerke u​nd -Wellenleistungstriebwerke produziert wurden, g​ing 1990 i​n den Besitz e​ines Joint Ventures v​on BMW u​nd der Rolls-Royce Group über,[4] d​as später i​n die Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG integriert wurde. Motorenwerke besaß Deutz danach n​och in Köln, Ulm, Mannheim u​nd im spanischen Zafra (ehemals MWM).[5] 1993 w​urde ein n​eues Motorenwerk i​n Köln-Porz i​n Betrieb genommen.[1] Das Mannheimer Werk w​urde 2007 verkauft.[1] Es firmierte s​chon seit 2005 a​ls Deutz Power Systems,[1] 2008 d​ann als MWM GmbH u​nd ab Ende 2013 a​ls Caterpillar Energy Solutions GmbH.

Deutz produzierte v​on 1867 b​is 1882 atmosphärische Gasmotoren (ursprünglich atmosphärische Gaskraft-Maschinen genannt,[6]) e​ine Entwicklung d​er Firmengründer Nicolaus August Otto u​nd Eugen Langen.[7] 1876 stellte Otto n​ach jahrelanger Vorarbeit d​en wahrscheinlich weltweit ersten Viertakt-Gas-Ottomotor fertig,[8] u​nd Wilhelm Maybach machte d​iese Motorbauart u​nter der Leitung v​on Gottlieb Daimler produktionsreif,[9] d​ie beide v​on 1872 b​is 1882 b​ei Deutz arbeiteten.[1] Seitdem wurden Gasmotoren v​on Deutz f​ast ständig weiterentwickelt u​nd hergestellt.[10] Zusätzlich entwickelte u​nd baute Deutz s​eit 1885 a​uch Viertakt-Ottomotoren für flüssige Kraftstoffe.[11] Am wichtigsten w​urde für Deutz jedoch d​er Bau v​on Viertakt-Dieselmotoren, zunächst a​b 1897 einige wenige n​ach Diesel-Lizenz u​nd dann a​b 1907 Eigenentwicklungen i​n Serie.[12] Zeitweise wurden a​uch Zweitakt-Dieselmotoren gebaut.[13] Besonders bekannt wurden d​ie luftgekühlten Viertakt-Dieselmotoren v​on Deutz, d​ie 1944 i​n Serie hergestellt wurden.[1] Nach d​em Krieg wurden s​ie weiterentwickelt u​nd ab 1949 i​n großen Stückzahlen produziert.[1][14] Seit e​twa 1990 stehen b​ei Deutz allerdings wieder flüssigkeitsgekühlte Viertakt-Dieselmotoren i​m Vordergrund;[1] darunter g​ibt es bereits s​eit 1988 a​uch einige m​it Ölkühlung.[1]

Die i​n den ersten ca. 25 Jahren v​on Deutz gebauten Motoren w​aren alle Stationärmotoren. Sie dienten z​um Antrieb stationärer Maschinen u​nd zur Stromerzeugung. Seit 1892 k​amen Motoren für mobile Einsatzzwecke hinzu,[15] insbesondere a​ls Antriebsmotoren für Lokomotiven, Triebwagen u​nd Schiffe, später a​uch für Traktoren, Lastkraftwagen (LKW), Omnibusse, Baumaschinen, Landmaschinen u​nd ähnliches. Von 1907 b​is 1912 stellte Deutz a​uch – v​on Ettore Bugatti entwickelte – Motoren für (Deutz-)Personenkraftwagen (PKW) her.[1] Im Zweiten Weltkrieg befasste m​an sich s​ogar mit d​er Entwicklung v​on Flugmotoren,[16] nachdem s​chon im Ersten Weltkrieg e​in Flugmotoren-Typ i​n Lizenz hergestellt worden war.[17]

Ursprünglich u​m den Absatz seiner Motoren z​u fördern, n​ahm Deutz 1896 d​ie Serienproduktion v​on Lokomotiven auf[18] u​nd 1926 a​uch die v​on Traktoren[1] (siehe Deutz-Fahr) u​nd übernahm 1936 d​ie LKW- u​nd Omnibus-Firma Magirus i​n Ulm[1] (siehe Magirus-Deutz). Der Lokomotivbau w​urde 1970 eingestellt.[1] Die LKW- u​nd Omnibus-Sparte w​urde 1975 i​n die Firma Iveco eingebracht,[1] w​o LKW u​nd Busse m​it Deutz-Motoren u​nter dem Namen Iveco Magirus n​och eine Zeit l​ang gebaut wurden. Die Traktoren-Sparte w​urde 1995 a​n die italienische Firma SAME verkauft,[1] d​ie sich b​ald darauf i​n SAME Deutz-Fahr umbenannte u​nd weiterhin Traktoren d​er Marke Deutz-Fahr herstellt. Deutz liefert u​nd lizenziert s​eit Ende d​er 1920er Jahre a​ber auch Motoren für Traktoren, LKW u​nd Busse u​nd andere Einsatzzwecke a​n viele Fremdfirmen; Traktor-Motoren z​um Beispiel

  • an die Firma Fendt von 1929 bis 1951 und ab 1983;[19]
  • an die Firma Eicher von 1936 bis mindestens 1955;[20]
  • an die Firma Fahr von 1938 bis mindestens 1955;[21]
  • an die Firma Kramer von 1939 bis 1975;[22]
  • an die Firma SAME Deutz-Fahr ab 1995 (nachdem SAME die Traktoren-Sparte von Deutz übernommen hatte)[23]

und LKW-/Bus-Motoren z​um Beispiel

  • (Lizenz) an den Schweizer LKW-Hersteller Berna von 1929 bis in die 1930er Jahre;[24]
  • an die Firma FAUN von 1933 bis in die 1980er Jahre;[25]
  • (Lizenz) an den jugoslawischen LKW-Hersteller TAM von 1957 bis in die 1990er Jahre;[26]
  • und an Volvo (mit den Marken Volvo und Renault) von 2006 bis 2013[27] nach Vertrag von 1998.[1]

Seit 2002 werden a​uch an chinesische Firmen Lizenzen vergeben,[1] u​nd seit 2006 g​ibt es e​in Joint Venture m​it der chinesischen Firma FAW Jiefang.[1] Nach d​em aktuellen Produktprogramm[28] (2018) s​ind Baumaschinen derzeit anscheinend d​er größte Anwendungsbereich v​on Deutz-Motoren.

Einzelnachweise ([Literatur-Kürzel] i​n eckigen Klammern s​ind im Abschnitt Literatur erläutert):

  1. Deutz-Chronik unter jeweiliger Jahreszahl in Website der Deutz AG, abgerufen am 7. Januar 2018
  2. [Goldbeck: Deutz] S. 187–188
  3. [Goldbeck: Deutz] S. 246
  4. [Tode, Hölscher, John: Deutz] S. 154–155
  5. [Tode, Hölscher, John: Deutz] S. 169
  6. [Tode, Hölscher, John: Deutz] S. 28f
  7. [Sass: Geschichte] S. 25 ff, 54
  8. [Sass: Geschichte] S. 43 ff; derartige Motoren wurden allerdings erst viel später als "Ottomotoren" bezeichnet (siehe Deutz-Chronik 1936, 1946, 1958)
  9. [Sass: Geschichte] S. 45, 55–56
  10. [Zacharias: Gas] S. 331; aktuell (2018) die Motoren der Baureihe G (siehe heutige Deutz-Motoren)
  11. [Sass: Geschichte] S. 155 ff, 249 ff, 255 ff, 259 ff; [Matschoss: Deutz-Geschichte] S. 102; siehe auch Abschnitt Überblick und Typbezeichnungen; aktuell (2018) die Motoren der Baureihen TCD (siehe heutige Deutz-Motoren)
  12. [Sass: Geschichte] S. 581 ff, 592 ff; siehe außerdem Abschnitt Überblick und Typbezeichnungen
  13. Siehe die "klassischen" Bauarten OM, PM und TM in Abschnitt Überblick und Typbezeichnungen
  14. Siehe die "klassische" Bauart AL/FL in Abschnitt Überblick und Typbezeichnungen; aktuell (2018) die Motoren der Baureihen FL, die allerdings nur noch für Märkte ohne strenge Emissionsregulierung angeboten werden (siehe heutige Deutz-Motoren Gesamtliste, nicht unter "Baureihen")
  15. [Matschoss: Deutz-Geschichte] S. 110
  16. [von Gersdorff et al.: Flug] S. 145, 152–153
  17. [von Gersdorff et al.: Flug] S. 27
  18. [Matschoss: Deutz-Geschichte] S. 118
  19. [Gebhardt: Traktor] S. 139, 140–144, 547, S. 551 ff
  20. [Gebhardt: Traktor] S. 102, 537
  21. [Gebhardt: Traktor] S. 126, 544–545
  22. [Gebhardt: Traktor] S. 261, 584–585
  23. [Gebhardt: Traktor] S. 529 ff (unter Deutz-Schlepper)
  24. [Sahli: Berna] S. 85
  25. [Gebhardt: FAUN] S. 192 ff
  26. [Dünnebier: LKW] S. 73 ff
  27. [Lastauto-Omnibus-Katalog] 2007 S. 46–47 und 58–59 (neue, mit Deutz zusammen entwickelte Motoren bei Renault und Volvo), 2014 S. 50 und 58 (Ablösung dieser Motoren bei Renault und Volvo; die neuen gibt es bei Deutz nicht, siehe heutige Deutz-Motoren)
  28. heutige Deutz-Motoren

Überblick und Typbezeichnungen

Atmosphärische Gasmotoren 1866 bis 1882

Diese Motoren wurden i​n verschiedenen Größen gebaut. Sie leisteten j​e nach Größe ¼ (0,25) b​is 3 PS[1] u​nd wurden n​ach ihrer PS-Zahl benannt. Von 1866 b​is 1882 stellte Deutz 2647 Stück her[2]. Zusätzlich wurden n​och etwa 2300 v​on Lizenznehmern gebaut[3].

Einzelnachweise ([Literatur-Kürzel] i​n eckigen Klammern s​ind im Abschnitt Literatur erläutert):

  1. [Matschoss: Deutz-Geschichte] S. 41; [Zacharias: Gas] S. 26
  2. [Sass: Geschichte] S. 54
  3. [Zacharias: Gas] S. 26

Erste Viertakter ab 1876: "Buchstaben-Typen" (A, B, C, …)

Die Motoren-Typen dieses Zeitabschnitts werden m​it Buchstaben i​n alphabetischer Reihenfolge bezeichnet, beginnend m​it A (Ausnahme DW, s​iehe unten). Weiterentwickelte Versionen e​iner Type bekommen e​inen zweiten Buchstaben o​der eine Nummer dazu, z​um Beispiel EV u​nd E3. Bei Weiterentwicklungen innerhalb e​iner Version w​ird intern n​och eine römische Zahl angehängt, z​um Beispiel E3II.[1] Innerhalb e​iner Type werden m​eist Motoren verschiedener Größe u​nd Leistung hergestellt. Diese Untertypen werden n​ach ihrer Nennleistung i​n PS benannt: Beispielsweise bezeichnet E3/8 e​inen 8-PS-Motor d​er Version 3 d​er Type E. Später wurden d​ie Untertypen anscheinend m​it Kleinbuchstaben a​n Stelle d​er PS-Zahl unterschieden; z. B. i​st E12/e[2] e​in 8-PS-Motor d​er Version 12 d​er Type E.

Zuerst wurden n​ur Gasmotoren gefertigt. Seit 1885/86 u​nd 1891/92 k​amen mit wachsendem Anteil Benzin- bzw. Petroleummotoren hinzu; i​hre Bezeichnungen wurden d​urch ein nachgestelltes B bzw. P gekennzeichnet, z​um Beispiel g​ab es v​on der Type E d​ie Varianten EB für Benzin u​nd EP für Petroleum u​nd von d​er Version E3 d​ie entsprechenden Varianten E3B u​nd E3P.

Von 1897 b​is 1899 b​aute Deutz s​eine ersten Dieselmotoren (Typen V, W u​nd X), damals n​och nach originaler Diesel-Lizenz; s​ie wurden a​ber nicht i​n Serie hergestellt.

Typen:

  • Type A ab 1876:[3] Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Einzylinder mit Kreuzkopf, anfangs 1/6 (0,17) bis 20 PS, ab 1879/80 bis 50 PS; Variante AB ab 1885[4] für Benzin, 1 bis 8 PS; mindestens 8000 Gasmotoren (A) und etwa 350 Benzinmotoren (AB) gebaut
  • Type Azw ("A-Zwilling") ab 1879/80:[5] Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Zweizylinder mit Kreuzkopf, 60 bis 100 PS
  • Type B ab 1883/84 (Nachfolger von Azw):[6] Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Zweizylinder mit Kreuzkopf
  • Type (Bezeichnung nicht bekannt) ab 1884/85:[7] Viertakt-Gas-Ottomotoren, kleinere stehende Einzylinder mit Tauchkolben, Kurbelwelle unter Zylinder, 1/3 (0,33) PS; wohl nur wenige gebaut
  • Type (Bezeichnung nicht bekannt, oder mit B bezeichnet?) etwa gleichzeitig:[7] Viertakt-Gas-Ottomotoren, kleinere stehende Einzylinder mit Tauchkolben, Kurbelwelle über Zylinder, 1 und 2 PS; 150 Stück gebaut
  • Type C ab etwa 1885/86 (vermutlich Nachfolger der vorherigen Type):[8] Viertakt-Gas-Ottomotoren, kleinere stehende Einzylinder mit Tauchkolben, Kurbelwelle über Zylinder („Bockmotoren“), 1/2 (0,5) bis 8 PS; mehrere hundert Stück gebaut
  • Type D ab 1889/90 (Nachfolger von C),[9] weiterentwickelte Versionen DV ab 1891,[10] DM ab 1892/93[11] (neben D2), D2 ab 1894,[12] D3, D4: Viertakt-Gas-Ottomotoren, kleinere stehende Einzylinder mit Tauchkolben, Kurbelwelle über Zylinder; mehrere tausend Stück gebaut; auch Varianten für flüssige Treibstoffe
  • Type E ab 1889/90,[13] weiterentwickelte Versionen wie EV ab 1891,[10] E3 ab 1894:[14] Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Ein- und Zweizylinder mit Tauchkolben, E als Einzylinder bis 12 PS, E3 als Einzylinder 1 bis 30 PS; Varianten EB ab 1890/91,[15] E3B ab 1895[16] und E4B ab 1898[17] für Benzin und EP ab 1891/92,[18] E3P ab 1896,[19] E4P ab 1898/99[20] und E12P ab 1904[21] für Petroleum, zum Beispiel EP und E3P als Einzylinder 1 bis 20 PS, E4P als Einzylinder 1 bis 30 PS, E4B als Einzylinder 1 bis 35 PS, als Zweizylinder 40 bis 70 PS
  • Type F ab 1889/90 (Nachfolger von B):[22] Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Zweizylinder
  • Type G ab 1891/92,[23] weiterentwickelte Versionen wie G6 ab 1897[24] bis G10 (1908):[25] Viertakt-Gas-Ottomotoren, große liegende Ein- und Zweizylinder und Vierzylinder (mit je 2 gegenüberliegenden Zylindern, Kurbelwelle in der Mitte), anfangs als Einzylinder mit 30 bis 125 PS, ab 1898 auch Vierzylinder bis 1000 PS; insgesamt über 500 Stück gebaut
  • Type H ab 1892:[26] Viertakt-Gas- (H) bzw. -Petroleum-Ottomotoren (HP), stehende Ein- und Zweizylinder mit Tauchkolben, Kurbelwelle unter Zylinder; bis 1900 vom HP etwa 650 Stück gebaut, vom H nur einige wenige
  • Type K (= KV) ab 1891 (Nachfolger von A),[27] weiterentwickelte Version K2 ab 1894:[14] Viertakt-Gas-Ottomotoren, liegende Einzylinder mit Kreuzkopf, 1 bis 16 PS
  • Type V 1897/98:[28] Viertakt-Dieselmotoren (Lizenz Diesel), Einspritzung mit Druckluft, stehende Einzylinder mit Kreuzkopf, 20 PS; nur 2 Stück komplett fertiggestellt
  • Type W 1899:[29] Viertakt-Dieselmotor (Lizenz Diesel), Einspritzung mit Druckluft, stehender Einzylinder mit Tauchkolben, 20 PS; nur 1 Stück gebaut
  • Type X 1899:[29] Wie W, jedoch 10 PS; auch nur 1 Stück gebaut
  • Type DW 1902 bis 1908:[30] Doppeltwirkende ("DW") Viertakt-Gas-Ottomotoren, sehr große liegende Ein-, Zwei- und Vierzylinder mit Kreuzkopf (DW = Einzylinder, DWT = Zweizylinder-Tandem, DWZ = Zwilling = Zweizylinder in Reihe, DWTZ = Vierzylinder als Zweizylinder-Tandem-Zwilling; Tandem = zwei Zylinder hintereinander mit durchgehender gemeinsamer Kolbenstange und nur einem Kreuzkopf und einer Kurbel), bis 2000 PS

Einzelnachweise ([Literatur-Kürzel] i​n eckigen Klammern s​ind im Abschnitt Literatur erläutert):

  1. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 18
  2. Deutz-Standmotoren in Standmotoren, abgerufen am 14. Februar 2018
  3. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 3–4; [Sass: Geschichte] S. 45, 69
  4. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 23; [Sass: Geschichte] S. 155, 158
  5. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 4; [Sass: Geschichte] S. 70
  6. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 5
  7. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 6
  8. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 6–7; [Sass: Geschichte] S. 147–148
  9. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 7; [Bauer: Stationär] S. 26, 28
  10. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 12–13
  11. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 15; [Sass: Geschichte] S. 255
  12. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 18
  13. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 5; Deutz-Standmotoren in Standmotoren, abgerufen am 14. Februar 2018; [Bauer: Stationär] S. 36, 38, 40; [Bauer: Stationär 2] S. 32
  14. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 18; [Sass: Geschichte] S. 251
  15. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 23
  16. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 23–24
  17. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 31–32
  18. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 35; [Sass: Geschichte] S. 256
  19. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 35–36
  20. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 36; [Sass: Geschichte] S. 257, 258
  21. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 36
  22. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 5
  23. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 14; [Sass: Geschichte] S. 260, 318–319
  24. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 15, 45; [Sass: Geschichte] S. 260, 318–319
  25. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 46
  26. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 36
  27. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 13; [Bauer: Stationär] S. 34
  28. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 1–2; [Sass: Geschichte] S. 581
  29. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 2; [Sass: Geschichte] S. 581–582
  30. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 46–47; [Sass: Geschichte] S. 323

Die "Nummern-Modelle" (1, 2, …) ab 1902

Statt "Type" w​ie im vorhergehenden Abschnitt w​ird jetzt d​as Wort "Modell" verwendet. Die einzelnen "Modelle" werden m​it Nummern bezeichnet.[1] Auch h​ier werden d​ie unterschiedlich großen Motoren e​ines Modells n​ach ihrer Nennleistung i​n PS benannt o​der mit Kleinbuchstaben unterschieden; z​um Beispiel i​st 11/30 e​in Motor d​es Modells 11 m​it 30 PS u​nd 11e e​in kleinerer Motor d​es Modells 11.[2]

Charakteristisch für dieses Modellprogramm i​st Vereinheitlichung: Varianten desselben Modells, d​ie mit verschiedenen Brennstoffen betrieben wurden, unterscheiden s​ich jetzt i​m Wesentlichen n​ur noch d​urch Zylinderköpfe u​nd Zubehör.[1]

Modelle:

  • Modell 1 ab 1902 (sollte Type E ersetzen):[3] Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, liegende Zylinder, bis 45 PS
  • Modell 2 von 1904 bis 1908:[4] Schwerölmotoren Lizenz Haselwander, liegende Zylinder, 4 bis 45 PS, 190 Stück gebaut
  • Modell 6 ab 1904:[5] Viertakt-Benzin-Ottomotoren mit wesentlich höherer Maximal-Drehzahl (800 bis 1200 Umdrehungen pro Minute) als bei den anderen Modellen, stehende Ein-, Zwei- und Vierzylinder, 2 bis 35 PS; nach dem Vorbild damaliger Automotoren konstruiert
  • Modell 8 ab 1907 (bald danach umbenannt in Bauart DM, siehe nächsten Abschnitt):[6] Viertakt-Dieselmotoren eigener Konstruktion, Einspritzung mit Druckluft, Großmotoren mit stehenden Zylindern
  • Modell 10 von 1902 bis 1904:[7] Viertakt-Spiritus-Ottomotoren, speziell für Landmaschinen (dafür wurden Spiritusmotoren damals staatlich gefördert), 4 bis 20 PS
  • Modell 11 ab 1905 (ersetzt Modell 1):[8] Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, liegende Zylinder, bis 45 PS
  • Modell 311:[9] Variante von Modell 11 mit etwas erhöhter Maximal-Drehzahl (bis 330 Umdrehungen pro Minute); Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe und für Naphtha
  • Modell 16 von 1908 bis 1909:[10] Viertakt-Benzin-Ottomotoren mit mittlerer Maximal-Drehzahl (750 Umdrehungen pro Minute), stehende Zylinder, 1 bis 6 PS

Einzelnachweise ([Literatur-Kürzel] i​n eckigen Klammern s​ind im Abschnitt Literatur erläutert):

  1. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 38
  2. [Bauer: Stationär 2] S. 30; [Bauer: Stationär] S. 42
  3. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 38–39
  4. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 3–9; [Sass: Geschichte] S. 586–587
  5. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 39
  6. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 13–16; [Sass: Geschichte] S. 592–593
  7. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 39; [Sass: Geschichte] S. 259–260
  8. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 38–39; [Bauer: Stationär] S. 42; [Bauer: Stationär 2] S. 30
  9. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 38–39
  10. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 39

Die "klassischen" Bauarten (AL/FL, AM/FM, …, MA, MAH, …) ab 1907

Das völlig n​eue Bezeichnungsschema dieser Motoren i​st komplizierter a​ls das d​er Vorgänger u​nd wurde mehrfach modifiziert. In j​edem Fall enthält e​ine Typenbezeichnung dieses Schemas e​ine Bauart-Bezeichnung, d​ie aus z​wei oder d​rei Buchstaben besteht, u​nd eine Baureihen-Nummer, d​ie aus d​rei oder v​ier Ziffern besteht. Bauart-Bezeichnung u​nd Baureihen-Nummer bilden zusammen d​ie Baureihen-Bezeichnung (eine Bauart enthält i​m Allgemeinen mehrere Baureihen).

Die Bezeichnungen d​er Bauarten v​on Motoren m​it liegenden Zylindern beginnen i​mmer mit M.[1] Die einzelnen Bauarten s​ind unten aufgelistet.

Wenn e​ine Baureihe n​ur aus e​inem einzigen Motortyp besteht, nämlich e​inem Einzylindermotor, i​st die Baureihen-Bezeichnung identisch m​it der Bezeichnung d​es Motortyps. Das i​st unter anderem b​ei den Bauarten MA u​nd MAH d​er Fall; d​eren Typenbezeichnungen lauten beispielsweise MA714 o​der MAH916.

Andernfalls, w​enn eine Baureihe Motortypen m​it verschiedenen Zylinderzahlen enthält, w​ird die Zylinderzahl i​n die Baureihenbezeichnung eingefügt, u​m die einzelnen Typen d​er Baureihe z​u bezeichnen. Bei älteren Baureihen geschieht d​as in d​er Weise, d​ass zwischen Bauart-Bezeichnung u​nd Baureihen-Nummer e​in Buchstabe gesetzt wird, d​er die Zylinderzahl angibt: E für eins, Z für zwei, D für drei, V für vier, S für s​echs und A für acht. Beispielsweise i​st MIZ336 e​in Zweizylinder-Motor d​er Baureihe MI336 u​nd VMA266 e​in Achtzylinder-Motor d​er Baureihe VM266. Bei manchen Baureihen w​ird das E b​eim Einzylinder weggelassen; z​um Beispiel i​st MI336 d​er Einzylinder-Motor d​er Baureihe MI336. Bei neueren Baureihen w​ird die Zylinderzahl i​n Ziffern zwischen d​em ersten u​nd dem zweiten Buchstaben d​er Bauart-Bezeichnung eingefügt. Beispiele: A1L514 i​st ein Einzylinder d​er Baureihe AL514, A12L614 e​in Zwölfzylinder d​er Baureihe AL614.

Noch komplizierter werden d​ie Bezeichnungen, w​enn darin Varianten e​ines Motortyps unterschieden werden. Diese Varianten werden d​urch zusätzliche Buchstaben bezeichnet. Je n​ach Bedeutung werden d​iese Buchstaben d​er Baureihen-Bezeichnung vorangestellt o​der an s​ie angehängt. Insbesondere d​ie vorangestellten Buchstaben u​nd die eingefügte Zylinderzahl erschweren d​as Herausschälen d​er Baureihen-Bezeichnung a​us einer Variantenbezeichnung. Deshalb s​ei im Folgenden dieses Herausschälen a​n zwei Beispielen erläutert, nämlich a​n den Varianten-Bezeichnungen SOMD130 u​nd SBA12M528. Ein S a​ls erster Buchstabe bedeutet i​mmer "Schiffsmotor". SOMD130 bezeichnet a​lso einen Schiffsmotor d​es Typs OMD130, d​es Dreizylinders (D) d​er Baureihe OM130. Ein B a​ls erster o​der zweiter Buchstabe bedeutet f​ast immer "Motor m​it Abgasturboaufladung", f​alls ihm e​in weiterer Buchstabe außer M folgt. SBA12M528 i​st also e​in Schiffsmotor d​es Typs A12M528 m​it Abgasturboaufladung, u​nd dieser Typ i​st der Zwölfzylinder d​er Baureihe AM528.

Weitere Beispiele s​ind in d​er folgenden Tabelle angegeben. Die Zahlen i​n der ersten Zeile verweisen a​uf die Erläuterungen z​u den einzelnen Spalten.

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
   C M 114 
   F MS117 
   M A 508 
S  M AH 616 
   A6M 517 
   BA1M 208 
   F12L 614 
 B F6M 1013ECP
RB V6M 358 
 BZWV6M 358 
  • Spalte 1:
    • R: Schiffsantriebsmotor mit direkt umsteuerbarer ("reversibler") Drehrichtung[2]
    • S: Schiffsmotor ohne direkte Umsteuerbarkeit[2]
  • Spalte 2:
    • A: Motor mit mechanischer Aufladung[3]
    • B: Motor mit Abgasturboaufladung[4]
  • Spalte 3:
    • G: Gas-Ottomotor (mit Zündung durch Zündkerze)[5]
    • O: Ottomotor (nur bei Typ OF4M513H[6], einem Holzgas-Ottomotor der 1940er Jahre, der aber auch als GF4M513[7] bezeichnet wurde)
    • W: Wechselbetriebsmotor[5] (umschaltbar zwischen Betrieb als Diesel-Gasmotor[8] und als Dieselmotor)
    • Z: Zündstrahlmotor (nur bei Typ ZF4M513[9], einem Diesel-Gasmotor[8])
    • ZW: Zweistoff-Wechselbetriebsmotor[5]
  • Spalte 4: Erster Teil der Bezeichnung der Bauart. Bedeutung der Buchstaben in dieser Spalte:
    • A: Bedeutete bis etwa 1965/70 Motor für "allgemeine Verwendung",[10] d. h. für alle Zwecke außer denen der F-Motoren; später bedeutete es "Viertakt-Mittelmotor",[11] d. h. Viertakt-Motor mittlerer Größe
    • F: Bis etwa 1965/70 Motor für "Fahrzeuge",[10] d. h. Antrieb für Straßenfahrzeuge (LKW und Busse), Traktoren, Raupenschlepper und ähnliche (aber nicht für Schiffe und Schienenfahrzeuge, die fielen unter A); später "schnellaufender Viertaktmotor"[11]
    • M: Wassergekühlter Motor mit liegenden Zylindern;[1] alle anderen Buchstaben: Motoren mit stehenden Zylindern oder V-Motoren, mit Ausnahme der Typen FL912H und FL913H (siehe H in Spalte 9)
    • sonstige: siehe unten unter "sonstige Bauarten"
  • Spalte 5: Zylinderzahl (in Ziffern) oder leer
  • Spalte 6: Zweiter Teil der Bezeichnung der Bauart. Bedeutung der Buchstaben in dieser Spalte:[12]
    • L: Luftgekühlt
    • M: Wassergekühlt oder ölgekühlt
    • sonstige: siehe unten unter "Bauarten von Motoren mit liegenden Zylindern"
  • Spalte 7: Buchstabe, der die Zylinderzahl angibt (E = 1, Z = 2, D = 3, V = 4, S = 6, A = 8), oder leer; wenn sowohl Spalte 4 als auch Spalte 6 leer sind, handelt es sich meist um Einzylinder
  • Spalte 8: Erster Teil der Baureihen-Nummer: Folgenummer, z. B. ist CM214 die Nachfolge-Baureihe von CM114; davon abweichend wurden die Baureihen AL/FL514 (Reihenmotoren) und AL/FL614 (V-Motoren) mit gleicher Zylinderabmessung[13] gleichzeitig gebaut, d. h. wurde durch die Zahl die Zylinderanordnung unterschieden
  • Spalte 9: Zweiter Teil der Baureihen-Nummer: Zweistellige Zahl, die ungefähr den Kolbenhub in cm angibt[14]
  • Spalte 10:
    • A: Vielstoff-Dieselmotor[15] (kann mit verschiedenen flüssigen Kraftstoffen betrieben werden)
    • B: Benzin-Ottomotor (nur bei Typ F6M517B[16]) oder Motor für Bagger (nur bei Typ BF6L913B[17])
    • C: Motor mit Ladeluftkühlung[18] (in Kombination mit B in Spalte 2; nicht bei allen Motoren mit Ladeluftkühlung angegeben)
    • D: entweder gedrosselter Motor (nur bei FL614D[19]) oder Motor mit Direkteinspritzung (z. B. bei FL812D[20])
    • E: Motor mit externem Kühlsystem[21] (nur bei wassergekühlten Motoren, die alternativ einen in den Motor integrierten Kühler haben)
    • F: Weiterentwickelter Motor,[22] meist mit vergrößerten Zylindern (innerhalb einer Baureihe)
    • G: Motor für Gabelstapler (nur bei Typ F3L913G[23])
    • H: Holzgasmotor (bei Typ OF4M513H[6]), Henschel-Kurbelgehäuse (nur bei Typ F6M516H[24]) oder liegender ("horizontaler") Reihenmotor (nur bei FL912H und FL913H[25])
    • L: Motor mit verlängertem Kolbenhub[26] (innerhalb einer Baureihe)
    • P: Motor mit gesteigerter Leistung[27] (innerhalb einer Baureihe)
    • R: Reihenmotor[28] (bei den Baureihen FL413 und FL513, in denen es sowohl V-Motoren als auch Reihenmotoren gibt)
    • T: Motor mit leichter Abgasturboaufladung[29] (in Kombination mit B in Spalte 2)
    • V: V-Motor[30] (bei den Baureihen FL413 und FL513, in denen es sowohl V-Motoren als auch Reihenmotoren gibt; das V wird allerdings meist weggelassen)
    • W: Wirbelkammer-Motor ("Deutz-Zweistufen-Verbrennung")[31]
    • Z: Motor mit Zentraleinspritzung[32] (nur bei Baureihe FL413, vermutlich Kolben mit geändertem Brennraum wie bei Baureihe FL513)

Man sieht, d​ass es s​ich um e​in historisch gewachsenes u​nd nicht i​mmer konsequentes Bezeichnungs-Schema handelt.

Bauarten v​on Motoren m​it liegenden Zylindern:

  • MA von 1918 bis 1954:[33] Viertakt-Ottomotoren, hauptsächlich für Benzin, aber auch Varianten für Petroleum[34] und Holzgas,[35] Einzylinder, 2 bis 16 PS, mindestens 166.000 Stück gebaut
  • MAH von 1924 bis 1970:[36] Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Einzylinder, 5 bis 28 PS, mindestens 283.000 Stück gebaut
  • MB von 1908 bis 1910:[37] Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, Einzylinder, 1,5 und 3 PS
  • MGV von 1912 bis 1924:[38] Viertakt-Verdränger-Dieselmotoren, Ein-, Zwei- (GDV genannt, vermutlich von Type G abgeleitet) und Vierzylinder (bestehend aus zwei gekoppelten Zweizylindern), 65 bis 130 PS Einzylinder, 160 bis 200 PS Zweizylinder und bis 400 PS Vierzylinder
  • MI vermutlich von ca. 1920 bis ca. 1940:[39] Viertakt-Gas-Motoren, Ein- (MI) und Zweizylinder (MIZ), 18 bis 45 PS (MI) bzw. 60 bis 90 PS (MIZ)
  • MIH von 1924 bis 1954:[40] Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Ein- (MIH) und Zweizylinder (MIHZ), 15 bis 40 PS (MIH) bzw. 60 bis 80 PS (MIHZ), mindestens 17.000 Stück gebaut
  • MIR:[41] Viertakt-Niederdruck-Rohölmotoren, die nach dem Otto-Verfahren mit Benzin gestartet wurden
  • MK ab 1910:[42] Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, Einzylinder, 14 bis 55 PS
  • MKD ab 1910:[43] Viertakt-Dieselmotoren, Einspritzung mit Druckluft, Einzylinder, 12 bis 40 PS
  • MKH ab ca. 1924 (vermutlich Nachfolger von MKV):[44] Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Einzylinder
  • MKV von 1912 bis 1924 (ersetzt MKD):[45] Viertakt-Verdränger-Dieselmotoren, Einzylinder, 15 bis 50 PS
  • ML ab 1922 (ähnlich MK):[46] Viertakt-Ottomotoren, Einzylinder, für die namensgleichen Deutz-Kleinlokomotiven, 6 bis 28 PS
  • MLH ab ca. 1924 (ähnlich MKH):[46] Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Einzylinder, für die namensgleichen Deutz-Kleinlokomotiven, z. B. Deutz MLH 232 R 10 bis 28 PS
  • MO und MOS von 1910 bis 1925 (ersetzen MB):[47] Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Treibstoffe, Einzylinder, 2 bis 12 PS, mindestens 5000 Stück gebaut
  • MOR ca. 1919 bis 1925:[48] Viertakt-Niederdruck-Rohölmotoren mit Glühkopf zum Starten, Einzylinder
  • MTH von 1924 bis 1936:[49] Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren, Ein- (MTH) und Zweizylinder (MTZ), für die namensgleichen Deutz-Traktoren, 14 bis 36 PS

Alle d​iese Motoren s​ind wassergekühlt. Alle liegenden Dieselmotoren außer d​enen der Bauart MKD h​aben Einspritzung o​hne Druckluft. Das H i​n den Typenbezeichnungen d​er Dieselmotoren m​it liegenden Zylindern s​teht für "Hochdruckmotor" (hier verwendet für Vorkammer-Dieselmotoren), d​as R für "Rohölmotor" (Niederdruck-Rohölmotor) u​nd das V für "Verdrängermotor".[50]

Sonstige Bauarten dieses Bezeichnungs-Schemas:

  • AL/FL seit 1944:[51] Luftgekühlte Viertakt-Wirbelkammer-, ab 1965 auch -Direkteinspritzer-Dieselmotoren, außerdem – Anfang der 1960er Jahre – davon abgeleitete Gas-Ottomotoren,[52] Zylinder in Reihe stehend oder liegend oder in V-Form, schnelllaufende Motoren für Traktoren, LKW, Busse und andere Einsatzzwecke, ca. 10 bis 525 PS; war etwa von 1950 bis 1995 die wichtigste Bauart von Deutz, bisher über 4 Millionen Stück gebaut
  • AM/FM seit 1927:[53] Viertakt-Vorkammer- und -Direkteinspritzer-Dieselmotoren, außerdem davon abgeleitete Benzin-[16] und Gas-Ottomotoren[7][54] sowie Diesel-Gasmotoren[9] und Wechselbetriebsmotoren,[55] Zylinder in Reihe stehend oder in V-Form oder Boxeranordnung; zum einen schnelllaufende Motoren für Traktoren, LKW, Busse und andere Einsatzzwecke, ca. 10 bis 1700 PS, zum andern größere, mittelschnell laufende Motoren (bis 1500 Umdrehungen pro Minute) mit ca. 40 bis 3100 PS; war von etwa 1935 bis 1950 und dann wieder ab etwa 1995 die wichtigste Bauart
  • BAM von 1932 bis 1936:[56] Viertakt-Vergaser-Ottomotoren, kleine stehende Ein- und Zweizylinder mit etwa 5 bzw. 10 PS
  • BM (vermutlich Nachfolger von NM):[57] Viertakt-Vergaser-Ottomotoren, stehende Zylinder, auch für Schiffe und als Landfahrzeugantriebe verwendet, z. B. 40-PS-Vierzylinder in den Deutz-LKW 1916 bis 1925
  • BRM von 1908 bis 1924:[58] Viertakt-Schwerölmotoren Lizenz Brons, stehende Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzylinder, auch für Schiffe geeignet, 6 bis 80 PS
  • CM von 1909 bis 1925:[59] Viertakt-Ottomotoren, Varianten für Gas und verschiedene flüssige Brennstoffe, stehende Einzylinder, 2 bis 10 PS, mindestens 13.000 Stück gebaut
  • DM ab 1907 (Nachfolger von Modell 8):[60] Viertakt-Dieselmotoren, Einspritzung mit Druckluft (Luftkompressor), stehende Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzylinder, 35 bis 240 PS
  • LM von 1922 bis 1929:[61] Viertakt-Vergaser-Ottomotoren aus der Motorenfabrik Oberursel, stehende Zylinder, als Fahrzeugantrieb geeignet, 210 Stück gebaut
  • LMH um 1926:[62] Viertakt-Vorkammer-Dieselmotoren aus der Motorenfabrik Oberursel, stehende Zylinder, 45 PS, als Fahrzeugantrieb geeignet, nur 10 Stück gebaut
  • LMR um 1923:[63] Viertakt-Niederdruck-Rohölmotoren aus der Motorenfabrik Oberursel, stehende Zylinder, 25 bis 35 PS, als Fahrzeugantrieb geeignet, nur Prototypen
  • NM ab etwa 1910 (ähnlich Modell 6):[64] Viertakt-Vergaser-Ottomotoren, stehende Zwei- und Vierzylinder, 7 bis 60 PS, für Schiffe
  • OM ab 1930 (Nachfolger von PM):[65] Zweitakt-Vorkammer-Dieselmotoren mit Spülung durch angebaute Kolbenpumpen, stehende Ein-, Zwei-, Drei- und Vierzylinder, 8 bis 145 PS
  • PM von 1923 bis 1930:[66] Zweitakt-Vorkammer-Dieselmotoren mit Kurbelgehäuse-Spülung, stehende Zylinder, 7 bis 100 PS
  • RM von 1910 bis 1924:[67] Zweitakt-Niederdruck-Rohölmotoren mit Glühkopf zum Starten, stehende Ein- und Zweizylinder, 5 bis 30 PS
  • TL um 1938 (ähnlich Dz700, siehe unten):[68] Luftgekühlte Zweitakt-Dieselmotoren mit Schnürle-Umkehrspülung, Zylinder in Sternform, Panzermotor mit 320 PS, nur Projekt
  • TM von ca. 1940 bis 1966:[69] Zweitakt-Dieselmotoren mit Schnürle-Umkehrspülung durch Roots- oder Zentrifugalgebläse, Zylinder in Reihe stehend oder in V-Form, bis etwa 1.200 PS
  • UM um 1935:[70] Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, stehende Zylinder; Großmotoren mit 75 bis 125 PS
  • VM von 1922 bis ca. 2000:[71] Viertakt-Dieselmotoren mit Direkteinspritzung, außerdem davon abgeleitete Gas-Ottomotoren[72] und Wechselbetriebsmotoren,[73] Zylinder in Reihe stehend oder in V-Form; Großmotoren mit anfangs 80 bis 1300 PS, am Ende der Bauzeit etwa 1000 bis 9500 PS
  • ZM bis 1924:[74] Zweitakt-Niederdruck-Rohölmotoren mit Glühkopf zum Starten, stehende Ein- und Zweizylinder, 5 bis 60 PS

Alle d​iese Motoren außer d​enen der luftgekühlten Bauarten AL/FL u​nd TL h​aben Wasserkühlung.

