Bergrevier Dillenburg

Das Bergrevier Dillenburg w​ar ein z​um Oberbergamt Bonn gehöriges Bergbaurevier. Eine Monographie z​um Revier v​om damaligen Dillenburger Bergrat Ernst Frohwein erschien 1885.[1]

Karte des Bergreviers Dillenburg von 1884[1]

Ausdehnung

Das Bergrevier Dillenburg hatte eine Fläche von 1317,22 km² und umfasste das komplette Amt Dillenburg sowie die Ämter Herborn, Rennerod, Marienberg, Hachenburg, sowie die Orte Selters und Wallmerode des Unterwesterwaldkreises.[1] Es grenzte im Norden an die Kreise Altenkirchen, Siegen-Wittgenstein, im Osten an den Kreis Biedenkopf und den Kreis Wetzlar, gen Süden an den Oberlahnkreis und das Amt Montabaur, gen Westen an die Kreise Koblenz und Neuwied. Benachbarte Bergreviere waren Bergrevier Daaden-Kirchen, Bergrevier Siegen I, Bergrevier Siegen II, Bergrevier Müsen, Bergrevier Wetzlar, Bergrevier Weilburg, Bergrevier Diez, Bergrevier Hamm an der Sieg, sowie die Standesherrschaft Wittgenstein-Wittgenstein.[1]

Geschichte

Am 1. September 1559 wurde die Nassau-Katzenelnbogische Bergordnung durch den Grafen Wilhelm zu Nassau-Katzenelnbogen, Vianden und Diez erlassen. Es wurde festgelegt, dass verschiedene Bergbeamte anzustellen seien (Bergvogt, Bergmeister, Geschworener, Bergschreiber, Berggegenschreiber, Hüttenschreiber, Probierer, Schichtmeister, Steiger usw.). Die Organisation der Bergverwaltung änderte sich später wiederholt. Am 13. November 1740 wurde beschlossen, die bisherigen separaten Ämter Forstamt und Bergamt abzuschaffen und alle diesbetreffenden Sachverhalte über die Rentkammer vorzunehmen. Am 12. März 1765 erfolgte die Errichtung einer Berg- und Hüttenkommission in Dillenburg. Dieselbe hatte ihren besonderen (damals zugleich forstkundigen) Chef und hing unmittelbar von der Landesregierung ab. Ein Mitglied der Kommission war dazu ausersehen, sich mit dem eigentlichen Detail des Betriebes zu beschäftigen und die Funktion des Bergmeisters zu überwachen, zu welcher alles gehörte, was das Amt eines Oberbergmeisters auf den Oberharzischen Bergwerken in sich fasset. Zur Führung der Protokolle, der verschiedenen Bergbücher (Bestätigungs- und Verschreibbuch, Gegenbuch, Rezessbuch, Handelsbuch, Abschieds- und Vertragsbuch) und der Registratur war ein Bergsekretär bestellt. In den Rechtsangelegenheiten hatte ein Rechtsgelehrter aus der Justizkanzlei mit Sitz und Stimme mitzuwirken. Bei der Kommission war der Gerichtsstand sämtlicher Berg- und Hüttenleute und Bergbeamten, ausgenommen in Zivilsachen die Realklagen und in Kriminalsachen die schweren Verbrechen. Bei der Verhandlung von Bergsachen war zwar die Zulassung des Schriftwechsels nicht gänzlich untersagt, allerdings sollten alle Angelegenheiten, welche mündlich geregelt werden konnten nicht schriftlich festgehalten werden. Der Berg- und Hütten-Kommission zu Dillenburg wurde gemäß Reskriptes vom 6. März 1769 für die rechtlichen Bergwerks- und Hüttenangelegenheiten das Amtskollegium zu Siegen als erste Instanz untergeordnet; jedoch ging die Jurisdiktion erster Instanz in diesen Sachen schon im Juli 1770 an die ordentlichen Gerichte über. Über die Berggerichtsbarkeit traf ferner die Verordnung vom 13. Dezember 1778 die Bestimmung, dass in allen Fällen, wo von einer Erkänntnis Unserer Berg- und Hüttenkommission an Uns appelliret worden, und die Akten zur Einholung eines weiteren Urtheils versendet werden müssen, es lediglich von Unserer Bergkommission abhängen und dieselbe nach den Umständen ermässigen solle, ob sie die Akten an einen Bergschöffenstuhl oder aber an eine Universität und deren Juristenfacultät versenden wolle. Als im Jahre 1807 die Oranischen Landesteile dem Großherzogtum Berg einverleibt wurden, wurde die Berg- und Hütten-Kommission in Dillenburg aufgelöst und in Düsseldorf eine General-Administration für das Berg- und Salinenwesen des Großherzogtums Berg gebildet.

