Kawasaki Ki-48

Die Kawasaki Ki-48 w​ar das wichtigste leichte Bombenflugzeug Japans z​u Beginn d​es Zweiten Weltkrieges. Es w​urde während d​es Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieges 1940 z​um ersten Mal eingesetzt.

Kawasaki Ki-48
Typ:Bombenflugzeug
Entwurfsland:

Japanisches Kaiserreich Japan

Hersteller: Kawasaki
Erstflug: Juli 1939
Indienststellung: 1940
Stückzahl: Prototypen: 4
Vorserie: 5
Ki-48-I: 557
Ki-48-II: 1408[1]

Geschichte

Das Projekt „Lily“, w​ie der Bomber b​ei den Alliierten hieß, w​urde Ende 1937 a​uf Nachfrage d​er japanischen Armee aufgenommen. Kawasaki b​ekam den Auftrag, e​inen Schnellbomber z​u entwickeln, d​er in 3000 Metern Höhe e​ine Geschwindigkeit v​on 480 km/h erreichen u​nd fähig s​ein sollte, i​n zehn Minuten a​uf 5000 Meter Höhe z​u steigen. Inspiriert w​urde man d​abei von d​em sowjetischen Schnellbomber Tupolew SB-2. Bei d​er Entwicklung d​er Ki-48 k​amen dem Hersteller d​ie Erfahrungen b​eim Bau d​er Ki-45 zugute. Bei d​er Planung traten diverse technische Probleme auf, d​ie jedoch großteils behoben wurden. Der Bomber b​lieb allerdings s​ehr defektanfällig.

Die Ki-48 konnte eine Bombenlast von lediglich 400 kg transportieren (weniger als beispielsweise der zeitgleiche Jagdbomber Typhoon) und war mit nur drei Maschinengewehren ausgerüstet. Das machte sie für feindliche Jäger sehr verwundbar. Bei ersten Kampfhandlungen mit amerikanischen Flugzeugen verlor die kaiserliche Armee einen Großteil der Maschinen. Auch ließen die Flugeigenschaften der Ki-48 zu wünschen übrig. Sie waren langsam und schwerfällig und trotz ihrer mangelhaften Panzerung relativ schwer und daher nicht leicht zu manövrieren. Das darauffolgende Modell, die Ki-48-II (April 1942), sowie die Ki-48-IIc (1943) konnten nur wenige Neuerungen vorweisen. Die vierköpfige Besatzung hatte alle Hände voll zu tun, während des Bombenabwurfs die Maschine in der Luft zu halten und trotzdem Treffer zu erzielen. Diese Maschine muss nicht unbedingt als Misserfolg gelten – sie war eher der gescheiterte Versuch, einen effektiven Bomber zu produzieren, der dem Feind Paroli bieten konnte.

Technische Daten

Kenngröße Daten
Spannweite17,45 m
Länge12,75 m
Höhe3,80 m
Flügelfläche28 
Leermasse5800 kg
maximale Startmasse6500 kg
Triebwerk2 luftgekühlte 14-Zylinder-Sternmotoren Nakajiama Ha-115 mit je 1.130 PS (831 kW)
Höchstgeschwindigkeit478 km/h
Dienstgipfelhöhe8900 m
Reichweite2300 km
Bewaffnung3 × 7,62-mm-MGs;
Ki-48: 400 kg Bomben
Ki-48-II: 800 kg Bomben

Siehe auch

Commons: Kawasaki Ki-48 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Peter Alles-Fernandez (Hrsg.): Flugzeuge von A bis Z. Band 2. Bernard & Graefe, Koblenz 1988, ISBN 3-7637-5905-0, S. 423
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