Gravellona Toce
Gravellona Toce ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in der Region Piemont.
Gravellona Toce | ||
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Staat | Italien | |
Region | Piemont | |
Provinz | Verbano-Cusio-Ossola (VB) | |
Koordinaten | 45° 56′ N, 8° 26′ O | |
Höhe | 211 m s.l.m. | |
Fläche | 14,67 km² | |
Einwohner | 7.816 (31. Dez. 2019)[1] | |
Postleitzahl | 28883 | |
Vorwahl | 0323 | |
ISTAT-Nummer | 103035 | |
Volksbezeichnung | gravellonesi | |
Schutzpatron | Simon Petrus und Paulus von Tarsus (29. Juni) | |
Website | Gravellona Toce |
Geographie
Der Ort liegt 11 km von der Provinzhauptstadt Verbania entfernt auf einer Höhe von 211 m ü. M. Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 14,67 km². Gravellona Toce gilt, ähnlich wie Omegna, als typisches Beispiel einer großflächigen Zersiedelung nördlich von Mailand. Gravellona Toce und Omegna sind mittlerweile zusammengewachsen, obwohl die jeweiligen Ortszentren sieben Kilometer voneinander entfernt liegen. Auch in östlicher Richtung erstrecken sich Industriebetriebe in Richtung Lago Maggiore. Die Nachbargemeinden sind Baveno, Casale Corte Cerro, Mergozzo, Omegna, Ornavasso, Stresa und Verbania. Der Schutzheilige des Ortes ist San Pietro.
Toponomastik
Vom keltischen Kies (Schwemmkiesbett, Fläche mit Kies) durch die Gravellen- oder Gravalenform. Die Spezifikation bezieht sich auf den Fluss Toce.
Geschichte
Die Funde von bearbeiteten Feuersteinen zeugen von prähistorischen Siedlungen im Gebiet von Gravellona Toce. Die indigenen Stämme Ligurer und Lepontier fusionierten im 5. Jahrhundert vor Christus mit den keltischen Invasoren, die im Ortschaft Motto eine Siedlung (Castelliere) gründeten. Die Kelten wurden später von den Römern (200 vor Christus) erobert, die ein Dorf bauten und rechts in die römische Verwaltung Italiens eindrangen. Von Gravellona Toce aus passierte man die Konsularstraße Severiana Augusta die Mediolanum (Mailand) mit Verbanus (Lago Maggiore) verband.
Bevölkerung
Bevölkerungsentwicklung | |||||||||||||||
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Jahr | 1861 | 1871 | 1881 | 1901 | 1921 | 1931 | 1951 | 1971 | 1991 | 2001 | 2011 | 2017 | 2018 | ||
Einwohner | 1274 | 1483 | 1729 | 3015 | 4001 | 3856 | 4331 | 6526 | 7854 | 7539 | 7751 | 7887 | 7887 |
Sehenswürdigkeiten
- Pfarrkirche San Pietro wurde im 12. Jahrhundert erbaut und dann erweitert. Die heutige Fassade stammt aus dem Jahr 1862 und ist im Neorenaissancestil gehalten; der Glockenturm von 1856 besteht aus Blöcken aus rosa Granit von Baveno.
- Romanische Kirche San Maurizio (10. Jahrhundert): das älteste und bedeutendste Denkmal Gravellona Toce, dessen Existenz seit dem 10. Jahrhundert dokumentiert ist. Im Innenraum wurden die Kreuzgewölbe des Daches des einschiffigen Schiffes aus dem 15. Jahrhundert durch Fachwerkträger ersetzt; im Laufe der 1925 entstanden Fresken aus der Kalkschicht, die sie verbarg.
- Kirche San Giuseppe
- Kirche Madonna dell’occhio
- Kirche Santa Maria
- Burgruine Castello del Motto (Castrum Gravallonae).
Persönlichkeiten
- Francesco Albertini (* 30. Dezember 1906 in Gravellona Toce; † 17. Dezember 1996 in Verbania), Politiker des Partito Socialista Italiano, Mitglied des Abgeordnetenhauses der italienischen Republik, Mitglied des Italienischen Senats.
Literatur
- Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
- Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
- Verschiedene Autoren: Piemonte (non compresa Torino). Touring Club Italiano, Milano 1976, S. 619, Gravellona Toce online (italienisch)
- Edgardo Ferrari: La repubblica dell’Ossola. Guida alla storia e ai luoghi. Editore Grossi, Domodossola 2001.
Weblinks
- Gravellona Toce (italienisch) auf tuttitalia.it
- Gravellona Toce (italienisch) auf comuni-italiani.it
- Gravellona Toce (italienisch) auf piemonte.indettaglio.it/ita/comuni
- Gravellona Toce auf de.lagomaggiore.net, abgerufen 27. November 2015
Einzelnachweise
- Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.