Motortypen u​nd Baureihen außerhalb d​es Bezeichnungs-Schemas a​b 1907:

  • Motoren der Deutz-PKW von 1907 bis 1911[75] (konstruiert von Ettore Bugatti): Viertakt-Benzin-Ottomotoren, stehende Vierzylinder, ca. 30 bis 65 PS
  • Typ As III von 1917 bis 1918:[76] In Lizenz gebauter Viertakt-Ottomotor der Firma Argus für Flugzeuge
  • Typ HWA526D von 1937 bis 1940:[77] Viertakt-Dieselmotor für den 2,5-Tonner Militär-Einheits-LKW (HWA = Heereswaffenamt)
  • Typ GM145 von 1941 bis 1942:[78] Viertakt-Dieselmotor für den Gemeinschafts-LKW GS145
  • Typen Dz700, Dz710, Dz720 von 1937 bis 1945:[79] Zweitakt-Otto- und -Dieselmotoren, Zylinder in Sternform (luftgekühlt) oder in Boxeranordnung (wassergekühlt) für Flugzeuge und Schnellboote, etwa 100 bis 5400 PS, nur Prototypen
  • Bauart PA6V280 von etwa 1973 bis 1984:[80] In Lizenz gebaute Viertakt-Dieselmotoren der französischen Firma SEMT-Pielstick, Großmotoren für Schiffe und stationär

Einzelnachweise ([Literatur-Kürzel] i​n eckigen Klammern s​ind im Abschnitt Literatur erläutert):

  1. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 40
  2. [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1960 S. 196, Beispiele S. 197
  3. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Beispiel Typ SAA8M517 in [Möller, Brack: Marine] S. 51
  4. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Beispiele in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1997
  5. [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1960 S. 195–196 (Deutz-Gasmotoren)
  6. Typ OF4M513H in [Augustin: Magirus] S. 78–79
  7. Holzgas-Motoren Typ GF4M513 in [Oswald: LKW 2] S. 245, Typ GF2M115 in [Bruse, Vermoesen: Eicher 1] S. 321, Typen GFxM517 (x = Zylinderzahl) in [Gebhardt: FAUN] S. 207
  8. Begriffserklärung "Diesel-Gasmotor" (Ottomotor, der ein Gemisch aus verbrennbarem Gas und Luft ansaugt und mit Einspritzung von ein wenig Dieselkraftstoff gezündet wird) in [Zacharias: Gas] S. 15
  9. Typ ZF4M513 in [Augustin: Magirus] S. 78–79
  10. [Deutz: Werkstatthandbuch F/AL714] S. 4
  11. Deutz teilte seine Motoren-Baureihen auch schon vorher in "Großmotoren", "Mittelmotoren" und "Kleinmotoren" ein (siehe [Goldbeck: Deutz] S. 253); zu den Bedeutungen A = "Viertakt-Mittelmotor" und F = "schnellaufender Viertaktmotor" ("Kleinmotor") ab etwa 1965/70 siehe "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154
  12. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; siehe unter "sonstige Bauarten"
  13. [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1960
  14. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154
  15. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, dort nicht mehr vorhanden; Typen F8L714A und F12L714A in [Oswald: Militär] S. 523, 525, 527, 531, 535; Typ F8L714A in [Augustin: Magirus] S. 124
  16. Typ F6M517B in [Gebhardt: FAUN] S. 55–56, 193 (FAUN L900 Wehrmachts-Version)
  17. Typ BF6L913B in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 3 S. 133
  18. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154; "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Typ BF12L413FC und andere in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1979 bis 1997
  19. [Deutz: Werkstatthandbuch F/AL514/614] S. 98
  20. [Deutz: Werkstatthandbuch FL812] S. 141ff
  21. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Typ BF4M1012E und andere in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1994 bis 1997
  22. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Typ F6L413F und andere in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1977 bis 1997
  23. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154; Typ F3L913G in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1982 bis 1995
  24. Typ F6M516H in [Oswald: Militär] S. 200, 205; [Augustin: Magirus] S. 87, 88
  25. [Tietgens: Fendt] S. 71, 140
  26. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154; "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Typ F10L413L in [Regenberg: LKW 60-2] S. 114; Typen F8L513L und BF8L513LC in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1994 bis 1997
  27. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Typ BF6M1013ECP in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1994 bis 1997
  28. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154; "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; Typ F6L413R und andere in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1972 bis 1997
  29. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154; "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; z. B. Typ BF6L913T in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1984 bis 1995
  30. "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden
  31. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154; "Bauartbezeichnungen Schnellaufende Motoren" (dbauart.htm) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; z. B. Typ F6L912W und andere in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1972 S. 176, 1974 S. 170, 1977 bis 1997
  32. "Bezeichnungen der Motorbauart" in [Deutz: EP-Datenbuch 83] Teil 1 S. 154; z. B. Typ F6L413FZ in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1984 und 1985
  33. Deutz-Standmotoren MA in Deutz-Oldtimer-Traktoren, abgerufen am 5. Februar 2018; [Bauer: Stationär] S. 52, 54, 57, 66; [Bauer: Stationär 2] S. 44, 51
  34. [Bauer: Stationär] S. 56
  35. [Bauer: Stationär] S. 70
  36. Deutz-Standmotoren MAH in Deutz-Oldtimer-Traktoren, abgerufen am 5. Februar 2018; [Bauer: Stationär] S. 61, 64, 68, 73, 78; [Bauer: Stationär 2] S. 50, 52; [Gebhardt: Traktor] z. B. S. 547 (Fendt), 584 (Kramer); Deutz ML-, MLH- und MAH-Lokomotiven und Deutz-Lokomotiven 1954 bis 1970 in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018; [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1968
  37. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 40–41
  38. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 23–26
  39. Deutz in Standmotoren, abgerufen am 19. August 2010, darin allerdings Bauart MI am 14. Februar 2018 nicht mehr gefunden
  40. Deutz-Standmotoren in Standmotoren, abgerufen am 14. Februar 2018; [Bauer: Stationär] S. 58; [Bauer: Stationär 2] S. 46, 48
  41. [Bauer: Stationär 2] S. 42
  42. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 42
  43. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 17–18; [Sass: Geschichte] S. 593–594
  44. [Bauer: Stationär] S. 60, 62
  45. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 23–26; [Sass: Geschichte] S. 597–598
  46. Deutz ML-, MLH- und MAH-Lokomotiven in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018
  47. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 41, 42; Deutz-Standmotoren in Standmotoren, abgerufen am 14. Februar 2018; [Bauer: Stationär] S. 44, 46; [Bauer: Stationär 2] S. 39, 40
  48. Deutz-Prospekt D 4017 "Niederdruck-Rohölmotor Bauart MOR"; [Bauer: Stationär 2] S. 42
  49. [Gebhardt: Traktor] S. 523 (Deutz); [Vermoesen, Bruse: Deutz 1] S. 164–171; [Vermoesen, Bruse: Deutz 2] S. 1164, 1166–1167
  50. [Sass: Geschichte] S. 597–598
  51. Deutz-Chronik (1944, 1949, 1954, 1978, 1983, 1989, 2007) in Website der Deutz AG, abgerufen am 16. Januar 2018; [Augustin: Magirus]; [Gebhardt: Traktor] z. B. S. 523–529 (Deutz); [Vermoesen, Bruse: Deutz 2] S. 1174–1275; Deutz AM-, AL-, TM- und VM-Lokomotiven und Deutz-Lokomotiven 1954 bis 1970 in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018; [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1997
  52. Gas-Ottomotoren der Typen GAxL514 und GAxL714 (x = Zylinderzahl) in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1960 bis 1964
  53. [Deutsche Schiffsdiesel 35] S. 30 (in Abschnitt "Entwicklung der Verbrennungskraftmaschine bei der Motorenfabrik Deutz") und S. 141–142; [RDA: Autotypenbuch] 1929 S. 107; [Augustin: Magirus]; [Gebhardt: Traktor] z. B. S. 523 (Deutz), 529–532 (Deutz), 537 (Eicher), 544 (Fahr), 551–552 (Fendt); [Vermoesen, Bruse: Deutz 2] S. 1164–1165, 1168–1173, 1276–1293; Deutz PM-, OM- und FM-Lokomotiven, Deutz AM-, AL-, TM- und VM-Lokomotiven und Deutz-Lokomotiven 1954 bis 1970 in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018; [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1997
  54. Gas-Ottomotoren der Typen GAxM428, GAxM528 und GAxM816 (x = Zylinderzahl) in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1968 bzw. 1981 bis 1987
  55. Wechselbetriebsmotoren der Typen WAxM428 (x = Zylinderzahl) in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1966
  56. Deutz-Standmotoren in Standmotoren, abgerufen am 14. Februar 2018; [Bauer: Stationär] S. 72
  57. [Gebhardt: LKW 2a] S. 114; [Matschoss: Deutz-Geschichte] Tafel 15
  58. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 10–12; [Sass: Geschichte] S. 588–591; [Matschoss: Deutz-Geschichte] Tafel 15
  59. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 41; [Bauer: Stationär] S. 48; [Bauer: Stationär 2] S. 36, 38
  60. [Schnauffer: Deutz-Schweröl] S. 13–16; [Sass: Geschichte] S. 592–593; [Bauer: Stationär 2] S. 34
  61. [Hujer: Oberursel] S. 155–156, 173, 179–180, 187; [Gebhardt: LKW 2a] S. 114; Deutz LM-Lokomotiven in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018
  62. [Hujer: Oberursel] S. 181, 187
  63. [Hujer: Oberursel] S. 180
  64. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 41–42
  65. [Hujer: Oberursel] S. 174–176, 187; [Deutsche Schiffsdiesel 35] S. 97, 142; [Ulrich: Schiffsdiesel 37] S. 181–182; Deutz PM-, OM- und FM-Lokomotiven in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018
  66. [Hujer: Oberursel] S. 174–176, 187; [Deutsche Schiffsdiesel 35] S. 30 (in Abschnitt "Entwicklung der Verbrennungskraftmaschine bei der Motorenfabrik Deutz"); [Ulrich: Schiffsdiesel 37] S. 181–182, 45; [Bauer: Stationär] S. 50, 76; Deutz PM-, OM- und FM-Lokomotiven in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018
  67. [Schnauffer: Deutz-Otto] S. 51; [Hujer: Oberursel] S. 172–173, 187
  68. [Hujer: Oberursel] S. 221
  69. [Mayr: Diesel 43] S. 256–259; [Bock, Schmidt: Diesel 47] S. 224–232, [Möller, Brack: Marine] S. 51–53; Deutz AM-, AL-, TM- und VM-Lokomotiven und Deutz-Lokomotiven 1954 bis 1970 in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018; [Burow: KHD-Großdiesellok]; [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1964
  70. [Deutsche Schiffsdiesel 35] S. 142
  71. [Deutsche Schiffsdiesel 35] S. 29, 30 (in Abschnitt "Entwicklung der Verbrennungskraftmaschine bei der Motorenfabrik Deutz") und S. 142; Deutz AM-, AL-, TM- und VM-Lokomotiven und Deutz-Lokomotiven 1954 bis 1970 in Lokomotivfabriken in Deutschland, abgerufen am 17. Februar 2018; [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1997
  72. Gas-Ottomotoren der GV-Typen in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1968 und 1984 bis 1988
  73. Wechselbetriebsmotoren der WV- und ZWV-Typen in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 bis 1968
  74. [Hujer: Oberursel] S. 172–173, 187
  75. [von Fersen: Auto 1] S. 155 ff; [Schrader: Auto 1] S. 139 ff
  76. [von Gersdorff et al.: Flug] S. 27
  77. [Oswald: Militär] S. 176, 215; [Augustin: Magirus] S. 79, 87–88
  78. [Oswald: Militär] S. 255; [Augustin: Magirus] S. 79, 85
  79. [von Gersdorff et al.: Flug] S. 145, 152–153; [Möller, Brack: Marine] S. 52–53; [Hujer: Oberursel] S. 219–222, 227–246
  80. Baureihe PA6V280 in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1972 S. 179 und S. 96–97, 1974 S. 174 und S. 96–97, 1977 bis 1984

Bezeichnungs-Schema für neue MWM-Baureihen ab 1992

Die v​on der nunmehrigen Tochterfirma MWM a​b 1992 n​eu herausgebrachten Motoren-Typen d​er Baureihen D/G616, D/G620, D/G632 u​nd D645 werden w​ie folgt benannt:[1]

  • Bei Motoren mit Aufladung steht an erster Stelle ein T.
  • Bei Motoren mit Aufladung und Ladeluftkühlung bzw. (bei Gasmotoren) Gemischkühlung folgt ein B.
  • In jedem Fall steht danach bzw. an erster Stelle entweder ein D für Dieselmotor oder ein G für Gas-Ottomotor (mit Fremdzündung).
  • Dann kommt die dreistellige Baureihen-Nummer, deren erste Ziffer bei diesen "Mannheimer" Baureihen immer eine 6 ist und deren letzte zwei Ziffern in etwa den Kolbenhub in Zentimetern angeben.
  • Danach steht entweder ein L für Reihenmotor oder ein V für V-Motor.
  • Es folgt die Zylinderzahl, zum Beispiel 6 für Sechszylinder-Motoren oder 12 für Zwölfzylinder.
  • Am Schluss kann eine Zusatzbezeichnung stehen, zum Beispiel K für Zwei-Kreis-Kühlung.

Beispiele:

  • TBD616V8 ist ein Dieselmotor mit 8 Zylindern in V-Form, 16 cm Hub und Abgasturboaufladung mit Ladeluftkühlung.
  • TBG632L9 ist ein Gas-Ottomotor mit 9 Zylindern in Reihe, 32 cm Hub und Abgasturboaufladung mit Gemischkühlung.

Einzelnachweise ([Literatur-Kürzel] i​n eckigen Klammern s​ind im Abschnitt Literatur erläutert):

  1. "Bauartbezeichnungen Großmotoren" (dmbauart.htm) (jedoch mit Buchstabe "L" für Reihenmotor) in Deutz-Website März 2000, inzwischen dort nicht mehr vorhanden; [Zacharias: Gas] S. 331–332; Typen der Baureihen D/G616, D/G620, D/G632 und D645 in [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1992 bis 1997

Bezeichnungs-Schema für neue Deutz-Baureihen ab 2007

Die v​on Deutz (nun o​hne MWM) a​b 2007 n​eu herausgebrachten Baureihen werden w​ie folgt benannt:

  • Bei Motoren mit Aufladung steht an erster Stelle ein T.
  • Bei Motoren mit Aufladung und Ladeluftkühlung folgt ein C.
  • In jedem Fall steht danach bzw. an erster Stelle entweder ein D für Dieselmotor oder ein G für Gas-Ottomotor (mit Fremdzündung).
  • Dann kommt die drei- oder vierstellige Baureihen-Nummer, deren letzte zwei Ziffern in etwa den Kolbenhub in Zentimetern angeben.
  • Danach steht entweder ein L für Reihenmotor oder ein V für V-Motor.
  • Es folgt die Zylinderzahl, zum Beispiel 6 für Sechszylinder-Motoren oder 12 für Zwölfzylinder.
  • Am Schluss kann eine Zusatzbezeichnung stehen, zum Beispiel 4V für 4 Ventile pro Zylinder (bei Baureihen, in denen es auch Motoren mit 2 Ventilen pro Zylinder gibt).

Beispiele:

  • D2008L3 ist ein Dieselmotor mit 3 Zylindern in Reihe und (ungefähr) 8 cm Hub.
  • TD2009L4 ist ein Dieselmotor mit 4 Zylindern in Reihe, 9 cm Hub und Abgasturboaufladung ohne Ladeluftkühlung.
  • TCD2013L6 4V ist ein Dieselmotor mit 6 Zylindern in Reihe, ungefähr 13 cm Hub, Abgasturboaufladung mit Ladeluftkühlung und 4 Ventilen pro Zylinder.

Quellen: Deutz-Motoren-Prospekte

Bezeichnungs-Schema für neue Deutz-Motortypen ab 2010

Wie Schema a​b 2007, a​ber Baureihen-Nummer ersetzt d​urch Angabe d​es Hubraums i​n Liter.

Beispiel:

  • TCD3.6L4 ist ein Dieselmotor mit 4 Zylindern in Reihe, 3,6 Liter Hubraum und Abgasturboaufladung mit Ladeluftkühlung.

Quellen: Deutz-Motoren-Prospekte

Tabellenschema

Aufbau d​er Typen-Übersichten d​er Bauarten:

Typen-Übersicht der Bauart …
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ver-
fahren
Lader Bauzeit max. Leistung
bei Drehzahl
    mm mm cm³       kW(PS)/min−1

Aufbau d​er Typentabellen d​er einzelnen Baureihen:

Typentabelle …
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW (PS) /min−1 Nm (mkp) /min−1 bar

Erläuterungen:

  • Typ: Siehe Typbezeichnungen.
  • Zylinder: Angabe der Zylinderkonfiguration und -zahl. B bedeutet Boxermotor, L liegender Reihenmotor, R stehender Reihenmotor, V stehender V-Motor.
  • Hubraum: Wird bei Großmotoren in Liter (l) angegeben, sonst in cm³.
  • Verfahren (nur in Typen-Übersichten angegeben, da sonst im Kontext genannt): D dir. bedeutet Diesel-Direkteinspritzer, D Vork. Dieselmotor mit Vorkammer, D Wik. Dieselmotor mit Wirbelkammer (Deutz l’Orange, später als Deutz Zweistufenverbrennung bezeichnet), D-Gas Diesel-Gas-(Otto-)Motor (Gas-Ottomotor mit Zündung durch Diesel-Einspritzung statt Zündkerze, meist als Wechselbetriebsmotor stufenlos auf reinen Diesel-Betrieb umstellbar), Gas-O Gas-Ottomotor (mit Zündkerze), O Verg. Ottomotor mit Vergaser.
  • Gewicht: Meist Trockengewicht (ohne Öl und Kühlwasser) nach VDMA; Näheres in den Anmerkungen zu den Tabellen. Es wird bei Großmotoren in Tonnen (t) angegeben, sonst in kg.
  • Lader: AT bedeutet Abgasturbolader, K Ladeluftkühlung bzw. – bei Gasmotoren – Gemischkühlung, mech. mechanischer Lader.
  • Bauzeit: Soweit bekannt, werden hier jeweils das erste und das letzte Baujahr angegeben, zum Beispiel "58–65". Um Platz zu sparen, werden die Jahrhundert-Ziffern der Baujahre weggelassen; das Jahrhundert ist dem Kontext zu entnehmen. Wenn erstes und letztes Baujahr nicht bekannt sind, aber zumindest ein Baujahr "in der Mitte", wird das zum Beispiel durch "–63–" ausgedrückt. Weitere Beispiele: "58–63–" (letztes Baujahr unbekannt), "–63–65" (erstes Baujahr unbekannt), "–63–67–" (erstes und letztes Baujahr unbekannt, aber der Motor wurde zumindest von 63 bis 67 gebaut). Jahreszahlen, die nur ungefähr angegeben werden können, sind kursiv geschrieben.
  • Anm.: Verweise auf Anmerkungen unterhalb der Tabelle. Unter anderem kann hier die Norm angegeben werden, nach der Leistung und Drehmoment gemessen wurden. Für die Zeit vor 1950 sind aus den Quellen allerdings keine solche Normen ersichtlich.
  • Leistung: Nennleistung in PS und/oder in kW (Einheit möglichst wie in Primärquelle).
  • Drehmoment: Maximales (Nenn-)Drehmoment in mkp und/oder in Nm (Einheit möglichst wie in Primärquelle).
  • Mittl. Druck: Mittlerer Druck bei maximalem (Nenn-)Drehmoment oder, falls nicht angegeben, bei Nennleistung. Immer in der Einheit bar angegeben.

Von d​en meisten Motortypen g​ibt es mehrere Varianten, d​ie sich i​n Leistung u​nd Drehmoment unterscheiden. Deshalb werden i​n den Typentabellen p​ro Typ o​ft mehrere solche Leistungsvarianten angegeben, u​nd zwar – soweit bekannt – m​it Bauzeit, Anmerkung (z. B. Verweis a​uf den Fahrzeugtyp, i​n den d​er Motor eingebaut wurde), Leistung, Drehmoment u​nd mittl. Druck. Besonders b​ei den i​n sehr großen Stückzahlen hergestellten Baureihen g​ibt es s​ehr viele Varianten, d​ie natürlich b​ei weitem n​icht alle aufgelistet werden können.

Atmosphärische Gasmotoren 1866 bis 1882

Es handelt s​ich um d​ie erste erfolgreiche Entwicklung v​on Nikolaus Otto. Der Motor i​st auch bekannt u​nter dem Namen Flugkolbenmotor.

Nachdem 1862 s​ein neuer Viertakt-Gasmotor b​ei der Erprobung d​urch die Verbrennungsstöße ruiniert worden war,[1] konstruierte Nikolaus August Otto e​inen Atmosphärischen Gasmotor, u​m die zerstörerischen Auswirkungen d​er Verbrennungsstöße soweit w​ie möglich z​u vermeiden. Die e​rste Vesuchsausführung d​iese Motors w​urde 1863 fertiggestellt (sie unterschied s​ich wesentlich v​on den a​b 1866 produzierten Typen).[2] Ab 1864 entwickelte e​r den Motor zusammen m​it Eugen Langen i​n der n​eu gegründeten gemeinsamen Firma "N. A. Otto & Cie." weiter (ab 1869 "Langen, Otto u​nd Roosen", a​b 1871 "Gasmotoren-Fabrik Deutz").[3] 1867 zeigte d​ie Firma e​ine verkaufsfähige Ausführung (Typ ½ PS, s​iehe Tabelle) a​uf einer Motorenausstellung i​n Paris. Dieser Motor b​ekam dort d​en ersten Preis, w​eil sein spezifischer Gasverbrauch wesentlich geringer w​ar als d​er der anderen ausgestellten Gasmotoren.[4] Er befindet s​ich jetzt i​m Deutz Technikum (Motorensammlung d​er Deutz AG, Köln-Porz, Ottostr. 1);

Die atmosphärische Gaskraftmaschine
Der Motor Nr. 1 der DEUTZ AG
Link zum Bild
(Bitte Urheberrechte beachten)

Nachdem 1872 Gottlieb Daimler u​nd Wilhelm Maybach b​ei Deutz eingestellt worden waren, vereinfachten u​nd verbesserten s​ie den Motor[5]. Von 1866 b​is Mitte 1877 verkaufte Deutz 2635 Atmosphärische Gasmotoren, danach – b​is Mitte 1882 – n​ur noch 12. Von Lizenznehmern wurden ca. 2300 weitere gebaut[6].

Technische Beschreibung[7]:

Ein Atmosphärischer Gasmotor i​st ein Verbrennungsmotor m​it innerer Verbrennung gasförmiger Brennstoffe. Der Motor h​at einen "auf d​em Kopf" stehenden Zylinder (im Vergleich z​u heutigen Motoren m​it stehenden Zylindern), d. h. d​urch die Verbrennung w​ird der Kolben i​m Zylinder n​ach oben gestoßen, w​obei durch d​en Schwung d​es Kolbens u​nd die Abkühlung n​ach der Verbrennung e​in Unterdruck i​m Zylinder entsteht. Bei d​er Aufwärtsbewegung d​es Kolbens w​ird keine Kraft a​uf die Schwungradwelle d​es Motors übertragen (sie entspricht d​er Kurbelwelle heutiger Motoren), sondern d​as geschieht e​rst bei d​er Abwärtsbewegung d​es Kolbens. Die direkt a​uf die Welle übertragene Kraft w​ird also d​urch die Schwerkraft u​nd die Differenz zwischen d​em Unterdruck i​m Zylinder u​nd dem atmosphärischen Druck verursacht (daher d​er Name d​es Motors). Dieses Verfahren schützt d​ie Mechanik d​es Motors soweit w​ie möglich v​or dem d​urch die Verbrennung ausgelösten Stoß.

Die v​on Deutz a​b 1867 produzierten Atmosphärischen Gasmotoren s​ind wassergekühlte Einzylinder m​it Flachschiebersteuerung u​nd Gasflammenzündung; d​er Brennstoff i​st Leuchtgas. Die Schwungradwelle befindet s​ich seitlich über d​em Zylinder u​nd ist i​n zwei Lagern a​uf ihm gelagert. Der Kolben trägt o​ben eine Zahnstange. Sie greift i​n einen Zahnkranz, d​er auf e​inem Klemmrollen-Freilauf a​uf der Welle zwischen d​eren beiden Lagern sitzt. Der Freilauf i​st so gebaut, d​ass er s​amt dem Zahnkranz n​ur solange f​est auf d​er Welle klemmt, w​ie der Kolben s​ich abwärts bewegt u​nd dabei über Zahnstange u​nd Zahnkranz d​ie Drehung d​er Welle beschleunigt. Solange s​ich der Kolben aufwärts bewegt o​der bei seinem Abwärtsgang d​ie Drehung d​es Zahnkranzes langsamer i​st als d​ie Drehung d​er Welle, s​itzt der Freilauf l​ose auf d​er Welle. Die Welle treibt e​inen Steuerungsmechanismus an, d​er abhängig v​on der Stellung d​er Zahnstange (also d​er Lage d​es Kolbens) folgendes bewirkt: Erstens h​ebt er d​en Kolben über d​ie Zahnstange e​in Stück w​eit an, w​enn der seinen unteren Totpunkt erreicht hat. Zweitens bewegt e​r über e​ine Stange d​en Flachschieber a​uf und ab, d​er an e​iner Seite d​es Zylinders i​n dessen unterem Bereich angebracht i​st und d​en Luft- u​nd Gaseinlass, d​en Auslass u​nd die Zündung steuert. Während d​er Kolben v​om Steuerungsmechanismus angehoben wird, befindet s​ich der Schieber i​n einer Position, i​n der d​er Luft- u​nd Gaseinlass z​um Zylinder geöffnet ist, sodass Luft u​nd Gas i​n den Zylinder eingesaugt werden. Gleichzeitig strömt i​n dieser Position d​urch zwei weitere Öffnungen e​ine kleine Menge Luft u​nd Gas i​n einen Hohlraum i​m Schieber, d​er währenddessen z​u der außen v​or dem Schieber ständig brennenden Gasflamme h​in geöffnet ist. Die Flamme entzündet d​as Gemisch i​n dem Hohlraum. Wenn d​as Anheben d​es Kolbens d​urch den Steuerungsmechanismus beendet ist, w​ird der Schieber i​n eine Position gebracht, i​n der d​er Einlass geschlossen u​nd der Hohlraum m​it dem brennenden Gasgemisch z​um Zylinder h​in geöffnet ist. Dadurch w​ird auch d​as Gasgemisch i​m Zylinder entzündet u​nd stößt d​en Kolben schlagartig n​ach oben. Der Schieber g​eht dabei i​n eine Position, i​n der d​er Auslass geöffnet ist. Der h​at allerdings e​ine nach außen öffnende Klappe, sodass d​urch ihn k​eine Luft i​n den Zylinder hereinkommen k​ann und d​as Gasgemisch i​m Zylinder n​icht hinaus kann, solange d​er Unterdruck i​m Zylinder besteht. Erst w​enn beim Abwärtsgang d​es Kolbens d​er Druck i​m Zylinder wieder über d​en atmosphärischen Druck angestiegen ist, öffnet s​ich dadurch d​ie Klappe. Um d​en Gasverbrauch b​ei Teillast z​u senken, k​ann der Auslass gedrosselt werden, wodurch d​er Kolben n​ach der Öffnung d​er Auslassklappe langsamer abwärts g​eht und s​ich dadurch d​ie Anzahl d​er Kolbenhübe p​ro Minute verringert. Später w​urde diese Auspuffdrosselung d​urch eine über d​en Steuerungsmechanismus wirkende Regulierung ersetzt, d​urch die b​ei Teillast d​ie Pause zwischen z​wei Kolbenhüben verlängert wird[8]. Aber s​ogar bei Volllast beträgt d​ie Anzahl d​er Hübe p​ro Minute n​ur ungefähr e​in Drittel b​is die Hälfte d​er Anzahl d​er Drehungen d​er Schwungradwelle p​ro Minute[9]. Zur Wasserkühlung d​ient ein Kühlmantel u​m den unteren Teil d​es Zylinders u​nd ein großer n​eben dem Motor stehender Wasserbehälter, d​er oben u​nd unten d​urch je e​in Rohr m​it dem Kühlmantel verbunden ist.

Typentabelle Atmosphärische Gasmotoren
Typ Baujahre Zyl. Boh-
rung
Hub
max
Hub-
raum
max
Ge-
wicht
Länge /
Breite /
Höhe
Nennleistung
bei
Drehzahl
Drehmoment
bei
Drehzahl
Preis (Jahr) Einzelnachweise
      mm mm dm³ t m PS / min−1 Nm / min−1 Mark  
½ PS ab 1866115098017,30,70,7 / 1,1 / 2,5 ½ /   80 44 /   80   825 (ca. 1867);
1125 + 120 für Regler (ca. 1869)
Matschoß 1921 S. 25, 27, 30, 41; https://fmd.koeln/id-1867.html; Schöttler 1909 S. 19 (Bohrung und Hub); Goldbeck 1964 Zeichnung nach S. 48; siehe auch letzte Anmerkung
1 PS ab 18671      1 /          1050 (ca. 1867);
1425 + 120 für Regler (ca. 1869)
Matschoß 1921 S. 27, 30
2 PS ab 18671    /        / 3,5 2 /          1350 (ca. 1867);
1800 + 120 für Regler (ca. 1869)
Matschoß 1921 S. 27, 30; Sass 1962 S. 34 (Höhe)
¼ PS ab ca. 18731140     ¼ / 120 14 / 120 1000 (ca. 1874) Sass 1962 S. 50; Musil, Ewing 1902 S. 642; Goldbeck 1964 S. 49
½ PS ab ca. 18731170     ½ /          1380 (1873) Sass 1962 S. 50; Matschoß 1921 S. 41
1 PS ab ca. 18731230     1 /          1860 (1874) Sass 1962 S. 50; Goldbeck 1964 S. 71
2 PS ab ca. 18731320119095,72,0  2 /   90 156 /   90 2460 (1874) Sass 1962 S. 50; Matschoß 1921 S. 80; Goldbeck 1964 S. 71
3 PS ab ca. 18731      3 /   90 235 /   90 3000 (1874) Sass 1962 S. 38; Musil, Ewing 1902 S. 642; Goldbeck 1964 S. 71

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Die Informationen sind aus mehreren Quellen zusammengestückelt. Es ist nicht auszuschließen, dass nicht alles zueinander passt.
  • Hub und Hubraum: Angegeben sind der maximal mögliche Hub bis zum oberen Anschlag des Kolbens und der daraus berechnete Hubraum; der tatsächliche Hub ist variabel. Bei einem Versuch mit einem 2-PS-Motor (Bohrung 320 mm, maximal möglicher Hub 1190 mm) betrug der größte beobachtete Hub bei Vollast 1050 mm (Musil, Ewing 1902 S. 641).
  • Leistung: Angegeben ist die Nennleistung. Die maximale Leistung ist wohl um etwa 30% höher, z. B. 0,64 PS bei 106 Umdrehungen pro Minute beim älteren ½-PS-Motor (Schöttler 1909 S. 289) und ca. 4 PS bei ca. 100 Umdrehungen pro Minute beim 3-PS-Motor (commons:File:Zeunerbau-Gaskraftmaschine.jpg)
  • Drehmoment: Berechnet aus der Leistung.
  • Preis: In den Quellen sind manche Preise in Talern angegeben. Umrechnung: 1 Taler = 3 Mark (vgl. Matschoß 1921 S. 27 und 41: Der ältere ½-PS-Motor kostete anfangs 275 Taler = 825 Mark).
  • Zum Typ ½ PS ab 1866: Es gibt eine detaillierte Zeichnung dieses Motors (Matschoß 1921 S. 26, Sass 1962 S. 35, Zacharias 2001 S. 24), in der abweichende Maße eingetragen sind (Bohrung 120 mm, Hub 640 mm usw.). Das Verhältnis dieser Zahlen zueinander passt aber nicht zu den Proportionen der Zeichnung, und im Vergleich mit den Maßen der anderen Motoren sind sie anscheinend zu klein. Deshalb stehen in der Tabelle wahrscheinlichere Maße für Bohrung und Hub (aus Schöttler 1909 S. 19), woraus anhand einer anderen Zeichnung (Goldbeck 1964 nach S. 48), die aber offenbar den gleichen Motor darstellt, die Länge (Grundplatte), die Breite (Durchmesser des Schwungrads) und die Höhe (einschl. des Führungsgestänges der Zahnstange) berechnet sind. Die letzteren drei Maße könnte man im Deutz Technikum nachprüfen.

Kursiv geschriebene Angaben: Siehe Abschnitt Literatur.

Einzelnachweise:

  1. Sass 1962 S. 24–25
  2. Sass 1962 S. 26–28
  3. Sass 1962 S. 29, 36
  4. Sass 1962 S. 34–35
  5. Sass 1962 S. 37–38
  6. Sass 1962 S. 54; Zacharias 2001 S. 26
  7. Schöttler 1909 S. 14–19; Sass 1962 S. 30–35; Zacharias 2001 S. 23–26
  8. Herrmann 1887 S. 1232; Matschoß 1921 S. 40
  9. Musil, Ewing 1902 S. 641, 642; Schöttler 1909 S. 19, 289


Bauart AM: Viertakt-"Mittelmotoren"

In dieser Bauart g​ab es s​ehr unterschiedliche Baureihen; e​s handelt s​ich jedoch i​n jedem Fall u​m wassergekühlte Viertaktmotoren "mittlerer" Zylindergröße (daher "Mittelmoren"). AM bedeutet "Aggregatmotoren" o​der "Motoren für allgemeine Verwendung", d. h. s​ie dienten a​ls stationärer bzw. mobiler Antrieb v​on Generatoren, Schiffen, Lokomotiven, Triebwagen u​nd anderem. Die Motoren d​er Baureihen AM*20, AM*24 u​nd AM*28 liefen mittelschnell (maximale Drehzahl 600 b​is 1000 Umdrehungen p​ro Minute), b​ei den übrigen Motoren handelte e​s sich u​m Schnellläufer (bis 1500 Umdrehungen p​ro Minute). Nicht i​n der Tabelle aufgeführt i​st die n​och schneller laufende "Mittelmotor"-Baureihe AM816, w​eil sie technisch m​ehr mit d​en "Kleinmotoren" d​er Bauart FM/AM verwandt i​st und deshalb d​ort behandelt wird.

Die Dieselmotoren d​er älteren Baureihen AM220, AM224 u​nd AM324 hatten Leistungen v​on etwa 50 b​is 300 PS. Nach d​em Zweiten Weltkrieg wurden s​ie anscheinend n​icht mehr hergestellt, vermutlich w​eil einerseits d​ie Baureihe AM517 d​er "Kleinmotoren"-Bauart FM/AM u​nd andererseits d​ie Baureihe AM428 f​ast den gleichen Leistungsbereich abdeckten u​nd leichter (AM517) bzw. sparsamer (AM428) waren.

Die v​on etwa 1958 b​is 1985 hergestellte Baureihe AM528 w​ar die weitaus erfolgreichste u​nter den "Mittelmotoren". Die AM528-Dieselmotoren w​aren wie i​hre Vorgänger d​er Baureihe AM428 Direkteinspritzer – i​m Gegensatz z​u den Motoren a​ller anderen AM-Baureihen – u​nd deshalb besonders sparsam. Die s​chon seit e​twa 1940 gebauten AM428-Motoren g​ab es n​ur ohne Aufladung u​nd mit Maximaldrehzahlen b​is 600 Umdrehungen p​ro Minute, u​nd so reichten i​hre Leistungen n​ur bis 340 PS. Ihre AM528-Nachfolger behielten d​ie Zylindergröße bei, w​aren aber i​m Aufbau verstärkt, sodass i​hre Maximaldrehzahl e​rst auf 750 u​nd später s​ogar auf 1000 Umdrehungen p​ro Minute gesteigert werden konnte u​nd sie wahlweise a​uch mit Aufladung u​nd Ladeluftkühlung ausgestattet werden konnten. Wie b​eim Vorgänger AM428 g​ab es a​uch beim AM528 Vier-, Sechs- u​nd Achtzylinder-Reihenmotoren, d​azu anfangs a​uch einen Dreizylinder u​nd später Zwölf- u​nd Sechzehnzylinder i​n V-Form. Die stärkste Motor BA16M528 erreichte a​b etwa 1975 über 3100 PS.

In d​en Baureihen AM428 u​nd AM528 g​ab es b​is Ende d​er 1960er Jahre n​eben Dieselmotoren a​uch Gas-Ottomotoren (GAM) u​nd Diesel-Gasmotoren. Letztere konnten a​uf reinen Dieselbetrieb umgestellt werden u​nd wurden deshalb a​ls Wechselbetriebsmotoren (WAM) bezeichnet.

Der 1978 erscheinende AM528-Nachfolger, d​ie Baureihe VM628, gehörte s​chon zu d​en "Großmotoren" d​er Bauart VM u​nd wird deshalb i​n diesem Kapitel n​icht behandelt.

Der Dieselmotor A12M319, einziger Typ d​er Baureihe AM319, w​urde als Unterflur-Boxermotor m​it 275 PS (aufgeladene Variante m​it 400 PS) speziell für d​ie kurz v​or dem Zweiten Weltkrieg geplanten Einheitstriebwagen d​er Deutschen Reichsbahn entwickelt, d​ie jedoch w​egen des Krieges n​icht gebaut wurden. Auch d​er V-Dieselmotor A12M322 m​it 450 PS (aufgeladen 650 PS), einziger Typ d​er Baureihe AM322, sollte z​ur gleichen Zeit i​n (größere) Triebwagen eingebaut werden, k​am aber w​ohl ebenfalls n​icht zum Einsatz. So wurden v​on diesen Baureihen vermutlich n​ur Prototypen gebaut.

Als Mitte d​er 1960er Jahre d​ie Zweitakt-Diesel-"Mittelmotoren" d​er Bauart TM ausliefen, brachte Deutz d​ie Baureihe AM421 m​it Viertakt-Dieselmotoren ähnlicher Größe a​uf den Markt, d​ie jedoch s​chon nach e​twa zwei Jahren d​urch die Baureihe AM521 m​it vergrößerten Zylindern u​nd entsprechend höheren Leistungen ersetzt wurde. Von dieser Baureihe g​ab es e​inen Sechszylinder-Reihenmotor s​owie einen Acht- u​nd einen Zwölfzylinder-V-Motor, jeweils o​hne oder m​it Aufladung. Die Leistungen l​agen zwischen 340 u​nd 1540 PS. Größere Stückzahlen wurden v​on diesen Motoren anscheinend n​icht hergestellt; d​ie Konkurrenz d​urch ähnliche Motoren d​er Firma MTU w​ar wohl z​u stark. Die Fertigung w​urde schon Ende d​er 1960er Jahre eingestellt.

Allgemeine technische Beschreibung:

Alle Motoren d​er Bauart s​ind wassergekühlte Viertaktmotoren. Die meisten s​ind Dieselmotoren, a​ber es g​ibt auch Gas-Ottomotoren s​owie Diesel-Gasmotoren (Gasmotoren m​it Zündung d​urch Dieseleinspritzung) dieser Bauart; letztere s​ind auf reinen Dieselbetrieb umstellbar (Wechselbetriebsmotoren). Die Zylinder s​ind senkrecht stehend i​n einer Reihe o​der V-förmig o​der waagerecht i​n zwei gegenüberliegenden Reihen m​it zentraler Kurbelwelle (Boxer) angeordnet. Der Hubraum p​ro Zylinder l​iegt im Bereich v​on 2,5 b​is 10,5 Liter.

Alle Motoren h​aben pro Zylinder e​in Einlass- u​nd ein Auslass-Ventil. Die Ventile hängen i​n einer Reihe senkrecht (parallel z​ur Zylinderachse) i​m Zylinderkopf u​nd werden über Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel v​on der untenliegenden Nockenwelle – bzw. b​ei den V- u​nd Boxer-Motoren v​on je e​iner untenliegenden Nockenwelle p​ro Zylinderreihe – betätigt.

Die Dieselmotoren d​er Baureihen AM428 u​nd AM528 s​ind Direkteinspritzer m​it (ungefähr) kugelsegmentförmiger Kolbenmulde a​ls Verbrennungsraum. Die Dieselmotoren d​er übrigen Bauarten arbeiten n​ach dem Vorkammer-Verfahren. Die Vorkammer befindet s​ich im Zylinderkopf.

Typen-Übersicht der Bauart AM ("Mittelmotoren")
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ver-
fahren
Lader Bauzeit max. Leistung
bei Drehzahl
    mm mm Liter       PS/min−1
A2M220
A3M220
A4M220
A6M220
R2
R3
R4
R6
 200  D Vork.–35– ?/1000
A3M224
A4M224
A6M224
A8M224
R3
R4
R6
R8
 240  D Vork.–35– 
 
 
270/800
A4M324
A6M324
R4
R6
20024030,2
45,3
D Vork.38–43 
200/800
BA6M324 R620024045,3 D Vork.38275/725
A4M428
A6M428
A8M428
R4
R6
R8
22028042,6
63,9
85,1
D dir.40–60165/600
255/600
340/600
GA4M428
GA6M428
GA8M428
R4
R6
R8
22028042,6
63,9
85,1
Gas-O–55–67150/600
230/600
310/600
WA4M428
WA6M428
WA8M428
R4
R6
R8
22028042,6
63,9
85,1
D-Gas–55–67150/600
230/600
310/600
A3M528
A4M528
A6M528
A8M528
R3
R4
R6
R8
22028031,9
42,6
63,9
85,1
D dir.58–67
58–67
58–75
58–75
>140/750
>190/750
>300/750
>400/750
BA6M528
BA6M528
BA8M528
BA8M528
BA12M528
R6
R6
R8
R8
V12
22028063,9
63,9
85,1
85,1
127,7
D dir.AT58–71
66–71
58–71
66–71
66–71
>435/750
>525/900
>585/750
>700/900
>1050/900
BA6M528
BA6M528
BA6M528
BA8M528
BA8M528
BA8M528
BA12M528
BA12M528
BA16M528
BA16M528
R6
R6
R6
R8
R8
R8
V12
V12
V16
V16
220280 63,9
63,9
63,9
85,1
85,1
85,2
127,7
127,7
170,3
170,3
D dir.AT+K 58–71
67–75
75–85
58–71
67–75
75–85
67–75
75–82
71–75
75–82
>460/750
>750/1000
1175/1000
>620/750
>1000/1000
1570/1000
>1500/1000
2350/1000
>2000/1000
3140/1000
GA6M528
GA8M528
GA12M528
R6
R8
V12
22028063,9
85,1
127,7
Gas-O67–69
67–69
67–69
320/900
430/900
640/900
A12M319 B1213019030,3 D Vork.39275/1500
BA12M319 B1213019030,3 D Vork.AT39400/1500
A12M322 V1216022053,1 D Vork.39450/1400
BA12M322 V1216022053,1 D Vork.AT39650/1400
BA8M421
BA12M421
V8
V12
17521040,4
60,6
D Vork.AT+K64–66835/1500
1250/1500
BA6M521
BA8M521
BA12M521
R6
V8
V12
19021035,7
47,6
71,4
D Vork.AT66–69565/1500
750/1500
1130/1500
BA6M521
BA8M521
BA12M521
R6
V8
V12
19021035,7
47,6
71,4
D Vork.AT+K66–69770/1500
1030/1500
1540/1500

Anmerkung z​u der Tabelle:

  • Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Die angegebene max. Leistung gilt nicht unbedingt für die gesamte Bauzeit.
  • ">" vor der Leistungsangabe: Angegebene Leistung für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar (Dauerleistung A nach DIN 6270)

Quellen: [Deutsche Schiffsdiesel 35] (AM220, AM224), [Ulrich: Schiffsdiesel 42] (AM324), [Englmann, Ludwig: Bahn] (AM324), [Mayr: Diesel 43] (AM428), [Mayr: Diesel 60] (AM528), [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 b​is 1985 (AM428, AM528, AM421, AM521), [Kremser: Fahrzeug 42] (AM319, AM322)

Bauart BAM: Kleinste stehende wassergekühlte Viertakt-Vergaser-Ottomotoren

Allgemeine technische Beschreibung:

Alle Motoren dieser Bauart s​ind wassergekühlte Viertakt-Ottomotoren m​it Vergaser. Die Zylinder s​ind senkrecht stehend i​n Reihe angeordnet.

Baureihe BAM208

Die Motoren dieser Baureihe w​urde Anfang d​er 30er Jahre v​on Deutz entwickelt. Es w​aren – i​m Vergleich z​u anderen Deutz-Motoren dieser Zeit – s​ehr leichte u​nd kompakte Motoren, d​ie hauptsächlich z​um Antrieb v​on Wasserpumpen, u. a. für Feuerspritzen, verwendet wurden, a​ber auch kleine Boote u​nd Traktoren antrieben, z​um Beispiel d​en kleinen Raupenschlepper d​er Firma Wurr.

Typentabelle BAM208 Vergaser-Ottomotoren
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
BA1M208 R1708030893   32–36   5,5/2500    
BA2M208 R27080616             

Quelle: [Bauer: Stationär]

Bauart FM/AM bis 1991: Die älteren Fahrzeugdiesel und andere wassergekühlte Viertakt-"Kleinmotoren"

Baureihen-Übersicht der Bauart FM/AM ("Kleinmotoren") bis 1991
"Generation" Bohrung
100–110 mm
Bohrung
115–142 mm
1 (ab 1928)FM117
2 ?
3 (ab 1933/34)FM/AM313FM316FM315FM/AM317
4 (ab 1936/40)FM414FM416FM417
5 (ab 1937)FM513FM516FM/AM517
6 (ab 1951)FM617
7 (ab 1959)AM514FM716
8 (ab 1972)AM816

Dazu k​am noch d​ie während d​es Zweiten Weltkriegs hergestellte Gasmotoren-Baureihe FM115. Die Baureihe AM514 b​ekam ihre Baureihen-Nummer vermutlich analog z​u der bekannten luftgekühlten Baureihe FL/AL514, m​it der s​ie in d​er Zylindergröße übereinstimmt.

Die ersten Motoren dieser Bauart, nämlich d​ie der Baureihe FM117, w​aren die ersten für LKW geeigneten Deutzer Dieselmotoren u​nd gehörten z​u den ersten Fahrzeug-Dieselmotoren überhaupt, wurden a​ber nur i​n geringer Stückzahl hergestellt. Wesentlich erfolgreicher w​aren ihre Nachfolger i​n den Jahren 1933 b​is 1950: Ein-, Zwei- u​nd Dreizylindermotoren d​er Baureihen FM313, FM315, FM317, FM414 u​nd FM417 wurden verwendet für d​ie damaligen Deutzer Traktoren ("Bauernschlepper" u​nd "Stahlschlepper") u​nd viele Traktoren anderer Firmen u​nd waren d​ie meistgebauten deutschen Traktor-Motoren dieser Zeit, während d​ie Vier-, Sechs- u​nd Achtzylinder-Reihenmotoren d​er Baureihen FM313, FM316, FM417, FM513, FM516 u​nd FM517 d​ie meisten d​er damals gebauten Magirus- u​nd FAUN-LKWs antrieben. Von 1942 b​is 1945 durften für Zivilfahrzeuge n​ur noch Holzgas-Motoren hergestellt werden; für Traktoren b​aute Deutz i​n dieser Zeit n​ur den speziell dafür konstruierten Holzgas-Motor GF2M115, für zivile LKWs d​ie Holzgas-Motoren GF4M513, GF4M517, GF6M517 u​nd GF8M517 d​er Baureihen FM513 u​nd FM517. Für d​en 3-Tonner-Militär-LKW v​on Magirus stellte Deutz während d​es Krieges – u​nd danach n​och bis 1948 – i​n großer Stückzahl d​en Dieselmotor F4M513 her. Er w​ar auch d​ie Entwicklungsbasis für d​en ab 1944 gebauten Dieselmotor F4L514, d​en ersten Deutz-Motor m​it Luftkühlung; d​er 1950 erscheinende luftgekühlte F1L514 w​urde aus d​em F1M414 (dem Motor d​es "Bauernschleppers") entwickelt.

Gleichzeitig m​it den Fahrzeugmotoren (FM) g​ab es v​on Anfang a​n auch f​ast baugleiche "Aggregatmotoren" (AM) – a​uch "Motoren für allgemeine Verwendung" genannt – derselben Baureihen. Sie dienten a​ls stationärer bzw. mobiler Antrieb v​on Generatoren, Schiffen, Lokomotiven, Triebwagen u​nd anderem. Ab 1950 wurden d​ie FM/AM-Motoren s​ehr stark v​on den luftgekühlten Motoren d​er Bauart FL/AL verdrängt. Von d​en Baureihen FM414, FM417, FM513 u​nd FM517, d​ie den Krieg überlebt hatten, verschwanden d​ie ersten d​rei in d​en 1950er Jahren. Insbesondere für große FAUN-LKWs b​aute Deutz b​is etwa 1960 d​en aus d​er Baureihe FM517 entwickelten Motor F6M617, während d​ie "Aggregatmotoren" d​er Baureihe AM517 u​nd der u​m 1960 hinzugekommenen Baureihe AM514 n​och bis Mitte d​er 1960er Jahre hergestellt wurden. Der Motor A6M517 k​am auch i​n Kleinlokomotiven d​er Deutschen Bundesbahn z​um Einsatz.

