Liste der Stolpersteine in Dransfeld

Die Liste d​er Stolpersteine i​n Dransfeld enthält a​lle Stolpersteine, d​ie im Rahmen d​es gleichnamigen Kunst-Projekts v​on Gunter Demnig i​n Dransfeld verlegt wurden. Mit i​hnen soll d​er Opfer d​es Nationalsozialismus gedacht werden, d​ie in Dransfeld lebten u​nd wirkten. Bei d​rei Verlegungen s​eit Mai 2013 wurden bisher insgesamt 38 Stolpersteine verlegt. (Stand: Juni 2019)

Liste der Stolpersteine

f1 Karte m​it allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Bild Person, Inschrift Adresse Verlegedatum Anmerkung
Hier wohnte
Adolf Katzenstein
Jg. 1903
Flucht 1939
USA
Bahnhofstraße 7
9. Okt. 2014 Adolf Katzenstein wurde am 8. September 1903 in Körbecke geboren. Er kam 1925 nach Dransfeld und übernahm 1929 den Landhandel von Jacob Isenberg. Er heiratete Alice geb. Schwalm und hatte mit ihr zwei Kinder, Eva und Fritz-Fred. Am 26. Januar 1937 zog die Familie nach Hamburg und flüchtete 1938 in die Niederlande. Von dort gelang ihnen im Februar 1939 die Flucht in die USA. Die Familie lebte dort in Forest Hills, einem Vorort von New York.[1]
Hier wohnte
Alice Katzenstein
geb. Schwalm
Jg. 1905
Flucht 1939
USA
Alice Katzenstein wurde am 25. Februar 1905 als Tochter von Levi und Meta Schwalm in Dransfeld geboren. Sie heiratete Adolf Katzenstein und hatte mit ihm zwei Kinder. 1937 zogen sie mit ihren Eltern und ihrer Familie nach Hamburg und flüchteten 1938 in die Niederlande sowie 1939 in die USA, wohin auch ihre Schwester Grete geflüchtet war.[1]
Hier wohnte
Eva Katzenstein
Jg. 1931
Flucht 1939
USA
Eva Katzenstein wurde am 26. April 1931 als Tochter von Adolf und Alice Katzenstein in Dransfeld geboren. Mit ihren Eltern gelang ihr die Flucht über die Niederlande in die USA.[1]
Hier wohnte
Fred Katzenstein
Jg. 1936
Flucht 1939
USA
Fred Katzenstein war der Sohn von Adolf und Alice Katzenstein. Ihm gelang mit der Familie die Flucht in die USA.[1]
Hier wohnte
und lehrte
Levi Schwalm
Jg. 1876
Flucht 1937
Holland
USA
überlebt
Gerlandstraße 4
gegenüber der Synagoge
13. Mai 2013 Levi Schwalm wurde am 4. Januar 1876 in Treysa geboren. Er machte eine dreijährige Ausbildung zum Lehrer an der Bildungsanstalt für jüdische Lehrer in Hannover. 1898 ging er nach Bovenden und arbeitete dort als Lehrer an der jüdischen Schule, ab 1904 an der jüdischen Schule in Dransfeld. 1904 heiratete er Meta Lilienthal, aus der Ehe gingen die Kinder Meta und Grete Lilienthal hervor. Ein Sohn verstarb bereits als Kind. Am 19. April 1933 erhielt Levi Schwalm eine Dankesurkunde der Preußischen Regierung für die von ihm geleistete Arbeit.[2] Zum 1. Mai 1933 wurde er zwangsweise in den Ruhestand versetzt und die Schule geschlossen. 1937 zog er mit seiner Frau und der Tochter Alice nach Hamburg, flüchtete 1938 mit ihnen in die Niederlande und im Oktober 1939 in die USA. Levi Schwalm verstarb 1951 in den USA.[3]
Hier wohnte
Meta Schwalm
geb. Lilienthal
Jg 1883
Flucht 1937
Holland
USA
überlebt
Meta Schwalm wurde am 8. Dezember 1883 in Bovenden geboren. 1904 heiratete sie Levi Schwalm und zog mit ihm nach Dransfeld. Sie hatte zwei Töchter und lebte im Schulhaus in der Gerlandstraße. Mit ihrem Mann und der Tochter Alice zog sie 1937 nach Hamburg und flüchtete 1938 in die Niederlande und 1939 in die USA, wo sie 1960 verstarb.[3]
Hier wohnte
Grete Löwenstein
geb. Schwalm
Jg. 1908
Flucht 1939
USA
überlebt
Grete Schwalm wurde am 24. Februar 1908 als Tochter von Levi und Meta Schwalm in Dransfeld geboren. 1936 heiratete sie den Kaufmann Ludwig Löwenstein aus Göttingen. Mit ihrem Mann und dem Stiefsohn Heinz zog sie im Februar 1939 nach Hamburg und flüchtete dann in die USA.[4]
Hier wohnte
Hermann
Proskauer

