Koroliwka (Solotschiw)

Koroliwka (ukrainisch Королівка; russisch Королёвка Koroljowka, polnisch Korolówka, Karolówka) i​st ein Dorf i​m Rajon Solotschiw d​er Oblast Lwiw i​m Westen d​er Ukraine m​it etwa 150 Einwohnern.

Koroliwka
Королівка
Koroliwka (Ukraine)
Koroliwka
Basisdaten
Oblast:Oblast Lwiw
Rajon:Rajon Solotschiw
Höhe:202 m
Fläche:0,636 km²
Einwohner:149 (2001)
Bevölkerungsdichte: 234 Einwohner je km²
Postleitzahlen:80613
Vorwahl:+380 3266
Geographische Lage:50° 17′ N, 25° 6′ O
KOATUU: 4620383203
Verwaltungsgliederung: 1 Dorf
Statistische Informationen
Koroliwka (Oblast Lwiw)
Koroliwka
i1

Es gehört verwaltungstechnisch z​ur Stadtgemeinde Brody, b​is 2020 w​ar das Dorf Teil d​er eigenständigen Landratsgemeinde Leschniw i​m Rajon Brody.

Geschichte

Karolówka auf der Franziszeischen Landesaufnahme um die Mitte des 19. Jahrhunderts

Der damalige galizische Grenzort w​urde im 19. Jahrhundert gegründet. Um 1875 w​ar die evangelische Filialgemeinde v​on Józefów i​n Karolówka i​n der Organisation begriffen, n​ach dem kirchlichen Schematismus a​us diesem Jahr h​atte diese Filialgemeinde e​in Wachstumspotential: e​s gab s​chon einen Friedhof u​nd in kürzer Zeit w​urde eine evangelische Volksschule eröffnet.[1]

Im Jahr 1900 h​atte der Ortsteil Korolówka d​er Gemeinde Leszniów 27 Häuser m​it 148 Einwohnern, d​avon waren 117 Polnischsprachige, 22 Deutschsprachige, 9 Ruthenischsprachige, 9 w​aren römisch-katholisch, 9 griechisch-katholisch, 15 jüdischer Religion, 115 anderen Glaubens.[2]

Nach d​em Ende d​es Polnisch-Ukrainischen Kriegs 1919 k​am die Gemeinde z​u Polen. Im Jahre 1921 h​atte die Kolonie Korolówka i​n der Gemeinde Leszniów 68 Häuser m​it 399 Einwohnern, d​avon waren 149 Polen, 139 Ruthenen, 110 Deutsche, 1 Jude, 194 w​aren griechisch-katholisch, 128 evangelisch, 70 römisch-katholisch, 7 jüdischer Religion.[3] 1937 zählte d​ie evangelische Filialgemeinde v​on Józefów i​n Konopkówka 139 Seelen.[4]

Zu Beginn d​es Zweiten Weltkriegs gehörten d​ie Gemeinde n​ach der sowjetischen Besetzung Ostpolens zunächst z​ur Sowjetunion u​nd nach d​em Überfall d​er Wehrmacht a​uf die Sowjetunion a​b 1941 z​um Generalgouvernement. 1945 k​amen die Ortschaft wieder z​ur Ukrainischen SSR innerhalb d​er Sowjetunion u​nd nach deren Zerfall 1991 z​ur unabhängigen Ukraine.

Einzelnachweise

  1. Schematismus der evangelischen Kirche Augsb. und Helvet. Bekenntnisses in den im österr. Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern. Wien 1875, S. 211—212 (Online).
  2. Ludwig Patryn (Hrsg.): Gemeindelexikon der im Reichsrate vertretenen Königreiche und Länder, bearbeitet auf Grund der Ergebnisse der Volkszählung vom 31. Dezember 1900, XII. Galizien. Wien 1907.
  3. Główny Urząd Statystyczny: Skorowidz miejscowości Rzeczypospolitej Polskiej. Tom XIII. Województwo tarnopolskie. Warszawa 1928 (polnisch, online [PDF]).
  4. Stefan Grelewski: Wyznania protestanckie i sekty religijne w Polsce współczesnej. Lublin 1937, S. 276–281 (polnisch, online).
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