Konstanzer Notgeld

Das Konstanzer Notgeld w​ar ein a​us einer Mangelsituation entstandener Geldersatz, d​er Anfang d​es 20. Jahrhunderts fehlende gesetzliche Zahlungsmittel ersetzte u​nd von staatlichen Stellen s​owie Unternehmen herausgegeben wurde.

Konstanzer Notgeldschein 100 Milliarden Mark (1923)
Konstanzer Notgeldschein 1 Billion Mark (1923)

Hintergrund

Im dritten Jahr d​es Ersten Weltkriegs, a​m 8. März 1917, befasste s​ich der Konstanzer Stadtrat aufgrund merklichen Kleingeldmangels i​m Stadtgebiet erstmals m​it der Ausgabe v​on Notgeld. Wie a​uch im folgenden Juli u​nd September w​urde eine Notgeldausgabe abgelehnt bzw. zurückgestellt.

Am 6. Oktober 1918 teilte d​er Deutsche Städtetag i​n einem Rundschreiben mit, d​ass Notgeld i​n den Werten 1, 2, 5, 10, 20, 50 u​nd 100 Mark erforderlich sei. Zur Verringerung d​er Fälschungsgefahr sollten d​ie Scheine a​us Wasserzeichen-Papier hergestellt u​nd mit Faksimile-Unterschriften s​owie Prägestempeln versehen werden.

Bis z​um 25. November beschloss d​er Konstanzer Stadtrat i​n drei Schritten d​ie Herstellung v​on 45.000 Scheinen z​u je 5 Mark, 35.000 Scheinen z​u je 10 Mark s​owie 20.000 Scheinen z​u je 20 Mark, insgesamt 975.000 Mark. Die Herstellung d​er Geldscheine kostete d​ie Stadt 8088,55 Mark, v​on denen d​ie Reichsbanknebenstelle d​ie Hälfte übernahm. Die Ausgabe d​er Scheine erfolgte a​b Anfang Dezember 1918. Die Umlaufzeit w​urde bis z​um 1. April 1919 befristet.

Nachdem d​ie Währung i​n den Folgejahren i​mmer weiter verfiel, wurden b​is 1923 weitere Notgeld-Ausgaben veranlasst, anfangs i​n Wertstufen a​b 50 Pfennig, z​ur Zeit d​er Hochinflation b​is zu 1 Billion Mark.

Gegen Ende d​er Inflationszeit zeigte sich, d​ass das ausgegebene Notgeld d​er Stadt n​icht reichen würde. So veranlassten d​ie Dresdner Bank, d​as Falzziegelwerk Blattner u​nd Kramer, d​ie Handelskammer, L. Stromeyer u. Co. s​owie die Holzverkohlungs-Industrie AG, eigenes Notgeld auszugeben.

Ausgabestellen

Großgeld 1918

Nominal: 5 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf weißem Papier, mit Wasserzeichen „Sutter  S  Muster“; ~ 135 × 90 mm
Auflage: 31.060 Stück mit einem Nennwert von 155.300 Mark
Ausgabe: ab 5. Dezember 1918, 19.000 Stück mit einem Nennwert von 95.000 Mark
Vorderseite: schwarz/grau, Klischees von Brend´amour, Simhart und Co., München; Unterschrift „Dietrich“; Kontrollnummern: 1 bis 31060, 6 mm, schwarz
Rückseite: schwarz/gelb; Fünf Mark / KRIEGSNOTGELD DER STADT / KONSTANZ.
Eingezogen: 18.854 Stück (99,2 %) mit einem Nennwert von 94.270 Mark; 18.882 Stück vernichtet, 12.060 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 10 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf weißem Papier, mit Wasserzeichen „Sutter  S  Muster“; ~ 140 × 90 mm
Auflage: 36.568 Stück mit einem Nennwert von 365.680 Mark
Ausgabe: ab 5. Dezember 1918, 30.200 Stück mit einem Nennwert von 302.000 Mark
Vorderseite: violett/gelb in Tönungen, Klischees von Brend´amour, Simhart und Co., München; Unterschrift „Dietrich“; Kontrollnummern: 1 bis 36568, 5 mm, schwarz
Rückseite: violett/gelb in Tönungen
Eingezogen: 30.071 Stück (99,6 %) mit einem Nennwert von 300.710 Mark; 30.101 Stück vernichtet, 6.368 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 20 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf weißem Papier, mit Wasserzeichen „Sutter  S  Muster“; ~ 145 × 94 mm
Auflage: 21.300 Stück mit einem Nennwert von 426.000 Mark
Ausgabe: ab 18. Dezember 1918, 13.500 Stück mit einem Nennwert von 271.000 Mark
Vorderseite: braun/lila, Klischees von Brend´amour, Simhart und Co., München; Kriegsnotgeld der Stadt / Konstanz. / Zwanzig Mark / Gültig im Stadtgebiet Konstanz bis 1. Febr. 1919. / Zahlbar bei allen städtischen Kassen. / Konstanz November 1918. / Der Stadtrat.; Unterschriften „Dietrich und Bühl/Buhl“; Kontrollnummern: 1 bis 21300, 5 mm, schwarz
Rückseite: braun, blau und lila in Tönungen von braun- bis blaulila; 20 / Zwanzig Mark. / Kriegsnotgeld der Stadt Konstanz. / 20
Eingezogen: 13.523 Stück (99,8 %) mit einem Nennwert von 270.460 Mark; 13.533 Stück vernichtet, 7.750 Stück für Sammler zurückbehalten

Kleingeld 1918 bis 1921

Nominal: 50 Pfennig
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf weißem Paier mit Wasserzeichen „Sutter  S  Muster“, ~ 90 × 60 mm
Auflage: 103.500 Stück mit einem Nennwert von 51.750 Mark
Ausgabe: Dezember 1918 bis Juli 1919, 103.028 Stück mit einem Nennwert von 51.514 Mark
Vorderseite: rot und grün, Klischees von Brend´amour, Simhart und Co., München; STADT KONSTANZ / 50 PFENNIG / KRIEGSNOTGELD
Rückseite: rot und grün
Eingezogen: unbekannt, 1.000 Stück mit einem Nennwert von 500 Mark für Sammler zurückbehalten
Nominal: 50 Pfennig
Druck, Version 1: Fr. Stadler, Konstanz, auf weißem Papier, ohne Wasserzeichen, ~ 90 × 60 mm
Druck, Version 2: Druck: A.G. Preßverein, auf weißem Papier, mit Wasserzeichen „Schippen“, ~ 90 × 60 mm
Auflage, Version 1: 101.800 Stück mit einem Nennwert von 50.900 Mark
Auflage, Version 2: 100.000 Stück mit einem Nennwert von 50.000 Mark
Ausgabe, Version 1: Juli 1919, 3.000 Stück mit einem Nennwert von 1.500 Mark
Ausgabe, Version 2: Juli 1919, 98.927 Stück mit einem Nennwert von 49.463,50 Mark
Vorderseite: rot und grün; STADT KONSTANZ / PFENNIG 50 / KRIEGSNOTGELD / Gültig im Stadtgebiet Konstanz bis auf Widerruf. Zahlbar bei allen städtischen Kassen. Konstanz, Juli 1919. Der Stadtrat.
Rückseite: rot und grün; 50 / PFENNIG
Eingezogen: unbekannt, 98.800 Stück mit einem Nennwert von 49.400 Mark für Sammler zurückbehalten

