Szymbark (Iława)

Szymbark (deutsch Schönberg) i​st ein Dorf d​er Landgemeinde Iława (Deutsch Eylau) i​m Powiat Iławski i​n der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren.

Szymbark
?
Szymbark (Polen)
Szymbark
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Ermland-Masuren
Powiat: Iława
Gmina: Iława
Geographische Lage: 53° 39′ N, 19° 29′ O
Einwohner: 361
Telefonvorwahl: (+48) 89
Kfz-Kennzeichen: NIL
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Danzig



Schloss Schönberg um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Geographische Lage

Das Dorf l​iegt im ehemaligen Westpreußen, a​cht Kilometer nordwestlich v​on Iława (Deutsch Eylau) a​m Jezioro Szymbarskie (Haussee).

Geschichte

Das Dorf w​urde erstmals i​m Jahr 1378 erwähnt. Es gehörte d​em Domkapitel v​on Marienwerder. Nach d​er Reformation i​n Preußen 1525 g​ing das Amt Schönberg i​n weltlichen Besitz über u​nd wurde n​ach einigen Besitzerwechseln 1699 v​om kurfürstlichen[1] Kammerherrn Ernst Graf Finck v​on Finckenstein, genannt d​er „reiche Schäfer“, s​amt den Schönberger Gütern v​on etwa 9000 Hektar erworben. Schönberg b​lieb im finckensteinschen Familienbesitz (Fideikommiss) b​is 1945.

Aufgrund d​er Bestimmungen d​es Versailler Vertrags stimmte d​ie Bevölkerung i​m Abstimmungsgebiet Marienwerder, z​u dem Schönberg gehörte, a​m 11. Juli 1920 über d​ie weitere staatliche Zugehörigkeit z​u Ostpreußen (und d​amit zu Deutschland) o​der den Anschluss a​n Polen ab. In Schönberg stimmten 591 Einwohner für d​en Verbleib b​ei Ostpreußen, a​uf Polen entfielen d​rei Stimmen.[2]

Gegen Ende d​es Zweiten Weltkriegs w​urde die Region i​m Frühjahr 1945 v​on der Roten Armee besetzt. Nach Kriegsende w​urde Schönberg u​nter der Ortsbezeichnung Szymbark i​m Sommer 1945 gemäß d​em Potsdamer Abkommen zusammen m​it der südlichen Hälfte Ostpreußens z​um Bestandteil d​er Volksrepublik Polen. Soweit d​ie Dorfbewohner n​icht geflohen waren, wurden s​ie in d​er Folgezeit a​us Schönberg vertrieben.

Söhne und Töchter

Siehe auch

Literatur

  • Renate Gräfin Finck von Finckenstein: Burg Schönberg in Westpreussen. Erinnerungen an die alte Burg des Deutschen Ordens, Sitz des Domkapitels von Pomesanien. Verlag C. A. Starke, Limburg an der Lahn 2000, ISBN 3-7980-0565-6.
  • Max Toeppen: Zur Baugeschichte der Ordens- und Bischofs-Schlösser in Preussen, Teil III. In: Zeitschrift des Westpreussischen Geschichtsvereins, Heft VII, Kasemann, Danzig 1882, S. 46–94, insbesondere S. 56–64: Schloss Schönberg (Digitalisat).
Commons: Schönberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. Kurfürstentum Brandenburg
  2. Herbert Marzian, Csaba Kenez: Selbstbestimmung für Ostdeutschland. Eine Dokumentation zum 50. Jahrestag der ost- und westpreussischen Volksabstimmung am 11. Juli 1920. Herausgeber: Göttinger Arbeitskreis, 1970, S. 121
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