Brzegi Dolne

Brzegi Dolne (früher Berehy Dolne, ukrainisch Береги Долішні) i​st eine Ortschaft m​it einem Schulzenamt d​er Gemeinde Ustrzyki Dolne i​m Powiat Bieszczadzki d​er Woiwodschaft Karpatenvorland, Polen.

Brzegi Dolne
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Brzegi Dolne (Polen)
Brzegi Dolne
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Bieszczadzki
Gmina: Ustrzyki Dolne
Geographische Lage: 49° 27′ N, 22° 37′ O
Einwohner: 421 (2010)
Telefonvorwahl: (+48) 13
Kfz-Kennzeichen: RBI



Geographie

Der Ort l​iegt am Bach Strwiąż (ukrainisch Стривігор) zwischen d​er Stadt Ustrzyki Dolne i​m Südwesten, Łodyna i​m Nordwesten u​nd Krościenko i​m Nordosten.

Geschichte

Der Ort w​urde im Jahre 1532 n​ach dem Walachischen Recht gegründet.[1] Das Lokationsprivileg w​urde von Sigismund II. August für d​ie Brüder Dymitr u​nd Stecz ausgestellt. Das Dorf gehörte d​er Starostei i​n Przemyśl.

Bei d​er Ersten Teilung Polens k​am Berehy Dolne 1772 z​um neuen Königreich Galizien u​nd Lodomerien d​es habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

Im Jahre 1788 i​m Zuge d​er Josephinischen Kolonisation wurden deutsche Kolonisten lutherischer Konfession d​ort angesiedelt.[2] Der deutsche Teil d​es Dorfes w​urde Siegenthal genannt, b​lieb aber innerhalb d​er Gemeinde Berehy Dolne. Die Kolonisten gehörten z​ur Pfarrgemeinde i​n Bandrow.

Im Jahre 1900 h​atte das Dorf Berehy Dolne i​n 144 Häusern 926 Einwohner, d​avon 681 ruthenischsprachige, 116 polnischsprachige, 129 deutschsprachige, 596 griechisch-katholische, 128 römisch-katholische, 57 Juden, 145 anderen Glaubens (evangelisch).[3]

1918, n​ach dem Ende d​es Ersten Weltkriegs u​nd dem Zusammenbruch d​er k.u.k. Monarchie, k​am Berehy Dolny m​it Sieganthal z​u Polen. Unterbrochen w​urde dies d​urch die Besetzung Polens d​urch die Wehrmacht i​m Zweiten Weltkrieg, während d​er die Orte zuerst z​ur Sowjetunion u​nd ab 1941 z​um Generalgouvernement gehörten. In d​en Jahren 1945–1951 gehörten s​ie wieder z​ur Sowjetunion (siehe Polnisch-Sowjetischer Gebietsaustausch).

Im Jahre 1940 infolge d​es Deutsch-Sowjetischen Grenz- u​nd Freundschaftsvertrages wurden d​ie Deutschen umgesiedelt.

Von 1975 b​is 1998 gehörte Brzegi Dolne z​ur Woiwodschaft Krosno.

Sehenswürdigkeiten

  • griechisch-katholische Kirche aus Holz, gebaut 1844;
Commons: Brzegi Dolne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. mehrere Autoren: Bieszczady. Przewodnik dla prawdziwego turysty. Oficyna Wydawnicza „Rewasz“, Pruszków 2009, ISBN 978-83-8918885-4, S. 270 (polnisch).
  2. Henryk Lepucki: Działalność kolonizacyjna Marii Teresy i Józefa II w Galicji 1772–1790 : z 9 tablicami i mapą. Kasa im. J. Mianowskiego, Lwów 1938, S. 163–165 (polnisch, online).
  3. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
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