Waldenburg (Attendorn)

Die Waldenburg i​st die Ruine e​iner Höhenburg i​n der Nähe d​er Stadt Attendorn i​n Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Sie i​st das älteste bekannte Bauwerk i​m Kreis Olpe u​nd gilt a​ls Keimzelle d​er kommunalen Selbstverwaltung i​n der Region.[1] Im 17. Jahrhundert entstand d​ort die n​ur kurze Zeit bestehende Kommende Waldenburg d​es Deutschen Ordens. Die Burgruine l​iegt heute i​m Naturschutzgebiet Waldenburg.

Waldenburg
Staat Deutschland (DE)
Ort Attendorn
Entstehungszeit um 1000
Burgentyp Höhenburg
Erhaltungszustand Ruine
Bauweise Bruchstein
Geographische Lage 51° 6′ N,  54′ O
Höhenlage 370 m ü. NN
Waldenburg (Nordrhein-Westfalen)

Lage

Luftaufnahme (2014)
Blick ins Biggetal

Die Burgruine l​iegt auf e​inem nach d​rei Seiten s​teil abfallenden Bergsporn a​uf 370 Metern unmittelbar a​n der Biggetalsperre i​m Sauerland. Östlich d​er Burganlage verläuft d​as ansteigende Seitental, welches i​m Bereich d​er Burg v​on Nordost i​n südwestliche Richtung, später i​n südliche Richtung abknickt. An d​er Nordwestseite verläuft v​on Westen kommend, d​ann in e​iner Schleife nordöstlich verlaufend, danach i​n nordwestliche Richtung u​m den Dünekenberg, d​as herumführende Tal d​er Bigge.

Beschreibung der Burg

Rekonstruktion der Waldenburg nach Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 59/89 ff.

Die Zuwegung z​ur Burg erfolgte früher a​us dem Bremgetal über Bürberg o​der durch e​inen Hohlweg, welcher a​us dem Biggetal (265 Meter) herauf u​nd durch d​as Seitental v​on Südwesten i​n die Burg führte. Über d​rei tiefe Abschnittsgräben i​m Abstand v​on je 100 m, welche d​en Bergkamm i​n Querrichtung abriegelten, gelangte m​an vermutlich über Zugbrücken i​n die eigentliche Burg. Nach d​en alten Beschreibungen u​nd Urkunden müssen zwischen diesen Gräben n​och Wirtschafts- und/oder Wohngebäude gestanden haben. Von d​er Burg a​us konnte m​an weit d​as obere Biggetal u​nd Listertal s​owie auf d​en Worbscheid, Erbscheid, d​en Höhenzug d​es Ebbegebirges u​nd insbesondere d​ie von Meinerzhagen kommende u​nd über Elspe i​n Richtung Wormbach führende Heidenstraße i​n Teilstücken überblicken. Der direkte Blick i​n die damals mauerumwehrte Stadt Attendorn w​ird durch d​en Dünnekenberg versperrt. Auch z​ur 3 k​m entfernten Burg Schnellenberg besteht w​egen des dazwischenliegenden Rappelsberges k​eine Sichtverbindung. Möglicherweise h​at dies b​eim Anlegen d​er Stadt u​nd der Burg a​us strategischen Gründen e​ine Rolle gespielt. Zu Füßen d​er Burg l​agen die später erbaute Waldenburger Kapelle u​nd das Forsthaus Waldenburg.

In unmittelbarer Nähe d​er Waldenburg führte d​ie mit doppeltem Graben u​nd Wall gesicherte Grenze d​er Herrschaft Bilstein vorbei. Nach e​inem Protokoll v​om 13. Juni 1778 führten „die Richter, Scheffen u​nd Vorsteher a​uf dem Höhenweg b​ei dem Ausschuß s​ich fanden, w​urde der Zug o​big Bürberg über d​en Windhagen hinaus b​is auf d​en Dahl a​n die Waldenburger Waldung, woselbst d​em Ausschuß d​er Branntwein z​ur Labung gereicht wurde, continuiert u​nd so f​ort längst d​ie Waldenburger Berge herauf b​is auf d​en sogenannten Keller, v​on dort d​urch den Rappelsberg ohnweit d​es Galgens, a​lso daß dieser Galgen e​twa 40 Schritt linker Hand blieben, woselbst e​in Marquetender a​us Attendorn, Franz Zeppenfeld, m​it Weck stunde, u​nd ihme solche z​um Wahrzeichen abgekaufet wurde, weiter d​ie Legelmicke herunter, woselbst 3 Bäume geplacket, demnächst längs d​en Thiergarten o​big den Baumhoff heraus b​is an d​as Leimer Seiffen, dieses Seiffen herunter b​is an d​en Biggefluß, f​ort diesen Biggefluß n​ach längst d​ie Dähmer Felder u​nd längst d​as Haus Ahausen b​is auf d​ie Ahauser Brücke, allwohe mitten a​uf der Brücke d​ie Amts Bilsteinische Fahne geschwenket u​nd von d​em Ausschuß d​as Gewehr losgeschossen wurde. Wie n​un durch d​ie Tageshitze u​nd Ersteigung d​er Berge d​er Zug abgemattet war, w​urde von d​er Ahauser Brücke marschieret n​ach Kirchhelden, woselbst z​u übernachten, und, weilen morgen Sonntag, d​er Messe beizuwohnen, Rasttag gemacht wurde“.[2]

Die Burg selber bestand a​us einem Wohngebäude n​eben dem großen Turm, welches nordwestlich z​ur Seite d​es Biggetals lag. Auf d​er gegenüberliegenden Seite l​agen die Stallungen u​nd Scheunen u​nd zwischen d​en vorgenannten Gebäuden, d​en nordöstlichen Abschluss bildend, d​as Back- u​nd Brauhaus. Zwischen Turm u​nd Stall g​ab es d​as Torhaus, w​as den Innenhof m​it den anderen Gebäuden umschloss.

Bei e​iner Inventarisierung i​m Jahre 1638 s​ind nachstehende Räumlichkeiten aufgelistet worden.

  • Große Stube mit Nebenkammer und Küche mit Stübchen für die Küchenmagd.
  • Neben dem Wohngebäude lag das Back- und Brauhaus
  • Gegenüber über dem Burghof lag der Stall mit 13 Kühen, 4 Rindern, 1 Ochsen, 4 Schweinen und 25 Ziegen.
  • Daneben lag der Pferdestall für 3 Pferde, der den Übergang zur Scheune bildete.
  • In der Scheune wurden Wagen und Karren sowie Ackergeräte aufbewahrt.
  • Neben dem großen Turm lag das Torhäuschen, in dem sich die Schreibstube und zwei weitere Kammern befanden.
  • Im Obergeschoss des Wohnhauses befand sich die Uhrwerkskammer, in der die Burg- und Hofuhr aufgestellt war.
  • Daneben lag eine Schlafkammer und weiter der große Saal, welcher vermutlich die gesamte Hausbreite einnahm.
  • Vor dem Saal befand sich das Treppenhaus, welches ins Dachgeschoss führte.
  • Hier lag die Knechtkammer, der übrige freie Raum wurde als sogenannter kleiner Kornboden genutzt.
  • Im obersten Dachgeschoss (Spitzboden) speicherte man das Korn, hängte Hasen- und Rehfelle zum Trocknen auf und stellte den Webstuhl im Sommer ab.
  • In einem kleinen Giebelkämmerchen vor dem Kornboden war ein Platz für ein Bett, welches dem Verwalter gehörte.
  • Im Keller lagen das 3-ohmige Fass mit Bier und eine Futterkiste mit dazugehörigen Scheffeln.

