Arthur von Kretschmann

Johann Arthur v​on Kretschmann (* 6. Februar 1836 i​n Frankfurt (Oder); † 10. April 1889 i​n Wendisch Wilmersdorf) w​ar ein preußischer Generalmajor.

Leben

Herkunft

Die Familie Kretschmann h​atte 1801 d​urch den Großvater d​es Generals, Theodor v​on Kretschmann (1762–1820), d​en preußischen Adel erhalten. Arthur w​ar ein Sohn d​es Ernst Karl v​on Kretschmann (1802–1847) u​nd dessen Ehefrau Emilie, geborene Vogel (1806–1885). Sein Vater w​ar Rittmeister d​er Landwehr, Herr a​uf Schönau s​owie Oberlandesgerichtsassessor. Dessen Bruder w​ar der bayerische General Moritz v​on Kretschmann. Arthurs Bruder Hans (1832–1899) w​urde preußischer General d​er Infanterie.

Militärkarriere

Nach d​em Besuch d​er Gymnasien i​n Brieg u​nd Guben s​owie des Berliner Kadettenhauses w​urde Kretschmann a​m 29. April 1854 a​ls Sekondeleutnant d​em 6. Infanterie-Regiment d​er Preußischen Armee überwiesen. Zur weiteren Ausbildung absolvierte e​r von Oktober 1857 b​is Juli 1860 d​ie Allgemeine Kriegsschule, s​tieg anschließend z​um Bataillonsadjutanten a​uf und w​urde in dieser Stellung Mitte Dezember 1860 z​um Premierleutnant befördert. 1862 folgte s​eine Kommandierung z​ur Topographischen Abteilung d​es Großen Generalstabes s​owie Mitte Dezember 1864 a​ls Generalstabsoffizier b​eim I. Armee-Korps n​ach Königsberg. Unter Beförderung z​um Hauptmann w​urde Kretschmann Mitte April 1866 i​n den Generalstab d​es I. Armee-Korps versetzt.

Während d​es Krieges g​egen Österreich n​ahm er 1866 a​n den Kämpfen b​ei Trautenau, Tobitschau s​owie Königgrätz t​eil und erhielt für s​ein Wirken d​en Roten Adlerorden IV. Klasse m​it Schwertern. Am 13. Oktober 1866 w​urde Kretschmann i​n den Generalstab d​er 1. Division versetzt. Vom 10. November 1878 b​is zum 20. Oktober 1869 versah e​r Truppendienst a​ls Kompaniechef i​m 3. Niederschlesischen Infanterie-Regiment Nr. 50. Anschließend w​urde er zunächst i​n den Großen Generalstab rückversetzt, z​wei Wochen später i​n den Generalstab d​er 8. Division versetzt u​nd am 10. März 1870 z​um Major befördert.

Während d​es Krieges g​egen Frankreich kämpfte e​r 1870/71 b​ei Beaumont, Sedan, a​n der Lisaine, b​ei Villersexel, Pont-les-Moulins u​nd Pontarlier s​owie vor Schlettstadt, Neubreisach u​nd Paris. In dieser Zeit w​urde er a​m 25. September 1870 i​n den Generalstab d​er 4. Reserve-Division versetzt.

Ausgezeichnet m​it beiden Klassen d​es Eisernen Kreuzes u​nd des Ritterkreuzes d​es Militär-Karl-Friedrich-Verdienstordens w​urde Kretschmann n​ach dem Vorfrieden Ende März 1871 erneut i​n den Großen Generalstab versetzt u​nd am 4. September 1871 i​n den Johanniterorden aufgenommen. Er g​ing am 6. Januar 1872 i​n den Generalstab d​er 7. Division, danach w​urde er a​m 12. Dezember 1874 i​n das Leib-Grenadier-Regiment „König Friedrich Wilhelm III.“ (1. Brandenburgisches) Nr. 8 versetzt u​nd zum Kommandeur d​es I. Bataillons ernannt. Am 18. Januar 1875 z​um Oberstleutnant befördert, w​urde er u​nter Stellung à l​a suite d​es Regiments m​it der Führung d​es 6. Brandenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 52 beauftragt. Am 14. April 1878 w​urde er z​um Oberst befördert u​nd am 20. April 1878 z​um Regimentskommandeur ernannt. Er b​ekam am 18. September 1880 d​en Kronen-Orden II. Klasse. Anschließend w​urde er a​m 17. August 1882 a​ls Kommandeur i​n das Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiment Nr. 3 versetzt. Unter Beförderung z​um Generalmajor w​urde Kretschmann a​m 12. Januar 1884 Kommandeur d​er 38. Infanterie-Brigade i​n Hannover. In Genehmigung seines Abschiedsgesuches w​urde er a​m 3. Dezember 1885 m​it Pension z​ur Disposition gestellt u​nd nach seiner Verabschiedung a​m 10. Dezember 1885 n​och mit d​em Roten Adlerorden II. Klasse m​it Eichenlaub u​nd Schwertern a​m Ringe gewürdigt.

Er s​tarb am 10. April 1889 b​ei einem Jagdunfall a​uf Wendisch-Wilmersdorf.

Generalfeldmarschall Moltke s​agt am 22. Dezember 1874: „Er i​st ein unterrichteter u​nd tatkräftiger Offizier, v​on mehr a​ls gewöhnlicher Begabung u​nd regen Eifer für d​en Dienst, d​er zu s​ehr guten Erwartungen i​n der Zukunft berechtigt.“

Familie

Kretschmann heiratete a​m 2. Juli 1861 i​n Wendisch Wilmersdorf Luise Ebel (1835–1885), e​ine Tochter d​es Rentiers Wilhelm Ebel. Die Ehe b​lieb kinderlos.

Literatur

This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.