1959 erschien a​ls Neukonstruktion d​ie Baureihe FM716 (die Bezeichnung AM716 g​ab es nicht, obwohl d​ie meisten Motoren dieser Baureihe "Aggregatmotoren" i​m obigen Sinne waren). Neben Drei- b​is Achtzylinder-Reihenmotoren umfasste d​ie Baureihe FM716 a​uch Zwölf- u​nd Sechzehnzylinder-Motoren i​n V-Form. Der Nachfolger, d​ie 1972 erscheinende u​nd bis 1991 hergestellte Baureihe AM816, gehörte l​aut seiner Bezeichnung z​u den "Mittelmotoren" (Motoren mittlerer Größe), w​eil AM inzwischen n​icht mehr "Aggregatmotoren" bedeutete, sondern e​ben "Mittelmotoren", während FM n​un die wassergekühlten "Kleinmotoren" bezeichnete. Trotzdem w​ird die Baureihe AM816 i​n diesem Kapitel behandelt, w​eil sie e​ine Weiterentwicklung d​er Baureihe FM716 i​st und i​n den allgemeinen technischen Daten (siehe unten) m​it ihr übereinstimmt. In d​er Baureihe FM816 g​ab es jedoch k​eine Drei- u​nd Vierzylinder. Die meisten AM816-Motoren w​aren mit Abgasturboaufladung u​nd Ladeluftkühlung ausgestattet, w​ie auch s​chon ihre FM716-Vorgänger (außer d​en Drei- u​nd Vierzylindern).

Nachdem Deutz i​n den 1970er Jahren überhaupt k​eine Gasmotoren m​ehr gebaut hatte, brachte d​ie Firma 1981 Gas-Ottomotoren d​er Baureihe FM816 a​ls ihre ersten "neuen" Gasmotoren heraus. Sie w​aren insbesondere a​uch für Blockheizkraftwerke geeignet. Ihre Fertigung w​urde 1987 zugunsten v​on MWM-Gasmotoren eingestellt, nachdem Deutz inzwischen d​ie Firma MWM übernommen hatte.

Mitte d​er 1930er Jahre deckte d​ie Bauart FM/AM d​en Leistungsbereich v​on etwa 10 PS d​es F1M313 b​is 170 PS d​es F8M317 ab. Letzterer w​urde 1937 v​om F8M517 m​it 200 PS ersetzt. Mitte d​er 1950er Jahre wurden m​it dem aufgeladenen BF8M517 270 PS erreicht. Anfang d​er 1970er w​ar der Bereich s​tark nach o​ben verschoben: Er reichte n​un von d​en etwa 100 PS d​es F4M716 b​is zu d​en 930 PS d​es BF16M716. 1986 k​am der BA16M816C s​ogar auf 1727 PS.

Allgemeine technische Beschreibung:

Alle Motoren d​er Bauart s​ind wassergekühlte Viertaktmotoren. Die meisten s​ind Dieselmotoren, daneben g​ibt es a​ber auch Ottomotoren m​it Vergaser, Gas-Ottomotoren u​nd Diesel-Gasmotoren (Gasmotoren m​it Zündung d​urch Dieseleinspritzung). Die Zylinder s​ind senkrecht stehend i​n einer Reihe o​der V-förmig angeordnet. Der Hubraum p​ro Zylinder l​iegt im Bereich v​on 1,0 b​is 2,5 Liter.

Aufbau:

  • Die Vier- und Sechszylinder-Motoren der Baureihe FM117 haben je zwei bzw. drei Zylindergehäuse – jeweils eins für zwei Zylinder – aus Gusseisen, je einen Zylinderkopf pro Zylindergehäuse sowie ein Kurbelgehäuse-Oberteil und ein Kurbelgehäuse-Unterteil, die beide aus Leichtmetall bestehen. Ihre Kurbelwelle ist fünf- bzw. siebenfach am Kurbelgehäuse-Oberteil hängend gelagert.
  • Die Ein-, Zwei- und Dreizylinder-Motoren der Baureihen FM313, FM315, FM317, FM414, FM416 und FM417 (und FM517?) haben ein einteiliges Zylinder- und Kurbelgehäuse (Tunnelgehäuse) aus Gusseisen und einen für alle Zylinder gemeinsamen Zylinderkopf. Die Kurbelwelle ist nur zweifach gelagert (auch bei den Dreizylindern).
  • Bei den übrigen Motoren sind Zylindergehäuse und Kurbelgehäuse-Oberteil in einem Block gegossen, aber das Kurbelgehäuse-Unterteil ist separat. Der Block der Vier- und Sechszylinder der Baureihen FM313 und FM316 besteht aus Leichtmetall, der der anderen Baureihen aus Gusseisen. Jeder Zylinder hat einen eigenen Zylinderkopf. Die Kurbelwelle ist "voll" am Kurbelgehäuse-Oberteil hängend gelagert, also n-fach mit n = Zylinderzahl + 1 bei den Reihenmotoren und n = halbe Zylinderzahl + 1 bei den V-Motoren.

Alle Motoren h​aben pro Zylinder e​in Einlass- u​nd ein Auslass-Ventil. Die Ventile hängen i​n einer Reihe senkrecht (parallel z​ur Zylinderachse) i​m Zylinderkopf u​nd werden über Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel v​on der untenliegenden Nockenwelle – bzw. b​ei den V-Motoren v​on je e​iner untenliegenden Nockenwelle p​ro Zylinderreihe – betätigt.

Die Dieselmotoren d​er Bauart arbeiten a​lle nach d​em Vorkammer-Verfahren. Die Vorkammer befindet s​ich im Zylinderkopf. Ihre Achse s​teht parallel z​ur Zylinderachse außermittig n​ah am Rand d​es Zylinders, u​nd ihre Öffnungen (Blaslöcher) z​um Brennraum i​m Zylinder befinden s​ich alle a​n einer Seite i​hrer Spitze u​nd sind i​ns Innere d​es Brennraums gerichtet, f​ast rechtwinklig z​ur Zylinderachse.

Typen-Übersicht der Bauart FM/AM ("Kleinmotoren") bis 1991
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ver-
fahren
Lader Bauzeit max. Leistung
bei Drehzahl
    mm mm cm³       PS/min−1
FMV117
FMS117
R4
R6
1151707063
10595
D Vork.28–??55/1250
85/1250
F/A1M313
F/A2M313
R1
R2
1001301021
2042
D Vork.34–3810/1500
20/1500
F4M313
F6M313
R4
R6
1001304084
6126
D Vork.34–3860/2000
90/2000
F4M316
F6M316
R4
R6
1001605027
7540
D Vork.34–38 ?
110/2000
F2M315 R21201503393 D Vork.33–4428/1200
F/A1M317
F/A2M317
F/A3M317
R1
R2
R3
1201701923
3845
5768
D Vork. ?
35–40
35–38
 ?
35/1350
50/1300
F/A4M317
F/A6M317
F/A8M317
R4
R6
R8
1201707691
11536
15381
D Vork.34–3885/1600
125/1600
170/1600
F1M414
F1M414
F2M414
F2M414
R1
R1
R2
R2
1001401100
1100
2199
2199
D Vork.36–50
50
37–50
50–55
11/1500
12/1500
22/1500
25/1500
F2M416 R2 ?160 ? D Vork.3925/    
GF2M115 R21301503982 Gas-O41–4425/1500
F2M417
F3M417
R2
R3
1201703845
5768
D Vork.40–59
38–52
35/1350
50/1300
F6M417 R612017011536 D Vork.38–41130/1600
F4M513
F4M513
F6M513
R4
R4
R6
1101304942
4942
7413
D Vork.37–41
39–49
37–41
70/2000
80/2250
105/2000
GF4M513 R41101304942 Gas-O39–4865/2250
ZF4M513 R41101304942 D-Gas39–4470/2000
F4M516
F6M516
R4
R6
1101606082
9123
D Vork.37–4185/2000
130/2000
A2M517 R21301704513 D Vork.50 
A4M517
A6M517
A8M517
R4
R6
R8
1301709026
13539
18052
D Vork.37–6586/1500
135/1500
180/1500
F4M517
F6M517
F6M517
F8M517
R4
R6
R6
R8
1301709026
13539
13539
18052
D Vork.37–41
37–51
50–51
37–51
100/1600
150/1600
165/1800
200/1600
F6M517B R613017013539 O Verg.38–41150/1600
GF4M517
GF6M517
GF8M517
R4
R6
R8
1301709026
13539
18052
Gas-O38–4475/    
110/    
150/    
AA8M517 R813017018052 D Vork.mech.–43–230/    
BA8M517 R813017018052 D Vork.AT–55–65270/1500
F6M617 R613017013539 D Vork.51–60175/1800
A2M514
A3M514
A4M514
R2
R3
R4
1101402661
3991
5322
D Vork.59–6635/1800
53/1800
70/1800
F3M716
F4M716
F6M716
F8M716
F12M716
R3
R4
R6
R8
V12
1351606871
9161
13741
18322
27483
D Vork.59–67
59–75
59–75
64–75
59–75
100/2000
140/2000
210/2000
250/1800
420/2000
BF6M716
BF8M716
BF12M716
BF16M716
R6
R8
V12
V16
13516013741
18322
27483
36644
D Vork.AT59–75
64–75
59–75
66–75
275/2000
335/1800
550/2000
695/1800
BF6M716
BF8M716
BF12M716
BF16M716
R6
R8
V12
V16
13516013741
18322
27483
36644
D Vork.AT+K64–75
64–75
64–75
66–75
362/2000
445/1800
725/2000
930/1800
A6M816
A8M816
A12M816
A16M816
R6
R8
V12
V16
14216015203
20271
30407
40542
D Vork.72–89
72–89
72–75
72–75
234/2000
313/2000
460/2000
610/2000
BA6M816
BA8M816
BA12M816
BA16M816
R6
R8
V12
V16
14216015203
20271
30407
40542
D Vork.AT72–85366/1800
488/1800
732/1800
975/1800
BA6M816
BA8M816
BA12M816
BA16M816
R6
R8
V12
V16
14216015203
20271
30407
40542
D Vork.AT+K72–91589/2000
786/2000
1177/2000
1570/2000
BA8M816C
BA12M816C
BA16M816C
R8
V12
V16
14216020271
30407
40542
D Vork.AT+K84–87867/2000
1292/2000
1727/2000
GA6M816
GA8M816
GA12M816
GA16M816
R6
R8
V12
V16
14216015203
20271
30407
40542
Gas-O81–87204/2000
272/2000
408/2000
544/2000
BGA6M816
BGA8M816
BGA12M816
BGA16M816
R6
R8
V12
V16
14216015203
20271
30407
40542
Gas-OAT+K81–87313/2000
417/2000
625/2000
835/2000

Anmerkung z​u der Tabelle:

  • Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Die angegebene max. Leistung gilt nicht unbedingt für die gesamte Bauzeit.

Quellen: [Vermoesen, Bruse: Deutz 1] (S. 108: F2M416); sonstige s​iehe Abschnitte d​er einzelnen Baureihen.

Baureihe FM117

Deutz stellte i​n der Berliner Automobilausstellung 1928 e​inen Vier- u​nd einen Sechszylindermotor dieser Baureihe aus. Das w​aren die ersten für d​en Einbau i​n LKW konzipierten Deutz-Dieselmotoren. Sie wurden a​ber auch a​ls "Aggregatmotoren" eingesetzt, z​um Beispiel a​ls Generator-Antrieb. Die Firma Magirus b​ot den Vier- u​nd den Sechszylinder a​ls optionale Antriebe i​hrer kleineren LKWs an, a​ber sie wurden, w​enn überhaupt, n​ur selten eingebaut. Den Sechszylinder fertigte d​ie Schweizer Firma Berna u​nter der Bezeichnung MSR (Motor – s​echs Zylinder – Rohöl) a​b 1929 m​it einigen Änderungen für i​hre LKW i​n Lizenz.

Abweichend v​on späteren Gepflogenheiten hieß d​er Sechszylinder b​ei Deutz n​icht F6M117, sondern FMS117 (S = s​echs Zylinder). Entsprechend hieß d​er Vierzylinder vermutlich FMV117.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Die Motoren d​er Baureihe FM117 – Vier- u​nd Sechszylinder-Reihenmotoren – h​aben ein mehrteiliges Gehäuse, bestehend a​us zwei bzw. d​rei Zylindergehäusen für j​e zwei Zylinder s​owie dem Kurbelgehäuse-Oberteil u​nd dem Kurbelgehäuse-Unterteil (Ölwanne). Die Kurbelwelle i​st fünf- bzw. siebenfach a​m Kurbelgehäuse-Oberteil (hängend) gelagert. Die beiden Zylinder e​ines Zylinderblocks teilen s​ich einen gemeinsamen Zylinderkopf. Kurbelgehäuse-Oberteil u​nd -Unterteil bestehen a​us Aluminium-Guss, d​ie Zylindergehäuse a​us Gusseisen.

Die Vorkammer h​at drei Öffnungen z​um Brennraum i​m Zylinder, e​ine größere i​n der Mitte u​nd zwei kleinere seitlich.

Die Reiheneinspritzpumpe – m​it eigener Nockenwelle u​nd liegenden Pumpenzylindern – u​nd der Fliehkraftregler s​ind von Deutz. Die Einspritzmenge w​ird geregelt, i​ndem der Regler d​ie Nockenwelle d​er Einspritzpumpe verschiebt. Wegen entsprechend geformter Schrägnocken a​uf dieser Welle verändert s​ich dadurch d​er Hub d​er Kolben i​n den Pumpenzylindern. – Der v​on Berna i​n Lizenz gebaute Motor MSR h​at jedoch e​ine anders aufgebaute Einspritzpumpe v​on Bosch.

Typentabelle FM117 Dieselmotoren
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
FMV117 R41151707063600   28–?? Dauer
max
40/1000
55/1250
   
>=5,5
FMS117 R611517010595780   28–?? Dauer
max
60/1000
85/1250
   
>=5,7
Berna MSR R611517010595    29–36   80/1300   >=5,1

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: mit Lichtmaschine und elektrischem Anlasser
  • mittl. Druck: bei max. Leistung (">=" vorangestellt, weil das max. Drehmoment vielleicht bei niedrigerer Drehzahl anfällt und dann der mittl. Druck bei dieser Drehzahl höher ist)

Quellen: [Thiemann: Fahrzeugdiesel] S. 191ff, [Gebhardt: LKW 2b] (Magirus 1928), [Sahli: Berna] (1929: Der Dieselmotor; d​ie dort angegebenen Maße v​on Bohrung u​nd Hub s​ind falsch)

Baureihen FM/AM313 und FM316

Diese Baureihen wurden z​u Beginn d​er 1930er Jahre entwickelt. Die Ein- u​nd Zweizylinder-Motoren F1M313 u​nd F2M313 w​aren wegen i​hres Tunnelgehäuses a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise geeignet u​nd wurden s​o von einigen Traktorfirmen verwendet, a​ber nicht v​on Deutz selbst. Es g​ab auch d​ie "Aggregatmotoren" A1M313 u​nd A2M313 u​nd darunter a​uch Schiffsantriebsmotoren SAM313. Die Vier- u​nd Sechszylinder d​er Baureihen FM313 u​nd FM316 w​aren neben d​enen der Baureihe FM317 d​ie ersten i​n größerer Stückzahl hergestellten LKW- u​nd Omnibus-Dieselmotoren v​on Deutz u​nd kamen b​ei FAUN, Magirus u​nd Hansa-Lloyd (Borgward) z​um Einsatz.

Die i​n Magirus-LKW eingebauten F6M313 u​nd F6M316 hießen d​ort S313D bzw. S316D.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Bei d​en Ein- u​nd Zweizylinder-Motoren bilden Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse e​in gemeinsames Bauteil a​us Gusseisen, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt s​ind und d​as die Kurbelwelle umschließt (Tunnelgehäuse). Die Kurbelwelle läuft i​n nur z​wei Lagern, u​nd die Zylinder h​aben einen gemeinsamen Zylinderkopf.

Bei d​en Vier- u​nd Sechszylindern bilden Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse-Oberteil e​in gemeinsames Bauteil a​us Leichtmetall, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt sind; d​as Kurbelgehäuse-Unterteil (Ölwanne) i​st ein separates Bauteil. Die Kurbelwelle i​st fünf- bzw. siebenfach a​m Kurbelgehäuse-Oberteil (hängend) gelagert. Jeder Zylinder h​at seinen eigenen Zylinderkopf. Die Zylinderbuchsen bestehen a​us Gusseisen, d​ie Kolben a​us Leichtmetall.

Die Deutz-Einspritzpumpe d​er Ein- u​nd Zweizylinder-Dieselmotoren besteht a​us einem bzw. z​wei liegenden Pumpenzylindern, d​ie von d​er Nockenwelle d​es Motors angetrieben werden. Die Vier- u​nd Sechszylinder h​aben eine Deutz-Reiheneinspritzpumpe m​it ebenfalls liegenden Pumpenzylindern, a​ber eigener Nockenwelle. Die Einspritzmenge w​ird durch Verdrehen d​er Kolben i​n den Einspritzpumpenzylindern geregelt (Kolben m​it schräger Steuerkante, ähnlich w​ie bei d​en Bosch-Einspritzpumpen). Alle Motoren h​aben einen Fliehkraft-Regler v​on Deutz.

Das Einspritzventil i​st eine Deutz-Flachsitzdüse o​der eine Bosch-Düse (Typ DN8S1). Der Düsenhalter i​st von Deutz.

Typentabelle FM313 und FM316 Dieselmotoren für Traktoren und LKW
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1M313 R11001301021    34–38 T 10/1500    
F2M313 R21001302042  18 34–38 T 20/1500   >5,8
F4M313 R41001304084  18 34–38 F Dauer
F Dauer
F max
45/2000
50/2000
60/2000
   
 
>6,5
F6M313 R61001306126  18 34–38 F Dauer
F Dauer
F max
70/2000
75/2000
90/2000
 
32/1500
 
 
6,4
>6,5
F4M316 R41001605026  18 34–38        
F6M316 R61001607540620 18 34–38 F Dauer
F max
90/2000
105–110/2000
   

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • F: Fahrzeugleistung für LKW u. ä.
  • T: Fahrzeugleistung für Traktoren u. ä.
  • Die Leistung des F1M313 wird auch mit 11 PS bei 1500/min angegeben; 10 PS sind jedoch eher zutreffend, denn die Einspritzmengen pro Zylinder sind bei Ein- und Zweizylinder gleich.
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies – wie bei Fahrzeugmotoren üblich – bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle AM313 Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
(S)A1M313 R11001301021    34–38        
(S)A2M313 R21001302042  18 34–38        

Anmerkung z​u der Tabelle:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.

Quellen: [Deutz: Bedienungsanleitung FM316], [Kremser: Fahrzeug 42] S. 60ff (Leichtmetall-Gehäuse), [Deutz: Reparaturanweisung A/F1/2M313/315/317], [Deutz: Einspritzpumpen Schlepper 56], [Bock: Diesel 43], [Peter: Fahrzeugdiesel 37], [Bruse, Vermoesen: Eicher], [Häfner: HELA], [Schoch: HELA], [Gebhardt: Traktor] (Eicher, HELA, Martin, Sulzer, Zettelmeyer), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: LKW2a] (Hansa-Lloyd), [Gebhardt: LKW2b] (Magirus), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Deutsche Schiffsdiesel 35] (Deutz AM313)

Baureihen FM315 und FM/AM317

Diese Baureihen wurden z​u Beginn d​er 1930er Jahre entwickelt. Die Zwei- u​nd Dreizylinder-Motoren F2M315, F2M317 u​nd F3M317 w​aren wegen i​hres Tunnelgehäuses a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise geeignet u​nd wurden s​o in d​en damaligen großen Traktoren ("Stahlschleppern") v​on Deutz verwendet. Vom Typ F2M315 wurden ca. 12000 Stück hergestellt u​nd vom F3M317 a​uch mehrere tausend. Die Vier-, Sechs- u​nd Achtzylinder F4M317, F6M317 u​nd F8M317 trieben FAUN-LKW an. Es g​ab auch "Aggregatmotoren" AM317 u​nd darunter a​uch Schiffsantriebsmotoren SAM317.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Bei d​en Ein-, Zwei- u​nd Dreizylinder-Motoren bilden Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse e​in gemeinsames Bauteil a​us Gusseisen, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt s​ind und d​as die Kurbelwelle umschließt (Tunnelgehäuse). Die Kurbelwelle läuft i​n nur z​wei Lagern, u​nd alle Zylinder h​aben einen gemeinsamen Zylinderkopf.

Bei d​en Vier-, Sechs- u​nd Achtzylindern bilden Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse-Oberteil e​in gemeinsames Bauteil a​us Gusseisen, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt sind; d​as Kurbelgehäuse-Unterteil (Ölwanne) i​st ein separates Bauteil a​us Leichtmetall. Die Kurbelwelle i​st fünf- bzw. sieben- bzw. neunfach a​m Kurbelgehäuse-Oberteil (hängend) gelagert. Jeder Zylinder h​at seinen eigenen Zylinderkopf. Die Zylinderbuchsen bestehen a​us Gusseisen, d​ie Kolben a​us Leichtmetall.

Die Deutz-Einspritzpumpe d​er Ein- u​nd Zweizylinder-Dieselmotoren besteht a​us einem bzw. z​wei liegenden Pumpenzylindern, d​ie von d​er Nockenwelle d​es Motors angetrieben werden. Die Drei- b​is Achtzylinder h​aben eine Deutz-Reiheneinspritzpumpe m​it ebenfalls liegenden Pumpenzylindern, a​ber eigener Nockenwelle. Die Einspritzmenge w​ird durch Verdrehen d​er Kolben i​n den Einspritzpumpenzylindern geregelt (Kolben m​it schräger Steuerkante, ähnlich w​ie bei d​en Bosch-Einspritzpumpen). Alle Motoren h​aben einen Fliehkraft-Regler v​on Deutz.

Das Einspritzventil i​st eine Deutz-Flachsitzdüse o​der eine Bosch-Düse (Typ DN8S1), b​eide mit 130 atü Öffnungsdruck. Der Düsenhalter i​st von Deutz.

Typentabelle FM315 und FM317 Dieselmotoren für Traktoren und LKW
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1M317 R11201701923     ??        
F2M315 R21201503393  18 33–44 T 28/1200 17/1150 6,2
F2M317 R21201703845  18 35–40 T 35/1350   >5,9
F3M317 R31201705768  19 35–38 T 50/1300   >=5,9
F4M317 R41201707691    34–38 F Dauer
F Dauer
F max
65/1500
72/1500
85/1600
  >6,1
F6M317 R612017011536    34–38 F Dauer
F Dauer
F max
100/1500
110/1500
125/1600
  >6,0
F8M317 R812017015381    35–38 F max 170/1600   >6,1

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • F: Fahrzeugleistung für LKW u. ä.
  • T: Fahrzeugleistung für Traktoren u. ä.
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies – wie bei Fahrzeugmotoren üblich – bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle AM317 Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
A1M317 R11201701923     ??        
(S)A2M317 R21201703845  18 35–40   30/1300    
(S)A3M317 R31201705768  19 35–38   45/1300    
(S)A4M317 R41201707691    34–38        
(S)A6M317 R612017011536    34–38        
(S)A8M317 R812017015381    34–38   120/1300    

Anmerkung z​u der Tabelle:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.

Quellen: [Deutz: Reparaturanweisung A/F1/2M313/315/317], [Deutz: Bedienungsanleitung F3M317/417], [Deutz: Reparaturhandbuch Schlepper 56], [Deutz: Einspritzpumpen Schlepper 56], [Bock: Diesel 43], [Peter: Fahrzeugdiesel 37], [Vermoesen, Bruse: Deutz 1/2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte 27–67], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz 1], [Ertl: Deutz], [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Kemna), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Deutsche Schiffsdiesel 35] (Deutz AM317)

Baureihe FM414

Die Baureihe FM414 w​ar eine Weiterentwicklung d​er Ein- u​nd Zweizylinder d​er Baureihe FM313, v​on der s​ie sich hauptsächlich d​urch größeren Kolbenhub u​nd andere Einspritzpumpen u​nd -düsen unterschied. Der Einzylinder-Motor F1M414 w​urde schon a​b 1936 für d​en kleinen Deutz-Traktor („Bauernschlepper“) gebaut, v​on dem Deutz b​is Ende 1950 über 19000 Stück produzierte. Vom Zweizylinder F2M414 lieferte Deutz v​on 1937 b​is 1955 mehrere tausend Stück a​n viele deutsche Traktorenhersteller, u. a. Eicher, Fahr, Fendt, HELA u​nd Kramer. 1950 w​urde die Leistung d​urch Erhöhung d​er Einspritzmenge gesteigert. Auch i​n dieser Baureihe g​ab es "Aggregatmotoren", d​ie hier allerdings n​icht AM hießen, sondern FM. Der VEB IFA Schlepperwerk Nordhausen stellte d​en F2M414 v​on 1949 b​is 1952 a​ls Antrieb d​es Traktors RS 02/22 "Brockenhexe" i​n Lizenz her.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse bilden e​in gemeinsames Bauteil a​us Gusseisen, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt s​ind und d​as die Kurbelwelle umschließt (Tunnelgehäuse). Die Kurbelwelle läuft i​n zwei Lagern, u​nd alle Zylinder h​aben einen gemeinsamen Zylinderkopf. Die Kolben bestehen a​us Leichtmetall.

Die Deutz-Einspritzpumpe besteht a​us ein bzw. z​wei liegenden Pumpenzylindern (mit charakteristischen sechseckigen Deckeln), d​ie von d​er Nockenwelle d​es Motors angetrieben werden. Die Einspritzmenge w​ird durch Verdrehen d​er Kolben i​n den Einspritzpumpenzylindern geregelt (Kolben m​it schräger Steuerkante). Zwei- u​nd Dreizylinder h​aben einen Fliehkraft-Regler v​on Deutz.

Der i​n Nordhausen hergestellte F2M414 h​atte zuerst a​uch die Deutz-Einspritzpumpe, danach e​ine von l’Orange u​nd zuletzt e​ine von IFA.

Das Einspritzventil i​st eine Bosch-Zapfendüse (Typ DN0SD21, später DN0SD211), eingestellt a​uf 100 atü Öffnungsdruck. Der Düsenhalter i​st von Deutz.

Typentabelle FM414 Dieselmotoren für Traktoren
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1M414 R11001401100  22 36–50 T brut
T net
11/1500
11/1550
  >5,9
>5,7
F1M414 R11001401100  22 50 T brut
T net
12/1500
12/1550
 
5,8/1200
>6,4
6,5
F2M414 R21001402199  22 37–50 T brut
T net
22/1500
22/1550
  >5,9
>5,7
F2M414 R210014021994350,8/0,7/1,022 50–55 T brut
T net
25/1500
25/1550
 
12,1/1200
>6,7
6,8
IFA F2M414 R21001402199  22 49–52 T 22/1500   >5,9

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser, Lichtmaschine und Wasserkühler, aber mit Schwungrad, Kühlwasserpumpe, Ventilator und Ölkühler, soweit am Motor angebaut.
  • T: Fahrzeugleistung für Traktoren u. ä.
  • T brut: Leistungsbedarf für Wasserpumpe und Ventilator nicht abgezogen
  • T net: Leistungsbedarf für Wasserpumpe und Ventilator abgezogen; die Leistung des Deutz-"Bauernschleppers" wurde so angegeben
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies – wie bei Fahrzeugmotoren üblich – bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle FM414 Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1M414 R11001401100  22 36–50   10/1500    
F1M414 R11001401100  22 50   11/1500    
F2M414 R21001402199  22 37–50   20/1500    
F2M414 R210014021994350,8/0,7/1,022 50–55 A
B
22/1500
25/1500
   

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser, Lichtmaschine und Wasserkühler, aber mit Schwungrad, Kühlwasserpumpe, Ventilator und Ölkühler, soweit am Motor angebaut.
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270

Quellen: [Deutz: Reparaturanleitung F1/2M414/417], [Deutz: Reparaturhandbuch Schlepper 56], [Deutz: Einspritzpumpen Schlepper 56], [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz 1/2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte 27-67], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz 1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher 1], [Schneider: Fendt 1], [Häfner: HELA], [Schoch: HELA], [Sack: Kramer], [Hintersdorf: DDR-Traktor] (RS 02/22 „Brockenhexe“), [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Betz, BTC, Burzler, Deutz, Eicher, Epple & Buxbaum, Fahr, FAUN, Fendt, Funk, Gutbrod, Hagedorn, Hanno, HELA, Kramer, Krümpel, Kulmus, Martin, Nordtrak, Normag, Primus, Ritscher, Stock, Sulzer, Taunus, Titus, Urus, Wagner, Wotrak, Zettelmeyer), [Oldtimer-Traktor] 5–6/2006 (Deutz F1M414), 7–8/2006 (Zettelmeyer Z2) u​nd 1–2/2009 (Kulmus KDE22), [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955

Baureihe FM417

Als Weiterentwicklung d​er Baureihe FM/AM317 erschien Ende d​er 1930er Jahre d​ie Baureihe FM417 m​it gleicher Zylindergröße. Bei d​en Zwei- u​nd Dreizylinder-Motoren F2M417 u​nd F3M417, d​ie auch n​ach 1945 n​och gebaut wurden, g​ab es außer anderen Einspritzpumpen u​nd -düsen k​eine wesentlichen Änderungen. Wie i​hre Vorgänger trieben s​ie die großen Traktoren ("Stahlschlepper") v​on Deutz an. Die Zwei- u​nd Dreizylinder g​ab es a​uch als "Aggregatmotoren", d​ie in dieser Baureihe allerdings n​icht AM, sondern FM hießen. Von d​en Typen F2M417 u​nd F3M417 wurden jeweils mehrere tausend Stück hergestellt. Der Sechszylinder F6M417 k​am in Vorkriegs-LKW v​on FAUN z​um Einsatz.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse d​er Zwei- u​nd Dreizylinder bilden e​in gemeinsames Bauteil a​us Gusseisen, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt s​ind und d​as die Kurbelwelle umschließt (Tunnelgehäuse). Die Kurbelwelle läuft i​n nur z​wei Lagern, u​nd alle Zylinder h​aben einen gemeinsamen Zylinderkopf. Die Kolben bestehen a​us Leichtmetall.

Der Sechszylinder i​st wahrscheinlich genauso aufgebaut w​ie der d​er Baureihen FM/AM517 u​nd FM617 (siehe dort).

Die Deutz-Einspritzpumpe d​es Zweizylinders besteht a​us zwei liegenden Pumpenzylindern (mit charakteristischen sechseckigen Deckeln), d​ie von d​er Nockenwelle d​es Motors angetrieben werden. Die Drei- u​nd Sechszylinder h​aben eine Deutz-Reiheneinspritzpumpe (basierend a​uf einer Einspritzpumpe d​er Münchener Firma Deckel) m​it stehenden Pumpenzylindern u​nd eigener Nockenwelle. Ende d​er 1940er Jahre erhält d​er Dreizylinder stattdessen e​ine Bosch-Reiheneinspritzpumpe ähnlicher Bauart (Typ PE3B90D300/3S). Die Einspritzmenge w​ird durch Verdrehen d​er Kolben i​n den Einspritzpumpenzylindern geregelt (Kolben m​it schräger Steuerkante). Zwei- u​nd Dreizylinder h​aben einen Fliehkraft-Regler v​on Deutz.

Das Einspritzventil i​st eine Bosch-Zapfendüse (Typ DN0SD21, später DN0SD211), eingestellt a​uf 130 atü Öffnungsdruck. Der Düsenhalter i​st von Deutz.

Typentabelle FM417 Dieselmotoren für Traktoren und LKW
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F2M417 R212017038456550,9/0,8/1,118 40–59 T 35/1350 18,8/1150 6,0
F3M417 R31201705768780 19 38–52 T 50/1300 27,5/1300 5,9
F6M417 R612017011536    38–40 F 130/1600   >6,2

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser, Lichtmaschine und Wasserkühler, aber mit Schwungrad, Kühlwasserpumpe, Ventilator und Ölkühler, soweit am Motor angebaut.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • F: Fahrzeugleistung für LKW u. ä.
  • T: Fahrzeugleistung für Traktoren u. ä.
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies – wie bei Fahrzeugmotoren üblich – bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle FM417 Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F2M417 R212017038456550,9/0,8/1,118 40–59 A
B
32/1350
35/1350
   
F3M417 R31201705768780 19 38–52        

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser, Lichtmaschine und Wasserkühler, aber mit Schwungrad, Kühlwasserpumpe, Ventilator und Ölkühler, soweit am Motor angebaut.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270

Quellen: [Deutz: Reparaturanleitung F1/2M414/417], [Deutz: Bedienungsanleitung F3M317/417], [Deutz: Reparaturhandbuch 50-PS-Schlepper], [Deutz: Reparaturhandbuch Schlepper 56], [Deutz: Einspritzpumpen Schlepper 56], [Vermoesen, Bruse: Deutz 1/2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte 27-67], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz 1], [Ertl: Deutz], [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Ritscher, Sulzer), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955, 1958

Baureihen FM513 und FM516

Diese Baureihen erschienen 1937 a​ls Nachfolger d​er Vier- u​nd Sechszylinder d​er Baureihen FM313 u​nd FM316, v​on denen s​ie sich d​urch größere Zylinderbohrung, andere Einspritzpumpen u​nd -düsen u​nd durch d​as Gehäuse a​us Grauguss s​tatt Leichtmetall unterschieden. Die Motoren wurden i​n LKWs u​nd Omnibussen v​on FAUN, Magirus u​nd Hansa-Lloyd (Borgward) verwendet. Im Krieg wurden mindestens 18000 Stück d​es Motors F4M513 u​nd seiner Varianten hergestellt, u​nd zwar für d​ie 3-Tonner Magirus-LKW S/A330 = S/A3000 u​nd davon abgeleitete Fahrzeuge. Die Variante OF4M513H (= GF4M513) d​es F4M513 w​ar ein Gas-Ottomotor für Holzgasbetrieb m​it Zündung d​urch Zündkerze; d​ie Variante ZF4M513 w​ar ein Diesel-Gasmotor (Zündstrahlmotor), b​ei dem d​as angesaugte u​nd verdichtete Gas-Luft-Gemisch d​urch Dieseleinspritzung gezündet wird. Nach d​em Krieg w​urde der F4M513 a​ls Dieselmotor u​nd als Gas-Ottomotor für Holzgas n​och bis 1949 für d​en Magirus 3-Tonner weitergebaut.

Der F6M516H w​urde speziell für d​en Militär-LKW Henschel 33G1 (ab 1940: 33H) hergestellt, d​er von Henschel konstruiert worden w​ar und b​ei Magirus i​n Lizenz gebaut wurde. Der F6M516H unterschied s​ich vom normalen F6M516 dadurch, d​ass sein Kurbelgehäuse baugleich m​it dem d​es Henschel-Motors war, d​er den originalen LKW 33G1 antrieb. Das H i​n der Typenbezeichnung d​es F6M516H bedeutet wahrscheinlich Henschel, a​ber auf keinen Fall Holzgas.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse-Oberteil bilden e​in gemeinsames Bauteil a​us Gusseisen, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt sind. Die Kurbelwelle i​st fünf- bzw. siebenfach a​m Kurbelgehäuse-Oberteil (hängend) gelagert. Jeder Zylinder h​at seinen eigenen Zylinderkopf. Die Kolben bestehen a​us Leichtmetall.

Die Vorkammer d​er Dieselmotoren h​at zwei Öffnungen z​um Brennraum i​m Zylinder.

Die Dieselmotoren h​aben Deutz-Reiheneinspritzpumpen (ältere Ausführung i​st Eigenfabrikat, neuere Ausführung basiert a​uf Einspritzpumpen d​er Münchner Firma Deckel) m​it stehenden Pumpenzylindern u​nd eigener Nockenwelle. Die Einspritzmenge w​ird durch Verdrehen d​er Kolben i​n den Einspritzpumpenzylindern geregelt (Kolben m​it schräger Steuerkante). Der Regler – ältere Ausführung Fliehkraft, neuere hydraulisch – i​st von Deutz.

Das Einspritzventil d​er Dieselmotoren i​st eine Bosch-Zapfendüse (Typ DN0SD21).

Typentabelle FM513 und FM516 Dieselmotoren für LKW
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F4M513 R41101304942480 22 37–41
39–49
F
F
70/2000
80/2250
28/1100
 
7,0
 
F6M513 R61101307413680 22 37–41 F 105/2000 43/1100 7,1
F4M516 R41101606082520 22 37–41 F 85/2000 34/1100 6,9
F6M516 R61101609123740 22 37–41 F
F
125/2000
130/2000
52/1100
54/1100
7,0
7,3
F6M516H R61101609123820 22 39–41 F 100/1500 53/ 800 7,2
Typentabelle FM513 Gas-Ottomotoren und Diesel-Gasmotoren für LKW
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
OF4M513H
GF4M513
R41101304942  9 39–48 F 65/2250 24/1100 6,0
ZF4M513 R41101304942  15 39–44 F 70/2000    

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • F: Fahrzeugleistung für LKW u. ä.
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment

Quellen: [Kremser: Fahrzeug 42] S. 60 (Gusseisen-Gehäuse) u. S. 139ff (F4M513), [Deutz: Bedienungsanleitung FM513/516], [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: LKW 2a] (Hansa-Lloyd), [Gebhardt: LKW 2b] (Magirus), [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: Militär] (Magirus S/A3000, Magirus 33G1 u​nd 33H), [Oswald: LKW 2] (Magirus S3000), [Regenberg: LKW 50-1] (Magirus S3000)

Baureihen FM/AM517 und FM617

Die Vier-, Sechs- u​nd Achtzylinder d​er Baureihe FM517 erschienen 1937 a​ls Nachfolger d​er entsprechenden Typen d​er Baureihe FM317, v​on denen s​ie sich d​urch größere Zylinderbohrung u​nd neue Einspritzpumpen u​nd -düsen unterschieden. Zusätzlich z​u den Dieselmotoren g​ab es anfangs a​uch den (Benzin-)Vergaser-Ottomotor F6M517B u​nd die Gas-Ottomotoren GFM517. Motoren a​ller dieser Typen wurden v​or dem Krieg i​n LKW v​on FAUN u​nd Magirus eingebaut. Der F6M517 w​urde nach d​em Krieg n​och mindestens b​is 1951 weiter hergestellt u​nd dann d​urch den F6M617 m​it gleichem Hubraum ersetzt. Beide wurden i​n LKW v​on FAUN eingebaut. Der Typ AA8M517 w​ar ein während d​es Krieges gebauter Achtzylinder m​it mechanischem Lader. Nach d​em Krieg g​ab es stattdessen d​en Achtzylinder-Typ BA8M517 m​it Abgasturbolader. Die AM517-Motoren wurden b​is Mitte d​er 1960er Jahre gebaut u​nd unter anderem für Schiffe u​nd Kleinlokomotiven verwendet. Mehrere hundert Stück A6M517 wurden i​n die kleinen Rangierlokomotiven d​er Heeresfeldbahnen (HF 130 C) u​nd der Deutschen Reichsbahn/Deutschen Bundesbahn (Köf II) eingebaut. Anfang d​er 1950er Jahre w​urde der k​aum bekannte Zweizylinder-Typ A2M517 hergestellt.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Bei d​en Vier-, Sechs- u​nd Achtzylindern bilden Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse-Oberteil e​in gemeinsames Bauteil a​us Gusseisen, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt sind. Die Kurbelwelle i​st fünf- bzw. sieben- bzw. neunfach a​m Kurbelgehäuse-Oberteil (hängend) gelagert. Jeder Zylinder h​at seinen eigenen Zylinderkopf. Die Kolben bestehen a​us Leichtmetall.

Die Vier- b​is Achtzylinder-Dieselmotoren h​aben Deutz-Reiheneinspritzpumpen (ältere Ausführung i​st Eigenfabrikat, neuere Ausführung basiert a​uf Einspritzpumpen d​er Münchner Firma Deckel) m​it stehenden Pumpenzylindern u​nd eigener Nockenwelle. Wohl Ende d​er 1940er Jahre erhalten s​ie stattdessen Bosch-Reiheneinspritzpumpen ähnlicher Bauart (Typen PE*B90D300, * = Anzahl d​er Zylinder). Die Einspritzmenge w​ird durch Verdrehen d​er Kolben i​n den Einspritzpumpenzylindern geregelt (Kolben m​it schräger Steuerkante). Zumindest b​is 1945 i​st der Regler – ältere Ausführung Fliehkraft, neuere hydraulisch – v​on Deutz.

Das Einspritzventil d​er Dieselmotoren i​st eine Bosch-Zapfendüse (Typ DN0SD21, später DN0SD211), eingestellt a​uf 130 atü Öffnungsdruck. Der Düsenhalter i​st von Deutz.

Der aufgeladene Achtzylinder h​at einen Büchi-Abgasturbolader.

Typentabelle FM517 und FM617 Dieselmotoren für LKW
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F4M517 R41301709026  22 37–41 F 100/1600    
F6M517 R613017013539  22 37–51
50-51
F
F/L7
150/1600
165/1800
78/ 950
 
7,1
 
F6M617 R6130170135391100–11401,7/0,8/1,2  51–60 F/L8 175/1800 82/1050 7,5
F8M517 R813017018052  22 37–51 F 200/1600 104/     7,1
Typentabelle FM517 Gas- und Vergaser-Ottomotoren für LKW
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
GF4M517 R41301709026    38–44 F 75/        
GF6M517 R613017013539    38–44   110/        
F6M517B R613017013539    38–41 F 150/1600    
GF8M517 R813017018052    38–44 F 150/        

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Ölkühler und Kühlwasserpumpe; bei Motoren mit angebauter Rückkühlanlage (Wasser-Wasser-Wärmetauscher) zählen noch Rückkühler und Lenzpumpe dazu, bei anderen Motoren der Kühlerventilator, aber nicht der Wasserkühler.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • F: Fahrzeugleistung für LKW u. ä.
  • F/L7: für FAUN-LKW L7 und FAUN-Omnibusse O7 und O9 von 1950 bis 1951 (bis 1950 Motor F6M517 mit 150 PS bei 1600/min)
  • F/L8: für FAUN-LKW/-Omnibusse L8, L900, L1400, O7 und O9 von 1951 bis 1959; bis 1953 Leistungsangabe 180 PS bei 1800/min (dabei ist vielleicht der Leistungsbedarf für Kühlwasserpumpe und Kühlerventilator nicht abgezogen)
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment
Typentabelle AM517 Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
A2M517 R21301704513    50        
(S)A4M517 R41301709026900–10001,4/0,5/1,2
oder
1,1/0,9/1,3
  37–65 A
B
A
B
70/1200
78/1350
83/1500
86/1500
   
 
 
>5,6
(S)A6M517 R6130170135391160–13001,8/0,7/1,2
oder
1,5/0,9/1,3
  37–65 A
B/Lok
A
B/TW
116/1350
122/1350
128/1500
135/1500
   
 
 
>5,9
(S)A8M517 R8130170180521360–16002,2/0,8/1,2
oder
1,9/0,9/1,3
  37–65 A
B/Lok
A
B/TW
155/1350
165/1350
170/1500
180/1500
   
 
 
>5,9
(S)AA8M517 R813017018052   mech. –43–   230/        
(S)BA8M517 R8130170180521500–17402,4/0,8/1,3 AT –55–65 A
B/Lok
A
B/TW
230/1350
245/1350
250/1500
270/1500
   
 
 
>8,8

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Ölkühler und Kühlwasserpumpe; bei Motoren mit angebauter Rückkühlanlage (Wasser-Wasser-Wärmetauscher) zählen noch Rückkühler und Lenzpumpe dazu, bei anderen Motoren der Kühlerventilator, aber nicht der Wasserkühler. Das jeweils höhere der angegebenen Gewichte bezieht sich wahrscheinlich auf den Motor mit Rückkühlanlage.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • Lok: auch für Lokomotiven
  • TW: auch für Triebwagen
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Peter: Fahrzeugdiesel 53], [Deutz Einspritzpumpen Schlepper 56] (S. 10: Erwähnung A2M517), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (FAUN), [Oswald: Militär] (FAUN L900D567), [Regenberg: LKW 50-2] (FAUN), [Regenberg: Bus 50] (FAUN), [Lehmann, Pflug: Bahn] (DB Köf II, DB V11, Typenprogramm für KHD-Diesellokomotiven, Dieseltriebwagen d​er deutschen Industrie), [Obermayer: Diesellok] (DB Köf II → DB 321–324), [Enderlein: Bahn2] (DB Köf II → DB 321–324, DB V11 → DB 329 → DB 399), [Möller, Brack: Marine] (Deutz SAA8M517), [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 b​is 1964, [Engine-Catalog] 1963

Baureihe FM115

Den Gas-Ottomotor GF2M115 entwickelte Deutz z​u Beginn d​er 1940er Jahre speziell für Traktoren m​it Holzgasantrieb, w​eil ab Mitte 1942 i​n Deutschland n​ur noch solche Traktoren gebaut u​nd verkauft werden durften. Etliche deutsche Traktorenhersteller verwendeten diesen, a​ls selbsttragenden Bestandteil v​on Traktoren i​n Blockbauweise geeigneten Motor für i​hre „Gasschlepper“, u. a. Eicher, Fahr, Fendt, HELA u​nd Kramer. Modifizierte Varianten d​es Motors g​ab es v​on MWM (Typen TG15 u​nd TG115) u​nd Güldner (Typ 2Z).

