Liste profanierter Kirchen im Bistum Dresden-Meißen

Die Liste profanierter Kirchen i​m Bistum Dresden-Meißen führt Kirchen u​nd Kapellen auf, d​ie im Bistum Dresden-Meißen u​nd im vormaligen Bistum Meißen profaniert wurden. Sie wurden o​der werden verkauft, umgewidmet, umgebaut o​der abgerissen.

St.-Jakobus-Kirche in Gera-Langenberg

Prolog

Ökonomische Zwänge d​urch Rückgang d​er Kirchensteuereinnahmen s​owie Priestermangel u​nd Rückgang d​er Zahl praktizierender Katholiken i​m Bistum Dresden-Meißen führen w​ie auch i​n anderen deutschen Bistümern dazu, d​ass einerseits Gemeinden z​u größeren Pfarreien zusammengeführt werden, andererseits a​ber auch Kirchen geschlossen werden. Teilweise werden d​ann Räumlichkeiten d​er evangelischen Kirche mitgenutzt.

Liste

Zu d​en nach 1945 geschlossenen, entwidmeten, umgewidmeten, umgenutzten o​der abgerissenen Kirchen gehören folgende Gotteshäuser:

  • Bad Brambach, Filialkirche St. Walburga: am 23. Juni 1935 geweiht, am 26. Juli 2018 aufgehoben
  • Bretnig-Hauswalde, Filialkirche St. Michael: am 1. Dezember 1950 geweiht, am 20. Dezember 2017 aufgehoben
  • Crossen, Hauskapelle Verspermann-Villa: 31. März 2007 aufgehoben
  • Crottendorf, Marienkapelle: 15. Oktober 2002 aufgehoben
  • Demitz-Thumitz, Maria-Friedens-Kirche:[1] 6. November 1955 geweiht, 2011 geschlossen
  • Dresden, Hauskapelle Bischo-Wienken-Haus: 25. August 2016 aufgehoben
  • Dresden, Kapelle St. Kamillus: 30. November 2017 aufgehoben
  • Dresden, Kapelle im Bennostift: am 30. September 1999 aufgehoben
  • Dresden, Kapelle im Albertstift: am 30. September 1999 aufgehoben
  • Dresden, St. Josef-Stift, Herz-Jesu-Kapelle: 13. Dezember 1999 aufgehoben
  • Ebersbach-Neugersdorf, Stadtteil Neugersdorf, St. Joseph: 7. Juni 1936 geweiht, am 4. Oktober 2020 Abschiedsmesse, 2021 verkauft[2][3]
  • Eibau, Kirche Hl. Apostel Thomas: 27. März 1966 geweiht, 31. Dezember 2016 aufgehoben
  • Geising, Kapelle St. Bonifatius: am 3. Juni 1978 geweiht, 24. April 2016 profaniert/geschlossen[4]
  • Gera, Stadtteil Langenberg, St.-Jakobus-Kirche: 1989 konsekriert, am 21. November 2021 Profanierungsandacht[5][6]
  • Geringswalde, Kapelle St. Josef der Arbeiter: aufgegeben
  • Glashütte, Kirche St. Christophorus: 31. Oktober 1954 geweiht, 6. November 2017 aufgehoben
  • Glaubitz, Kapelle St. Pius X: geweiht 22. April 1957, aufgehoben letzter Gottesdienst 3. Mai 2019[7]
  • Gößnitz, Kirche Maria Regina: am 1. Januar 1994 aufgehoben
  • Grünhainichen, Kapelle St. Thomas Morus: aufgegeben
  • Hohndorf/E., Kapelle St. Laurentius: 27. August 1933 geweiht, 1. August 2002 aufgehoben
  • Jonsdorf, Kapelle St. Bernhard von Menthon: 8. April 2005 aufgehoben
  • Kahnsdorf, Kapelle St. Hedwig: am 20. Juni 1991 aufgehoben
  • Kleinnaundorf, Maria-Hilf-Kapelle: 14. August 1955 geweiht, 1992 aufgegeben und abgerissen[8]
  • Königswartha, Kapelle Herz Jesu: am 9. November 1996 aufgehoben
  • Langenleuba-Niederhain, Kirche St. Josef: aufgegeben, privatisiert
  • Leipzig, Propsteikirche St. Trinitatis: 1982 geweiht, 2015 profaniert, durch Neubau ersetzt
  • Leipzig, Kapelle St. Trinitatis im Kolpinghaus: am 26. Oktober 1994 aufgehoben
  • Leipzig-Leutzsch, Kapelle der Fokolarbewegung: am 25. August 1998 aufgehoben
  • Leipzig-Süd, Kapelle St. Hedwig/Kochstr: 22. März 2003 geweiht, 25. November 2012 profaniert
  • Leipzig, Kapelle St. Ignatius: Studentengemeinde 1. September 2017 aufgehoben, ersetzt!
  • Lengefeld, Kapelle St. Josef: am 20. Dezember 1996 aufgehoben
  • Lichtenstein/Sa. St. Elisabeth, Kirche im Schloß: APH 7. Juli 2004 aufgehoben
  • Lößnitz, Kapelle St. Elisabeth: am 26. Mai 1958 geweiht, 14. Juni 2004 aufgehoben
  • Lunzenau, Kapelle St. Heinrich: aufgegeben
  • Maxen, Kapelle St. Josef: 18. Oktober 1954 geweiht, 15. Dezember 2003 aufgehoben
  • Neukieritzsch, Kapelle: ca. 1998 aufgegeben
  • Neusalza-Spremberg, St. Franziskus: 15. Februar 1971 geweiht, 23. Dezember 2015 profaniert
  • Niederwiesa, Kapelle im St.-Josef-Haus: am 16. August 1996 aufgehoben
  • Plauen, Kapelle im Kolpinghaus: 1. August 2002 aufgehoben
  • Reitzenhain, Simultankapelle: am 26. November 1996 aufgehoben
  • Riesa, Stadtteil Weida, Kapelle: 1971 geweiht, 1. September 2008 geschlossen[9]
  • Rittersgrün, Kapelle St. Barbara: 12. Juni 1966 geweiht, 12. Mai 1997 aufgehoben
  • Rochlitz, Kapelle St. Christophorus: Die in einer ehemaligen Werkstatt eingerichtete Kapelle wurde im August 1967 geweiht.[10] Am 26. November 2020 fand der letzte Gottesdienst statt, das 1995 gekaufte Gebäude (Leipziger Straße 5) war bereits 2017 verkauft worden[11], am 5. März 2021 wurde die Kapelle offiziell profaniert.[12]
  • Rodameuschel, Kapelle: am 12. März 1996 aufgehoben
  • Rötha, Kapelle St. Hedwig: am 23. November 1995 aufgehoben
  • Saalburg, Kapelle: am 30. Oktober 1997 aufgehoben
  • Schweinerden, Kapelle im APH St. Ludmilla: 12. Dezember 2002 aufgehoben
  • Seifhennersdorf, Kirche St. Antonius: 1937 gebaut, 1. November 2008 aufgehoben
  • Serbitz (Treben), Kapelle: 1949 erbaut, am 11. Dezember 1997 aufgehoben
  • Stollberg, Marienkapelle: am 16. August 1996 aufgehoben
  • Stolpen, St. Michael, in einem früheren Schützenhaus, am 6. September 1953 benediziert, am 24. Oktober 2021 profaniert[13]
  • Strehla, St.-Hedwigs-Kapelle: 28. Februar 1971 geweiht, am 10. September 2016 Abschiedsgottesdienst[14]
  • Tanna, Kapelle St. Maria von der immerw. Hilfe: 25. März 2002 aufgehoben
  • Thammenhain, Kapelle St. Hedwig: Im Schloss Thammenhain wurde in der DDR ein Altenpflegeheim eingerichtet und 1979/80 eine Kapelle erbaut.[15] Nach dem in den Jahren 1999/2000 in Wurzen neben der Herz-Jesu-Kirche ein neues Altenpflegeheim „St. Hedwig“ erbaut worden war, das ebenfalls eine Hauskapelle besitzt,[16] wurde die Kapelle in Thammenhain am 10. September 2000 aufgehoben.
  • Thum, Johannes-Maria-Vianney-Kapelle: 15. Januar 1961 geweiht, 2011 geschlossen
  • Trebnitzgrund, Kapelle im Caritasheim: am 30. September 1999 aufgehoben
  • Treuen, Kapelle St. Josef: 31. Juli 2017 aufgehoben
  • Triebes, Kapelle St. Bonifatius: am 11. Mai 1991 aufgehoben
  • Ullersdorf, Kapelle: am 12. März 1996 aufgehoben
  • Wolkenburg, Kapelle im Festsaal des Schlosses: seit 1945, am 13. Februar 1991 aufgehoben
  • Wurzbach, Kapelle St. Josef: am 1. Dezember 1993 aufgehoben

