Wasserburg Höringhausen

Die Wasserburg Höringhausen i​st eine abgegangene Wasserburg i​n Höringhausen, e​inem Stadtteil v​on Waldeck i​m nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Wasserburg Höringhausen
Wappenstein der ehem. Burg

Wappenstein d​er ehem. Burg

Staat Deutschland (DE)
Ort Höringhausen, Stadt Waldeck
Entstehungszeit vor 1314
Burgentyp Niederungsburg
Erhaltungszustand Burgstall
Ständische Stellung Ortsadel
Geographische Lage 51° 16′ N,  59′ O
Höhenlage 340 m ü. NHN
Wasserburg Höringhausen (Hessen)

Geschichte

Es i​st nicht bekannt, w​ann und v​on wem d​ie Burg erbaut wurde. Höringhausen w​ar im Besitz d​er Grafen v​on Ziegenhain, d​ie den Ort 1314 d​en Herren v​on Itter z​u Lehen übergaben. Zu diesem Zeitpunkt w​urde die Burg erstmals urkundlich erwähnt. Im Jahr 1357 k​amen Ort u​nd Burg d​urch einen Vertrag zwischen d​em Erzbistum Mainz u​nd der Landgrafschaft Hessen i​n hessischen Besitz. Ab 1383 w​aren diese Besitzungen u​nd die h​albe Herrschaft Itter d​ann im Pfandbesitz d​er Herren Wolff v​on Gudenberg. Diese g​aben das Pfand a​n Burg u​nd Dorf n​och im gleichen Jahr weiter a​n die Herren v​on Eppe u​nd später a​n die Herren v​on Cratzenstein.

Standort der ehem. Wasserburg

Letztmals w​urde die Burg u​m 1500 urkundlich erwähnt. Danach scheint s​ie allmählich verfallen z​u sein. Der Keller w​ar 1910 n​och vorhanden u​nd wurde a​ls Eiskeller genutzt. Heute erinnern n​ur noch d​er Wappenstein u​nd der Teich a​n die Burg. Der Wappenstein stammt v​on dem 1971 abgebrochenen Torbogen d​es zur Burg gehörenden Gutshofs. Die Wappen a​uf dem Stein s​ind die d​er Adelsgeschlechter „Wolff v​on Gudenberg“ u​nd „von Schachten“.

Anmerkung: Höringhausen war eine Hessen-Darmstädtische Enklave mitten im Gebiet der Grafschaft und des späteren Fürstentums Waldeck. Der Ort kam 1866 zu Preußen und nach Waldecks Anschluss an Preußen zum Kreis des Eisenbergs.

Literatur

  • Rudolf Knappe: Mittelalterliche Burgen in Hessen. 800 Burgen, Burgruinen und Burgstätten. 3. Auflage. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-228-6, S. 120.
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