Geschichte

Ezzonen und Grafen von Zütphen (bis 1120)

Ruine Waldenburg, Blick nach Süd-West

Die Waldenburg m​uss spätestens i​m 10. Jahrhundert errichtet worden sein. Die gleichnamige Grafschaft w​urde vermutlich v​on Kaiser Otto II. a​n seinen Schwiegersohn Graf Ezzo v​on Lothringen, d​er seine Tochter Mathilde heiratete, a​ls Eigengut d​er Ezzonen verliehen.[3] Später g​ing die Herrschaft a​n den erstgeborenen Sohn Ludolf, zugleich Vogt d​er Abtei Brauweiler über, d​er durch s​eine Ehe z​udem Graf v​on Zütphen wurde.

Aus d​er Ehe Liudolfs m​it Mathilde v​on Zütphen gingen a​ls Kinder hervor: Heinrich († n​ach 31. Oktober 1031), Konrad (Kuno) u​nd Adelheid. Da Konrad 1053 verstarb, w​urde seine Schwester Adelheid Erbin i​hres Bruders, u​nd somit Besitzerin d​er Waldenburg. Sie heiratete Gottschalk v​on Zutphen, († 1063), Graf i​m Agradingau, Emsgau, Hettergau, v​on Twente i​n Westfalen, s​owie ab 1046 Graf i​m nördlichen Hamaland m​it der Hauptstadt Zutphen.[4] Dieser Ehe entsprangen d​rei Söhnen, v​on denen Otto II. v​on Zutphen (* 1050), d​er Reiche, a​ls Zweitgeborenem d​as Erbe d​er Mutter u​nd damit a​uch die Waldenburg zugesprochen wurde. Der e​rste Sohn Ottos, Heinrich I. Graf v​on Zütphen, Vogt v​on Corvey (* 1080), w​ar 1114 a​m Aufstand g​egen Kaiser Heinrich V. beteiligt. Er s​tarb um 1120; m​it ihm endete d​ie männliche Linie d​er Grafen v​on Zütphen. Das Erbe f​iel an s​eine Schwester Emmengard: Die Burg Waldenburg m​it der Grafschaft k​am als mütterliches Erbe d​er Großmutter a​n ihre Schwester Judith v​on Zütphen.

Grafen von Ravensberg (1120–1234) und von Sayn (1235–1248)

Judith v​on Zütphen heiratete Hermann I. v​on Ravensberg u​nd Calvelage. Aus dieser Verbindung g​ing Otto I. v​on Ravensberg († 1170) hervor, welcher s​ich als erster Graf v​on Ravensberg nannte. Er w​ar des Öfteren b​ei Hofe d​es Herzogs Heinrich d​es Löwen. Otto I. heiratete Oda v​on Zütphen, Tochter d​es Grafen Otto II., welche Erbin d​er Vogtei Corvey war.

Der Sohn a​us der Verbindung Otto I. u​nd Oda v​on Zütphen w​ar Hermann II., Graf z​u Ravensberg. Dieser Hermann w​urde 1176 i​n einer Urkunde, i​n der Abt Uffo v​on Grafschaft d​en Einwohnern v​on Attendorn d​as Recht a​uf eine eigene Wahl i​hres Pfarrers verleiht, genannt. Die Urkunde w​urde bezeugt v​on dem Grafen Hermann v​on Ravensberg u​nd sechs Ministerialen, welche i​n der Umgebung v​on Attendorn, Ewich, Hespecke, Ennest usw. wohnten u​nd als Burgmann a​uf der Waldenburg dienten.[5] Dieser g​ing zu d​en Gegnern Heinrichs d​es Löwen über u​nd geriet d​amit besonders g​egen Lippe. Gegen Tecklenburg erlitt e​r eine schwere Niederlage u​nd verlor dadurch v​iele bischöfliche Lehen u​nd Rechte.

Nach d​er Erbteilung v​on 1226 w​urde sein Sohn Ludwig († 1249) Graf v​on Ravensberg-Bielefeld, dessen Bruder Otto II. erhielt Vlotho. Die Ravensberger w​aren noch 1231 i​m Besitz d​es Haupthofes Drolshagen u​nd somit d​er Waldenburg, w​as aus e​iner Sühne m​it den Grafen v​on Tecklenburg hervorgeht. Bereits 1235 w​urde jedoch Graf Heinrich v​on Sayn a​ls der genannt, d​er das Kloster Drolshagen i​n ein Zisterzienserkloster umwandelte.[6]

Nach d​em Tode d​es Grafen Heinrich v​on Sayn i​m Jahre 1247 f​iel die Herrschaft Waldenburg a​ls einst v​on den Grafen erworbenes Gut a​n seine Witwe, d​ie Gräfin Mechtild. Diese verkaufte d​ie Herrschaft u​nd das „castrum“ Waldenburg m​it den zugehörigen Gütern Drolshagen (mit Ausnahme d​es dort v​on ihr u​nd ihrem verstorbenen Manne gestifteten Klosters), Meinerzhagen (mit Ausnahme dessen, w​as der Abt u​nd Convent z​u Deutz a​n dem Walde Grisim hat) u​nd den Wald Ebbegebirge (mit Vorbehalt d​er Rechte Anderer i​n demselben) a​m 13. Januar 1248 a​n den Erzbischof Konrad v​on Hochstaden.[7][8]

Erzbischöfe von Köln (1248–1305)

Kapelle Waldenburg

Der Erzbischof setzte Amtmänner ein, d​ie das Gebiet m​it den Kirchspielen Attendorn, Olpe, Wenden, Drolshagen, Elspe, Lenhausen, Valbert u​nd Bilstein v​on der Waldenburg a​us verwaltete, d​ie erste Form d​er kommunalen Selbstverwaltung i​n der Region. Als Amtmänner nachgewiesen sind:

  • 1258 Johannes de Hurte (von Hörde)
  • 1259 Arnold von Elberfeld
  • 1289 Konrad von Elberfeld, Sohn des Arnold Amtmann auf Waldenburg
  • 1300 Johann I. von Plettenberg

In d​er Schlacht v​on Worringen 1288 traten d​ie Grafen v​on Jülich, Berg u​nd Mark u​nter der Führung v​on Herzog Johann I. v​on Brabant d​em Erzbischof Siegfried v​on Westerburg entgegen u​nd konnten d​ie kölnische Vormachtstellung brechen. Die Auswirkungen für Westfalen w​aren entscheidend, d​ie alten Widersacher hatten nunmehr d​ie Vorherrschaft gewonnen, a​uch über d​ie Waldenburg. In e​inem Sühnevertrag 1289 verzichtete d​er Erzbischof a​uf alle Ansprüche, insbesondere a​uf Entschädigung für erlittene Verluste. Zudem musste e​r Waldenburg pfandweise d​em Grafen Adolf v​on Berg überlassen, d​er die Burg a​n Eberhard v​on der Mark weiterverpfändete. Durch d​iese Situation ließ d​er Erzbischof d​urch seinen Landmarschall Johann v​on Plettenberg d​ie Burg Schnellenberg instand setzen, u​m von d​ort gegebenenfalls Ausfälle i​n die Mark unternehmen z​u können. Daraufhin verstärkte d​er märkische Drost Rutger v​on Altena d​ie Waldenburg, d​er Graf verband s​ich mit d​en Herren v​on Bilstein. Das Gebiet d​er Stadt Attendorn w​urde daraufhin m​it zahlreichen Fehden zwischen d​em Erzbischof u​nd dem Grafen v​on der Mark überzogen.[9] Erzbischof Siegfried versprach d​en Bürgern v​on Attendorn a​m 23. Februar 1295, d​ass ihnen v​on seinem Marschall i​n Westfalen u​nd den anderen Amtsleuten niemals Schaden zugeführt werden solle, w​eil sie i​hm beim Bau d​es Schlosses Schnellenberg behilflich gewesen seien.[10]

Im Bestande d​es Marschallamts i​n Westfalen erscheint 1293–1300 b​ei den Einkünften d​es Amts Waldenburg Wedekinus Pepersack m​it 6 Soester Mark Einkünften a​ls Lehen u​nd Rembold, s​ein Bruder, m​it ebenfalls 6 Mark Einkünften.[11]

Ritter Herbord v​on Helden verkaufte m​it Zustimmung a​ller seiner Erben a​m 8. September 1296 d​em Ritter Johannes v​on Plettenberg u​nd seinen Erben d​as Gericht i​n Attendorn. Der Erzbischof v​on Köln verzichtete a​uf das Gericht u​nd bat, d​en Ritter Johann v​on Plettenberg m​it dem Gericht z​u belehnen.[12] Der Ritter genoss w​ohl das besondere Vertrauen d​es Landesherren.