Nachdem i​m Jahre 1815 d​er größere Teil d​es Fürstentums Siegen v​on dem Fürstentum Dillenburg getrennt u​nd mit Preußen vereinigt worden war, verfügte e​in Erlass d​es Herzoglichen Staatsministeriums z​u Wiesbaden v​om 5. Dezember 1815, d​ass die Geschäftsverwaltung d​er wieder eingerichteten Berg- u​nd Hüttensektion i​n Dillenburg m​it dem 20. desselben Monats aufhören u​nd auf d​ie in Wiesbaden angeordneten Verwaltungsbehörden übergehen solle. Durch d​as landesherrliche Edikt v​om 6. Januar 1816 w​urde daraufhin d​ie Berg- u​nd Hüttenverwaltung i​m Herzogtum Nassau d​em Geschäftskreis, d​er durch d​as Edikt v​om 9./11. September 1815 eingesetzten Landesregierung z​u Wiesbaden, endgültig zugeteilt. Nach § 7 dieses Edikts h​atte dieselbe z​u besorgen: Die Aufsicht a​uf den Berg- u​nd Hüttenbetrieb, d​ie Erteilung d​er Erlaubniss z​ur Anlegung solcher Werke, Ausfertigung d​er Schürf- u​nd Mutscheine, Aufsicht a​uf die Gewerkschaften u​nd ihre gewerkschaftliche Rechnungen, Handhabung derselben b​ei den i​hnen erteilten Bewilligungen, insoweit s​ie nicht privatrechtliche Verhältnisse betreffen, Bestätigung d​er gewerkschaftlichen, z​ur Direktion d​er Werke bestimmten Diener. Unter d​er Landesregierung s​tand die Lokalbergverwaltung.

Durch Verordnung v​om 3. April 1816 w​urde das l​ange Zeit bestandene Verbot d​er Ausfuhr v​on Eisenstein u​nd Braunkohlen aufgehoben, um a​uch in dieser Hinsicht d​en Einwohnern d​es Herzogthums e​ine völlig f​reie Benutzung i​hres Eigenthums z​u gestatten u​nd ihnen d​en Weg z​u eröffnen, dasselbe i​m höchsten Preis abzusetzen.