Großgeld 1922

Nominal: 5 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf Papier ohne Wasserzeichen, ~ 132 × 90 mm
Auflage: 8.672 Stück mit einem Nennwert von 43.360 Mark
Ausgabe: ab 23. Oktober 1922, 5.300 Stück mit einem Nennwert von 26.500 Mark; später 20.200 Stück mit Nominal „50 Milliarden“ überdruckt
Vorderseite: Klischees von Bruckmann, München; schwarz; Fünf Mark / Notgeld der Stadt Konstanz a. Bodensee / Gültig bis 4 Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, 23. Oktober 1922 / Der Oberbürgermeister / Unterschrift „Dr. Moericke“ / Entwurf: Benno Eggert
Rückseite: Klischees von Häufler und Wiest, Stuttgart; schwarz und blassgrün; BEI ALLER SORGE, NOT UND PEIN: / DIE WELT HAT AUCH NOCH SONNENSCHEIN!
Eingezogen: vier Stück mit einem Nennwert von 20 Mark, alle vernichtet; ~ 3.300 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 10 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf Papier ohne Wasserzeichen, ~ 125 × 95 mm
Auflage: 8.321 Stück mit einem Nennwert von 83.210 Mark
Ausgabe: ab 23. Oktober 1922, 5.000 Stück mit einem Nennwert von 50.000 Mark; später 20.400 Stück mit Nominal „100 Milliarden“ überdruckt
Vorderseite: schwarz; Klischees von Bruckmann, München; Notgeld / Gültig bis vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz am Bodensee / Zehn Mark / Konstanz, 23. Oktober 1922 / Der Oberbürgermeister / Unterschrift „Dr. Moericke“ / Das Haus z. Hohen Hafen / Wohnung des Kaisers während des Konzils
Rückseite: schwarz und orange; 10 Mark / O STEIG EMPOR MEIN VATERLAND, GELÄUTERT AUS DER ZEITEN BRAND! / 10 Mark / Entwurf: Benno Eggert
Eingezogen: vier Stück mit einem Nennwert von 40 Mark, alle vernichtet; ~ 3.300 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 20 Mark
Druck: Fr. Stadler, Konstanz, auf Papier ohne Wasserzeichen, ~ 140 × 90 mm
Auflage: 10.420 Stück mit einem Nennwert von 208.400 Mark
Ausgabe: ab 23. Oktober 1922, 6.900 Stück mit einem Nennwert von 138.000 Mark; später 15.500 Stück mit Nominal „200 Milliarden“ überdruckt
Vorderseite: Klischees von Bruckmann, München: Abbildung „BROTBÄCKER AUF DEM KONSTANZER KONZIL“; grau; Zwanzig Mark / Notgeld der Stadt Konstanz am Bodensee // Gültig vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, 23. Oktober 1922 / Der Oberbürgermeister „Moericke“
Rückseite: Klischees von Pelz, Sigmaringen; schwarz und ocker; 20 Mark / SCHAFF', KÄMPF' UND WEHR' DICH UM DEIN BROT / SONST FRISST DICH HUNGER KRIEG UND TOD / 20 Mark / Entwurf: Benno Eggert
Eingezogen: 188 Stück mit einem Nennwert von 3.760 Mark, alle vernichtet; ~ 3.300 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 50 Mark
Druck: Fr. Stadler, Konstanz, auf Papier ohne Wasserzeichen
Auflage: 13.360 Stück mit einem Nennwert von 668.000 Mark
Ausgabe: ab 23, Oktober 1922, 9.900 Stück mit einem Nennwert von 495.000 Mark; später 12.540 Stück mit Nominal „500 Milliarden“ überdruckt
Vorderseite: Klischees von Häufler und Wiest, Stuttgart, blau; Notgeld der Stadt Konstanz am Bodensee / Gültig bis vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung - Fünfzig Mark - Konstanz, 23.10.1922 / Oberbürgermeister / Unterschrift „Moericke“ / Entwurf: Dr. Benno Eggert
Rückseite: Klischees von Bruckmann, München; dunkelblau und rotorange
Eingezogen: 188 Stück mit einem Nennwert von 9.400 Mark, alle vernichtet; ~ 3.300 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 100 Mark
Druck: O. Wöhrle, Konstanz, auf Papier mit Wasserzeichen „verschlungene Kreise“, ~ 165 × 110 mm
Auflage: 26.172 Stück mit einem Nennwert von 2,6172 Millionen Mark
Ausgabe: ab 23. Oktober 1922, 16.900 Stück mit einem Nennwert von 1,69 Millionen Mark
Vorderseite: Klischees von Bruckmann, München; violett; NOTGELD DER STADT KONSTANZ / Hundert Mark / GÜLTIG BIS VIER WOCHEN NACH AUSRUF ZUR EINLÖSUNG / DER OBERBÜRGERMEISTER / Unterschrift „Dr. Moericke“
Rückseite: violett und orange; 100 - 100 Mark / DER HAHN, DER KRÄHT UND BLÄHT SICH BLASS, DER BAUER SCHAFFT UND DENKT SICH WAS. / 100 Mark - 100
5.900 Stück mit einem Nennwert von 590.000 Mark für Sammler zurückbehalten
Nominal: 100 Mark
Druck: Oberbadische Verlagsanstalt, Konstanz; ~ 160 × 113 mm
Auflage: 53.165 Stück mit einem Nennwert von 5,3165 Millionen Mark
Ausgabe: ab 23. Oktober 1922, 11.600 Stück mit einem Nennwert von 1,16 Millionen Mark
Vorderseite: Klischees von Häufler und Wiest, Stuttgart; rot und schwarzgrün; 100 - NOTGELD / DER STADT / KONSTANZ / AM BODENSEE / Hundert Mark / Gültig bis vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, 23. Oktober 1922. Der Bürgermeister / Moericke - 100
Rückseite: Klischees von Pelz, Sigmaringen; rot, gelbbraun und dunkelgrün; 100 M - JOHs HUSS / O HUSS, UM DEINES GLAUBENS LEHR / WURDEST DU HEUT NIT VERBRONNEN MEHR / DIEWEIL DURCH SCHNÖDEN WUCHERS LIST / DAS BRENNHOLZ VIEL ZU TEUER IST. / ENWURF Dr. BENNO EGGERT - 100 M
37.500 Stück mit einem Nennwert von 3,75 Millionen Mark für Sammler zurückbehalten
Nominal: 500 Mark
Druck: O. Wöhrle, Konstanz, auf Papier mit Wasserzeichen „Wellenbündel“, ~ 180 × 112 mm
Auflage: 11.957 Stück mit einem Nennwert von 5,9785 Millionen Mark
Ausgabe: ab 23. Oktober 1922, 5.056 Stück mit einem Nennwert von 2,528 Millionen Mark
Vorderseite: Klischees von Bruckmann, München; violett und lachsrot; GÜLTIG BIS VIER WOCHEN NACH AUFRUF ZUR EINLÖSUNG / Notgeld / 500 M / Stadt Konstanz a.B. / ENTWURF VON BENNO EGGERT / KONSTANZ / 25. OKTOBER 1922 / DER OBERBÜRGERMEISTER Unterschrift „Dr. Moericke“
Rückseite: violett und lachsrot
3.300 Stück mit einem Nennwert von 1,65 Millionen Mark für Sammler zurückbehalten
Nominal: 500 Mark
Druck: O. Wöhrle, Konstanz, auf Papier mit Wasserzeichen „Wellenbündel“, ~ 177 × 115 mm
Auflage: 10.500 Stück mit einem Nennwert von 5,25 Millionen Mark
Ausgabe: ab 23. Oktober 1922, 6.600 Stück mit einem Nennwert von 3,3 Millionen Mark
Vorderseite: Klischees von Pelz, Sigmaringen; schwarzblau und orange; / Unterschrift „Dr. Moericke“
Rückseite: Klischees von Häufler und Wiest, Stuttgart; schwarzblau und rosa
3.300 Stück mit einem Nennwert von 1,65 Millionen Mark für Sammler zurückbehalten

