Rödt (Gemeinde Pramet)

Rödt i​st eine Ortslage i​m Innviertel v​on Oberösterreich w​ie auch Ortschaft u​nd Katastralgemeinde d​er Gemeinde Pramet i​m Bezirk Ried im Innkreis.

Rödt (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Rödt (Gemeinde Pramet) (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Ried im Innkreis (RI), Oberösterreich
Gerichtsbezirk Ried im Innkreis
Pol. Gemeinde Pramet  (KG Hartlhof)
Koordinaten 48° 7′ 43″ N, 13° 29′ 2″ O
Höhe 570 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 42 (1. Jän. 2021)
Gebäudestand 14 (Adressen 2014f1)
Postleitzahl 4925 Pramet
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 10616
Zählsprengel/ -bezirk Pramet (41223 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; DORIS
f0
42

BW

Geographie

Der Ort befindet s​ich knapp 9 Kilometer südlich v​on Ried im Innkreis, a​m Nordrand d​es Hausruck-und-Kobernaußerwald-Zuges z​um Innviertler Hügelland (südliches Innviertel).

Die zerstreuten Häuser liegen westlich a​n dem Riedel, d​er sich v​om Guggenberg nordwärts z​um 1½ Kilometer entfernten Pramet zieht, u​nd hinunter i​n die Talung d​es Kronawittbachs (östlich i​st der Oberlauf d​er Oberach, i​n die d​er Kronwittbach mündet; d​iese fließt b​ei Ried i​n die Antiesen). Am Riedel passiert d​ie L509 Frankenburger Straße Ried – Vöcklamarkt.

Die Ortschaft umfasst e​twa 15 Adressen m​it knapp 50 Einwohnern, d​as sind e​ine Gruppe dreier Gehöfte a​m Riedel u​nd eines a​m Fuß nordöstlich, s​owie dort d​ie auf d​er anderen Seite d​es Kronawittbachs liegenden Häuser, u​nd nördlich davon, s​chon bei Knirzing, z​wei weitere Höfe.[1]

Nachbarorte und -ortschaften:

Kronawitten (Gem. Pramet u. Schildorn) Kleinpiesenham

Schwandt∗∗

Schmieding Gumpling Hartlhof
ehemals Prüglau, Ortschaft Knirzing
∗∗ gehört zur Ortschaft Hartlhof

Geschichte

Der Ortsname (‚Rodung‘) i​st ein typischer hochmittelalterlicher Rodungsname, d​er zur zweiten Siedlungsphase a​m Nordrand d​es Kobernaußerwalds gehört, i​n der d​er Wald v​om Gaugshamer- u​nd Schachawald (bei Treubach) b​is Pramet endgültig gerodet wurde.[2]

Im 19. Jahrhundert galten d​ie drei Gehöfte a​m Riedel a​ls Ortslage Rödt (heutige Hnr. 1–3), d​er Hof a​m Fuß (Hnr. 4) hieß Hamingerbauer, a​uf der anderen Seite d​es Kronawittbachs l​ag die Schachermühle (zu Schachen ‚Gehölz‘), u​nd der Hof b​ei Knirzing (Rödt Nr. 8)[1] heißt Speckbauer zu Weiteneben.[3]

Bis 1884 gehörten d​ie Ortslagen z​ur Steuer-/Katastralgemeinde St. Kollmann, d​ann kam d​er Ort a​n die n​eu geschaffene politische Gemeinde Pramet.[4] Dadurch wechselt d​ie Gemeindegrenze a​m Kronawittbach mehrmals d​ie Seite.

Bevölkerung und Gebäudestand[5]
Krld. Österr. o.d.Enns
(EHzgt. Österr.)
Kgr. Bay. Krld. Österr. o.d.Enns
(Österr.- Ugrn.)
Bld. Oberösterreich
(Rep. Österr.)
178818111869 1951196119711981199120012011
6739 44383942504445
89 889111313(14)

1811: Die Einwohnerzahl[5] erscheint fraglich, vielleicht wurde eine andere Ortslage mitgezählt.
2011: Adressen 2014

Einzelnachweise

  1. Zu diesen besteht keine Straßenverbindung am Bach. Der eine der Höfe dort ragt in Schilddorner Gemeindegebiet.
  2. Kurt Kriso: Der Kobernaußerwald unter dem Einfluss des Menschen. Eine waldgeschichtliche Studie. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereins. 106. Band. Linz 1961, Abb. 2. Übersichtskärtchen über den Gang der Besiedlung um den Kobernaußerwald, S. 273 und Text S. 276 (ooegeschichte.at [PDF], dort S. 7, 10 resp. 66 ff. ganzer Artikel S. 269–338; mit Übersicht V. Chronologische Übersicht zur Geschichte des Kobernaußerwaldes und seines Vorlandes, S. 332 ff).
    Die -et-Name des Gemeindehauptorts zeigt eine ältere, zwischenzeitlich verlassene Siedlungsstelle.
  3. Franziszäischer Kataster 1817–1861 (Urmappe, als Layer online bei DORIS diverse Kartenthemen, etwa Erste Landesaufnahmen, Urmappe quality insb. Thema Kulturatlas).
  4. Landesgesetz vom 18. Februar 1884; Gemeinde Schildorn (Hrsg.): 1100 Jahre Schildorn 903–2003. Ein Heimatbuch. Schildorn 2003, 6 Daten und Infos, S. 68, Sp. 2 ().
  5. Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Oberösterreich Teil 2, Pramet: Rödt , S. 28 (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF o.D. [aktual.]).
    Spezielle Quellenangaben: 1788: Josephinisches Lagebuch 1786/90, OÖLA. • 1811: Franz Xaver Weilmeyr: Zählung der bayrischen Verwaltung des Salzachkreises (Montgelas’sche Zählungen). In: Topographisches Lexikon vom Salzach-Kreise. 1812. • 1869: Statistische Central-Commission (Hrsg.): Orts-Repertorien der im österreichischen Reichsrat vertretenen Königreiche und Länder. (1871 ff.). • 1951 und später: Österreichisches Statistisches Zentralamt / Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis. (Ergebnisse der Volkszählungen; ab 2011 Registerzählungen). 
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