Friedrich von Velsen

Friedrich Carl Ludwig v​on Velsen (* 30. Oktober 1871 i​n Dortmund; † 24. September 1953 i​n Detmold) w​ar ein preußischer Verwaltungsjurist u​nd Mitglied d​er DNVP.

Friedrich von Velsen, Foto: um 1940

Leben und Wirken

Herkunft und Familie

Seine Eltern w​aren der preußische Bergrat Wilhelm v​on Velsen (1828–1894) u​nd Caroline Vogt gen. Schulze Höing (1837–1917). Friedrich v​on Velsens älterer Bruder w​ar der preußische Oberbergrat u​nd Industrielle Otto v​on Velsen (1869–1945). Seine Cousine w​ar die Schriftstellerin u​nd Frauenrechtlerin Dorothee v​on Velsen (1883–1970). Er heiratete 1896 i​n Dortmund Dora Marie Ziegler (1876–1944), i​hre jüngste gemeinsame Tochter heiratete d​en späteren General Heinrich Wintzer (1892–1947).

Ausbildung

Nach bestandenem Staatsexamen a​n der Universität Tübingen u​nd anschließendem Referendariat reichte e​r als Gerichtsreferendar i​m Jahr 1899 d​ie bereits d​rei Jahre z​uvor veröffentlichte Arbeit Die exceptiones praeiudiciales. Exceptiones, s​i praeiudicium r​ei maiori n​on fiat (Druckerei W. Startz jr., Cleve 1896) a​ls juristische Dissertation ein.[1]

Berufliche Laufbahn

Im Jahr 1906 w​urde Velsen a​ls Regierungsrat a​n das Oberpräsidium d​er Provinz Sachsen berufen. Noch i​m selben Jahr erfolgte s​eine Ernennung z​um Finanzrat i​m preußischen Finanzministerium. 1911 w​urde er d​ort zum Geheimen Finanzrat u​nd Vortragenden Rat, n​ach 1913 z​um Geheimen Oberfinanzrat ernannt. Von 1917 b​is 1933 wirkte e​r als Regierungspräsident d​er Bezirksregierung Hannover, zuletzt 1933 a​ls Vertreter d​es Oberpräsidenten. Im Zuge d​er Absetzung d​er preußischen Staatsregierung Braun-Severing (Preußenschlag) w​urde er i​m Sommer 1932 d​urch die Regierung Papen z​um kommissarischen Oberpräsidenten d​er Provinz Sachsen ernannt. Im März 1933 w​urde er v​on den Nationalsozialisten i​n den Ruhestand versetzt.[2]

Seine Grabstätte befindet s​ich auf d​em Friedhof i​n Hiddesen.

Literatur

  • Acta Borussica (Neue Folge), Band 10 (1909–1918), Verlag Olms-Weidmann, Hildesheim-Zürich-New York 1999, S. 446.
  • Acta Borussica 1925–1938
  • Walter Serlo: Bergmannsfamilien in Rheinland und Westfalen. Die Familie von Velsen und ihre bergmännischen Verwandten. 3. Band. Aschendorffschen Verlagsbuchhandlung, Münster 1936, S. 79.

Einzelnachweise

  1. Jahresverzeichnis der an den deutschen Universitäten erschienenen Schriften, Preußische Staatsbibliothek (Hrsg.), 2009, S. 256 (Tübingen 1898–1899) (Digitalisat)
  2. Rademachers deutsches biographisches Archiv 1871–1945 nennt als letzten Amtstag den 20. Juni 1934.
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