Inflationsausgaben 1923

Die Inflation (von lat. inflatio „Schwellung“, „Anschwellen“) bezeichnet i​n der Volkswirtschaftslehre e​ine allgemeine u​nd anhaltende Erhöhung d​es Preisniveaus v​on Gütern u​nd Dienstleistungen (Teuerung), gleichbedeutend m​it einer Minderung d​er Kaufkraft d​es Geldes.[1][2]

Die Ausgaben d​er Stadt Konstanz v​on 1923 sind, b​is auf d​ie Überdruckscheine („Notgeld“), a​lle als „Gutscheine“ bezeichnet worden.

Nominal: 100.000 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf weißem Papier mit Wasserzeichen nach rechts oder links weisender „Tropfen“, ~ 148 × 98 mm
Auflage, Version 2 (ohne Druckfirma): 32.348 Stück mit einem Nennwert von 3,2348 Milliarden Mark
Ausgabe: ab 15. August 1923, 32.346 Stück (Version 2) mit einem Nennwert von 3,2346 Milliarden Mark
Vorderseite: mit Prägestempel „STADT KONSTANZ“ und Stadtschild in zwei Kreisen; Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite:
Eingezogen:
Nominal: 500.000 Mark
Druck: Oberbadische Verlagsanstalt, Konstanz, auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Verschlungene Kreise“, ~ 145 × 75 mm
Auflage: 24.000 Stück mit einem Nennwert von 12 Milliarden Mark
Ausgabe: ab 15. August 1923
Vorderseite: blau, mit Prägestempel „STADT KONSTANZ“ und Stadtschild in zwei Kreisen; Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite:
Eingezogen:
Nominal: 1 Million Mark
Druck: Oberbadische Verlagsanstalt, Konstanz, auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Verschlungene Kreise“, ~ 145 × 75 mm
Auflage: 23.967 Stück mit einem Nennwert von 23,967 Milliarden Mark
Ausgabe: ab 15. August 1923
Vorderseite: braun, mit Prägestempel „STADT KONSTANZ“ und Stadtschild in zwei Kreisen; Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite:
Eingezogen:
Nominal: 10 Millionen Mark
Druck: Stadler, Konstanz, auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Verschlungene Kreise“, ~ 145 × 75 mm
Auflage: 15.000 Stück mit einem Nennwert von 150 Milliarden Mark
Ausgabe: ab 19. September 1923
Vorderseite: schwarz, mit Prägestempel „STADT KONSTANZ“ und Stadtschild in zwei Kreisen; Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite:
Eingezogen:
Nominal: 20 Millionen Mark
Druck: Stadler, Konstanz; einseitig auf Papier mit Wasserzeichen „verschlungene Kreise“, ~ 145 × 75 mm
Auflage: 12.500 Stück mit einem Nennwert von 250 Billionen Mark
Ausgabe: 20. September bis 11. Oktober 1923, 12.500 Stück mit einem Nennwert von 250 Billionen Mark
Vorderseite: blau; Kontrollnummern № * 00001 bis 12500, schwarz, 4,5 mm; Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite:
Eingezogen: 4.748 Stück (37,0 %) mit einem Nennwert von 94,96 Billionen Mark; 3.748 Stück vernichtet, 1.000 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 1 Milliarde Mark
Druck: einseitig, grün auf gelbbraunem Unterdruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „verschlungene Kreise“, ~ 150 × 75 mm
Auflage: 7.928 Stück mit einem Nennwert von 7,928 Billionen Mark
Ausgabe: 15. bis 26. Oktober 1923, 7.885 Stück mit einem Nennwert von 7,885 Billionen Mark
Vorderseite: Kontrollnummern № 000001 bis 007928 *, grün, 4,5 mm; Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite: ./.
Eingezogen:
Nominal: 1 Milliarde Mark
Druck: einseitig, grün auf weißem Papier; ~ 150 × 75 mm
Auflage: 14.100 Stück mit einem Nennwert von 14,1 Billiarden Mark
Ausgabe: 15. Oktober bis 7. November 1923, 14.100 Stück mit einem Nennwert von 14,1 Billiarden Mark
Vorderseite: Kontrollnummern № xxxxxx *; Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite: ./.
Eingezogen:
Nominal: 5 Milliarden Mark
Druck: Reuß & Itta, Konstanz; einseitiger Typensatzdruck, schwarz auf gelb, ~ 140 × 75 mm
Auflage: 62.727 Stück mit einem Nennwert von 313,635 Billiarden Mark
Ausgabe: 25. Oktober 1923, 62.727 Stück mit einem Nennwert von 313,635 Billiarden Mark
Vorderseite: Gutschein 5 00001 bis 62727 (schwarz, 4,6 mm) / Fünf Milliarden Mark / Gültig bis vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Stadtkasse Konstanz / Konstanz, Unterschrift „Dr. Moericke
Rückseite: ./.
Eingezogen: 52.915 Stück (84,3 %) mit einem Nennwert von 264,575 Billiarden Mark; 51.915 Stück vernichtet, 1.000 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 10 Milliarden Mark
Druck: Oberbadische Verlagsanstalt Konstanz; einseitiger Typendruck braun und lila auf weißem Papier mit Wasserzeichen „verschlungene Kreise“, ~ 145 × 75 mm
Auflage: 61.200 Stück mit einem Nennwert von 612 Billiarden Mark
Ausgabe: 26. Oktober bis 8. November 1923, 61.200 Stück mit einem Nennwert von 612 Billiarden Mark
Vorderseite: 10 000 000 000 MarkGutschein / der Stadt Konstanz über / Zehn Milliarden Mark / Gültig bis 4 Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, (den) 25. Oktober 1923 / xxxxx bis xxxxx * (braun, 5 mm) – Der Stadtrat: Unterschrift „Dr. Moericke 10 000 000 000 Mark
Rückseite: ./.
Eingezogen: 56.112 Stück (92 %) mit einem Nennwert von 561,12 Billiarden Mark; 55.112 Stück vernichtet, 1.000 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 20 Milliarden Mark
Druck: F. Stadtler, Konstanz; einseitiger Typendruck, lilarot auf grünlichgrau auf weißem Papier mit Wasserzeichen „verschlungene Kreise“, ~ 155 × 75 mm
Auflage: 60.000 Stück mit einem Nennwert von 1,2 Trillionen Mark
Ausgabe: ab 26. Oktober 1923, 60.000 Stück mit einem Nennwert von 1,2 Trillionen Mark
Vorderseite: Gutschein der Stadt Konstanz / über / ZWANZIG MILLIARDEN / 20000000000 MARK 20000000000 / Gültig bis 4 Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, 26. Oktober 1923 / Der Stadtrat: / xxxxx * (lilarot, 4,5 mm) – Unterschrift „Dr. Moericke“ - 20 000 000 000 M.
Rückseite: ./.
Eingezogen: 55.127 Stück (92,0 %) mit einem Nennwert von 1,10254 Trillionen Mark; 54.129 Stück vernichtet, 998 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 50 Milliarden auf 5 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz; auf Papier ohne Wasserzeichen, ~ 132 × 90 mm
Überdruck: J. Kuttruff, Konstanz; braun bis hellrot, schräg über die Fläche (Vorder- und Rückseite) und am linken Rand
Auflage: 20.200 Stück mit einem Nennwert von 1,02 Trillionen Mark
Ausgabe: 5. bis 9. November 1923, 20.150 Stück mit einem Nennwert von 1,00705 Trillionen Mark
Vorderseite: Klischees von Bruckmann, München; schwarz; Fünf Mark / Notgeld der Stadt Konstanz a. Bodensee / Gültig bis 4 Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, 23. Oktober 1922 / Der Oberbürgermeister / Unterschrift „Dr. Moericke“ / Entwurf: Benno Eggert; + Überdruck
Rückseite: Klischees von Häufler und Wiest, Stuttgart; schwarz und blassgrün; BEI ALLER SORGE, NOT UND PEIN: / DIE WELT HAT AUCH NOCH SONNENSCHEIN!; ohne Stadtstempel; + Überdruck