Jg. 1874
’Schutzhaft’ 1938
Gefängnis Göttingen
deportiert 1942
Ghetto Warschau
ermordet
Lange Straße /
Imbser Weg
9. Okt. 2014 Hermann Proskauer wurde am 7. Dezember 1874 in Münden geboren. Er war mit Johanne Proskauer verheiratet, zog 1908 mit ihr nach Dransfeld und hatte zwei Kinder. 1938 zog er mit seiner Familie zurück nach Hann. Münden. Während der Novemberpogrome wurde er am 10. November 1938 mit seinem Sohn Erwin verhaftet und war im Göttinger Gefängnis inhaftiert. Die geplante Ausreise nach Argentinien nach seiner Freilassung scheiterte. Ab 26. März 1942 war er mit seiner Familie im Sammellager Hannover-Ahlem inhaftiert und wurde am 31. März 1942 von dort in das Ghetto Warschau deportiert.[5] Später wurde er für tot erklärt.[6]
Hier wohnte
Johanne
Proskauer

geb. Simon
Jg. 1882
deportiert 1942
Ghetto Warschau
ermordet
Johanne Proskauer wurde am 8. Februar 1882 als Johanne Simon in Binsförth geboren. 1908 zog sie mit ihrem Mann Hermann nach Dransfeld, wo ihre beiden Kinder geboren wurden. 1938 siedelte die Familie nach Hann. Münden über. 1942 wurde Johanne Proskauer in das Ghetto Warschau deportiert.[7][8]
Hier wohnte
Erwin Proskauer
Jg. 1910
’Schutzhaft’ 1938
Gefängnis Göttingen
entlassen 1939
von SA
ermordet 3.10.1939
Hann. Münden
Erwin Proskauer wurde am 4. Mai 1910 als Sohn von Hermann und Johanne Proskauer in Dransfeld geboren. Erwin Proskauer wurde in der Nacht des 3. Oktober 1939 von fünf Männern aus seiner Wohnung in Hann. Münden geholt und in der Werra Höhe Wanfrieder Schlagd ertränkt. Man fand seinen Leichnam am 19. Oktober 1939 bei Gewissenruh.[9][10]
Hier wohnte
Senta Proskauer
geb. Strasser
Jg. 1915
Flucht 1938
Paraguay
Senta Proskauer wurde am 12. Dezember 1915 als Tochter von Hermann und Johanne Proskauer geboren. Sie war mit Werner Strasser verheiratet und flüchtete am 20. Mai 1938 mit ihm nach Paraguay.[5]
Hier wohnte
Jacob Isenberg
Jg. 1864
deportiert 1942
Theresienstadt
1942 Treblinka
ermordet
Lange Straße 8
9. Okt. 2014 Jacob Isenberg wurde am 26. Juli 1864 in Dransfeld geboren. Er betrieb in Dransfeld einen Landhandel, den er 1929 an Adolf Katzenstein abgab und sich zur Ruhe setzte. Zeitweise war er Vorsteher der jüdischen Gemeinde. Im September 1940 zog er in ein Altersheim nach Hannover. Am 23. Juli 1942 wurde er ab Sammellager Hannover-Ahlem in das Ghetto Theresienstadt und von dort am 23. September 1942 in das Vernichtungslager Treblinka deportiert, wo er vermutlich bei Ankunft ermordet wurde. Später wurde er für tot erklärt.[11][12][13]
Hier wohnte
Israel Isenberg
Jg. 1867
Schicksal unbekannt
Lange Straße 27
24. Mai 2017 Israel Isenberg wurde am 17. Juni 1867 in Dransfeld geboren. Er betrieb mit seinem Bruder Louis in Dransfeld ein Textilgeschäft. Nach Aufgabe des Geschäftes zog er Anfang der 1930er Jahre nach Eisleben, kam aber 1940 zurück nach Dransfeld. Sein weiteres Schicksal ist bisher unbekannt.[14]
Hier wohnte
Siegmund Isenberg
Jg. 1867
deportiert 1942
Theresienstadt
ermordet 23.12.1942
Siegmund Isenberg wurde am 17. Juni 1867 in Dransfeld geboren. 1899 ging er nach Eisleben und übernahm dort ein Geschäft, das er 1938 wegen Arisierung verlor. Er wurde in das Altersheim in die Boelckestraße nach Halle gebracht und von dort am 20. September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert, wo er am 23. Dezember 1942 starb.[15][16][17] Im August 2018 wurde vor seinem Haus am Markt 49 in Eisleben ebenfalls ein Stolperstein für ihn verlegt.[18]Liste der Stolpersteine in Lutherstadt Eisleben
Hier wohnte
Alfred
Dannenberg

