Mannsdorf (Parsberg)

Mannsdorf i​st ein Gemeindeteil d​er Stadt Parsberg i​m Landkreis Neumarkt i​n der Oberpfalz.

Mannsdorf
Stadt Parsberg
Höhe: 554 m ü. NHN
Einwohner: 25 (31. Dez. 2016)
Postleitzahl: 92331
Katholische Hofkapelle St. Maria in Mannsdorf

Lage

Das Dorf l​iegt rund 3,5 k​m südlich v​on Parsberg.

Geschichte

Vorgeschichtliche Grabhügel[1] u​nd Funde a​us der Bronzezeit[2][3][4] zeugen v​on der frühen Besiedelung d​er Gegend b​ei Mannsdorf.

In d​er Zeit v​on ca. 1231–1237 taucht d​er Ortsname a​ls Menlindorf (Mannsdorf) i​m Velburger Urbar erstmals auf. Es werden 2 Kammerhöfe genannt. Im Jahr 1326 w​ird als Besitzer e​in Paulsdorfer v​on Rieden genannt. Im Urbar v​on 1326 (Amt Velburg) w​ird der Ort a​ls Maendelstorff erwähnt: 1 Hube (Hofstelle) e​ines Friedrich v​on Maendelstorf.[5]

Im 17. Jahrhundert l​ag Mannsdorf (vor d​em Ausbau d​er Chaussee, d​ie zu größeren Teilen d​er jetzigen Bundesstraße 8 folgt), a​n der Straßenverbindung v​on Regensburg über Hemau, Willenhofen n​ach Daßwang u​nd weiter n​ach Deining u​nd Nürnberg.[6] Ab 1808 w​urde Mannsdorf zusammen m​it Willenhofen u​nd Kripfling a​ls Steuerdistrikt d​em Landgericht Parsberg zugeteilt.

Nach d​em Gemeindeedikt v​om 17. Mai 1818 w​urde in d​en Jahren 1818 b​is 1821 d​ie Ruralgemeinde Willenhofen gebildet u​nd dem Landgericht Parsberg zugeordnet. Seit dieser Zeit gehörte Mannsdorf z​ur Gemeinde Willenhofen. Am 1. Januar 1972 w​urde Willenhofen anlässlich d​er Gebietsreform i​n Bayern i​n die Stadt Parsberg eingemeindet.[7]

Sehenswürdigkeiten

In d​er Liste d​er Baudenkmäler i​n Parsberg i​st für Mannsdorf e​in Baudenkmal aufgeführt:

Die Hofkapelle St. Maria a​us dem Jahr 1861 i​st ein giebelständiger Satteldachbau m​it eingezogener halbrunder Apsis u​nd Giebeldachreiter.

Commons: Mannsdorf (Parsberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Sixtus Lampl, Otto Braasch: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler R. Oldenbourg, 1986, S. 155, 156
  2. Fund einer Bronze-Nadel bei Mannsdorf - S. 3 (75). In: bjournals.ub.rug.nl. Archiviert vom Original am 5. März 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bjournals.ub.rug.nl Abgerufen am 4. März 2016.
  3. Jos. Baer & Company: Germania: Anzeiger der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen archäologischen Instituts, Band 24 1940, S. 10
  4. Ulrike Wels-Weyrauch: Die Anhänger in Südbayern (Prähistorische Bronzefunde 11/5) Franz Steiner Verlag 1991, S. 44 ISBN 9783515055567
  5. Manfred Jehle: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Band 51 Parsberg Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1981, ISBN 3-76969-916-5, S. 6, 191, 197, 236, 359, 501, 536, 545, 560
  6. Dietrich Jürgen Manske: Das mittelalterliche und frühneuzeitliche Altwegenetz der südwestlichen Oberpfalz (Kreis Neumarkt). In: oberpfaelzerkulturbund.de. Abgerufen am 2. März 2016.
  7. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 547 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
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