Eingezogen: 18.983 Stück (94,2 %) mit einem Nennwert von 949,15 Billiarden Mark; 17.983 Stück vernichtet, 1.000 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 100 Milliarden auf 10 Mark
Druck: Reuß und Itta, Konstanz, auf Papier ohne Wasserzeichen, ~ 125 × 95 mm
Überdruck: K. A. Schwarz, Konstanz
Auflage: 20.400 Stück mit einem Nennwert von 2,04 Billiarden Mark
Ausgabe: 5. bis 9. November 1923, 20.347 Stück mit einem Nennwert von 2,0347 Billiarden Mark
Vorderseite: schwarz; Klischees von Bruckmann, München; Notgeld / Gültig bis vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz am Bodensee / Zehn Mark / Konstanz, 23. Oktober 1922 / Der Oberbürgermeister / Unterschrift „Dr. Moericke“ / Das Haus z. Hohen Hafen / Wohnung des Kaisers während des Konzils; roter Überdruck schräg über die Fläche, Kontrollnummern: 1 bis 20.400, 4,5 mm
Rückseite: schwarz und orange; 10 Mark / O STEIG EMPOR MEIN VATERLAND, GELÄUTERT AUS DER ZEITEN BRAND! / 10 Mark / Entwurf: Benno Eggert; roter Überdruck schräg über die Fläche
Eingezogen: 19.407 Stück (95,4 %) mit einem Nennwert von 1,9407 Billiarden Mark; 18.427 Stück vernichtet, 980 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 200 Milliarden auf 20 Mark
Druck: Fr. Stadler, Konstanz, auf Papier ohne Wasserzeichen, ~ 140 × 90 mm
Überdruck: H. Schatz, Konstanz
Auflage: 15.500 Stück mit einem Nennwert von 3,1 Billiarden Mark
Ausgabe: 7. bis 11. November 1923, 15.432 Stück mit einem Nennwert von 3,0864 Billiarden Mark
Vorderseite: Klischees von Bruckmann, München: Abbildung „BROTBÄCKER AUF DEM KONSTANZER KONZIL“; grau; Zwanzig Mark / Notgeld der Stadt Konstanz am Bodensee // Gültig vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, 23. Oktober 1922 / Der Oberbürgermeister „Moericke“; roter Überdruck Zweihundert Milliarden schräg über die Fläche, Kontrollnummern 1 bis 15.5000, 4,6 mm
Rückseite: Klischees von Pelz, Sigmaringen; schwarz und ocker; 20 Mark / SCHAFF', KÄMPF' UND WEHR' DICH UM DEIN BROT / SONST FRISST DICH HUNGER KRIEG UND TOD / 20 Mark / Entwurf: Benno Eggert; roter Überdruck Zweihundert Milliarden schräg über die Fläche
Eingezogen: 14.301 Stück (92,7 %) mit einem Nennwert von 2,8602 Billiarden Mark; 13.301 Stück vernichtet, 1.000 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 500 Milliarden auf 50 Mark
Druck: Fr. Stadler, Konstanz, auf Papier ohne Wasserzeichen
Überdruck: H. Schatz, Konstanz
Auflage: 12.540 Stück mit einem Nennwert von 6,27 Billiarden Mark
Ausgabe: offenbar nicht zur Ausgabe gelangt
Vorderseite: Klischees von Häufler und Wiest, Stuttgart, blau; Notgeld der Stadt Konstanz am Bodensee / Gültig bis vier Wochen nach Aufruf zur Einlösung - Fünfzig Mark - Konstanz, 23.10.1922 / Oberbürgermeister / Unterschrift „Moericke“ / Entwurf: Dr. Benno Eggert; roter Überdruck schräg über die Fläche, Kontrollnummern 1 bis 12.540, 4,6 mm
Rückseite: Klischees von Bruckmann, München; dunkelblau und rotorange; roter Überdruck schräg über die Fläche
Eingezogen: 12.540 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 50 Milliarden Mark
Druck:
Auflage: 8.600 Stück mit einem Nennwert von 430 Billionen Mark
Ausgabe: 10. bis 23. November 1923, 8.600 Stück mit einem Nennwert von 430 Billionen Mark
Vorderseite: gelbbrau, „Kreuzlinger Tor“ (Abbildung des 13. Jahrhunderts), Kontrollnummern 0001 bis 8600, 4 mm / schwarz
Rückseite:
Eingezogen: 6.897 Stück (82 %) mit einem Nennwert von 344,85 Billionen Mark; 5.537 Stück vernichtet, 1.360 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 100 Milliarden Mark
Druck:
Auflage: 6.500 Stück mit einem Nennwert von 650 Billionen Mark
Ausgabe: 10. bis 23. November 1923, 6.500 Stück mit einem Nennwert von 650 Billionen Mark
Vorderseite: oliv, „Schottentor“ (Abbildung des 14. Jahrhunderts), Kontrollnummern 0001 bis 6500, 4 mm / schwarz
Rückseite:
Eingezogen: 5.499 Stück (84,6 %) mit einem Nennwert von 549,9 Billionen Mark; 4.499 Stück vernichtet, 1.000 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 200 Milliarden Mark
Druck:
Auflage: 6.400 Stück mit einem Nennwert von 1,28 Billiarden Mark
Ausgabe: 10. bis 21. November 1923, 6.400 Stück mit einem Nennwert von 1,28 Billiarden Mark
Vorderseite: blau, „Emmishofer Tor“ (Abbildung des 14. Jahrhunderts)
Rückseite:
Eingezogen: 5.587 Stück (87,3 %) mit einem Nennwert von 1,1174 Billiarden Mark; 4.637 Stück vernichtet, 950 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 500 Milliarden Mark
Druck:
Auflage: 10.700 Stück mit einem Nennwert von 5,35 Billiarden Mark
Ausgabe: 10. bis 23. November 1923, 10.700 Stück mit einem Nennwert von 5,35 Billiarden Mark
Vorderseite: olivgrün, „Luckenhäusli“
Rückseite:
Eingezogen: 10.152 Stück (94,6 %) mit einem Nennwert von 5,076 Billiarden Mark; 8.552 Stück vernichtet, 1.600 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 1 Billion Mark
Druck:
Auflage: 10.900 Stück mit einem Nennwert von 10,9 Billiarden Mark
Ausgabe: 10. bis 22. November 1923, 10.900 Stück mit einem Nennwert von 10,9 Billiarden Mark
Vorderseite: lila, „Dominikanerkloster“ (Abbildung des 17. Jahrhunderts)
Rückseite:
Eingezogen: 10.443 Stück (95,8 %) mit einem Nennwert von 10,443 Billiarden Mark; 9.243 Stück vernichtet, 1.200 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 100 Milliarden Mark
Druck: grün; ~ 140 × 108 mm
Auflage: 24.800 Stück mit einem Nennwert von 2,48 Billiarden Mark
Ausgabe: 8. November 1923, 24.800 Stück mit einem Nennwert von 2,48 Billiarden Mark
Vorderseite: 100 - GUTSCHEIN - 100 / DER STADT KONSTANZ / AM BODENSEE / EINHUNDERT / MILLIARDEN / MARK / GÜLTIG BIS 4 WOCHEN NACH AUFRUF / ZUR EINLÖSUNG. KONSTANZ 8.11.1923 / DER STADTRAT: Unterschrift „Moericke“; Kontrollnummern 00001 bis 248000, 5 mm, schwarz
Rückseite: Stadtbild und St. Konrad, Signatur: A. KRUMM; 100 • MILLIARDEN • 100 / ST.KONRADSJUBILÄUM / 1923
Eingezogen: 18.017 Stück (72,7 %) mit einem Nennwert von 1,8017 Billiarden Mark; 16.017 Stück vernichtet, 2.000 Stück für Sammler zurückbehalten
Nominal: 1 Billion Mark
Druck: blau auf hellblau; ~ 145 × 96 mm
Auflage: 24.800 Stück mit einem Nennwert von 24,8 Billiarden Mark
Ausgabe: 24.800 Stück mit einem Nennwert von 24,8 Billiarden Mark
Vorderseite: Gutschein der Stadt Konstanz über / Eine Billion / Gültig bis 4 Wochen nach Aufruf zur Einlösung / Konstanz, den 8. November 1923 /  xxxxx * (00001 bis 24800; 5 mm, blau) 0Der Stadtrat: Unterschrift + Billion Mark 1 Billion Mark (senkrecht)
Rückseite: St. Konradsjubiläum 1923 / 1 Billion Mark + Büste St. Konrads vom Konradihaus + St. Konradsjubiläum 1923 / 1 Billion Mark
Eingezogen: 22.435 Stück (90,5 %) mit einem Nennwert von 22,435 Billiarden Mark; 20.635 Stück vernichtet, 1.800 Stück für Sammler zurückbehalten

