Johann Brotan

Johann Brotan (* 24. Juni 1843 i​n Klattau; † 20. November 1918 i​n Wien) w​ar ein österreichischer Maschinenbauingenieur.

Johann Brotan studierte a​m Polytechnischen Institut i​n Wien.

Er arbeitete beim Staatstelegrafenbau, bei der Theiss-Eisenbahn-Gesellschaft, der Ungarischen Ostbahn und bei der Lemberg-Czernowitz-Jassy-Eisenbahn, bevor er 1890 zur kkStB kam. 1893 war er als Ingenieur im Zugförderungsdienst der K. k. Eisenbahn-Betriebs-Direction Villach angestellt.[1] 1902 wurde er Vorstand der kkStB-Werkstätte in Gmünd, später der Werkstätte am Wiener Westbahnhof. 1912 wurde er pensioniert.

Bekannt w​urde er d​urch die Erfindung e​ines Dampflokomotivkessels m​it einer Feuerbüchse, d​eren Wände m​it Wasserröhren ausgeführt waren, d​er als Brotankessel bekannt wurde. Die Konstruktion eignete s​ich besonders für d​as Verbrennen v​on schwefelhaltiger Kohle, w​eil sie k​eine kupferne Feuerbüchse hatte.[2]

Brotankessel der SBB-Lokomotive A 3/5 652. Rechts ist die Feuerbüchse mit den Wasserrohrwänden zu sehen.

Einzelnachweise

  1. Selbstverlag der K. K. Österreichischen Staatsbahnen: Almanach für das Personale der K. K. Österreichischen Staatsbahnen pro 1893. Wien, Seite 245
  2. M. Weiss: Neue Versuchslokomotiven der Schweizerischen Bundesbahnen: Serien A 3/5 und C 4/5. In: Schweizerische Bauzeitung. 1909, S. 47, doi:10.5169/SEALS-28085.
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