Bei der Reorganisation der Lokalbergverwaltung, welche durch das landesherrliche Edikt vom 4. Oktober 1826 erfolgte und an die Stelle der bis dahin bestandenen Bergverwaltungsbehörden vom 1. Januar 1827 an für das ganze Herzogtum zwei Inspektionsdistrikte oder Bergmeistereien mit den Sitzen in Dillenburg und Diez setzte, wurden der Bergmeisterei Dillenburg die Ämter Dillenburg, Hachenburg, Hadamar, Herborn, Selters, Marienberg, Meudt (heute Wallmerod), Rennerod und Weilburg zugeteilt. Der Bergmeisterei wurde ein Bergmeister vorgesetzt und für den ganzen Umfang des Herzogtums ein Markscheider vom Staat angestellt. Später wurden die beiden Amtsbezirke Hadamar und Weilburg durch Verordnung vom 21. November 1842 vom Bergmeistereibezirk Dillenburg abgetrennt und dem neu gebildeten Bergmeistereibezirk Weilburg einverleibt. Durch Gesetz vom 19. Oktober 1850 wurde für jeden der drei Bergmeistereidistrikte, also auch für Dillenburg, ein besonderer Markscheiderbezirk gebildet. Schließlich erfolgte mittels Verordnung des Staatsministeriums vom 12. August 1857 die Bildung eines vierten Bergmeisterei- und Markscheidereibezirks – der Bergmeisterei Wiesbaden – durch Teilung der Bergmeisterei Diez. Nachdem das Herzogtum Nassau 1867 mit Preußen vereinigt wurde, erließ der preußische Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten am 11. März 1867, dass die vier Bergmeistereibezirke Dillenburg, Diez, Weilburg und Wiesbaden aufrechterhalten werden sollten. Infolgedessen bestand das Bergrevier Dillenburg ab dem 1. April 1867. Die Einführung des Allgemeinen Berggesetzes vom 24. Juni 1865 erfolgte durch die Königliche Verordnung vom 22. Februar 1867.

1875 befanden s​ich im Bergrevier Dillenburg 22 Gruben, d​avon 19 i​n Betrieb, m​it einer Belegschaft v​on insgesamt 495 Arbeitern.[2]

Die im Gebiet des vormaligen Herzogtums Nassau vorhandenen Domanial-, Berg-, Hütten- und Hammerwerke, welche dem Herzoglichen Finanz-Kollegium zu Wiesbaden unterstellt waren, gingen am 1. April 1867 in das Ressort des Königlichen Oberbergamts zu Bonn über. Nach der von dieser Behörde am 3. Januar 1868 erlassenen Bekanntmachung wurde unter anderem an Stelle der bisherigen Domanial-Bergverwaltung in Dillenburg die Königliche Berginspektion in Dillenburg eingesetzt. Zum deren Verwaltungsbezirk gehörten 39 verliehene Gruben, von welchen im Jahr 1884 7 (Beilstein, Oelsberg, Königszug, Eisenzeche, Steinberg, Bergstein und Laufenderstein) in Betrieb waren. Die Gesamtproduktion dieser Gruben betrug im Jahr 1884: 83.208 t Roteisenstein im Wert von 724.205 Mark; beschäftigt waren 615 Arbeiter mit 1226 Angehörigen. Die drei im Bergrevier Dillenburg gelegenen fiskalischen Braunkohlengruben, von welchen die Gruben Oranien und Nassau im Jahre 1884 betrieben wurden, gehören zum Verwaltungsbezirk der Königlichen Berginspektion in Weilburg. 1884 betrug die Gesamtproduktion dieser Gruben 5677 t Braunkohle im Wert von 42.315 Mark. Ihre Belegschaft bestand aus 71 Arbeitern mit 166 Angehörigen.[1]

Geologie

Gruben

Innerhalb d​es Bergreviers Dillenburg befanden s​ich zum Ende d​es Jahres 1884 folgende Gruben i​n Privatbesitz:

  • Eisenerzgruben (verliehen: 1240, 54 in Betrieb)
  • Manganerzgruben (verliehen: 9, keine in Betrieb)
  • Kupfer-,Blei,Zink-, Silbererzgruben (verliehen: 158, 5 in Betrieb)
  • Braunkohlegruben (verliehen: 220, 13 in Betrieb)
  • Walkererdegruben (verliehen: 1, keine in Betrieb)
  • Tongruben (verliehen: 101, 6 in Betrieb)
  • Dachschiefergruben (verliehen: 99, 3 in Betrieb)
  • Schwerspathgruben (verliehen: 11, keine in Betrieb)
  • Schwefelkiesgruben (verliehen: 24, eine in Betrieb)

Die Gruben verteilten s​ich mehr z​um östlichen Dillenburger Raum g​en Ober- u​nd Niederschelden hin. Auf d​en Hochflächen d​es Westerwalds w​ar weniger Bergbau (lediglich Braunkohle u​nd eher w​enig Eisen) anzutreffen.