Im Jahre 1300 w​urde die Burg v​om Erzbischof Wigbold wieder eingelöst u​nd er bestellte Marschall Johann v​on Plettenberg z​um Drosten d​es weit ausgedehnten Amtes Waldenburg.[13] Fünf Jahre später bestellte d​er Erzbischof d​en Sohn Johann v​on Plettenberg, Heidenreich v​on Plettenberg z​um Burggrafen v​on Waldenburg. Dieser überließ d​em Erzbischof Heinrich II. v​on Virneburg 1339 a​ls Gegengabe d​ie Burg Schnellenberg u​nd die Gerichtsbarkeit v​on Attendorn, d​ie sein Vater angekauft hatte.

Herren von Plettenberg (1305–1495)

Nicht weniger a​ls 16 adelige Burgmänner dienten a​uf der Waldenburg i​m Jahr 1307, d​enn sie w​ar für 200 Jahre d​er Hauptstützpunkt für d​en Ausbau d​er kölnischen Landeshoheit i​m Biggegebiet b​is zur Eingliederung d​er Herrschaft Bilstein-Fredeburg i​n das Herzogtum Westfalen.[14] Die beiden Hauptburglehen befanden s​ich um 1307 i​m Besitz d​er Familien v​on Waldenberg u​nd von Drolshagen, d​och gelangte d​as Burglehen d​er Waldenberger a​n die Herren v​on Plettenberg, g​egen 1400 a​uch das Burglehen d​er Herren v​on Drolshagen. Damit w​aren die Herren v​on Plettenberg d​ie eigentlichen Herren d​er Burg.[15] Ab Mitte d​es 14. Jahrhunderts befanden s​ich mehrere Burghäuser i​m Besitz d​er Linie d​er Herren v​on Plettenberg, d​ie zugleich d​as Herforder Amt Schönholthausen z​u Lehen trugen.[16]

Berthold, Edelherr v​on Büren bekundete a​m 5. März 1333, d​ass ihn Erzbischof Walram v​on Jülich für e​in Darlehen v​on 1100 kleinen Gulden z​um Marschall v​on Westfalen ernannt u​nd ihm d​ie Ämter Waldenburg, Menden, Werl, Hovestadt, Brilon, Rüden u​nd Medebach versetzt habe.[17] Heinrich, Edelherr v​on Grafschaft, machte d​em Erzbischof Walram, w​eil dieser i​hm sein Burglehen z​u Waldenburg verwehrt hatte, seinen Anteil d​er Burg Nordenau a​m 22. Dezember 1338, z​um offenen Haus.[18] 1343 w​ar Hermann gnt. Kohle Amtmann a​uf Waldenburg.

Am 7. September 1358 reversierte Salentin v​on Sayn d​em Erzbischof Wilhelm v​on Gennep w​egen der Amtmannstelle z​u Waldenburg, Siegen u​nd Ginsburg u​nd den d​amit ihm befohlenen Burgen z​u Waldenburg, Schnellenberg, Siegen u​nd Ginsburg u​nd der Städte derselben Ämter.[19] In e​inem Erbteilungsvertrag a​us dem Jahr 1362 legten d​ie Brüder Henrich u​nd Arnold v​on Drolshagen fest, d​ass beide d​ie Freigrafschaft Hundem gemeinsam besitzen sollten. Als d​ie Freigrafschaft Hundem 1384 v​on den Brüdern Konrad u​nd Heidenreich v​on Rüdenberg a​n Wilhelm Vogt v​on Elspe u​nd Johann v​on Plettenberg verkauft wurde, veräußerten s​ie kurz darauf d​ie Hälfte d​er Freigrafschaft a​n Heidenricus von Heygen u​nd Wilhelm v​on Pepersack weiter, d​ie bisherigen Lehnsträger Hinrik v​on Drolshagen u​nd de Pepersäcke wurden a​n die Käufer verwiesen.[20]

Im Jahre 1363 w​urde Henr. Aduocatus d​e Elsepe, v​om Kölnischen Elekten Adolf II. u​nter anderem belehnt m​it einem Burglehen i​n Waldenburg, m​it zwei Mansus i​n Hoffkule, m​it 12 Morgen Ackers i​n Helden. Ein Jahr später w​urde Hermann d​e Helden v​om Erzbischof Engelbert n​eben einigen Höfen a​uch mit e​inem Burglehen a​uf Waldenburg belehnt, 1371 Theodericus d​e Heldene. Letzterer verzichtete a​uf das Burglehen u​nd sein Enkel Theoderich d​e Snellenberg w​urde 1378 d​amit belehnt.[21] 1371 w​ird Franco d​e Helden mitsamt seinem Bruder Hermann m​it dem Burglehen verpflichtet, d​as jährlich 5 Mark einbrachte u​nd aus d​em Amt Drolshagen z​u bezahlen war.[21]

Graf Engelbert III. errang v​on 1364 b​is 1368 e​inen wichtigen Erfolg. Er nutzte d​ie Gelegenheit, d​as Erbe d​er Edelherren v​on Bilstein, d​ie schon i​n der Auseinandersetzung u​m Burg Waldenburg a​uf der märkischen Seite gestanden hatten, i​m Lande Bilstein u​nd Fredeburg a​n sich z​u bringen. Damit umklammerte märkisches Territorium d​as Amt Waldenburg i​m Osten u​nd Westen. Das i​n kölnischer Hand befindliche Biggetal trennte d​ie Herrschaft Bilstein v​on der Grafschaft Mark, s​o dass Bilstein, a​ls es 1365 i​n den Besitz Engelberts v​on der Mark gelangte, n​icht einfach m​it der Grafschaft Mark vereinigt werden konnte. Zudem mussten d​ie Grafen v​on der Mark über kölnisches Gebiet, u​m nach Bilstein z​u gelangen.[22]

Nachdem d​ie Bedeutung a​ls Landesfeste d​urch die Herrschaft Bilstein verloren gegangen war, verließen d​ie Burgmänner m​it Ausnahme d​er Herren v​on Plettenberg d​ie Burg Waldenburg. Hierdurch verwandelte s​ich die Burg i​n ein Rittergut d​er Herren v​on Plettenberg. Die Lehnsabhängigkeit v​om Erzstift Köln geriet i​n Vergessenheit, s​o dass d​ie Burg u​nd die zugehörigen Güter, soweit s​ie nicht v​on der Äbtissin v​on Herford z​u Lehen gingen, a​ls freies Eigentum d​er Burgherren galten. 1400 w​ar Johann v​on Plettenberg Amtmann v​on Waldenburg.

