Richard Richter (General)

Richard Karl Franz Richter (* 13. Oktober 1847 i​n Stettin; † 10. Juni 1914 i​n Hannover) w​ar ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Richter w​ar der Sohn e​ines Leutnants. Nach seiner Erziehung i​m elterlichen Hause besuchte e​r die Kadettenhäuser i​n Kulm s​owie in Berlin u​nd trat a​m 18. April 1865 a​ls Sekondeleutnant i​n das 2. Pommersche Grenadier-Regiment (Colberg) Nr. 9 d​er Preußischen Armee i​n Stargard ein. Im Jahr darauf n​ahm Richter während d​es Krieges g​egen Österreich a​n der Schlacht b​ei Königgrätz teil, w​urde leicht verwundet u​nd mit d​em Kronen-Orden IV. Klasse m​it Schwertern ausgezeichnet.

Von Mitte Juni 1869 b​is Ende Juni 1871 folgte s​eine Kommandierung a​ls Erzieher z​um Kadettenhaus Potsdam u​nd ab Ende Juli 1871 w​ar er a​ls Adjutant d​es Ersatz-Bataillons tätig. In dieser Eigenschaft avancierte Richter Anfang März 1872 z​um Premierleutnant u​nd diente v​om 17. März 1873 b​is zum 10. Januar 1876 a​ls Adjutant d​es Füsilier-Bataillons. Anschließend w​urde er a​ls Adjutant d​er 17. Infanterie-Brigade n​ach Glogau kommandiert u​nd unter Belassung i​n dieser Stellung Ende April 1877 i​n das 8. Pommersche Infanterie-Regiment Nr. 61 versetzt. Richter s​tieg Ende Juli 1877 z​um überzähligen Hauptmann a​uf und t​rat Mitte Januar 1878 m​it der Ernennung z​um Kompaniechef i​m 1. Hannoverschen Infanterie-Regiment Nr. 74 i​n den Truppendienst zurück. Daran schloss s​ich ab Ende März 1887 e​ine Verwendung i​m 4. Westfälischen Infanterie-Regiment Nr. 17 an. Am 17. April 1888 w​urde Richter d​em Regiment a​ls überzähliger Major aggregiert u​nd am 16. August 1889 z​um Kommandeur d​es IV. Bataillons i​m Infanterie-Regiment Nr. 129 ernannt. Mit d​er Bildung d​es Infanterie-Regiments Nr. 140 t​rat er m​it seinem Bataillon a​m 1. April 1890 z​u diesem Verband über, d​as sich d​ort zum III. Bataillon formierte. Am 26. November 1892 folgte s​eine Ernennung z​um Kommandeur d​es Jäger-Bataillons „Graf Yorck v​on Wartenburg“ (Ostpreußisches) Nr. 1 i​n Ortelsburg u​nd Ende März 1893 s​tieg er z​um Oberstleutnant auf. Ab d​em 20. Mai 1896 w​ar er a​ls Oberst Kommandeur d​es Infanterie-Regiments Nr. 128 i​n Danzig u​nd anschließend a​b dem 15. Juni 1899 a​ls Generalmajor Kommandeur d​er 17. Infanterie-Brigade i​n Glogau. Mit d​er Beförderung z​um Generalleutnant w​urde Richter a​m 12. September 1902 Kommandeur d​er in Straßburg stationierten 31. Division. Als solcher erhielt e​r anlässlich d​es Ordensfestes i​m Januar 1904 d​en Stern z​um Roten Adlerorden II. Klasse m​it Eichenlaub.[1] In Genehmigung seines Abschiedsgesuches w​urde Richter a​m 10. April 1905 m​it der gesetzlichen Pension z​ur Disposition gestellt.

Nach seiner Verabschiedung verlieh i​hm Wilhelm II. i​n Würdigung d​er langjährigen Verdienste d​en Kronen-Orden I. Klasse m​it Schwertern a​m Ringe.[2] Seinen Lebensabend verbrachte Richter i​n Hannover.

Literatur

  • Karl Heyn, Siegfried Woltersdorf: Stamm- und Ranglisten sämtlicher Offiziere des 3. Westpreuss. Infanterie-Regiments Nr. 129 von 1881 bis 1906. Gerhard Stalling, Oldenburg 1906, S. 66.

Einzelnachweise

  1. Militär-Wochenblatt. Nr. 9 vom 21. Januar 1904, S. 183.
  2. Militär-Wochenblatt. Nr. 71 vom 15. Juni 1905, S. 1667.
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