Kohlebergwerke

Die Braunkohlebergwerke a​uf dem Westerwald s​ind in e​iner eigenen Liste z​u finden:

Alle d​ort aufgeführten Gruben sind, m​it Ausnahme v​on Niederdresselndorf (Concordia), Emmerzhausen (Adolfsburg) u​nd Greifenstein (Bierhain), d​em Bergrevier Dillenburg zugehörig.

Erzbergwerke

Zu beachten ist, dass diese Seite auch Gruben der Bergreviere Diez, Wetzlar und Weilburg beinhaltet (ersichtlich aus der entsprechenden Tabellenspalte). Weitere Erzgruben des Dillenburger Bergreviers (auf dem Westerwald), welche nicht dem Lahn-Dill-Gebiet zugeordnet werden können, sind folgend aufgeführt:

NameOrtAnmerkungenLageBeginnEndeBild
Adolf Gehlert (Hachenburg) Eisen[3] 1875 (vor)
Alfen Hartenfels (Selters) Eisen; verliehen am 27.11.1870[4] 1867-08-19
Alter Garten Wied (Hachenburg) Eisen; verliehen am 24.9.1868; erweitert am 20.9.1870[4] 1868-09-24
Amos Bölsberg (Bad Marienberg) Eisen; gemutet am 10. April 1867; verliehen an Gewerkschaft Heistern bei Driedorf am 2.8.1870[4][5] 1967-04-10
Anna II Nistertal-Büdingen (Hachenburg) Zink; südlich der Wegegabelung der Straße Büdingen-Dreisbach; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“[5]
Au Hütte (Hachenburg) Eisen; gemutet am 16.5.1867; verliehen am 22.7.1870[4] 1867-05-16
Auf dem Krumrich ('Cramrich') Alpenrod (Hachenburg) Brauneisenstein, Kupferkies[5]
Beate Alpenrod (Hachenburg) Kupfererz, Braun- und Spateisenstein; früher Flora; gemutet am ; verliehen am 25.8.1870[5][4] 1867-07-08
Bergflur Rückeroth (Selters) Eisen; verliehen am 27. Juli 1860; erweitert am 23.11.1870[4] 1860-07-27
Bergwerg Korb Eisen[5]
Birken Eschelbach Eisen; verliehen am 27. Februar 1858; erweitert am 18.10.1870[4] 1858-02-27
Bleiberg Streithausen in der Kroppacher Schweiz[5]
Bodenfeld Nentershausen Eisen; verliehen am 11.6.1863; erweitert 29.9.1870[4] 1863-06-11
Bölsberger Eisensteinwerke Bölsberg Eisen[6] 1778[6] 1784[6]
Borngasse Gehlert (Hachenburg) Eisen[3] 1875 (vor)
Casimir Lautzenbrücken (Bad Marienberg) Eisen; verliehen am 10.8.1870[4] 1867-06-18
Castellar Bad Marienberg Eisen; gemutet am 4.9.1869; verliehen am 2.8.1870[4] 1869-09-04
Christiansfund Niedererbach (Montabaur) Kupfer, Mangan; gemutet am 11.7.1867; verliehen am 16.4.1870[4] 1867-07-11
Concordia Stein-Wingert nahe Stein in der Kroppacher Schweiz[5]
Cramberg Wied (bei Hachenburg) (Hachenburg) Eisen; verliehen am 9.1.1861; erweitert am 26.1.1870[4] 1862-01-09
Denker Stangenrod Eisen; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“[5]
Diebsteg Rückeroth (Selters) Eisen; verliehen am 24.5.1850; erweitert am 17.11.1870[4] 1850-05-24
Dreieinigkeit Sessenhausen (Selters) Eisen; verliehen am 9.11.1870[4] 1867-11-28
Dreifelden Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Dotter Vielbach Eisen; verliehen am 29. August 1861; erweitert 23.9.1870[4] 1861-08-29
