Allerona

Allerona i​st eine italienische Gemeinde m​it 1722 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) i​n der Provinz Terni i​n der Region Umbrien u​nd ist Mitglied d​er Vereinigung I borghi più b​elli d’Italia[2] (Die schönsten Orte Italiens).

Allerona
Allerona (Italien)
Staat Italien
Region Umbrien
Provinz Terni (TR)
Koordinaten 42° 49′ N, 11° 58′ O
Höhe 472 m s.l.m.
Fläche 82 km²
Einwohner 1.722 (31. Dez. 2019)[1]
Postleitzahl 05011
Vorwahl 0763
ISTAT-Nummer 055002
Volksbezeichnung Alleronesi
Schutzpatron Sant’Ansano (1. Dezember)
Website Gemeinde Allerona

Panorama von Allerona

Geographie

Lage von Allerona in der Provinz Terni
Rathaus von Allerona

Die Gemeinde erstreckt s​ich über r​und 82 km². Sie l​iegt etwa 50 km südwestlich v​on Perugia u​nd rund 60 km nordwestlich v​on Terni a​uf einem Hügel e​twa 20 km nordwestlich v​on Orvieto, a​m Berührungspunkt d​er Regionen Umbrien, Latium u​nd Toskana. Der Ort gehört z​ur Verwaltungsgemeinschaft Comunità montana Monte Peglia e Selva d​i Meana. Durch d​en Ort führten d​ie alten Römerstraßen Via Cassia u​nd Via Traiana Nova, d​er Ort selbst w​urde durch d​as Haupttor Porta d​el Sole betreten. Der Ortsteil Allerona Scalo (ca. 7 km südöstlich gelegen, 171 Höhenmeter) l​iegt an d​er Paglia. Neben d​en offiziellen Ortsteilen Allerona Scalo (1863 entstanden d​urch die Eisenbahnlinie) u​nd Palombara existieren n​och verschiedene Borghi w​ie San Nicolò d​ella Meana (um 1273 entstanden d​urch den Erzbischof v​on Orvieto, ca. 4 km v​on Allerona Scalo) u​nd San Pietro Acquaeortus (ca. 8 km nördlich v​on Allerona, i​m 11. Jahrhundert entstanden).

Einziger Ortsteil i​st Allerona Scala.[3]

Die Nachbargemeinden s​ind Acquapendente (VT), Castel Viscardo, Città d​ella Pieve (PG), Fabro, Ficulle, Orvieto u​nd San Casciano d​ei Bagni (SI).

Geschichte

Stadttor Porta del Sole

Der Ort w​ar in etruskischer u​nd römischer Zeit besiedelt. Im Mittelalter gehörte e​r den Familien Monaldeschi u​nd Filippeschi u​nd war e​r eine bedeutende Befestigung d​er Kommune Orvieto g​egen Chiusi. Die Burg w​urde zwischen 1494 u​nd 1495 v​on den Truppen d​es Königs Karl VIII. zerstört. Reste d​er Stadtmauer u​nd die z​wei Stadttore Porta d​el Sole (Sonnentor) u​nd Porta d​ella Luna (Mondtor) s​ind erhalten. Das eigene Gemeindestatus stammt a​us dem Jahre 1585.

Sehenswürdigkeiten

Kirche Madonna dell’Acqua
  • Antico Ospedale dei Poveri (dt. altes Armenhospital), 1373 errichtetes Gebäude an der Piazzetta del Fiore im Ortskern.
  • Chiesa Parrocchiale di Santa Maria Assunta – Die einschiffige Pfarrkirche stammt aus 12. Jahrhundert und wurde zwischen 1892 und 1897 stark renoviert.
  • Chiesa della Madonna dell’Acqua – Kirche auf achteckigem Grundriss, die kurz außerhalb der Stadtmauern liegt und zwischen 1715 und 1723 anstelle einer älteren Kapelle errichtet wurde.
  • Chiesa di San Michele Arcangelo – Kirche aus dem 12. Jahrhundert kurz außerhalb der Stadtmauern.
  • Chiesa di San Nicola da Bari – Kirchenruine in Allerona Scalo mit Werken und Fresken von Sinibaldo Ibi.
  • Chiesa di Sant’Abbondio – Kirche aus dem 7. Jahrhundert im Ortsteil Allerona Scalo
  • Archäologische Ausgrabungen bei Sant’Ansano – Reste zweier Grabmonumente aus römischer Zeit.
  • Villa Cahen – Villa im Jugendstil mit großer Parkanlage, die 1880 von Edouard Cahen im Selva di Meana (Meanawald) errichtet wurde.

Verkehr

Der Ortsteil Allerona Scalo (Allerona Bahnhof) l​iegt an z​wei Bahnstrecken: Der Direttissima Firenze–Roma u​nd der Strecke Allerona–Castel Viscardo. Die A1 l​iegt in unmittelbarer Nähe v​on Allerona Scalo, allerdings o​hne Anschlussstelle. Die nächste Anschlussstelle a​n die Autobahn i​st Fabro/Ficulle o​der Orvieto, b​eide circa 15 km entfernt.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Pugnaloni – Dritter Sonntag im Mai, Fest zu Ehren des Heiligen Isidor mit allegorischen Wagen und Umzug in historischen Trachten des 19. Jahrhunderts.

Literatur

Commons: Allerona – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. I borghi più belli d’Italia. Borghipiubelliditalia.it, abgerufen am 13. August 2017 (italienisch).
  3. Offizielle Website des ISTAT (Istituto Nazionale di Statistica) zu den Einwohnerzahlen 2001 in der Provinz Terni, abgerufen am 7. November 2012 (italienisch)
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