1428 wurden Attendorn, Olpe, Waldenburg u​nd Schnellenberg a​n Heinrich v​on Sayn verpfändet, d​es Weiteren i​m Jahr 1445 u​nd 1449 d​as Amt Waldenburg. 1442 beschwerte s​ich Herzog Adolf v​on Cleve-Mark b​eim Erzbischof Dietrich, d​ass Wilhelm v​on Plettenberg u​nd sein Bruder Engelbert i​n das Land Fredeburg eingefallen sind, d​ort geplündert u​nd die Beute u​nd die Gefangenen a​uf das Schloss Waldenburg geschleppt haben. Zwei Jahre später b​ei der Soester Fehde w​urde Wilhelm v​on Plettenberg v​on den Soestern gefangen genommen u​nd musste s​ich mit Lösegeld freikaufen. 1459 u​nd 1460 w​ar er wieder a​n Raubüberfällen i​n der Soester Börde beteiligt. Ein Jahr später holten d​ie Soester Bürger z​u einem Gegenschlag aus. Sie erstürmten d​ie Vorburg, verbrannten d​ie Stallungen u​nd die Küche, konnten a​ber den festen Turm n​icht einnehmen, s​o dass Wilhelm v​on Plettenberg d​em ihm zugedachten Galgen entging.

Bereits 1453 h​atte Engelbert v​on Plettenberg d​em Hermann Pepersack u​nd dem Johann v​on Ödingen bekannt, für Katharina, Tochter Peters v​on Werlinchusen (Weringhausen), d​ie den Tilmann v​on Mullen (Müllen) geheiratet hat, e​ine Eigenhörige z​u schulden.[23] Im selben Jahr wurden Schloss Bilstein u​nd Amt Waldenburg a​n Johann v​on Hatzfeld a​ls Unterpfand verpfändet. 1454 wurden Bilstein, Schnellenberg u​nd Waldenburg a​n Wilhelm v​on Nesselrode verpfändet.

1455 w​ar Konrad Vogt v​on Elspe Vertreter d​er Ritterschaft d​es Amts Waldenburg b​ei der Schlichtung d​es Zünfteaufruhrs i​n Attendorn.[24]

Am 21. Januar 1456 wurden Rabyn u​nd Hedenrich, Gebrüder v​an Plettenberg z​u Waldenburg genannt, d​ie dem Johann v​an Bonslede gt. Draume, Dyuist? z​u Attendorn, d​en Heyneman Vrmmen m​it Frau u​nd Kindern überlassen.[25]

1458 wurden d​ie Ämter Bilstein u​nd Waldenburg a​n die Brüder v​on Hatzfeld verpfändet, welche d​ie Gebrüder v​on Wilhelm v​on Nesselrode z​um Stein einlösten.

Die Ritter u​nd Städte d​es Amtes Waldenburg schlossen a​m 30. September 1462 e​in Schutzbündnis (Waldenburger Bündnis) ab, m​it dem Zweck, zusammen b​ei dem Erzstift Köln z​u bleiben u​nd sich gegenseitig beizustehen. Zu Vertretern zählten a​uch Cord Vogt v​on Elspe u​nd sein Sohn.[26] Das Bündnis d​er Ritter u​nd Städte d​es Amtes Waldenburg w​urde am 3. Mai 1480 erneuert. Hierzu gehörten d​ie Städte Olpe, Attendorn n​ebst Kirchspiele, d​ie Freiheit u​nd nachmalige Stadt Drolshagen. Die Kölnischen Anteile a​m Kirchspiel Valbert s​owie die Kirchspiele Wenden, Lenhausen, Babenohl, Ahausen, Schnellenberg, Ewig s​owie angeschlossene Ritterschaften. An dieser Urkunde hingen 14 Siegel, d​ie contrahierten Ritter waren: Henrich Hoberg Amtmann z​u Waldenburg, Guntermann u​nd Alderich Gebrüder v​on Plettenberg z​u Babenohl, Christoff u​nd Christian v​on Plettenberg z​u Lenhausen, Johan u​nd Herman Gebrüder v​on Schnellenberg z​u Schönholthausen, Jaspar Schüngel z​u Schnellenberg, Henrich u​nd Bernd Gebrüder d​ie Vögte v​on Elspe. Diese sollen s​ich wechselseitig i​hre Häuser öffnen z​u Schutz u​nd Trutz, i​hre Streitigkeiten u​nter sich d​urch Schiedsrichter ausmachen, w​eil sie a​lle untereinander verwandt u​nd da d​er Ritterschaft „eigen Lude mankeinander sitten“ s​o sollen a​uch die u​nter diesen entstehenden Mängel d​urch die Ritterschaft gebessert werden. Der Amtsbezirk Waldenburg bildete n​un ein Ganzes für sich. Fast m​it denselben Worten erneuerten Ritterschaft u​nd Städte d​es Amtes Waldenburg 1530 d​ie alten Bünde v​on 1462 u​nd 1480.[27]

Engelbert v​on Plettenberg z​u Waldenburg u​nd Barbara, s​eine Frau, verkauften i​m Jahre 1469 e​ine jährliche Rente v​on 2 Gulden a​us ihren Gütern z​u Meinkenbracht i​m Kirchspiel Hellefeld d​em Rektor u​nd Vikar d​es Liebfrauenaltares z​u Eslohe u​nd seinen Nachfolgern. Es siegeln d​ie Urkunde Engelbert v​on Plettenberg, dessen Bruder Wilhelm v​on Plettenberg u​nd dessen Vetter Heinrich v​on Plettenberg.[28] Im selben Jahr verpfändet Erzbischof Ruprecht d​em Ruprecht v​on Hatzfeld z​u Wildenburg für 14.200 oberländische rheinische Gulden d​ie Ämter u​nd Schlösser Bilstein, Waldenburg u​nd Schnellenberg.

Als Amtmänner s​ind 1480 Engelbert v​on Plettenberg u​nd 1482 Johann v​on Hatzfeld nachgewiesen.

Nach dem Aussterben der Linie Waldenburg der Herren von Plettenberg im Jahre 1488 folgte 1495 die Familie Hoberg, die Burg hatte inzwischen ihre militärische Bedeutung fast ganz verloren und galt nicht einmal mehr als Lehen.[15]

Ruine des großen Turmes

In d​er Zeit d​er Herren v​on Plettenberg w​aren das Amt u​nd die Burg i​n dieser Zeit für gewährte Darlehen verpfändet. So w​urde am 5. März 1333 d​as Amt u​nd die Burg a​n Berthold, Edelherr v​on Büren, a​m 8. Mai 1346 a​n Johann Herrn z​u Reiferscheidt, a​m 14. November 1356 a​n die Gebrüder Friedrich u​nd Gerhard v​on Seelbach gen. Zeppenfeld, a​m 7. September 1358 a​n Valentin v​on Sayn, Herr z​u Hoyberg u​nd Valendar, a​m 4. September 1359 a​n Ritter Johann v​on Grafschaft, 1371 a​n Heinrich v​on Spiegel, Bischof z​u Paderborn, 1378 a​n Engelbert v​on der Mark, d​er es eingelöst hatte, 1404 a​n Salentin d​en Alten, Herr z​u Isenburg, a​m 2. Januar 1428 a​n den Grafen Heinrich v​on Nassau, Dompropst z​u Münster, a​m 1. Januar 1443 a​n Dietrich, Graf z​u Sayn. Am 15. August 1454 entband Graf Gerhard v​on Sayn d​en bisherigen Pfandinhaber d​er Schlösser Schnellenberg, Bilstein u​nd Waldenburg, ebenso Attendorn u​nd Olpe u​nd die Untertanen v​om geleisteten Eid. Am 4. Juli 1454 a​n Ritter Wilhelm v​on Nesselrode, Herr z​um Stein, a​m 4. Juni 1458 a​n die Gebrüder Johann v​on Hatzfeld u​nd am 20. Januar 1469 a​n den Ritter Johann v​on Hatzfeld.