Edelstein Luckenbach (Hachenburg) Brauneisenstein; oberhalb der kleinen Nister; Stollen[8]
Eisengrube Maxsain (Selters) Eisen; verliehen am 13.9.1847; erweitert am 1.12.1870[4] 1847-09-13
Eisenfeld Gehlert (Hachenburg) Eisen[3] 1875 (vor)
Eisenkaute Lautzenbrücken (Bad Marienberg) Eisen; ca. 9 km südlich der Eisenerzgrube Füsseberg an der Köln-Leipziger-Straße zwischen Kirburg und Abzw. Bad Marienberg;
Verleihung 1805; 247 m (Länge der Teufe)[9][5][10]
1777 (vor) 1927
Eisenquelle Unnau (Bad Marienberg) Eisen; verliehen am 2.8.1870; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“[4][5] 1867-06-23
Eiskeller Welkenbach (Hachenburg) Brauneisenstein, Mangan; 2 Stollen, Schacht; verliehen am 25. Juni 1847; erweitert am 26.7.1870[11][4][5] 1847-6-25 1939
Emilie Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Erbach & Nassau Erbach Eisen; konsolidiert mit Rothenstein und Heldstein[5]
Fäustel Sessenhausen (Selters) Eisen; verliehen am 7. Juli 1860; erweitert am 9.11.1870[4] 1860-07-07
Freiberg Mittelhattert Eisen; verliehen am 15.10.1870[4] 1867-05-16
Friede Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Fuchshohl Vielbach Eisen; gemutet 4.4.1867; verleihen am 23.9.1870[4] 1867-04-04
Füllhorn Alpenrod (Hachenburg) Eisen; gemutet am 18.06.1867; verliehen am 25.8.1870[4][5] 1867-06-18
Gänsberg Hachenburg Eisen; gemutet am 26.6.1867; verliehen am 9.8.1870[4] 1867-06-26
Gattel Kleinholbach (Girod) Eisen; gemutet am 9.11.1868; verliehen am 21.6.1870[4] 1868-11-09
Georgszeche / Schwarze Kauten Bölsberg [9][5] 1921 ?
Germania X Alpenrod (Hachenburg) Eisen, Blei, Kupfer[12][5][3] 1899 (um)
Gewerkschaft Himburg Himbach (Rothenbach) Eisen;im Distrikt Wetzstein; nur Schurf[5] 1935-04-09 1939
Gilsberg Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Glückstern Rehe Eisen; verliehen am 27. Januar 1859; erweitert am 13.4.1870[4] 1859-01-27
Goldammer Lautzenbrücken (Bad Marienberg) Eisen; verliehen am 2.8.1870[4] 1867-06-18
Gottfried II Lautzenbrücken (Bad Marienberg) Eisen; verliehen am 2.8.1870[4] 1868-01-26
Grant Lochum (Steinebach an der Wied) Eisen; gemutet am 3.7.1869; verliehen am 15.4.1870[4] 1869-07-03
Gregori Marzhausen (Hachenburg) Eisen; verliehen am 15.10.1870[4] 1867-06-23
Grundsboden Goddert (Selters) Eisen; verliehen am 16.11.1870[4] 1867-04-04
Gustav Adolf Unnau / Stangenrod (Bad Marienberg) Eisen; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“; umgeben von Grubenfeld Jiest[5][4] 1870 (vor)
Gute Hoffnung Alpenrod (Hachenburg) Kupfererz, Braun- und Spateisenstein[5]
Hahn Maxsein (Selters) Eisen; verliehen am 28.11.1870[4] 1868-06-22
Hardt Kroppacher Schweiz, Ort ? Eisen[5]
Heddernheimer Kupferwerke Bad Marienberg Kupfer; Verwaltung in der Adolfstr. 9 in Marienberg[5] 1920 (um)
Heimborn Kroppacher Schweiz, Ort ? Eisen[5]
Heinz Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Heldstein Oberhattert Eisen; konsolidiert mit Scheibe und Heldstein[5]