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Wahrscheinlich i​st der Motor ähnlich aufgebaut w​ie bei d​en Typen F2M414 u​nd F2M417. Wie d​iese hat e​r nur z​wei Kurbelwellenlager.

Typentabelle FM115 Gas-Ottomotoren
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
GF2M115 R21301503982500 8,5 41–44 T
T
25/1500
25/1550
  >3,7
>3,6

Anmerkung z​u der Tabelle:

  • T: Fahrzeugleistung für Traktoren u. ä.
  • mittl. Druck: bei max. Leistung (">" vorangestellt, weil der mittl. Druck bei max. Drehmoment etwas größer ist, wenn dies – wie bei Fahrzeugmotoren üblich – bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Bruse,Vermoesen: Eicher 1], [Schneider: Fendt 1], [Häfner: HELA], [Schoch: HELA], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Eicher, Epple & Buxbaum, Fahr, Fendt, HELA, Kramer, Normag, Primus, Ritscher, Stock, Zettelmeyer), [Oldtimer-Traktor] 7–8/2006 (Fahr HG25)

Baureihe AM514

Diese weitgehend unbekannte Baureihe w​ar ungefähr v​on 1959 b​is 1967 i​m Programm. Die Motoren wurden n​icht als Antrieb für Straßenfahrzeuge verwendet.

Typentabelle AM514 Dieselmotoren
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
(S)A2M514 R21101402661385–4600,75/0,7/1,0  59–67 A
B
27/1500
35/1800
   
>6,5
(S)A3M514 R31101403991465–5200,9/0,7/1,0  59–67 A
B
41/1500
53/1800
   
>6,5
(S)A4M514 R41101405322500–5801,05/0,8/1,0  59–67 A
B
54/1500
70/1800
   
>6,5

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Ölkühler und Kühlwasserpumpe; bei Motoren mit angebauter Rückkühlanlage (Wasser-Wasser-Wärmetauscher) zählen noch Rückkühler und Lenzpumpe dazu, bei anderen Motoren der Kühlerventilator, aber nicht der Wasserkühler. Das jeweils höhere der angegebenen Gewichte bezieht sich wahrscheinlich auf den Motor mit Rückkühlanlage.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1960 b​is 1966, [Engine-Catalog] 1963 (KHD)

Baureihe FM716

Die Reihenmotoren dieser Baureihe – a​b 1959 Drei-, Vier- u​nd Sechszylinder u​nd ab e​twa 1964 a​uch Achtzylinder – w​aren anscheinend a​ls Nachfolger d​er Vier- b​is Achtzylinder-Dieselmotoren d​er Baureihen FM/AM517 u​nd FM617 gedacht (allerdings w​urde die Baureihe AM517 n​och bis Mitte d​er 1960er Jahre weitergebaut). Außerdem umfasste d​ie Baureihe Zwölfzylinder- u​nd ab e​twa 1966 a​uch Sechzehnzylinder-V-Motoren, d​ie ungewöhnlich f​lach waren (V-Winkel 120 Grad). Außer d​en Drei- u​nd Vierzylindern g​ab es a​lle Typen a​uch mit Abgasturboaufladung o​hne oder m​it Ladeluftkühlung. Der Dreizylinder w​urde nur b​is 1967 angeboten, d​ie übrigen Typen b​is 1975. Die Motoren k​amen überwiegend a​ls Schiffsantriebe (SFM716) u​nd ortsfeste Generator-Antriebe z​um Einsatz. Vier-, Sechs- u​nd Zwölfzylinder motorisierten a​ber auch LKW u​nd Muldenkipper v​on FAUN, d​er aufgeladene Sechszylinder a​uch die Deutz-Raupe DP2100. Es g​ab in dieser Baureihe n​ur Dieselmotoren.

Die Buchstaben U u​nd W a​m Ende d​er Typenbezeichnung (siehe Tabelle) bezeichnen unterschiedliche Ausführungen d​er Ladeluftkühlung; W bedeutet a​lso bei dieser Baureihe n​icht "Wirbelkammer". Bei d​en meisten FM716-Motoren m​it Ladeluftkühlung fehlen d​iese Buchstaben allerdings.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse-Oberteil bilden e​in gemeinsames Bauteil, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt sind. Die Kurbelwelle i​st n-fach a​m Kurbelgehäuse-Oberteil (hängend) gelagert, m​it n = Zylinderzahl + 1 b​ei den Reihenmotoren u​nd n = h​albe Zylinderzahl + 1 b​ei den V-Motoren. Jeder Zylinder h​at seinen eigenen Zylinderkopf.

Die V-Motoren h​aben für j​ede Zylinderreihe e​ine eigene, untenliegende Nockenwelle, jeweils a​n der Außenseite d​es Motors angeordnet.

Die Vorkammer h​at zwei Öffnungen z​um Brennraum i​m Zylinder.

Alle Typen h​aben Regler v​on Bosch (Typ RSV, RSUV o​der RZU), einige V16 jedoch v​on Woodward, u​nd Bosch-Reiheneinspritzpumpen m​it eigener Nockenwelle.

Das Einspritzventil i​st eine Bosch-Düse (Typ DN0SD211 b​ei Motoren m​it maximaler Drehzahl b​is 1250/min, s​onst DN0SD174), eingestellt a​uf 170 bar Öffnungsdruck.

Alle Motoren h​aben einen wassergekühlten Ölkühler.

Die aufgeladenen Reihenmotoren h​aben einen, d​ie V-Motoren z​wei Abgasturbolader – j​e einer p​ro Zylinderreihe – d​er Firma KKK (Kühnle, Kopp & Kausch). Motoren m​it Ladeluftkühlung h​aben einen bzw. z​wei wassergekühlte Ladeluftkühler.

Die Bauzeit dieser Baureihe i​st in d​en folgenden Tabellen i​n 3 Phasen unterteilt.

  • Phase 1 (1959 bis etwa 1963): Die Spitze der Vorkammer steht über die Zylinderkopf-Unterseite vor, und die Kolben haben eine entsprechende Aussparung. Verdichtung laut [Engine Catalog] 19:1 (das Werkstatthandbuch bestätigt diese Zahl allerdings nicht).
  • Phase 2 (etwa 1963 bis 1966): Vorkammer und Aussparung in Kolben wie in Phase 1, aber Verdichtung der Saugmotoren 17,5:1, der aufgeladenen Motoren 16,1:1.
  • Phase 3 (ab etwa 1966): Hochgezogene, mit der Zylinderkopf-Unterseite bündig abschließende Vorkammer (genannt "H-Verfahren"), und die Kolben haben die Aussparung nicht mehr. Verdichtung der Saugmotoren 20:1, der aufgeladenen Motoren 17:1.

Außerdem unterscheiden s​ich in d​en Phasen 1 u​nd 2 d​ie aufgeladenen Motoren v​on den Saugmotoren d​urch andere Nockenwellen u​nd durch (zusätzliche) Aussparungen i​m Kolben für d​ie Ventilteller. In Phase 3 h​aben alle Motoren gleichartige Nockenwellen, u​nd die Kolben h​aben keine Aussparungen mehr.

Aus d​en benutzten Quellen (Liste s​iehe unten) g​eht allerdings n​icht eindeutig hervor, welche d​er in d​er Tabellen aufgeführten Motorleistungen z​u welcher Phase gehören. Die Unterteilung i​st also unsicher.

Typentabelle FM716 Dieselmotoren für LKW, Baufahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F3M716 R313516068716350,95/0,7/1,219 59–63 F 100/2000   >6,4
F4M716 R413516091617701,15/0,7/1,219 59–63 F 133/2000   >6,4
F4M716 R413516091617701,15/0,7/1,217,5 63–66 F/UK10 133/2000 51/1400 6,9
F4M716 R413516091617701,1/0,8/1,220 66–75 F 133/2000    
F6M716 R61351601374110351,5/0,7/1,219 59–63 F/L8 200/2000   >6,4
F6M716 R61351601374110351,5/0,7/1,217,5 63–66 F 200/2000    
F6M716 R61351601374110851,45/0,7/1,220 66–75 F 200/2000    
BF6M716 R61351601374110901,7/0,9/1,216,1AT 63–66 F
F/L10
250/2000
275/2000
  >8,0
>8,8
BF6M716 R6135160137411140 17AT 69–74
66–75
T/D2100
F
210/1650
260/2000
  >8,2
>8,4
BF6M716 R61351601374111951,8/0,8/1,3
oder
1,65/0,7/1,3
17AT+K 66–75 F 322/2000   >10,4
F8M716 R81351601832214851,85/0,7/1,220 66–75 F 240/1800   >6,4
BF8M716 R81351601832215402,2/0,9/1,317AT 66–75 F 320/1800   >8,6
BF8M716(W) R81351601832215952,4/0,9/1,4
oder
2,2/0,9/1,4
17AT+K 66–75 F 392/1800   >10,5
F12M716 V121351602748318201,9/1,3/1,019 59–63 F 400/2000   >6,4
F12M716 V121351602748318201,9/1,3/1,017,5 63–66 F
F/K35
400/2000
400/1950
 
155/1350
 
7,0
F12M716 V121351602748320301,7/1,3/1,020 66–75 F/Fakir 400/2000 162/1300 7,3
BF12M716 V121351602748321701,9/1,5/1,117AT 66–75 F/K40
F/K40
F
450/1950
470/1950
520/2000
172/1600
183/1600
 
7,7
8,2
>8,4
BF12M716 V121351602748322902,0/1,5/1,317AT+K 66–75 F 644/2000   >10,4
BF16M716 V161351603664428702,4/1,5/1,117AT 66–70 F 640/1800   >8,6
BF16M716 V161351603664428702,4/1,5/1,117AT 70–75 F 665/1800   >8,9
BF16M716(W) V161351603664429752,5/1,5/1,317AT+K 66–70 F 810/1800   >10,8
BF16M716 V161351603664429752,5/1,5/1,317AT+K 70–75 F 835/1800   >11,2

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser, Lichtmaschine und Wasserkühler, aber mit Schwungrad, Ölkühler und Kühlwasserpumpe
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW u. ä.
  • F/UK10: u. a. für FAUN-Untertage-Muldenkipper UK10
  • F/L8: für FAUN-LKW L8 und L900 von 1959 bis 1962
  • F/L10: für FAUN-LKW L10 1963
  • F/Fakir: u. a. für FAUN-Muldenkipper Fakir 1967
  • F/K35: für FAUN-Muldenkipper K35 und K40 bis etwa 1967
  • F/K40: für FAUN-Muldenkipper K40 nach 1967
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren u. ä.
  • T/D2100: für Deutz-Raupenschlepper DP2100 von 1969 bis 1974
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies – wie bei Fahrzeugmotoren üblich – bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle FM716 Dieselmotoren ohne Aufladung, für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
(S)F3M716 R31351606871635–7400,95/0,7/1,219 59–63 A
A
B
70/1500
82/1800
90/1800
   
 
>6,4
(S)F3M716 R31351606871635–7400,95/0,7/1,217,5 63–66 A
A
B
72/1500
85/1800
92/1800
   
 
>6,6
(S)F3M716 R31351606871635–7850,95/0,7/1,220 66–67 A
A
B
75/1500
86/1800
96/1800
   
 
>6,9
(S)F4M716 R41351609161770–8751,15/0,7/1,219 59–63 A
A
B
94/1500
110/1800
120/1800
   
 
>6,4
(S)F4M716 R41351609161770–8751,15/0,7/1,217,5 63–66 A
A
B
95/1500
112/1800
123/1800
   
 
>6,6
(S)F4M716 R41351609161770–9201,1/0,8/1,220 66–75 A
A
B
100/1500
115/1800
140/2000
 
 
54/    
 
 
7,3
(S)F6M716 R6135160137411035–11401,5/0,7/1,219 59–63 A
A
B
140/1500
165/1800
200/2000
   
 
>6,4
(S)F6M716 R6135160137411035–11401,5/0,7/1,217,5 63–66 A
A
B
145/1500
170/1800
185/1800
   
 
>6,6
(S)F6M716 R6135160137411085–12401,45/0,7/1,220 66–75 A
A
B
150/1500
172/1800
210/2000
 
 
81/    
 
 
7,3
(S)F8M716 R8135160183221300–    1,85/0,7/1,317,5 64–66 A
A
B
190/1500
225/1800
250/1800
   
 
>6,7
(S)F8M716 R8135160183221485–16501,85/0,7/1,220 66–75 A
A
B
200/1500
225/1800
250/1800
 
 
107/    
 
 
7,2
(S)F12M716 V12135160274831820–19501,9/1,3/1,019 59–63 A
A
B
280/1500
325/1800
400/2000
   
 
>6,4
(S)F12M716 V12135160274831820–19501,9/1,3/1,017,5 63–66 A
A
B
290/1500
340/1800
370/1800
   
 
>6,6
(S)F12M716 V12135160274832030–21801,7/1,3/1,020 66–75 A
A
B
300/1500
345/1800
420/2000
 
 
162/    
 
 
7,3
(S)F16M716 V1613516036644  20 74 A/spez 400/1500    
Typentabelle FM716 Dieselmotoren mit Aufladung, für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
(S)BF6M716 R6135160137411090–12251,7/0,9/1,2 AT 59–63 A
A
B
190/1500
210/1800
230/1800
   
 
>8,2
(S)BF6M716 R6135160137411090–12251,7/0,9/1,216,1AT 63–66 A
B
195/1500
250/1800
   
>8,9
(S)BF6M716 R6135160137411140–1300 17AT 66–75 A
A
B
200/1500
235/1800
275/2000
   
 
>8,8
(S)BF6M716 R613516013741 1,85/1,0/1,416,1AT+K 64–66 A
A
240/1500
280/1800
   
>10,0
(S)BF6M716(U) R613516013741  17AT+K 66–75 A
A
235/1500
255/1650
   
>9,9
(S)BF6M716 R6135160137411195–13701,8/0,8/1,3
oder
1,65/0,7/1,3
17AT+K 66–75 A
A
A
B
258/1500
280/1650
300/1800
362/2000
 
 
 
134/    
 
 
 
12,0
(S)BF8M716 R8135160183221400–    2,1/0,7/1,316,1AT 64–66 B 330/1800   >8,8
(S)BF8M716 R8135160183221540–17002,2/0,9/1,317AT 66–75 A
A
B
260/1500
300/1800
335/1800
   
 
>9,0
(S)BF8M716(U) R813516018322  17AT+K 66–75 A
A
312/1500
340/1650
   
>9,9
(S)BF8M716(W) R8135160183221595–17702,4/0,9/1,4
oder
2,2/0,9/1,4
17AT+K 66–75 A
A
A
B
332/1500
360/1650
385/1800
425/1800
   
 
 
>11,4
(S)BF8M716 R8135160183221595–17702,4/0,9/1,4
oder
2,2/0,9/1,4
17AT+K 70–75 A
A
B
345/1500
400/1800
445/1800
 
 
184/    
 
 
12,4
(S)BF12M716 V12135160274831900–20302,1/1,3/1,3 AT 59–63 A
A
B
380/1500
420/1800
460/1800
   
 
8,2
(S)BF12M716 V12135160274831900–20302,1/1,3/1,3
oder
2,1/1,4/1,0
16,1AT 63–66 A
B
390/1500
500/1800
   
>8,9
(S)BF12M716 V12135160274832170–    1,9/1,5/1,117AT 66–75 A
A
B
400/1500
470/1800
550/2000
   
 
8,8
(S)BF12M716 V12135160274832000–    2,1/1,4/1,216,1AT+K 64–66 A
A
B
480/1500
560/1800
610/1800
   
 
10,9
(S)BF12M716(U) V1213516027483  17AT+K 66–75 A
A
470/1500
510/1650
   
>9,9
(S)BF12M716 V12135160274832290–24002,0/1,5/1,317AT+K 66–75 A
A
A
B
515/1500
560/1650
600/1800
725/2000
 
 
 
268/    
 
 
 
12,0
(S)BF16M716 V16135160366442870–30002,4/1,5/1,117AT 66–75 A
B
600/1800
670/1800
   
>9,0
(S)BF16M716 V16135160366442870–30002,4/1,5/1,117AT 70–75 A
B
625/1800
695/1800
   
>9,3
(S)BF16M716(U) V1613516036644  17AT+K 66–75 A
A
620/1500
680/1650
   
>9,9
(S)BF16M716(W) V16135160366442975–31402,5/1,5/1,317AT+K 66–75 A
A
B
720/1650
770/1800
850/1800
   
 
11,4
(S)BF16M716 V16135160366442975–31402,5/1,5/1,317AT+K 70–75 A
A
B
750/1650
800/1800
930/1800
 
 
 
 
 
>12,4
(S)BF16M716 V1613516036644  17AT+K 70–75 B/spez 1025/1800   >13,7

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Ölkühler und Kühlwasserpumpe; bei Motoren mit Rückkühlanlage (Wasser-Wasser-Wärmetauscher) zählen noch Rückkühler und Lenzpumpe dazu, bei anderen Motoren der Kühlerventilator, aber nicht der Wasserkühler.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • spez: Sonderausführung, die nicht im offiziellen Programm stand, z. B. der Typ F16M716 ohne Aufladung
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Deutz: Werkstatthandbuch FM716], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Regenberg: LKW 60-1] (FAUN L10), [Vermoesen, Bruse: Deutz 2] (Raupe DP2100), [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1960 b​is 1974, [Engine-Catalog] 1963, [Inufa-Katalog] 1970 b​is 1977 (FAUN), [Auto-Katalog] 1964/65 b​is 1970/71 (FAUN), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 u​nd 1972/73 (FAUN), Deutz-Prospekte 1967 u​nd 1969, Deutz-FM716-Schiffsmotorenlisten 1971 u​nd 1975, Liste d​er Kolben u​nd Zylinderbuchsen v​on Kolben-Schmidt

Baureihe AM816

Diese Baureihe w​ar eine Weiterentwicklung d​er Baureihe FM716. Die Zylinderbohrung w​ar größer (142 s​tatt 135 mm), ansonsten g​lich die Baureihe weitgehend i​hrem Vorgänger. Sie umfasste Sechs- u​nd Achtzylinder-Reihenmotoren s​owie Zwölf- u​nd Sechzehnzylinder-V-Motoren, jeweils a​ls Saugmotoren u​nd als aufgeladene Motoren o​hne oder m​it Ladeluftkühlung. Die Dieselmotoren dieser Baureihe standen v​on 1972 b​is 1991 i​m Programm u​nd kamen w​ohl fast n​ur als Schiffs- u​nd Generator-Antriebe z​um Einsatz. Zusätzlich g​ab es i​n der Baureihe v​on 1981 b​is 1987 a​uch Gas-Ottomotoren, d​ie vor a​llem für Blockheizkraftwerke angeboten wurden. Nachdem Deutz d​ie Mannheimer Motoren-Werke (MWM) übernommen hatte, wurden d​ie AM816-Motoren a​b 1986 n​icht mehr i​n Köln, sondern i​n Mannheim gefertigt.

Die Buchstaben U, W, R, CR u​nd K a​m Ende d​er Typenbezeichnung (siehe Tabelle) bezeichnen unterschiedliche Ausführungen d​er Ladeluftkühlung; W bedeutet a​lso bei dieser Baureihe n​icht "Wirbelkammer".

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FM/AM):

Zylindergehäuse u​nd Kurbelgehäuse-Oberteil bilden e​in gemeinsames Bauteil, i​n das d​ie nassen Zylinderbuchsen eingehängt sind. Die Kurbelwelle i​st sieben- bzw. neunfach a​m Kurbelgehäuse-Oberteil (hängend) gelagert. Jeder Zylinder h​at seinen eigenen Zylinderkopf.

Die V-Motoren h​aben für j​ede Zylinderreihe e​ine eigene, untenliegende Nockenwelle, jeweils a​n der Außenseite d​es Motors angeordnet.

Alle Typen h​aben Regler v​on Bosch (Typ RSUV o​der RZU) o​der anderen Fabrikaten u​nd Bosch-Reiheneinspritzpumpen m​it eigener Nockenwelle.

Das Einspritzventil i​st eine Bosch-Düse (Typ DN0SD174), eingestellt a​uf 160 bar, b​ei späteren Motoren a​uf 180 b​ar Öffnungsdruck.

Alle Motoren h​aben einen wassergekühlten Ölkühler.

Die aufgeladenen Reihenmotoren h​aben einen, d​ie V-Motoren z​wei Abgasturbolader – j​e einer p​ro Zylinderreihe – d​er Firma KKK (Kühnle, Kopp & Kausch). Motoren m​it Ladeluftkühlung h​aben einen bzw. z​wei wassergekühlte Ladeluftkühler.

Typentabelle AM816 Dieselmotoren für Baufahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
A6M816 R61421601520312001,45/0,7/1,216 72–75 F 160(218)/2000    
A6M816 R614216015203 1,55/0,9/1,216 75–80 F 170(230)/2000 863(88)/1500 7,1
BA6M816 R61421601520314151,8/1,0/1,216AT 75–80 F 235(320)/2000 1158(118)/1700 9,6
BA6M816 R61421601520314001,8/0,9/1,416AT+K 72–75 F 282(383)/2000    
BA6M816U R61421601520314901,8/1,0/1,516AT+K 75–80
80–83
F
F
300(408)/2000
305(415)/2000
1472(150)/1700
 
12,2
 
BA6M816W R61421601520314901,8/1,0/1,516AT+K 75–80
80–83
F
F
325(442)/2000
330(450)/2000
1599(163)/1700
 
13,2
 
A8M816 R81421602027116301,85/0,7/1,216 72–75 F 213(290)/2000    
A8M816 R814216020271 1,9/0,9/1,216 75–80 F 225(306)/2000 1148(117)/1500 7,1
BA8M816 R81421602027119252,2/1,0/1,216AT 75–80 F 315(428)/2000 1550(158)/1700 9,6
BA8M816 R81421602027118202,2/0,9/1,416AT+K 72–75 F 375(510)/2000    
BA8M816U R81421602027120002,2/1,0/1,516AT+K 75–80
80–83
F
F
400(544)/2000
410(557)/2000
1972(201)/1700
 
12,2
 
BA8M816W R81421602027120002,2/1,0/1,516AT+K 75–80
80–83
F
F
435(590)/2000
445(605)/2000
2139(218)/1700
 
13,3
 
A12M816 V121421603040722351,7/1,3/1,116 72–75 F 321(436)/2000    
BA12M816 V121421603040726602,0/1,6/1,116AT 75–80 F 470(640)/2000 2315(236)/1700 9,6
BA12M816 V121421603040727201,9/1,6/1,316AT+K 72–75 F 563(765)/2000    
BA12M816U V121421603040728202,0/1,6/1,416AT+K 75–80
80–83
F
F
600(815)/2000
615(835)/2000
2953(301)/1700
 
12,2
 
BA12M816W V121421603040728202,0/1,6/1,416AT+K 75–80
80–83
F
F
650(885)/2000
665(905)/2000
3198(326)/1700
 
13,2
 
A16M816 V161421604054230752,2/1,3/1,116 72–75 F 427(580)/2000    
BA16M816 V161421604054233802,5/1,6/1,116AT 75–80 F 630(857)/2000 3100(316)/1700 9,6
BA16M816 V161421604054235602,5/1,6/1,316AT+K 72–75 F 750(1020)/2000    
BA16M816U V161421604054235402,5/1,6/1,416AT+K 75–80
80–83
F
F
800(1088)/2000
820(1115)/2000
3934(401)/1700
 
12,2
 
BA16M816W V161421604054235402,5/1,6/1,416AT+K 75–80
80–83
F
F
870(1183)/2000
890(1210)/2000
4277(436)/1700
 
13,3
 

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser, Lichtmaschine und Wasserkühler, aber mit Schwungrad, Ölkühler, Kühlwasserpumpe und Kühlerventilator
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW u. ä.
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies – wie bei Fahrzeugmotoren üblich – bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle AM816 Dieselmotoren ohne Aufladung, für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
A6M816 R6142160152031200–    1,45/0,7/1,216 72–75 A
B
140(190)/1800
169(230)/2000
 
873(89)/    
 
7,2
A6M816 R614216015203–14951,55/0,9/1,216 75–83
75–83
A
B
145(197)/1800
170(231)/2000
   
A6M816 R61421601520314351,65/0,9/1,2  84–89
84–85
AI
BI
145(197)/1800
172(234)/2000
   
A8M816 R8142160202711630–    1,85/0,7/1,216 72–75 A
B
187(254)/1800
224(305)/2000
 
1157(118)/    
 
7,2
A8M816 R814216020271–19401,9/0,9/1,216 75–83
75–83
A
B
190(258)/1800
230(313)/2000
   
A8M816 R81421602027118802,0/0,9/1,2  84–89
84–85
AI
BI
193(262)/1800
230(313)/2000
   
A12M816 V12142160304072235–24201,7/1,3/1,116 72–75 A
B
280(380)/1800
338(460)/2000
 
1746(178)/    
 
7,2
A16M816 V16142160405423075–32232,2/1,3/1,116 72–75 A
B
374(508)/1800
449(610)/2000
 
2314(236)/    
 
7,2
Typentabelle AM816 Dieselmotoren mit Aufladung, für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
BA6M816 R6142160152031415–15151,8/1,0/1,216AT 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
200(272)/1500
225(306)/1800
245(333)/1800
245(333)/1800
265(360)/1800
   
 
>10,7
 
>11,6
BA6M816 R61421601520315151,8/1,0/1,3 AT 84–85
84–85
AI
BI
244(332)/1800
269(366)/1800
   
>11,8
BA6M816 R6142160152031400–    1,8/0,9/1,416AT+K 72–75 A
B
267(363)/1800
316(430)/2000
 
1545(157,5)/    
 
12,8
BA6M816U R6142160152031490–16051,8/1,0/1,516AT+K 75–83
75–83
80–83
80–83
A
B
AI
B
300(408)/1800
330(449)/1800
325(442)/1800
365(496)/2000
   
>14,5
 
>14,4
BA6M816U R61421601520316051,8/1,0/1,5 AT+K 84–85 AI 326(443)/1800    
BA6M816W R6142160152031490–16051,8/1,0/1,516AT+K 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
280(380)/1500
330(450)/1800
365(496)/1800
355(483)/1800
395(537)/2000
   
 
>16,0
 
>15,6
BA6M816W R61421601520316051,8/1,0/1,5 AT+K 84–85 AI 356(484)/1800    
BA6M816R R614216015203 1,9/1,0/1,516AT+K 78–83
78–83
80–83
80–83
A
B
AI
B
355(483)/1800
375(510)/1800
360(490)/1800
430(585)/2000
   
>16,4
 
>17,0
BA6M816R R61421601520318001,9/1,0/1,5 AT+K 84–85
84–85
AI
BI
358(487)/1800
394(536)/1800
   
>17,3
BA6M816 R61421601520316051,8/1,1/1,5 AT+K 86–91
86–89
86–90
86–87
AI
AI
BI
BI
338(460)/1500
358(487)/1800
379(515)/1800
433(589)/2000
  >=17,8
 
>16,6
>17,1
BA6M816K R61421601520316051,8/1,1/1,5 AT+K 88–89
88–89
AI
BI
417(567)/1800
461(627)/2000
   
>18,2
BA8M816 R8142160202711925–19852,2/1,0/1,216AT 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
265(360)/1500
300(408)/1800
330(449)/1800
325(442)/1800
355(483)/1800
   
 
>10,9
 
>11,7
BA8M816 R81421602027119602,2/1,0/1,4 AT 84–85
84–85
AI
BI
325(442)/1800
359(488)/1800
   
>11,8
BA8M816 R8142160202711820–    2,2/0,9/1,416AT+K 72–75 A
B
357(485)/1800
419(570)/2000
 
2059(210)/    
 
12,8
BA8M816U R8142160202712000–20502,2/1,0/1,516AT+K 75–83
75–83
80–83
A, AI
B
B
395(537)/1800
435(591)/1800
485(659)/2000
   
>14,3
>14,4
BA8M816U R81421602027120502,2/1,0/1,5 AT+K 84–85 AI 435(591)/1800    
BA8M816W R8142160202712000–20502,2/1,0/1,516AT+K 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
375(510)/1500
440(598)/1800
485(659)/1800
430(585)/1800
525(714)/2000
   
 
>16,0
 
>15,5
BA8M816W R81421602027120502,2/1,0/1,5 AT+K 84–85 AI 474(645)/1800    
BA8M816R R814216020271 2,3/1,0/1,516AT+K 78–83
78–83
80–83
A, AI
B
B
475(646)/1800
500(680)/1800
575(782)/2000
   
>16,4
>17,0
BA8M816R R81421602027122702,3/1,0/1,5 AT+K 84–85
84–85
AI
BI
477(649)/1800
526(715)/1800
   
>17,3
BA8M816 R81421602027120502,2/1,0/1,5 AT+K 86–91
86–89
86–90
86–87
AI
AI
BI
BI
451(613)/1500
477(649)/1800
506(688)/1800
578(786)/2000
  >=17,8
 
>16,6
>17,1
BA8M816CR R81421602027123102,3/1,0/1,5 AT+K 84–85 BI 570(775)/1800   >18,8
BA8M816C R81421602027120852,2/1,0/1,5 AT+K 86–87
86–87
86–87
AI
AI
BI
510(693)/1500
570(775)/1800
638(867)/2000
  >=20,1
 
>18,9
BA8M816K R81421602027120852,2/1,0/1,5 AT+K 88–89
88–89
AI
BI
556(756)/1800
615(836)/2000
   
>18,2
BA12M816 V12142160304072660–27402,0/1,6/1,116AT 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
400(544)/1500
450(612)/1800
490(666)/1800
490(666)/1800
535(727)/1800
   
 
>10,7
 
>11,7
BA12M816 V121421603040727402,0/1,7/1,1 AT 84–85
84–85
AI
BI
488(664)/1800
538(732)/1800
   
>11,8
BA12M816 V12142160304072720–28301,9/1,6/1,316AT+K 72–75 A
B
534(726)/1800
633(860)/2000
 
1545(157,5)/    
 
12,8
BA12M816U V12142160304072820–29002,0/1,6/1,416AT+K 75–83
75–83
80–83
80–83
A
B
AI
B
600(816)/1800
660(897)/1800
650(884)/1800
730(993)/2000
   
>14,5
 
>14,4
BA12M816U V121421603040729002,0/1,7/1,4 AT+K 84–85 AI 652(887)/1800    
BA12M816W V12142160304072820–29002,0/1,6/1,416AT+K 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
560(761)/1500
660(897)/1800
730(993)/1800
710(965)/1800
790(1074)/2000
   
 
>16,0
 
>15,6
BA12M816W V121421603040729002,0/1,7/1,4 AT+K 84–85 AI 711(967)/1800    
BA12M816R V1214216030407 2,2/1,6/1,416AT+K 78–83
78–83
80–83
80–83
A
B
AI
B
710(965)/1800
750(1020)/1800
720(979)/1800
865(1176)/2000
   
>16,4
 
>17,1
BA12M816R V121421603040731002,2/1,7/1,4 AT+K 84–85
84–85
AI
BI
716(974)/1800
789(1073)/1800
   
>17,3
BA12M816 V121421603040729002,0/1,7/1,4 AT+K 86–91
86–89
86–90
86–87
AI
AI
BI
BI
677(921)/1500
716(974)/1800
760(1033)/1800
866(1177)/2000
  >=17,8
 
>16,7
>17,1
BA12M816CR V121421603040731802,35/1,5/1,4 AT+K 84–85
84–85
BI 855(1163)/1800   >18,8
BA12M816C V121421603040729802,15/1,5/1,4 AT+K 86–87
86–87
86–87
AI
AI
BI
760(1033)/1500
850(1156)/1800
950(1292)/2000
  >=20,0
 
>18,8
BA12M816K V121421603040729802,15/1,5/1,4 AT+K 88–89
88–89
AI
BI
835(1135)/1800
922(1254)/2000
   
>18,2
BA16M816 V16142160405423380–34602,5/1,6/1,116AT 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
530(721)/1500
600(816)/1800
660(897)/1800
650(884)/1800
715(972)/1800
   
 
>10,9
 
>11,8
BA16M816 V161421604054234602,5/1,6/1,1 AT 84–85
84–85
AI
BI
651(885)/1800
717(975)/1800
   
>11,8
BA16M816 V16142160405423560–37002,5/1,6/1,316AT+K 72–75 A
B
713(970)/1800
840(1140)/2000
 
2059(210)/    
 
12,8
BA16M816U V16142160405423540–36202,5/1,6/1,416AT+K 75–83
75–83
80–83
A, AI
B
B
790(1074)/1800
870(1183)/1800
970(1319)/2000
   
>14,3
>14,4
BA16M816U V161421604054236202,5/1,7/1,4 AT+K 84–85 AI 870(1183)/1800    
BA16M816W V16142160405423540–36202,5/1,6/1,416AT+K 75–83
75–83
75–83
80–83
80–83
A
A
B
AI
B
750(1020)/1500
880(1197)/1800
970(1319)/1800
860(1169)/1800
1050(1428)/2000
   
 
>16,0
 
>15,5
BA16M816W V161421604054236202,5/1,7/1,4 AT+K 84–85 AI 948(1289)/1800    
BA16M816R V161421604054238202,65/1,6/1,416AT+K 78–83
78–83
80–83
80–83
A
B
AI
B
950(1292)/1800
1000(1360)/1800
955(1298)/1800
1150(1564)/2000
   
>16,4
 
>17,0
BA16M816R V161421604054238202,65/1,7/1,4 AT+K 84–85
84–85
AI
BI
955(1298)/1800
1052(1430)/1800
   
>17,3
BA16M816 V161421604054236202,5/1,7/1,4 AT+K 86–91
86–89
86–90
86–87
AI
AI
BI
BI
902(1226)/1500
955(1298)/1800
1013(1377)/1800
1155(1570)/2000
  >=17,8
 
>16,6
>17,1
BA16M816CR V161421604054239302,75/1,6/1,4 AT+K 84–85 BI 1140(1550)/1800   >18,8
BA16M816C V161421604054237302,6/1,6/1,4 AT+K 86–87
86–87
86–87
AI
AI
BI
1020(1387)/1500
1140(1550)/1800
1270(1727)/2000
  >=20,1
 
>18,8
BA16M816K V161421604054237302,6/1,6/1,4 AT+K 88–89
88–89
AI
BI
1113(1513)/1800
1230(1672)/2000
   
>18,2

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Ölkühler und Kühlwasserpumpe; bei Motoren mit Rückkühlanlage (Wasser-Wasser-Wärmetauscher) zählen noch Rückkühler und Lenzpumpe dazu, bei anderen Motoren der Kühlerventilator, aber nicht der Wasserkühler. Bei den Varianten R und CR, ausgerüstet mit Rückkühlanlage, sind Gewicht und Maße mit Rückkühler und Lenzpumpe angegeben. Die Varianten U und W haben keine Rückkühlanlage, sondern Kühlerventilator. Die Motoren ohne Aufladung und die aufgeladenen ohne Ladeluftkühlung gibt es wahlweise mit Rückkühlanlage oder mit Kühlerventilator; ihre Gewichts- und Maßangaben beziehen sich auf die Ausführung mit Kühlerventilator (die Ausführung mit Rückkühlanlage ist etwas größer und schwerer).
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • AI: ISO-Standard-Leistung (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6271 oder ISO 3046
  • BI: Blockierte ISO-Nutzleistung (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6271 oder ISO 3046
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle AM816 Gas-Ottomotoren
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
GA6M816 R61421601520314701,6/1,0/1,4  81–83
84–87
AI
AI
145(197)/1800
150(204)/2000
  >6,4
>5,9
BGA6M816U R61421601520317502,1/1,1/1,7 AT+K 81–83
84–87
AI
AI
220(299)/1800
230(313)/2000
  >9,6
>9,1
GA8M816 R81421602027119102,0/0,9/1,5  81–83
84–87
AI
AI
195(265)/1800
200(272)/2000
  >6,4
>5,9
BGA8M816U R81421602027121902,5/1,1/1,7 AT+K 81–83
84–87
AI
AI
290(395)/1800
307(417)/2000
  >9,6
>9,1
GA12M816 V121421603040727802,0/1,5/1,5  81–83
84–87
AI
AI
290(395)/1800
300(408)/2000
  >6,4
>5,9
BGA12M816U V121421603040732802,6/1,7/1,6 AT+K 81–83
84–87
AI
AI
435(592)/1800
460(625)/2000
  >9,6
>9,1
GA16M816 V161421604054229802,4/1,5/1,6  81–83
84–87
AI
AI
390(530)/1800
400(544)/2000
  >6,4
>5,9
BGA16M816U V161421604054234803,0/1,7/1,6 AT+K 81–83
84–87
AI
AI
580(790)/1800
614(835)/2000
  >9,6
>9,1

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Wasser und Öl), ohne Anlasser, Lichtmaschine und Wasserkühler, aber mit Schwungrad, Ölkühler, Kühlwasserpumpe und Kühlerventilator
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • AI: ISO-Standard-Leistung (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6271 oder ISO 3046
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Deutz: Werkstatthandbuch AM816], [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1974 b​is 1991

Sonstige wassergekühlte Fahrzeugdiesel vor 1945

LKW-Motor HWA526D

Dieser Sechszylinder-Motor w​ar eine Entwicklung v​on MAN u​nd wurde n​ur für d​en Ende d​er 1930er Jahre gebauten 2,5-Tonner Militär-Einheits-LKW (Einheitsdiesel) verwendet. Magirus h​atte diesen LKW m​it MAN, Büssing-NAG u​nd Henschel gemeinsam entwickelt u​nd baute e​twa 1400 Stück davon.

Das HWA i​n der Typbezeichnung d​es Motors bedeutet Heereswaffenamt, d​as D vermutlich Diesel; d​ie Zahl i​st nach d​em Typenbezeichnungs-Schema v​on MAN gebildet (die 5 bedeutet Bohrung 105 mm, d​ie 2 Hub 120 m​m und d​ie 6 s​echs Zylinder).

Allgemeine technische Beschreibung:

Wassergekühlter Viertakt-Luftkammer-Dieselmotor (MAN-Verfahren). Die Zylinder s​ind senkrecht stehend i​n einer Reihe angeordnet. Die Kurbelwelle i​st siebenfach gelagert.

Der Motor h​at pro Zylinder e​in Einlass- u​nd ein Auslass-Ventil. Die Ventile hängen i​n einer Reihe senkrecht (parallel z​ur Zylinderachse) i​m Zylinderkopf u​nd werden über Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel v​on der untenliegenden Nockenwelle betätigt.

Die Einspritzpumpe i​st von Deckel o​der Bosch.

Typentabelle HWA526D Dieselmotor
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
HWA526D R61051206234  15 37–40   80/2400    

Quellen: [Augustin: Magirus], [Oswald: Militär] (Einheits-LKW)

LKW-Motor GM145

Dieser Sechszylinder-Motor w​urde nur für d​en Anfang d​er 1940er Jahre herstellten 4,5-Tonner LKW GS145 = S4500 v​on Magirus verwendet. Magirus h​atte diesen LKW m​it Henschel u​nd den Österreichischen Saurer Werken gemeinsam entwickelt u​nd baute e​twa 600 Stück davon. Modifizierte Varianten d​es Motors wurden v​on Henschel u​nd den Österreichischen Saurer Werken hergestellt.

Das GM i​n der Typbezeichnung bedeutet wahrscheinlich Gemeinschafts-Motor.

Allgemeine technische Beschreibung:

Wassergekühlter Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotor. Die Zylinder s​ind senkrecht stehend i​n einer Reihe angeordnet. Die Kurbelwelle i​st siebenfach gelagert.

Der Motor h​at pro Zylinder e​in Einlass- u​nd ein Auslass-Ventil. Die Ventile hängen i​n einer Reihe senkrecht (parallel z​ur Zylinderachse) i​m Zylinderkopf u​nd werden über Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel v​on der untenliegenden Nockenwelle betätigt.

Die Einspritzpumpe i​st von Deutz, d​ie Einspritzdüsen s​ind von Bosch.

Typentabelle GM145 Dieselmotor
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
GM145 R61051407268  18 41–42   125/2400 40/1400 6,8

Quellen: [Augustin: Magirus], [Gebhardt: LKW 2b] (Magirus)

Bauart FL/AL: Die Luftgekühlten

(noch z​u ergänzen)

Die Baureihen FL1011 u​nd FL2011 s​ind hier n​icht berücksichtigt. Sie werden i​n einem späteren Kapitel beschrieben.

Allgemeine technische Beschreibung:

Alle Motoren d​er Bauart s​ind luftgekühlte Viertaktmotoren. Die meisten s​ind Dieselmotoren, daneben g​ibt es a​ber auch Gas-Ottomotoren. Die Zylinder stehen entweder i​n einer Reihe, u​nd zwar normalerweise senkrecht, b​ei den Varianten FL912H u​nd FL913H jedoch u​m 70 Grad geneigt, o​der sie i​n 90 Grad V-Form angeordnet. Der Hubraum p​ro Zylinder l​iegt im Bereich v​on 0,4 b​is 1,8 Liter.

Aufbau: Die meisten Ein- u​nd Zweizylindermotoren h​aben ein einteiliges Kurbelgehäuse (Tunnelgehäuse) a​us Gusseisen. Das Kurbelgehäuse d​er übrigen Motoren i​st geteilt i​n das Oberteil, a​n dem d​ie Kurbelwelle hängend gelagert ist, u​nd das Unterteil, d​as als Ölwanne dient. Das Oberteil besteht i​mmer aus Gusseisen, d​as Unterteil normalerweise a​us Blech, b​ei manchen Motortypen jedoch wahlweise a​uch aus Leichtmetall o​der Gusseisen. Die Motoren m​it Gusseisen-Ölwanne s​ind speziell für Traktoren i​n Blockbauweise geeignet, w​eil sie a​ls tragendes Bauteil verwendet werden können. Die Kurbelwelle i​st bei a​llen Motoren "voll" gelagert, a​lso n-fach m​it n = Zylinderzahl + 1 b​ei den Reihenmotoren u​nd n = h​albe Zylinderzahl + 1 b​ei den V-Motoren. Die w​egen der Luftkühlung m​it ringförmigen Rippen versehenen Einzelzylinder a​us Gusseisen stehen a​uf dem Kurbelgehäuse. Die ebenfalls verrippten Einzelzylinderköpfe a​us Leichtmetall s​ind mit langen Dehnschrauben a​m Kurbelgehäuse befestigt u​nd halten s​o auch d​ie Zylinder. Auch d​ie Kolben bestehen a​us Leichtmetall. Alle Motoren h​aben pro Zylinder e​in Einlass- u​nd ein Auslass-Ventil. Die Ventile hängen i​m Zylinderkopf i​n einer Reihe senkrecht (parallel z​ur Zylinderachse) o​der leicht z​ur Zylinderachse geneigt u​nd werden über Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel v​on der i​m Kurbelgehäuse-Oberteil liegenden Nockenwelle betätigt. Auch d​ie V-Motoren h​aben nur e​ine Nockenwelle, angeordnet i​m Winkel d​es V.