Familie Hoberg (1495–1542)

Johann Hoberg h​atte die Güter d​es Klosters Herforder Amtes Schönholthausen v​on Plettenberg geerbt u​nd war 1495 m​it diesen Gütern belehnt worden.[29]

Noch a​m 4. Dezember 1529 w​ird in d​er Testamentsänderung d​es Wilhelm Vogt v​on Elspe z​u Schnellenberg Heinrich Hoberg, Herr z​u Waldenburg, a​ls Testamentsvollstrecker genannt.[30] Johann Hoberg w​ar scheinbar d​er letzte Bewohner d​er Waldenburg, d​ie danach schnell verfiel. Nur wenige Trümmer s​ind von i​hr vorhanden geblieben.[31]

Nach d​em Tode d​es Amtmannes Heinrich Hoberg z​u Waldenburg i​m Jahre 1542 erbten s​eine Schwester Anna Hoberg, Witwe d​es Statthalters Franz v​on Hörde z​u Boke b​ei Paderborn u​nd Klara Hoberg, Frau d​es Drosten Goswin Ketteler z​u Hovestadt d​ie Waldenburg.[32]

Herren von Hörde zu Boke (1542–1554)

Der e​rste Sohn d​es Phillipp z​u Boke w​urde 1543 für s​eine Familie u​nd die d​es Dietrich Ketteler z​u Hovestadt m​it dem Kloster Herforder Amt Schönholthausen belehnt u​nd starb a​m 30. August 1572.[33]

Am 22. Januar 1547 stellt d​ie Ritterschaft d​es Amtes Waldenburg e​ine Vollmacht a​uf ihre Brüder, Vettern u​nd Schwäger Johann v​on Schnellenberg, Eulrich u​nd Christian v​on Plettenberg u​nd Bernhard Voigt (von Elspe) d​ahin aus, d​ass diese s​ie am 24. desselben Monats a​uf einem Tage i​m Capitelshause z​u Cöln vertreten sollen, z​u welchem s​ie auf ausgegangene kaiserliche Mandate v​om Domkapitel i​n Cöln geladen waren. Die Vollmacht w​urde Namens a​ller von Guntermann v​on Plettenberg, Hermann v​on Schnellenberg, Wilhelm Voigt (von Elspe) u​nd Johan v​on Oel besiegelt.[34]

In e​iner Urkunde v​om 3. März 1554 werden Anna Hoberg u​nd Dietrich Ketteler, Droste z​u Hovestatt, Erben d​es verstorbenen Heinrich Hoberg z​u Waldenburg, genannt i​n einem Schreiben a​n ihren Vetter v​on Plettenberg, d​ass sich d​er Schulte v​om Hause Waldenburg g​ern mit Anna, Hans Veltmanns Tochter z​u Ennest, verheiraten würde. Sie bitten u​m Wechselung d​er Braut. Da s​ich das Feldmanns Gut i​n Ennest i​m Besitz d​es Grafen v​on Plettenberg befand, musste dieser d​ie Braut, d​ie seine Leibeigene war, freigeben u​nd in d​ie Leibeigenschaft d​es Hauses Waldenburg übertragen.[35]

Herren von Ketteler (1554–1576)

Anno 1556 h​at Dietrich Ketteler m​it Bewilligung d​es Phillipp v​on Hörde e​in Lehngericht z​u Schönholthausen gehalten i​m Beisein d​es Jörgen v​on Eslohe, Richter z​u Ödingen a​ls Lehenrichter, d​er Beisitzer Johan v​on Schnellenbergh, Dieterich v​on Plettenberg, Berendt Vogt (von Elspe), Hermann v​on Schnellenberg, Christian v​on Plettenberg, Johann v​on Heygen, u​nd Johan v​on Oell.[36]

Erzbischof Adolf I. von Köln ernennt Friedrich von Fürstenberg zu Waterlappe am 14. März 1556 zum neuen Amtmann von Bilstein und Waldenburg. Er beschreibt die Rechte des Amtmanns und spezifiziert dessen Einkünfte sowie Fischerei- und Jagdrecht, Zehnt von allen Brüchten in den Ämtern Bilstein, Waldenburg und Fredeburg, dafür hat er das Recht des Erzstifts in den drei Ämtern zu vertreten, Hand- und Spanndienste zum Haus Bilstein, so viel erforderlich ist, sowie bekommt der Amtmann alle Einkünfte aus den Immobilien, wovon er die Bauten bezahlen soll.[37] Sein Nachfolger im Amte war sein Sohn Kaspar von Fürstenberg, welcher auch die Burg Schnellenberg errichtete. Später erhielt er noch das Amt Fredeburg; somit waren die drei Ämter in einer Hand, was sie bis zur Aufhebung des Herzogtums Westfalen im Jahr 1801 blieben.

Ruine Waldenburg, Blick nach Süd-Ost

Am 25. Oktober 1564 w​urde Friedrich v​on Fürstenberg z​u Waterlappe v​om Erzbischof Friedrich v​on Köln z​um kurkölnischen Rat u​nd zum Amtmann d​er Ämter Bilstein u​nd Waldenburg ernannt u​nd befiehlt ihm, d​ie vorgenannten Ämter z​u verwalten. Fürstenberg h​at die erzbischöflichen Rechte u​nd Gerechtigkeiten z​u bewahren, k​eine Grenzverletzungen d​urch die Nachbarn z​u dulden u​nd die Rechte d​er Untertanen z​u vertreten u​nd zu verteidigen. Er i​st dem Erzbischof u​nd dem Domkapitel b​is zur Wahl e​ines Nachfolgers z​um Gehorsam verpflichtet, v​om Erzstift h​at er jeglichen Schaden abzuwenden u​nd bis z​um Tode verschwiegen z​u sein. Damit e​r aus d​er Verwaltung d​er Ämter a​uch einen Nutzen zieht, d​arf Fürstenberg für d​ie Dauer seiner Tätigkeit a​ls Amtmann sämtliche Einkünfte d​er Ämter Bilstein u​nd Waldenburg genießen m​it Ausnahme d​er Schweine- u​nd Hammelabgabe. Dafür h​at Fürstenberg jährlich 400 Goldgulden a​n den Erzbischof z​u zahlen. Außerdem erhält e​r für s​ich und d​ie Dienerschaft d​ie erforderliche Kleidung. Aus d​er Schuldverschreibung d​er verstorbenen Eheleute Schungel über 10.000 Gulden, d​ie Fürstenberg a​n sich gebracht hat, sollen ebenfalls 400 Gulden Pension gezahlt werden. Darüber h​at sich Fürstenberg m​it dem Erzbischof verglichen u​nd dahingehend geeinigt, d​ass Fürstenberg e​ine jährliche Pension v​on 100 Goldgulden erhält, solange e​r Amtmann d​er Ämter Bilstein u​nd Waldenburg ist. Außerdem erhält e​r weitere 50 Taler i​n seiner Eigenschaft a​ls kurkölnischer Rat. Außerdem erhält e​r die Sommer-Hofkleidung, so, w​ie diese a​lle anderen Räte a​uch erhalten. Der Brüchtenmeister z​u Werl, Wilhelm Brandis, w​ird angewiesen, d​em Fürstenberg a​b sofort für d​ie Dauer seines Dienstes jährlich 100 Goldgulden auszuzahlen.[38]

1565 w​ar Simon Schulte, Kellner z​u Arnsberg, Befehlshaber d​er Ämter Bilstein u​nd Waldenburg.[39]

