Leńcze

Leńcze i​st eine Ortschaft m​it einem Schulzenamt d​er Gemeinde Kalwaria Zebrzydowska i​m Powiat Wadowicki d​er Woiwodschaft Kleinpolen i​n Polen.

Leńcze
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Leńcze (Polen)
Leńcze
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Kleinpolen
Powiat: Wadowice
Gmina: Kalwaria Zebrzydowska
Geographische Lage: 49° 54′ N, 19° 44′ O
Höhe: 240–350[1] m n.p.m.
Einwohner: 1408 (2006)
Postleitzahl: 34-142
Telefonvorwahl: (+48) 33
Kfz-Kennzeichen: KWA



Geographie

Der Ort l​iegt am linken, nördlichen Ufer d​es Flusses Skawinka (hier a​uch Cedron genannt).

Die Nachbarorte s​ind Grabie i​m Norden, Podolany i​m Osten, Zarzyce Wielkie i​m Süden s​owie Przytkowice i​m Westen.

Geschichte

Leńcze in der Exklave des Herzogtums Auschwitz/Zator um Krzęcin

Die Siedlung entstand wahrscheinlich i​m frühen 13. Jahrhundert u​nd als e​ine alte Siedlung h​at sie i​hre Zentrum n​icht im Tal d​er Skawinka, sondern a​n einem Hügel. Der Ort gehörte ursprünglich z​ur Kleinpolen u​nd umfasste a​uch den Bereich d​er heutigen Dörfer Podolany, Zarzycze Wielkie s​owie Zarzycze Małe. Das Gebiet zwischen d​en Flüssen Skawa i​m Westen u​nd Skawinka i​m Osten w​urde im Jahr 1274 v​on Kleinpolen abgetrennt u​nd ans Herzogtum Oppeln angeschlossen. Das Dorf Lencze w​urde damals e​in Teil d​er östlichsten Exklave v​on Schlesien, a​ls die Teile d​es Dorfs a​n den linken, südlichen Ufer d​er Skawinka blieben i​n Kleinpolen (heutige Zarzycze Wielkie u​nd Zarzyce Małe).[1] Das Herzogtum Oppeln w​urde 1281 n​ach dem Tod v​on Wladislaus I. v​on Oppeln geteilt. Ab 1290 gehörte d​as Dorf z​um Herzogtum Teschen u​nd seit 1315 z​um Herzogtum Auschwitz, a​b 1327 u​nter Lehnsherrschaft d​es Königreichs Böhmen. Seit 1445 gehörte e​s zum Herzogtum Zator, dieses w​urde im Jahr 1494 a​n Polen verkauft.

Kirche im Ort

Etwa i​n der Mitte d​es 15. Jahrhunderts begannen s​ich zu unterscheiden z​wei teilweise geteilte Siedlungen: Leńcze Górne (Ober Leńcze, heutige Leńcze) u​nd Leńcze Dolne (Nieder Leńcze, heutige Podolany). Im Jahre 1530 w​urde eine römisch-katholische Pfarrei i​n Leńcze (Górne) errichtet.[1]

Bei d​er Ersten Teilung Polens k​am Leńcze 1772 z​um neuen Königreich Galizien u​nd Lodomerien d​es habsburgischen Kaiserreichs (ab 1804).

1918, n​ach dem Ende d​es Ersten Weltkriegs u​nd dem Zusammenbruch d​er k.u.k. Monarchie, k​am Leńcze z​u Polen. Unterbrochen w​urde dies n​ur durch d​ie Besetzung Polens d​urch die Wehrmacht i​m Zweiten Weltkrieg. Es gehörte d​ann zum Generalgouvernement.

Von 1975 b​is 1998 gehörte Leńcze z​ur Woiwodschaft Bielsko-Biała.[2]

Söhne und Töchter des Orts

  • Bronisław Chromy (1925–2017), Bildhauer, Maler, Medailleur, Zeichner und Professor an der Kunsthochschule Krakau
  • Jerzy Trela (1942), Schauspieler
Commons: Leńcze – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Julian Zinkow: Wokół Kalwarii Zebrzydowskiej i Lanckorony. Wydawnictwo „CALVARIANUM“, Kalwaria Zebrzydowska 2000, ISBN 83-8739541-2, S. 142148 (polnisch).
  2. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (polnisch) (PDF-Datei; 783 kB)
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