Füzérkajata

Füzérkajata i​st eine Gemeinde i​m Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén.

Füzérkajata
Füzérkajata (Ungarn)
Füzérkajata
Basisdaten
Staat: Ungarn
Region: Nordungarn
Komitat: Borsod-Abaúj-Zemplén
Kleingebiet bis 31.12.2012: Sátoraljaújhely
Koordinaten: 48° 31′ N, 21° 30′ O
Höhe: 278 m
Fläche: 11,45 km²
Einwohner: 109 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte: 10 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+36) 47
Postleitzahl: 3994
KSH-kód: 06460
Struktur und Verwaltung (Stand: 2010)
Gemeindeart: Gemeinde
Bürgermeister: Lupták Lászlóné (unabhängig)
Postanschrift: Dózsa Gy. utca 40.
3994 Füzérkajata
Website:
(Quelle: A Magyar Köztársaság helységnévkönyve 2011. január 1. bei Központi statisztikai hivatal)

Geografische Lage

Füzérkajata liegt im Nordosten Ungarns an der Grenze zur Slowakei. Auf der Straße ist das Dorf 92 km vom Komitatssitz Miskolc und 40 km von Kaschau, der zweitgrößten Stadt der Slowakei entfernt. Der Ort liegt im oberen Hegyköz („Zwischenbergen“), das aus dem Tal der Bózsva und mehreren Seitentälern besteht. Das Gemeindegebiet setzt sich aus einem langgestreckten, landwirtschaftlich genutzten Doppeltal und in Richtung Grenze einem vielgestaltigen, bewaldeten Bergland vulkanischen Ursprungs zusammen, wo mehrere wertvolle Quellen entspringen (Rednek-kút, Fövenyes-kút, Garát-kút …). Nachbargemeinden sind Biste, Filkeháza, Füzér, Füzérkomlós, Füzérradvány, Kolbása, Pusztafalu und Vilyvitány. Die nächsten Städte sind Pálháza (Stadtrecht seit 2005) in 6 km und Sátoraljaújhely in 24 km Entfernung.

Geschichte

Die e​rste urkundliche Erwähnung a​ls Kaytha stammt a​us dem Jahr 1270. Zu d​er Zeit d​er Árpáden w​ar der Ort e​in Krongut, später wechselte e​r mit d​er Burg Füzér mehrfach d​en Besitzer. Nach d​er Entvölkerung z​ur Türkenzeit gehörte e​r 1686–1945 d​em Gut Radvány d​er Grafen Károlyi, d​ie damals mehrere umliegende Wüstungen n​eu besiedelten. Im Unterschied z​u den slowakischen u​nd ruthenischen Siedlern d​es heute gemischt konfessionellen Hegyköz-Tales wurden i​n Kajata u​nd Pusztafalu ungarisch sprechende Leibeigene reformierten Glaubens angesiedelt. Vor 1918 hieß d​as Dorf Kajátha u​nd gehörte z​um Komitat Abaúj-Torna, dessen Hauptstadt Kaschau war. 1918 w​urde die Schreibweise a​uf Kajata geändert, s​eit 1930 lautet d​er offizielle Name Füzérkajata. 1920–1938 u​nd 1945–1992 w​ar der Nordteil d​es Komitats Abaúj-Torna Teil d​er Tschechoslowakei. 1950 w​urde Kajata m​it dem ungarischen Komitatsgebiet Teil d​es zusammengelegten Komitats Borsod-Abaúj-Zemplén.

Sehenswürdigkeiten und Naturschätze

Erwähnenswert i​st die evangelisch-reformierte Kirche a​us dem Jahr 1794 u​nd die weitgehend unversehrte Bausubstanz, großteils Bauernhäuser a​us der ersten Hälfte d​es 20. Jahrhunderts. Die ehemalige kirchliche Volksschule i​m Dorfkern d​ient als Seniorentagesheim, d​as renovierte Dorfhaus w​urde 2007 übergeben.

Ein Lehrpfad zwischen Pusztafalu u​nd Füzérradvány über Kajata markiert einige geologische u​nd natürliche Raritäten d​er Gegend, darunter verkieselte Baumstümpfe, d​ie bisher n​icht ihrer Bedeutung entsprechend konserviert u​nd zur Schau gestellt wurden.

Verkehrsanbindung

Von Sátoraljaújhely, Pálháza und Hollóháza aus kann Füzérkajata mehrmals täglich mit dem Bus erreicht werden (teilweise mit Umsteigen in Pálháza). Nächste Bahnhöfe: Sátoraljaújhely (Bahnlinie 80 BudapestMiskolcSátoraljaújhely), Gönc (Bahnlinie 98 SzerencsHidasnémeti) und Michaľany (KošiceČierna nad Tisou). Ein grenzüberschreitender Radweg in Richtung Pusztafalu-Kaschau bzw. Biste-Mihályi/Michaľany befindet sich in Bau (2011). Mit dem Auto biegt man in Filkeháza von der Straße zwischen Pálháza und Füzér bzw. Hollóháza ab und erreicht Kajata nach 4 km.

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