Die Dieselmotoren d​er Bauart arbeiten entweder n​ach dem Deutz-L’Orange-Wirbelkammer-Verfahren (seit e​twa 1973 a​ls "Deutz Zweistufenverbrennung" bezeichnet) o​der mit Direkteinspritzung. Beim ersten Verfahren befindet s​ich die Wirbelkammer seitlich i​m Zylinderkopf u​nd ist m​it dem Zylinder d​urch eine schräg z​ur Zylinderachse gerichtete Öffnung ("Schusskanal") verbunden. In d​ie Wirbelkammer i​st neben d​er Einspritzdüse e​ine Glühkerze bzw. e​in Glimmpapierhalter eingeschraubt, letzterer b​ei Motoren m​it Handanlasser, d​ie keine elektrische Anlage haben. Die Einspritzdüse d​er Direkteinspritzer s​itzt mehr o​der weniger geneigt i​m Zylinderkopf, u​nd der Brennraum i​st entweder e​ine entsprechend schräggestellte t​iefe Höhlung i​m Kolben o​der eine e​twas außermittige flachere Kolbenmulde m​it meist w-(klein-omega-)förmigem Querschnitt. Die meisten Direkteinspritzer h​aben eine Flammgühkerze i​n jedem Ansaugrohr.

Luftkühlung: Manche Ein- u​nd Zweizylinder h​aben ein a​uf der Rückseite d​es Motors a​m Schwungrad angebrachtes Radialgebläse (auch a​ls Zentrifugal- o​der Schleudergebläse bezeichnet). Die übrigen Motoren werden d​urch ein v​orne angebrachtes Axialgebläse gekühlt, d​as bei d​en Reihenmotoren d​urch einen Keilriemen v​orne am Motor u​nd bei d​en V-Motoren über e​ine Welle v​om hinteren Motorende a​us angetrieben wird. Bei d​en meisten größeren Motoren i​st das Axialgebläse thermostatisch geregelt. Die meisten Motoren h​aben einen Ölkühler.

Schmierung: Alle Motoren h​aben Druckumlaufschmierung. Diese versorgt b​ei fast a​llen Motoren a​uch die Kipphebel u​nd die Ventile, n​ur beim Einzylinder d​er Baureihe FL/AL514 nicht, w​o sie deshalb über e​inen Öler v​on Hand geschmiert werden müssen. Die Druckpumpe dieses Einzylinders i​st eine Kolbenpumpe, d​ie der übrigen Motoren e​ine Zahnradpumpe. Einige größere Motoren h​aben Trockensumpfschmierung: Eine zusätzliche Zahnradpumpe befördert d​as Öl i​n einen hochgelegenen Behälter, a​us dem e​s die Druckpumpe entnimmt.

Anlassen: Kleinere Motoren s​ind wahlweise m​it Handkurbel- o​der Elektro-Anlasser ausgerüstet, größere i​mmer mit Elektro-Anlasser. Die handanlassbaren Motoren h​aben eine Dekompressionseinrichtung i​m Zylinderkopf.

(Typen-Übersicht n​och einzufügen)

Quellen: [Engine-Catalog] 1963 u​nd [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1955 b​is 1974 (Deutz/KHD: Beschreibung d​er luftgekühlten Motoren), [Ertl: Deutz] (Motorenbeschreibungen), [Vermoesen, Bruse: Deutz 2] (Motorenbeschreibungen); ansonsten d​ie in d​en Abschnitten d​er einzelnen Baureihen genannten Quellen

Baureihen AL/FL514 und AL/FL614

Waldschlepper RS 1500

Geschichte: Während d​es Zweiten Weltkrieges entwickelte Deutz a​uf Betreiben d​er Wehrmacht, d​ie frostsichere Motoren für i​hre Fahrzeuge für d​en Russlandfeldzug brauchte, a​b 1942 d​en luftgekühlten Wirbelkammer-Dieselmotor F4L514. Er w​urde zunächst v​on Dezember 1944 b​is 1945 i​n den „Raupenschlepper Ost“ (RSO) eingebaut; i​n dieser Zeit (Dezember 1944 b​is April 1945) b​aute Deutz 674 Stück dieses Motors. Nach d​em Krieg verwendete Magirus diesen Motor 1946 b​is 1947 für d​en „Waldschlepper“ RS1500, v​on dem 1460 Stück gebaut wurden. Danach w​urde der F4L514 weiterentwickelt, u​nd aus i​hm gingen a​b 1949 n​ach dem Baukastensystem d​ie Ein- b​is Zwölfzylindermotoren d​er Baureihen AL/FL514 u​nd AL/FL614 hervor. Die FL-Motoren k​amen vor a​llem in d​en 1950er Jahren i​n großer Stückzahl i​n LKW u​nd Omnibussen v​on Magirus u​nd FAUN s​owie in Traktoren u​nd Raupenschleppern v​on Deutz u​nd anderen Firmen z​um Einsatz, d​ie AL-Motoren u​nter anderem i​n Lokomotiven, Triebwagen u​nd Schiffen. – Als Nachfolger v​on F4L514 u​nd F6L514 erschienen 1969 d​er F4L514F u​nd der F6L514F m​it vergrößertem Hubraum (gleiche Zylindergröße w​ie Baureihe FL814). Sie wurden u​nter anderem i​n Deutz-Raupenschlepper eingebaut.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren (AL/FL514) bzw. V-Motoren (AL/FL614, V-Winkel 90 Grad). Luftkühlung d​urch Axialgebläse, v​on Keilriemen (AL/FL514) bzw. Zahnrädern (AL/FL614) angetrieben; i​n LKW u​nd Omnibussen eingebaute Motoren h​aben zusätzlichen Ölkühler. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Bei Ein-, Zwei- u​nd Dreizylindern d​er Baureihe FL514 verstärktes Kurbelgehäuse m​it Grauguss-Ölwanne für selbsttragende Motoren (für Traktoren i​n Blockbauweise). Zwei Ventile p​ro Zylinder, senkrecht i​n einer Reihe hängend bzw. b​ei den V-Motoren i​n je e​iner Reihe p​ro Zylinderbank, gesteuert über untenliegende – b​ei den V-Motoren zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1 bzw. b​ei den V-Motoren h​albe Zylinderzahl + 1. Zwölfzylinder m​it Trockensumpfschmierung. Deutz-Einspritzpumpe für d​ie Ein-, Zwei u​nd Dreizylinder, Bosch-Einspritzpumpe für d​ie anderen Typen, Bosch-Einspritzdüsen für a​lle Typen, Öffnungsdruck zuerst 110 bar, a​b etwa 1950 125 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch d​er nicht aufgeladenen Motoren 180 b​is 190 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
A1L514 R11101401330315–330 17,8 51–57
51–57
51–57
A
B
B
12,5/1500
14/1500
16/1800
6,2/1300
 
 
5,7
 
 
F1L514 R11101401330315–330 17,8 50–57 T 15/1650 7,0/1200 6,7
A2L514 R21101402661390–440 ??/71/9417,8 51–65
51–65
51–65
A
B
B
25/1500
28/1500
32/1800
 
 
 
 
 
 
F2L514 R21101402661390–440 ??/71/9417,8 50–51
51–62
55–58
T
T
T
28/1550
30/1600
34/1800
 
14,5/1100
 
 
6,7
 
A3L514 R31101403991460–500 ??/71/9417,8 51–65
51–65
51–65
A
B
B
37,5/1500
42/1500
48/1800
 
 
 
 
 
 
F3L514 R31101403991460–500 ??/71/9417,8 51–54
54–58
58–65
T
T
T
42/1450
45/1600
50/1800
 
21,8/1200
 
 
6,7
 
F4L514 (alt) R41101405322  18,3 44–45, 46–47   65/2100 27/1200 6,3
A4L514 R41101405322475–550108/74/10317,8 50–65
50–65
50–65
50–65
A
B
B
TW
50/1500
55/1500
65–66/1800
72/2000
24,8/1100
 
 
 
5,7
 
 
 
F4L514 R41101405322475–550108/74/10317,8 49–50
52–65
57–67
67–69
50–67
L,X1
T
T
T
F,X2
75/2350
60/1650
65/1800
72/2000
85/2300
 
 
 
 
31/1200
 
 
 
 
7,2
F4L514F R41151405817    69-74 T 80/2000    
A6L514 R61101407983730139/74/10317,8 50–65
50–65
50–65
50–65
A
B
B
TW
75/1500
82/1500
100/1800
110/2000
37,2/1150
 
 
 
5,7
 
 
 
F6L514 R61101407983730139/74/10317,8 49–50
59–65
65–67
67–69
65–69
65–69
50–69
L
T
T
T
BS
B
F,X3
105/2100
90/1650
100/1800
110/2000
105/2000
120/2300
125–126/2300
 
 
 
 
 
 
46/1200
 
 
 
 
 
 
7,1
F6L514D R61101407983730139/74/10317,8 57–59 F 112/2300 37/1200 5,7
BF6L514 R61101407983  17,8A 57–65 F 150/2300 50/1600 7,7
F6L514F R61151408725    69–74
69–72
T
F
120/2000
126/2300
 
 
 
 
A6L614 V61101407983700–760104/120/??17,8 51–60
51–60
51–60
51–60
A
B
B
TW
75/1500
82/1500
100/1800
110/2000
37,2/1150
 
 
 
5,7
 
 
 
F6L614 V61101407983700–760104/120/??17,8 51–65 F,X3 125/2300 46/1200 7,1
F6L614D V61101407983700–760104/120/??17,8 57–59 F 112/2300 37/1200 5,7
A8L614 V811014010644850–900 17,8 51–60
51–60
51–60
51–60
A
B
B,Lok
TW
100/1500
110/1500
130–132/1800
145/2000
49,6/1100
 
 
 
5,7
 
 
 
F8L614 V811014010644850–900 17,8 51–65 F,X4 170/2300 62/1200 7,2
A12L614 V12110140159661270–1300 17,8 54–60
54–60
54–60
54–60
A
B
B,Lok
TW
150/1500
165/1500
200/1800
220/2000
74,4/1150
 
 
 
5,7
 
 
 
F12L614 V12110140159661270–1300 17,8 54–65 F 250/2300 92/1200 7,1
BF12L614 V1211014015966  17,8A 57–65 F 300/2300 103/1400 8,0

Anmerkungen:

  • Mitte der 1960er Jahre verschwanden die AL-Typenbezeichnungen, das heißt, es wurden nur noch die FL-Bezeichnungen verwendet.
  • Gewichte: Bei den Ein- und Zweizylindern bezieht sich der jeweils niedrigere Wert auf den Motor ohne elektrischen Anlasser, der höhere auf den Motor mit Anlasser.
  • Es gab für die nicht aufgeladenen Motoren dieser Baureihen auch einen Zylinderkopf mit Verdichtung 19,2.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • BS: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb (Schnellfahrleistung) von Schiffsantriebsmotoren nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW usw.
  • Lok: Leistung für Lokomotiven in den 1950er Jahren (Deutz-Lokomotivprogramm).
  • T: Leistung für Traktoren (Schlepper) und Raupenschlepper.
  • TW: Leistung für Triebwagen in den 1950er Jahren.
  • X1: Leistungsangabe auch 85 PS (vermutlich zu hoch).
  • X2: Leistung bis 1954 mit 90 PS bei 2300 min−1 angegeben (vermutlich zu hoch), danach mit 85 PS.
  • X3: Leistung bis 1954 mit 130 PS bei 2250 oder 2300 min−1 angegeben (vermutlich zu hoch), danach mit 125 PS und ab Mitte der 1960er Jahre mit 126 PS (wegen LKW-Minimalleistung von 6 PS pro Tonne).
  • X4: Leistung bis 1954 mit 175 PS bei 2300 min−1 angegeben (vermutlich zu hoch), danach mit 170 PS.

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher], [Sack: Eicher], [Häfner: HELA], [Schoch: HELA], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz), [Gebhardt: Traktor] (Dechentreiter, Deutz, Eicher, Fahr, Gutbrod, HELA, Kramer, Ritscher, Rothenburger Metallwerk, Sulzer), [Oertle: Traktor] (Deutz), [Wagner: Raupe] (Deutz), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (FAUN, Krauss-Maffei, Magirus), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW50-1] (Magirus), [Regenberg: LKW50-2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: Bus50] (Krauss-Maffei, Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 b​is 1972 (Ahlmann, FAUN), [Auto-Katalog] 1964/65 b​is 1970/71 (FAUN, Magirus), [Oswald: Militär] (FAUN, Magirus), [Gau, Plate, Siegert: Militär] (FAUN, Magirus), [Lehmann, Pflug: Bahn] (DB V29, Typenprogramm für KHD-Diesellokomotiven, Dieseltriebwagen d​er deutschen Industrie), [Obermayer:Diesellok] (DB V29 → DB 299), [Enderlein: Bahn2] (DB Köf II → DB 321-324, DB V11 → DB 329 → DB 399), [Engine-Catalog] 1963 (KHD), [Bauer: Stationär-Prospekte1] (Prospekt AL/FL514/614), Deutz-Motoren-Prospekte v​on 1967 u​nd 1969

Baureihen AL/FL714 und FL613

Geschichte: Die Motoren dieser Baureihen ersetzten a​b 1959 d​ie der Baureihe FL614. Die Entwicklung d​er Baureihe FL714 w​urde notwendig w​egen der Mindestleistung v​on 6 PS p​ro Tonne, d​ie ab 1958 für i​n der Bundesrepublik Deutschland n​eu zugelassene LKW vorgeschrieben war. Ab 1958 betrug d​as Höchstgewicht e​ines vierachsigen LKW-Zuges i​n der Bundesrepublik nämlich n​ur noch 24 Tonnen u​nd die Mindestleistung dafür 144 PS – z​u viel für d​en F6L614. Ab 1960 betrug d​as Höchstgewicht wieder 32 Tonnen u​nd die Mindestleistung dafür 192 PS – z​u viel für d​en F8L614. Mit d​en im Hubraum vergrößerten Typen F6L714 u​nd F8L714 h​atte Deutz d​ann die passenden Motoren. Dazu k​amen nach d​em Baukastensystem d​ie Typen F10L714 – für d​ie ab 1965 zulässigen 38-Tonnen-Züge m​it 6 PS p​ro Tonne – u​nd F12L714. Außerdem w​urde 1959 d​er F6L614 d​urch den F6L613 m​it kleinerem Hubraum, a​ber ungefähr gleicher Leistung ersetzt. Eine wesentliche Verbesserung d​er Baureihen FL714 u​nd FL613 w​ar das thermostatgeregelte Kühlgebläse gegenüber d​em permanent angetriebenen d​es FL614. Wichtigstes Einsatzgebiet dieser Baureihen w​aren bis 1967 d​ie LKW u​nd Omnibusse v​on Magirus, a​ber sie wurden u​nter anderem a​uch für LKW v​on FAUN s​owie für Schiffe verwendet. Ab 1961 g​ab es für Militär-LKW d​ie Vielstoffmotoren F8L714A u​nd F12L714A. Sie konnten n​icht nur m​it Diesel, sondern a​uch mit etlichen anderen Kraftstoffen betrieben werden, arbeiteten a​ber im Diesel-Verfahren.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad). Luftkühlung d​urch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse; i​n LKW u​nd Omnibussen eingebaute Motoren h​aben zusätzlichen Ölkühler. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Zwei Ventile p​ro Zylinder, senkrecht i​n je e​iner Reihe p​ro Zylinderbank hängend, gesteuert über untenliegende zentrale Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = h​albe Zylinderzahl + 1. Zwölfzylinder vermutlich m​it Trockensumpfschmierung. Bosch-Einspritzpumpe u​nd Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar, b​ei den Vielstoffmotoren FL714A jedoch n​ur 110 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch d​er nicht aufgeladenen Motoren (außer Vielstoffmotoren) 185 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F6L613 V61101307413    59–67
63–67
F
F
120/2500
126/2500
38/1500
42/1200
6,3
7,0
A6L714 V61201409500730–790105/122/10019 60–65
60–65
A
B
105/1800
125/2000
 
 
 
 
F6L714 V61201409500730–790105/122/10019 65–70
65–70
65–70
65–70
59–64
61–70
AS
A
BS
B
F
F
105/1800
115/2000
125/2000
140/2300
145/2300
150/2300
 
 
 
 
52/1200
54/1200
 
 
 
 
6,7
7,0
A8L714 V812014012667890–935122/122/10019 60–65
60–65
A
B
140/1800
167/2000
 
 
 
 
F8L714 V812014012667890–935122/122/10019 65–70
65–70
65–70
65–70
60–65
61–67
AS
A
BS
B
F
F
140/1800
154/2000
167/2000
186/2300
195/2300
200/2300
 
 
 
 
70/1200
72/1300
 
 
 
 
6,8
7,0
F8L714A V812014012667  23 61–71 F 178/2300 65/1200 6,3
F10L714 V10120140158341125–???? 19 65–70
65–70
65–70
65–70
64–67
65–67
AS
A
BS
B
F
F
175/1800
192/2000
208/2000
233/2300
235/2300
250/2300
 
 
 
 
86/1300
90/1200
 
 
 
 
6,7
7,0
A12L714 V12120140190001270–1350167/122/9219 60–65
60–65
A
B
210/1800
250/2000
 
 
 
 
F12L714 V12120140190001270–1350167/122/9219 65–70
65–70
65–70
65–70
60–71
65–71
AS
A
BS
B
F
F
210/1800
230/2000
250/2000
280/2300
290/2300
300/2300
 
 
 
 
105/1200
108/1300
 
 
 
 
6,8
7,0
F12L714A V1212014019000  21,5 61–71 F 265/2300 96/1200 6,2
BA12L714 V1212014019000–1450196/127/10217,6A 60–65
60–65
A
B
250/1800
285/2000
 
 
 
 
BF12L714 V1212014019000–1450196/127/10217,6A 65–70
65–70
65–70
65–70
60–72
65–72
AS
A
BS
B
F
F
250/1800
280/2000
285/2000
325/2300
340/2250
350/2300
 
 
 
 
118/1400
 
 
 
 
 
7,7
 

Anmerkungen:

  • Mitte der 1960er Jahre verschwanden die AL-Typenbezeichnungen, das heißt, es wurden nur noch die FL-Bezeichnungen verwendet.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • AS: Dauerleistung A für Dauerbetrieb von Schiffsantriebsmotoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • BS: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb (Schnellfahrleistung) von Schiffsantriebsmotoren nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW usw.
  • Die angegebene Leistung der Vielstoffmotoren (F8L714A und F12L714A) gilt für den Betrieb mit Dieselkraftstoff; für andere Kraftstoffarten ist sie geringer.

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW50-2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: Bus50] (Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 u​nd 1971 (Coles), [Auto-Katalog] 1964/65 b​is 1970/71 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 u​nd 1972/73 (FAUN), [Oswald: Militär] (FAUN, Magirus), [Gau, Plate, Siegert: Militär] (FAUN, Magirus), [Engine-Catalog] 1963 (KHD), Deutz-Motoren-Prospekte v​on 1967 u​nd 1969

Baureihen FL814 und FL914 (alt)

Geschichte: Nachdem d​ie meisten Konkurrenten i​hre LKW-Dieselmotoren w​egen des geringeren Kraftstoffverbrauchs s​chon auf Direkteinspritzung umgestellt hatten, folgte Deutz a​b 1965 u​nd löste i​n LKW schrittweise d​ie Wirbelkammer-Motoren d​er Baureihe FL714 d​urch die Direkteinspritzer d​er Baureihe FL814 ab. Sie w​aren im Hubraum verkleinert, hatten a​ber die gleiche o​der sogar e​ine geringfügig höhere Leistung. Der a​b 1967 gebaute Direkteinspritzer F8L914 h​atte wieder d​en gleichen Hubraum w​ie der F8L714, w​ar aber wesentlich stärker, s​o dass e​r als Antrieb e​ines 38-Tonnen-LKW-Zuges m​it 6 PS p​ro Tonne geeignet war. Diese Baureihe FL914 (alt) h​at nichts m​it der Baureihe FL914 (neu) z​u tun, d​ie in d​en 2000er Jahren erschien! Die Motoren d​er Baureihen FL814 u​nd FL914 (alt) wurden b​is 1969 bzw. 1972 i​n LKW v​on Magirus u​nd FAUN verwendet. Der F8L914 b​ekam 1969 e​in verbessertes Einspritzsystem, wodurch s​ich sein Drehmoment erhöhte.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren m​it Direkteinspritzung. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad). Luftkühlung d​urch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse; i​n LKW u​nd Omnibussen eingebaute Motoren h​aben zusätzlichen Ölkühler. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Zwei Ventile p​ro Zylinder, senkrecht i​n je e​iner Reihe p​ro Zylinderbank hängend, gesteuert über zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = h​albe Zylinderzahl + 1. Zwölfzylinder vermutlich m​it Trockensumpfschmierung. Bosch-Einspritzpumpe u​nd Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 175 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F6L814 V61151408725716 18,5 66–69
67–69
F
F
150/2300
156/2300
53/1300
55/1300
7,5
7,8
F8L814 V811514011633874 18,5 65–69 F 210/2300 75/1400 7,9
F8L914 V812014012667890 18 67–69
69–72
F
F
230/2300
230/2300
80/1400
82/1400
7,8
8,0
F10L814 V10115140145421070 18,5 67–69
67–71
F
F
235/2300
250/2300
86/1300
91/1300
7,3
7,7
F12L814 V12115140174501350 18,5 67–71 F 300/2300 108/1200 7,6
BF12L814 V1211514017450   A 67–71 F 365/2300    

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für LKW usw.

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Oswald: LKW3] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 b​is 1972 (FAUN), [Auto-Katalog] 1966/67 b​is 1970/71 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 (FAUN), [Deutz: Daten-1981]

Baureihe FL612

Geschichte: Insbesondere u​m die Typenpalette seiner luftgekühlten Traktoren i​m damals s​ehr wichtigen unteren Leistungsbereich z​u erweitern, führte Deutz 1952 d​ie völlig n​eue Baureihe FL612 ein. Im Vergleich z​ur ersten luftgekühlten Baureihe FL514 hatten d​ie FL612-Motoren v​iel kleinere Zylinder (Bohrung 90 mm, Hub 120 mm, Hubraum p​ro Zylinder 0,76 s​tatt 1,33 Liter). Dadurch w​aren sie wesentlich leichter u​nd vertrugen höhere Drehzahlen. Wie b​ei der Baureihe FL514 handelte e​s sich u​m Wirbelkammer-Motoren.

  • Zunächst bestand die Baureihe nur aus Ein- und Zweizylindermotoren. Ihre Höchstleistung pro Zylinder betrug 11 PS bei 2100 Umdrehungen pro Minute. Sie wurden in hohen Stückzahlen in Deutz-Traktoren eingebaut, aber auch an einige andere Traktorenhersteller geliefert, z. B. an Eicher und Kramer.
  • 1956 kamen Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren hinzu. Sie unterschieden sich nicht nur in der Zylinderzahl von den Ein- und Zweizylindern, sondern hatten auch andersartige Kühlgebläse, Kurbelgehäuse und Einspritzpumpen. Ihre Leistung pro Zylinder betrug für Straßenfahrzeuge bis zu 13,5 PS bei 2800 Umdrehungen pro Minute. Es gab weder Deutz-Traktoren noch Magirus-LKW mit diesen Motoren, sondern sie wurden nur an Fremdfirmen geliefert. – Die Höchstleistung der Zweizylinder betrug nun pro Zylinder 12 PS bei 2300 Umdrehungen pro Minute. Ein- und Zweizylinder wurden weiterhin in steigenden Stückzahlen für Traktoren von Deutz und anderen Firmen verwendet.

Die Motoren d​er Baureihe FL612 b​aute Deutz i​n Köln b​is 1957 o​der 1958. Nachfolger w​urde ab 1957 d​ie Baureihe FL712.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Bei Ein- u​nd Zweizylinder Luftkühlung d​urch Radialgebläse a​m Schwungrad (Kühlluft w​ird von d​er Seite angesaugt), s​onst durch Axialgebläse (saugt Kühlluft v​on vorne an), v​on Keilriemen angetrieben. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Um a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise verwendbar z​u sein, h​aben die Ein- u​nd Zweizylinder e​in Kurbelgehäuse i​n Tunnelbauweise, d​ie übrigen wahlweise e​ine Ölwanne a​us Grauguss s​tatt aus Stahlblech. Zwei Ventile p​ro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt i​n einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Ein- u​nd Zweizylinder h​aben eine bzw. z​wei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, d​ie übrigen e​ine Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Alle h​aben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F1L612 R190120763195/22549/58/7717,5 52–58 T/x011 11/2100 4/1600 6,5
F2L612 R2901201527250/28063/63/7817,5 54–57
56–57
56–57
T/x022
T/x018
T/x024
22/2100
18/1850
24/2300
8/1600
 
 
6,5
 
 
F3L612 R3901202290300/32077/69/8417,5 57–58 T/x033 33/2100 12,5/1800 6,7
F4L612 R490120305431592/69/8417,5 57–58 F/x054 54/2800    
F6L612 R6901204580410124/69/8517,5 57–58        

Anmerkungen:

  • Gewicht: Bei Ein- und Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, beim Dreizylinder für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei Vier- und Sechszylinder mit Öwanne aus Stahlblech.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/x054: für Kramer-Zugmaschine KA540 bis 1958
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x011: für Deutz-Traktor F1L612/4, Eicher-Traktor EKL11, Kramer-Traktoren KL11, KA110 und KL12, Lauren-Traktor und Sulzer-Traktor S11L
  • T/x018: für Deutz-Traktor F2L612/6 bis 1957 und Sulzer-Traktor S18L
  • T/x022: für Deutz-Traktor F2L612/4, Eicher-Traktor L22 bis 1958, Gutter-Traktor G22L, Kramer-Traktoren KL22 und KL220 und Sulzer-Traktor S22L
  • T/x024: für Deutz-Traktor F2L612/5 bis 1957
  • T/x033: für Kramer-Traktor KA330

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Kramer, Sulzer), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Eicher, Gutter, Kramer, Lauren, Sulzer), [Regenberg: LKW50-1] (Kramer)

Baureihe FL712

Geschichte: Diese Baureihe ersetzte 1957 d​ie Baureihe FL612. Von i​hr unterschied s​ie sich hauptsächlich d​urch die vergrößerten Zylinder (Hubraum p​ro Zylinder 0,85 s​tatt 0,76 Liter d​urch von 90 a​uf 95 m​m erweiterte Bohrung). Die Höchstleistung p​ro Zylinder betrug 14 PS b​ei 2300 o​der (wahrscheinlicher) 2400 Umdrehungen p​ro Minute b​ei den Ein- u​nd Zweizylindern. Bei d​en Drei-, Vier- u​nd Sechszylindern betrug s​ie etwa 13 PS b​ei einer Drehzahl v​on 2300/min für Traktoren u​nd 15 PS b​ei einer Drehzahl v​on 2800/min für Straßenfahrzeuge. Laut Werkstatthandbuch konnten FL612-Motoren d​urch Austausch d​er Zylinder, Kolben u​nd Zylinderköpfe z​u FL712-Motoren umgebaut werden. Die Ein- b​is Vierzylinder k​amen in Traktoren v​on Deutz u​nd anderen Herstellern z​um Einsatz, d​er Sechszylinder a​b 1959 i​n kleineren Magirus-LKW. In geringer Stückzahl w​urde der Vierzylinder a​uch in d​ie leichten LKW v​on FAUN eingebaut u​nd die Vier- u​nd Sechszylinder i​n Straßenzugmaschinen v​on Kramer. Die FL712-Motoren stellte Deutz i​n Köln b​is 1964 h​er und ersetzte s​ie dann d​urch die Baureihe FL812.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Bei Ein- u​nd Zweizylinder Luftkühlung d​urch Radialgebläse i​m Schwungrad (Kühlluft w​ird von d​er Seite angesaugt), s​onst durch Axialgebläse (saugt Kühlluft v​on vorne an), v​on Keilriemen angetrieben. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Um a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise verwendbar z​u sein, h​aben die Ein- u​nd Zweizylinder e​in Kurbelgehäuse i​n Tunnelbauweise, d​ie übrigen wahlweise e​ine Ölwanne a​us Grauguss s​tatt aus Stahlblech. Zwei Ventile p​ro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt i​n einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Ein- u​nd Zweizylinder h​aben eine bzw. z​wei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, d​ie übrigen e​ine Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Alle h​aben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch e​twa 185 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F1L712 R195120851195/22551/51/7820 58–59
59–64
T/x012
T/x014
12/2150
14/2300–2400
4,4/1700
4,7/1800
6,4
6,8
F2L712 R2951201701250/28062/51/7820 57–64
58–60
58–64
57–60
60–64
T/x018
T/x020
T/x022
T/x025
T/x028
18/1800
20/2000
22/2100
24–25/2250
28/2300–2400
 
 
8,6/1600
8,8/1700
9,5/1900
 
 
6,2
6,4
6,9
F3L712 R3951202552300/32077/64/8420 58–61
58–64
57–64
57–64
T/x033
T/x035
T/x040
F
33/2100
35/2150
38–40/2300
45/2800
 
 
13,2/1800
 
 
 
6,4
 
F4L712 R4951203402315/???89/64/8420 60–62
62–64
58–64
59–64
T/x046
T/x052
F/x054
F/x060
46/2100
52/2300
54/2800
60/2800
 
17,6/1800
 
17,6/1900
 
6,4
 
6,4
F6L712 R6951205104410122/64/8420 59–64
59–64
F/x080
F/M090
80/2800
90/2800
 
26,4/1900
 
6,4

Anmerkungen:

  • Gewicht: Bei Ein- und Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, bei Drei- und Vierzylinder für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei Sechszylinder mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Gerade beim FL712 widersprechen sich die Quellen oft, oder die angegebenen Daten sind nicht plausibel. Beispielsweise wird die Leistung des Deutz-Traktors F1L712 mit 13 PS bei 2100 Umdrehungen pro Minute angegeben. Daraus errechnet sich das Drehmoment von 4,45 mkp bei 2100 Umdrehungen, aber als Höchstdrehmoment wird 4,4 mkp bei 1700 Umdrehungen genannt. Das passt nicht! In den Fällen, wo sich die Quellen widersprechen (am häufigsten bei den Drehzahlen), sind jeweils die plausibleren Werte in die Liste übernommen worden.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/x054: für Kramer-Zugmaschinen KA540 ab 1958 und U540
  • F/x060: für FAUN-LKW F24DL
  • F/x080: für Kramer-Zugmaschinen KA800 und U800
  • F/M090: für Magirus-LKW Sirius 90
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x012: für Kramer-Traktor KL130 (angegeben ist die Dauerleistung, die Höchstleistung beträgt 13 PS), ähnlich auch für Deutz-Traktor F1L712 (angeblich 13 PS bei 2100 min−1, siehe obige Anmerkung)
  • T/x014: für Deutz-Traktor D15 bis 1964 und Kramer-Traktor Pionier S, ähnlich auch für Kramer-Traktoren KL140 und KL150 bis 1964 (Dauerleistung angeblich 13 PS bei 2150 min−1 und Höchstleistung 14 PS bei 2350 min−1 bei beiden)
  • T/x018: für Deutz-Traktor F2L612/6 ab 1957, Kramer-Traktor KL200 bis 1964 und Sulzer-Traktor S18L
  • T/x020: für Deutz-Traktoren D25 und D25.1 und Sulzer-Traktor S18LD
  • T/x022: für Deutz-Traktor D25.2 von 1960 bis 1964, Eicher-Traktor L22 von 1958 und Kramer-Traktor KL220 von 1958
  • T/x025: für Deutz-Traktoren F2L612/5 ab 1957, D25S und D25.1S und Kramer-Traktor KL250
  • T/x028: für Deutz-Traktor D30(S) bis 1964 und Kramer-Traktor KL300 bis 1964
  • T/x033: für Kramer-Traktoren KA330 und KLD330
  • T/x035: für Deutz-Traktoren D40, D40.1 und D40.2 = D40L
  • T/x040: für Deutz-Traktoren D40S und D40.1S (Prospektangabe 38 PS bis 1962, dann 40 PS) bis 1964, Kramer-Traktor KL400 (38 PS) und Sulzer-Traktor S38L (38 PS)
  • T/x046: für Deutz-Traktor D50
  • T/x052: für Deutz-Traktor D50.1S = D55 bis 1964 und Kramer-Traktor KL550

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Kramer, Sulzer), [Gebhardt: Traktor] (BTG, Deutz, Kramer, Sulzer), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW50-1] (Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Engine-Catalog] 1963 (KHD)

Baureihe FL812

Geschichte: Die Baureihe FL812 ersetzte 1964 d​ie Baureihe FL712. Gegenüber dieser w​ar sie konstruktiv einfacher aufgebaut u​nd deshalb vermutlich kostengünstiger z​u produzieren. Bohrung u​nd Hub blieben unverändert (95 u​nd 120 mm, 0,85 Liter Hubraum p​ro Zylinder).

  • Zunächst umfasste die Baureihe Ein-, Zwei-, Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren, wie bisher die Baureihe FL712. Wie schon bei FL612 und FL712 hatten die Ein- und Zweizylinder andere Kühlgebläse, Kurbelgehäuse und Einspritzpumpen als die Drei- bis Sechszylinder. Die Höchstleistungen waren die gleichen wie die der entsprechenden FL712-Motoren.
  • 1965 folgte die Unterbaureihe FL812S, in der es keinen Einzylinder mehr gab. Der Zweizylinder F2L812S hatte nun statt eines Schwungradgebläses ein Axialgebläse, das im Gegensatz zu dem der anderen Motoren auf der linken Seite angeordnet und kleiner war. Der Vierzylinder F4L812S hatte ein Massenausgleichsgetriebe bekommen. Die Wirbelkammer war verändert worden, um die Motoren geräuschärmer zu machen. Die Leistungen blieben gleich.
  • 1967 wurden die Drei- bis Sechszylindermotoren von Wirbelkammer auf Direkteinspritzung umgestellt, um den Kraftstoffverbrauch zu senken; diese Unterbaureihe hieß FL812D. Die Höchstleistung pro Zylinder stieg damit auf etwa 16,5 PS bei 2800 Umdrehungen pro Minute für Straßenfahrzeuge und etwa 14 PS bei 2300 Umdrehungen für Traktoren. Mit der Umstellung auf Direkteinspritzung begann ein Siegeszug der Baureihe FL812 und ihrer Nachfolger FL912, FL913 und FL914 durch den Industriemotorenmarkt, vor allem bei Bau- und Landmaschinen. Linde-Güldner hat zum Beispiel ganz neu entwickelte Motoren (Baureihe L71/L79) vom Markt genommen, weil diese gegenüber den Direkteinspritzern von Deutz nicht mehr wettbewerbsfähig waren.

Alle Typen d​er gesamten Baureihe FL812 k​amen in Traktoren v​on Deutz u​nd Kramer z​um Einsatz, d​ie Vier- u​nd Sechszylinder i​n kleineren Magirus-LKW, d​ie Vierzylinder allerdings e​rst ab 1967 m​it dem F4L812D. In geringer Stückzahl w​urde der Vierzylinder v​on Anfang a​n auch i​n die leichten LKW v​on FAUN eingebaut u​nd die Vier- u​nd Sechszylinder i​n Straßenzugmaschinen v​on Kramer. Die FL812-Motoren stellte Deutz i​n Köln b​is 1968 h​er und ersetzte s​ie ab 1967 d​urch die Baureihe FL912.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Wirbelkammer-Dieselmotoren bzw. (FL812D) -Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Bei Ein- u​nd Zweizylinder d​er ursprünglichen Baureihe Luftkühlung d​urch Radialgebläse i​m Schwungrad (Kühlluft w​ird von d​er Seite angesaugt), s​onst – u​nd generell a​b Unterbaureihe FL812S – d​urch Axialgebläse (saugt Kühlluft v​on vorne an), v​on Keilriemen angetrieben. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Um a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise verwendbar z​u sein, h​aben die Ein- u​nd Zweizylinder e​in Kurbelgehäuse i​n Tunnelbauweise, d​ie übrigen wahlweise e​ine Ölwanne a​us Grauguss s​tatt aus Stahlblech. Zwei Ventile p​ro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt i​n einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Ein- u​nd Zweizylinder h​aben eine bzw. z​wei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, d​ie übrigen e​ine Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Alle h​aben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 125 bar, jedoch b​ei FL812S (und b​eim F1L812 a​b 1965) 115 b​ar und b​eim Direkteinspritzer FL812D 175 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch b​eim Direkteinspritzer e​twa 170 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F1L812 R195120851 ???/200 20 64–67 T/x014 14/2300–2400    
F2L812 R2951201701 ???/??? 20 64–65
64–65
T/x022
T/x028
22/2100
28/2300–2400
 
 
 
 
F2L812S R2951201701 ???/??? 20 65–68
65–68
T/D025
T/D030
22/2100
28/2300–2400
 
 
 
 
F3L812 R3951202552 ???/300 20 64–65
64–65
T/x035
T/x040
35/2150
38–40/2300
 
13,2/1800
 
6,4
F3L812S R3951202552 ???/300 20 65–68
65–68
T/D040
T/D045
35/2150
38–40/2300
 
 
 
 
F3L812D R3951202552 ???/300 17 67–68
67–68
T/DG40
T/x042
40/2150
42/2300
14,5/1600
 
7,0
 
F4L812 R4951203402 ???/??? 20 64–65
64–65
T/x052
F/x060
52/2300
60/2800
17,6/1800
17,6/1900
6,4
6,4
F4L812S R4951203402 ???/??? 20 65–68
65–67
65–67
T/D050
T/D055
F/x060
45/2300
52/2300
60/2800
16,9/1400–1500
18,3     
 
6,1
6,6
 
F4L812D R4951203402325/??? 17 67–68
67–68
T/D060
F/M070
58/2300
70/2800
20/1600
20/1600
7,2
7,2
F6L812 R6951205104380/??? 20 64–65
64–65
T/x080
F/M090
75–80/2300
90/2800
26,4/1800
26,4/1900
6,4
6,4
F6L812S R6951205104380/??? 20 65–67
65–67
T/D080
F/M090
75–80/2300
90/2800
 
 
 
 
F6L812D R6951205104380/??? 17 67–68
67–68
T/D090
F/M100
85/2300
100/2800
29/1600
29,5/1800
7,0
7,1

Anmerkungen:

  • Gewicht: Bei Ein- und Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, bei Drei- bis Sechszylinder für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/x060: für FAUN-LKW F24DL und F284DL
  • F/M070: für Magirus-LKW 70D…
  • F/M090: für Magirus-LKW 90D… und Kramer-Zugmaschine UF900
  • F/M100: für Magirus-LKW 100D… und Kramer-Zugmaschine UF1000
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x014: für Deutz-Traktor D15 von 1964, ähnlich für Kramer-Traktor KL150 von 1964 bis 1967 (Leistung wie in Anmerkung T/x014 bei FL712 angegeben)
  • T/x022: für Deutz-Traktor D25.2 von 1964 und Kramer-Traktor KL200 von 1964 bis 1965
  • T/x028: für Deutz-Traktor D30(S) von 1964 und Kramer-Traktor KL300 von 1964 bis 1965
  • T/x035: für Deutz-Traktor D40.2 = D40L von 1964
  • T/x040: für Deutz-Traktor D40.1S von 1964 und Kramer-Traktor KL400 von 1964 bis 1965
  • T/x042: z. B. für Kramer-Traktor KL450
  • T/x052: für Deutz-Traktor D50.1S = D55 ab 1964
  • T/x080: für Deutz-Traktor D80
  • T/D025: für Deutz-Traktor D2505 und Kramer-Traktor KL200 ab 1965
  • T/D030: für Deutz-Traktor D3005 und Kramer-Traktor KL300 ab 1965
  • T/D040: für Deutz-Traktor D4005
  • T/D045: für Deutz-Traktor D4505 und Kramer-Traktor KL400 ab 1965
  • T/D050: für Deutz-Traktor D5005
  • T/D055: für Deutz-Traktor D5505
  • T/D060: für Deutz-Traktor D6005
  • T/D080: für Deutz-Traktor D8005
  • T/D090: für Deutz-Traktor D9005
  • T/DG40: für Deutz-Geräteträger Unisuper G4001

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Vermoesen: Deutz-Prospekte], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Kramer), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Kramer, Pekazett), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Oswald: LKW2] (FAUN, Kramer, Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Kramer, Magirus), [Gebhardt: Bus] (FAUN), [Auto-Katalog] 1964/65 b​is 1968/69 (FAUN, Magirus)

Baureihe FL912

Geschichte: Die Baureihe FL912 ersetzte 1968 d​ie Baureihe FL812. Wichtigster Unterschied w​ar der vergrößerte Zylinderinhalt (0,94 s​tatt 0,85 Liter Hubraum p​ro Zylinder d​urch Erweiterung d​er Bohrung v​on 95 a​uf 100 mm), a​ber auch d​ie Ventile w​aren vergrößert u​nd einige andere Bauteile verstärkt worden.

  • Zunächst umfasste die Baureihe – wie ihr Vorgänger FL812 – Zwei-, Drei-, Vier- und Sechszylindermotoren. Der Zweizylinder F2L912 war nun auch auf Direkteinspritzung umgestellt, unterschied sich aber wie sein Vorgänger F2L812S durch das kleinere, auf der linken Seite angeordnete Axialgebläse, das Kurbelgehäuse in Tunnelbauweise, die Deutz-Einspritzpumpe und die Drehzahlbegrenzung auf 2500 Umdrehungen pro Minute von den Drei- bis Sechszylindern. Die Höchstleistung pro Zylinder betrug 16 PS bei 2500 Umdrehungen pro Minute für Bau- und Landmaschinen und etwa 18,5 PS bei 2800 Umdrehungen für Straßenfahrzeuge. In Traktoren und Magirus-LKW lösten diese Motoren ihre Vorgänger der Baureihe FL812 komplett ab.
  • 1969 erhielten die Motoren – zumindest die Drei- bis Sechszylinder – ein verbessertes Einspritz- und Verbrennungsverfahren ("Super B" wie bei den Baureihen FL914 alt und FL413), um die Maximalleistungen weiter steigern zu können, was allerdings im Hinblick auf die LKW-Konkurrenten auch dringend notwendig war. Die Zylinderleistung betrug nun bis 18 PS bei 2500 Umdrehungen pro Minute für Bau- und Landmaschinen und bis 20 PS bei 2800 Umdrehungen für Straßenfahrzeuge. Die leistungsstärkeren Vier- und Sechszylinder kamen ab 1969 in Magirus-LKW und ab 1970 in Traktoren zum Einsatz.
  • 1970 ergänzten der Fünfzylindermotor F5L912 und der Sechszylinder BF6L912 mit Abgasturboaufladung die Baureihe. Beim letzteren waren einige Bauteile verstärkt, z. B. die Kurbelwellenlager. 1978 wurde der BF6L912 durch den BF6L913 ersetzt.
  • Ab 1970 gab es auch liegende (genauer: um 70 Grad geneigte) Motoren der Unterbaureihe FL912H (H wie horizontal). Zuerst erschien 1970 der F3L912H im Prototyp des Fendt Agrobil und ab 1972 im Deutz INTRAC 2002. Dann kamen ab 1972 der F4L912H im Fendt Agrobil und ab 1974 im INTRAC 2003 und ebenfalls ab 1974 der F5L912H im INTRAC 2005. Die Drei- und Vierzylinder wurden von 1977 bis 1998 in Fendt-Geräteträger eingebaut, der Vierzylinder bis 1989 in den INTRAC 2004. Die Motoren wurden auch für Gabelstapler verwendet.
  • 1982 erhielten auch die Zweizylinder – zumindest die höher belasteten Varianten – eine Bosch-Reiheneinspritzpumpe statt der Deutz-Einspritzpumpe.
  • 1988 wurde die Herstellung der Zweizylinder eingestellt.
  • 1988 bis 1996 wurde der Sechszylinder F6L912F mit weiter verbessertem Einspritzverfahren, höherer Verdichtung (18:1 statt 17:1) und vergrößerten Zylindern gebaut (Bohrung 102 mm und Hub 125 mm, wie bei Baureihe FL913). Es gab in derselben Zeit auch eine liegende Variante F6L912FH für Fendt-Geräteträger.
  • 1996 wurden alle verbliebenen direkteinspritzenden Typen noch einmal in vielen Teilen verbessert und ihre Verdichtung erhöht (von 17:1 auf 18:1).
  • 1998 wurde die Verdichtung der Direkteinspritzer noch einmal erhöht (auf 19:1).
  • Neben den Direkteinspritzern gab und gibt es auch Wirbelkammer-Motoren (Deutz-Zweistufenverbrennung) der Unterbaureihe FL912W, ab etwa 2000 mit vergrößerten Zylindern (Bohrung und Hub wie bei Baureihe FL913). Diese im Vergleich zu den FL912-Direkteinspritzern schadstoffärmeren, aber mehr verbrauchenden Motoren werden speziell für den Untertage-Einsatz auch 2010 noch angeboten.

