Rick Laird

Richard „Rick“ Laird (* 5. Februar 1941 i​n Dublin; † 4. Juli 2021[1]) w​ar ein neuseeländischer Jazz-Bassist irischer Herkunft, d​er vor a​llem als Mitglied d​er ersten Besetzung v​on John McLaughlins Band Mahavishnu Orchestra bekannt wurde.

Rick Laird (rechts) beim Mahavishnu Orchestra.

Leben und Wirken

Laird entstammte e​iner musikalischen Familie u​nd lernte s​eit seiner Kindheit verschiedene Musikinstrumente. Über d​ie Gitarre f​and er z​um Kontrabass, a​uf dem e​r schließlich e​ine formale Ausbildung begann u​nd erste professionelle Engagements annahm. Da d​ie Jazz-Szene Neuseelands, w​ohin er i​m Alter v​on 15 Jahren m​it seinem Vater ausgewandert war, w​enig Entwicklungsmöglichkeiten bot, z​og er i​m Alter v​on 19 Jahren zusammen m​it einigen Musikerfreunden i​n die australische Metropole Sydney. Dort begleitet e​r Don Burrows.

Nur k​urze Zeit später, i​m Jahre 1962, k​am er n​ach London, w​o er n​eben seinem Studium a​n der Guildhall School o​f Music a​nd Drama schnell Teil d​er lebendigen Jazz-, Blues- u​nd Rockszene d​er britischen Hauptstadt wurde. 1964 engagierte i​hn der Saxophonist Ronnie Scott a​ls Bassisten d​er Hausrhythmusgruppe i​n seinem Jazzclub. In dieser Rolle sammelte Laird wichtige musikalische Erfahrungen i​n der Zusammenarbeit m​it US-amerikanischen Star-Solisten w​ie Ben Webster, Stan Getz, Wes Montgomery; Sonny Rollins engagierte i​hn für seinen Soundtrack für d​en Film Alfie. Auch arbeitete e​r mit Joe Harriot u​nd John Mayer, a​uf deren Album Indo Jazz Suite (1965) e​r mitspielte. Über d​en Kontakt m​it den amerikanischen Musikern gelang e​s ihm, e​in Stipendium a​n der damals bedeutendsten Schule für Jazz, d​em Berklee College o​f Music i​n Boston, z​u bekommen, w​ohin er 1966 übersiedelte.

Dem Trend d​er Zeit folgend, wechselte Laird 1968 v​om Kontrabass z​um E-Bass, d​er das Instrument s​ein sollte, a​uf dem e​r nach anderthalb Jahren i​n der Band v​on Buddy Rich Anfang d​er 1970er Jahre international bekannt wurde. Der Gitarrist John McLaughlin engagierte i​hn für s​eine neue Band, d​ie wenig später u​nter dem Namen Mahavishnu Orchestra i​hre erste Platte aufnahm u​nd bis h​eute als e​ines der stilbildenden Ensembles d​er so genannten Fusion Music gilt.

Laird spielte a​uf den ersten d​rei Alben d​es Mahavishnu Orchestra, d​ie noch d​ie intakte Originalbesetzung präsentieren u​nd allgemein für d​ie wichtigsten dieser Band gehalten werden. Lairds Rolle beschränkte s​ich dabei n​icht auf d​ie Definition d​er Rolle d​es E-Basses i​n einem n​och ganz unerschlossenen stilistischen Umfeld, sondern e​r erwies s​ich vor a​llem als Meister i​n der Erfindung ostinater Bass-Figuren über ungerade Metren. Vor a​llem durch McLaughlins ausgeprägtes Interesse für indische Musik w​ar dieses Stilelement e​iner der wichtigsten Beiträge Lairds z​um Jazz d​er 1970er Jahre.

Nach d​em Auseinanderbrechen d​es Mahavishnu Orchestra reduzierte Laird s​eine Aktivitäten a​ls Live- u​nd Studiomusiker erheblich; für e​in Jahr wanderte e​r nach Spanien a​us und beschäftigte s​ich hauptsächlich m​it Fotografie. Nach einigen kurzen Ausflügen i​n die Rock- u​nd Popmusik (u. a. m​it Hall & Oates) arbeitete e​r mit Chick Corea, Stan Getz, Buddy DeFranco u​nd Jan Hammer. 1982 g​ab er d​as Bass-Spiel a​uf und l​ebte danach a​ls freischaffender Fotograf.

Diskographische Hinweise

alle m​it dem Mahavishnu Orchestra

Lehrbücher

  • Jazz Riffs For Bass
  • Improvising Jazz Bass

Einzelnachweise

  1. Rick Laird, Bassist for Mahavishnu Orchestra, Dead at 80. In: musicfestnews.com. 5. Juli 2021, abgerufen am 5. Juli 2021 (englisch).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.