Jg. 1886
Flucht 1939
England
USA
überlebt
Lange Straße 29
13. Mai 2013 Alfred Dannenberg wurde am 5. August 1886 in Marlow geboren. 1910 kam er von Warburg nach Dransfeld und arbeitete als Handlungsgehilfe, später gründete er ein eigenes Geschäft. Er war mit Karoline Dannenberg geb. Arensberg verheiratet und hatte mit ihr drei Töchter: Irma (Irene), Hildegard und Ursula. Mit der Familie flüchtete er im August 1939 nach England. Alfred Dannenberg starb 1964.[19]
Hier wohnte
Karoline
Dannenberg

geb. Arensberg
Jg. 1890
Flucht 1939
England
USA
überlebt
Karoline Dannenberg wurde am 10. September 1890 als Karoline Arensberg in Dransfeld geboren. Sie war mit Alfred Dannenberg verheiratet und hatte drei Töchter. Im August 1939 flüchtete sie mit ihrer Familie und der Tante nach England. Sie starb im Jahr 1969.[19]
Hier wohnte
Frieda Arensberg
Jg. 1875
Flucht 1939
England
USA
überlebt
Frieda Arensberg wurde am 15. Mai 1875 in Dransfeld geboren und arbeitete als Fischhändlerin. Karoline Dannenberg war ihre Nichte. Ihr gelang mit Familie Dannenberg im August 1939 die Flucht nach England. Sie starb im Jahr 1952.[20]
Hier wohnte
Irene
Dannenberg

verh. Katz
Jg. 1915
Flucht 1938
USA
überlebt
Irma 'Irene' Dannenberg wurde am 5. August 1915 als Tochter von Alfred und Karoline Dannenberg in Dransfeld geboren. Am 15. März 1934 zog sie nach Hamburg und flüchtete später nach England. Von dort siedelte sie nach Florida über und lebte als verheiratete Irma Katz.[19]
Hier wohnte
Hilde
Dannenberg

verh. Rosenfelder
Jg. 1919
Flucht 1939
England
überlebt
Hildegard Dannenberg wurde am 18. Juni 1919 als Tochter von Alfred und Karoline Dannenberg in Dransfeld geboren. Im Juni 1939 flüchtete sie nach England, ihre Eltern folgten im gleichen Jahr. Danach wohnte sie als verheiratete Hilde Rosenfelder in London.[19]
Hier wohnte
Ursel
Dannenberg

