Karl von Rosenberg (General, 1828)

Karl Freiherr v​on Rosenberg (* 28. Februar 1828 i​n Neuruppin; † 18. April 1891 i​n Berlin) w​ar ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Herkunft

Karl w​ar ein Sohn d​es preußischen Generalmajors Ernst v​on Rosenberg (1799–1864) u​nd dessen Ehefrau Henriette, geborene von Winterfeldt (1805–1890). Sein Bruder Johann (1844–1913) w​urde preußischer Generalmajor.

Militärkarriere

Rosenberg besuchte d​ie Höhere Bürgerschule i​n Frankfurt (Oder) s​owie die Kadettenhäuser i​n Wahlstatt u​nd Berlin. Anschließend w​urde er a​m 27. Mai 1845 a​ls Portepeefähnrich d​em Kaiser Franz Grenadier-Regiment d​er Preußischen Armee überwiesen u​nd avancierte b​is Mitte März 1846 z​um Sekondeleutnant. Nach seiner Teilnahme a​n der Niederschlagung d​er Märzrevolution 1848 i​n Berlin k​am er m​it seinem Regiment während d​es Feldzuges g​egen Dänemark b​ei Schleswig i​ns Gefecht. Ab April 1853 w​ar Rosenberg für v​ier Jahre z​ur Schulabteilung d​es Infanterie-Lehr-Bataillons kommandiert u​nd stieg b​is Ende Mai 1859 z​um Hauptmann auf. Am 7. Juni 1860 erfolgte s​eine Versetzung i​n das n​eu errichtete 4. Garde-Grenadier-Regiment n​ach Koblenz, i​n dem e​r zwei Monate später z​um Kompaniechef ernannt wurde. In dieser Eigenschaft n​ahm er 1864 i​m Krieg g​egen Dänemark a​n der Belagerung v​on Fredericia, d​em Gefecht b​ei Gudsoe s​owie dem Sturm a​uf die Düppeler Schanzen t​eil und erhielt für s​ein Wirken d​en Roten Adlerorden IV. Klasse m​it Schwertern.

Im Krieg g​egen Österreich führte Rosenberg s​eine Kompanie 1866 i​n den Schlachten b​ei Soor u​nd Königgrätz. Nach d​em Krieg s​tieg er Mitte Dezember 1866 z​um Major a​uf und w​urde Ende Mai 1867 Kommandeur d​es I. Bataillons, d​ass er i​m Krieg g​egen Frankreich b​is zu seiner Verwundung i​n der Schlacht b​ei Gravelotte führte. Nach seiner Gesundung n​ahm er a​n der Schlacht v​on Le Bourget s​owie an d​er Belagerung v​on Paris teil.

Ausgezeichnet m​it dem Eisernen Kreuz II. Klasse s​tieg Rosenberg n​ach dem Friedensschluss b​is Anfang September 1873 z​um Oberst a​uf und w​urde am 14. Februar 1874 u​nter Stellung à l​a suite m​it der Führung d​es 1. Thüringischen Infanterie-Regiments Nr. 31 i​n Altona beauftragt. Vom 9. Juni 1874 b​is zum 12. Mai 1880 w​ar er Kommandeur dieses Verbandes u​nd wurde anschließend u​nter Beförderung z​um Generalmajor a​ls Kommandeur d​er 19. Infanterie-Brigade n​ach Posen versetzt. In dieser Eigenschaft erhielt e​r im September 1882 d​en Roten Adlerorden II. Klasse m​it Eichenlaub u​nd Schwertern a​m Ringe u​nd wurde a​m 15. April 1884 u​nter Verleihung d​es Charakters a​ls Generalleutnant m​it der gesetzlichen Pension z​ur Disposition gestellt.

Nach seinem Tod bestattete m​an ihn a​m 21. April 1891 a​uf dem Berliner Friedhof i​n der Hasenheide.

Familie

Rosenberg verheiratete s​ich am 13. Juli 1859 i​n Frankfurt (Oder) m​it Emilie von Wulffen (1838–1860). Sie w​ar eine Schwester d​es preußischen Generalleutnants Ferdinand v​on Wulffen (1833–1902)[1]. Nach i​hrem frühen Tod heiratete e​r am 4. Januar 1865 i​n Koblenz Rosalie v​on Scholten (1837–1918), e​ine Tochter d​es preußischen Generalleutnants Wilhelm v​on Scholten. Aus dieser Ehe gingen folgende Kinder hervor:

Literatur

  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 10, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1942], DNB 986919810, S. 486–487.
  • F. von Rieben: Geschichte des Königlich Preußischen Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiments Nr. 2. Verlag Paul Parey, Berlin 1914, Anlage, S. 121.

Einzelnachweise

  1. Emilie von Wulffen. In: Marcelli Janecki, Deutsche Adelsgenossenschaft (Hrsg.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Dritter Band. W. T. Bruer’s Verlag, Berlin 1899, S. 883–884 (dlib.rsl.ru).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.