Heller Sessenhausen (Selters) Eisen; verliehen am 12. Mai 1852; erweitert am 16.11.1870[4] 1852-05-12
Hirzenacker Breitenau Eisen; verliehen am 9.11.1870[4] 1867-04-04
Hohenhübel Marienrachdorf (Selters) Eisen; verliehen am 25.11.1870[4] 1867-04-04
Humboldt Bad Marienberg Eisen; gemutet am 17.09.1869; verliehen am 2.8.1870[4] 1869-09-17
Immergrün Krümmel (Selters) Eisen; verliehen am 24.9.1867; erweitert am 30.11.1870[4] 1867-09-24
Jiest Stangenrod (Bad Marienberg) Eisen; verliehen am 30. Juni 1857; erweitert am 1.8.1870[4] 1857-06-30
Johanna Goddert (Selters) Eisen; verliehen am 19. September 1861; erweitert am 2.1.1869 und am 30.11.1870[4] 1861-09-19
Johannes Hoffnungsstern Alpenrod (Hachenburg) Eisen[5][3] 1875 (vor)
Josephine Kroppacher Schweiz, Ort ? Eisen[5]
Königsberg Mittelhattert (Hachenburg) Eisen; gemutet am 16.5.1867; verliehen am 22.7.1870[4] 1867-05-16
Königsgrätz Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Kornhahn Sessenhausen (Selters) Eisen; verliehen am 9.11.1870[4] 1867-11-28
Krummszeche Erbach (Nistertal) Blei- und Kupfererz, Zinkblende; im Distrikt Hähn; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“[5]
Kühberg I Alpenrod (Hachenburg) Kupfererz, Braun- und Spateisenstein[5]
Kunst Höchstenbach Kupferkies, Kupfergrün und Spateisenstein; auf den Höchstenbacher Wiesen[5]
Lore Stein-Wingert bei Wingert in der Kroppacher Schweiz[5]
Ludwig Stein-Wingert nahe Stein in der Kroppacher Schweiz[5]
Ludwig II Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Lydia Kroppach (Hachenburg) Eisen; verliehen am 11.10.1870[4] 1867-08-23
Malakoff Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Marienberg Bad Marienberg Eisen; gemutet am 17.6.1867; verliehen am 2.8.1870[4] 1867-06-17
Marienberg II Bad Marienberg Eisen; gemutet am 21.7.1867; verliehen am 2.8.1870[4] 1867-07-21
Marsal Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Mehlenheck Erbach Eisen; konsolidiert mit Rothenstein und Heldstein[5]
Müschenbach Müschenbach (Hachenburg) Eisen; gemutet am 21.?.1867; verliehen am 9.8.1870[4] 1867-05-21 ?
Nassau & Füllhorn Erbach Eisen; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“[5]
Nauroth II - IV, VII Caan (Ransbach-Baumbach) Eisen[13]
Paul Niedermörsbach in der Kroppacher Schweiz[5]
Paulshain Pottum (Westerburg) Eisen; verliehen am 29. Januar 1867; erweitert am 7.4.1870[4] 1867-01-29
Peterchen Nistertal-Erbach Eisen; gemutet am 6.5.1868; verliehen am 17.8.1870; im Walddistrikt Scharfenstein nahe der Straße von Hardt nach Unnau; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“[4][5] 1868-05-06
Petersberg Herschbach (Selters) Eisen, Mangan; verliehen am 3. Januar 1862; erweitert am 21.10.1870[4] 1862-01-03
Phillipszeche Luckenbach Eisenglanz und dichter Brauneisenstein[5]
