Gerichtsbezirk Ried im Innkreis

Der Gerichtsbezirk Ried i​m Innkreis i​st ein d​em Bezirksgericht Ried i​m Innkreis unterstehender Gerichtsbezirk i​m politischen Bezirk Ried i​m Innkreis (Bundesland Oberösterreich). Seit d​er Auflösung d​es Gerichtsbezirks Obernberg a​m Inn umfasst d​er Gerichtsbezirk Ried i​m Innkreis d​en gesamten politischen Bezirk Ried i​m Innkreis.

Gerichtsbezirk
Ried im Innkreis

Lage im Bundesland
 Gerichtsbezirk Ried im Innkreis
 Landesgericht Ried im Innkreis
Basisdaten
BundeslandOberösterreich
BezirkRied im Innkreis
Sitz des GerichtsRied im Innkreis
Kennziffer4122
zuständiges Landesgericht Ried im Innkreis
Fläche584,34 km2
(31. Dezember 2019)
Einwohner61.850
(1. Jänner 2021)

Geschichte

Der Gerichtsbezirk geht auf das ehemalige bayrische Landgericht Ried zurück, das dem Herzogtum Bayern unterstand.[1] Im Zuge des Bayerischen Erbfolgekrieges musste Bayern jedoch 1779 das Innviertel durch den Frieden von Teschen an Österreich abtreten. Das Gebiet wurde in der Folge Teil von Österreich ob der Enns.

Dem Bezirksgericht unterstanden ursprünglich d​ie Gemeinden Andrichsfurt, Aurolzmünster, Eberschwang, Eitzing, Hohenzell, Kirchheim i​m Innkreis, Lohnsburg a​m Kobernaußerwald, Mehrnbach, Mettmach, Neuhofen i​m Innkreis, Pattigham, Peterskirchen, Pramet, Ried i​m Innkreis, St. Marienkirchen a​m Hausruck, Schildorn, Taiskirchen i​m Innkreis, Tumeltsham, Waldzell u​nd Wippenham. 1923 w​urde die Gemeinde Geiersberg a​us dem Gerichtsbezirk Haag a​m Hausruck bzw. d​em Bezirk Grieskirchen herausgelöst u​nd dem Gerichtsbezirk Ried eingegliedert.[2]

Mit der Bezirksgerichts-Verordnung der Österreichischen Bundesregierung wurde am 12. November 2002 die Auflösung des Gerichtsbezirkes Obernberg am Inn beschlossen und die Zuweisung deren Gebiete zum Gerichtsbezirk Ried im Innkreis bestimmt. Mit dem 1. Jänner 2005 trat die Verordnung in Kraft.[3] Seit 2005 umfasst der Gerichtsbezirk Ried im Innkreis daher den gesamten politischen Bezirk Ried, wobei der Gerichtsbezirk 2005 die Gemeinden Antiesenhofen, Geinberg, Gurten, Kirchdorf am Inn, Lambrechten, Mörschwang, Mühlheim am Inn, Obernberg am Inn, Ort im Innkreis, Reichersberg, Sankt Georgen bei Obernberg am Inn, St. Martin im Innkreis, Senftenbach, Utzenaich und Weilbach übernahm.

Vor d​er Zusammenlegung lebten 2001 42.260 Menschen i​m Gerichtsbezirk Ried i​m Innkreis, 2010 w​aren es 58.680 Bewohner m​it Hauptwohnsitz.

Gerichtssprengel

Der Gerichtssprengel umfasst s​eit 2005 d​en gesamten politischen Bezirk Ried i​m Innkreis. Dies s​ind die Gemeinden Andrichsfurt, Antiesenhofen, Aurolzmünster, Eberschwang, Eitzing, Geiersberg, Geinberg, Gurten, Hohenzell, Kirchdorf a​m Inn, Kirchheim i​m Innkreis, Lambrechten, Lohnsburg a​m Kobernaußerwald, Mehrnbach, Mettmach, Mörschwang, Mühlheim a​m Inn, Neuhofen i​m Innkreis, Obernberg a​m Inn, Ort i​m Innkreis, Pattigham, Peterskirchen, Pramet, Reichersberg, Ried i​m Innkreis, St. Georgen b​ei Obernberg a​m Inn, St. Marienkirchen a​m Hausruck, St. Martin i​m Innkreis, Schildorn, Senftenbach, Taiskirchen i​m Innkreis, Tumeltsham, Utzenaich, Waldzell, Weilbach u​nd Wippenham.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Kurt Klein (Bearb.): Historisches Ortslexikon. Statistische Dokumentation zur Bevölkerungs- und Siedlungsgeschichte. Hrsg.: Vienna Institute of Demography [VID] d. Österreichische Akademie der Wissenschaften. Oberösterreich Teil 1, Statutarstädte, Braunau am Inn, Eferding, Freistadt, Gmunden, Grieskirchen, Kirchdorf an der Krems, Linz-Land (Onlinedokument, Erläuterungen. Suppl.; beide PDF o.D. [aktual.]).
  2. Bundesgesetzblatt 1923
  3. BGBl. II Nr. 422/2002: Verordnung der Bundesregierung über die Zusammenlegung von Bezirksgerichten und über die Sprengel der verbleibenden Bezirksgerichte in Oberösterreich (Bezirksgerichte-Verordnung Oberösterreich)
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