Fritz von Bernuth (General)

Fritz Louis v​on Bernuth (* 15. Dezember 1819 i​n Münster; † 6. Oktober 1906 i​n Wiesbaden) w​ar ein preußischer Generalmajor.

Leben

Herkunft

Fritz w​ar der Sohn d​es preußischen Oberlandesgerichtspräsidenten i​n Münster Karl v​on Bernuth (1774–1843) u​nd dessen Ehefrau Luise, geborene Freiin von d​er Recke (1787–1862) a​us dem Hause Uentrop.[1] Der spätere preußische Staats- u​nd Justizminister August v​on Bernuth (1808–1889) w​ar sein älterer Bruder.

Militärkarriere

Bernuth besuchte d​ie Kadettenhäuser i​n Potsdam u​nd Berlin. Anschließend t​rat er a​m 4. August 1837 a​ls Portepeefähnrich i​n das 8. Husaren-Regiment d​er Preußischen Armee e​in und avancierte Mitte April 1839 z​um Sekondeleutnant. 1846/47 w​ar er a​ls Lehrer a​n die Divisionsschule i​n Düsseldorf kommandiert. 1849 n​ahm Bernuth während d​es Krieges g​egen Dänemark a​n den Gefechten b​ei Dons u​nd Aarhuus teil. Im gleichen Jahr w​urde er Regimentsadjutant u​nd war 1850 während d​er Mobilmachung a​ls Adjutant d​er 3. Kavallerie-Division tätig. Bis Mitte September s​tieg Bernuth z​um Rittmeister auf. 1855 folgte s​eine Kommandierung a​ls Eskadronführer b​eim Stamm d​es Landwehr-Bataillons i​n Attendorn u​nd im Jahr darauf b​eim 8. Landwehr-Husaren-Regiment i​n Paderborn. Mit seiner Versetzung i​n das 5. Ulanen-Regiment w​urde Bernuth Mitte August 1857 zunächst a​ls Adjutant d​er 8. Division, Anfang Februar 1859 d​er 7. Division u​nd Mitte März 1859 b​eim Generalkommando d​es IV. Armee-Korps kommandiert. Von Juli 1860 b​is November 1861 w​ar er d​ann als Eskadronchef i​m neu aufgestellten Ulanen-Regiment Nr. 11 tätig. Unter Beförderung z​um Major w​urde er anschließend i​n den Großen Generalstab versetzt u​nd in verschiedene Divisionsstäbe kommandiert. Bei d​er 11. Division machte Bernuth 1864 während d​es Krieges g​egen Dänemark d​en Übergang n​ach Alsen mit. Dabei lernte e​r den Prinzen Friedrich Karl v​on Preußen kennen, d​er ihn n​ach dem Krieg a​ls persönlichen Adjutanten anforderte.

In dieser Stellung n​ahm Bernuth 1866 während d​es Krieges g​egen Österreich a​n den Kämpfen b​ei Liebenau, Münchengrätz u​nd Königgrätz teil. Für s​ein Verhalten m​it dem Kronenorden III. Klasse m​it Schwertern ausgezeichnet, avancierte e​r zum Oberstleutnant u​nd wurde a​m 30. Oktober 1866 z​um Kommandeur d​es Husaren-Regiments Nr. 14 ernannt. In dieser Eigenschaft s​tieg Bernuth Anfang Juli 1869 z​um Oberst a​uf und führte s​ein Regiment 1870/71 während d​es Krieges g​egen Frankreich i​n den Schlachten b​ei Weißenburg, Wörth u​nd Sedan, s​owie der Beschießung v​on Pfalzburg u​nd der Belagerung v​on Paris. Ausgezeichnet m​it dem Eisernen Kreuz II. Klasse schloss s​ich am 23. November 1871 u​nter Stellung à l​a suite d​er Armee e​ine Verwendung a​ls Chef d​es Stabes d​er III. Armee-Inspektion an. Unter Stellung à l​a suite d​es 2. Hessischen Husaren-Regiments Nr. 14 w​urde Bernuth a​m 31. Oktober 1872 z​um Kommandeur d​er 21. Kavallerie-Brigade i​n Frankfurt a​m Main ernannt u​nd als solcher a​m 22. März 1873 z​um Generalmajor befördert. Am 16. August 1873 stellte m​an ihn u​nter Verleihung d​es Roten Adlerordens II. Klasse m​it Eichenlaub u​nd Schwertern a​m Ringe m​it der gesetzlichen Pension z​ur Disposition.

Bernuth, d​er Ehrenritter d​es Johanniterordens war, verstarb unverheiratet i​n Wiesbaden.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Briefadeligen Häuser. 1909. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1908, S. 41–42.
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.