verh. Macy
Jg. 1922
Flucht 1939
England
USA
überlebt
Ursula Dannenberg wurde am 17. Dezember 1922 als Tochter von Alfred und Karoline Dannenberg in Dransfeld geboren. Im August 1939 flüchtete sie mit ihren Eltern nach England. Später übersiedelte si nach Florida und lebte dort als verheiratete Ursel Macy.[19]
Hier wohnte
Josef Stern
Jg. 1880
Flucht 1940
Uruguay
Lange Straße 30
24. Mai 2017 Josef Stern wurde am 11. November 1880 in Wieseck geboren. 1905 heiratete er Regina Schwalm und hatte mit ihr einen Sohn. 1937 zog die Familie nach Göttingen, im Jahr 1939 flüchteten sie in die USA.[21]
Hier wohnte
Regina Stern
geb. Schwalm
Jg. 1881
Flucht 1940
Uruguay
Regina Schwalm wurde am 10. Januar 1881 in Treysa geboren. Sie heiratete 1905 den Kaufmann Josef Stern und lebte mit ihm in Dransfeld. 1937 zog die Familie nach Göttingen, im Jahr 1939 flüchteten sie zusammen mit ihrem Sohn Kurt in die USA.[21]
Hier wohnte
Samuel Haas
Jg. 1874
Flucht 1933
Holland
versteckt/überlebt
Lange Straße 49
13. Mai 2013 Samuel Haas wurde am 5. Juni 1878 in Mardorf geboren. Mit seiner Frau Ella zog er 1904 von Eisleben nach Dransfeld und betrieb dort einen Viehhandel. Aus der Ehe gingen die Söhne Carl und Heinz hervor. Im Mai 1933 flüchtete er mit seiner Frau Ella nach Den Haag in die Niederlande, wo seine Frau Ella 1936 verstarb. Er heiratete 1938 neu und überlebte versteckt im Untergrund. Samuel Haas starb am 26. September 1954 in Marburg und ist auf dem jüdischen Friedhof in Kirchhain beerdigt.[22][23][24]
Hier wohnte
Ella Haas
geb. Goldstein
Jg. 1885
Flucht 1933
Holland
versteckt/überlebt
Ella Haas wurde am 30. April 1885 als Ella Goldstein in Roßla geboren. Sie flüchtete mit ihrem Mann im Mai 1933 nach Den Haag in die Niederlande und starb dort am 3. Juli 1936.[22][23]
Hier wohnte
Carl Haas
Jg. 1906
Flucht 1933 Holland
interniert Westerbork
deportiert 1944
Bergen-Belsen
befreit/überlebt
Carl Haas wurde am 31. August 1906 als Sohn von Samuel und Ella Haas in Dransfeld geboren. Er besuchte die Kaiser-Wilhelm-II.-Oberrealschule in Göttingen und legte dort sein Abitur ab. Ab 1927 studierte er an der Georgia-Augusta Zahnmedizin. 1933 flüchtete er in die Niederlande und ließ sich in Den Haag als Zahnarzt nieder. Dort heiratete er auch seine Frau Lotte. Mit ihr zusammen wurde er 1944 ab Westerbork in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Er überlebte das KZ und wurde 1945 befreit, kehrte danach nach Den Haag zurück. Carl Haas starb im Jahr 1990.[22][23]
Hier wohnte
Heinz Haas
Jg. 1916
Flucht 1933
Holland
1936 Argentinien
überlebt
Heinz Haas wurde am 14. Oktober 1916 als Sohn von Samuel und Ella Haas in Dransfeld geboren. Er flüchtete 1933 in die Niederlande und nach dem Tod seiner Mutter 1936 weiter nach Argentinien.[22][23]
Hier wohnte
Ernst Löwenheim
Jg. 1883
gedemütigt/entrechtet
Flucht in den Tod
19.11.1938
Gerlandstraße 7
vor der ehemaligen Synagoge
9. Okt. 2014 Ernst Löwenheim wurde am 10. Juni 1883 in Dransfeld geboren und betrieb später ein Tabakgeschäft. Er beging am 19. November 1938, wenige Tage nach den Novemberpogromen Suizid.[25] Die Stolpersteine sollten ursprünglich vor dem Haus Lange Straße 59 verlegt werden, wurden dann aber vor der ehemaligen Synagoge in der Gerlandstraße 7 verlegt.[26]
Hier wohnte
Albert Löwenheim
Jg 1881
gedemütigt/entrechtet
tot 14.2.1937