FL912-Motoren wurden i​n viele unterschiedliche Bau- u​nd Landmaschinen eingebaut, z. B. b​is 1996 i​n Traktoren v​on (SAME-)Deutz-Fahr u​nd bis 2003 i​n Traktoren v​on Fendt, d​ie Vier- u​nd Sechszylinder b​is 1976 a​uch in Magirus-LKW. FL912-Motoren dienten u​nd dienen a​ber auch z​um Antrieb v​on Generatoren u​nd von Schiffen. Von d​er Baureihe FL912 wurden d​ie Baureihen FL911 (mit verkürztem Hub für höhere Drehzahl) u​nd FL913 (mit vergrößerten Zylindern) abgeleitet. Die Baureihe FL912 w​urde von Deutz i​n Köln i​n sehr großen Stückzahlen hergestellt. Laut Deutz-Prospekten w​aren 1998 über 2,7 Millionen Motoren i​m Einsatz (wohl FL912 u​nd FL913 zusammen), 2003 über 3 Millionen u​nd 2007 – zusammen m​it dem Nachfolger FL914 – über 4,5 Millionen. Seit 2002 w​ird die Baureihe FL912 n​ach und n​ach durch d​ie Baureihe FL914 (neu) ersetzt, m​it Ausnahme d​er Wirbelkammer-Motoren d​er Unterbaureihe FL912W, für d​ie es k​eine FL914-Pendants gibt. Im Gegensatz z​u den FL914-Motoren erfüllen d​ie FL912er n​icht die Stufe 2 d​er EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC u​nd der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; d​iese Stufe 2 i​st aber spätestens s​eit 2004 i​n der EU, d​en USA u​nd anderen Staaten i​n den meisten Einsatzfällen für n​eue Motoren vorgeschrieben.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren bzw. (FL912W) -Wirbelkammer-Dieselmotoren. Stehende bzw. (FL912H) u​m ca. 70 Grad z​ur Seite geneigte Reihenmotoren. Luftkühlung d​urch Axialgebläse, v​on Keilriemen angetrieben, b​ei LKW-Motoren u​nd einigen anderen Motorvarianten thermostatgeregelt. Höher belastete Motoren h​aben Kolbenbodenkühlung d​urch Ölspritzdüsen. Je n​ach (Öl-)Kühlbedarf hatten/haben d​ie Motoren keinen Ölkühler, e​inen Rippenrohr-Ölkühler u​nter der Ansauglufthaube o​der einen "normalen" Block-Ölkühler. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Um a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise verwendbar z​u sein, h​aben die Zweizylinder e​in Kurbelgehäuse i​n Tunnelbauweise, d​ie übrigen wahlweise e​ine Ölwanne a​us Grauguss s​tatt aus Stahlblech. Zwei Ventile p​ro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt i​n einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Die Zweizylinder hatten b​is 1982 z​wei Deutz-Einzeleinspritzpumpen, a​b 1982 a​ber wie a​lle übrigen e​ine Bosch-Reiheneinspritzpumpe; einige F6L912-Varianten hatten jedoch b​is 1978 e​ine Bosch-Verteilereinspritzpumpe (siehe Anmerkungen). Alle h​aben Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck b​eim Direkteinspritzer b​is 1996 175–180 bar, a​ber für FL912F 220 bar; a​b 1996 b​eim Direkteinspritzer 250 bar, a​b 1998 255 bar. Einspritzdruck a​b 1996 b​is 620 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch d​er Direkteinspritzer ungefähr 160 b​is 170 g/PSh, d​as entspricht e​twa 215 b​is 230 g/kWh. Niedrigster Kraftstoffverbrauch d​er Wirbelkammer-Motoren e​twa 230 g/kWh.

Typentabelle: FL912 Direkteinspritzer bis 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F2L912 R21001201885 ???/255 17

68–??
68–??
68–??
68–74
68–82
82–88
82–88

AS
A
T
T/D025
T/D030
T/D028
T/D036

25,5/2150
26,5/2300
32/2500
22–24/2100
28–30/2300
29(21)/2300
34(25)/2300

 
 
 
 
10,2/1900
 
 

 
 
 
 
6,7
 
 

F3L912 R31001202827 ???/300 17

68–69
68–69
68–69
68–69
68–87
68–90
68–72
72–74
80–84
84–90
74–82
74–87
75–87
87–93
70–96
84–96

AS
A
B
F
T/D040
T/D045
T/D050
T/D050
T/D048
T/x046
T/x035
T/x038
T/x042
T/F240
T/x050
T/x054

39,5/2150
40,5/2300
51/2800
55/2800
35(26)/2150
40(29)/2300
45(33)/2300
48(35)/2300
45(33)/2300
46(34)/2150
35(26)/2000
38(28)/2000
42(31)/2000
40(30)/2000
50–51(37)/2300
54(40)/2500

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
16,7(164)/1450
17,8(175)/1600
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
7,3
7,8
 

F3L912H L31001202827270 17 70–79
79–84
84–96
T/h050
T/h054
T/h045
50–51(37)/2300
54–55(40)/2500
45(33)/2190
17,5(172)/1600
18,9(185)/1600
17,6(173)/1550
7,6
8,2
7,7
F4L912 R41001203770300/??? 17

68–69
68–69
68–69
68–69
69–76
68–74
68–74
68–79–
74–77
77–82
82–85
86–96
79–87
70–84
70–73–
72–84
84–96
93–96

AS
A
B
F/M075
F/M080
T/D055
T/D060
T/x064
T/D062
T/D062
T/D065
T/x065
T/x066
T/D068
T/x071
T/D070
T/x070
T/x072

52,5/2150
54/2300
68/2800
73–75/2800
80(59)/2800
52/2300
62/2300
64/2500
58(43)/2300
60(44)/2050
62(46)/2130
65(48)/2300
65(48)/2150
67–68(49–50)/2300
70(51)/2500
70(51)/2300
70(51)/2300
72(53)/2350

 
 
 
22/1400
24(235)/1400
 
 
 
20,4(200)/1600
 
 
 
 
23,5(231)/1600
 
24,2(237)/1600
24,9(244)/1500
 

 
 
 
7,2
7,8
 
 
 
6,7
 
 
 
 
7,7
 
7,9
8,1
 

F4L912H L41001203770300 17 72–82
74–78
78–79
76–89
85–96
F/h080
T/h060
h061
T/h070
T/h065
80(59)/2800
60(44)/2300
60(44)/2050
70(51)/2300
65(48)/2300
 
21,5(211)/1700
 
25,0(245)/1600
24,2(237)/1600
 
7,0
 
8,2
7,9
F5L912 R51001204712 ???/??? 17

–81–
70–76–
70–81–
78–82
78–82

F/MI10
T/x080
T/x088
T/DX85
T/DX90

100(74)/2800
80(59)/2500
87–88(64–65)/2500
80(59)/2300
88(65)/2300

 
 
 
 
30/1800

 
 
 
 
7,8

F5L912H L51001204712 ??? 17 74–75 T/h080 80(59)/2500    
F6L912 R61001205655410/??? 17

68–69
68–69
68–69
68–76
68–72
69–76
74–79
75–79
68–70
68–70
68–73–
70–78
70–78
70–78
86–91
78–95
78–

AS
A
B
F/M110
F/x100
F/M120
T/x106
T/x112
T/D075
T/D090
T/x096
T/D080
T/D100
T/x104
T/x098
T/x102
T/x105

79/2150
81/2300
102/2800
110/2800
100/2800
120/2800
105/2500
112/2500
75(55)/2100
92(68)/2300
96(71)/2500
80(59)/2100
100(74)/2300
104(77)/2500
98(72)/2300
100–102(74–75)/2300
105(77)/2300

 
 
 
32,5/1400
30     
35,5/1400
34/1550
35,5/1600
 
 
 
 
34,5/1600
 
 
 
 

 
 
 
7,1
6,5
7,7
7,4
7,7
 
 
 
 
7,5
 
 
 
 

BF6L912 R61001205655 ???/???  A 70
71–78
T/x115
T/D120
115/2300
120/2400
41     
41,3/1600
8,9
9,0
F6L912F R61021256128 ???/??? 18 90–93
93–95
T/x100
T/x107
100(74)/2300
107(79)/2300
 
39(383)/1600
 
7,8
F6L912FH L61021256128410 18 90–96 T/h100 100(74)/2300 38(373)/1600 7,6

Anmerkungen:

  • Gewicht: Beim Zweizylinder für Motor ohne/mit elektrischem Anlasser, bei Drei- bis Sechszylindern für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei der Unterbaureihe FL912H (Unterflur-Motoren) jedoch nur für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AS: Dauerleistung A für Dauerbetrieb von Schiffsantriebsmotoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb sonstiger Motoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M075: mit 75 PS für Magirus-LKW 75D… und FAUN-LKW F284DL und F324DL, aber laut Deutz-Motoren-Prospekt nur 73 PS
  • F/M080: für Magirus-LKW 80D…
  • F/M110: für Magirus-LKW 110D…
  • F/M120: für Magirus-LKW 120D…
  • F/MI10: für IVECO-LKW in USA ab 1981
  • F/h080: für Fendt Agrobil S
  • F/x100: für Kramer-Zugmaschine UF 1000
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren, Radlader usw.
  • T/D025: für Deutz-Traktor D2506, Deutz-Einspritzpumpe
  • T/D028: für Deutz-Traktor D2807, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/D030: für Deutz-Traktoren D3006, 3006P und DX36V, Deutz-Einspritzpumpe
  • T/D036: für Deutz-Traktor D3607, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/D040: für Deutz-Traktoren D4006, D4006P und D4007
  • T/D045: für Deutz-Traktoren D4506 und D4507 und z. B. Kramer-Radlader 411, für letzteren schon ab 1968
  • T/D048: für Deutz-Traktor D4807
  • T/D050: für Deutz-Traktor D5006
  • T/D055: für Deutz-Traktor D5506
  • T/D060: für Deutz-Traktor D6006
  • T/D062: für Deutz-Traktor D6206 bis 1977 (58 PS) bzw. ab 1977 (60 PS) und D6207
  • T/D065: für Deutz-Traktor D6507
  • T/D068: für Deutz-Traktoren D7006, D6806 und D6807
  • T/D070: für Deutz-Traktoren D7206, D6907, D7007 und D7207 und z. B. Welte-Traktor ES70, für letzteren schon ab 1972
  • T/D075: für Deutz-Traktor D7506, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/D080: für Deutz-Traktor D8006, bis 1972 Bosch-Reiheneinspritzpumpe, ab 1972 Bosch-Verteilereinspritzpumpe
  • T/D090: für Deutz-Traktor D9006, Bosch-Verteilereinspritzpumpe
  • T/D100: für Deutz-Traktor D10006, Bosch-Verteilereinspritzpumpe
  • T/D120: für Deutz-Traktoren D12006 und D13006, Bosch-Reiheneinspritzpumpe
  • T/DX85: für Deutz-Traktor DX85
  • T/DX90: für Deutz-Traktor DX90
  • T/F204: für Fendt-Traktor Farmer 204
  • T/F240: für Fendt-Traktor Farmer 240
  • T/h045: für Fendt-Geräteträger F345GT
  • T/h050: für Fendt Agrobil Prototyp 1970, Deutz INTRAC 2002 von 1972 bis 1974 und Fendt-Geräteträger F255GT von 1977 bis 1979
  • T/h054: für Fendt-Geräteträger F255GT ab 1979
  • T/h065: für Fendt-Geräteträger F365GT
  • T/h060: für Deutz INTRAC 2003 bis 1978
  • T/h061: für Deutz INTRAC 2003 ab 1978
  • T/h070: für Deutz INTRAC 2004 (hat jedoch laut [Inufa-Katalog] 68 PS = 50 kW bei 2190 min−1 und 24 mkp = 235 Nm bei 1700 min−1) und Fendt-Geräteträger F275GT, für letzteren nur bis 1982
  • T/h080: für Deutz INTRAC 2005
  • T/h100: für Fendt-Geräteträger F390GT
  • T/x035: für Fendt-Traktor Farmer 200S bis 1982
  • T/x038: für Fendt-Traktor Farmer 200S ab 1983 und Farmer 200V bis 1982
  • T/x042: für Fendt-Traktoren Farmer 201S bis 1982 und Farmer 200V ab 1983
  • T/x046: für Deutz-Fahr-Traktor DX3.10
  • T/x050: für Deutz-Traktoren D5206, D5207 und D5007P, Fendt-Traktoren Farmer 203 bis 1984 und Farmer 250 bis 1996 und z. B. Blank-Raupe V355 von 1970 bis 1980
  • T/x054: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.30 und DX55V
  • T/x064: z. B. für Kramer-Radlader 611 von 1968 bis 1979, Kramer-Traktor 714 von 1970 bis 1973 und Welte-Traktor ES60 ab 1969
  • T/x065: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.60 und AgroXtra 4.07, für letzteren nur bis 1993
  • T/x070: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.65, DX3.70 und DX4.10 und für Fendt-Traktor Farmer 270 bis 1996, mit ständig laufendem Gebläse
  • T/x071: z. B. für Kramer-Traktor 814 von 1970 bis 1973 und MBU Grader G-5
  • T/x072: für Deutz-Fahr-Traktor AgroXtra 4.07 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x080: z. B. für Welte-Traktor ES80 Junior ab 1976
  • T/x088: z. B. für Kramer-Radlader 811 von 1970 bis 1979 und Welte-Traktor ES80S ab 1981
  • T/x096: z. B. für Kramer-Radlader 911 von 1969 bis 1973
  • T/x098: für Deutz-Fahr-Traktor DX6.05 und Deutz-Fahr IN-trac 6.05, mit Bosch-Reiheneinspritzpumpe und thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x100: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.11, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x102: für Deutz-Fahr-Traktoren DX110, DX6.10, AgroPrima 6.06 und AgroXtra 6.07, mit Bosch-Reiheneinspritzpumpe und thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x104: z. B. für Welte-Traktor ES100 ab 1975
  • T/x105: z. B. für Welte-Traktor ES100L ab 1978
  • T/x106: für Kramer 1014
  • T/x107: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.08, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x112: für Kramer 1014S
  • T/x115: für Kramer 1214
Typentabelle: FL912 Direkteinspritzer ab 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F3L912 R31001202827270/28570/68/8018

96–98
96–98
96–98

BI
CI, FI
T/F250

52(38)/2500
54(40)/2500
50(37)/2300

 
18,9(185)/1450
 

 
8,2
 

F3L912H L31001202827270 18 96–98 T/h050 50(37)/2300 19,1(187)/1550 8,3
F3L912 R31001202827270/28570/68/8019

98–09–
98–09–
98–09–
98–03

AIS
BIS
TI
T/F250

44(32)/2150
52(38)/2300
52(38)/2350
50(37)/2300

 
 
17,9(176)/1450
 

 
 
7,8
 

F4L912 R41001203770300/32081/68/8018

96–98
96–98
96–98

BI
CI, FI
T/F270

70(51)/2500
73(54)/2500
70(51)/2300

 
25,2(247)/1450
 

 
8,2
 

F4L912H L41001203770300 18 96–98 T/h070 70(51)/2300 25,6(251)/1600 8,4
F4L912 R41001203770300/32081/68/8019

98–09–
98–09–
98–09–
98–02

AIS
BIS
TI
T/F270

60(44)/2150
69(51)/2300
69(51)/2350
70(51)/2300

 
 
24,3(238)/1450
 

 
 
7,9
 

F5L912 R51001204712380/40596/68/8418 96–98
96–98
BI
CI, FI
88(65)/2500
92(68)/2500
 
31,4(308)/1450
 
8,2
F5L912 R51001204712380/40596/68/8419 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
75(55)/2150
88(65)/2300
88(65)/2300
 
 
31,3(307)/1450
 
 
8,2
F6L912 R61001205655410/440 18 96–98
96–98
BI
CI, FI
106(78)/2500
111(82)/2500
 
37,7(370)/1450
 
8,2
F6L912 R61001205655410/440 19 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
90(66)/2150
106(78)/2300
95(70)/2300
 
 
37,1(364)/1450
 
 
8,1

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung über 80 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung bis 70 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BI: Leistung für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • TI: Fahrzeugleistung nach ISO 3046/1 für Landmaschinen, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren.
  • T/F250: für Fendt-Traktor Farmer 250 ab 1996 bzw. 1998
  • T/F270: für Fendt-Traktor Farmer 270 ab 1996 bzw. 1998
  • T/h050: für Fendt-Geräteträger F350GT
  • T/h070: für Fendt-Geräteträger F370GT bis 1998
Typentabelle: FL912W (Wirbelkammer-Motoren)
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F3L912W R3100120282727070/68/80  00 BI 45(33)/2500 14,5(142)/1550 6,3
F3L912W R3102125306427070/68/8022 00–09– BI 48(35)/2500 15,2(149)/1550 6,1
F4L912W R4100120377030081/68/80  00 BI 60(44)/2500 19,4(190)/1550 6,3
F4L912W R4102125408630081/68/8022 00–09– BI 62(46)/2500 20,2(198)/1550 6,1
F5L912W R5100120471238096/68/84  00 BI 75(55)/2500 24,3(238)/1550 6,3
F5L912W R5102125510738096/68/8422 00–09– BI 77(57)/2500 25,4(249)/1550 6,1
F6L912W R61001205655410109/68/81  00 BI 90(66)/2500 29,1(285)/1550 6,3
F6L912W R61021256128410109/68/8122 00–09– BI 94(69)/2500 30,4(298)/1550 6,1

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Kremer: Fendt], [Bruse, Vermoesen: Eicher1], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Fendt), [Gebhardt: Traktor] (Blank, Bungartz, Deutz, Fendt, Gutbrod, Kramer, Welte), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Oswald: LKW2] (Magirus), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Inufa-Katalog] a​b 1970 (Ahlmann, Coles, Demag, FAUN, Fuchs, Krupp, Magirus, MBU, MIAG, Poclain, PPM), [Auto-Katalog] 1968/69 b​is 1970/71 (Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] a​b 1971/72 (Magirus), Deutz-Motoren-Prospekte v​on 1967 u​nd 1969 u​nd ab 2000

Baureihe FL911

Geschichte: Diese k​aum bekannte Baureihe w​ar eine Variante d​er Motoren FL912 speziell für Notstromaggregate m​it 3000 Umdrehungen p​ro Minute u​nd wurde zusammen m​it diesen eingeführt. Wegen dieser Drehzahlerhöhung w​urde der Hub verkürzt (105 s​tatt 120 mm, dadurch Verkleinerung d​es Hubraums p​ro Zylinder v​on 0,94 a​uf 0,83 Liter). Die Höchstleistung p​ro Zylinder betrug e​twa 17,5 PS. Anfang d​er 1980er Jahre w​urde der FL912 d​ann auch für 3000 Umdrehungen freigegeben (nur für Notstromaggregate), u​nd der FL911 entfiel.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung d​urch Axialgebläse. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Zwei Ventile p​ro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt i​n einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F3L911 R31001052474    68
68
68
A
B
F
44/3000
50/3000
52/3000
 
 
 
 
 
 
F4L911 R41001053299    68
68
68
A
B
F
59/3000
67/3000
70/3000
 
 
 
 
 
 
F6L911 R61001054948    68
68
68
A
B
F
88/3000
100/3000
104/3000
 
 
 
 
 
 

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020.

Quelle: Deutz-Motoren-Prospekt v​on 1969

Baureihe FL913

Geschichte: Diese Baureihe w​urde Anfang d​er 1970er Jahre a​us der Baureihe FL912 abgeleitet u​nd unterscheidet s​ich von i​hr im Wesentlichen d​urch die vergrößerten Zylinder (Bohrung 102 s​tatt 100 mm, Hub 125 s​tatt 120 mm, Hubraum p​ro Zylinder 1,02 s​tatt 0,94 Liter) u​nd einige verstärkte Bauteile. Deutz brauchte d​iese Motoren, w​eil insbesondere d​er LKW-Wettbewerb höhere Leistungen verlangte. In d​er Baureihe FL913 g​ab es n​ur Drei-, Vier- u​nd Sechszylindermotoren.

  • Die ersten Motoren erschienen 1971 oder 1972. Es waren Saugmotoren mit einer Höchstleistung pro Zylinder von etwa 21,5 PS bei 2800 Umdrehungen pro Minute für Straßenfahrzeuge. Der F6L913 wurde ab 1972, der F4L913 ab 1975 in Magirus-LKW eingebaut; sie ersetzten dort nach und nach den F6L912 bzw. den F4L912.
  • 1973 wurde die Baureihe um den Sechszylinder BF6L913 mit Abgasturboaufladung erweitert. Später kamen der aufgeladene Vierzylinder BF4L913 hinzu und die ladeluftgekühlten Turbos BF6L913C und BF4L913C; letzterer wurde Anfang der 1990er Jahre für TAM (Jugoslawien) gebaut und im TAM-LKW T122 verwendet. Der BF6L913 kam ab 1973 in Magirus-LKW zum Einsatz und ab 1978 in Deutz-Traktoren, wo er den BF6L912 ersetzte. Ab 1982 wurde auch der BF4L913 in Deutz-Fahr-Traktoren verwendet.
  • 1975 wurden einige wenige liegende Motoren F6L913H und BF6L913H für die Deutz INTRAC 2006 und 2007 gebaut.
  • Ab 1980 ersetzten die "Soft-Turbos" BF4L913T und BF6L913T in Magirus-LKW die Saugmotoren F4L913 und F6L913. Sie hatten die gleichen Höchstleistungen wie ihre Vorgänger, jedoch bei geringerer Drehzahl (2500 statt 2800 Umdrehungen pro Minute) und höheren Drehmomenten. Andere Varianten des BF4L913T kamen ab 1982, des BF6L913T ab 1989 in Deutz-Fahr-Traktoren zum Einsatz.
  • Ab 1982 wurde der liegende Motor F4L913H, ab 1984 der liegende F3L913H in Fendt-Geräteträger eingebaut.
  • 1984 bis 1989 gab es speziell für den Deutz-Fahr-Traktor DX7.10 eine zusätzliche verstärkte Variante des BF6L913. Sie hatte eine höhere Verdichtung als die normalen BFL913 (17:1 statt 15,5:1) und Einspritzdüsen mit erhöhtem Öffnungsdruck (220 statt 175 bar).
  • 1989/90 wurde der BF6L913 generell verbessert. Alle Varianten außer den BF6L913T hatten jetzt die höhere Verdichtung (17:1) und andere Einspritzdüsen als ihre Vorgänger. In IVECO-Magirus-LKW lösten sie ihre Vorgänger 1989 ab, in Deutz-Fahr-Traktoren 1990. Ab 1989 gab es auch eine liegende Variante F6L913H für Fendt-Geräteträger.
  • Ab 1990 gab es speziell für die vierzylindrigen Deutz-Fahr AgroStar-Traktoren zusätzliche verstärkte Varianten des BF4L913. Auch sie hatten die neuen Einspritzdüsen mit erhöhtem Öffnungsdruck (250 statt 175 bar).
  • 1996 wurden alle Typen wie bei der Baureihe FL912 in vielen Teilen verbessert und die Verdichtung erhöht (bei den Saugmotoren von 17:1 auf 18:1, bei den aufgeladenen Motoren jetzt für alle Varianten von 15,5:1 auf 17:1).
  • 1998 wurde die Verdichtung noch einmal erhöht (bei den Saugmotoren auf 19:1, bei den aufgeladenen Motoren auf 18:1), außer bei den aufgeladenen Motoren BFL913C mit Ladeluftkühlung.

FL913-Motoren wurden i​n viele unterschiedliche Bau- u​nd Landmaschinen eingebaut, z. B. b​is 2004 i​n Traktoren v​on (SAME-)Deutz-Fahr u​nd bis 2003 i​n Traktoren v​on Fendt, d​ie Vier- u​nd Sechszylinder b​is 1988 bzw. 1993 a​uch in Magirus-LKW. FL913-Motoren dienten u​nd dienen a​ber auch z​um Antrieb v​on Generatoren u​nd von Schiffen. Die Baureihe FL913 w​urde von Deutz i​n Köln i​n sehr großen Stückzahlen hergestellt (siehe a​uch FL912). Seit 2002 w​ird die Baureihe FL 913 n​ach und n​ach durch d​ie Baureihe FL914 (neu) ersetzt. Im Gegensatz z​u den FL914-Motoren erfüllen d​ie FL913er n​icht die Stufe 2 d​er EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC u​nd der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; d​iese Stufe 2 i​st aber spätestens s​eit 2004 i​n der EU, d​en USA u​nd anderen Staaten i​n den meisten Einsatzfällen für n​eue Motoren vorgeschrieben.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende bzw. (FL913H) u​m ca. 70 Grad z​ur Seite geneigte Reihenmotoren. Luftkühlung d​urch Axialgebläse, v​on Keilriemen angetrieben, wahlweise thermostatgeregelt. Kolbenbodenkühlung d​urch Ölspritzdüsen, z​um Teil a​uch Kolbenkanalkühlung d​urch Ölspritzdüsen. Je n​ach (Öl-)Kühlbedarf hatten/haben d​ie Motoren keinen Ölkühler, e​inen Rippenrohr-Ölkühler u​nter der Ansauglufthaube o​der einen „normalen“ Block-Ölkühler. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Um a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise verwendbar z​u sein, h​aben die Motoren wahlweise e​ine Ölwanne a​us Grauguss s​tatt aus Stahlblech. Zwei Ventile p​ro Zylinder, leicht schräg gegeneinander geneigt i​n einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Bosch-Reiheneinspritzpumpe. Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck b​is 1996 175–180 bar, b​ei einigen Varianten 220 o​der 250 bar; a​b 1996 b​eim Direkteinspritzer 250 bar, a​b 1998 255 bar. Einspritzdruck a​b 1996 b​is 620 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch b​eim Direkteinspritzer ungefähr 160 b​is 170 g/PSh, d​as entspricht e​twa 215 b​is 230 g/kWh.

Typentabelle: FL913 bis 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F3L913 R31021253064  17 81–88
84–96
88–96
87–96
T/x057
T/x060
T/F250
T/F260
57(42)/2300
60(44)/2500
50(37)/2000
60(44)/2400
 
 
 
20,7(203)/1550
 
 
 
8,3
F3L913H L31021253064  17 84–96 T/h060 60(44)/2400 20,8(204)/1550 8,4
F4L913 R41021254086  17

75–83
83–88
80–96
93-96
88-96

F/M090
T/F205
T/x075
T/x078
T/F280

87(64)/2800
72(53)/2200
75(55)/2300
78(57)/2350
80(59)/2400

26(255)/1400
 
27,4(269)/1600
 
27,7(272)/1600

7,8
 
8,3
 
8,4

F4L913H L41021254086  17 82–84
84–96
T/h078
T/h080
78/2400
80/2400
26,7(262)/1600
26,5(260)/1550
8,1
8,0
BF4L913T R41021254086  15,5A

80–88
82–93
93–95

F/MI09
T/x082
T/x085

87/2500
82(60)/2300
85(63)/2300

28,6(281)/1600
 
29,7(291)/1600

8,6
 
9,0

BF4L913 R41021254086  15,5A 82–93
93–95
93–95
T/x090
T/x093
T/x095
90(66)/2300
93(68)/2300
95(70)/2300
 
 
32,2(316)/1600
 
 
9,7
BF4L913 R41021254086  15,5A 90–93
93–95
90–93
93–95
T/x088
T/x091
T/x096
T/x100
88(65)/2300
91(67)/2300
95(70)/2300
100(74)/2300
 
 
 
 
 
 
 
 
BF4L913C R41021254086  15,5AL 92–95 F/x125 125(92)/2500 42,9(421)/1650 12,9
F6L913 R61021256128420/??? 17

72-83
75–79
80–83
83–90
92–95
91–95
93–95

F/M130
T/x121
T/D120
T/x115
T/x110
T/x113
T/x116

130/2800
121/2500
110(81)/2300
115(85)/2400
110(81)/2300
113(83)/2400
115(85)/2400

39(383)/1400
38,5/1600
 
 
 
 
 

7,8
7,7
 
 
 
 
 

F6L913H L61021256128  17 75
89–96
T/h116
T/h115
116(85)/2500
115(85)/2400
 
39,7(389)/1600
 
8,0
BF6L913T R61021256128  15,5A

80–89
89–93
90–93
93–95
89–91

F/MI13
FI/MI13
T/x120
T/x125
T/x126

130(96)/2500
135(99)/2500
120(88)/2400
125(92)/2400
126(93)/2400

43(422)/1500
44(432)/1500
 
 
 

8,7
8,9
 
 
 

BF6L913 R61021256128485/??? 15,5A

79–83
73–83
82–84
84–89
78–85
86–89
78–80
80–83
78–84
83–90
86–89

F/x145
F/M160
F/MI16
F/MI16
F/M168
F/MI17
T/D140
T/D145
T/D160
T/x137
T/x150

145(107)/2400
160(118)/2650
160(118)/2500
160(118)/2500
168(124)/2650
168(124)/2650
125(92)/2200
132(97)/2300
150(110)/2300
137(101)/2400
150(110)/2300

46(451)/1600
48(471)/1600
50(490)/1600
52(510)/1800
51,8(508)/1600
 
 
 
49,7(487)/1600
 
 

9,3
9,7
10,1
10,5
10,4
 
 
 
10,0
 
 

BF6L913H L61021256128  15,5A 75 T/h140 140/2500    
BF6L913 R61021256128  17A 84–90 T/x160 160(118)/2400 52,3(513)/1700 10,5
BF6L913 R61021256128  17A

89–93
90–95
89–91

FI/MI17
T/x143
T/x150

168(124)/2500
143(105)/2300
150(110)/2300

55,6(545)/1600
47(461)/1600
 

11,2
9,5
 

BF6L913C R61021256128   AL 90–?? FI/x192 192(141)/2500 63,2(620)/1650 12,7

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss, bei der Unterbaureihe FL913H (Unterflur-Motoren) jedoch nur für Motor mit Ölwanne aus Stahlblech.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AS: Dauerleistung A für Dauerbetrieb von Schiffsantriebsmotoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb sonstiger Motoren (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270, zum Beispiel Schnellfahrleistung für Schiffsantriebe.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585 für Straßenfahrzeuge, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • F/M090: für Magirus-LKW 90D… (abgewandelte FIAT-Baureihe NC) und 90M… (Magirus-Baureihe MK), letztere 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-9A
  • F/M130: für Magirus-Bus M130… und Magirus-LKW 130D… und 130M… (M: Magirus-Baureihe MK), letztere 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-13A
  • F/M160: für Magirus-LKW 160D… und 160M… (M: Magirus-Baureihe MK), letztere 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-16A
  • F/M168: für Magirus-LKW 168M… (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-16AR
  • F/MI09: für Magirus-LKW 90M… Turbo (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-9A Turbo
  • F/MI13: für Magirus-LKW 130M… Turbo (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-13A Turbo, und IVECO-Magirus …-13AN bis 1989
  • FI/MI13: für IVECO-Magirus-LKW …-13A Turbo ab 1989 und …-13AN ab 1989
  • F/MI16: für Magirus-LKW 160M… Turbo (Magirus-Baureihe MK), 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-16A Turbo, und IVECO-Magirus …-16AN bis 1989
  • F/MI17: für IVECO-Magirus-LKW …-17A bis 1989
  • FI/MI17: für IVECO-Magirus-LKW …-16A Turbo ab 1989 und …-17A(N) ab 1989
  • F/x125: für TAM-LKW 122T…
  • F/x145: für Magirus-Bus M160… und Magirus-LKW 160M8FA
  • FI/x192: u. a. optional für bestimmte Neoplan-Busse, z. B. NH912
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren, Radlader usw.
  • T/D120: für Deutz-Traktor DX120, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/D140: für Deutz-Traktor DX140, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/D145: für Deutz-Traktor DX145, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/D160: für Deutz-Traktor DX160, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/F205: für Fendt-Traktor Farmer 205
  • T/F250: für Fendt-Traktor Farmer 250K (lärmgedämpft, mit Oxi-Kat)
  • T/F260: für Fendt-Traktor Farmer 260 bis 1996
  • T/F280: für Fendt-Traktor Farmer 280 bis 1996
  • T/h060: für Fendt-Geräteträger F360GT
  • T/h078: für Fendt-Geräteträger F275GT II ab 1982, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h080: für Fendt-Geräteträger F380GT/GH bis 1996, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h115: für Fendt-Geräteträger F395GT/GH bis 1996, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h116: für Deutz INTRAC 2006, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h140: für Deutz INTRAC 2007, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x057: für Deutz-Traktor D6007 und Fendt-Traktor Farmer 203 II
  • T/x060: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.50 und AgroXtra 3.57
  • T/x075: für Deutz-Traktor D7807, Deutz-Fahr-Traktoren DX80, DX3.80, DX3.90, DX4.30, AgroPrima 4.31 und AgroXtra 4.17 und Fendt-Traktor Farmer 275, mit ständig laufendem Gebläse
  • T/x078: für Deutz-Fahr-Traktoren DX3.75, AgroPrima 4.31 ab 1993 und AgroXtra 4.17 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x082: für Deutz-Fahr-Traktoren DX86, DX4.50, AgroPrima 4.51 bis 1993 und AgroXtra 4.47 bis 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x085: für Deutz-Fahr-Traktoren AgroPrima 4.51 ab 1993 und AgroXtra 4.47 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x088: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.61, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x090: für Deutz-Fahr-Traktoren DX92, DX4.70, AgroPrima 4.56 bis 1993 und AgroXtra 4.57 bis 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x091: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.68, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x093: für Deutz-Fahr-Traktor AgroPrima 4.56 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x095: für Deutz-Fahr-Traktor AgroXtra 4.57 ab 1993, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x096: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.71, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x100: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 4.78, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x110: für Deutz-Fahr-Traktor AgroPrima 6.16, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x113: für Deutz-Fahr-Traktoren AgroXtra 6.17 und AgroStar 6.21, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x115: für Deutz-Fahr-Traktor DX6.30 und Deutz-Fahr IN-trac 6.30, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x116: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.28, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x120: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.31, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x121: für Kramer 1014TS
  • T/x125: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.38, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x126: für Deutz-Fahr IN-trac 6.30 turbo, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x137: für Deutz-Fahr-Traktor DX6.50, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x143: für Deutz-Fahr-Traktor AgroStar 6.61, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x150: für Deutz-Fahr IN-trac 6.60, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/x160: für Deutz-Fahr-Traktor DX7.10, mit thermostatgeregeltem Gebläse
Typentabelle: FL913 ab 1996
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F3L913 R31021253064277/29070/68/8018

96–98
96–98
96–98

BI
CI, FI
T/x060

57(42)/2500
60(44)/2500
60(44)/2400

 
20,6(202)/1450
20,4(200)/1400

 
8,3
8,2

F3L913 R31021253064277/29070/68/8019

98–09–
98–09–
98–09–
98–04

AIS
BIS
TI
T/x060

48(35)/2150
56(41)/2300
60(44)/2400
60(44)/2400

 
 
20,5(201)/1450
20,4(200)/1400

 
 
8,2
8,2

F4L913 R41021254086307/33081/68/8018

96–98
96–98
97–98
96–98

BI
CI, FI
T/D070
T/F280

76(56)/2500
80(59)/2500
70(51)/2300
80(59)/2400

 
27,5(270)/1450
 
 

 
8,3
 
 

F4L913H L41021254086  18 96–98 T/h080 80(59)/2400 27,7(272)/1550 8,4
F4L913 R41021254086307/33081/68/8019

98–09–
98–09–
98–09–
98–04
00–04
98–03

AIS
BIS
TI
T/D070
T/D080
T/F280

65(48)/2150
76(56)/2300
76(56)/2350
70(51)/2300
77(57)/2350
80(59)/2400

 
 
26,9(264)/1450
 
27(265)/1300–1600
 

 
 
8,1
 
8,1
 

F4L913H L41021254086  19 98–04 T/h075 75(55)/2400 26,8(263)/1500 8,1
BF4L913T R41021254086  18A 00–04 T/D090 87(64)/2350 31,5(309)/1400 9,5
BF4L913 R41021254086350/37082/70/8617A 96–98
96–98
BI
CI, FI
98(72)/2500
106(78)/2500
 
36,2(355)/1600
 
10,9
BF4L913 R41021254086350/37082/70/8618A 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
87(64)/2150
100(74)/2300
88(65)/2300
 
 
34,5(338)/1600
 
 
10,4
BF4L913H L41021254086   A 98–04 T/h095 95(70)/2400 35,5(348)/1500 10,7
F6L913 R61021256128430/460109/68/8118 96–98
96–98
BI
CI, FI
116(85)/2500
121(89)/2500
 
40,3(395)/1450
 
8,1
F6L913H L61021256128410 18 96–00 T/h120 120(88)/2400 41,3(405)/1600 8,3
F6L913 R61021256128430/460109/68/8119 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
98(72)/2150
114(84)/2300
103(76)/2300
 
 
40,2(394)/1450
 
 
8,1
BF6L913T R61021256128   A 98–04
98–04
98–04
T/D100
T/D120
T/D140
100(74)/2200
120(88)/2250
140(103)/2250
 
 
 
 
 
 
BF6L913 R61021256128485/515111/72/8817A 96–98
96–98
BI
CI, FI
148(109)/2500
160(118)/2500
 
56,1(550)/1600
 
11,3
BF6L913 R61021256128485/515111/72/8818A 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
131(96)/2150
152(112)/2300
129(95)/2300
 
 
54,2(532)/1600
 
 
10,9
BF6L913C R61021256128510/540114/72/8817AL 96–98
96–98
96–98
BI
CI
FI
178(131)/2500
185(136)/2500
192(141)/2500
 
 
70,3(690)/1600
 
 
14,1
BF6L913C R61021256128510/540114/72/8817AL 98–09–
98–09–
98–09–
AIS
BIS
TI
152(112)/2150
180(132)/2300
174(128)/2300
 
 
73,1(717)/1600
 
 
14,7

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Verdichtung der Motoren ohne Aufladung ab 1996: 18 bis 1998, danach 19.
  • Verdichtung der Motoren mit Aufladung ohne Ladeluftkühlung ab 1996: 17 bis 1998, danach 18.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • AIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung über 80 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BIS: Blockierte Dauerleistung für Schiffsantriebsmotoren bei Auslastung bis 70 Prozent nach ISO 3046/7, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • BI: Leistung für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • TI: Fahrzeugleistung nach ISO 3046/1 für Landmaschinen, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 oder ECE R24 für Traktoren.
  • T/D070: für Deutz-Fahr-Traktoren Agroplus 70 und Agrolux 70 bis 2004
  • T/D080: für Deutz-Fahr-Traktoren Agroplus 80 und Agrolux 80 bis 2004
  • T/D090: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 90 bis 2004
  • T/D100: für Deutz-Fahr-Traktor Agrosun 100
  • T/D120: für Deutz-Fahr-Traktor Agrosun 120
  • T/D140: für Deutz-Fahr-Traktor Agrosun 140
  • T/x060: für Deutz-Fahr-Traktoren Agroplus 60 und Agrolux 60 bis 2004; und für Fendt-Traktor Farmer 260 ab 1996 bzw. 1998 bis 2003
  • T/F280: für Fendt-Traktor Farmer 280 ab 1996 bzw. 1998 bis 2003
  • T/h075: für Fendt-Geräteträger F370GT ab 1998
  • T/h080: für Fendt-Geräteträger F380GT/GH bis 1998, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h095: für Fendt-Geräteträger F380GT Turbo ab 1998, mit thermostatgeregeltem Gebläse
  • T/h120: für Fendt-Geräteträger F395GT/GH ab 1996, mit thermostatgeregeltem Gebläse

Quellen: [Ertl: Deutz], [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz1], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Kremer: Fendt], [Sack: Kramer], [Bach: Traktor] (Deutz, Fendt), [Gebhardt: Traktor] (Deutz, Fendt), [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Oswald: LKW2] (Magirus), [Gebhardt: Bus] (Magirus, Neoplan), [Inufa-Katalog] a​b 1976 (Krupp, Magirus, PPM, TAM), [Lastauto-Omnibus-Katalog] a​b 1974 (Magirus, Neoplan), Deutz-Motoren-Prospekte a​b 2000

Baureihe FL914 (neu) / D914

Geschichte: Die 2002 erschienene Baureihe FL914 (neu) w​urde aus d​er Baureihe FL913 entwickelt, v​on der s​ie sich d​urch den verlängerten Hub (132 s​tatt 125 mm, Hubraum p​ro Zylinder 1,08 Liter) u​nd ein verbessertes Einspritz- u​nd Verbrennungssystem unterscheidet.

  • Ursprünglich, also ab 2002, umfasst die Baureihe FL914 Drei-, Vier-, Fünf- und Sechszylinder-Saugmotoren sowie Drei-, Vier- und Sechszylinder mit Abgasturboaufladung; von dem aufgeladenen Sechszylinder gibt es auch eine Variante mit Ladeluftkühlung. Alle diese Motoren erfüllen Stufe 2 der EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC und der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; diese Stufe 2 ist spätestens seit 2004 in der EU, den USA und anderen Staaten in den meisten Einsatzfällen für neue Motoren vorgeschrieben. Drei- und Vierzylinder wurden ab 2002 bis 2009 in Traktoren von Fendt und Valtra eingebaut (beide gehören zum AGCO-Konzern) und von 2004 bis 2005 auch in Traktoren von (SAME-)Deutz-Fahr.
  • 2007 wurde die gesamte Baureihe überarbeitet. Einspritz- und Verbrennungssystem sind weiter verbessert worden. Die neue Version heißt nun D914 (nach dem neuen Bezeichnungsschema). Sie umfasst nach wie vor Drei-, Vier-, Fünf- und Sechszylinder-Saugmotoren, aber ansonsten nur noch den aufgeladenen Sechszylinder mit Ladeluftkühlung. Die Motoren erfüllen nun Stufe 3A der EU-Nonroad-Abgasrichtlinie 97/68/EC und Stufe 3 der entsprechenden USA-EPA-Nonroad-Abgasrichtlinien; diese Stufe 3A bzw. 3 ist spätestens seit 2008 in der EU, den USA und anderen Staaten in den meisten Einsatzfällen für neue Motoren vorgeschrieben.

Die Baureihe löst n​ach und n​ach ihre Vorgänger FL912 u​nd FL913 ab. Sie w​ird inzwischen n​icht mehr i​n Köln hergestellt, sondern i​n Ulm. Zu d​en Stückzahlen s​iehe FL912.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende Reihenmotoren. Luftkühlung d​urch Axialgebläse. Kolbenbodenkühlung d​urch Ölspritzdüsen. Ölkühler. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Um a​ls selbsttragende Bauteile v​on Traktoren i​n Blockbauweise verwendbar z​u sein, h​aben die Motoren wahlweise e​ine Ölwanne a​us Grauguss s​tatt aus Stahlblech. Zwei Ventile p​ro Zylinder, i​n einer Reihe hängend, gesteuert über untenliegende Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1. Reiheneinspritzpumpe u​nd Bosch-Fünfloch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck zumindest i​n der ursprünglichen Baureihe 210 bar; Einspritzdruck b​is 1000 bar. Wahlweise elektronische Motorregelung.