Quelle Görgeshausen Eisen; verliehen am 9.11.1870[4] 1860-07-12
Rheinberg Höchstenbach (Hachenburg) Eisen; gemutet am 16.5.1867; verliehen am 26.7.1870[4] 1867-05-16
Rose II Kroppacher Schweiz, Ort ? Eisen[5]
Roßbach Roßbach Brauneisenstein; 1870 36 Beschäftigte, 1884 ca. 140 Bergleute, 1880 über 200 Mann Belegschaft; Sohlen auf 50, 100, 150 u. 200 m; 200 m Teufe[12][14][5] Lage 1785 (ca.) 1898-08-17
Roßloh Marienrachdorf (Selters) Eisen; verliehen am 5.2.1867; erweitert am 25.11.1870[4] 1867-02-05
Rothenstein Oberhattert Eisen; konsolidiert mit Scheibe und Heldstein[5]
Rothenstein Gehlert (Hachenburg) Eisen[3] 1875 (vor)
Scheibe Mittelhattert Eisen; konsolidiert mit Rothenstein und Heldstein[5]
Schellert Nidermorsbach Eisen; 300 m südöstlich von Helmeroth am Burbachseifen; Stollen Freischütz; Schachtanlage mit Förderturm[5] Lage 1856 (vor)
Schen(c)kelberg Herschbach (Selters) Eisen[15] 1899 (um)
Schlenk Marienrachdorf (Selters) Eisen; verliehen am 5. Juli 1861; erweitert am 29.11.1870[4] 1861-07-05
Seifen Erbach Eisen; konsolidiert mit Rothenstein und Heldstein[5]
Silberschnur I,II,III,IV Giesenhausen bei Giesenhausen, Stein und Ahlhausen; in der Kroppacher Schweiz[5]
Steinberg (Glaskopf) Enspel (Westerburg) / Todtenberg Eisen; verliehen am 8. Juni 1839; umgewandelt am 26.4.1870[4][5] 1839-06-08
Steinberg Unna Eisen; bei Unnau und Norken[5]
Steinberg II, III Enspel Eisen; alle Grubenfelder gemutet am 19.7.1867 und verliehen am 25.8.1870[4] 1867-07-19
Steinberg 16,20,78,86,74,189 Hartenfels Eisen[7]
Steinberg 31,32,75,79,80 Gehlert (Hachenburg) Eisen; konsolidiert mit Rothenstein[3] 1875 (um)
Steinbruch Niedererbach (Montabaur) Eisen; verliehen am 1. April 1856; erweitert am 13.4.1870[4] 1856-04-01
Steinchen Kundert Kupfer; in der Kroppacher Schweiz; hatte 1906 14 Beschäftigte[5] 1906 (um)
Steinfeld Atzelgift Eisen; in der Kroppacher Schweiz[5]
Strüthchen Wied (Hachenburg) Eisen; verliehen am 20.9.1870[4] 1867-07-28
Thorholz Goddert (Selters) Eisen; konsolidiert und verliehen am 5. Februar 1867; erweitert am 16.11.1870[4] 1867 (vor)
Urwald Alpenrod (Hachenburg) Blei[5]
Victoria Alpenrod (Hachenburg) Eisen[5]
Wachsam Rückeroth (Selters) Eisen; verliehen am 15.11.1870[4] 1867-08-20
Wacht Luckenbach Eisenglanz und dichter Brauneisenstein[5]
Waide Hartenfels Eisen; ehemals Benjamin[7]
Weierflur Nordhofen Eisen; gemutet 4.4.1867; verleihen am 23.9.1870[4] 1867-04-04
Weissenburg I Neunkirchen (Rennerod) Eisen; verliehen am 13.9.1870[4] 1867-02-08
Weissenburg I Neunkirchen (Rennerod) Eisen; verliehen am 13.9.1870[4] 1867-03-20
Winterfeld Mündersbach Eisen; verliehen am 4. September 1867; erweitert am 21.10.1870[4] 1867-09-04
Wörth Hartenfels (Selters) Eisen[7]
Ziest Stangenrod Eisen; auf den Ausläufern des Südflügels des „Siegerländer Hauptsattels“[5]
Zuflucht Alpenrod (Hachenburg) Eisen[5][3] 1875 (um)

