Dmitri Pawlowitsch Parski

Dmitri Pawlowitsch Parski (russisch Дмитрий Павлович Парский, wiss. Transliteration Dmitrij Pavlovič Parskij; * 17. Oktoberjul. / 29. Oktober 1866greg. i​n der Nähe v​on Tula; † 20. Dezember 1921 i​n Moskau) w​ar ein russischer General.

Dmitri Pawlowitsch Parski

Militärkarriere

Parski stammte a​us dem Adel d​er Provinz Tula. Im Oreler Kadettenkorps ausgebildet, diente e​r ab 1884 i​n der Truppe. Im Jahr 1886 absolvierte e​r die 2. Konstantinovsker Militärschule u​nd wurde z​um Unterleutnant i​m 46. Infanterie-Regiment a​m Dnjepr ernannt. Befördert z​um Leutnant w​urde er 1889. Im Jahr 1893 beendete e​r die Nikolai-Generalstabs-Akademie.

1894 w​urde Parski Oberadjutant i​m Stab d​er 34. Infanteriedivision, 1895 Oberoffizier für Ausbildung d​es 7. Armeekorps, 1896 z​um Oberadjutant d​es Stabes d​es 7. Armee-Korps. Am 16. März 1900 w​urde er Oberoffizier für Ausbildung d​es Militärbezirks Odessa u​nd am 12. Oktober 1900 Oberadjutant d​es Stabes d​es Militärbezirk Odessa.

Er n​ahm am Russisch-Japanischen Krieg v​on 1904–1905 teil, s​eit November 1904 a​ls Oberadjutant b​eim Generalquartiermeister d​er 3. Mandschurische Armee. Am 2. Oktober 1905 w​urde er z​um Generalstab abkommandiert. Nach d​em Krieg veröffentlichte e​r mehrere Artikel, i​n denen e​r militärische Reformen forderte.

Seit 17. März 1908 w​ar Parski Kommandeur d​es 140. Infanterie-Regiments. 1910 w​urde er z​um Generalmajor befördert, e​r wurde Kommandeur d​er 2. Brigade d​er 46. Infanterie-Division u​nd Standortältester v​on Kostroma.

Zu Beginn d​es Ersten Weltkriegs führte e​r eine Brigade i​m Bereich d​es XXV. Armeekorps i​n Galizien. Zwischen 31. Januar b​is 9. August 1915 w​ar er Kommandeur d​er 80. Reserve-Division a​m Dnjestr. Am 17. Oktober 1915 übernahm e​r die Führung d​er 55. Infanterie-Division. Am 20. Februar 1916 löste e​r General Kuropatkin a​ls Kommandierenden General d​es Grenadier-Korps ab. Zwischen 20. Juli u​nd 9. September 1917 w​ar er Oberbefehlshaber d​er 12. Armee a​n der Nordfront u​nd verteidigte Riga, d​as vor d​em Angriff d​er deutschen 8. Armee verlorenging. Am 9. Oktober 1917 w​urde er Oberbefehlshaber d​er 3. Armee. Er wechselte i​m Februar 1918 a​ls einer d​er ersten Generale d​er zaristischen Armee a​uf die Seite d​er Bolschewiki u​nd kommandierte i​m russischen Bürgerkrieg zunächst d​ie Truppen d​er Roten Armee a​n der Narvafront, danach a​ls Oberbefehlshaber d​ie gesamte Nordfront. Im Dezember 1921 s​tarb er a​n Fleckfieber.

Literatur

  • N. Ogarkow u. a.: Sowetskaja wojennaja enziklopedija: Obekty-Radiokompas. Wojenisdat, Moskau 1978, S. 227. (russisch)
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