Albert Löwenheim wurde am 9. Juni 1881 in Oberscheden geboren. 1912 heiratete er Paula Löwenheim, aus der Ehe gingen die Kinder Ilse, Gerhard und Herbert hervor. Albert Löwenheim starb am 14. Februar 1937 in Dransfeld.[25]
Hier wohnte
Paula Löwenheim
Jg. 1888
Flucht 1940
Brasilien
Paula Löwenheim wurde am 15. Juni 1888 in Kirchhain geboren. Sie war seit 1912 mit Albert Löwenheim verheiratet und hatte drei Kinder. 1940 flüchtete sie nach Brasilien, wo ihre Kinder schon zuvor emigriert waren, und ließ sich mit ihnen in Sao Paulo nieder.[25]
Hier wohnte
Ilse Löwenheim
Jg. 1913
Flucht 1935
Brasilien
Ilse Löwenheim wurde 1913 als Tochter von Albert und Paula Löwenheim in Dransfeld geboren. 1935 flüchtete sie nach Brasilien.[25]
Hier wohnte
Herbert Löwenheim
Jg. 1916
Flucht 1938
Brasilien
Herbert Löwenheim wurde am 20. März 1916 als Sohn von Albert und Paula Löwenheim in Dransfeld geboren. Gerhard Löwenheim war sein Zwillingsbruder. Mit ihm gelang ihm im Oktober 1938 die Flucht nach Brasilien.[25]
Hier wohnte
Siegmund Simon
Jg. 1875
gedemütigt/entrechtet
tot 23.6.1941
Lange Straße 63
24. Mai 2017 Siegmund Simon wurde in Weißensee (Thüringen) geboren. Er war mit Mathilde Simon verheiratet, hatte fünf Kinder und betrieb ein Handelsgeschäft. Er starb am 23. Juni 1941.[27][28]
Hier wohnte
Mathilde Simon
geb. Rosenberg
Jg. 1884
deportiert 1942
Ghetto Warschau
ermordet
Mathilde Simon wurde am 4. Juni 1884 als Mathilde Rosenberg in Vegesack geboren. Sie war mit Siegmund Simon verheiratet und hatte fünf Kinder. Ab 26. März 1942 war sie im Sammellager Hannover-Ahlem inhaftiert und wurde am 31. März 1942 in das Ghetto Warschau deportiert.[29][27]
Hier wohnte
Ludwig Simon
Jg. 1913
deportiert 1942
Ghetto Warschau
ermordet
Ludwig Simon wurde am 29. Mai 1913 als Sohn von Siegmund und Mathilde Simon in Dransfeld geboren. Ab 26. März 1942 war er im Sammellager Hannover-Ahlem inhaftiert und wurde am 31. März 1942 in das Ghetto Warschau deportiert.[30]
Hier wohnte
Alfred Simon
Jg. 1911
Flucht 1933
Frankreich
1935 Argentinien
Alfred Simon wurde 1911 als Sohn von Siegmund und Mathilde Simon in Dransfeld geboren. Er floh 1933 nach Frankreich und 1935 nach Argentinien.[27]
Hier wohnte
Max 'Hans' Simon
Jg. 1916
deportiert 1941
Minsk
ermordet 28.7.1942
Max Simon wurde am 2. März 1916 als Sohn von Siegmund und Mathilde Simon in Dransfeld geboren. Anfang der 1930er Jahre zog er für eine Banklehre nach Marburg und kehrte 1933 zurück nach Dransfeld. 1938 zog er nach Bremen. Am 18. November 1941 wurde er in das Ghetto Minsk deportiert, wo er am 28. Juli 1942 starb.[31][27]
Hier wohnte
Bettina Simon
Jg. 1923
deportiert 1942
Ghetto Warschau
ermordet 16.9.1942
Majdanek
Bettina Simon wurde am 4. Juni 1923 als Tochter von Siegmund und Mathilde Simon in Dransfeld geboren. Ab 26. März 1942 war sie im Sammellager Hannover-Ahlem inhaftiert und wurde am 31. März 1942 in das Ghetto Warschau deportiert. Später wurde sie in das KZ Majdanek verschleppt und dort am 16. September 1942 ermordet.[32]
Hier wohnte
Moritz 'Heinz' Simon
Jg. 1926
Kindertransport 1939
Holland
1940 England
Moritz Simon wurde 1926 als Sohn von Siegmund und Mathilde Simon in Dransfeld geboren. Die Eltern gaben ihn in ein Kinderheim in Hannover, aus dem er vom DRK nach Amsterdam und England transportiert wurde. Er überlebte den Holocaust und kehrte später nach Deutschland zurück, verschwieg aber seine Vergangenheit.[28]