Schieferbergwerke

Zu beachten ist, dass diese Seite auch Gruben der Bergreviere Diez, Wetzlar und Weilburg beinhaltet (ersichtlich aus der entsprechenden Tabellenspalte). Weitere Schiefergruben des Dillenburger Bergreviers (auf dem Westerwald), welche nicht dem Lahn-Dill-Gebiet zugeordnet werden können, sind folgend aufgeführt:

NameOrtAnmerkungenLageBeginnEndeBild
An den Dörnen Limbach Schiefer[16]
Assberg Limbach Schiefer; Tagebau (ca. 240 m × 70 m); heute Bergbaumuseum; mind. 20 m Teufe; vermutlich größte und älteste Schiefergrube des Westerwalds[16][17] Lage 1548
Benedikt I Heuzert Schiefer Dachschiefer; verliehen am 13.10.1870[4][16] 1867-07-06
Benedikt II Heimborn Dachschiefer; verliehen am 13.10.1870[4][16] 1867-07-06
Bismark Giesenhausen Schiefer; auch Bismarck geschrieben; gemutet am 30. Juli 1869; verliehen am 7.4.1870[4][16] 1869-07-30
Carlsfund Obererbach Schiefer; gemutet am 11. Mai 1869; verliehen am 13.4.1870[4] 1869-05-11
Georgsfund II Niedererbach Schiefer; gemutet am 11. Juni 1869; verliehen am 13.4.1870[4] 1869-06-11
Hardt Astert Schiefer[16]
Helene Stein Schiefer[16]
Jacobsfund Niedererbach Schiefer; gemutet am 11. Mai 1869; verliehen am 13.4.1870[4] 1869-05-11
Knabenberg Obermörsbach Schiefer[16]
Marzhausen Marzhausen Schiefer[16]
Martinslust Marzhausen Schiefer; gemutet am 17.6.1869; verliehen am 7.4.1870[4][16] 1869-06-17
Peterzeche I Hirtscheid Schiefer; zwischen Hirtscheid und Korb; ein Stollen[16] 1884 (um)
Sophie Mudenbach / Marzhausen Schiefer; gemutet am 20.4.1869; verliehen am 13.4.1870[4][16] 1869-04-20
Theodorsfund Görgeshausen Schiefer; gemutet am 18. Mai 1869; verliehen am 13.4.1870[4] 1869-05-18
Wiedbach Borod Schiefer; gemutet am 4.9.1869; verliehen am 7.4.1870[4] 1869-09-04
Wilhelmshöhe I Giesenhausen Schiefer[16]

Siehe auch

Literatur

  • Ernst Frohwein: Beschreibung des Bergreviers Dillenburg, Bonn 1885

Einzelnachweise

  1. Frohwein, E. (1885): Beschreibung des Bergreviers Dillenburg. Adolph Marcus, Bonn 1885 (144 S., 1 Karte).
  2. Jahresberichte der Handelskammern und kaufmännischen Korporationen des Preussischen Staats, 1875
  3. Situationsriss von den Braunkohlenmutungen Redlichkeit I und II, Gemarkung Gehlert, Revier Dillenberg
  4. Amtsblatt der preußischen Regierung in Wiesbaden, 1870
  5. Erzbergbau auf dem Hochwesterwald
  6. Dokumente des hessischen Staatsarchivs
  7. Situationsriss von den Braunkohlenmutungen Stolzenfels I - VII, Gemarkung Hartenfels, Revier Dillenburg
  8. Grube Edelstein im Mineralienatlas
  9. Bergbau in Sainscheid????
  10. Gruben des Siegerlandes
  11. Grube Eiskeller im Mineralienatlas
  12. Bergbau im Westerwald (Memento vom 2. August 2017 im Internet Archive)
  13. Lageplan von der Eisenerzgrubenfeldern Mit Gott, Laura und Emma
  14. Grubenstraße in Roßbach
  15. Grube Schenkelberg im Mineralienatlas
  16. Schieferbergbau im Oberwesterwald
  17. @1@2Vorlage:Toter Link/www.gastlandschaften.de(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Dachschiefergrube Assberg)
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