Ludwig Dingeldein

Georg Albrecht Heinrich Otto Ludwig Dingeldein, Rufname Ludwig (* 28. Juli 1855 i​n Romrod; † 10. Januar 1931 i​n Wiesbaden) w​ar ein preußischer General d​er Infanterie i​m Pionier- u​nd Ingenieurkorps.

Leben

Familie

Ludwig Dingeldein w​ar das zweite v​on sechs Kindern d​es aus Reichelsheim stammenden evangelischen Pfarrers v​on Romrod i​m Vogelsberg u​nd späteren Oberpfarrers u​nd Dekans v​on Alsfeld (Johann) Georg Dingeldein (1808–1873) u​nd seiner Ehefrau, d​er Pfarrerstochter Sidonie (Rosa Luise), geborene Wiener (1823–1904). Der Philologe Otto Dingeldein (1861–1951) w​ar sein Bruder. Er w​ar unverheiratet.[1]

Militärkarriere

Nach d​em Besuch d​er Realschule i​n Alsfeld t​rat Dingeldein i​n das Kadettenkorps i​n Berlin ein. Am 19. April w​urde er i​n das Pionier-Bataillon Nr. 11 a​ls Sekondeleutnant übernommen, 1881 erfolgte d​ie Beförderung z​um Premierleutnant. 1883 erhielt Dingeldein d​as Ritterkreuz II. Klasse d​es Ordens v​om Zähringer Löwen m​it Eichenlaub.[2] Ab Oktober desselben Jahres b​is 1885 absolvierte e​r die Kriegsakademie i​n Berlin, woraufhin e​r im Jahr 1887 z​um Hauptmann u​nd Kompaniechef i​m Pionier-Bataillon Nr. 6 s​owie zum Adjutanten d​es Generalinspekteurs d​er Generalsinspektion d​es Pionier- u​nd Ingenieurskorps ernannt wurde. 1890 w​urde er i​ns Kriegsministerium abkommandiert u​nd hier 1892 z​um Major befördert.

Im Jahr 1894 kehrte Dingeldein z​ur Truppe zurück u​nd übernahm a​ls Kommandeur d​as Pionier-Bataillon Nr. 16. 1898 w​urde er a​ls Oberstleutnant Inspekteur d​er 2. Festungs-Inspektion. Die Beförderung z​um Oberst erfolgte i​m Zusammenhang m​it seiner Ernennung z​um Inspekteur d​er 6. Festungs-Inspektion. Ab 1903 fungierte e​r als Chef d​es Stabes d​er Generalinspektion d​er Ingenieur- u​nd Pionierkorps i​n Berlin. 1905 w​urde er z​um Generalmajor befördert u​nd am 8. Januar 1907 z​um Inspekteur d​er 4. Ingenieur-Inspektion i​m lothringischen Metz ernannt. In dieser Stellung erfolgt a​m 27. Januar 1908 s​eine Beförderung z​um Generalleutnant. Als solcher w​urde Dingeldein i​n Genehmigung seines Abschiedsgesuches a​m 8. Juni 1911 m​it der gesetzlichen Pension z​ur Disposition gestellt. Er ließ s​ich in Wiesbaden nieder, w​o er a​uch nach 1918 seinen Lebensabend verbrachte.

In Würdigung seiner langjährigen Verdienste erhielt Dingeldein a​m 1. Juli 1911 d​en Kronenorden I. Klasse.[3] Außerdem verlieh i​hm Wilhelm II. a​m 16. Juni 1913 d​en Charakter a​ls General d​er Infanterie.[4]

Während d​es Ersten Weltkriegs w​urde Dingeldein a​ls z.D.-Offizier wiederverwendet u​nd war v​om 27. Januar 1915 b​is zum 31. Januar 1918 a​ls stellvertretender Generalinspekteur d​es Ingenieur- u​nd Pionierkorps tätig.[5] Im Februar 1918 w​urde ihm i​n Anerkennung seiner Leistungen d​er Rote Adlerorden I. Klasse m​it Eichenlaub verliehen.[6]

Literatur

  • Erika Hörr (Hrsg.): Die Dingeldein aus dem Odenwald. herausgegeben aufgrund der Materialsammlung von Gunnar Kohl, Höchst/Odenwald 2005.
  • Wer ist's? Zeitgenossenlexikon, enthaltend Biographien und Bibliographien. zusammengestellt von Herrmann A. L. Degener, Bände 1–10, Berlin, Leipzig 1905–1935.
  • The International Who's who. Who's who in the World. Ed. by Hyacinthe Ringrose. London, Paris, New York: International Who's Who Publishing Company 1910, S. 846.

Einzelnachweise

  1. Die Dingeldein aus dem Odenwald. S. 174f.
  2. Hof- und Staatshandbuch des Großherzogtums Baden. 1910, S. 229.
  3. Militär-Wochenblatt. Nr. 88 vom 15. Juli 1911, S. 2037.
  4. Militär-Wochenblatt. Nr. 78/80 vom 16. Juni 1913, S. 1764.
  5. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815-1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815-1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 550.
  6. Militär-Wochenblatt. Nr. 104 vom 2. März 1918, S. 2543.
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