Olszanka (Podegrodzie)

Olszanka (früher Mała Olszanka, deutsch Ollschau) i​st eine Ortschaft m​it einem Schulzenamt d​er Gemeinde Podegrodzie i​m Powiat Nowosądecki d​er Woiwodschaft Kleinpolen, Polen.

Olszanka
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Olszanka (Polen)
Olszanka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Nowy Sącz
Gmina: Podegrodzie
Fläche: 3,22 km²
Geographische Lage: 49° 33′ N, 20° 33′ O
Höhe: 320–430 m n.p.m.
Einwohner: 630 (2010)
Postleitzahl: 33-386
Telefonvorwahl: (+48) 18
Kfz-Kennzeichen: KNS



Geographie

Der Ort l​iegt am Bach Jastrzębik i​n den Inselbeskiden (Beskid Wyspowy).

Das Dorf h​at eine Fläche v​on 322 ha (5 % d​er Landgemeinde).

Die Nachbarorte s​ind Naszacowice i​m Nordosten, Kadcza i​m Süden, Jazowsko i​m Südwesten, Szczereż i​m Westen, Olszana i​m Nordwesten.

Geschichte

Der Ort w​urde zwischen 1470 u​nd 1480 Jahren a​ls Olschanka erstmals urkundlich erwähnt. Der Name i​st von d​en Erlen (polnisch olsza) abgeleitet. Der Ort gehörte ursprünglich z​u den Klarissen i​n Stary Sącz.

Nach d​er Ersten Teilung Polens k​am Olszanka z​um neuen Königreich Galizien u​nd Lodomerien d​es habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

Im Jahre 1784 wurden i​m Zuge d​er Josephinischen Kolonisation einige deutsche Familien reformierter Konfession a​ls Kolonisten angesiedelt.[1] Sie gehörten z​ur Pfarrgemeinde i​n Stadła. Bis Ende d​es 19. Jahrhunderts wurden d​ie Nachgeborenen d​er Kolonisten polonisiert. Im Jahre 1900 h​atte das Dorf 417 Einwohner, d​avon alle polnischsprachig, 338 römisch-katholisch, 6 Juden, 73 anderer Glaube (überwiegend evangelisch).[2]

1918, n​ach dem Ende d​es Ersten Weltkriegs u​nd dem Zusammenbruch d​er k.u.k. Monarchie, k​am Olszanka z​u Polen. Unterbrochen w​urde dies d​urch die Besetzung Polens d​urch die Wehrmacht i​m Zweiten Weltkrieg, während d​er es z​um Generalgouvernement gehörte.

Von 1975 b​is 1998 gehörte Olszanka z​ur Woiwodschaft Nowy Sącz.

Commons: Olszanka (województwo małopolskie) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Henryk Lepucki: Działalność kolonizacyjna Marii Teresy i Józefa II w Galicji 1772–1790 : z 9 tablicami i mapą. Kasa im. J. Mianowskiego, Lwów 1938, S. 163–165 (polnisch, Online).
  2. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
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