VII Dwór

VII Dwór (gesprochen Siódmy Dwór, deutsch Pelonker 7. Hof) i​st ein Stadtbezirk v​on Gdańsk (Danzig) i​n Polen, dieser umfasst e​ine Fläche v​on 3 km² u​nd zählt 3820 Einwohner m​it einer Bevölkerungsdichte v​on 1268 Einwohnern/km².[1] Das Gebiet k​am 1902 administrativ z​ur Stadt Danzig.

Gdańsk VII Dwór
Bezirk von Danzig
Gdańsk VII Dwór (Polen)
Gdańsk VII Dwór
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Pommern
Stadtteil von: Danzig
Fläche: 3,012 km²
Geographische Lage: 54° 23′ N, 18° 35′ O
Einwohner: 3820 (2011)



Lage des Stadtbezirks VII Dwór in Danzig
V Dwór, Herrenhaus des 5. Hofs

Geschichte

VII. Pelonker Hof

Der siebente Pelonker Hof w​ar eines v​on mehreren Gütern i​n Pelonken, d​ie das Kloster Oliva s​eit dem 17. Jahrhundert a​n vermögende Danziger Bürger abgab. Der e​rste Besitzer w​ar Heinrich Eppstein 1632. Im 18. Jahrhundert w​urde er a​uch Clemenshof (nach d​em Besitzer Isaak Clement) genannt.

Das Gebiet k​am später z​u Hochstrieß u​nd wurde m​it diesem 1902 n​ach Danzig eingemeindet. 1905 s​ind 26 Bewohner verzeichnet. Seit 1914 f​uhr eine Straßenbahn a​n der Pelonker Straße entlang v​on Langfuhr n​ach Danzig. 1920 g​ing das Gebiet d​es VI. u​nd VII. Hofs: a​n die Gemeinde Oliva über.

Ab 1941 befand s​ich in d​er Nähe d​as Stalag XX B/Z Danzig-Oliva für belgische u​nd französische, später für sowjetische Kriegsgefangene.

Stadtteil von Danzig

1945 w​urde das Herrenhaus d​es 7. Hofs v​on Soldaten d​er Roten Armee niedergebrannt. Der 6. Hof b​lieb erhalten.

Von 1959 b​is 1967 entstand a​uf dem Gebiet d​es sechsten u​nd siebenten Pelonker Hofs d​er neue Stadtteil Osiedla Młodych m​it 26 Neubaublocks für e​twa 3.600 Einwohner. Dieser w​urde später i​n VII dwór umbenannt.

Besitzer des VII. Hofs

  • Heinrich Eppstein, 1632, Kaufmann aus Danzig[2][3]
  • Johann Remersohn, 1653
  • Johann Tewesen, 1655
  • Johann Thomason, 1656, Kaufmann
  • Johann von Want(a), 1690, Kaufmann, mit Sohn Karl, dann
  • Katharina von Want(a), Tochter von Karl, mit Ehemann Vinzenz Wnimiers
  • Isaac Clement, 1700, durch Heirat
  • David Schüller (Schiller), 1716, sächsisch-polnischer Resident in Danzig, für 4000 Florenen
  • Peter von Wast, 1742, sächsisch-polnischer Resident in Danzig, von seiner Frau Elisabeth Walter, einer Enkelin von David Schüller
  • Anna Elisabeth Rosine Torche de la Serre, Enkelin von Peter von Wast, Ehefrau von Georg Wilhelm von der Goltz, Starost von Tolkmitten, dann an
  • Johann Gabriel Schmidt , 1760, Stadtrat in Danzig und Ehefrau Eleonore Concordia Zernecke (Tochter von Bürgermeister Heinrich Zernecke) für 20.000 Taler
  • Nachkommen Schmidt, dann an
  • Daniel Sommerfeld, 1804
  • Lucia Sommerfeld, 1828, Tochter, mit Ehemann Dackowski
  • Michael Kumm, 1835, auch Besitzer vom VI. Hof, legte beide Grundstücke zusammen
  • Gemeinde Oliva, seit 1920

Geographie

Der Bezirk l​iegt am Rande d​es Lasy Oliwskie (Olivaer Wald) u​nd wird v​on niedrigen Wohnblöcken u​nd Einfamilienhäusern geprägt.

Gebäude und Sehenswürdigkeiten

  • V Dwór (Anielski Dwór, 5. Hof, englischer Hof) Bauwerk des 18. und 19. Jahrhundert, Parkanlage – die noch aufwändigeren Höfe 1–4 befinden sich auf dem Gebiet des Bezirks Oliwa
  • Kirche św. Stanisława Kostki, Bau der 1980er Jahre
  • Danziger Moschee, 1984–1990 erbaut, die einzige Moschee Polens, die über ein Minarett verfügt
  • 7 Szpital Marynarki Wojennej (7. Hospital der Marine). Ein Klinkerbau wurde 1931 als Waldsanatorium von Fritz Höger entworfen. Die weiteren Bauten stammen aus der Zeit des sozialistischen Realismus der Nachkriegszeit.[4]
  • Dolina Samborowo (Henriettental), Teil des Landschaftsparks der Dreistadt.
VII Dwór, Wohngebiet
Commons: VII Dwór – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Podział administracyjny Gdańska – Gdańsk – oficjalna strona miasta – Offizielle Website der Stadt Danzig. Stand 12. Januar 2011. Abgerufen am 17. Januar 2012
  2. VII Dwór Gedanopedia, mit Besitzern des VII. Hofs (polnisch)
  3. VII Dwór Dawba Oliwa, mit Abbildungen (polnisch)
  4. trojmiasto.gazeta.pl: Przystanek pierwszy. Szpital Marynarki Wojennej, czyli socrealistyczny glamour.@1@2Vorlage:Toter Link/trojmiasto.wyborcza.pl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (31. August 2012, polnisch).
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