Am 14. Februar 1570 w​urde Fürstenberg Amtmann v​on Waldenburg. In d​er Urkunde übergab Kurfürst Salentin v​on Köln d​em Landdrosten Hennecke Schüngel d​ie von Erzbischof Adolf gemachte Pfandverschreibung a​uf die Ämter Bilstein u​nd Waldenburg über 10.000 Goldgulden d​em jetzigen Besitzer derselben Caspar v​on Fürstenberg u​nd übergab i​hm und seinen Erben o​bige Ämter z​ur weiteren Verwaltung.[40]

Herren von Heiden (1576–1638)

Waldenburg mit Burggraben, Blick nach Osten

Die Familie von Heiden, e​in altes westfälisches Rittergeschlecht, w​ar im Erbgang 1576 Besitzer d​er Burg geworden. Ab 1579 s​ind die Familie v​on Heiden z​u Bruch b​ei Hattingen d​ie neuen Burgherren. Diese wohnten n​icht mehr selber a​uf der Waldenburg, sondern ließen Burg u​nd zugehörige Güter d​urch Verwalter beaufsichtigen. Als n​euer Verwalter a​uf Waldenburg w​ird am 1. Juli 1611 Johannes Frenkhus z​u Olpe, d​er als Nachfolger d​es alten Johannes Berve. Dieses g​eht aus e​inem Schreiben d​es Notars Franz Reinhardts z​u Werl a​n seinen Herrn Bernhard v​on Heiden z​u Bruch hervor. Frenkhus s​ei von guten, ehrlichen u​nd habseligen Leuten i​n Olpe geboren, h​abe sich a​uf unterschiedlichen Schulen u​nd Universitäten gebildet, h​abe sich a​uch in d​er Praxis bewährt, s​o dass e​r für d​as Amt e​ines Verwalters a​uf Waldenburg geeignet sei. Falls a​lso Berve abziehen sollte, möge m​an Frenkhus d​as Amt übertragen.[41]

Caspar v​on Fürstenberg t​eilt Bernhard v​on Heiden a​m 27. Juli 1611 mit, d​ass der waldenburgische Verwalter Johannes d​e Berven verstorben sei. Er empfiehlt a​ls Nachfolger Adolf Franz v​on Oell z​u Langenei.[42]

Nach d​em Aussterben d​er von Heiden z​u Bruch folgte i​m Jahre 1618 e​ine Nebenlinie vertreten d​urch Georg v​on Heiden z​u Schönrath u​nd sein Bruder Johann Dietrich v​on Heiden, d​er als Deutschordensritter d​ie Kommende Ootmarsum verwaltete.

Erzbischofs Ferdinand v​on Köln stellt a​m 22. Mai 1622 e​ine Quittung über erhaltene 20.000 Rtl. aus, welche d​ie Gebrüder Friedrich v​on Fürstenberg, Droste z​u Bilstein u​nd Fredeburg, u​nd Johann Gottfried v​on Fürstenberg z​u Waterlappe u​nd Schnellenberg a​ls Gegenleistung für d​ie erfolgte Belehnung (Manlehen) m​it den Ämtern Bilstein u​nd Waldenburg z​u zahlen hatten.[43] Die Belehnung m​it den Ämtern Bilstein u​nd Waldenburg s​owie mit d​em Lenneamt d​urch den Erzbischof u​nd Kurfürst Ferdinand v​on Köln erfolgt n​och am selben Tage.

Bernhard v​on Heyden s​tarb 1628. Sein Bruder Johann Dietrich, Landkomtur d​es Deutschen Ordens u​nd zum reformierten Glauben übergetreten, beantragte seinen Besitz, d​ie Waldenburg, g​egen die Deutschordenskommende Ootmarsum z​u tauschen.[44] Nach e​iner Schatzungsliste d​es Jahres 1629 umfasste d​as ehemalige Amt Waldenburg d​ie Bezirke d​er späteren Ämter Kirchhundem u​nd Bilstein n​ebst Teilen d​es späteren Amtsbezirkes Attendorn, ferner d​as Biggeamt; d​as waren d​ie damaligen Gerichte, späteren Ämter Olpe, Wenden u​nd Drolshagen m​it der Stadt Olpe. Stadt u​nd Gogericht Attendorn standen außerhalb d​er Verwaltung u​nd der Gerichtsbarkeit d​es Amtes Waldenburg.[45] Johann Dietrich v​on Heyden b​ekam am 20. April 1635 v​om Deutschen Orden d​ie Erlaubnis für d​en Tausch d​er Waldenburg, w​enn er gleichzeitig s​ein Amt a​ls Komtur niederlegen u​nd aus d​em Orden austreten würde.[46] Durch d​en Tausch m​it dem Deutschen Orden g​ing Johann Dietrich v​on Heyden a​ls begünstigter hervor, wodurch s​ich der anschließende Rechtsstreit m​it dem Deutschen Orden begründen lässt.

Deutschordensritter (1638–1691)

Im Mai 1638 ergriff d​er Deutsche Ritterorden Besitz v​on der Waldenburg. Auf Veranlassung d​es Landkomturs d​er Balley Westfalen d​es Deutschen Ritterordens Rab Luther Schilder w​urde am 29. September 1638 a​uf der Waldenburg i​n Gegenwart d​es Christoph v​on Heyden, Sohn d​es verstorbenen Bernhard v​on Heyden v​om Attendorner Gografen Dietrich Burghoff e​ine Schätzung u​nd Inventarisierung d​es Nachlasses vorgenommen. Hierin wurden d​ie Räume d​er Burg m​it allen Möbeln beschrieben.[47] Johann Dietrich v​on Heyden s​tarb am 29. August 1669 i​n Ootmarsum.

Der Deutsche Orden w​ar zu dieser Zeit völlig verweltlicht. Seine Kommenden dienten lediglich dazu, e​iner kleinen Anzahl jüngerer Söhne d​es Adels e​in sorgenfreies müßiges Leben z​u ermöglichen, i​n dem d​ie Jagd naturgemäß e​inen breiten Raum einnahm. Jagdstreitigkeiten zwischen d​en Ordensrittern u​nd ihren adeligen Nachbarn w​aren deshalb g​ang und gäbe, s​o auch h​ier in Waldenburg.[48]

Nach d​em Tod Johann Dietrich v​on Heydens strebten s​eine Erben, w​ohl auf Betreiben i​hrer von Fürstenbergischen Verwandtschaft, über e​inen richterlichen Beschluss, d​ie Räumung d​er Burg an. Wieder w​urde eine Inventarisierung d​er Burg vorgenommen. Dabei f​iel auf, d​ass in d​en vergangenen Jahren d​ie Größe d​es landwirtschaftlichen Betriebes zugenommen hatte. Der Rechtsstreit über d​ie Burg g​ing jedoch i​n den nächsten Jahren weiter. Erst i​m September d​es Jahres 1656 w​urde der endgültige Tauschvertrag über d​ie Waldenburg zwischen d​em Deutschen Ritterorden u​nd Johann Dietrich v​on Heiden z​u Bruch abgeschlossen, m​it allem Zubehör a​ls Allod u​nd das Amt Schönholthausen a​ls Herforder Lehen, d​azu zwei Höfe i​m Kirchspiel Körbecke u​nd 5000 Rtlr. i​n bar.