Dresdner Bank

Die 1923 v​on der Dresdner Bank i​n Umlauf gebrachten Bankschecks wurden z​um Teil offiziell n​icht als Notgeld angesehen.

Nominal: 500.000 Mark
Druck: Eugen Rotzinger, Konstanz, Steindruck auf weißem Papier ohne Wasserzeichen, links perforiert, ~ 150 × 98 mm
Auflage:
Ausgabe: 17. August 1923
Vorderseite: schwarz auf rot; № ××××× * (schwarz, 4,5 mm) DB (Logo) - M.500'000“ (handschriftlich) / DIE DRESDNER BANK / GESCHÄFTSSTELLE KONSTANZ / IN KONSTANZ / wolle zahlen gegen diesen Scheck aus meinem-unseren Guthaben / an / oder Überbringer / Mark / Ort / den __ten 1923. / Schecks, in welche eine Zahlungsfrist angegeben ist, werden nicht bezahlt. - Zahlenreihe von 500000 absteigend bis 500
Rückseite:
Eingezogen:

Falzziegelwerk Blattner und Kramer

Das u​m 1874 i​n der Schneckenburgstraße a​ls „Falzziegelwerk“ gegründete Unternehmen firmierte a​b 1903 a​ls „Falzziegelwerk Blattner u​nd Kramer“.