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Entweihung der Kirche. Gemeindeverwaltung Demitz-Thumitz, abgerufen am 6. September 2019.
  2. Katholische Kirche St. Josef Neugersdorf. 1936–2020. Auszug aus der Chronik. (PDF; 0,6 MB) Katholische Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ Leutersdorf, abgerufen am 14. Mai 2021.
  3. Anja Beutler: Was wird aus Neugersdorfs Villa-Kirche? In: Sächsische Zeitung. 18. März 2021, abgerufen am 14. Mai 2021.
  4. A. Grießbach: Pfarrei nimmt Abschied von Kapelle in Geising. In: bistum-dresden-meissen.de. 2. Mai 2016, abgerufen am 4. Juni 2020.
  5. St. Jakobus in Gera profaniert. In: Tag des Herrn. Ausgabe 49/2021 vom 12. Dezember 2021, S. 13.
  6. St. Jakobus-Kirche in Gera Langenberg wurde profaniert. Bistum Dresden-Meißen, 22. November 2021, abgerufen am 10. Dezember 2021.
  7. Tag des Herrn, Ausgabe 17/2019.
  8. Siegfried Neuling: Kreuzigungsgruppe fast vergessen. Sächsische Zeitung, 25. September 2004, abgerufen am 15. Oktober 2021.
  9. Chronik der Gemeinde St. Barbara Riesa. In: kath-kirche-riesa.de. Röm.-kath. Pfarrei St. Barbara, abgerufen am 24. September 2019., abgerufen am 23. September 2016.
  10. ST. CHRISTOPHORUS ROCHLITZ. Katholische Pfarrei Hl. Teresia Benedicta vom Kreuz – Edith Stein Limbach-Oberfrohna, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  11. Alexander Christoph: Der leise Abschied eines Gotteshauses. Freie Presse, 8. Dezember 2020, abgerufen am 28. Dezember 2021.
  12. Kirchliches Amtsblatt für das Bistum Dresden-Meißen. Nr. 3/2021 vom 24. März 2021, S. 70.
  13. Die Chronik der Kirche “St. Michael” in Stolpen
  14. Tag des Herrn, Ausgabe 36/2016 vom 4. September 2016, S. 13.
  15. Thammenhain. Familie von Schönberg, abgerufen am 23. Dezember 2021.
  16. Neubau Altenpflegeheim St. Hedwig in Wurzen. Koczor Teuchert Lünz GbR, abgerufen am 23. Dezember 2021.
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