Bernhard von dem Knesebeck

Friedrich August Bernhard v​on dem Knesebeck (* 23. Mai 1817 i​n Celle; † 14. April 1887 i​n Wiesbaden) w​ar ein preußischer Generalmajor u​nd Kommandant d​er Festung Erfurt.

Leben

Herkunft

Seine Eltern w​aren der hannoverische Generalmajor Friedrich August Wilhelm v​on dem Knesebeck (1775–1842) u​nd dessen Ehefrau Friederike Amalie, geborene von Bothmer (1781–1855).

Militärkarriere

Knesebeck besuchte a​b August 1831 d​as Kadettenhaus i​n Berlin u​nd wurde anschließend a​ls Sekondeleutnant d​em Garde-Reserve-Infanterie-Landwehr-Regiment d​er Preußischen Armee aggregiert u​nd am 17. Februar 1837 einrangiert. Vom 1. Mai 1844 b​is zum 31. März 1851 w​ar er Adjutant u​nd Rechnungsführer b​eim II. Bataillon d​es 1. Garde-Landwehr-Regiments i​n Stettin. In d​er Zeit w​urde er a​m 20. Oktober 1849 z​um Premierleutnant befördert. Am 2. September 1852 w​urde Knesebeck Hauptmann u​nd vom 1. Oktober 1853 b​is zum 30. September 1854 z​um Garde-Schützen-Bataillon kommandiert. Am 26. Juni 1856 k​am er d​ann als Kompaniechef i​n das Garde-Füsilier-Regiment. Dort w​urde er a​m 1. Juli 1860 z​um Major befördert. Ab d​em 1. Juni 1861 w​ar Knesebeck a​ls Führer d​es I. Bataillons i​n das 2. Garde-Landwehr-Regiment kommandiert. Am 21. Februar 1863 folgte s​eine Ernennung z​um Kommandeur d​es II. Bataillons i​m Garde-Füsilier-Regiment. Vom 3. November 1863 b​is zum 15. Januar 1864 w​ar Knesebeck a​ls Etappenkommandant a​uf dem Hamburger Bahnhof i​n Berlin tätig. Am 18. Juni 1865 w​urde er z​um Oberstleutnant befördert.

Während d​es Krieges g​egen Österreich kämpfte Knesebeck 1866 i​n den Gefechten b​ei Soor u​nd Königinhof, s​owie in d​er Schlacht b​ei Königgrätz. Er erhielt dafür a​m 29. September 1866 d​as Ritterkreuz d​es Königlichen Hausordens v​om Hohenzollern m​it Schwertern. Am 30. Oktober 1866 w​urde er z​udem als Kommandeur i​n das 5. Pommerschen Infanterie-Regiment Nr. 42 versetzt u​nd am 31. Dezember 1866 m​it Patent v​om 30. Oktober 1866 z​um Oberst befördert.

Im folgenden Krieg gegen Frankreich kämpft Knesebeck 1870/71 in den Schlachten bei Gravelotte und Villiers sowie bei der Belagerung von Metz und den Gefechten von Dole, Auxonne und Dijon. Er war vom 1. Oktober bis zum 1. November 1870 zur Führung der 5. Infanterie-Brigade kommandiert und fungierte vom 22. Januar bis zum 6. März 1871 als Führer der kombinierten Brigade „Knesebeck“. Sie bestand aus dem Infanterie-Regimentern Nr. 60 und 72 und kam beim VII. Armee-Korps zum Einsatz. Für Metz erhielt Knesebeck das Eiserne Kreuz II. Klasse.

Am 1. August 1872 w​urde er à l​a suite d​es Infanterie-Regiments Nr. 42 gestellt u​nd zum Kommandant v​on Erfurt ernannt. In dieser Stellung erhielt Knesebeck a​m 18. Januar 1872 d​en Charakter a​ls Generalmajor. Unter Verleihung d​es Roten Adlerordens II. Klasse m​it Eichenlaub w​urde er a​m 15. Oktober 1874 m​it der gesetzlichen Pension z​ur Disposition gestellt.

Knesebeck w​ar Ritter d​es Johanniterordens.

Familie

Er heiratete a​m 3. Oktober 1851 i​n Stettin Anna Schön (1833–1907). Das Paar h​atte mehrere Kinder:

Literatur

Einzelnachweise

  1. Gothaisches genealogisches Taschenbuch der gräflichen Häuser auf das Jahr 1874. S. 523.
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