Großgeld 1922

Nominal: 100 Mark
Druck: Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz, einseitig, schwarz auf grün auf weißem Papier mit Wasserzeichen nach rechts oder links gerichteten „Tropfen“, ~ 129 × 100 mm
Ausgabe: 14. Oktober bis 31. Dezember 1922
Vorderseite: Nr. handschriftliche Kontrollnummer ____ Ausgabe A. Mk. 100.– / Gutschein über einhundert Mark / ausgegeben wegen Mangels an gesetzlichem Bargeld. / Die Süddeutsche Diskontogesellschaft A. G., Filiale Konstanz, schreibt dem Einlieferer dieses Gutscheins den Gegenwert zu unseren Lasten. / Konstanz, 14. Oktober 1922 / Falzziegelwerk Blattner & Kramer / handschriftliche Unterschriften „Dafinger“ und „v. Goedecke“ / Die Einlieferung bei der Süddeutschen Diskontogesellschaft in Konstanz hat bis längstens 31. Dezember 1922 zu erfolgen. Die Scheine müssen die handschriftliche Unterschrift zweier Zeichnungsberechtigter tragen. / Ohne Nummer und ohne Unterschriften ist dieser Gutschein ungültig. / Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz
Rückseite: ./.
Nominal: 500 Mark
Druck: Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz, einseitig, schwarz auf braun auf weißem Papier mit Wasserzeichen nach rechts oder links gerichteten „Tropfen“, ~ 129 × 100 mm
Ausgabe: 14. Oktober bis 31. Dezember 1922
Vorderseite: Nr. handschriftliche Kontrollnummer ____ Ausgabe A. Mk. 500.– / Gutschein über fünfhundert Mark / ausgegeben wegen Mangels an gesetzlichem Bargeld. / Die Süddeutsche Diskontogesellschaft A. G., Filiale Konstanz, schreibt dem Einlieferer dieses Gutscheins den Gegenwert zu unseren Lasten. / Konstanz, 14. Oktober 1922 / Falzziegelwerk Blattner & Kramer / handschriftliche Unterschriften „Dafinger“ und „v. Goedecke“ / Die Einlieferung bei der Süddeutschen Diskontogesellschaft in Konstanz hat bis längstens 31. Dezember 1922 zu erfolgen. Die Scheine müssen die handschriftliche Unterschrift zweier Zeichnungsberechtigter tragen. / Ohne Nummer und ohne Unterschriften ist dieser Gutschein ungültig. / Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz
Rückseite: ./.

Großgeld 1923

Nominal: 500.000 auf 100 Mark
Druck: Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz, einseitig, schwarz auf grün auf weißem Papier mit Wasserzeichen nach rechts oder links gerichteten „Tropfen“, ~ 129 × 100 mm
Überdruck: schwarzer Balken und neue, rote Wertangabe 500000.– Mark
Vorderseite: Nr. handschriftliche Kontrollnummer ____ Ausgabe A. Mk. 100.– / Gutschein über einhundert Mark / ausgegeben wegen Mangels an gesetzlichem Bargeld. / Die Süddeutsche Diskontogesellschaft A. G., Filiale Konstanz, schreibt dem Einlieferer dieses Gutscheins den Gegenwert zu unseren Lasten. / Konstanz, 14. Oktober 1922 / Falzziegelwerk Blattner & Kramer / handschriftliche Unterschriften „Dafinger“ und „v. Goedecke“ / Die Einlieferung bei der Süddeutschen Diskontogesellschaft in Konstanz hat bis längstens 31. Dezember 1922 zu erfolgen. Die Scheine müssen die handschriftliche Unterschrift zweier Zeichnungsberechtigter tragen. / Ohne Nummer und ohne Unterschriften ist dieser Gutschein ungültig. / Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz
Rückseite: ./.
Nominal: 1.000.000 auf 500 Mark
Druck: Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz, einseitig, schwarz auf braun auf weißem Papier mit Wasserzeichen nach rechts oder links gerichteten „Tropfen“, ~ 129 × 100 mm
Überdruck: schwarzer Balken und neue, rote Wertangabe 1.000.000.– Mark
Ausgabe: 14. Oktober bis 31. Dezember 1922
Vorderseite: Nr. handschriftliche Kontrollnummer ____ Ausgabe A. Mk. 500.– / Gutschein über fünfhundert Mark / ausgegeben wegen Mangels an gesetzlichem Bargeld. / Die Süddeutsche Diskontogesellschaft A. G., Filiale Konstanz, schreibt dem Einlieferer dieses Gutscheins den Gegenwert zu unseren Lasten. / Konstanz, 14. Oktober 1922 / Falzziegelwerk Blattner & Kramer / handschriftliche Unterschriften „Dafinger“ und „v. Goedecke“ / Die Einlieferung bei der Süddeutschen Diskontogesellschaft in Konstanz hat bis längstens 31. Dezember 1922 zu erfolgen. Die Scheine müssen die handschriftliche Unterschrift zweier Zeichnungsberechtigter tragen. / Ohne Nummer und ohne Unterschriften ist dieser Gutschein ungültig. / Buchdruckerei Reuß & Itta, Konstanz
Rückseite: ./.

Handelskammer

In Baden zeigte s​ich gegen Ende d​er Inflationszeit, d​ass der Übergang v​on der entwerteten Papiermark z​ur Rentenmark o​hne weitere Notgeldausgaben n​icht möglich war. Zuerst g​aben die Handelskammern Karlsruhe, Pforzheim u​nd Mannheim wertbeständiges Notgeld heraus, später – n​ach Beschluss v​om 9. November 1923 – folgten m​it Gemeinschaftsausgaben d​ie oberbadischen Handelskammern Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim u​nd Villingen. Zur Unterscheidung d​er Ausgaben bezeichneten d​ie Handelskammern i​hre Scheine m​it verschiedenfarbigen Farbschnitten: Konstanz = grün, Freiburg = rot, Villingen = gelb, Lahr = violett u​nd Schopfheim = schwarz.
Am 15. November 1923 gelangte d​as Handelskammergeld z​ur Ausgabe, insgesamt e​in rund fünf Millionen Goldmark.

Am 10. Februar d​es Folgejahres erfolgte d​er Aufruf d​es Notgelds z​um 10. März 1924. Im Konstanzer Bezirk w​ar die Rheinische Kreditbank a​ls Treuhänderin für d​en Einzug bestellt. Unter Abzug e​iner Provision v​on mindestens 10 Rentenpfennig p​ro Schein bzw. 1,5 % b​ei sofortiger Auszahlung u​nd 1 % b​ei Auszahlung i​n sechs Monaten geschah d​er Umtausch d​es Notgelds i​n Rentenmark.

