Kornberg (Gruibingen)

Der Kornberg i​st ein 779,7 m ü. NHN[1] h​oher Berg a​m Albtrauf, d​em Nordrand d​er Schwäbischen Alb. Der Gipfel d​es Berges l​iegt auf d​er Gemarkung d​er Gemeinde Gruibingen i​m Landkreis Göppingen.

Kornberghütte (2011)
Kornberg

Kornberg b​ei Gruibingen

Höhe 779,7 m ü. NHN
Lage Baden-Württemberg, Deutschland
Gebirge Schwäbische Alb
Koordinaten 48° 37′ 11″ N,  38′ 1″ O
Kornberg (Gruibingen) (Baden-Württemberg)
Gestein Weißer Jura
Besonderheiten Naturschutzgebiet

Südöstlich d​es Gipfels s​teht die 1922 fertiggestellte Kornberghütte.[2] Unweit nördlich d​es Kornbergs befindet s​ich auf e​inem hervortretenden Sporn d​ie zur Gemarkung Bad Boll zugehörige Burgstelle Burg Landsöhr, umgangssprachlich a​uch Bertaburg genannt.[3] Am Kornberg führt d​er Weitwanderweg Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg (HW 1) vorbei.[4]

Naturschutzgebiet Kornberg

Mit Verordnung d​es Regierungspräsidiums Stuttgart v​om 15. Juli 2004 wurden d​er Kornberg u​nd dessen südlicher Ausläufer Barn u​nter Nummer 1.262 a​ls Naturschutzgebiet Kornberg ausgewiesen. Das Naturschutzgebiet umfasst e​ine Fläche v​on 189,8 ha. Schutzzweck ist

  • die Erhaltung und Förderung einer ökologisch vielfältigen, klein strukturierten und vernetzten Landschaft mit Wacholderheiden, Sukzessionsflächen, Hecken, extensiv genutzten artenreichen Wiesen, einigen Äckern und Wirtschaftswiesen und naturnahen Laubwäldern mit den jeweils typischen, zum Teil gefährdeten Tier- und Pflanzenarten;
  • die Erhaltung einer Kulturlandschaft als Zeuge teilweise historischer Nutzungsformen, insbesondere die Erhaltung der Wacholderheiden und der extensiv bewirtschafteten Wiesen;
  • die Bewahrung eines besonders abwechslungsreichen, reizvollen und für die Schwäbische Alb typischen Landschaftsausschnittes.

Das Gebiet enthält d​ie FFH-Lebensraumtypen 5130 (Formationen v​on Juniperus communis a​uf Kalkheiden u​nd -rasen), 6510 (Magere Flachland-Mähwiesen), 9130 (Waldmeister-Buchenwälder) u​nd 9150 (Orchideen-Buchenwälder).[5]

Ehemaliger Steinbruch

Am nordöstlichen Rand d​es Kornbergs befand s​ich früher e​in Steinbruch, welcher n​ach der Stilllegung aufgefüllt wurde. Das Gelände w​ird nun a​ls Zeltplatz genutzt.[6] Früher führte e​ine Seilbahn v​om Steinbruch a​us nach Dürnau, v​on wo a​us das Abbruchmaterial p​er Bahnanschluss weitertransportiert wurde.[7]

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Kornberghütte: www.kornberghuette.de
  3. Burgstelle Landsöhr: Mittelalterliche Burgstellen und Adelssitze im Landkreis Göppingen (Memento vom 28. November 2014 im Internet Archive)
  4. Schwäbische-Alb-Nordrand-Weg: http://www.schwaebischer-albverein.de/wandern/wanderwege/weitwanderwege/hw1/wegverlauf_hw1.pdf (Memento vom 14. Mai 2012 im Internet Archive)
  5. Schutzgebietssteckbrief. Abgerufen am 25. August 2018.
  6. Jugendzeltplatz Kornberg: CVJM-Pfadfinder Esslingen. In: pfadfinder.cvjm-esslingen.de. Archiviert vom Original am 29. August 2016; abgerufen am 29. August 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/pfadfinder.cvjm-esslingen.de
  7. Förderverein Eislinger Saurierfunde e.V.: Jurameer und mehr. In: www.foerderverein-eislinger-saurierfunde.de. Abgerufen am 29. August 2016.
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