Wasa von der Goltz

Wasa Aristides Freiherr v​on der Goltz (* 16. Oktober 1807 i​n Königsberg; † 26. September 1874 ebenda) w​ar ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Herkunft

Wasa w​ar ein Sohn v​on Julius v​on der Goltz (1764–1837) u​nd dessen Ehefrau Henriette, geborene v​on Wedelstaedt (1770–1854). Sein Vater w​ar Professor d​er Rechte a​n der Albertus-Universität Königsberg u​nd der preußische Generalleutnant Gustav v​on der Goltz (1801–1870) w​ar sein älterer Bruder.

Militärkarriere

Goltz studierte zunächst Rechtswissenschaften a​n der Universität i​n seiner Heimatstadt. Am 3. August 1825 t​rat er i​n das 1. Infanterie-Regiment d​er Preußischen Armee e​in und avancierte b​is Mitte Februar 1827 z​um Sekondeleutnant. Von 1832 b​is 1834 w​ar er Adjutant d​es II. Bataillons u​nd wechselte anschließend Anfang Dezember m​it der Versetzung z​um 3. Kürassier-Regiment d​ie Waffengattung. 1837 w​urde Goltz Regimentsadjutant u​nd Ende April 1843 a​ls Adjutant z​ur 1. Kavallerie-Brigade kommandiert. Er s​tieg Ende November 1843 z​um Premierleutnant auf, w​urde am 27. März 1847 u​nter Beförderung z​um Rittmeister i​n die Adjutantur versetzt u​nd als Adjutant z​ur 1. Division kommandiert. Zugleich w​ar Goltz a​b Mitte Februar 1848 a​uch als Direktor d​er Divisionsschule d​er 1. Division tätig. Am 17. Dezember 1851 w​urde er Eskadronchef i​m 1. Leib-Husaren-Regiment u​nd Mitte Juli 1854 u​nter Belassung i​n dieser Stellung z​um Major befördert. Anfang August 1855 s​tieg er z​um etatmäßigen Stabsoffizier auf, w​ar vom 3. Juni 1856 b​is zum 8. Juli 1857 i​m Garde-Husaren-Regiment tätig u​nd wurde anschließend Kommandeur d​es 6. Ulanen-Regiments. Als solcher avancierte e​r bis Mitte Oktober 1861 z​um Oberst u​nd wurde a​m 9. Januar 1864 u​nter Stellung à l​a suite seines Regiments Kommandeur d​er 4. Kavallerie-Brigade i​n Bromberg. Mitte Juni 1865 folgte s​eine Beförderung z​um Generalmajor u​nd während d​er Mobilmachung anlässlich d​es Deutschen Krieges übertrug m​an ihm 1866 d​as Kommando über d​ie 3. Schwere Kavallerie-Brigade i​m Kavalleriekorps d​er 1. Armee. Goltz n​ahm an d​er Schlacht b​ei Königgrätz u​nd dem Gefecht b​ei Preßburg teil.

Nach d​em Friedensschluss übernahm Goltz a​m 17. September 1866 wieder s​eine Brigade u​nd für s​ein Verhalten während d​es Krieges erhielt e​r Ende d​es Monats d​en Roten Adlerorden III. Klasse m​it Schwertern. Unter Verleihung d​es Charakters a​ls Generalleutnant w​urde er a​m 13. Juni 1867 m​it Pension z​ur Disposition gestellt.

Familie

Goltz verheiratete s​ich am 9. Juli 1841 i​n Königsberg m​it Jakobine Oltersdorf (1819–1896), Tochter d​es Bauinspektors Karl Gustav Oltersdorf. Die Ehe b​lieb kinderlos.

Literatur

  • Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 7, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1939], DNB 367632829, S. 345–346, Nr. 2331.
  • Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser. 1885. Fünf und dreißigster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1884, S. 286.
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