Trinickeldisulfid

Trinickeldisulfid i​st eine chemische Verbindung a​us der Gruppe d​er anorganischen Verbindungen d​es Nickels a​us der Gruppe d​er Disulfide.

Kristallstruktur
_ Ni 0 _ S
Allgemeines
Name Trinickeldisulfid
Andere Namen
  • Nickelsulfid
  • Nickelsubsulfid
  • Heazlewoodit
Verhältnisformel Ni3S2
Kurzbeschreibung

grauer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 121492971
Wikidata Q13896593
Eigenschaften
Molare Masse 240,20 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Dichte

5,87 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

787 °C[1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich i​n Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[1]

Gefahr

H- und P-Sätze H: 331317341350i372410
P: 201273280302+352308+313 [1]
Toxikologische Daten

> 5000 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorkommen

Trinickeldisulfid k​ommt natürlich i​n Form d​es Minerals Heazlewoodit vor.

Gewinnung und Darstellung

Trinickeldisulfid k​ann durch Reaktion v​on Nickel(II)-sulfid m​it Sauerstoff gewonnen werden.[3]

Es k​ann auch d​urch Reaktion v​on Nickel m​it Schwefeldioxid o​der Nickelsulfat gewonnen werden.[4]

Eigenschaften

Trinickeldisulfid i​st ein grauer, n​icht brennbarer Feststoff, d​er praktisch unlöslich i​n Wasser ist. Er zersetzt s​ich bei Erhitzung.[1] Er besitzt e​in trigonales Kristallsystem m​it der Raumgruppe R32 (Raumgruppen-Nr. 155)Vorlage:Raumgruppe/155. Ab 556 °C l​iegt es i​n einer Hochtemperaturmodifikation m​it kubischer Kristallstruktur vor.[5][6]

Verwendung

Trinickeldisulfid k​ann als Katalysator verwendet werden.[7]

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Trinickeldisulfid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 20. Januar 2022. (JavaScript erforderlich)
  2. Eintrag zu Trinickel disulphide im Classification and Labelling Inventory der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. August 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  3. Y. K. Rao: Stoichiometry and Thermodynamics of Metallurgical Processes. CUP Archive, 1985, ISBN 0-521-25856-1, S. 635 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Myer Kutz: Handbook of Environmental Degradation of Materials. William Andrew, 2013, ISBN 0-08-094707-7, S. 139 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Roger Blachnik (Hrsg.): Taschenbuch für Chemiker und Physiker. Band III: Elemente, anorganische Verbindungen und Materialien, Minerale. begründet von Jean d’Ans, Ellen Lax. 4., neubearbeitete und revidierte Auflage. Springer, Berlin 1998, ISBN 3-540-60035-3, S. 644 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Helmut Schröcke, Karl Ludwig Weiner: Mineralogie. Walter de Gruyter, 1981, ISBN 3-11-006823-0, S. 141 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle: Lehrbuch Der Lebensmittelchemie - Hans-Dieter Belitz, Werner Grosch, Peter Schieberle. Springer DE, 2001, ISBN 3-540-41096-1, S. 643 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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