Nominal: 21 Goldpfennig = 1/20 Dollar
Druck: einseitig, schwarz auf ultramin auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Flaschenmuster“, ~ 80 × 50 mm
Ausgabe: 15. November 1923 bis ungefähr Mitte Dezember 1923
Vorderseite: Notgeldschein / der Handelskammern zu Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen / über / 21 Goldpfennig = 1/20 Dollar (Nordamerika) / Wertbeständige Anleihe ds Deutschen Reiches. / Der Inhaber dieses Notgeldscheins kann binnen Monatsfrist nach / Aufruf den Umtausch in Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches oder gegen Aushändigung des / Scheines die Zahlung eines gleichwertigen Betrages bei den be- / kanntzugegebenden Stellen verlangen. / Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen. / Die Handelskammern zu / Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen // Dieser Notgeldschein ist durch Hinterlegung / von Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches gedeckt.
Rückseite: ./.
Nominal: 42 Goldpfennig = 1/10 Dollar
Druck: einseitig, schwarz auf braun, auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Flaschenmuster“, ~ 80 × 50 mm
Ausgabe: 15. November 1923 bis ungefähr Mitte Dezember 1923
Vorderseite: Notgeldschein / der Handelskammern zu Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen / über / 42 Goldpfennig = 1/10 Dollar (Nordamerika) / Wertbeständige Anleihe ds Deutschen Reiches. / Der Inhaber dieses Notgeldscheins kann binnen Monatsfrist nach / Aufruf den Umtausch in Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches oder gegen Aushändigung des / Scheines die Zahlung eines gleichwertigen Betrages bei den be- / kanntzugegebenden Stellen verlangen. / Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen. / Die Handelskammern zu / Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen // Dieser Notgeldschein ist durch Hinterlegung / von Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches gedeckt.
Nominal: 1,05 Goldmark = 1/4 Dollar
Druck: einseitig, schwarz auf grün, auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Flaschenmuster“, ~ 110 × 70 mm
Ausgabe: 15. November 1923 bis ungefähr Mitte Dezember 1923
Vorderseite: Notgeldschein / der Handelskammern zu Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen / über / 1,05 Mark Gold = 1/4 Dollar (Nordamerika) / Wertbeständige Anleihe ds Deutschen Reiches. / Der Inhaber dieses Notgeldscheins kann binnen Monatsfrist nach / Aufruf den Umtausch in Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches oder gegen Aushändigung des / Scheines die Zahlung eines gleichwertigen Betrages bei den be- / kanntzugegebenden Stellen verlangen. / Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen. / Die Handelskammern zu / Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen // Dieser Notgeldschein ist durch Hinterlegung / von Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches gedeckt.
Nominal: 2,10 Goldmark = 1/2 Dollar
Druck: ohne Druckfirma; einseitig, schwarz auf gelb bis orange, auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Flaschenmuster“, ~ 110 × 70 mm
Ausgabe: 15. November 1923 bis ungefähr Mitte Dezember 1923
Vorderseite: Notgeldschein / der Handelskammern zu Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen / über / 2,10 Mark Gold = 1/2 Dollar (Nordamerika) / Wertbeständige Anleihe ds Deutschen Reiches. / Der Inhaber dieses Notgeldscheins kann binnen Monatsfrist nach / Aufruf den Umtausch in Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches oder gegen Aushändigung des / Scheines die Zahlung eines gleichwertigen Betrages bei den be- / kanntzugegebenden Stellen verlangen. / Ausgegeben mit Genehmigung des Reichsministers der Finanzen. / Die Handelskammern zu / Freiburg, Konstanz, Lahr, Schopfheim, Villingen // Dieser Notgeldschein ist durch Hinterlegung / von Schatzanweisungen der wertbeständigen / Anleihe des Deutschen Reiches gedeckt.

Holzverkohlungs-Industrie AG

Die 1866 gegründete Holzverkohlungs-Industrie AG (HIAG), ursprünglich Hersteller v​on Produkten a​us Holzteer, musste 1923 Notgeld herausgeben. Dieses w​urde am 15. August bekannt gegeben u​nd am 30. August m​it 14-tägiger Frist z​ur Einlösung aufgerufen.

Nominal: 1 Million Mark
Druck: Steindruck; Eugen Rotzinger, Konstanz; einseitig, schwarz auf hellblau auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Sechzehnrauten“, ~ 100 × 75 mm
Auflage: 17.500 Stück mit einem Nennwert von 1,75 Mrd. Mark
Ausgabe: 15. August bis spätestens 15. Oktober 1923
Vorderseite: Die Einlieferung bei den genannten Banken hat spätestens bis zum 15. Okt. 23 zu erfolgen. (senkrecht) /  xxxxx (Nontrollnummern 0001 bis 5000 (4,5 mm, schwarz) und 7501 bis 17500 (4,2 mm, schwarz)) Ausgabe A Mk. 1000000.– / Gutschein über Eine Million Mark + HIAG (durchstochen) / ausgegeben wegen Mangels an gesetzl. Bargeld / Die Rheinische Creditbank Konstanz, Dresdner Bank Konstanz, Gewerbe- u. Handelsbank Konstanz, Südd. Diskontobank Konstanz schreiben dem Einlieferer dieses Gutscheins den Gegenwert zu unseren Lasten gut. / Konstanz, den 15. August 1923. / Holzverkohlungs-Industrie A. G. / Siegel + Unterschriften / Ohne Nummer, ohne die bezeichneten Unterschriften und ohne Durchlochung mit HIAG ist dieser Gutschein ungültig.
Nominal: 2 Million Mark
Druck: Steindruck; Eugen Rotzinger, Konstanz; einseitig, schwarz auf grau auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Sechzehnrauten“ ~ 100 × 75 mm
Auflage: 2.500 Stück mit einem Nennwert von 5 Mrd. Mark
Ausgabe: 15. August bis spätestens 15. Oktober 1923
Vorderseite: Kontrollnummern: 5001 bis 7500 (belegt 5060 bis 7255), schwarz, 4,2 mm; Unterschriften: Hochstetter oder Schneider
Rückseite: ./.

L. Stromeyer und Co.

Das Unternehmen Stromeyer w​urde am 16. April 1872 i​n Romanshorn i​m Schweizer Kanton Thurgau v​on Julius Landauer u​nd Ludwig Stromeyer gründet. Um a​uch auf d​em deutschen Markt präsent z​u sein, w​urde der Betrieb 1873 n​ach Konstanz i​n die Münzgasse verlegt. Gefertigt wurden wasserdichte Stoffe, d​ie hauptsächlich b​ei Eisenbahnunternehmen u​nd dem Militär Verwendung fanden. 1878 s​tieg das Unternehmen i​n die Herstellung großer Zirkuszelte e​in und eröffnete e​ine Weberei i​n Weiler i​m Allgäu. Im gleichen Jahr verließ Mitgründer Landauer d​as Unternehmen, a​ber erst d​rei Jahre später w​urde der Unternehmensname (Firma) i​n L. Stromeyer & Co. geändert. 1885 w​urde am Seerhein i​n Konstanz e​in 150.000 m² großes Gelände aufgekauft u​nd eine Fabrik gebaut, d​ie Namensgeber für d​as Viertel Stromeyersdorf war.

