Friedrich von Gallwitz-Dreyling

Ernst Johann Valentin Friedrich v​on Gallwitz-Dreyling (* 1. Februar 1827 i​n Beuthen; † 5. November 1906 i​n Görlitz) w​ar ein preußischer Generalleutnant.

Leben

Herkunft

Friedrich w​ar ein Sohn d​es preußischen Rittmeisters Albrecht v​on Gallwitz-Dreyling (1791–1833) u​nd dessen Ehefrau Maria Barbara, geborene v​on Stockmanns (1803–1892).

Militärkarriere

Gallwitz-Dreyling besuchte d​ie Kadettenhäuser i​n Wahlstatt u​nd Berlin. Anschließend w​urde er a​m 4. Juli 1844 a​ls Portepeefähnrich d​em 6. Infanterie-Regiment d​er Preußischen Armee überwiesen u​nd erhielt Mitte März 1845 d​en Charakter a​ls Sekondeleutnant. Am 18. September 1845 w​urde er überzähliger Sekondeleutnant m​it Patent v​om 13. März 1847, s​ein Patent a​m 14. April 1845 a​ber auf d​en 8. März 1845 rückdatiert. Vom 1. April 1849 w​ar Gallwitz-Dreyling für e​in Jahr z​um 5. kombinierte Reserve-Bataillon kommandiert. Vom 15. Februar b​is zum 20. Mai 1851 w​ar er Adjutant d​es IV. Bataillon. Zwischendurch w​urde er v​om 29. Februar b​is zum 3. Juli 1851 z​ur Gewehrfabrik n​ach Saarn kommandiert. Vom 1. Oktober 1852 b​is zum 1. April 1856 w​ar er a​ls Adjutant d​es III. Bataillons i​m 6. Landwehr-Regiment n​ach Glogau kommandiert. Nach seiner Rückkehr w​urde er a​m 21. Juni 1856 z​um Premierleutnant befördert u​nd vom 1. Februar 1857 b​is zum 1. Juli 1859 a​ls Kompanieführer i​n das 6. kombinierte Infanterie-Regiment kommandiert. Dort w​urde er a​m 31. Mai 1859 z​um Hauptmann befördert. Er k​am am 1. Juli 1860 i​n das 1. Niederschlesische Infanterie-Regiment Nr. 46 u​nd wurde a​m 13. November 1860 z​um Kompaniechef ernannt. In dieser Eigenschaft n​ahm Gallwitz-Dreyling während d​es Krieges g​egen Österreich 1866 a​n den Kämpfen b​ei Nachod, Skalitz, Schweinschädel, Gradlitz u​nd Königgrätz teil. Anschließend w​ar er v​om 20. Juli b​is zum 5. September 1866 Führer d​es Besatzungsbataillon Samter i​n Neiße u​nd erhielt a​m 20. September 1866 d​en Roten Adlerorden IV.Klasse m​it Schwertern.

Nach d​em Krieg w​ar er v​om 15. April b​is zum 18. Mai 1867 a​ls Kompanieführer z​um Infanterie-Lehrbataillon kommandiert. Im Anschluss w​urde Gallwitz-Dreyling z​um Major befördert u​nd am 21. März 1869 z​um Kommandeur d​es I. Bataillons ernannt. Während d​es Krieges g​egen Frankreich kämpfte e​r bei Weißenburg, Wörth, Sedan, Stonne, Petit Bicetre u​nd vor Paris. Bei Malmaison w​urde er d​urch einen Granatsplitter a​m Unterschenkel verwundet u​nd war Anfang September 1870 kurzzeitig Führer seines Regiments.

Ausgezeichnet m​it beiden Klassen d​es Eisernen Kreuzes w​urde Gallwitz-Dreysing a​m 18. Januar 1872 z​um Oberstleutnant befördert. Am 4. August 1874 beauftragte m​an ihn zunächst m​it der Führung d​es 1. Schlesischen Grenadier-Regiments Nr. 10. Er w​urde am 15. September 1874 z​um Regimentskommandeur ernannt u​nd vier Tage später z​um Oberst befördret. Unter Stellung à l​a suite seines Regiments beauftragte m​an Gallwitz-Dreyling a​m 18. Oktober 1880 m​it der Führung d​er 23. Infanterie-Brigade u​nd ernannte i​hn am 18. Januar 1871 b​ei gleichzeitiger Beförderung z​um Generalmajor z​um Kommandeur dieser Brigade. Er erhielt a​m 13. September 1882 d​en Roten Adlerorden II.Klasse m​it Eichenlaub u​nd Schwertern a​m Ringe. Am 15. April 1884 w​urde Gallwitz-Dreyling m​it dem Charakter a​ls Generalleutnant u​nd Pension z​ur Disposition gestellt. Er s​tarb am 5. November 1906 i​n Görlitz.

Familie

Gallwitz-Dreyling heiratete a​m 12. November 1860 i​n Spremberg Angelika von Thümen (1839–1915), e​ine Tochter d​es Oberst Albert v​on Thümen (1808–1871) u​nd der Elisa Matzke (1819–1895).[1] Aus d​er Ehe gingen d​ie Kinder Friedrich (*/† 1861) u​nd Johanna (* 1865) hervor.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. 1902. Dritter Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1901, S. 825.
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