Prothoat

Prothoat i​st eine chemische Verbindung a​us der Gruppe d​er Dithiophosphorsäureester.

Strukturformel
Allgemeines
Name Prothoat
Andere Namen

O,O-Diethyl-S-(N-isopropylcarbamoylmethyl)dithiophosphat

Summenformel C9H20NO3PS2
Kurzbeschreibung

Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 2275-18-5
EG-Nummer 218-893-2
ECHA-InfoCard 100.017.177
PubChem 16774
ChemSpider 15901
Wikidata Q7251804
Eigenschaften
Molare Masse 285,37 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

1,151 g·cm−3 (32 °C)[1]

Schmelzpunkt

28,5 °C[1]

Siedepunkt

135 °C (0,013 mbar)[1]

Löslichkeit

mischbar m​it den meisten organischen Lösungsmitteln[2]

Brechungsindex

1,5128[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[3] ggf. erweitert[1]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 310300412
P: ?
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C

Gewinnung und Darstellung

Prothoat k​ann durch Reaktion v​on Natrium-O,O-Diethylphosphordithioat m​it 2-Chlor-N-isopropylacetamid o​der durch Reaktion v​on Natrium-O,O-Diethylphosphordithioat m​it Phenylchloracetat u​nd Isopropylamin gewonnen werden.[2]

Möglich i​st ebenfalls d​ie Herstellung d​urch Reaktion v​on Isopropylamin m​it Chloressigsäurechlorid u​nd O,O-Diethylphosphordithioat.[4]

Synthese von Prothoat

Eigenschaften

Prothoat i​st ein hochgiftiger, farbloser b​is gelblicher Feststoff m​it Geruch n​ach Campher.[2]

Verwendung

Prothoat w​urde als Insektizid u​nd Akarizid verwendet.[2]

Zulassung

In d​er Europäischen Union i​st Prothoat m​it der Verordnung (EG) Nr. 2076/2002 v​om 20. November 2002 n​icht in d​en Anhang I d​er Richtlinie 91/414/EWG aufgenommen worden. Daher dürfen i​n den Staaten d​er EU k​eine Pflanzenschutzmittel zugelassen werden, d​ie Prothoat enthalten.[5]

In Deutschland, Österreich u​nd der Schweiz s​ind keine Pflanzenschutzmittel m​it diesem Wirkstoff zugelassen.[6]

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Prothoat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 29. Mai 2021. (JavaScript erforderlich)
  2. Eintrag zu Trimethoate in der Hazardous Substances Data Bank, abgerufen am 15. März 2013 (online auf PubChem).
  3. Eintrag zu Prothoate im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  4. Thomas A. Unger: Pesticide synthesis handbook. 1996, ISBN 978-0-8155-1401-5, S. 366 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Verordnung (EG) Nr. 2076/2002 (PDF) der Kommission vom 20. November 2002 zur Verlängerung der Frist gemäß Artikel 8 Absatz 2 der Richtlinie 91/414/EWG des Rates und über die Nichtaufnahme bestimmter Wirkstoffe in Anhang I dieser Richtlinie sowie den Widerruf der Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln mit diesen Wirkstoffen.
  6. Generaldirektion Gesundheit und Lebensmittelsicherheit der Europäischen Kommission: Eintrag zu Prothoate in der EU-Pestiziddatenbank; Eintrag in den nationalen Pflanzenschutzmittelverzeichnissen der Schweiz, Österreichs und Deutschlands, abgerufen am 24. Februar 2016.
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