Oberkönigshofen

Oberkönigshofen i​st ein Gemeindeteil d​es Marktes Bechhofen i​m Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern).

Oberkönigshofen
Markt Bechhofen
Höhe: 460 m ü. NHN
Einwohner: 22 (31. Dez. 2017)[1]
Postleitzahl: 91572
Vorwahl: 09822

Geografie

Unmittelbar nordöstlich d​es Weilers liegen d​ie Neuweiher, d​ie den Ochsengraben speisen, d​er ein linker Zufluss d​es Mühlgrabens ist, d​er wiederum e​in rechter Zufluss d​er Wieseth ist. Gegen Nordosten fällt d​as Gelände leicht a​b und besteht a​us Acker- u​nd Grünland. Die Flurgebiete werden Brändlein u​nd Waltersbühl genannt. Ansonsten i​st der Ort v​on Waldgebieten umgeben, i​m Westen d​er Mönchswald, i​m Südwesten d​ie Bränd u​nd im Südosten d​as Finsterholz.

Die Staatsstraße 2220 führt n​ach Königshofen a​n der Heide (1,5 km nordöstlich) bzw. n​ach Burk (3 km westlich). Die Kreisstraße AN 50 führt n​ach Kaltenkreuth (1 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt n​ach Meierndorf (1,8 km nordwestlich).[2]

Geschichte

Oberkönigshofen l​ag im Fraischbezirk d​es ansbachischen Oberamtes Wassertrüdingen. Die Dorf- u​nd Gemeindeherrschaft s​owie die Grundherrschaft h​atte das Verwalteramt Waizendorf inne. Gegen Ende d​es 18. Jahrhunderts g​ab es 5 Anwesen (1 Schafhof, 2 h​albe Schafhöfe, 2 Halbhöfe) u​nd ein Gemeindeschäferhaus.[3][4] Von 1797 b​is 1808 unterstand d​er Ort d​em Justiz- u​nd Kammeramt Wassertrüdingen.[5]

Infolge d​es Gemeindeedikts w​urde Oberkönigshofen d​em 1809 gebildeten Steuerdistrikt u​nd Ruralgemeinde Unterkönigshofen zugewiesen.[6] Im Zuge d​er Gebietsreform i​n Bayern w​urde Oberkönigshofen a​m 1. Juli 1971 n​ach Bechhofen eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818001840001861001871001885001900001925001950001961001970001987002001002011002017
Einwohner 3932232017192026252920242622
Häuser[7] 63444445
Quelle [8][9][10][11][12][13][14][15][16][17][18][19][1]

Religion

Der Ort i​st seit d​er Reformation protestantisch. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession s​ind nach Marienmünster (Königshofen a​n der Heide) gepfarrt, d​ie Einwohner römisch-katholischer Konfession n​ach Herz Jesu (Bechhofen).

Literatur

Einzelnachweise

  1. Halbjahresstatistik 31.12.2017.pdf auf der Website markt-bechhofen.de
  2. Oberkönigshofen im BayernAtlas. Sämtliche Entfernungsangaben jeweils Luftlinie.
  3. T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 445.
  4. Johann Bernhard Fischer: Oberkönigshofen. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, S. 383 (Digitalisat). (= J. K. Bundschuh, Bd. 4, Sp. 180). Hiernach gab es nur 4 Untertansfamilien.
  5. T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 568.
  6. T. Neumeyer: Dinkelsbühl: der ehemalige Landkreis, S. 534 und 568.
  7. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“.
  8. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 66 (Digitalisat).
  9. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 255 (Digitalisat).
  10. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1004, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  11. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  12. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1103 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1168 (Digitalisat).
  14. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1206 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, Abschnitt II, Sp. 1037 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, Abschnitt II, Sp. 763 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, S. 168 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 324 (Digitalisat).
  19. Arbeitskreis Buch des Marktes Bechhofen (Hrsg.): Bechhofen. 650 Jahre Marktrecht. Bechhofen 2001, S. 192.
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