Typentabelle: FL914
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F3L914 R31021323236277/29671/70/8020

02–09–
02–09–
04–05
05–09

BI
CI, FI
T/D060
T/V330

60(44)/2500
63(46)/2500
56(41)/2200
58(43)/2200

 
20,6(202)/1500
20,3(199)/1450
20,7(203)/1500

 
7,8
7,7
7,9

BF3L914 R31021323236312/33171/70/8818A

02–09–
02–09–
02–09
02–09

CI, FI
FI
T/F206
T/F207

73(53)/2300
76(56)/2500
65(48)/2100
73(53)/2100

26,2(257)/1600
26,2(257)/1600
24,4(239)/1500
26,9(264)/1500

10,0
10,0
9,3
10,2

F4L914 R41021324314307/36382/70/8020

02–09–
02–09–
04–05
04–05
05–09
05–09

BI
CI, FI
T/D070
T/D080
T/V340
T/V350

80(59)/2500
83(61)/2500
70(51)/2200
77(57)/2200
72(53)/2200
79(58)/2200

 
27,5(270)/1500
 
27(265)/1500
27,2(267)/1500
27,8(273)/1500

 
7,9
 
7,7
7,8
7,9

BF4L914 R41021324314350/40682/70/8818A

02–09–
02–09
02–09
04–05
07–09
07–09

CI, FI
T/F208
T/F209
T/D090
T/V360
T/V370

102(75)/2500
86(63)/2100
94(69)/2100
87(64)/2200
85(62)/2150
95(70)/2150

36,2(355)/1600
32,3(317)/1500
34,6(339)/1500
31,5(310)/1450
33,1(325)/1500
36,2(355)/1500

10,3
9,2
9,9
9,0
9,5
10,3

F5L914 R51021325393380/40896/70/8420 02–09–
02–09–
BI
CI, FI
100(73)/2500
102(75)/2500
 
33,9(333)/1500
 
7,8
F6L914 R61021326472430/468109/68/8920 02–09–
02–09–
BI
CI, FI
120(85)/2500
125(92)/2500
 
40,8(400)/1500
 
7,8
BF6L914 R61021326472485/523114/72/9218A 02–09– CI, FI 157(116)/2500 55,0(540)/1600 10,5
BF6L914C R61021326472510/548127/72/9918AL 02–09–
02–09–
BI
CI, FI
188(139)/2500
202(149)/2500
 
71,4(700)/1600
 
13,6

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm), ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • T: Fahrzeugleistung nach ECE R24 für Traktoren.
  • T/D060: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 60
  • T/D070: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 70
  • T/D080: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 80
  • T/D090: für Deutz-Fahr-Traktor Agrolux 90
  • T/F206: für Fendt-Traktor Farmer 206 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 44 kW = 60 PS bei 2300 min−1)
  • T/F207: für Fendt-Traktor Farmer 207 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 51 kW = 70 PS bei 2300 min−1)
  • T/F208: für Fendt-Traktor Farmer 208 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 59 kW = 80 PS bei 2300 min−1)
  • T/F209: für Fendt-Traktor Farmer 209 (angegeben ist die Maximalleistung; die Nennleistung beträgt 66 kW = 90 PS bei 2300 min−1)
  • T/V330: für Valtra-Traktor 3300
  • T/V340: für Valtra-Traktor 3400
  • T/V350: für Valtra-Traktor 3500
  • T/V360: für Valtra-Traktor 3600
  • T/V370: für Valtra-Traktor 3700
Typentabelle: D914
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
D914L3 R31021323236284/???71/70/8021 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
56(41)/2300
58(43)/2300
 
20,6(202)/1500
 
7,8
D914L4 R41021324314315/???82/70/8021 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
75(55)/2300
79(58)/2300
 
27,5(270)/1500
 
7,9
D914L5 R51021325393390/???96/70/8421 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
93(69)/2300
99(73)/2300
 
33,9(333)/1500
 
7,8
D914L6 R61021326472440/???109/68/8921 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
102(75)/2150
118(87)/2300
38,2(375)/1500
 
7,3
 
TCD914L6 R61021326472510/???127/72/9919AL 07–09–
07–09–
BI
CI, FI
171(126)/2300
177(130)/2300
 
63,2(620)/1600
 
12,0

Anmerkungen:

  • Gewicht für Motor ohne Anlasser, Lichtmaschine und Flüssigkeiten (nach DIN 70020), mit Ölwanne aus Stahlblech/Grauguss.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • CI: Leistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm) für stark wechselnden Betrieb von Einbaumotoren, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.
  • FI: Fahrzeugleistung "brutto" (laut Prospekt, ohne Angabe der Norm), ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.

Quellen: [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Kremer:Fendt], Fendt-Prospekte, Valtra-Prospekte, Deutz-Motoren-Prospekte a​b 2002

Baureihe FL310

Diese Baureihe erschien u​m 1958 u​nd ergänzte d​as Programm d​er luftgekühlten Deutz-Motoren n​ach unten (Bohrung 85 mm, Hub 100 mm, Hubraum p​ro Zylinder 0,57 Liter). Sie umfasste stehende Ein-, Zwei-, Drei- u​nd Vierzylinder-Reihenmotoren, d​ie wie d​ie übrigen damaligen luftgekühlten Baureihen n​ach dem Deutz-L’Orange-Wirbelkammer-Verfahren arbeiteten. Die Motoren wurden für stationären u​nd mobilen Einsatz (Einbaumotoren, z. B. a​ls Generator-Antrieb) s​owie als Schiffs- (SFL310), Traktor- u​nd Straßenfahrzeug-Antrieb angeboten. Die Drei- u​nd Vierzylinder wurden anscheinend w​enig nachgefragt u​nd um 1965 a​us dem Programm genommen; d​ie Ein- u​nd Zweizylinder wurden 1967 d​urch die entsprechenden Motoren d​er Baureihe FL410 ersetzt.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FL/AL):

Aufbau: Das Kurbelgehäuse d​er Ein- u​nd Zweizylinder i​st einteilig (Tunnelgehäuse), d​as der Drei- u​nd Vierzylinder besteht a​us dem Kurbelgehäuse-Oberteil, a​n dem d​ie Kurbelwelle gelagert ist, u​nd der separaten Ölwanne, d​ie wahlweise a​us Blech o​der Gusseisen besteht. Die Ventile hängen senkrecht (parallel z​ur Zylinderachse) i​m Zylinderkopf.

Luftkühlung: Die Motoren werden d​urch ein Axialgebläse o​hne thermostatische Regelung gekühlt. Drei- u​nd Vierzylinder h​aben einen Ölkühler.

Einspritzung: Die Ein- u​nd Zweizylinder h​aben eine v​on der Nockenwelle d​es Motors betätigte Bosch-Steckpumpe PFR1K60 bzw. PFR2K60 u​nd einen Deutz-Fliehkraftregler. Die Drei- u​nd Vierzylinder h​aben eine Reihenpumpe m​it eigener Nockenwelle. Alle Motoren h​aben Bosch-Zapfendüsen DN0SD211 m​it 125 b​ar Öffnungsdruck.

Anlassen: Die Ein- u​nd Zweizylinder s​ind wahlweise m​it Elektro- o​der Handkurbel-Anlasser ausgerüstet, d​ie Drei- u​nd Vierzylinder i​mmer mit Elektro-Anlasser. Der Zylinderkopf d​er Ein- u​nd Zweizylinder h​at eine Dekompressionseinrichtung, u​m das Anlassen z​u erleichtern.

Typentabelle FL310 Dieselmotoren für Traktoren, Straßenfahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1L310 R1851005671100,5/0,5/0,721,5- 60–65
62–65
65–67
65–67
T/Pionier
F
T
F
10/2800
10,5/3000
10,5/2800
11/3000
  >5,6
>5,4
>5,8
>5,7
F2L310 R28510011351500,6/0,5/0,721,5- 62–67
60–65
63–65
65–67
65–67
F, T/GT20 T
F
T
F
20/3000
20/2800
21/3000
21/2800
22/3000
  >5,2
>5,6
>5,4
>5,8
>5,7
F3L310 R38510017022120,7/0,55/0,721,5- 62–65
63–65
63–65
F
T
F
30/3000
30/2800
31,5/3000
  >5,2
>5,6
>5,4
F4L310 R48510022702370,8/0,55/0,721,5- 62–65
63–65
63–65
F
T
F
40/3000
40/2800
42/3000
  >5,2
>5,6
>5,4

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Straßenfahrzeug-Antrieb
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Traktor-Antrieb u. ä.
  • T/Pionier: z. B. für Kramer Pionier 1961 (7 Stück gebaut)
  • T/GT20: z. B. für Schneider Geräteträger GT20D ab 1965
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle FL310 Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1L310 R1851005671100,5/0,5/0,721,5- 60–62
60–62
62–65
62–65
62–65
65–67
65–67
65–67
A
B
AS
A
B
AS
A
B
8,5/3000
9,5/3000
7,5/2500
9/3000
10/3000
?/2500
9,5/3000
10,5/3000
  >4,4
>4,9
>4,7
>4,7
>5,2
 
>4,9
>5,4
F2L310 R28510011351500,6/0,5/0,721,5- 60–62
60–62
62–65
62–65
62–65
65–67
65–67
65–67
A
B
AS
A
B
AS
A
B
17/3000
19/3000
15/2500
18/3000
20/3000
?/2500
19/3000
21/3000
  >4,4
>4,9
>4,7
>4,7
>5,2
 
>4,9
>5,4
F3L310 R38510017022120,7/0,55/0,721,5- 62–63
62–63
62–65
63–65
63–65
A
B
AS
A
B
25,5/3000
28,5/3000
22,5/2500
27/3000
30/3000
  >4,4
>4,9
>4,7
>4,7
>5,2
F4L310 R48510022702370,8/0,55/0,721,5- 62–63
62–63
62–65
63–65
63–65
A
B
AS
A
B
34/3000
38/3000
30/2500
36/3000
40/3000
  >4,4
>4,9
>4,7
>4,7
>5,2

Anmerkungen z​u der Tabelle:

  • Die maximale Drehzahl ist von 1500/min bis 3000/min einstellbar, bei Dauerleistung für Schiffs-Antrieb (SFL310) jedoch nur bis 2500/min; in der Tabelle sind nur die Varianten mit der jeweils höchsten Drehzahl angegeben.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • AS: Dauerleistung A nach DIN 6270, für Schiffs-Antrieb
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Deutz: Bedienungsanleitung F1/2L310], [Deutz: Bedienungsanleitung F3/4L310], [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1960 b​is 1966, [Sack: Kramer] (Kramer Pionier, Motor F1L310), [Tietgens: Kramer] (Kramer Pionier), [Gebhardt: Traktor] (Schneider GT20D)

Baureihe FL410

Diese Baureihe w​ar eine Weiterentwicklung d​er Baureihe FL310, d​ie sie 1967 ablöste. Von i​hr unterschied s​ie sich d​urch die vergrößerte Zylinderbohrung (90 s​tatt 85 mm, Hub unverändert 100 mm, Hubraum p​ro Zylinder 0,64 s​tatt 0,57 Liter). Sie umfasste n​ur noch stehende Ein- u​nd Zweizylinder-Reihenmotoren. Die Motoren arbeiteten n​ach dem Wirbelkammer-Verfahren. 1970 k​amen als FL410D bezeichnete Direkteinspritzer hinzu. Sie verbrauchten weniger a​ls die Wirbelkammer-Motoren, d​ie jedoch weniger Schadstoffe emittierten u​nd deshalb besonders für d​en Untertage-Einsatz weiterhin gefragt waren. Die Verwendungsbereiche w​aren dieselben w​ie bei d​er Vorgänger-Baureihe. Um 1973 wurden sowohl d​ie Wirbelkammer-Motoren a​ls auch d​ie Direkteinspritzer d​urch entsprechende Motoren d​er Baureihe FL411 ersetzt.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FL/AL):

Aufbau: Das Kurbelgehäuse i​st einteilig (Tunnelgehäuse). Die Ventile hängen senkrecht (parallel z​ur Zylinderachse) i​m Zylinderkopf.

Die Einspritzdüse d​es Direkteinspritzers s​itzt etwas außermittig u​nd leicht z​ur Zylinderachse geneigt i​m Zylinderkopf. Entsprechend i​st auch d​ie als Verbrennungsraum dienende, relativ flache Kolbenmulde exzentrisch angeordnet.

Luftkühlung: Die Motoren h​aben Axialgebläse o​hne thermostatische Regelung. Der Zweizylinder h​at einen einfachen Spiralrohr-Ölkühler.

Einspritzung: Die Motoren h​aben eine v​on der Nockenwelle d​es Motors betätigte Steckpumpe PSSE01-17 (Einzylinder) bzw. PSSE02-17 (Zweizylinder) d​er Firma Kugelfischer u​nd einen Deutz-Fliehkraftregler. Die Wirbelkammer-Motoren h​aben Bosch-Zapfendüsen DN0SD211 m​it 125 b​ar Öffnungsdruck, d​ie Direkteinspritzer Bosch-Düsen d​es Typs DLLA152S533 m​it 175 bar.

Anlassen: Die Motoren s​ind wahlweise m​it Elektro- o​der Handkurbel-Anlasser ausgerüstet. Der Zylinderkopf h​at eine Dekompressionseinrichtung, u​m das Anlassen z​u erleichtern.

Typentabelle FL410 Wirbelkammer-Dieselmotoren für Traktoren, Straßenfahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1L410 R1901006361200,5/0,5/0,721,5- 67–70
67–70
T
F
11,5/3000
12,5/3000
  >5,3
>5,8
F2L410 R29010012721620,6/0,5/0,721,5- 67–71
67–73
T
F, T/GT25
23/3000
25/3000
  >5,3
>5,8
Typentabelle FL410D Direkteinspritzer-Dieselmotoren für Traktoren, Straßenfahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1L410D R1901006361200,5/0,5/0,717,5- 71–73
70–73
T
F, T
12/2500
12,5/3000
  >6,7
>5,8
F2L410D R29010012721620,6/0,5/0,717,5- 71–73
71–73
71–73
T
F, T
F, T/GT27
24/2500
25/3000
27/3000
  >6,7
>5,8
>6,3

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Straßenfahrzeug-Antrieb
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Traktor-Antrieb u. ä.
  • T/GT25: z. B. für Schneider Geräteträger GT25D ab 1967 und Hummel Duplo Trac A65/30B ab 1969
  • T/GT27: für Schneider Geräteträger GT27D ab 1970(?)
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)
Typentabelle FL410 Wirbelkammer-Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1L410 R1901006261200,5/0,5/0,721,5- 67–70
67–70
67–70
AS
A
B
9/2500
10,5/3000
11,5/3000
  >5,0
>4,8
>5,3
F2L410 R29010012721620,6/0,5/0,721,5- 67–71
67–71
71–73
67–73
AS
A
A
B
18/2500
21/3000
19/2500
23/3000
  >5,0
>4,8
>5,3
>5,3
Typentabelle FL410D Direkteinspritzer-Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       PS/min−1 mkp/min−1 bar
F1L410D R1901006261200,5/0,5/0,717,5- 70–73
70–73
A
B
11/3000
12,5/3000
  >5,1
>5,8
F2L410D R29010012721620,6/0,5/0,717,5- 71–73
71–73
A
B
22/3000
25/3000
  >5,1
>5,8

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Die maximale Drehzahl ist von 1500/min bis 3000/min einstellbar, bei Dauerleistung für Schiffs-Antrieb (SFL410) jedoch nur bis 2500/min; in der Tabelle sind nur die Varianten mit der jeweils höchsten Drehzahl angegeben.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • AS: Dauerleistung A nach DIN 6270, für Schiffs-Antrieb
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Deutz: Werkstatthandbuch FL410/411], [Deutz: Bedienungsanleitung FL410], Deutz-Schiffsmotoren-Prospekt 1967, [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1968 b​is 1972, [Gebhardt: Traktor] (Hummel, Schneider)

Baureihe FL411

Diese Baureihe w​urde aus d​er Baureihe FL410 weiterentwickelt, d​ie sie u​m 1973 ersetzte. Von i​hr unterschied s​ie sich d​urch den vergrößerten Zylinder (92 s​tatt 90 m​m Bohrung, 105 s​tatt 100 m​m Hub, Hubraum p​ro Zylinder 0,70 s​tatt 0,64 Liter). Sie umfasste w​ie beim Vorgänger stehende Ein- u​nd Zweizylinder-Reihenmotoren, d​ie in d​er Ausführung FL411D a​ls Direkteinspritzer u​nd in d​er Ausführung FL411W n​ach dem Wirbelkammer-Verfahren (das n​un als "Deutz-Zweistufenverbrennung" bezeichnet wurde) arbeiteten. Die Verwendungsbereiche w​aren dieselben w​ie bei d​er Vorgänger-Baureihe. 1978 k​am die Baureihe FL511 a​ls Ersatz.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FL/AL) w​ie bei FL410, m​it folgender Ausnahme:

Einspritzung: Die Motoren h​aben eine v​on der Nockenwelle d​es Motors betätigte Bosch-Steckpumpe PFR1K70 (Einzylinder) bzw. PFR2K70 (Zweizylinder). Regler u​nd Düsen w​ie bei FL410.

Typentabelle FL411W Wirbelkammer-Dieselmotoren für Traktoren, Straßenfahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L411W R1921056981200,5/0,5/0,722- 73–78 F 9,5(13)/3000 36(3,7)/2000 6,5
F2L411W R29210513961620,6/0,5/0,722- 73–78 F 19(26)/3000 72(7,4)/2000 6,5
Typentabelle FL411D Direkteinspritzer-Dieselmotoren für Traktoren, Straßenfahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L411D R1921056981200,5/0,5/0,717- 73–78 F, T 10,25(14)/3000 39(4,0)/2000 7,0
F2L411D R29210513961620,6/0,5/0,717- 73–78 F, T 20,5(28)/3000 78(8,0)/2000 7,0

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Straßenfahrzeug-Antrieb
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Traktor-Antrieb u. ä.
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment
Typentabelle FL411W Wirbelkammer-Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L411W R1921056981200,5/0,5/0,722- 73–78 A
B
8(11)/3000
8,75(12)/3000
  >4,6
>5,0
F2L411W R29210513961620,6/0,5/0,722- 73–78 A
B
16(22)/3000
17,5(24)/3000
  >4,6
>5,0
Typentabelle FL411D Direkteinspritzer-Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L411D R1901006981200,5/0,5/0,717- 73–78 A
B
8,75(12)/3000
10,25(14)/3000
  >5,0
>5,9
F2L411D R29010013961620,6/0,5/0,717- 73–78 A
B
17,5(24)/3000
20,5(28)/3000
  >5,0
>5,9

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Die maximale Drehzahl ist von 1500/min bis 3000/min einstellbar; in der Tabelle sind nur die Varianten mit der jeweils höchsten Drehzahl angegeben.
  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind ungefähre Angaben.
  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Deutz: Werkstatthandbuch FL410/411], [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1974 u​nd 1977

Baureihe FL511

Diese Baureihe ersetzte Anfang 1978 d​ie Baureihe FL411. Der Zylinder d​es FL511 w​ar wesentlich größer a​ls der d​es FL411 (Bohrung 100 s​tatt 92 mm, Hub w​ie beim FL411 105 mm, Hubraum p​ro Zylinder 0,82 s​tatt 0,70 Liter). Fertigungstechnisch w​ar der FL511 s​tark an d​en viel erfolgreicheren FL912 angelehnt. Vom FL511 g​ab es n​ur Ein- u​nd Zweizylinder, jeweils a​ls FL511 m​it Direkteinspritzung o​der als FL511W m​it Wirbelkammer ("Deutz-Zweistufenverbrennung"). Letztere verbrauchten m​ehr als d​ie Direkteinspritzer, w​aren jedoch schadstoffärmer u​nd wurden deshalb hauptsächlich u​nter Tage eingesetzt. Alle Typen wurden sowohl für stationären a​ls auch für mobilen Einsatz angeboten u​nd ebenso a​ls Fahrzeug-Antriebe, d​ie Direkteinspritzer a​uch als Schiffs-Antriebe. Die Direkteinspritzer wurden b​is 1992 hergestellt, d​ie Wirbelkammer-Motoren n​ur bis 1988.

Technische Beschreibung (ergänzend z​ur allgemeinen technischen Beschreibung d​er Bauart FL/AL):

Aufbau: Das Kurbelgehäuse i​st einteilig (Tunnelgehäuse). Der (Einzel-)Zylinderkopf gleicht d​em der Baureihen FL911/912/913 (Direkteinspritzer) bzw. FL912W (Wirbelkammer). Wie b​ei diesen Baureihen s​ind die beiden Ventile leicht z​ur Zylinderachse geneigt angeordnet, u​nd der Kolben d​es Direkteinspritzers h​at eine exzentrische Mulde m​it w-(klein-omega-)förmigem Querschnitt.

Luftkühlung: Das Axialgebläse w​ird über e​inen Keilriemen angetrieben u​nd hat k​eine thermostatische Regelung. Der Zweizylinder h​at einen Block-Ölkühler. Die Kolbenkühlung w​ird durch Ölspritzdüsen a​uf den Kurbelwellenlagern unterstützt.

Einspritzung: Die Motoren h​aben eine direkt v​on der Nockenwelle betätigte Bosch-Steckpumpe u​nd einen Deutz-Regler. Der Direkteinspritzer h​at Bosch-Düsen d​es Typs DLLA149S774 m​it 175 b​ar Öffnungsdruck, d​er Wirbelkammer-Motor Bosch-Zapfendüsen DN0SD165 m​it 115 bar.

Anlasser: Die Motoren s​ind wahlweise m​it Elektro- o​der Handkurbel-Anlasser ausgerüstet. Der Zylinderkopf h​at eine Dekompressionseinrichtung, u​m das Anlassen z​u erleichtern.

Typentabelle FL511 Direkteinspritzer-Dieselmotoren für Traktoren, Straßenfahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L511 R11001058251160,5/0,55/0,717- 78–92 F, T 12,8(17,5)/3000 44(4,5)/2000 6,7
F2L511 R210010516491550,6/0,55/0,7517- 78–92 F, T 25,7(35)/3000 88(9,0)/2000 6,7
Typentabelle FL511W Wirbelkammer-Dieselmotoren für Traktoren, Straßenfahrzeuge u. ä.
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L511W R11001058251160,5/0,55/0,719- 78–88 F 11(15)/3000 39(4,0)/2000 5,9
F2L511W R210010516491550,6/0,55/0,7519- 78–88 F 22(30)/3000 78(8,0)/2000 5,9

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Straßenfahrzeug-Antrieb
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020, für Traktor-Antrieb u. ä.
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment
Typentabelle FL511 Direkteinspritzer-Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L511 R11001058251160,5/0,55/0,717- 78–92 A
B
11(15)/3000
12,8(17,5)/3000
  >5,3
>6,3
F2L511 R210010516491550,6/0,55/0,7517- 78–92 A
B
22(30)/3000
25,7(35)/3000
  >5,3
>6,3
Typentabelle FL511W Wirbelkammer-Dieselmotoren für sonstige Verwendung
Typ Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
mittl. Druck
    mm mm cm³ kg m       kW(PS)/min−1 Nm(mkp)/min−1 bar
F1L511W R11001058251160,5/0,55/0,719- 78–88 A
B
9,2(12,5)/3000
10,2(14)/3000
  >4,5
>5,0
F2L511W R210010516491550,6/0,55/0,7519- 78–88 A
B
18,5(25)/3000
20,5(28)/3000
  >4,5
>5,0

Anmerkungen z​u den Tabellen:

  • Die maximale Drehzahl ist von 1500/min bis 3000/min einstellbar; in der Tabelle sind nur die Varianten mit der jeweils höchsten Drehzahl angegeben.
  • Gewicht: Nach VDMA, d. h. trocken (ohne Öl), ohne Anlasser und Lichtmaschine, aber mit Schwungrad, Gebläse und Ölkühler (falls vorhanden)
  • A: Dauerleistung A (Dauer-Nutzleistung, für eine Stunde innerhalb von 12 Stunden Dauerbetrieb um 10 Prozent überschreitbar) nach DIN 6270
  • B: Blockierte Leistung B (nicht überschreitbare Nutzleistung für eine Stunde innerhalb von 6 Stunden Wechselbetrieb) nach DIN 6270
  • mittl. Druck: bei max. Drehmoment oder, wenn ">" vorangestellt, bei max. Leistung (der mittl. Druck bei max. Drehmoment ist etwas größer, wenn dies bei niedrigerer Drehzahl anfällt)

Quellen: [Deutz: Werkstatthandbuch FL511], [Deutsche Verbrennungsmotoren] 1978 b​is 1991, Liste d​er Kolben u​nd Zylinder d​er Firma Kolben-Schmidt (KS)

Baureihe FL312

Geschichte: Diese völlig n​eue Baureihe schnelllaufender Direkteinspritzer-Dieselmotoren erschien 1965 gleichzeitig m​it der Baureihe FL814. Die Baureihe FL312 i​st eine völlige Neukonstruktion, v​iele Bauteile w​ie Anlasser, Lichtmaschine u​nd Luftpresser wanderten a​uf die gegenüberliegende Seite (gegenüber FL614 b​is FL914), u​nd die Einspritzpumpe verschwand erstmals b​ei einem luftgekühlten Deutz-V-Motor u​nter der Verkleidung. Die Sechs- u​nd Achtzylinder d​er Baureihe FL312 wurden b​is 1969 bzw. 1971 i​n LKW v​on Magirus eingebaut. Ausschließlich für Magirus-Busse g​ab es spezielle Versionen m​it erhöhter Nenndrehzahl (2800 s​tatt 2600 min−1) u​nd Leistung. Der Typ F10L312 f​and keine Verwendung a​ls Fahrzeugmotor b​ei Magirus-Deutz.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren m​it Direkteinspritzung. Stehende V-Motoren. Luftkühlung d​urch Axialgebläse. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe. Kolben a​us Leichtmetall. Zwei Ventile p​ro Zylinder, senkrecht i​n je e​iner Reihe p​ro Zylinderbank hängend, gesteuert über zentrale Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = h​albe Zylinderzahl + 1. Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck 175 bar.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F6L312 V61151207479555 18 66–69
65–69
67–69
T/D125
F/M135
F/M150
115/2300
135/2600
150/2800
 
 
45/1400
 
 
7,4
F8L312 V81151209971  18 65–67
67–71
67–69
F/M180
F/M186
F/M200
180/2600
186/2600
200/2800
57/1400
59/1400
60/1400
7,0
7,3
7,4
F10L312 V1011512012464  18 65–73 F 225/2600

Anmerkungen:

  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M135: für Magirus-LKW 135D…
  • F/M150: für Magirus-Bus M150…
  • F/M180: für Magirus-LKW 180D…
  • F/M186: für Magirus-LKW 186D…
  • F/M200: für Magirus-Bus M200… (bis 1969)
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/D125: für Deutz-Raupe DL1250P

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: Bus] (Magirus), [Oswald: LKW2] (Magirus), [Oswald: LKW3] (Magirus), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Inufa-Katalog] 1970 b​is 1972 (Magirus), [Auto-Katalog] 1965/66 b​is 1969/70 (Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] 1971/72 (Magirus), [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [BOSCH:ESI2005]

Baureihe FL413

Geschichte: Die Baureihe FL413 ersetzte n​ach und n​ach die Baureihen FL312, FL814 u​nd FL914 (alt). Die Sechs-, Acht-, Zehn- u​nd Zwölfzylinder-V-Motoren d​er Baureihe wurden a​b Oktober 1968 i​n dem eigens für s​ie errichteten Motorenwerk i​n Ulm hergestellt, a​lso in d​er Nähe d​es Standorts v​on Magirus. Die Baureihe FL413 i​st eine direkte Weiterentwicklung a​us der Baureihe FL312. Die Motoren wurden hauptsächlich i​n LKW v​on Magirus eingebaut, a​ber auch i​n LKW, Muldenkipper, Kranwagen usw. v​on FAUN u​nd diversen anderen Firmen s​owie im MAN-gl-LKW d​er Bundeswehr. Außerdem wurden d​ie Sechs- u​nd Achtzylinder v​on der Firma TAM i​n Maribor (Jugoslawien, j​etzt Slowenien) b​is etwa 1995 i​n Lizenz produziert u​nd in TAM-LKW u​nd -Busse eingebaut. – Die 290 PS d​es ursprünglichen Zehnzylinders reichten a​b 1972 n​icht mehr für d​en 38-Tonnen-Zug i​n Deutschland aus, w​eil ab d​a die Mindestleistung für LKW v​on 6 a​uf 8 PS p​ro Tonne heraufgesetzt wurde, a​lso 304 PS für d​en 38-Tonnen-Zug nötig waren. Deshalb k​am 1971 d​er F10L413L m​it verlängertem Hub (130 m​m statt 125 mm) u​nd 305 PS hinzu, d​a der nächstgrößere Motor, d​er F12L413 m​it 340 PS i​m Vergleich z​u Motoren d​er Wettbewerber z​u schwer war. 1977 erschien d​ie weiterentwickelte Unterbaureihe FL413F m​it weiter vergrößertem Hubraum (Bohrung 125 m​m statt 120 mm, Hub 130 mm). In dieser Unterbaureihe g​ab es a​uch Vier-, Fünf- u​nd Sechszylinder-Reihenmotoren, d​ie aber n​ur von TAM produziert wurden; d​er Vierzylinder w​urde auch i​n TAM-LKW eingebaut. Der – gegenüber d​em entsprechenden TAM-Motor modifizierte – Sechszylinder-Reihenmotor F6L413FR u​nd seine aufgeladene Variante BF6L413FR wurden a​b 1980 a​uch bei Deutz i​n Köln hergestellt, letzterer u​nter anderem für d​ie größten Deutz-Traktoren. In Ulm hergestellte Motoren d​er ursprünglichen Baureihe FL413 wurden b​is 1983, d​ie der Unterbaureihe FL413F b​is 1989 i​n Magirus-LKW eingebaut. Die FL413F-Motoren standen n​och mindestens b​is zum Jahr 2000 i​m Lieferprogramm v​on Deutz. Sowohl i​n der ursprünglichen Baureihe FL413 a​ls auch b​ei der Weiterentwicklung FL413F g​ab es n​eben Direkteinspritzer-Motoren a​uch schadstoffärmere, a​ber mehr Kraftstoff verbrauchende Wirbelkammer-Motoren (Deutz-Zweistufenverbrennung) d​er Unterbaureihen FL413W u​nd FL413FW. Die FL413FW werden s​ogar noch 2009 a​ls Untertage-Motoren angeboten.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren m​it Direkteinspritzung bzw. (FL413W u​nd FL413FW) Wirbelkammer. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad) bzw. (FL413FR) Reihenmotoren. Luftkühlung d​urch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse. Ölkühler. Kolbenbodenkühlung d​urch Ölspritzdüsen. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Ölwanne a​us Leichtmetall. Zwei Ventile p​ro Zylinder, senkrecht i​n einer Reihe hängend bzw. b​ei den V-Motoren i​n je e​iner Reihe p​ro Zylinderbank, gesteuert über untenliegende – b​ei den V-Motoren zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1 bzw. b​ei den V-Motoren h​albe Zylinderzahl + 1. Bosch-Reiheneinspritzpumpe u​nd Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck b​eim Direkteinspritzer 175 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch d​er Direkteinspritzer b​ei der ursprünglichen Baureihe 160 b​is 170 g/PSh, b​ei der Unterbaureihe FL413F k​napp 160 g/PSh.

Typentabelle: Ursprüngliche FL413 Direkteinspritzer
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F6L413(V) V61201258482630 18 68–??
68–??
69–74
68–76
69–90
A
B
T/D130
F/M135
F/M170
124/2300
153/2650
130/2300
135/2400
170–176(129)/2650
 
 
 
47/1300
53,5(525)/1600
 
 
 
6,8
7,8
F8L413 V812012511310790 18 68–??
68–??
72–74
72–75
77–79
69–78
77–79
69–83
A
B
T/D150
T/D160
F/M200
F/M230
F/M232
165/2300
204/2650
150/2000
160/2300
200/2500
192/2150
230–232(171)/2650
 
 
 
 
66/1500
70/1400
71/1600
 
 
 
 
7,2
7,6
7,7
F10L413 V1012012514137935 18 68–??
68–??
70–77
A
B
F/M290
206/2300
255/2650
285–290/2650
 
 
89/1600
 
 
7,8
F10L413L V1012013014703935 18 71–76
76–80
71–76
76–83
F/M270
F/M270
F/M310
F/M310
270/2650
270(199)/2500
305/2650
305(224)/2650
84/1300
86,5(850)/1400
92/1300
95(930)/1300
7,0
7,3
7,7
8,0
F12L413 V12120125169651155 18 68–??
68–??
71–77
A
B
F/M340
248/2300
306/2650
340/2650
 
 
107/1600
 
 
7,8
BF12L413 V1212012516965   A 72–73
73–77
75–77
F/x390
F/x425
F/x450
390/2500
425/2500
450/2650
121/1600
130/1700
134/1800
8,8
9,4
9,7

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M135: für Magirus-LKW 135D…
  • F/M170: u. a. für Magirus-LKW 170D…, 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-18A (bis 1983), Magirus-Bus M170… (bis 1980), TAM-LKW 170T… und TAM-Bus 170A… (Motor bei TAM in Lizenz gebaut); ab 1971 Leistungsangabe 176 PS für LKW und Busse (wegen LKW-Minimalleistung von 8 PS pro Tonne ab 1972), für andere Fahrzeuge weiter 170 PS
  • F/M200: für Magirus-Bus M200… (1969 bis 1978)
  • F/M230: für Magirus-Bus M230… (schadstoffarme Variante, 1977 bis 1979)
  • F/M232: u. a. für Magirus-LKW 232D…, 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-23A (bis 1983), und Magirus-Bus M230… (bis 1981); Leistungsangabe 232 PS nur für Magirus-LKW, sonst 230 PS
  • F/M270: u. a. für Magirus-LKW 270D…
  • F/M290: u. a. für Magirus-LKW 290D…; Leistungsangabe 290 PS nur für Magirus-LKW, sonst 285 PS
  • F/M310: u. a. für Magirus-LKW 310D…, 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-31A (bis 1983)
  • F/M340: u. a. für Magirus-LKW 340D…
  • F/x390: z. B. für FAUN-Zugmaschine L1212Z
  • F/x425: z. B. für FAUN-Zugmaschine HZ36.40 (bis 1977)
  • F/x450: z. B. für FAUN-Muldenkipper K35
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/D130: für Deutz-Raupe DL/DP1300
  • T/D150: für Deutz-Raupe DP/DM1500
  • T/D160: für Deutz-Traktor D16006
Typentabelle: Ursprüngliche FL413W (Wirbelkammer-Motoren)
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F8L413W V812012511310    71–78 F/M200 180/2150 62/1300 6,8

Anmerkungen:

  • Es gab vielleicht auch Sechs-, Zehn- und Zwölfzylinder dieser Unterbaureihe FL413W.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020.
  • F/M200: für Magirus-Bus M200…U (1971 bis 1978)
Typentabelle: FL413F Direkteinspritzer
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F4L413FR R41251306381  18 79–92
79–95
F/x110
F/x130
115(84)/2500
128(94)/2500
38,5(379)/1400
41,5(408)/1500
7,5
8,0
F5L413FR R51251307977 115/79/10318 79–95 F 160(118)/2500 52(510)/1500 8,0
F6L413FR R61251309572 131/79/10318 79–95 F 192(141)/2500 62,5(613)/1500 8,0
BF6L413FR R61251309572  16,5A 80–82
82–85
80–85
81-82
T/D230
T/D250
F/x241
F/M240
200(147)/2200
220(162)/2200
240(177)/2300
242(178)/2200
 
83,6(820)/1800
88,5(870)/1650
 
 
10,8
11,4
 
F6L413F(V) V6125130957267592/104/8618 77–82
79–95
77–95
F/x192
F/x176
F/MI19
192(141)/2650
176(129)/2300
192(141)/2500
 
62,5(613)/1500
62,5(613)/1500
 
8,0
8,0
F8L413F V812513012763850108/104/8618 77–82
77–82
79–82
82–85
83–89
85–95
77–95
F/MI25
F/x256
F/M260
F/MI25
F/MI23
F/x240
F/MI25
220(162)/2200
256(188)/2650
210(154)/2150
220(162)/2200
228(168)/2200
240(177)/2300
256(188)/2500
78(765)/1100
80(785)/1600
74(725)/1400
80(785)/1100
83(817)/1200
83(817)/1500
83(817)/1500
7,5
7,7
7,1
7,7
8,0
8,0
8,0
BF8L413F V812513012763950 16,5A 77–82
82–87
81–85
F/x321
F/MI32
F/MI29
320(235)/2650
320(235)/2500
288(212)/2100
100,3(985)/1750
110(1080)/1400
115(1130)/1500
9,7
10,6
11,1
F10L413F V10125130159531020129/104/10018 77–82
77–95
F/x320
F/MI32
320(235)/2650
320(235)/2500
 
104(1020)/1500
 
8,0
BF10L413F V10125130159531100 16,5A 81–85 F/MI36 360(265)/2050 145(1420)/1550 11,2
F12L413F V1212513019144 145/104/10118 77–82
77–95
F/x384
F
384(282)/2650
384(282)/2500
 
 
 
 
BF12L413F V1212513019144 138/120/11316,5A 77–80
77–80
80–85
80–85
F/x455
F/x480
F/x456
F/x481
455(335)/2500
480(353)/2650
455(335)/2300
480(353)/2500
145,5(1425)/1750
150,5(1475)/1700
153(1500)/1800
 
9,4
9,7
9,9
 
BF12L413FC V1212513019144  16,5AL 77–87 F/x525 525(386)/2650 167(1640)/1900 10,8

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • A: Dauerleistung A für Dauerbetrieb (überschreitbar um 10 Prozent für eine Stunde innerhalb von sechs Stunden) nach DIN 6270.
  • B: Blockierte Dauerleistung B für wechselnden Betrieb nach DIN 6270.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • F/M240: für Magirus-Bus M240…
  • F/M260: für Magirus-Bus M260… (schadstoffarme Variante)
  • F/MI19: u. a. für Magirus-LKW 192M…, 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-19A (bis 1983), und TAM-Bus 190A… (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/MI23: für IVECO-Magirus-LKW …-23A (bis 1989)
  • F/MI25: u. a. für Magirus-LKW 256M…, 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-25A (bis 1986), Magirus-Bus M260…, TAM-LKW 260T… (1992 bis 1995) und TAM-Bus 260A… (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/MI29: für Magirus-LKW 290M…, 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-25A (bis 1985)
  • F/MI32: u. a. für Magirus-LKW 320M…, 1982 umbenannt in IVECO-Magirus …-32A (F10L413F bis 1985, BF8L413F bis 1987)
  • F/x110: für TAM-LKW 110T… (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x130: für TAM-LKW 130T… (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x176: für TAM-LKW 190T… (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x192: z. B. für DEMAG-Kranwagen HC75 und Krupp-Kranwagen 30GMT
  • F/x240: für TAM-LKW 260T… (Motor bei TAM in Lizenz gebaut)
  • F/x241: z. B. für Coles-Kranwagen Ranger 530
  • F/x256: z. B. für Bundeswehr-LKW 5t KAT I, DEMAG-Kranwagen HC170 und Krupp-Kranwagen 40GMT
  • F/x320: z. B. für DEMAG-Kranwagen HC240 und Krupp-Kranwagen 60GMT
  • F/x321: z. B. für Bundeswehr-LKW 7t KAT I
  • F/x384: z. B. für DEMAG-Kranwagen HC400 und Krupp-Kranwagen 120GMT
  • F/x390: z. B. für FAUN-Zugmaschine L1212Z
  • F/x425: z. B. für FAUN-Zugmaschine HZ36.40 (bis 1977)
  • F/x450: z. B. für FAUN-Muldenkipper K35
  • F/x455: z. B. für FAUN-Zugmaschine HZ36.40 (ab 1977)
  • F/x456: z. B. für Coles-Kranwagen OCTAG 8130
  • F/x480: z. B. für FAUN-Muldenkipper K40
  • F/x481: z. B. für Krupp-Kranwagen 160GMT
  • F/x525: z. B. für FAUN-Sattelschlepper FS42.75
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/D230: für Deutz-Traktor DX230
  • T/D250: für Deutz-Traktoren DX250 und DX8.30 (bis 1985)
Typentabelle: FL413FW (Wirbelkammer-Motoren)
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
F6L413FW V61251309572 92/104/8619,5 77–09– BI 139(102)/2300 51(500)/1500 6,6
F8L413FW V812513012763 108/104/8619,5 77–09– BI 185(136)/2300 68(665)/1500 6,6
F10L413FW V1012513015953 129/104/10019,5 77–09– BI 231(170)/2300 84,5(830)/1500 6,5
F12L413FW V1212513019144 145/104/10119,5 77–09– BI 277(204)/2300 101,5(995)/1500 6,5
BF12L413FW V1212513019144 138/120/11319,5A 77–09– BI 326(240)/2300 127,5(1250)/1500 8,2

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • BI: Leistung nach ISO 3046/1, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung.

Quellen: [Augustin: Magirus], [Regenberg: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Magirus, Neoplan), [Oswald: LKW2] (FAUN, Magirus), [Oswald: LKW3] (FAUN, Magirus), [Regenberg: LKW60-1] (FAUN), [Regenberg: LKW60-2] (Magirus), [Dünnebier: LKW] (TAM), [Inufa-Katalog] a​b 1970 (Coles, DEMAG, FAUN, Krupp, Magirus, O&K, Pettibone, Poclain, PPM, Saturn), [Auto-Katalog] 1968/69 b​is 1970/71 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] a​b 1971/72 (FAUN, Magirus), [Lastauto-Omnibus] 7/1970 (Magirus-LKW 232D…), [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz2], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Fritz: Deutz], [Gebhardt: Traktor] (Deutz), Deutz-Prospekte 1969 u​nd ab 2000

Baureihe FL513

Geschichte: Diese Baureihe w​urde aus Baureihe FL413 weiterentwickelt. Die Acht-, Zehn- u​nd Zwölfzylinder-V-Motoren d​er Baureihe wurden a​b 1985 i​n Ulm hergestellt. Sie wurden b​is ca. 2001 i​n LKW v​on IVECO-Magirus, b​is etwa 1995 i​n LKW u​nd Busse d​er Firma TAM u​nd bis 1999 u​nter anderem i​n Bundeswehr-Spezialfahrzeuge eingebaut u​nd werden a​uch 2011 n​och im Werk Ulm für d​en Export produziert. Neben d​en V-Motoren g​ab es a​uch einen Sechszylinder-Reihenmotor, d​er unter anderem b​is 1995 i​m größten Deutz-Fahr-Traktor (dem AgroStar 8.31) eingebaut wurde. – Die n​icht aufgeladenen Motoren d​er Baureihe hatten e​inen etwas größeren Hubraum p​ro Zylinder a​ls die aufgeladenen (128 m​m Bohrung s​tatt 125 mm). Vom Achtzylinder existierte a​uch eine Variante (B)F8L513L m​it verlängertem Hub (140 m​m statt 130 mm). Trotz etlicher Verbesserungen gegenüber d​er Baureihe FL413(F) – insbesondere w​urde der Brennraum optimiert, d​er Einspritzdruck erhöht u​nd das Drehzahlniveau gesenkt – gerieten d​ie FL513-Motoren hinsichtlich d​es Verbrauchs u​nd des Drehmoments i​m Vergleich z​u entsprechenden wassergekühlten Motoren d​er Konkurrenz i​mmer mehr i​ns Hintertreffen.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Dieselmotoren m​it Direkteinspritzung. Stehende V-Motoren (V-Winkel 90 Grad) bzw. (FL513R) Reihenmotoren. Luftkühlung d​urch thermostatgeregeltes, ölhydraulisch angetriebenes Axialgebläse. Ölkühler. Kolbenbodenkühlung d​urch Ölspritzdüsen. Einzelzylinder u​nd Einzelzylinderköpfe, letztere a​us Leichtmetall. Kolben a​us Leichtmetall. Zwei Ventile p​ro Zylinder, senkrecht i​n einer Reihe hängend bzw. b​ei den V-Motoren i​n je e​iner Reihe p​ro Zylinderbank, gesteuert über untenliegende – b​ei den V-Motoren zentrale – Nockenwelle, Stößel, Stoßstangen u​nd Kipphebel. Anzahl Kurbelwellenlager = Zylinderzahl + 1 bzw. b​ei den V-Motoren h​albe Zylinderzahl + 1. Bosch-Reiheneinspritzpumpe u​nd Bosch-Einspritzdüsen, Öffnungsdruck b​ei nicht aufgeladenen Motoren 235 bar, b​ei aufgeladenen 270 bar. Niedrigster Kraftstoffverbrauch 150 b​is 160 g/PSh.

