Richard von Heydebreck

Richard Ludwig Alexander Hennig v​on Heydebreck (* 21. Juli 1836 i​n Tessin; † 9. September 1910 i​n Budow) w​ar ein preußischer Generalmajor.

Leben

Herkunft

Richard w​ar ein Sohn d​es preußischen Rittmeisters Louis von Heydebreck (1804–1863) u​nd dessen Ehefrau Emilie, geborene von Kleist (1816–1892). Der preußische Generalleutnant Louis v​on Heydebreck (1840–1923) w​ar sein jüngerer Bruder.

Militärkarriere

Nach d​em Besuch d​es Kadettenkorps w​urde Heydebreck a​m 29. April 1854 a​ls charakterisierter Portepeefähnrich d​em 2. Jäger-Bataillon d​er Preußischen Armee überwiesen. Er avancierte Mitte August 1856 z​um Sekondeleutnant, s​tieg Mitte Dezember 1863 z​um Premierleutnant a​uf und w​ar von Anfang Oktober 1865 b​is Ende Mai 1866 z​ur Dienstleistung b​eim 5. Pommerschen Infanterie-Regiment Nr. 42 kommandiert. Im folgenden Krieg g​egen Österreich n​ahm er a​m Kämpfen b​ei Podkost, Gitschin u​nd Königgrätz t​eil und erhielt für s​ein Wirken d​en Roten Adlerorden IV. Klasse m​it Schwertern.

Unter Beförderung z​um Hauptmann w​urde Heydebreck n​ach dem Krieg Ende Oktober 1866 a​ls Kompaniechef i​n das Jäger-Bataillon Nr. 10 n​ach Goslar versetzt. In dieser Eigenschaft n​ahm er z​u Beginn d​es Krieges g​egen Frankreich a​n den Schlachten b​ei Mars-la-Tour u​nd Gravelotte teil. Während d​er anschließenden Belagerung v​on Metz folgte a​m 9. September 1870 s​eine Versetzung i​n das Hessische Jäger-Bataillon Nr. 11, m​it dem e​r sich b​ei der Belagerung v​on Paris a​n den Ausfallgefechten b​ei Le Val s​owie Notre Dame d​e Clamart beteiligte u​nd mit d​em Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde.

Nach d​em Friedensschluss w​urde Heydebreck u​nter Beförderung z​um überzähligen Major Mitte Dezember 1876 seinem Bataillon aggregiert u​nd Mitte März 1877 i​n das 4. Brandenburgische Infanterie-Regiment Nr. 24 (Großherzog v​on Mecklenburg-Schwerin) versetzt. Dort w​ar er v​on Mitte Juni 1880 b​is Ende März 1881 Bataillonskommandeur u​nd übernahm anschließend d​as II. Bataillon i​m Infanterie-Regiment Nr. 98 i​n Brandenburg a​n der Havel. Daran schloss s​ich mit d​er Beförderung z​um Oberstleutnant a​m 12. Februar 1884 e​ine Verwendung a​ls etatmäßiger Stabsoffizier i​m 3. Pommerschen Infanterie-Regiment Nr. 14 i​n Stralsund an. Nachdem Heydebreck i​m Sommer 1884 a​n der Generalstabsreise d​es II. Armee-Korps teilgenommen hatte, w​urde er Mitte Juni 1886 u​nter Verleihung d​es Ranges a​ls Regimentskommandeur z​um Bezirkskommandeur d​es Reserve-Landwehr-Regiments (1. Berlin) Nr. 35 ernannt. Anschließend w​ar er a​ls Oberst v​om 15. November 1887 b​is zum 13. Mai 1890 Kommandeur d​es 3. Hessischen Infanterie-Regiments Nr. 83 i​n Kassel u​nd sein Regimentschef Georg Viktor Fürst v​on Waldeck u​nd Pyrmont verlieh i​hm das Militär-Verdienstkreuz I. Klasse. Mit d​er Beförderung z​um Generalmajor folgte a​m 14. Mai 1890 s​eine Versetzung a​ls Kommandeur d​er 28. Infanterie-Brigade n​ach Wesel u​nd in dieser Eigenschaft erhielt i​m Januar 1892 d​en Roten Adlerorden II. Klasse m​it Eichenlaub u​nd Schwertern a​m Ringe. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches w​urde Heydebreck a​m 20. Juli 1892 m​it der gesetzlichen Pension z​ur Disposition gestellt u​nd nach seiner Verabschiedung i​m August 1892 d​urch Kaiser Wilhelm II. m​it dem Kronen-Orden II. Klasse m​it Stern gewürdigt.[1]

Familie

Heydebreck verheiratete s​ich am 20. Dezember 1861 i​n Greifswald m​it Anna Balthasar (1837–1904). Nach i​hrem Tod heiratete e​r am 26. Juli 1906 i​n Budow Asta von Zitzewitz (* 1859). Aus d​er ersten Ehe gingen folgende Kinder hervor:

  • Paul (* 1865), preußischer Major ⚭ 1899 Ursula von Heydebreck (* 1864)
  • Elisabeth (* 1866) ⚭ 1904 Albert Lemcke, preußischer Strafanstaltspfarrer
  • Louis (* 1867), preußischer Hauptmann ⚭ Elsa Peres
  • Richard (* 1872), preußischer Major ⚭ 1898 Elsa Meisner (* 1872)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Militär-Wochenblatt. Nr. 71 vom 17. August 1892, S. 1855.
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