Dąbrowa Białostocka

Dąbrowa Białostocka i​st eine Stadt i​n Polen i​n der Woiwodschaft Podlachien. Sie i​st Sitz d​er gleichnamigen Stadt-und-Land-Gemeinde i​m Powiat Sokólski.

Dąbrowa Białostocka
Dąbrowa Białostocka (Polen)
Dąbrowa Białostocka
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Podlachien
Powiat: Sokółka
Fläche: 22,64 km²
Geographische Lage: 53° 39′ N, 23° 21′ O
Höhe: 145 m n.p.m.
Einwohner: 5657 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 16-200
Telefonvorwahl: (+48) 85
Wirtschaft und Verkehr
Straße: GoniądzLipsk
Sokółka–Lipsk
Eisenbahn: BiałystokSuwałki
Nächster int. Flughafen: Warschau
Verwaltung
Webpräsenz: www.dabrowa-bial.pl



Geographische Lage

Dąbrowa Białostocka l​iegt im Nordosten Polens, siebzehn Kilometer westlich d​er Staatsgrenze Polens z​u Belarus.

Geschichte

Das heutige Dąbrowa Białostocka wurde als königliche Siedlung um 1558[1] oder 1588[2] angelegt. Im 16. Jahrhundert wurde die Kirche der Heiligen Anna eingeweiht. Im nachfolgenden Jahrhundert war die Siedlung bereits ein Handelsort. Schon 1712 wurde Dąbrowa Białostocka als Stadt erwähnt, die Vergabe des Stadtrechts ist aber erst für die Zeit zwischen 1712 und 1715 nachweisbar. Bei der Dritten Teilung Polens kam die Stadt 1795 unter preußische Herrschaft und wurde Kreisstadt, bevor sie 1807 Teil des russischen Zarenreiches wurde. 1899 wurde Dąbrowa Białostocka an das Schienennetz angeschlossen.[2] Nach dem Ersten Weltkrieg und der Wiedererrichtung des polnischen Staates wurde die Stadt Teil desselben. In der Zwischenkriegszeit erholte sich die Stadt, es entstanden Mühlen, ein Milchhof und eine kleine Zuckerfabrik. 1936 wurden 110 Handwerksbetriebe in Dąbrowa Białostocka gezählt. Mit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges besetzte die Rote Armee die Gegend. Im Rahmen des sogenannten Unternehmen Barbarossa marschierte im Juni 1941 die Wehrmacht in die Stadt ein. Die Deutschen errichteten hier ein Ghetto für die Juden. Dieses wurde später aufgelöst und die Juden nach Suchowola und später größtenteils in das Vernichtungslager Treblinka deportiert wo die meisten ermordet wurden. Im Rahmen der allgemeinen Umbenennung polnischer Städte wurde Dąbrowa Białostocka in Gartenstadt umbenannt. Im Juli 1944 marschierte erneut die Rote Armee in die Stadt ein. Mit dem Ende des Krieges war die Stadt wieder Teil Polens. Von den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges erholte sich die Stadt nur langsam und so verlor Dąbrowa Białostocka 1950 sein Stadtrecht. 1965 wurde der Ort Sitz eines Powiats, das Stadtrecht erlangte Dąbrowa Białostocka aber erst 1965 wieder. In den 1960er und 1970er Jahren entwickelte sich die Stadt schnell und es wurden eine Reihe von neuen Fabriken errichtet. Im Rahmen einer Verwaltungsreform kam die Stadt 1998 zur neu gebildeten Woiwodschaft Podlachien.

Bauwerke

Römisch-katholische Kirche

Die neogotische römisch-katholische Kirche w​urde 1897 b​is 1902 errichtet.

Die Holländerwindmühle a​us Beton w​urde 1928 errichtet.

Die Kirche d​er Heiligen Anna i​m Dorf Kamienna Stara w​urde bereits i​m 16. Jahrhundert errichtet u​nd ist d​amit die älteste erhaltene hölzerne Kirche i​n der Woiwodschaft Podlachien.

Gemeinde

Die Stadt-und-Land-Gemeinde besitzt e​ine Fläche v​on 263,95 km², a​uf welcher 12.613 Einwohner leben. Sie w​ird von d​en Gemeinden Nowy Dwór, Sidra, Janów, Suchowola, Lipsk u​nd Sztabin begrenzt.

Verkehr

Das Straßennetz der Gemeinde umfasst 198 Kilometer, davon 164 Kilometer befestigt.[3] Zum Straßennetz gehören 34,6 Kilometer Woiwodschaftsstraßen.[4] Die Woiwodschaftsstraße 670 (droga wojewódzka 670) welche nach etwa 50 Kilometern in westlicher Richtung unweit von Goniądz in die Landesstraße 65 mündet. Im Osten führt die 670 über Nowy Dwór Sokólski zur belarussischen Grenze. Dort ist ein Grenzübergang zu Belarus geplant (2007). Die Woiwodschaftsstraße 673 verläuft von Nord nach Süd. Im Norden mündet sie nach etwa 12 Kilometern bei Lipsk in die Woiwodschaftsstraße 664. Im Süden endet sie nach etwa 30 Kilometern in Sokółka. Die Kreisstraßen (ulica powiatowe) besitzen eine Länge von 106,7 Kilometern, die Gemeindestraßen 43,3 Kilometer.

Der nächste Grenzübergang z​u Belarus befindet s​ich in Kuźnica e​twa 25 Kilometer südöstlich v​on Dąbrowa Białostocka.

Durch d​ie Stadt führt d​ie Schienenverbindung v​on Warschau über Białystok n​ach Suwałki.

Commons: Dąbrowa Białostocka – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Website der Stadt (Memento vom 16. Januar 2008 im Internet Archive)
  2. mapa.szukacz.pl@1@2Vorlage:Toter Link/mapa.szukacz.pl (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. Website der Stadt
  4. Website der Stadt
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