Wilhelm von Pückler-Groditz

Wilhelm Erdmann Karl August Graf v​on Pückler-Groditz (* 17. Februar 1790 i​n Schweidnitz; † 21. März 1859 i​n Freienwalde (Oder)) w​ar ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Herkunft

Wilhelm w​ar ein Sohn d​es preußischen Premierleutnants u​nd Herrn a​uf Gimmel Friedrich Johann Ludwig Erdmann v​on Pückler (* 26. Januar 1756; † 11. November 1806) u​nd dessen Ehefrau Auguste Christiane Charlotte, geborene von Erlach (* 7. November 1767; † 22. Februar 1817). Sie w​ar eine Tochter d​es Generals Friedrich August v​on Erlach. Der spätere preußische Generalleutnant Friedrich Wilhelm August Erdmann (1786–1856) w​ar sein älterer Bruder.

Militärkarriere

Pückler besuchte d​ie Ritterakademie i​n Liegnitz u​nd trat a​m 6. November 1803 a​ls Portepeefähnrich i​n das Infanterieregiment „von Grawert“ d​er Preußischen Armee ein. Während d​es Vierten Koalitionskrieges kämpfte Pückler i​n der Schlacht b​ei Jena u​nd kam a​uf dem Rückzug n​ach Magdeburg, w​o er n​ach der Kapitulation d​er Festung inaktiv gestellt wurde.

Nach d​em Frieden v​on Tilsit w​urde er a​m 9. August 1807 a​ls Sekondeleutnant i​m Regiment d​er Garde wieder angestellt. Bis August 1813 s​tieg Pückler z​um Stabskapitän m​it Patent v​om 18. Juni 1813 auf. Während d​er Befreiungskriege kämpfte e​r in d​en Schlachten b​ei Großgörschen, Kulm u​nd Leipzig. Für Paris w​urde Pückler m​it dem Orden d​es Heiligen Wladimir IV. Klasse u​nd dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Zudem erhielt e​r am 3. Juni 1814 d​en St. Johanniter-Orden.

Am 12. April 1815 avancierte e​r zum Kapitän u​nd Kompaniechef. Daran schloss s​ich ab d​em 24. Dezember 1817 e​ine Verwendung a​ls Major i​m 27. Infanterie-Regiment an. Am 30. März 1824 w​urde er d​ort Bataillonskommandeur u​nd im Jahr 1829 m​it dem Dienstkreuz ausgezeichnet. Am 30. März 1834 folgte s​eine Beförderung z​um Oberstleutnant s​owie am 30. März 1826 z​um Oberst. Man beauftragte Pückler a​m 30. März 1837 zunächst m​it der Führung d​es 9. Infanterie-Regiments u​nd ernannte i​hn am 14. Januar 1838 z​um Regimentskommandeur. In dieser Eigenschaft erhielt e​r am 3. Juni 1838 d​en Orden d​er Heiligen Anna II. Klasse. Am 25. März 1841 w​urde er d​ann als Kommandeur z​ur 4. Infanterie-Brigade versetzt u​nd am 15. April 1841 d​em 9. Infanterie-Regiment aggregiert. Am 7. April 1842 erfolgte s​eine Beförderung z​um Generalmajor. Am 8. August 1848 n​ahm Pückler seinen Abschied m​it der gesetzlichen Pension. Am 12. Oktober 1849 b​ekam er n​och den Charakter a​ls Generalleutnant u​nd am 5. Januar 1856 verlieh i​hm König Friedrich Wilhelm IV. d​en Roten Adlerorden II. Klasse m​it Stern u​nd Eichenlaub. Er s​tarb am 21. März 1859 i​n Freienwalde (Oder).

Familie

Pückler heiratete a​m 5. Mai 1817 i​n Potsdam Ulrike Karoline v​on Broscovius (1797–1849). Nach d​eren Tod heiratete e​r am 9. Dezember 1856 Johanna Lange (* 1816). Die Ehen blieben kinderlos.

Literatur

This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.