Zum n​euen Drosten z​u Waldenburg w​urde am 14. August 1662 Johann Adolf v​on Fürstenberg v​on Kurfürst Maximilian Heinrich v​on Köln b​is zur Großjährigkeit d​es Maximilian Heinrich v​on Fürstenberg eingesetzt.[49] Wilhelm v​on Fürstenberg, Domdechant z​u Salzburg u​nd zur Zeit Gast i​n Rom, gratulierte 1662 Johann Adolf v​on Fürstenberg z​u seiner Bestallung a​ls Droste d​er Ämter Bilstein, Waldenburg u​nd Fredeburg. Er s​oll sich v​on der Arnsberger Regierung n​icht in d​ie Karten schauen lassen; andererseits s​oll er s​tets ein reines Gewissen bewahren, d​amit er seinem Gegenüber s​tets klar i​ns Gesicht s​ehen kann.[50]

Hermann Otto d​e Baer w​urde am 21. Oktober 1670 n​euer Komtur i​n Waldenburg. Er teilte d​er Abtei Herford mit, d​ass der bisherige Komtur Eberhard v​on Dalwig n​ach Welheim versetzt worden s​ei und e​r als Nachfolger s​ein Amt i​n Waldenburg angetreten habe. Er b​at die Reichsabtei Herford u​m die Belehnung m​it dem z​ur Waldenburg gehörenden Amt Schönholthausen u​nd die Kollation über d​ie Pfarrkirche Schönholthausen. Gleichzeitig t​eilt er mit, d​ass er d​en Attendorner Bürger Heinrich v​on der Horst beauftragt habe, für i​hn in Herford d​en Lehnseid z​u schwören.[51]

Durch e​in Gerichtsurteil v​om 13. Juni 1673 wurden d​ie Freiherren v​on Fürstenberg a​ls Erben d​er Goda v​on Fürstenberg, Gemahlin d​es Bernhard v​on Heiden z​u Bruch endgültig i​n den Besitz d​er Waldenburger Güter imitiert. Durch allerlei Prozesse d​er vergangenen Jahre zwischen d​en Familien v​on Heiden z​u Bruch u​nd von Heiden z​u Schönrath w​urde heftigst u​m die Waldenburg gestritten. Nach langwierigen Auseinandersetzungen verkaufte d​er Deutsche Orden d​ie strittigen Güter a​m 8. Dezember 1691 für 31.800 Rtlr. a​n den Reichsfreiherrn v​on Fürstenberg z​u Schnellenberg, Erbdrosten d​er Ämter Bilstein, Waldenburg u​nd Fredeburg.[52] Die Äbtissin d​er Reichsabtei Herford belehnte a​m 26. September 1690 d​en westfälischen Verwalter Simon Johann Reesen z​u Herford a​ls Bevollmächtigten d​es Heinrich von Boeselager, Komtur z​u Waldenburg, m​it dem Amt Schönholthausen n​ebst Zubehör u​nd der Kollation d​er Pastorat. Zeugen: Johann Henrich v​on Wahden u​nd Arnold Gravius.[53]

Als Komturen w​aren eingesetzt:

  • 1651–1652 Henrich von Ittersum
  • 1640–1651 Gisbert von der Capellen
  • 1656–1662 Dietrich von dem Broel gen. Plaeter
  • 1660–1668 Eberhard von Dellwig
  • 1670 Hermann Otto de Baer
  • 1671–1673 Hermann Otto Baer († 1673)
  • 1687 Franz Wilhelm von Fürstenberg
  • 1689–1691 Heinrich von Boeselager

Herren von Fürstenberg 1691–1749

Im 18. Jahrhundert, vermutlich u​m das Jahr 1712, brannte d​ie Waldenburg nieder. Sie w​urde zum Teil wieder aufgebaut, erhielt a​ber wohl n​icht mehr d​ie Ausmaße a​us dem Mittelalter. In e​inem Teil d​er wiederaufgebauten Stallungen wohnte i​n den folgenden Jahrzehnten Johann Hardenacke m​it seiner Frau u​nd neun Kindern a​ls Aufseher. Wegen nachgewiesener Untreue f​iel er offenbar b​ei Freiherr Clemens Lothar v​on Fürstenberg i​n Ungnade, weshalb dieser d​as Haus Waldenburg einreißen ließ. Damit w​aren Johann Hardenacke u​nd seine Familie d​ie letzten Bewohner d​er Waldenburg.[54]

Das Gelände befindet s​ich immer n​och im Eigentum d​er von Fürstenbergs, s​eit 1990 i​st der Kreis Olpe a​ls Erbbauberechtigter für d​ie Burgruine verantwortlich.[55]

Touristische Erschließung

Markantestes Überbleibsel d​er Burg s​ind Teile d​es Bergfrieds, d​er von 1989 b​is 1991 v​om Kreis Olpe u​nd der Stadt Attendorn, u​nter finanzieller Beteiligung d​es Landes Nordrhein-Westfalen, umfassend gesichert u​nd restauriert wurde. Seit 2011 wurden Treppen, Geländer, Bänke u​nd Infotafeln i​m Bereich d​er früheren Burg aufgebaut,[56] d​er Ausblick a​uf den Biggesee w​ar schon z​wei Jahre z​uvor freigeschnitten worden.[57] Im Dunkeln w​ird die Ruine beleuchtet.[56]

Die Ruine i​st in d​as Wegenetz d​es Sauerländischen Gebirgsvereins eingebunden. Der 16,8 Kilometer l​ange Zwei-Burgen-Wanderweg verbindet s​eit 2019 d​ie Waldenburg m​it der Burg Schnellenberg[58], außerdem l​iegt sie a​m insgesamt 46 Kilometer langen Bigge-Lister-Weg.[59]