Typentabelle
Typ (Bauart) Zyl. Boh-
rung
Hub Hub-
raum
Ge-
wicht
Länge/Breite/
Höhe
Ver-
dich-
tung
Lader Bauzeit Anm. Leistung
bei Drehzahl
Drehmoment
bei Drehzahl
eff. Druck
    mm mm cm³ kg cm       PS(kW)/min−1 mkp(Nm)/min−1 bar
BF6L513R R61251309572  15,8A 85–88
90–95
T/x220
T/x230
220(162)/2200
230(169)/2300
 
 
 
 
F8L513 V812813013383835107/104/8816,7 89–93
89–94
85–89
89–99
FI/IM23
F/x204
F/IM25
FI/IM25
237(174)/2300
204(150)/2000
256(188)/2300
264(194)/2300
82,5(810)/1400
87,5(860)/1400
91(890)/1400
92(900)/1400
7,6
8,1
8,4
8,5
F8L513L V812814014412  18,5 92–95 FI/x245 245(180)/2150 94(920)/1000 8,0
BF8L513 V812513012763920 15,8A 85–89
89–93
85–97
89–93
F/MI30
FI/MI32
F/x330
FI/MI34
306(225)/2300
316(232)/2300
330(243)/2300
340(250)/2300
114(1120)/1400
115(1130)/1500
119(1170)/1500
120(1180)/1500
11,0
11,1
11,5
11,6
BF8L513C V812513012763  15,8AL 86–93 F/x360 360(265)/2300 133,5(1310)/1400 12,9
BF8L513L V812514013744970133/111/11417A 92–99 F 330(243)/2300 140,5(1380)/1300 12,6
BF8L513LC V812514013744  17AL 92–99 FI/x343 343(252)/2100 142,5–146(1395–1430)/1300 12,8–13,1
F10L513 V1012813016728995123/104/10116,7 85–89
89–99
F/x320
FI/x329
320(235)/2300
329(242)/2300
113(1110)/1400
114(1120)/1400
8,4
8,5
BF10L513 V10125130159531140123/115/10315,8A 85–99 F/x400 400(294)/2300 149(1460)/1500 11,5
F12L513 V12128130200741130139/104/10416,7 85–99 F/x384 384(282)/2300 136(1335)/1400 8,4
BF12L513 V12125130191441250139/119/10915,8A 85–99 F/x480 480(353)/2300 179(1755)/1500 11,5
BF12L513C V12125130191441300139/119/11215,8AL 85–99 F/x525 525(386)/2300 193,5(1900)/1500 12,5

Anmerkungen:

  • Bauzeit: Kursive Jahreszahlen sind Schätzungen.
  • F: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Straßenfahrzeuge.
  • FI: Fahrzeugleistung nach ISO 1585, ohne Abzug der für das Kühlgebläse benötigten Leistung. Die "FI"-Leistung eines Motors ist höher als seine "F"-Leistung.
  • FI/MI23: für IVECO-Magirus-LKW …-23A (1989 bis 1993)
  • F/MI25: u. a. für IVECO-Magirus-LKW …-25A (1985 bis 1989), Bundeswehr-LKW 5t KAT I A1 (1986 bis 1993) und optional für einige Neoplan-Busse (1989 bis 1993)
  • FI/MI25: u. a. für IVECO-Magirus-LKW …-25A (1989 bis 1993) und Liebherr-Kranwagen FKL der Bundeswehr (1991 bis 1994)
  • F/MI30: u. a. für IVECO-Magirus-LKW …-30A (1985 bis 1990) und optional für einige Neoplan-Busse (1989 bis 1997)
  • FI/MI32: u. a. für IVECO-Magirus-LKW …-32A (1989 bis 1993)
  • FI/MI34: u. a. für IVECO-Magirus-LKW …-34A (1989 bis 1993)
  • F/x204: optional für einige Neoplan-Busse (1987 bis 1994)
  • FI/x245: für TAM-Busse 260A… (ab 1992) und B2
  • F/x320: z. B. für FAUN-Zugmaschine Herkules (ab 1987)
  • FI/x329: z. B. für Liebherr-Kranwagen FKM der Bundeswehr (1991 bis 1994)
  • F/x330: z. B. für TAM-LKW 331T… (1992 bis 1995), FAUN-Kranwagen RTF50 und RTF60 (ab 1989) und optional für einige Neoplan-Busse (1989 bis 1997)
  • FI/x343: u. a. für TAM-Busse 331A… (ab 1992) und B3 und für Schwimmschnellbrücke M3 der Bundeswehr (1996 bis 1999)
  • F/x360: z. B. für Bundeswehr-LKW 7t KAT I A1 (1986 bis 1993)
  • F/x384: z. B. für FAUN-Zugmaschine Herkules S (ab 1987)
  • F/x400: z. B. optional für einige Neoplan-Busse (1985 bis 1993)
  • F/x480: z. B. für FAUN-Zugmaschine Koloss (ab 1987)
  • F/x525: z. B. für FAUN-Zugmaschinen Koloss S und Goliath (ab 1987)
  • T: Fahrzeugleistung nach DIN 70020 für Traktoren.
  • T/x220: für Deutz-Traktor DX8.30 (1985 bis 1988)
  • T/x230: für Deutz-Traktor AgroStar 8.31 (1993 bis 1995)

Quellen: [Augustin: Magirus], [Gebhardt: FAUN], [Gebhardt: FAUN-LKW], [Gebhardt: Bus] (Neoplan), [Oswald: LKW3] (FAUN, Magirus), [Inufa-Katalog] a​b 1986 (FAUN, IVECO-Magirus), [Lastauto-Omnibus-Katalog] a​b 1986 (IVECO-Magirus), [Vermoesen, Bruse: Deutz1], [Vermoesen, Bruse: Deutz2], [Mößmer: Deutz], [Hummel, Oertle: Deutz2], [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost], [Gebhardt: Traktor] (Deutz), Deutz-Prospekt 2000

F1L208/D

Allgemeine technische Beschreibung: Stehender Einzylinder 4-Takt-Dieselmotor m​it Direkteinspritzung u​nd Luftkühlung. Drehzahlbereich 1500–3600 Umdrehungen p​ro Minute, Bohrung 80 mm, Hub 82 mm, Hubraum 0,412 l Leistungsbereich 2,2 kW (3 PS) b​is 6 kW (8 PS)

Der Motor w​urde als fertige Konstruktion v​on MAG übernommen u​nd sollte d​as Programm n​ach unten abrunden. Insbesondere anfangs g​ab es v​iele Probleme, s​o dass e​r am Markte e​her unbeliebt war. Gegenüber seinen Wettbewerbsprodukten konnte e​r sich n​ur schlecht behaupten. Radialgebläse i​m Schwungrad m​it Kühlluftansaugung n​eben dem Kurbelgehäuse.

F1L210/D

Allgemeine technische Beschreibung: Stehender Einzylinder 4-Takt-Dieselmotor m​it Direkteinspritzung u​nd Luftkühlung. Drehzahlbereich 1500–3000 Umdrehungen p​ro Minute, Bohrung 95 mm, Hub 95 mm, Hubraum 0,673 l Leistungsbereich 4,75 kW (6,5 PS) b​is 12,25 kW (14 PS)

F1L909 und F2L910

Die Motoren w​aren wiederum v​om FL912 abgeleitete 1- u​nd 2-Zylinder-Reihenmotoren a​ls Nachfolger d​er FL511.

  • F1L909, Bohrung 95 mm, Hub 100 mm, 11 kW bei 3000/min
  • F2L910, Bohrung 100 mm, Hub 105 mm, 25 kW bei 3000/min

Sonstige Baureihen (werden später eingeordnet)

FM1008/1009

In d​er jüngeren Vergangenheit s​ind kleine wassergekühlte Motoren a​uch zugekauft worden. Die Baureihe FM1008/1009 w​aren Lombardini FOCS.

2008/D2008/D2009/D2010

Nachfolger d​er Baureihe 1008/1009, teilweise a​uch 2011. Baureihe 2008/2009 Neuentwicklungen, d​ie DEUTZ d​urch den Kauf v​on Teilen d​er Firma Lister Petter erworben hat, Motorenbaureihe 2010 zurzeit i​n der Entwicklung.

FL1011/FL1011F/L2011/D2011

Chronologisch d​ie ersten Motoren m​it Flüssigkeitskühlung (besser Mischkühlung Öl/Luft) w​aren die 1011er. Es w​aren Reihenmotoren m​it 2, 3 o​der 4 Zylindern. Die Motoren wurden später a​uch mit reiner Flüssigkeitskühlung angeboten (siehe unten). Auf 1011 folgte 1011F, d​ann FL2011 u​nd D2011. Der 2007 w​ird als 4-Zylinder b​ei „externer Kühlung“ m​it Wasser-, s​tatt Ölkühlung angeboten. Jeweils d​ie 4-Zylinder, s​eit 2011 a​uch die 3-Zylinder, gab/gibt e​s auch m​it Turboaufladung.

FM2011/M2011/D2011

FM2011/M2011 s​ind im Prinzip d​ie gleichen Motoren w​ie FL2011/L2011, jedoch m​it reiner Ölkühlung (KHD: „externe Ölkühlung“), ebenso d​er D2011 a​ls 2- u​nd 3-Zylinder. Der 4-Zylindern i​st auf Wasserkühlung umgestellt, d​en wassergekühlten 4-Zylinder g​ibt es a​uch mit Turboaufladung o​der auch zusätzlich m​it Ladeluftkühlung.

FM1012/1013/2012/2013/D2012/D2013

Als Nachfolger für d​ie 912/913 wurden d​ie Baureihen FM1012 u​nd FM1013 vorgestellt (noch v​or FL914). Das Hubvolumen d​er 1012er w​ar etwas kleiner, d​as der 1013er e​twas größer a​ls bei FL912/913, e​s gab n​ur noch 4- u​nd 6-Zylinder, Turboaufladung u​nd Ladeluftkühlung erhielten e​ine viel höhere Bedeutung. Um d​en Kunden d​en Umstieg z​u erleichtern (vermutlich a​uch um s​ich vom etablierten Wettbewerb abzusetzen), erhielten d​ie Motoren a​uf Wunsch e​in „motornahes Kühlsystem“, d​as heißt, d​er Wasser-Luft-Wärmetauscher w​urde seitlich n​eben dem Motor weitgehend i​n der Motorsilouette a​m Motor angebaut. Die Motoren s​ind inzwischen d​urch 2012 u​nd 2013 ersetzt.

FM1015/FM2015/D2015

Als Nachfolger für d​ie FL413/513 (luftgekühlt) wurden d​ie BFM1015 (wassergekühlt) vorgestellt u​nd inzwischen d​urch 2015 ersetzt. Die V-Motoren h​aben 6 o​der 8 Zylinder u​nd Turboaufladung m​it Ladeluftkühlung.

Baureihe BAM528

Schiffsmotoren bzw. Motoren für Kraftwerke u​nd sonstige stationäre Antriebe.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren, geeignet für Schweröl, Bohrung 220 mm, Hub 280 mm, Hubraum 10,65 l/Zylinder.

Die Baureihe umfasste ursprünglich (Mitte/Ende d​er 1950er Jahre) stehende 3-, 4-, 6- u​nd 8-Zylinder Reihenmotoren m​it max. 750 min-1 u​nd einer max. Zylinderleistung v​on ca. 90 PS "bei mäßiger Aufladung". 1971 w​aren die 3- u​nd 4-Zylinder bereits s​eit "einigen Jahren" n​icht mehr i​m Angebot, Zylinderleistung u​nd Drehzahl d​er größeren Motoren a​uf ca. 145 PS b​ei 870 b​is 1000 min-1 erhöht, m​it Abgas-Turboaufladung u​nd Ladeluftkühlung.

Hinzugekommen w​aren Ende d​er 1960er Jahre d​er 12-Zylinder- u​nd 1971 d​er 16-Zylinder-Motor (V-Motoren, Winkel 48 Grad). Im Gegensatz z​u den Reihenmotoren h​aben die V-Motoren einteilige Kurbelgehäuse, hängend darunter gelagerte Kurbelwelle, einteilige Ölwanne m​it Trockensumpfschmierung. Alle Angaben (bis hier) Dauerleistung A n​ach DIN 6270, d. h. 10 % überlastbar.

Die Motoren mögen n​ach 1971 nochmals i​n der Leistung gesteigert worden s​ein auf b​is zu 2290 kW (3120 PS).

Baureihe BVM540

Schiffsmotoren bzw. Motoren für Kraftwerke u​nd sonstige stationäre Antriebe.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende 6- u​nd 8-Zylinder Reihenmotoren u​nd 12- u​nd 16-Zylinder V-Motoren (V-Winkel 60 Grad). Alle Motoren s​ind mit Abgas-Turboaufladung u​nd Ladeluftkühlung ausgerüstet. Betriebsdrehzahl minimal 550 Umdrehungen p​ro Minute, maximal 600. Bohrung 370 mm, Hub 400 mm. Leistungsbereich 2020 kW (2750 PS) b​is 7060 kW (9600 PS).

Baureihe BVM358/350

Schiffsmotoren bzw. Motoren für Kraftwerke u​nd sonstige stationäre Antriebe.

Allgemeine technische Beschreibung: Viertakt-Direkteinspritzer-Dieselmotoren. Stehende 6- u​nd 8-Zylinder Reihenmotoren u​nd ein 12-V-Motor (V-Winkel 60 Grad). Alle Motoren s​ind mit Abgas-Turboaufladung u​nd Ladeluftkühlung ausgerüstet. Betriebsdrehzahl minimal 230 Umdrehungen p​ro Minute, maximal 428. Bohrung 400 mm, Hub 500 m​m bzw. 580 mm. Leistungsbereich 1430 kW (1940 PS) b​is 3240 kW (4400 PS).

SEMT-Pielstick Motoren

Lt. KHD-Information Ausg. 16 v​om 4. Oktober 1971 w​urde von Chantiers d​e l’Atlantique d​ie Lizenz für Fertigung u​nd weltweiten Vertrieb d​er mittelschnelllaufenden SEMT-Pielstick-Motoren PA6 erworben u​nd dafür i​n Voerde e​in neues Großmotorenwerk gebaut. Deutz-Bezeichnung PA6-280, Zylinderzahlen 6,8,9,10,12,14,16,18, Zylinderleistung 350 PS b​ei 1050 min-1. Zu d​er Zeit m​it 6000 PS d​er leistungsstärkste lokomotivtaugliche Motor. Gleichzeitig w​urde der Vertrieb d​er Pielstick-Motoren PA4-185 u​nd PA-200 m​it 150 bzw. 175 PS b​ei 1500 min-1 übernommen.

DEUTZ Natural Fuel Engine

Erster serienmäßiger Industriemotor für d​en Betrieb m​it kaltgepresstem Rapsöl n​ach DIN 51605 u​nd Biodiesel n​ach EN 14214.

Prämiert d​urch die DLG für d​ie herausragende Innovation m​it einer Silbermedaille a​uf der Agritechnica 2007. Die Rapsölmotoren s​ind seit Mitte 2008 i​n den Traktoren d​er Firmen AGCO Fendt (FENDT 820 Vario Greentec) u​nd DEUTZ-Fahr (Agrotron Natural Power) verfügbar.

Die DEUTZ Natural Fuel Engine i​st eine Weiterentwicklung a​uf Basis d​er bewährten flüssigkeitsgekühlten DEUTZ Motorbaureihen TCD2012 u​nd TCD2013 u​nd besteht i​m Wesentlichen a​us einem DEUTZ Common Rail-System DCR für e​ine optimale Zerstäubung u​nd Verbrennung d​es Rapsölkraftstoffs, e​inem 2-Tank-System m​it automatischer Umschaltung v​on Diesel a​uf Rapsöl s​owie dem patentierten DEUTZ Fuel Management DFM. Die 4- u​nd 6-Zylinder-Reihenmotoren arbeiten m​it 2- u​nd 4-Ventiltechnik u​nd haben e​inen Hubraum v​on 1,01 Liter p​ro Zylinder[1] b​ei der Baureihe TCD2012 s​owie 1,2 Liter p​ro Zylinder b​ei der Baureihe TCD2013.[2]

Siehe auch

Literatur

Deutz-Geschichte:

  • Goldbeck 1964 = [Goldbeck: Deutz] Gustav Goldbeck: Kraft für die Welt. 1864–1964 Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Econ, Düsseldorf und Wien 1964.
  • [Hujer: Oberursel] Helmut Hujer: 125 Jahre Motorenfabrik Oberursel 1892-2017. Usingen September 2017, DNB 1239149247 (gkmo.net [PDF]).
  • Matschoß 1921 = [Matschoss: Deutz-Geschichte] Conrad Matschoß: Geschichte der Gasmotoren-Fabrik Deutz. Verlag des Vereins deutscher Ingenieure, Berlin 1921.
  • Sass 1962 = [Sass: Geschichte] Friedrich Sass: Geschichte des Deutschen Verbrennungsmotorenbaues von 1860 bis 1918. Springer-Verlag, Berlin Heidelberg 1962, Nachdruck, ISBN 978-3-662-11843-6.
  • [Schnauffer: Deutz-Otto] Kurt Schnauffer: Die Entwicklung der Ottomotoren in Deutz 1876–1914. Typoskript von 1954 in der Bibliothek des Deutschen Museums München, Signatur 2001B5031.
  • [Schnauffer: Deutz-Schweröl] Kurt Schnauffer: Die Entwicklung der Schwerölmotoren in Deutz 1897–1914. Typoskript von 1954 in der Bibliothek des Deutschen Museums München, Signatur 2001B5032.
  • Tode, Hölscher, John 2014 = [Tode, Hölscher, John: Deutz] Sven Tode, Marco Hölscher, Beate John: The Origin of HighTech. 150 Jahre DEUTZ. Innovation Motor. Vier Takte bewegen die Welt. Greven Verlag, Köln 2014, ISBN 978-3-7743-0629-5.

Deutz-Motoren:

  • [Bauer: Stationär] Armin Bauer: Deutsche Stationär-Motoren. 2. Auflage. Landwirtschaftsverlag, Münster-Hiltrup 1998, ISBN 3-7843-2803-2.
  • [Bauer: Stationär 2] Armin Bauer: Deutsche Stationär-Motoren II. Schwungrad-Verlag, Obershagen 2007, ISBN 978-3-933426-18-5.
  • [Bauer: Stationär-Prospekte 1] Armin Bauer: Deutsche Stationär-Motoren – Prospekte I. Schwungrad-Verlag, Obershagen 2006, ISBN 3-933426-15-4.
  • [Bock: Diesel 30] Siegfried Bock: Die Dieselmaschine in Land- und Schiffsbetrieb. 2. Auflage. Eigenverlag, Kiel 1930.
  • [Bock: Diesel 43] Siegfried Bock: Die Dieselmaschine in Land- und Schiffsbetrieb. 3. Auflage. Eckardt & Meßtorff, Hamburg 1943.
  • [Bock, Schmidt: Diesel 47] Siegfried BoTode, Hölscher, Johnck, Georg Schmidt: "Die Dieselmaschine in Land- und Schiffsbetrieb". 4. Auflage. Eckardt & Meßtorff, Hamburg 1947.
  • [Bock, Mau: Diesel 68] Siegfried Bock, Günter Mau: Die Dieselmaschine in Land- und Schiffsbetrieb. 7. Auflage. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig.
  • Brauer, Franzius 1883 = Ernst A. Brauer, Ludwig Franzius: Die Baumaschinen. Band 4 von Handbuch der Ingenieurwissenschaften. 1883.
  • [Föppl et al.: Diesel 29] O. Föppl, H. Strombeck, L. Ebermann: Schnellaufende Dieselmaschinen. 4. Auflage. Julius Springer, Berlin 1929.
  • [von Gersdorff et al.: Flug] Kyrill von Gersdorff, Helmut Schubert, Stefan Ebert: Die deutsche Luftfahrt – Flugmotoren und Strahltriebwerke. 4. ergänzte und erweiterte Auflage. Bernard & Graefe in der Mönch Verlagsgesellschaft, Bonn 2007, ISBN 978-3-7637-6128-9 (darin Oberursel-Flugmotoren, Deutz-Flugmotoren, Deutz-Turbinen).
  • [Giger: Flug] Hans Giger: Kolben-Flugmotoren – Geschichte und Entwicklung in Wort und Bild. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1986, ISBN 3-613-01089-5 (darin Oberursel-Flugmotoren).
  • [Gilles: Flug] J. A. Gilles: Flugmotoren 1914–1918. Bearbeitet von Karl Köhler. E. S. Mittler & Sohn, Frankfurt/Main 1971 (darin Oberursel-Flugmotoren und von Deutz in Lizenz gebauter Flugmotor As III).
  • [Heldt: Diesel 38] P. M. Heldt: Schnellaufende Dieselmotoren. Autorisierte Übersetzung der 2. amerikanischen Auflage von O. Gueth. Richard Carl Schmidt & Co., Berlin (mit Bleistift eingetragen: 1938).
  • Herrmann 1887 = Gustav Herrmann: Die Mechanik der Antriebsmaschinen. 1887.
  • [Kremser: Fahrzeug 42] H. Kremser: Der Aufbau schnellaufender Verbrennungskraftmaschinen für Kraftfahrzeuge und Triebwagen. In: Hans List (Hrsg.): Die Verbrennungskraftmaschine. Band 11. Springer, Wien 1942, ISBN 978-3-7091-5016-0, S. 80; 179–183, doi:10.1007/978-3-7091-5016-0 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • [Magg: Diesel 27] Julius Magg: Dieselmaschinen. VDI-Verlag, Berlin 1928 (Copyright 1927).
  • [Mau: Diesel 84] Günter Mau: Handbuch Dieselmaschinen im Kraftwerks- und Schiffsbetrieb. Friedr. Vieweg & Sohn, Braunschweig/Wiesbaden 1984, ISBN 3-528-14889-6.
  • [Mayr: Diesel 43] F. Mayr: Ortsfeste und Schiffsdieselmotoren. Band 12 von: Hans List: Die Verbrennungskraftmaschine. Springer, Wien 1943.
  • [Mayr: Diesel 60] F. Mayr: Ortsfeste Dieselmotoren und Schiffsdieselmotoren. Band 12 von: Hans List: Die Verbrennungskraftmaschine. 3. Auflage. Springer, Wien 1960.
  • [Möller, Brack: Marine] Eberhard Möller, Werner Brack: Einhundert Jahre Dieselmotoren für fünf deutsche Marinen. F. S. Mittler & Sohn, Hamburg, Berlin, Bonn 1998, ISBN 3-8132-0566-5.
  • Musil, Ewing 1902 = Alfred Musil, James Alfred Ewing: Grundlagen der Theorie und des Baues der Wärmekraftmaschinen. Zugleich autorisierte, erweiterte deutsche Ausgabe des Werkes The steam-engine and other heat-engines von J. A. Ewing. Teubner, Leipzig 1902.
  • [Peter: Fahrzeugdiesel 37] M. Peter: Der Fahrzeug-Dieselmotor. Richard Carl Schmidt & Co., Berlin 1937.
  • [Peter: Fahrzeugdiesel 41] M. Peter: Der Fahrzeug-Dieselmotor. 2. Auflage. Richard Carl Schmidt & Co., Berlin 1941.
  • [Peter: Fahrzeugdiesel 53] M. Peter: Der Fahrzeug-Dieselmotor. 4. Auflage. Richard Carl Schmidt & Co., Berlin und Braunschweig (mit Bleistift eingetragen: 1953).
  • [Reichelt: Diesel 56] Johannes Reichelt: Betriebskunde des Dieselmotors. Band I, Band III und Tabellen-Band als Anhang zum Band III. VEB Wilhelm Knapp Verlag, Halle (Saale) 1956 bzw. 1957.
  • [Sass: Diesel 29] Friedrich Sass: Kompressorlose Dieselmaschinen. Julius Springer, Berlin 1929.
  • Schöttler 1909 = [Schöttler: Gas] R. Schöttler: Die Gasmaschine. 5. Auflage. Julius Springer, Berlin 1909.
  • [Thiemann: Fahrzeugdiesel 29] A. E. Thiemann: Fahrzeug-Dieselmotoren. Richard Carl Schmidt & Co., Berlin 1929.
  • [Ulrich: Schiffsdiesel 37] Wilhelm Ulrich: Schiffsdieselmaschinen. 3. Auflage. Dr. Max Jänecke, Leipzig 1937.
  • [Ulrich: Schiffsdiesel 42] Wilhelm Ulrich: Schiffsdieselmaschinen. 5. Auflage. Dr. Max Jänecke, Leipzig 1942.
  • [VDI: Diesel 36] VDI: Sonderheft Dieselmaschinen VI. VDI-Verlag, Berlin 1936.
  • [Weber: Diesel & Gas 37] Franz Weber: Diesel- und Treibgasmotoren. R. Oldenbourg, München und Berlin 1937.
  • Zacharias 2001 = [Zacharias: Gas] Friedemann Zacharias: Gasmotoren. 1. Auflage. Vogel, Würzburg 2001, ISBN 3-8023-1796-3 (darin Geschichte des Gasmotors und Typenprogramm der Deutz-MWM-Gasmotoren im Jahr 2000).
  • [Zeman: Zweitakt-Diesel] J. Zeman: Zweitakt-Dieselmeschinen kleinerer und mittlerer Leistung. Julius Springer, Wien 1935.
  • [Deutsche Schiffsdiesel 35] Deutsche Schiffsdieselmotoren. Strauss, Vetter & Co., Berlin 1935.
  • [Deutsche Verbrennungsmotoren] Fachgemeinschaft Kraftmaschinen im Verein Deutscher Maschinenbauanstalten e. V. (VDMA): Deutsche Verbrennungsmotoren. 4. bis 34. Auflage. Maschinenbau-Verlag, Frankfurt 1955 bis 1997.
  • [Engine-Catalog] Jährliches Periodikum Diesel and Gas Engine Catalog ab etwa 1935 bis mindestens 1963. Diesel Progress, North Hollywood (California, USA).
  • [Öl & Gas] Zeitschrift Oel- und Gasmaschine, Motorfahrzeuge ab etwa 1904 bis mindestens 1921. Herausgeber Ernst Neuberg, Berlin. Mundus-Verlagsanstalt, Charlottenburg.
  • [Deutz: Bedienungsanleitung F1/2L310] Bedienungsanleitung F1L310, F2L310. 8. Auflage. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1965, H-0141-2.
  • [Deutz: Bedienungsanleitung F3/4L310] Bedienungsanleitung F3L310, F4L310. 2. Auflage. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1963, H-0141-3.
  • [Deutz: Bedienungsanleitung FL410] Bedienungsanleitung F1L410, F2L410. 3. Auflage. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1968, H-0141-4.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FL410/411] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Dieselmotoren F1/2L 410/411. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1975, Art.Nr. 291 1843.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FL511] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Dieselmotoren FL511/W. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1979, Art.Nr. 291 1921.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FL612/712] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Dieselmotoren Bauarten F 1–6 L 612, F 1–6 L 712. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1962, H 0199-5.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FL812] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Dieselmotoren F/L 812, F/L 812 "Neu". Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1965, H 0199-15, mit Nachtrag FL 812 D.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FL911/912/913] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Dieselmotoren B/FL 911/912/W/913. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1980, Art.Nr. 291 1841
  • [Deutz: Werkstatthandbuch F/AL514/614] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Motoren Bauarten F/A1–6L514 F/A1–12L614. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1960, H 0199-2, mit Nachträgen bis 1965.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch F/AL714] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Dieselmotoren Bauarten F/A6–12L714. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1962, H 0199-8, mit Nachtrag FL 814.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch F/A12L714A] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Vielstoffmotoren Bauarten F/A12L714A. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1966, H 0199-20.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FL312] Werkstatt-Handbuch für den luftgekühlten Deutz-Motor F 6/8 L 312. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1968, Art.Nr. 291 1839.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FL413] Werkstatthandbuch für luftgekühlte Deutz Dieselmotoren B/F 6/8/10/12 L 413/413F/W. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1982, Art.Nr. 291 1854.
  • [Deutz: Reparaturanweisung A/F1/2M313/315/317] Beschreibung und Anleitung zur Überprüfung der Einspritzvorrichtung und Allgemeine Reparaturanweisung für die Ein- und Zweizylinder-Deutz-Dieselmotoren Bauart A1M313, A2M313, F1M313, F2M313, F2M315, A1M317, A2M317, F1M317, F2M317. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, D 7198.
  • [Deutz: Bedienungsanleitung FM316] Bedienungsanleitung und Ersatzteilverzeichnis für den Deutz-Leichtgewicht-Dieselmotor Bauart F4M/F6M316. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, D7191.
  • [Deutz: Bedienungsanleitung F3M317/417] Bedienungsanleitung und Ersatzteilliste für Dreizylinder-Deutz-Diesel-Motor stehender Bauart F3M317, F3M417. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, D 7620.
  • [Deutz: Reparaturanleitung F1/2M414/417] Anleitung zur Überprüfung und Reparatur der Deutz-Dieselmotoren F1M414, F2M414, F2M417. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, D 7646.
  • [Deutz: Bedienungsanleitung FM513/516] Bedienungsanleitung und Ersatzteilverzeichnis für den Deutz-Dieselmotor F4M513, F6M513, F4M516, F6M516. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1943, D7619.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch FM716] Werkstatthandbuch für Deutz Dieselmotoren FM716, BFM716. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1979, Art.Nr. 291 1836.
  • [Deutz: Werkstatthandbuch AM816] Werkstatthandbuch für Deutz Dieselmotoren B/AM816. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1981, Art.Nr. 291 1898.
  • [Deutz: Einspritzpumpen Schlepper 56] Das Einstellen der Einspritzpumpen von Deutz-Schlepper-Dieselmotoren auf dem Pumpenprüfstand. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1955, D7854/1, mit Nachtrag 1956.
  • [Deutz: Daten 81] Werkstatt-Datenbuch Technische Daten 3/1981. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Art.Nr. 291 1851.
  • [Deutz: EP-Datenbuch 83] Einspritzpumpen-Datenbuch 11/1983. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Art.Nr. 291 1849, mit Nachträgen bis 1985.
  • [Bosch: ESI2005] Bosch elektronisches Informationssystem ESI 2005.

Traktoren u​nd Raupenschlepper m​it Deutz-Motoren:

  • [Bach: Traktor] Michael Bach: Die berühmtesten deutschen Traktoren aller Zeiten. Podszun, Brilon 1994, ISBN 3-86133-115-2.
  • [Bruse, Vermoesen: Eicher 1] Michael Bruse, Karel Vermoesen: Alle Traktoren von Eicher, Band 1. 2. Auflage. Rabe, Willich 2002, ISBN 3-926071-15-X (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen FM313, FM414, GFM115, FL514, FL612, FL712).
  • [Conze, Mattern: Deutz-Schlepperpost] Peter Conze, Ulrich Mattern: Deutz-Geschichten aus 25 Jahren Schlepperpost. 1. Auflage. DLG-Verlag, Frankfurt 2002, ISBN 3-7690-0597-X (darin auch Liste der Deutz-Traktoren).
  • [Ertl: Deutz] Bernd Ertl: Die Deutz Traktoren. Heel, Königswinter 2000, ISBN 3-89365-863-7.
  • [Fritz: Deutz] Lothar Fritz: INTRAC und die Unbekannten von Deutz. Rabe, Willich 2008, ISBN 3-926071-31-1.
  • [Gebhardt: Traktor] Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Traktoren seit 1907. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2003, ISBN 3-613-02346-6.
  • [Häfner: HELA] Kurt Häfner: Typenbuch HELA-Schlepper. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2004, ISBN 3-440-09782-X.
  • [Hintersdorf: DDR-Traktor] Horst Hintersdorf: Typenkompass DDR-Landmaschinen und -Traktoren 1945–1990. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02251-6.
  • [Hummel, Oertle: Deutz 1] Jürgen Hummel, Alexander Oertle: Typenkompass Deutz Traktoren 1927–1981. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02385-7.
  • [Hummel, Oertle: Deutz 2] Jürgen Hummel, Alexander Oertle: Typenkompass Deutz Traktoren seit 1978. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2005, ISBN 3-613-02486-1.
  • [Kremer: Fendt] Gilbert Kremer: Alle Traktoren von Fendt. Rabe, Willich 2005, ISBN 3-926071-33-8.
  • [Kremer: Fendt-Prospekte 3] Gilbert Kremer: Fendt Schlepper-Prospekte von 1979 bis 1999. Herausgegeben von Kurt Häfner. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-08116-8 (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen FL912, FL913, FM1012, FM2013).
  • [Mößmer: Deutz] Albert Mößmer: Deutz – Das Typenbuch. GeraMond, München 2007, ISBN 978-3-7654-7705-8.
  • [Mößmer: Fendt] Albert Mößmer: Fendt – Das Typenbuch 1928 bis heute. 2. Auflage. GeraMond, München 2008, ISBN 978-3-7654-7701-0.
  • [Sack: Eicher] Walter Sack: Eicher Traktoren & Landmaschinen. Podszun, Brilon 1996, ISBN 3-86133-152-7.
  • [Sack: Kramer] Walter Sack: Alle Traktoren von Kramer. Rabe, Köln 1994, ISBN 3-926071-08-7 (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen MAH914, GFM115, FM414, FL310, FL514, FL612, FL712, FL812, FL912, FL913).
  • [Schneider: Fendt 1] Peter Schneider: Typenkompass Fendt Schlepper und Traktoren 1928–1975. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02051-3.
  • [Schneider: Fendt 2] Peter Schneider: Typenkompass Fendt Schlepper und Traktoren seit 1975. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02051-3.
  • [Schoch: HELA] Thomas und Franz Schoch: HELA-Traktoren – Alle Typen und Prospekte. Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2009, ISBN 978-3-8001-5790-7.
  • [Tietgens: Fendt] Klaus Tietgens: Die Fendt Geräteträger Chronik. Podszun, Brilon 2007, ISBN 978-3-86133-418-7 (darin Beschreibungen von Deutz-Motoren der Baureihen FL912 und FL913).
  • [Tietgens: Kramer] Klaus Tietgens: Kramer – Das Typenbuch. GeraMond, München 2010, ISBN 978-3-7654-7686-0.
  • [Vermoesen, Bruse: Deutz 1] Karel Vermoesen, Michael Bruse: Alle Traktoren von Deutz, Band 1. Neuauflage. Rabe, Willich 2009, ISBN 978-3-926071-38-5.
  • [Vermoesen, Bruse: Deutz 2] Karel Vermoesen, Michael Bruse: Alle Traktoren von Deutz, Band 2. Neuauflage. Rabe, Willich 2009, ISBN 978-3-926071-38-5.
  • [Vermoesen: Deutz-Prospekte 27-67] Karel Vermoesen: Deutz Prospekte 1927–1967. Rabe, Köln 1997, ISBN 3-926071-20-6.
  • [Vermoesen: Deutz-Prospekte D06] Karel Vermoesen: Deutz Prospekte der Baureihe 06 1968–1980. Rabe, Willich 2010, ISBN 978-3-926071-42-2.
  • [Wagner: Kramer-Prospekte] Wolfgang Wagner: Kramer Traktoren-Prospekte. Podszun, Brilon 2001, ISBN 3-86133-261-2.
  • [Oertle: Traktor] Alexander Oertle: Das Traktor-Baureihen Handbuch 1946–1968. Heel, Königswinter 2004, ISBN 3-89880-212-4.
  • [Wagner: Raupe] Wolfgang Wagner: Raupen-Schlepper – Prospekte, Grafiken, Bilder. Podszun, Brilon 2001, ISBN 3-86133-278-7.
  • [Oldtimer-Traktor] Zeitschrift OLDTIMER Traktor. VF Verlagsgesellschaft, Mainz, ISSN 1862-1716.
  • [Deutz: Reparaturhandbuch 50-PS-Schlepper] Handbuch für die Reparatur 50 PS Deutz-Diesel-Schlepper. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln, D 7831.
  • [Deutz: Reparaturhandbuch Schlepper 56] Reparatur-Handbuch für Deutz-Schlepper. Ausgabe 1956. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1956, D7853/1.
  • [Deutz: Schlepper-Daten 60] Deutz Schlepper-Werkstatt-Daten. Mai 1960. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1960, H1099-4.
  • [Deutz: Daten D2506 D3006] D2506 D3006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D4006] D4006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D4506] D4506 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D5006] D5006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D6006] D6006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D7006] D7006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D8006] D8006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D9006] D9006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D10006] D10006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Daten D13006] D13006 Technische Daten. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln.
  • [Deutz: Traktor-Daten 82] Technische Daten für Deutz-Fahr Traktoren. Ausgabe Mai '82. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1982.
  • [Deutz: Traktor-Daten 85] Technische Daten für Deutz-Fahr Traktoren. Ausgabe August 1985. Klöckner-Humboldt-Deutz AG, Köln 1985.

LKW u​nd Omnibusse m​it Deutz-Motoren:

  • [Augustin: Magirus] Dieter Augustin: Iveco-Magirus – Alle Lastwagen aus dem Werk Ulm seit 1917. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2006, ISBN 978-3-613-02600-1 oder ISBN 3-613-02600-7.
  • [Dünnebier: LKW] Michael Dünnebier: Lastwagen und Busse – Nutzfahrzeuge sozialistischer Länder. transpress VEB Verlag für Verkehrswesen, Berlin 1988 (darin TAM und die TAM-Deutz-Motoren).
  • [Gau, Plate, Siegert: Militär] Lutz-Reiner Gau, Jürgen Plate, Jörg Siegert: Deutsche Militärfahrzeuge – Bundeswehr und NVA. 2. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02152-8.
  • [Gebhardt: Bus] Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Omnibusse seit 1898. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02140-4.
  • [Gebhardt: FAUN] Wolfgang H. Gebhardt: FAUN – Giganten der Landstraße. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2000, ISBN 3-613-02040-8.
  • [Gebhardt: FAUN-LKW] Wolfgang H. Gebhardt: Typenkompass FAUN Lastwagen 1916–1988. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2006, ISBN 3-613-02685-6 und ISBN 978-3-613-02685-8.
  • [Gebhardt: LKW 2a] Wolfgang H. Gebhardt: Taschenbuch Deutscher LKW-Bau 1918–1945 A–Ha. Franckh, Stuttgart 1989, ISBN 3-440-06046-2 (darin Deutz und Hansa-Lloyd).
  • [Gebhardt: LKW 2b] Wolfgang H. Gebhardt: Taschenbuch Deutscher LKW-Bau 1918–1945 He–Z. Franckh, Stuttgart 1989, ISBN 3-440-06047-0 (darin Magirus).
  • [Oswald: LKW 2] Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 2 1945–1969. 3. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-01197-2.
  • [Oswald: LKW 3] Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 3 1970–1989. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02446-2.
  • [Oswald: Militär] Werner Oswald: Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr. 17., erweiterte und aktualisierte Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02370-9.
  • [Paulitz: Magirus-Feuerwehr-Eckhauber] Udo Paulitz: Typenhandbuch Magirus-Deutz Feuerwehr-Eckhauber 1958–1976. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-02107-2.
  • [RDA: Autotypenbuch] Reichsverband der Automobilindustrie: Jahrbücher Handbuch des Reichsverbandes der Automobilindustrie 1926 bis 1929 (1926 Teil II, 1927 Teil III, 1928 Teil III, 1929 Teil IV) bzw. Autotypenbücher – Typentafeln des Reichsverbandes der Automobilindustrie 1930 bis 1934 bzw. Autotypenbücher – Typentafeln der Deutschen Kraftfahrzeugindustrie 1935 bzw. Autotypenbuch – Typentafeln der Deutschen Kraftfahrzeugindustrie 1936 bis 1938. Dr. Ernst Valentin Verlag, Berlin, bzw. ab 1934 Union Deutsche Verlagsgesellschaft, Berlin.
  • [Regenberg: LKW 50-1] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der Wirtschaftswunderzeit, Band 1: Vom Dreiradlieferwagen zum Viereinhalbtonner. 2. überarbeitete Auflage. Podszun, Brilon 1986, ISBN 3-923448-18-X.
  • [Regenberg: Bus 50] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der Wirtschaftswunderzeit, Band 3: Omnibusse. Podszun, Brilon 1988, ISBN 3-923448-51-1.
  • [Regenberg: LKW 50-2] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der Wirtschaftswunderzeit, Band 2: Mittlere und schwere Fahrzeuge. Podszun, Brilon 1986, ISBN 3-923448-28-7.
  • [Regenberg: LKW 60-1] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der sechziger Jahre, Band 1: Büssing, Faun, Hanomag, Henschel. Podszun, Brilon 1991, ISBN 3-923448-68-6.
  • [Regenberg: LKW 60-2] Bernd Regenberg: Die deutschen Lastwagen der sechziger Jahre, Band 2: Kaelble, Krupp, Magirus, MAN, Mercedes, Opel. Podszun, Brilon 1991, ISBN 3-923448-80-5.
  • [Regenberg: Magirus] Bernd Regenberg: Das Lastwagen-Album Magirus. Podszun, Brilon 2005, ISBN 3-86133-388-0.
  • [Sahli: Berna] Kurt Sahli: Berna Nutzfahrzeuge 1902–1979. Stämpfli, Bern 1997, ISBN 3-7272-9628-3 (darin Beschreibung des Deutz-Motors FMS117 und des daraus entwickelten Berna-Motors MSR).
  • [VDA: Autotypenbuch] Verband der Automobilindustrie e. V.: Jahrbücher Auto-Typenbuch Band I 1951 und 1952. VDA-Wirtschafts-GmbH, Frankfurt a. M.
  • [VDA: Typenblätter] Verband der Automobilindustrie: VDA-Typenblätter ab 1954. VDA-Wirtschafts-GmbH / Verband der Automobilindustrie, Frankfurt a. M.; Vertrieb als Lose-Blatt-Sammelwerk durch Umschau Verlag, Frankfurt a. M.
  • [Windecker: Kraftfahrzeug-Typen 47] Carl Otto Windecker: Handbuch der Kraftfahrzeug-Typen. Lehrmittel-Verlag Werner Degener, Hannover 1947.
  • [Windecker: Kraftfahrzeug-Typen 48-2] Carl Otto Windecker: Handbuch der Kraftfahrzeug-Typen Band 2. Lehrmittel-Verlag Werner Degener, Hannover 1948.
  • [Auto-Katalog] Jährliches Periodikum Die Auto-Modelle bis 1968/69; auto modelle Katalog 1969/70 und 1970/71. Vereinigte Motor-Verlage, Stuttgart.
  • [Inufa-Katalog] Jährliches Periodikum Inufa Internationaler Nutzfahrzeug-Katalog ab 1958. Vogt-Schild/Habegger, Solothurn.
  • [Lastauto-Omnibus-Katalog] Jährliches Periodikum lastauto omnibus Katalog ab 1971/72. Vereinigte Motor-Verlage bzw. EuroTransportMedia, Stuttgart.
  • [Lastauto-Omnibus] Zeitschrift lastauto omnibus. Vereinigte Motor-Verlage bzw. EuroTransportMedia, Stuttgart.

Lokomotiven u​nd Triebwagen m​it Deutz-Motoren:

  • [Burow: KHD-Großdiesellok] Andreas Burow: Großdieselloks von Klöckner-Humboldt-Deutz. In Lok-Magazin Februar 2007 u. März 2007 (S. 70–75 bzw. S. 68–73). GeraMond, München.
  • [Enderlein: Bahn 2] Axel Enderlein u. a.: Eisenbahn-Fahrzeug-Katalog, Band 2: Deutsche Bundesbahn. Bahn-Extra Sonderheft 2. GeraNova, München, B12126F, ISSN 0937-7174.
  • [Englmann, Ludwig: Bahn 63] Max Englmann, Herbert Ludwig: Handbuch der Dieseltriebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn. 1. Auflage. Vermögensverwaltung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivbeamten und Anwärter GmbH, Frankfurt 1963.
  • [Estler: Lok] Thomas Estler: Das große Loktypenbuch. 1. Auflage. Transpress, Stuttgart 2001, ISBN 3-613-71159-1.
  • [GDL: Bahn 75] Handbuch der Dieseltriebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn. 3. Auflage. Vermögensverwaltung der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivbeamten und Anwärter GmbH, Frankfurt 1975.
  • [Knipping, Hahn: Lok] Andreas Knipping, Clemens Hahn: Das große Lokomotiven-Album. Sconto bei GeraNova, München 2004.
  • [Koschinski: BR218] Konrad Koschinski: Baureihe 218. Eisenbahn Journal Sonder-Ausgabe 6/2005. Verlagsgruppe Bahn, B10533F, ISBN 3-89610-148-X (darin von Deutz in Lizenz gebauter Pielstick-Motor).
  • [Lehmann, Pflug: Bahn] Heinrich Lehmann, Erhard Pflug: Der Fahrzeugpark der Deutschen Bundesbahn und neue, von der Industrie entwickelte Schienenfahrzeuge. Georg Siemens, Berlin und Bielefeld 1956.
  • [Obermayer: Diesellok] Horst J. Obermayer: Taschenbuch Deutsche Diesellokomotiven mit Kleinlokomotiven. 2. Auflage. Franckh, Stuttgart 1973, ISBN 3-440-03932-3.
  • [Spillner: KHD-Drehgestelllok] Uwe Spillner: 25 Jahre KHD-Drehgestellokomotiven. In Jahrbuch für Eisenbahngeschichte Band 16, 1984. Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V., Karlsruhe. Verlag Uhle & Kleimann, Lübbecke, ISBN 3-922657-35-4.

PKW m​it Deutz-Motoren:

  • [von Fersen: Auto 1] Hans-Heinrich von Fersen: Autos in Deutschland 1885–1920. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1965.
  • [von Fersen: Sportwagen] Hans-Heinrich von Fersen: Sportwagen in Deutschland – Eine Typen-Geschichte der deutschen, österreichischen und tschechischen Sportwagen 1885–1940. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1968.
  • [Schrader: Auto 1] Halwart Schrader: Deutsche Autos, Band 1 1885–1920. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02211-7.
  • [Tragatsch: Bugatti] Erwin Tragatsch: Das große Bugatti Buch. 1. Auflage. Motorbuch, Stuttgart 1967.
Commons: Deutz-Motoren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. TCD 2012 (PDF)
  2. TCD 2013 (PDF)
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