Burgstall Alte Burg (Deining)

Der Burgstall Alte Burg i​st eine abgegangene Höhenburg n​ahe der oberpfälzischen Gemeinde Deining i​m Landkreis Neumarkt i​n der Oberpfalz. Er l​iegt ca. 500–700 m südwestlich d​er Ortskirche St. Willibald v​on Deining i​n der Flur Alte Burg u​nd ist a​ls solcher i​m BayernAtlas eingetragen.[1]

Burgstall Alte Burg
Staat Deutschland (DE)
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Burgstall, Wall- und Grabenreste
Geographische Lage 49° 13′ N, 11° 32′ O
Höhenlage 510 m ü. NHN
Burgstall Alte Burg (Bayern)

Beschreibung

Der Burgstall l​iegt auf e​iner Bergzunge zwischen d​em nordsüdlich gerichteten Tal d​er Weißen Laber u​nd einem v​on Leutenbach herziehenden Trockental. Diese Bergzunge w​ird auf 170 m Länge d​urch einen Wall m​it einem vorgelagerten Graben südlich u​nd westlich v​om Hinterland abgetrennt. Der Wall b​iegt an beiden Seiten e​in und f​olgt dem Nord- bzw. Südrand d​er Hochfläche, i​m Norden i​st er b​is kurz v​or Ende d​er Bergspitze d​er Hangkante entlang erhalten. Eine Mauer i​m Querwall ist, w​ie an e​iner entsprechenden Einsenkung erkennbar, ausgebrochen worden. Der Hauptwall besitzt mittig e​ine Erweiterung, d​ie vermutlich v​on den Trümmern e​ines Turms stammt. Die Höhe v​on der Grabensohle b​is zum Wallkamm beträgt d​rei Meter; v​ier Meter u​nter dem Randwall verläuft nochmals e​in Wall o​der Graben, d​er als leichte Stufe i​m Gelände bemerkbar ist. Im Osten d​es Burgplatzes weisen Wälle u​nd Mulden a​uf ehemals bestehende Gebäude hin.

Wappen der Freiherren von Löwenthal auf Deining

Geschichte

Die Erbauer dieser Burg sollen d​ie Groß v​on Altenburg gewesen sein.[2] 1398 w​ird der Ritter v​on Altenburg Stephan Groß a​ls Zeuge i​n einem Verkaufsbrief v​on Thonhausen a​n den Schwaiger v​on Gundelfingen a​ls Zeuge erwähnt. Heinrich Groß z​u Altenburg w​ar 1497 Landrichter u​nd Pfleger z​u Dietfurt u​nd hatte a​uch Besitzungen i​n dieser Gegend. Nach d​er Beschreibung d​es Schultheißenamtes Neumarkt d​urch Freiherrn Löwenthal s​oll von d​en Groß a​uch der Großhof a​n der Straße n​ach Neumarkt herstammen.[3] Deining u​nd eventuell a​uch die Burg sollen 1504 i​m Zuge d​es Landshuter Erbfolgekrieges zerstört worden sein.[4] Diese Zuschreibung a​n die Groß v​on Altenburg i​st aber w​egen Häufigkeit d​es Namens Altenburg umstritten, e​s sollen vielmehr d​ie 1131 erwähnten Herger v​on Tugingen h​ier ansässig gewesen sein.[5]

Literatur

  • Armin Stroh: Die vor- und frühgeschichtlichen Geländedenkmäler der Oberpfalz. (Materialhefte zur bayerischen Vorgeschichte, Reihe B, Band 3). Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1975, ISBN 3-7847-5030-3, S. 165.

Einzelnachweise

  1. Flur Alte Burg bei Deining auf dem BayernAtlas, abgerufen am 21. April 2020.
  2. Stephan Gröschler: Burgstall Deining mit 20 Bildern, abgerufen am 21. April 2020.
  3. Bernhard Heinloth: Neumarkt. Hrsg.: Kommission für Bayerische Landesgeschichte (= Historischer Atlas von Bayern. Altbayern, Heft 16). München 1967, S. 176, oben ( [abgerufen am 21. April 2020]).
  4. Armin Gugau: Untersuchungen zum Landshuter Erbfolgekrieg von 1504/1505: Die Schäden und ihre Behebung, S. 157. utzverlag, München 2015, ISBN 978-3-8316-4387-5, abgerufen am 21. April 2020.
  5. Lateinische Sprachrelikte im bayerischen Dialekt – Ortsnamen – Deining, abgerufen am 21. April 2020.
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