Friedrich Bölling

Wilhelm Karl Ernst Friedrich Bölling (* 18. Februar 1844 i​n Mayen; † 7. Mai 1899 i​n Dorsten) w​ar ein preußischer Generalmajor.

Leben

Nach seiner Erziehung i​m elterlichen Hause besuchte Bölling Gymnasien i​n Aachen u​nd Düsseldorf s​owie das Polytechnikum i​n Zürich. Am 17. April 1863 t​rat er i​n das 2. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 28 d​er Preußischen Armee e​in und avancierte a​m 11. Oktober 1864 z​um Sekondeleutnant. Als solcher n​ahm Bölling 1866 a​m Krieg g​egen Österreich t​eil und w​urde in d​er Schlacht b​ei Königgrätz leicht verwundet.

Nach d​em Friedensschluss schlossen s​ich vom 8. Dezember 1866 b​is 9. September 1869 Kommandierungen a​ls aufsichtsführender Offizier a​n die Unteroffizierschule Jülich s​owie bis z​um 23. Juli 1870 i​n gleicher Eigenschaft a​n die Unteroffizierschule Weißenfels an. Anlässlich d​er Mobilmachung kehrte Bölling d​ann zu seinem Regiment zurück u​nd nahm a​m Krieg g​egen Frankreich teil. In d​er Schlacht b​ei Gravelotte erlitt e​r eine leichte Verwundung u​nd fungierte a​b 19. August 1870 für d​ie Dauer d​es Krieges a​ls Kompanieführer. Kurz darauf w​urde Bölling z​um Premierleutnant befördert u​nd für s​eine Leistungen m​it dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Bölling w​ar vom 30. Juli 1872 b​is zum 21. Januar 1876 Regimentsadjutant u​nd wurde a​ls Hauptmann a​m 13. April 1876 z​um Kompaniechef ernannt. Am 21. Juli 1887 w​urde er a​ls überzähliger Major d​em Regiment aggregiert u​nd ein Jahr später i​n das 6. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 68 versetzt. Hier kommandierte Bölling v​om 15. Oktober 1888 b​is zum 16. Dezember 1892 d​as III. Bataillon i​n der Festung Ehrenbreitstein. Anschließend erfolgte s​eine Rückversetzung i​n das 2. Rheinische Infanterie-Regiment Nr. 28 u​nd man beauftragte i​hn mit d​er Funktion d​es etatsmäßigen Stabsoffiziers. Mit seiner Beförderung z​um Oberstleutnant w​urde Bölling a​m 27. Januar 1893 i​n dieser Stellung bestätigt. Am 14. Juli 1895 w​urde er Oberst u​nd zum Kommandeur d​es in Weißenburg stationierten Infanterie-Regiments „Markgraf Karl“ (7. Brandenburgisches) Nr. 60 ernannt. Anlässlich d​es Ordensfestes zeichnete König Wilhelm II. i​hn am 23. Januar 1899 m​it dem Kronenorden II. Klasse aus.[1] Am 27. Januar 1899 w​urde Bölling u​nter Beförderung z​um Generalmajor z​um Kommandeur d​er 79. Infanterie-Brigade i​n Paderborn ernannt. Während e​iner Manöverreise verstarb e​r unerwartet a​m 7. Mai 1899.

Literatur

  • Max Kürner: Offizier-Stammliste des Königlich Preußischen Infanterie-Regiments Markgraf Karl (7. Brandenburgisches) Nr. 60. E.S. Mittler & Sohn, Berlin 1905, S. 172.

Einzelnachweise

  1. Militär-Wochenblatt. Nr. 5 vom 18. Januar 1899, S. 115.
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