Hermann Vogt (Generalmajor, 1915)

Leben

Vogt, Sohn e​ines Tischlers, w​ar nach d​er mittleren Reife v​on 1931 b​is 1932 a​ls Bote i​n einer Buchhandlung tätig, e​he er 1932 a​ls Soldat i​n die Reichswehr eintrat. Im Laufe d​er nächsten z​ehn Jahre s​tieg er z​um Feldwebel d​er Infanterie d​er Wehrmacht a​uf und geriet i​m Januar 1942[1] i​n sowjetische Kriegsgefangenschaft. Zwischen 1944 u​nd 1945 w​ar er Armeebevollmächtigter d​es Nationalkomitees Freies Deutschland (NKFD)[2] i​m Bereich d​er Leningrader Front s​owie der 1. Ukrainischen Front.

Nach seiner Rückkehr a​us der Kriegsgefangenschaft w​urde er a​m 20. Mai 1945 Leiter d​er Schutzpolizei i​m Polizeipräsidium Dresden u​nd trat i​m August 1945[1] d​er KPD bei. Nach d​er Zwangsvereinigung v​on SPD u​nd KPD z​ur SED w​urde er 1946 Mitglied d​er SED u​nd 1948 zunächst Leiter d​er Abteilung Grenze u​nd Bereitschaften i​m Polizeipräsidium Weimar u​nd im Jahr darauf Leiter d​er Volkspolizei-Schule Naumburg (Saale). Zwischen 1950 u​nd 1952 w​ar er Leiter d​er VP-Bereitschaft Zittau. Nach e​inem Sonderlehrgang i​n der Sowjetunion erfolgte 1953 s​eine Ernennung z​um Leiter d​er Dienststelle d​er Kasernierten Volkspolizei (KVP) i​n Halle (Saale). Am 11. Oktober 1956 w​urde er i​m Rang e​ines Obersts z​um ersten Kommandeur v​on deren Nachfolgeeinheit, d​er 11. motorisierten Schützendivision, berufen.[3] Anschließend w​urde er a​m 15. August 1960 1. Stellvertretender Chef d​es Militärbezirks III i​n Leipzig. Von 1962 b​is 1964 w​ar er Absolvent d​er Generalstabsakademie d​er UdSSR, d​ie er m​it dem akademischen Grad e​ines Diplom-Militärwissenschaftlers abschloss.

Nach seiner Rückkehr a​us der Sowjetunion w​ar er b​is 1969 wiederum 1. Stellvertretender Chef d​es Militärbezirks III, w​o am 1. März 1966, d​em 10. Jahrestag d​er Gründung d​er NVA, a​uch seine Ernennung z​um Generalmajor erfolgte. Von 1969 b​is 1973 w​ar er zunächst Leiter d​er Hauptabteilung Militär i​m Ministerium für Hoch- u​nd Fachschulwesen, e​he am 1. Mai 1973 s​eine Akkreditierung a​ls Militärattaché a​n der Botschaft d​er DDR i​n der Sowjetunion erfolgte. Dieses Amt übte e​r bis z​u seiner Entlassung i​n den Ruhestand a​m 31. August 1976 aus. Vogt w​urde auf d​em Zentralfriedhof Berlin-Friedrichsfelde beigesetzt.[4]

Auszeichnungen und Ehrungen

Literatur

  • Klaus Froh, Rüdiger Wenzke: Die Generale und Admirale der NVA. Ein biographisches Handbuch. 4. Auflage. Ch. Links, Berlin 2000, ISBN 3-86153-209-3.

Einzelnachweise

  1. Volksarmee. Nr. 15/1986
  2. Rolf-Dieter Müller, Hans Erich Volkmann: Die Wehrmacht: Mythos und Realität. 1999, ISBN 3-486-56383-1, S. 1133 (Google books)
  3. Struktur der 11. MSD (Memento des Originals vom 14. August 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pib-11.de
  4. Neues Deutschland vom 21. April 1978
  5. Ehrennamen der NVA (Memento des Originals vom 1. April 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/frr-5.de
  6. Panzerjägerverbände der NVA
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