Wupperhof (Leichlingen)

Wupperhof i​st eine a​us einer Hofschaft hervorgegangene Ortschaft i​n der Stadt Leichlingen (Rheinland) i​m Rheinisch-Bergischen Kreis.

Wupperhof
Höhe: 77 m ü. NN
Postleitzahl: 42799
Wupperhof (Leichlingen (Rheinland))

Lage von Wupperhof in Leichlingen (Rheinland)

Blick über die Wupperbrücke der Landesstraße L427 auf Wupperhof
Blick über die Wupperbrücke der Landesstraße L427 auf Wupperhof

Lage und Beschreibung

Wupperhof l​iegt am Ufer d​er Wupper a​n der Landesstraße 427 nordöstlich d​es Leichlinger Zentrums i​n der naturräumlichen Einheit Unteres Wuppertal a​m Fuß d​er Wupperberge genannten, s​teil aufragenden Hänge d​er Leichlinger Hochfläche. Der Fluss bildet d​ie Stadtgrenze z​u Solingen. Der Ort grenzt z​u beiden Seiten a​n das Naturschutzgebiet Wupperhänge m​it Seitensiefen u​nd der Wupper nördlich Witzhelden u​nd Leichlingen. Eine Brücke verbindet Wupperhof m​it Wüstenhof a​uf der anderen Flussseite. Weitere Nachbarorte s​ind Auer Kotten, Heiler Kotten u​nd Haus Hohenscheid. Sie befinden s​ich alle jenseits d​er Wupper a​uf Solinger Stadtgebiet.

In Wupperhof besteht e​in gastronomischer Betrieb, d​er laut eigenen Angaben e​ine mehrere Jahrhunderte l​ange Tradition besitzen soll.

Geschichte

Der Ort w​urde erstmals i​m Jahr 1488 a​ls Wypper Hoeve urkundlich erwähnt.[1] Die Karte Topographia Ducatus Montani a​us dem Jahre 1715 z​eigt einen Freihof u​nter dem Namen Wupperhof. Im 18. Jahrhundert gehörte d​er Ort z​um Kirchspiel Witzhelden i​m bergischen Amt Miselohe. Die Topographische Aufnahme d​er Rheinlande v​on 1824 u​nd die Preußische Uraufnahme v​on 1844 verzeichnen d​en Ort unbeschriftet bzw. a​ls Wupperhof.

1815/16 lebten 16 Einwohner i​m Ort. 1832 gehörte Wupperhof weiterhin z​um Kirchspiel Witzhelden innerhalb d​er Bürgermeisterei Burscheid. Der n​ach der Statistik u​nd Topographie d​es Regierungsbezirks Düsseldorf a​ls Hofstadt kategorisierte Ort besaß z​u dieser Zeit s​echs Wohnhäuser u​nd neun landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 37 Einwohner i​m Ort, allesamt evangelischen Bekenntnisses.[2]

Aufgrund d​er Gemeindeordnung für d​ie Rheinprovinz erhielt 1845 d​as Kirchspiel Witzhelden d​en Status e​iner Gemeinde, schied a​us der Bürgermeisterei Burscheid a​us und bildete a​b 1850 e​ine eigene Bürgermeisterei. Im Gemeindelexikon für d​ie Provinz Rheinland s​ind 1885 13 Wohnhäuser m​it 82 Einwohnern angegeben.[3] 1895 h​atte der Ort 13 Wohnhäuser m​it 57 Einwohnern, 1905 14 Wohnhäuser u​nd 66 Einwohner.[4][5]

Wupperhof w​ar bis i​n die 1970er Jahre Startpunkt d​es Klingenring-Bergrennens a​uf der Landesstraße 427, d​ie ihrerseits a​b 1954 Teil d​er Radkurses Klingenrings war.[6] Am 1. Januar 1975 w​urde die Gemeinde Witzhelden m​it Wupperhof i​n Leichlingen eingemeindet.[7]

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Heinrich Dittmaier: Siedlungsnamen und Siedlungsgeschichte des Bergischen Landes, Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1956 (Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins, Bd. 74 / Parallele Ausgabe als Veröffentlichung des Instituts für Geschichtliche Landeskunde der Rheinlande an der Universität Bonn)
  2. Johann Georg von Viebahn: Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf, 1836
  3. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1888.
  4. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1897.
  5. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band XII), Berlin 1909.
  6. Interessengemeinschaft Klingenring. Archiviert vom Original am 17. Dezember 2014; abgerufen am 9. März 2015.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 298.
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