Die a​uf allen Ausgaben rückseitig angebrachten Stempel k​am in d​en zwei Arten ‚vierzeiliger‘ (88 × 22 mm) bzw. ‚fünfzeiliger‘ Text (87 × 35 mm) vor: Dieser Gutschein w​ird von d​er Bayer. Vereinsbank Zweigstelle Weiler i. Allg. u​nd der Distriktsparkasse Weiler i. Allg. z​ur Gutschrift angenommen.

In Konstanz datierte Ausgaben

Nominal: 500.000 Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121 × 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 22. August 1923 bis spätestens 15. November 1923
Vorderseite: schwarz auf gelb, Unterschrift „L. Stromeyer Co.
Rückseite: leer, mit vier- (auch kopfstehend) oder fünfzeiligem (auch kopfstehend) Stempel
Nominal: 500.000 Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 22. August 1923 bis spätestens 15. Januar 1924
Vorderseite: schwarz auf gelb
Rückseite: leer oder mit vierzeiligem (auch kopfstehend) Stempel
Nominal: 1 Million Mark
Druck: einseitiger Steindruck, schwarz auf hellblau auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage: 2.000 Stück mit einem Nennwert von zwei Milliarden Mark
Ausgabe: 22. August 1923 bis spätestens 15. November 1923, 2.000 Stück mit einem Nennwert von zwei Milliarden Mark
Vorderseite: Die Einlieferung bei genannten Banken hat bis spätestens 15. Nov. 1923 zu erfolgen. / Ausgabe A /  xxxxx (30001 bis 32000, 4,2 mm, schwarz) + Mk. 1000000.- / Gutschein über Eine Million Mark ausgegeben wegen Mangel an gesetzlichem Bargeld / Die Rheinische Creditbank Filiale, Süddeutsche Diskonto-Gesellschaft Filiale, Dresdner Bank Geschäftsstelle, Gewerbe- und Handelsbank e.G.m.b.H. in KONSTANZ schreiben dem Eigentümer dieses Gutscheins den Gegenwert zu unseren Lasten gut. / Konstanz, den 22. August 1923. / Unterschrift „L. Stromeyer Co.“ / Ohne Unterschrift und Nummer ist dieser Gutschein ungültig.
Rückseite: leer, mit vier- (auch kopfstehend) oder fünfzeiligem Stempel „Dieser Gutschein wird von der Bayer. Vereinsbank Zweigstelle Weiler i. Allg. und der Distriktsparkasse Weiler i. Allg. zur Gutschrift angenommen.
Nominal: 1 Million Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 22. August 1923 bis spätestens 15. Januar 1924
Vorderseite: schwarz auf hellblau; Kontrollnummern 40001 bis 50000, 4,0 mm, schwarz
Rückseite: leer, mit vier- oder fünfzeiligem Stempel
Nominal: 2 Millionen Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 22. August 1923 bis spätestens 15. November 1923
Vorderseite: schwarz auf graulila
Rückseite: leer, mit vier- (auch kopfstehend) oder fünfzeiligem Stempel
Nominal: 2 Millionen Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 22. August 1923 bis 15. Januar 1924
Vorderseite: schwarz auf graulila; Kontrollnummern: 65001 bis 70000, 4,0 mm, schwarz
Rückseite: leer, mit vier- (auch kpfstehend) oder fünfzeiligem Stempel

In Weiler im Allgäu datierte Gutscheine

Nominal: 5 Milliarden Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 31. Oktober 1923 bis spätestens 15. Januar 1924
Vorderseite: schwarz auf gelb; Kontrollnummern: 0001 bis 6000, 4,0 mm, schwarz
Rückseite: ./.
Nominal: 10 Milliarden Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 31. Oktober 1923 bis spätestens 15. Januar 1924
Vorderseite: schwarz auf hellblau; Kontrollnummern: 9501 bis 12500, 4,5 mm, schwarz
Rückseite: ./.
Nominal: 20 Milliarden Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 31. Oktober 1923 bis spätestens 15. Januar 1924
Vorderseite: schwarz auf lila; Kontrollnummern: 6001 bis 9500, 4,5 mm, schwarz
Rückseite: ./.
Nominal: 20 Milliarden Mark
Druck: einseitiger Steindruck auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Parkettmuster“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 31. Oktober 1923 bis spätestens 15. Januar 1924
Vorderseite: schwarz auf lila; Kontrollnummern: 0001 bis 5000, 4,5 mm
Rückseite: ./.

In Weiler im Allgäu datierte Schecks

Nominal: 20.000.000 Mark
Druck: Gebrüder Parcus, München; einseitig auf weißem Papier mit Wasserzeichen „Konturenketten“, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 8. Oktober 1923
Vorderseite: grün; Kontrollnummern: 4,0 mm, schwarz
Rückseite: ./.
Nominal: 100.000.000 Mark
Druck: einseitig auf weißem Papier ohne Wasserzeichen, ~ 121× 75 mm
Auflage:
Ausgabe: 29. September 1923
Vorderseite: schwarz auf rosa; Kontrollnummern: 3,7 mm, schwarz
Rückseite: ./.

Vernichtung

Die a​us dem Umlauf zurückgezogenen 222.034 Notgeld-Scheine d​er Stadt – immerhin r​und zehn Zentner – wurden zwischen d​em 23. Juni 1919 u​nd April 1924 i​m städtischen Gaswerk verbrannt.

Literatur

  • Dr. Jens-Uwe Rixen: Notgeldausgaben im badischen Bodenseegebiet 1914–1918 (Teil 1). In: HEGAU - Zeitschrift für Geschichte, Volkskunde und Naturgeschichte des Gebiets zwischen Rhein, Donau und Bodensee; Jahrbuch 1984/85. Selbstverlag des Hegau-Geschichtsvereins Singen e. V., Singen (Hohentwiel) September 1986.
  • Hans-Ludwig Grabowski und Manfred Mehl: Deutsches Notgeld: Deutsche Serienscheine 1918 - 1922: 2 Bände (Band 1: A – K, Band 2: L – Z). 3. Auflage. 1 und 2. Battenberg Gietl Verlag, Regenstauf 2009, ISBN 978-3-86646-518-3.
  • Anton Geiger: Deutsches Notgeld: Das deutsche Großnotgeld von 1918 bis 1921: Katalog aller Notgeldscheine im Nennwert von 1 bis 100 Mark. 3. Auflage. Band 3. Battenberg Gietl Verlag, Regenstauf 2010, ISBN 978-3-86646-533-6.
  • Manfred Müller: Deutsches Notgeld: Die Notgeldscheine der deutschen Inflation: von August 1922 bis Juni 1923. 3. Auflage. Band 4. Battenberg Gietl Verlag, Regenstauf 2010, ISBN 978-3-86646-534-3.
Commons: Notgeld in Konstanz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Gabler Wirtschaftslexikon, abgerufen am 25. Juli 2015.
  2. Was ist Inflation? Europäische Zentralbank (EZB), abgerufen 4. September 2012.
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