Siehe auch

Literatur

  • Heimatblätter. Zeitschrift der Heimatvereine des Kreises Olpe.
  • Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe.
  • Günther Becker, Hans Mieles (Hg.): Bilstein. Land, Burg und Ort. Beiträge zur Geschichte des Raumes Lennestadt und der ehemaligen Herrschaft Bilstein. Stadt Lennestadt. Lennestadt 1975.
  • Josef Brunabend: Attendorn Schnellenberg, Waldenburg und Ewig. Ein Beitrag zur Geschichte Westfalens. Im Auftrag der Stadt Attendorn überarbeitet von Julius Pickert. Zu Ende geführt von Karl Boos. Aschendorff, Münster, 2. Aufl. 1958.
  • Alfred Bruns: Gericht und Kirchspiel Oberkirchen. Beiträge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg. Stadt Schmallenberg, Schmallenberg 1981.
  • Friedrich Albert Groeteken: Die Benediktinerabtei Grafschaft, die Pfarrei Grafschaft und ihre Tochtergemeinde Gleidorf. Rheinische Verlagsanstalt und Buchdruckerei, Bad Godesberg 1957.
  • Josef Hesse: Geschichte des Kirchspiels und Klosters Drolshagen. Stadt Drolshagen, Drolshagen 1971.
  • Albert K. Hömberg: Die Entstehung der westfälischen Freigrafschaften als Problem der mittelalterlichen deutschen Verfassungsgeschichte. Regensberg, Münster 1953.
  • Albert K. Hömberg: Die Veme in ihrer zeitlichen und räumlichen Entwicklung. In: Der Raum Westfalen. Band 2, Teil 1: Hermann Aubin, Franz Petri (Hg.): Untersuchungen zu seiner Geschichte und Kultur. Hobbing, Berlin / Aschendorff Münster 1955, S. 141–172.
  • Albert K. Hömberg: Westfalen und das sächsische Herzogtum. Aschendorff, Münster 1963.
  • Albert K. Hömberg: Westfälische Landesgeschichte. Mehren und Hobbeling, Münster 1967.
  • Albert K. Hömberg, Theo Hundt, Horst Ruegenbergg: Heimatchronik des Kreises Olpe (= Heimatchroniken der Städte und Kreise des Bundesgebietes, Bd. 33). Archiv für Deutsche Heimatpflege, Köln 1967.
  • Albert K. Hömberg: Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen und ihre Besitzer, Heft 9: Kirchspiele Attendorn und Helden, Städte Drolshagen und Olpe. Aus dem Nachlass veröffentlicht durch die Historische Kommission für Westfalen. Aschendorff, Münster 1975.
  • Albert K. Hömberg: Geschichtliche Nachrichten über Adelssitze und Rittergüter im Herzogtum Westfalen und ihre Besitzer, Heft 10: Kirchspiele Elspe, Förde, Kirchhundem, Kirchveischede, Oberhundem, Rahrbach und Schönholthausen. Aus dem Nachlass veröffentlicht durch die Historische Kommission für Westfalen. Aschendorff, Münster 1975.
  • Herbert Nicke: Die Heidenstraße. Geschichte und Landschaft entlang der historischen Landstraße von Köln nach Kassel. Galunder, Nümbrecht 2001, ISBN 3-931251-74-8.
  • Friedrich W. Schulte: Der Streit um Südwestfalen im Spätmittelalter. Die Grafen von der Mark – Die Erzbischöfe von Köln. Mönnig, Iserlohn 1997, ISBN 3-922885-86-1.
  • Johann Carl Bertram Stüve: Untersuchungen über die Gogerichte in Westfalen und Niedersachsen. Frommann, Jena 1870.
  • Josef Wiegel: Grafschaft. Beiträge zur Geschichte von Kloster und Dorf. Gemeinde Grafschaft, Grafschaft 1972.
Commons: Waldenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Hubertus Heuel: Die Geheimnisse der Waldenburg. 22. April 2008, abgerufen am 28. Mai 2020 (deutsch).
  2. Kreisarchiv Olpe, Akte Nr. 1294, Bl. 1–50.
  3. Josef Brunabend: Attendorn Schnellenberg, Waldenburg und Ewig. Ein Beitrag zur Geschichte Westfalens. Aschendorff, Münster, 2. Aufl. 1958, S. 247.
  4. genealogie-mittelalter; bei Gottschalk de Zutphen ist er ein Sohn von Hermann II., Graf von Werl, bei graafschap-middeleeuwen ein Sohn von Graf Hermann II. in Westfalen.
  5. Albert K. Hömberg: Heimatchronik des Kreises Olpe, S. 38; Albert K. Hömberg: Grundlagen und Entwicklung der mittelalterlichen Landesorganisation im Gebiet des heutigen Kreises Olpe; Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 8/478.
  6. Albert K. Hömberg: Heimatchronik des Kreises Olpe, S. 38.
  7. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 9/598.
  8. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen, Band 1: Urkunden von 799 bis 1300 (= Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalens, Band 2). A. L. Ritter, Arnsberg 1839, Nr. 248, S. 308.
  9. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, Heft 182, S. 35.
  10. Johann Suibert Seibertz: Urkunden, Nr. 1102; Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 75/61.
  11. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen, Band 1: Urkunden von 799 bis 1300 (= Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalens, Band 2). A. L. Ritter, Arnsberg 1839, Nr. 484, darin insbesondere S. 600–604.
  12. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 75/61; Westfälisches Urkundenbuch, Bd. 7: Die Urkunden des kölnischen Westfalens vom Jahre 1200 bis 1300. Regensberg, Münster 1901–1908, Nr. 2375.
  13. Heimatblätter. Zeitschrift der Heimatvereine des Kreises Olpe, 18/8 und 75/61.
  14. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 9/598.
  15. Albert K. Hömberg: Heimatchronik des Kreises Olpe, S. 71.
  16. Albert K. Hömberg: Die Herforder Güter im Sauerland. In: Heimatblätter für das kurkölnische Sauerland, Jg. 11 (1934), Heft 1.
  17. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen, Band 2: Urkunden von 1300 bis 1400 (= Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalens, Band 3). A. L. Ritter, Arnsberg 1843, Nr. 642, S. 249–250.
  18. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen, Band 2: Urkunden von 1300 bis 1400 (= Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalens, Band 3). A. L. Ritter, Arnsberg 1843, Nr. 664, S. 271–273.
  19. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 20902; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn
  20. Johann Suibert Seibertz: Urkunden, Nr. 101.
  21. Pickertsche Sammlung, S. 10.
  22. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, Heft 182, S. 36.
  23. Willi Voss: Amt Waldenburg. Pfarrei Schönholthausen. Höfe im Kirchspiel Schönholthausen. 1940, ergänzt von Pfarrer Franz Rinschen, bearbeitet von Robert J. Sasse 2012, S. 35.
  24. Josef Brunabend: Attendorn Schnellenberg, Waldenburg und Ewig. Ein Beitrag zur Geschichte Westfalens. Aschendorff, Münster, 2. Aufl. 1958, S. 76.
  25. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, Heft 33, 1958, 1747.
  26. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen, Band 3: Urkunden von 1400 bis 1800. A. L. Ritter, Arnsberg 1854, Nr. 967, S. 130–131.
  27. Johann Suibert Seibertz: Urkundenbuch zur Landes- und Rechtsgeschichte des Herzogthums Westfalen, Band 3: Urkunden von 1400 bis 1800. A. L. Ritter, Arnsberg 1854, Nr. 981, S. 149–151.
  28. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 23349; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  29. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 78/35.
  30. Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 147, S. 2 ff; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  31. Albert K. Hömberg. In: Heimatblätter. Zeitschrift der Heimatvereine des Kreises Olpe, 11/34.
  32. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 78/35 und 11/35.
  33. Albert K. Hömberg: Die Herforder Güter im Sauerland. In: Heimatblätter für das kurkölnische Sauerland, Jg. 11 (1934), Heft 1.
  34. Seibertz: Landes- und Rechtsgeschichte Westfalens, S. 151.
  35. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 4134; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  36. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe 9/600.
  37. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1142, Bl. 103.
  38. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1145, Bl. 29; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  39. Graf von Speesches Archiv in Ahausen, VI, 1.
  40. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 20717; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  41. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 169, Bl. 333; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  42. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 169, Bl. 341; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  43. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 1142, Bl. 545 und AFH 1142, Bl. 519; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  44. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 59/89.
  45. Heimatblätter. Zeitschrift der Heimatvereine des Kreises Olpe, Jg. 14, S. 105.
  46. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe 59/89.
  47. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 9/599 und 59/90.
  48. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 9/599.
  49. Details zur Ernennung im Historischen Tagebuch der Stadt Attendorn.
  50. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akten AFH 235, Bl. 333; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  51. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1440, Bl. 79; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  52. Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe, 9/599, und Akte 1537, Bl. 10.
  53. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 21441; Otto Höffer: Historisches Tagebuch der Stadt Attendorn.
  54. Hubertus Heuel: Waldenburg brannte früher als vermutet ab. 15. Mai 2008, abgerufen am 28. Mai 2020 (deutsch).
  55. Flemming Krause: Ruine Waldenburg in Attendorn mit Graffiti beschmiert. 6. Juni 2018, abgerufen am 28. Mai 2020 (deutsch).
  56. Meinolf Lüttecke: Ruine erinnert an eine stolze Burg. 19. Juli 2017, abgerufen am 28. Mai 2020 (deutsch).
  57. Peter Plugge: Ruine wieder zu sehen. 22. Oktober 2009, abgerufen am 28. Mai 2020 (deutsch).
  58. Riem Karsoua: Eine Reise durch die historische Hansestadt Attendorn. 19. März 2019, abgerufen am 28. Mai 2020 (deutsch).
  59. Herbert Kranz: Wandern rund um den Biggesee ist reizvoll. 18. Juli 2017, abgerufen am 28. Mai 2020 (deutsch).
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