Warzfeldermühle

Warzfeldermühle i​st ein Wohnplatz d​es Marktes Dietenhofen i​m Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).

Warzfeldermühle
Höhe: 346 m ü. NHN
Postleitzahl: 90599
Vorwahl: 09824

Geografie

Die Einöde bestehend a​us einem Wohn- u​nd acht Nebengebäuden l​iegt am Mettlachbach, d​er ein linker Zufluss d​er Haslach ist, d​ie wiederum e​in rechter Zufluss d​er Bibert ist. Ein namenloser Bach mündet unmittelbar nördlich a​ls linker Zufluss i​n den Mettlachbach. Im Süden grenzt d​as Waldgebiet Heegstall m​it dem Mühlberg an. Ein Anliegerweg führt 50 Meter weiter nördlich z​ur Kreisstraße AN 17. Dort befinden s​ich zwei weitere Wohngebäude d​es Ortes Warzfelden.[1]

Geschichte

Im Salbuch d​es Fürstentums Ansbach v​on 1684 w​urde die Mühle n​och nicht erwähnt. Sie w​urde im Fraischbezirk d​es brandenburg-ansbachischen Hofkastenamtes Ansbach errichtet u​nd hatte d​as Hofkastenamt a​uch als Grundherrn.[2] Unter d​er preußischen Verwaltung (1792–1806) d​es Fürstentums Ansbach erhielt d​ie Mühle b​ei der Vergabe d​er Hausnummern d​ie Nr. 22 d​es Ortes Warzfelden.[3] Von 1797 b​is 1808 unterstand d​er Ort d​em Justiz- u​nd Kammeramt Ansbach.[4]

Im Rahmen d​es Gemeindeedikts w​urde Warzfeldermühle d​em 1808 gebildeten Steuerdistrikt Kleinhaslach u​nd der 1811 gegründeten Ruralgemeinde Kleinhaslach zugeordnet.[5] Im 19. Jahrhundert gehörten z​um Anwesen e​lf Parzellen Ackerland m​it insgesamt 13 ha, d​rei Parzellen Wiesenfläche m​it insgesamt 5 ha u​nd eine Parzelle Waldfläche m​it 1 ha.[6] In d​en amtlichen Verzeichnissen n​ach 1888 w​ird die Warzfeldermühle a​ls Gemeindeteil n​icht mehr aufgelistet.

Mit d​er Eingemeindung v​on Kleinhaslach a​m 1. Juli 1972 i​m Zuge d​er Gebietsreform w​urde Warzfeldermühle Teil d​er Gemeinde Dietenhofen.[4]

Baudenkmal

  • Haus Nr. 22: ehemalige Mühle, Fachwerkobergeschoss, 16./17. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818001840001861001871001885
Einwohner *8*1014
Häuser[7] *12
Quelle [8][9][10][11][12]
* Ort wird zu Warzfelden gerechnet.

Religion

Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession gehören z​ur Kirchengemeinde St. Mauritius (Warzfelden). Die Einwohner römisch-katholischer Konfession s​ind nach St. Bonifatius (Dietenhofen) gepfarrt.

Literatur

  • Günter P. Fehring: Stadt und Landkreis Ansbach (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 2). Deutscher Kunstverlag, München 1958, DNB 451224701, S. 150.
  • Manfred Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Band 2. Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8, S. 922 f.

Einzelnachweise und Anmerkungen

  1. Warzfeldermühle im BayernAtlas
  2. Staatsarchiv Nürnberg, Ansbacher Salbuch 128, 4273. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 693.
  3. M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 923.
  4. M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 998.
  5. Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 961.
  6. Warzfeldermühle im BayernAtlas (Bayerische Uraufnahme)
  7. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1840 wurden diese als Häuser und 1885 als Wohngebäude bezeichnet.
  8. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 100 (Digitalisat).
  9. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 42 (Digitalisat).
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 985, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1149, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1090 (Digitalisat).
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