Oberplank

Oberplank i​st ein Ort u​nd eine Katastralgemeinde d​er Marktgemeinde Schönberg a​m Kamp i​m Bezirk Krems-Land i​n Niederösterreich.

Oberplank (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Oberplank
Oberplank (Österreich)
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Krems-Land (KR), Niederösterreich
Pol. Gemeinde Schönberg am Kamp
Koordinaten 48° 33′ 25″ N, 15° 40′ 8″ Of1
Höhe 247 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 53 (1. Jän. 2021)
Fläche d. KG 3,28 km²
Postleitzahl 3564f1
Vorwahl +43/02733f1
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 04324
Katastralgemeinde-Nummer 12221
Zählsprengel/ -bezirk Plank am Kamp (31355 005)

Blick auf Oberplank
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
f0
53

Geografie

Der Ort l​iegt im Kamptal a​m rechten Flussufer gegenüber v​on Plank a​m Kamp zwischen Gars a​m Kamp u​nd Schönberg a​m Kamp. Die Seehöhe i​n der Ortsmitte beträgt 247 Meter. Die Fläche d​er Katastralgemeinde umfasst 3,28 km². Die Einwohnerzahl beläuft s​ich auf 53 Einwohner (Stand 1. Jänner 2021[1]).

Postleitzahl

In d​er Marktgemeinde Schönberg a​m Kamp finden mehrere Postleitzahlen Verwendung. Oberplank h​at die Postleitzahl 3564.

Bevölkerungsentwicklung

Anzahl Einwohner
(Quelle: Ortslexikon Niederösterreich[2])
Jahr 18301846186919511961198119912001
Einwohner 20214115913690645944

Geschichte

Eine im benachbarten Plank am Kamp freigelegte Kreisgrabenanlage belegt die Besiedlung des Ortes bereits für die Jungsteinzeit. Im Mittelalter wurde der Ort erstmals 1113 als Gutshof Blaeunikke in einer Schenkungsurkunde Markgraf Leopold III. von Österreich, des Heiligen, an das Stift Melk erwähnt. Um 1130 sitzt ein Rittergeschlecht Plauniche in Plank am Kamp (damals Unterplank) und Oberplank. Ihr befestigter Edelsitz befand sich in Oberplank. Die Kapelle St. Magdalena[3] und das Anwesen Oberplank Hausnummer 5 dürften wohl Teil der Burganlage gewesen sein. Ab dem 14. Jahrhundert waren die Grafen von Puchberg Grundherren.[4]
Mit der Inbetriebnahme der Kamptalbahn entwickelte sich Oberplank zu einer kleinen Sommerfrische mit einigen Sommerfrische-Villen. Nach 1945 konnte der Ort nicht mehr an die Tradition der Sommerfrische anschließen. Veränderte Reisegewohnheiten, aber auch der Bau der Kamptal-Stauseen, der zu einem starken Temperaturrückgang des von zahlreichen Badeanstalten gesäumten Kamps führte, entzogen dem Tourismus im Kamptal seine wichtigsten Grundlagen.[5] Seit der Gemeindezusammenlegung 1972 ist Oberplank ein Ortsteil der Großgemeinde Schönberg am Kamp.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Blick auf die Kapelle in Oberplank

Die Filialkirche St. Magdalena i​st eine a​uf einem exponierten Felsvorsprung stehende kleine Kirche m​it gotischem Kern. Sie w​ar Teil e​iner Burganlage a​us dem 12. Jahrhundert. Im Inneren i​st ein Ölgemälde d​er Hl. Maria Magdalena bemerkenswert, d​ie von e​inem österreichischen Meister i​m Stil Correccios gemalt wurde.[6]

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Oberplank i​st durch e​ine Straßenbrücke a​n die Kamptalstraße (B34) angebunden. Der Ort l​iegt nahe d​er Kamptalbahn. Der nächstgelegene Bahnhof d​er ÖBB i​st Plank/Kamp.

Bedeutende in Oberplank geborene oder hier wirkende Menschen

  • Trude Marzik (1923–2016), österreichische Erzählerin und Lyrikerin, langjähriger Sommerfrischegast im Ortsteil Oberplank, dem sie mit dem autobiographischen Werk Geliebte Sommerfrische ein literarisches Denkmal setzte.[7]
Commons: Oberplank – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2021 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2021), (xlsx)
  2. Historisches Ortslexikon Niederösterreich (Memento des Originals vom 5. November 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oeaw.ac.at (PDF; 1,2 MB), Teil 2, S. 103.
  3. Website über Burgen und Ruinen in Österreich (Memento des Originals vom 21. Juni 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.altemauern.info
  4. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 181, ISBN 3-900173-01-X.
  5. Susanne Hawlik: Sommerfrische im Kamptal. Der Zauber einer Flusslandschaft. Wien-Köln-Weimar 1995. ISBN 978-3-205-98315-6.
  6. Franz Eppel: Das Waldviertel. Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen. 8. Aufl., Salzburg 1984, S. 181, ISBN 3-900173-01-X.
  7. Trude Marzik: Geliebte Sommerfrische. Wien 1994, ISBN 3-218-00583-3.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.