Verlegungen

  • 13. Mai 2013: 13 Stolpersteine an drei Adressen[33]
  • 9. Oktober 2014: 14 Stolpersteine an vier Adressen[34][35]
  • 24. Mai 2017: 11 Stolpersteine an drei Adressen[36]

Einzelnachweise

  1. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 122–123 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Jüdisches Museum Berlin: Dankesurkunde der Preußischen Regierung für den Lehrer Levi Schwalm « 1933 In: jmberlin.de, abgerufen am 18. Juni 2019.
  3. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 244 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 143 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 207–208 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Proskauer, Hermann. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  7. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 209 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Proskauer, Johanna Johanne Mirjane. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  9. Dransfeld: Proskauer- statt Sohnreystraße? In: hna.de, 7. Oktober 2014, abgerufen am 18. Juni 2019.
  10. Proskauer, Erwin. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  11. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 99–100 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  12. Isenberg, Jacob Jakob. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  13. Jacob Isenberg In: synagoge-eisleben.de, abgerufen am 19. Juni 2019.
  14. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 99 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  15. Siegmund Isenberg In: synagoge-eisleben.de, abgerufen am 18. Juni 2019.
  16. Unser Gedenkbuch für die Toten des Holocaust in Halle In: gedenkbuch.halle.de, abgerufen am 19. Juni 2019.
  17. Isenberg, Siegmund. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  18. Stolperstein für Siegmund Isenberg In: synagoge-eisleben.de, 27. August 2018, abgerufen am 19. Juni 2019.
  19. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 53–54 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  20. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 25 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  21. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 257 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  22. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 82–83 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  23. Versöhnen beim Erinnern: Enkelin von Ella und Samuel Haas aus den Niederlanden besuchte die „Stolpersteine“ für ihre Familie in Dransfeld. In: HNA, 15. März 2016. (PDF; 566 kB)
  24. Samuel und Ella Haas, Dransfeld – Lange Strasse 49 — Verfolgung und Emigration jüdischer BürgerInnen in Göttingen und Umgebung In: geschichtswerkstatt-goettingen.de, abgerufen am 19. Juni 2019.
  25. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 137–139 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  26. Bettina Sangerhausen: Gedenken an Befreiung vom Faschismus in Dransfeld. In: hna.de. 6. Mai 2015, abgerufen am 4. Juni 2020: „Die Stolpersteine von Künstler Gunter Demnig für Familie Löwenheim wurden vorläufig vor der Synagoge in der Gerlandstraße verlegt.“
  27. Uta Schäfer-Richter, Jörg Klein: Die jüdischen Bürger im Kreis Göttingen, 1933–1945 ein Gedenkbuch : Göttingen, Hann. Münden, Duderstadt. Wallstein Verlag, Göttingen 1992, ISBN 978-3-89244-048-2, S. 247–248 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  28. Schikaniert, verfolgt, ermordet: Die Nachforschungen von Geschichtswerkstatt und Bürgerforum ergeben Erschütterndes. In: HNA, 24. April 2017. (PDF)
  29. Simon, Mathilde. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  30. Simon, Ludwig. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  31. Simon, Max. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  32. Simon, Bettina. In: Gedenkbuch – Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933–1945. Abgerufen am 19. Juni 2019.
  33. Gerald Kräft: Vertriebene tagtäglich wieder präsent – Kölner Künstler Gunter Demnig verlegt erste „Stolpersteine“ in Dransfeld In: goettinger-tageblatt.de, 13. Mai 2013, abgerufen am 17. Juni 2019.
  34. Hauke Rudolph: Namen bleiben in Erinnerung – Künstler verlegt Stolpersteine für verfolgte Juden in Dransfeld In: goettinger-tageblatt.de, 10. Oktober 2014, abgerufen am 18. Juni 2019.
  35. Dransfeld In: hna.de, 11. Oktober 2014, abgerufen am 18. Juni 2019. (PDF; 1,9 MB)
  36. Stolpersteinverlegung 2017 in Dransfeld In: yellowpress-igs-geismar, abgerufen am 18. Juni 2019.
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