Taugwitz

Taugwitz i​st seit d​em 1. Juli 2009 e​in Ortsteil d​er Gemeinde Lanitz-Hassel-Tal[1] i​m Burgenlandkreis i​n Sachsen-Anhalt. Bis z​um 30. Juni 2009 w​ar Taugwitz e​ine selbstständige Gemeinde. Der letzte Bürgermeister w​ar Karl Hohenstern.

Taugwitz
Höhe: 207 m
Fläche: 19,05 km²
Einwohner: 910 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 06628
Vorwahl: 034463

Geografie

Das Dorf Taugwitz l​iegt zwischen d​en Städten Apolda u​nd Naumburg (Saale) a​uf 216 Meter Höhe ü. NN. Es grenzt direkt a​n das ebenfalls z​ur Gemeinde Lanitz - Hassel - Tal gehörende Dorf Poppel.

Zur ehemaligen Gemeinde Taugwitz gehörten d​ie Ortsteile Rehehausen, Spielberg, Gernstedt, Hohndorf, Poppel, Benndorf u​nd Zäckwar.

Geschichte

Die Dörfer Poppel und Taugwitz sind Slawensiedlungen, die als Rundlinge um einen Platz und eine Wasserstelle entstanden. Dies geschah nach der Schlacht bei Burgscheidungen 531 bis etwa 700. Die Flurnamen sind jedoch deutsch und finden sich urkundlich im Register des Klosters Pforta (Poppel 1271; Taugwitz 1307).[2] Der Ort gehörte ursprünglich den Grafen von Beichlingen, welche 1307 bis 1324 ihren Besitz im Ort allmählich dem Kloster Pforta übereigneten.[3] Nach der Säkularisation des Klosters Pforta im Jahr 1540 gehörte Taugwitz von 1543 bis 1815 zum kursächsischen Amt Pforta.[4] Durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses kam der Ort zu Preußen und wurde 1816 dem Landkreis Naumburg im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen zugeteilt, zu dem er bis 1944 gehörte.[5]

Eingemeindungen

Gernstedt u​nd Rehehausen gehörten s​eit dem 1. Juli 1950 z​u Taugwitz.[6] Spielberg m​it Benndorf, Hohndorf u​nd Zäckwar w​urde am 17. Oktober 2004 eingemeindet.[7]

Gedenkstätten

Verkehr

Direkt d​urch den Ort verläuft d​ie Bundesstraße 87, d​ie von Apolda n​ach Naumburg (Saale) führt. Der Ökumenische Pilgerweg v​on Görlitz n​ach Vacha führt d​urch die Ortsteile Spielberg, Zäckwar u​nd Benndorf.

Einzelnachweise

  1. StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009
  2. Webseite des Pfarrbereichs Eckartsberga mit geschichtlichen Informationen zu Taugwitz und Poppel
  3. Kleine Geschichten zur sächsisch-thüringischen Geschichte, Band 2, S. 155f.
  4. Karlheinz Blaschke, Uwe Ulrich Jäschke: Kursächsischer Ämteratlas, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937386-14-0; S. 34f.
  5. Orte des preußischen Landkreises Naumburg im Gemeindeverzeichnis 1900
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2004
Commons: Taugwitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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